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		<title><![CDATA[Central Terminal - *** Ch'Rihan ***]]></title>
		<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/</link>
		<description><![CDATA[Central Terminal - https://www.uss-saipan.de/FORUM]]></description>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 11:56:21 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II - Abschlusslog]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=349</link>
			<pubDate>Tue, 29 Oct 2019 12:35:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=349</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Auf dem Weg nach Ma'mak***</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">In ihrem abenteuerlich aussehenden Fluggerät, das mit seinem rostigen, verbeulten Äußeren alle täuschen konnte, die Baru, seinen Schöpfer nicht kannten, waren Maag und Lhoal unterwegs ins Sperrgebiet. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Nachrichten, die der Bordempfänger zwischen durch immer einmal bruchstückhaft auffing, verhießen nichts Gutes. Das Reich schien derzeit ohne handlungsfähige Regierung zu sein und Separatisten und Unzufriedene nutzten die Gunst der Stunde. Derzeit hatte ein alter Kriegsveteran das Gebäude des Hohen Rates besetzt und drohte den Romulanern mit Krieg. Eine Spionagesonde sei abgefangen worden, hieß es. Seitens Ch'Rihan war ein Dementi gekommen; es habe sich lediglich um eine Suchsonde gehandelt, die nach Prätor tr'Kaleh fahnden sollte. Die Prokonsulin hatte mit 'ernsten Maßnahmen' gedroht, wenn nicht endlich 'vollumfängliche Aufklärung' über das Attentat erfolgte. Doch die Region von Ma'mak war in der Hand eines Warlords, der sich um nichts als eine eigene glorreiche Fama sorgte...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Wir sind in zwei Minuten im Sperrgebiet," brummte Maag und studierte die Anzeigen auf seinem altertümlichen Display. "Das bedeutet: in Feuerreichweite. Ich aktiviere die Panzerung und die Tarnung."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Lhoal, der neben ihm im Copilotensitz saß, überwachte Sensoreninput und Waffensysteme. Obwohl er schon nach ein paar Flugminuten die klingonischen Zeichen wieder aus dem Gedächtnis abrufen konnte, machte ihm der unorthodoxe Aufbau des Schiffchens zu schaffen. Schaltpläne, Subroutinen - nichts war, wie man es erwartet hätte. Das mochte bei Hackern seine Vorteile haben, aber in seinem Fall  bedeutete es eine zusätzliche Hürde. Plötzlich heulte ein Alarm auf. Maag trat gegen eines der Panels. Der Ton stoppte, aber das Warnsignal blieb.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Wir haben ein Kühlflüssigkeitsleck im zweiten Tank," rief Lhoal, während er hastig das Ausmaß des Schadens einzuschätzen versuchte. Das Loch schien minimal. Vielleicht hatte sich eine Schraube gelöst und war gegen den Tank geprallt. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Maag grollte einen Fluch gegen Baru, dessen Handwerk wohl nicht mehr das war, was es früher gewesen war und warf einen Blick auf die Anzeigen. Sie verloren Kühlflüssigkeit. Nicht viel, und es war auch nicht gefährlich - aber fatal für ihre Tarnung! "Verdammt, wir werden wie ein Nordlicht leuchten!" Der Klingone riss das Steuer hoch, aber im selben Moment schrammten die ersten Schüsse über den Bauch ihres Fluggeräts.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Lhoal fühlte sich gegen die Sitzlehne gepresst, und in der nächsten Sekunde gegen die Stahlbügel der Gurte, als Maag das Schiff wieder herumriss. Lhoal versuchte, die Bordkanonen auf die Batterie auszurichten, die sie unter Beschuss genommen hatte. Feuerblitze tanzten über Schneefelder und dunkle Geschützkuppeln.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Haah! Das macht doch mal wieder Spaß!" brüllte Maag. "Gib ihnen Saures, Spitzohr!"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Aus dem Bordlautsprecher klang die Aufforderung sich zu ergeben und zu landen. Aber das war natürlich keine Option. Das geplagte Schiff geriet arg in Bedrängnis, aber die Panzerung hielt, trotz eines Torpedoeinschlages, der den Unterbau und die Landekufen demolierte.</span><br />
 <br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Endlich waren sie aus der Reichweite der Separatistenstellungen. Die rote Kühlflüssigkeit wie eine Blutspur hinter sich herziehend, setzte das Schiff seinen Flug fort. Nach einer Weile wagten sie sich wieder tiefer und schwebten bald über der Ruine, die einst Ma'mak gewesen war. Wie ein großer hohler Zahl reckten sich die geschwärzten Mauerreste nach oben.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Maag war plötzlich ganz still. „Eines unserer ältesten Heiligtümer… Wer kann soetwas getan haben…“ sagte er dann, während sie tiefer und tiefer gingen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ein Barbar – ganz gleich, wer der Täter war,“ antwortete Lhoal. Das Schiff setzte auf. Eine Fontäne aus Eiskristallen wirbelte gegen die Cockpitfenster. „Es sah nach einer Antimaterieexplosion aus, aber das kann täuschen. Die Spezialisten werden es sicher herausfinden.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ja, wenn es keinen Krieg gibt und es bald überall so aussieht!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich suche nach Lebenszeichen..." Die Außentemperatur betrug minus 50 Grad und gerade schien sich ein neuer Sturm zusammen zu brauen. Wenn irgendjemand diesen Anschlag überlebt hatte, waren seine Chancen angesichts des Klimas in dieser Region gering. Lhoal erhöhte den Suchradius. Ein schwaches klingonisches Signal war zu erkennen, knappe sechzig Meter tief unter Fels und Trümmern... Beim nächsten Durchgang erfasste er eine Gruppe Klingonen, die sich Richtung Klosterruine bewegten. Vielleicht eine Suchmannschaft. Er richtete die Sensoren neu aus. Eine rihannische Biosignatur müsste doch...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich habe ihn!"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Was?!"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Etwa 5,6 km von hier.... ein Rihanha und zwei Klingonen!" <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Hoffentlich keine Geiselnahme!</span> Er ließ sich das Terrain über die Anzeige schalten. Die drei blinkenden Punkte, ein violetter, zwei blaue, bewegten sich langsam entlang eines Kliffs in RIchtung des Dorfes. "Ich versuche, ihn zu kontaktieren!" </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Eigentlich müsste Turan einen Kommunikator tragen, aber nach allem, was geschehen war, könnte er beschädigt oder abhanden gekommen sein. Lhoal fühlte, wie die Anspannung sein Inneres umklammerte, während er das kleine Gerät an seinem Handgelenk aktivierte. Das rihannische Delegationsteam  besaß ein eigenes autarkes Komlink. Er gab seinen Code ein, doch die Anzeige zur Kontaktherstellung mit dem anderen Kommunikator unterblieb. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ein Sperrfeld oder irgendeine Störung? Oder war Turans Komlink tatsächlich beschädigt?</span> </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er versuchte es noch einmal und endlich bekam er Kontakt. "Prätor Tr'Kaleh? Hier spricht Senator tr'Khellian. Können Sie mich hören?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Es knackte und rauschte, ein paar Lautfetzen waren zu hören, kurz darauf aber deutlich: +...Tr'Khellian, wo sind Sie?+</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Gute sechs Kilometer von Ihrem Standort, in einem Schiff. Sind Sie wohlauf?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">+Ja, dank zweier Mönche des Klosters. Aber Kanzler Kvorag benötigt Hilfe. Haben Sie einen funktionierenden Transporter?+</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Lhoal sah zu Maag der nickte. "Sollte der Fall sein."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Exzellenz? Hören Sie? - Wir haben einen Transporter, aber wir prüfen seine Funktionalität. Ich melde mich wieder. Bitte bleiben Sie, wo Sie sind."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Eine gute dreiviertel Stunde später standen Turan, Kvorag und die beiden Mönche sicher im Cockpit des kleinen Schiffes und Maag schaltete den Transmitter ein, um der Öffentlichkeit die rettende Nachricht zu überbringen. Kurz darauf erschien auf zahlreichen öffentlichen Bildschirmen auf Quo'nos und auf den romulanischen und klingonischen Schiffen im Orbit das Bild von Kanzler Kvorag und Prätor Tr'Kaleh. Gezeichnet von den jüngsten Ereignissen wirkten sie wie zwei Waffenbrüder nach der Schlacht:</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nach langer Arbeit und Verhandlungen, und ALLEN Widrigkeiten zum Trotz, allen Machenschaften der Feinde unserer Völker, der Feinde dieses Friedens, verkünden wir, Kvorag von Quo'nos, Kanzler des Klingonischen Reiches, und Turan, Prätor des rihannischen Imperiums, Frieden zwischen unseren Völkern!"</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Kvorag riß Turans Arm in der traditionellen Siegesgeste nach oben.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Auf dem Weg nach Ma'mak***</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">In ihrem abenteuerlich aussehenden Fluggerät, das mit seinem rostigen, verbeulten Äußeren alle täuschen konnte, die Baru, seinen Schöpfer nicht kannten, waren Maag und Lhoal unterwegs ins Sperrgebiet. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Nachrichten, die der Bordempfänger zwischen durch immer einmal bruchstückhaft auffing, verhießen nichts Gutes. Das Reich schien derzeit ohne handlungsfähige Regierung zu sein und Separatisten und Unzufriedene nutzten die Gunst der Stunde. Derzeit hatte ein alter Kriegsveteran das Gebäude des Hohen Rates besetzt und drohte den Romulanern mit Krieg. Eine Spionagesonde sei abgefangen worden, hieß es. Seitens Ch'Rihan war ein Dementi gekommen; es habe sich lediglich um eine Suchsonde gehandelt, die nach Prätor tr'Kaleh fahnden sollte. Die Prokonsulin hatte mit 'ernsten Maßnahmen' gedroht, wenn nicht endlich 'vollumfängliche Aufklärung' über das Attentat erfolgte. Doch die Region von Ma'mak war in der Hand eines Warlords, der sich um nichts als eine eigene glorreiche Fama sorgte...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Wir sind in zwei Minuten im Sperrgebiet," brummte Maag und studierte die Anzeigen auf seinem altertümlichen Display. "Das bedeutet: in Feuerreichweite. Ich aktiviere die Panzerung und die Tarnung."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Lhoal, der neben ihm im Copilotensitz saß, überwachte Sensoreninput und Waffensysteme. Obwohl er schon nach ein paar Flugminuten die klingonischen Zeichen wieder aus dem Gedächtnis abrufen konnte, machte ihm der unorthodoxe Aufbau des Schiffchens zu schaffen. Schaltpläne, Subroutinen - nichts war, wie man es erwartet hätte. Das mochte bei Hackern seine Vorteile haben, aber in seinem Fall  bedeutete es eine zusätzliche Hürde. Plötzlich heulte ein Alarm auf. Maag trat gegen eines der Panels. Der Ton stoppte, aber das Warnsignal blieb.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Wir haben ein Kühlflüssigkeitsleck im zweiten Tank," rief Lhoal, während er hastig das Ausmaß des Schadens einzuschätzen versuchte. Das Loch schien minimal. Vielleicht hatte sich eine Schraube gelöst und war gegen den Tank geprallt. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Maag grollte einen Fluch gegen Baru, dessen Handwerk wohl nicht mehr das war, was es früher gewesen war und warf einen Blick auf die Anzeigen. Sie verloren Kühlflüssigkeit. Nicht viel, und es war auch nicht gefährlich - aber fatal für ihre Tarnung! "Verdammt, wir werden wie ein Nordlicht leuchten!" Der Klingone riss das Steuer hoch, aber im selben Moment schrammten die ersten Schüsse über den Bauch ihres Fluggeräts.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Lhoal fühlte sich gegen die Sitzlehne gepresst, und in der nächsten Sekunde gegen die Stahlbügel der Gurte, als Maag das Schiff wieder herumriss. Lhoal versuchte, die Bordkanonen auf die Batterie auszurichten, die sie unter Beschuss genommen hatte. Feuerblitze tanzten über Schneefelder und dunkle Geschützkuppeln.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Haah! Das macht doch mal wieder Spaß!" brüllte Maag. "Gib ihnen Saures, Spitzohr!"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Aus dem Bordlautsprecher klang die Aufforderung sich zu ergeben und zu landen. Aber das war natürlich keine Option. Das geplagte Schiff geriet arg in Bedrängnis, aber die Panzerung hielt, trotz eines Torpedoeinschlages, der den Unterbau und die Landekufen demolierte.</span><br />
 <br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Endlich waren sie aus der Reichweite der Separatistenstellungen. Die rote Kühlflüssigkeit wie eine Blutspur hinter sich herziehend, setzte das Schiff seinen Flug fort. Nach einer Weile wagten sie sich wieder tiefer und schwebten bald über der Ruine, die einst Ma'mak gewesen war. Wie ein großer hohler Zahl reckten sich die geschwärzten Mauerreste nach oben.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Maag war plötzlich ganz still. „Eines unserer ältesten Heiligtümer… Wer kann soetwas getan haben…“ sagte er dann, während sie tiefer und tiefer gingen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ein Barbar – ganz gleich, wer der Täter war,“ antwortete Lhoal. Das Schiff setzte auf. Eine Fontäne aus Eiskristallen wirbelte gegen die Cockpitfenster. „Es sah nach einer Antimaterieexplosion aus, aber das kann täuschen. Die Spezialisten werden es sicher herausfinden.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ja, wenn es keinen Krieg gibt und es bald überall so aussieht!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich suche nach Lebenszeichen..." Die Außentemperatur betrug minus 50 Grad und gerade schien sich ein neuer Sturm zusammen zu brauen. Wenn irgendjemand diesen Anschlag überlebt hatte, waren seine Chancen angesichts des Klimas in dieser Region gering. Lhoal erhöhte den Suchradius. Ein schwaches klingonisches Signal war zu erkennen, knappe sechzig Meter tief unter Fels und Trümmern... Beim nächsten Durchgang erfasste er eine Gruppe Klingonen, die sich Richtung Klosterruine bewegten. Vielleicht eine Suchmannschaft. Er richtete die Sensoren neu aus. Eine rihannische Biosignatur müsste doch...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich habe ihn!"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Was?!"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Etwa 5,6 km von hier.... ein Rihanha und zwei Klingonen!" <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Hoffentlich keine Geiselnahme!</span> Er ließ sich das Terrain über die Anzeige schalten. Die drei blinkenden Punkte, ein violetter, zwei blaue, bewegten sich langsam entlang eines Kliffs in RIchtung des Dorfes. "Ich versuche, ihn zu kontaktieren!" </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Eigentlich müsste Turan einen Kommunikator tragen, aber nach allem, was geschehen war, könnte er beschädigt oder abhanden gekommen sein. Lhoal fühlte, wie die Anspannung sein Inneres umklammerte, während er das kleine Gerät an seinem Handgelenk aktivierte. Das rihannische Delegationsteam  besaß ein eigenes autarkes Komlink. Er gab seinen Code ein, doch die Anzeige zur Kontaktherstellung mit dem anderen Kommunikator unterblieb. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ein Sperrfeld oder irgendeine Störung? Oder war Turans Komlink tatsächlich beschädigt?</span> </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er versuchte es noch einmal und endlich bekam er Kontakt. "Prätor Tr'Kaleh? Hier spricht Senator tr'Khellian. Können Sie mich hören?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Es knackte und rauschte, ein paar Lautfetzen waren zu hören, kurz darauf aber deutlich: +...Tr'Khellian, wo sind Sie?+</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Gute sechs Kilometer von Ihrem Standort, in einem Schiff. Sind Sie wohlauf?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">+Ja, dank zweier Mönche des Klosters. Aber Kanzler Kvorag benötigt Hilfe. Haben Sie einen funktionierenden Transporter?+</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Lhoal sah zu Maag der nickte. "Sollte der Fall sein."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Exzellenz? Hören Sie? - Wir haben einen Transporter, aber wir prüfen seine Funktionalität. Ich melde mich wieder. Bitte bleiben Sie, wo Sie sind."</span><br />
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<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Eine gute dreiviertel Stunde später standen Turan, Kvorag und die beiden Mönche sicher im Cockpit des kleinen Schiffes und Maag schaltete den Transmitter ein, um der Öffentlichkeit die rettende Nachricht zu überbringen. Kurz darauf erschien auf zahlreichen öffentlichen Bildschirmen auf Quo'nos und auf den romulanischen und klingonischen Schiffen im Orbit das Bild von Kanzler Kvorag und Prätor Tr'Kaleh. Gezeichnet von den jüngsten Ereignissen wirkten sie wie zwei Waffenbrüder nach der Schlacht:</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nach langer Arbeit und Verhandlungen, und ALLEN Widrigkeiten zum Trotz, allen Machenschaften der Feinde unserer Völker, der Feinde dieses Friedens, verkünden wir, Kvorag von Quo'nos, Kanzler des Klingonischen Reiches, und Turan, Prätor des rihannischen Imperiums, Frieden zwischen unseren Völkern!"</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Kvorag riß Turans Arm in der traditionellen Siegesgeste nach oben.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II - Log 13]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=346</link>
			<pubDate>Fri, 25 Oct 2019 18:02:21 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=346</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'Nos / Ruine des Klosters Ma'mak ***</span></span></span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan hatte seinen Schutzpanzer aus Nanopolymer so modifiziert, dass die Fußsohlen eine Art Steigeisen ergeben hatten, mit deren Hilfe er sich langsam aber stetig in dem eingestürzten Gang nach oben kämpfte. Als er etwa die Hälfte hinter sich gebracht hatte, hörte er plötzlich knapp zwei Meter über sich auf der gegenüberliegenden Seite ein Poltern. Dann regnete Staub und Geröll herunter. Er klammerte sich an den allzu glatten Stein. Wenn er den Halt verlor - dann war schlichtweg alles verloren. Für ihn, für Kvorag, für das Klingonische und Romulanische Reich. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Einen Moment später stoppte der Steinregen. Turan wischte sich über das Helmvisier und blickte nach oben. Dort erkannte er jetzt in einer halbrunden Öffnung ein klingonisches Gesicht, in dem sich Erstaunen malte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich brauche Hilfe!" rief Turan und deaktivierte das Nanopolymer des Helmes. Im gleichen Augenblick fuhr ihm durch den Kopf, dass das vielleicht nicht die klügste Reaktion gewesen war... Immerhin wusste niemand von seiner Anwesenheit hier... Der überraschte Schrei des Klingonen "Ein Romulaner!" gab ihm Recht. Eines der ältesten und berühmtesten Heiligtümer des Reiches war offenbar dem Erdboden gleich gemacht worden - und nun kletterte ein Romulaner durch die Trümmer! Das konnte den jungen Burschen da oben rasch zu falschen Schlüssen verleiten. Ehe Turan zu einer Erklärung ansetzen konnte, tauchte ein zweiter Klingone in der Öffnung auf, älter und mit der typischen Mönchskleidung von Ma'mak bekleidet. Auch er blaffte etwas Mürrisches nach unten.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Hören Sie! Ich bin Turan tr'Kaleh, Prätor des Romulanischen Imperiums! Und auf der Ebene unterhalb dieses Ganges befindet sich Ihr Kanzler Kvorag und benötigt dringend Hilfe! Wir waren hier, um an einem sicheren Ort zu verhandeln... der sich leider nicht als so sicher heraus gestellt hat." Er merkte, wie sein rechter Fuß abglitt und versuchte, sich besser einzustemmen. Seine Muskeln begannen heftiger zu schmerzen und es war ihm klar, dass er sich in dieser Stellung nicht mehr lange halten konnte. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Klingonen wechselten ein paar rasche Worte. Waffen hatten sie offenbar nicht dabei - oder sie zogen es vor, sie nicht zu benutzen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Der Tal Shiar hätte nicht so schlampig gearbeitet und irgendwen am Leben gelassen, kommt schon, das muss euch klar sein!</span> rief Turan den beiden in Gedanken zu. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Und ganz besonders würde keiner ihrer Agenten hier hängen!</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Schließlich gab Kvorags Röhren den Ausschlag. Man konnte den Inhalt seines Rufes zwar nicht genau verstehen, aber seinen Landsleuten war klar, dass dort einer der Ihren Hilfe brauchte. Turan hörte etwas klacken, und dann baumelte ein dickes Seil vor seinem Gesicht. Alle verbliebene Kraft zusammen nehmend packte er zu, erst mit der linken Hand, dann mit der rechten. Er war froh, dass die Handschuhe automatisch die Klammerbewegung unterstützten, denn seine Finger fühlten sich halb erfroren an.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Wenig später hievten ihn die beiden Klingonen in den Durchbruch. Der Jüngere reichte ihm eine Feldflasche, dann noch etwas, das schmeckte wie getrocknetes gepresstes Obst in Targsoße. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Hauptsache, es hat Proteine,</span> dachte Turan und fühlte beinahe schon, wie seine Kräfte zurück kehrten. "Können Sie etwas davon zu Kvorag hinunter lassen? Und haben Sie irgendwelche Maschinen, um den Gang zu verbreitern? Weiter unten sind alle Ausgänge verschüttet."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nahrung und Wasser sind kein Problem..." Der ältere Mönch suchte nach der korrekten Anrede, während er schon eine Tasche befüllte. "Exzellenz. ... Aber wir haben kein schweres Gerät. Nur eine Schaufel und eine Brechstange. Wir waren unterwegs, um die heiligen Rollen zu bergen. - Haben Sie noch weitere Opfer gesehen? Die meisten unseres Konvents konnten sich aus eigener Kraft retten, aber einige vermissen wir noch."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan schüttelte den Kopf. "Aber wir waren auch sehr tief im Inneren der Anlage." </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Und Sie sind tatsächlich der romulanische Prätor?" Der junge Mönch betrachtete ihn ungläubig, während er ihm ein weiteres Stück des Fruchtbrotes reichte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ja. Und ich schätze, dass sich in den letzten drei Tagen schon die Nachricht meines Todes verbreitet hat und die Flotten unserer beiden Völker sich mit scharfen Waffen gegenüber stehen..." <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wenn nicht schon Schlimmeres geschehen ist...</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Der ältere Klingone rief seinen Adepten mit einem kurzen Grollen zur Ordnung. Neugier war hier keine Tugend. Dann erwiderte er: "Wir sind sehr abgeschieden hier. Wir haben Geschützfeuer gehört und gesehen weiter unten in der Ebene, und ein Luftgefecht. Aber das waren die Separatisten von G'MorH." Er gestattete sich ein spitzbübisches Lächeln. "Ich habe sie an den Geräuschen ihrer Bordgeschütze erkannt. Und die anderen trugen die Abzeichen des Hohen Rates."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ist hier irgendwo ein Transmitter erreichbar? Einer, mit dem ich eine Nachricht zumindest in den Orbit schicken kann?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Im Dorf unten, denke ich. Da müssen wir ohnehin zurück, um Bergungsgerät für unseren Kanzler zu beschaffen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Oder... ein Transporter? Möglicherweise können wir ihn heraus beamen?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die beiden Mönche schüttelten den Kopf. "Transporter gibt es hier nicht. Wir lehnen das ab, und die Leute im Dorf sind zu arm."</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'Nos / Ruine des Klosters Ma'mak ***</span></span></span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan hatte seinen Schutzpanzer aus Nanopolymer so modifiziert, dass die Fußsohlen eine Art Steigeisen ergeben hatten, mit deren Hilfe er sich langsam aber stetig in dem eingestürzten Gang nach oben kämpfte. Als er etwa die Hälfte hinter sich gebracht hatte, hörte er plötzlich knapp zwei Meter über sich auf der gegenüberliegenden Seite ein Poltern. Dann regnete Staub und Geröll herunter. Er klammerte sich an den allzu glatten Stein. Wenn er den Halt verlor - dann war schlichtweg alles verloren. Für ihn, für Kvorag, für das Klingonische und Romulanische Reich. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Einen Moment später stoppte der Steinregen. Turan wischte sich über das Helmvisier und blickte nach oben. Dort erkannte er jetzt in einer halbrunden Öffnung ein klingonisches Gesicht, in dem sich Erstaunen malte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich brauche Hilfe!" rief Turan und deaktivierte das Nanopolymer des Helmes. Im gleichen Augenblick fuhr ihm durch den Kopf, dass das vielleicht nicht die klügste Reaktion gewesen war... Immerhin wusste niemand von seiner Anwesenheit hier... Der überraschte Schrei des Klingonen "Ein Romulaner!" gab ihm Recht. Eines der ältesten und berühmtesten Heiligtümer des Reiches war offenbar dem Erdboden gleich gemacht worden - und nun kletterte ein Romulaner durch die Trümmer! Das konnte den jungen Burschen da oben rasch zu falschen Schlüssen verleiten. Ehe Turan zu einer Erklärung ansetzen konnte, tauchte ein zweiter Klingone in der Öffnung auf, älter und mit der typischen Mönchskleidung von Ma'mak bekleidet. Auch er blaffte etwas Mürrisches nach unten.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Hören Sie! Ich bin Turan tr'Kaleh, Prätor des Romulanischen Imperiums! Und auf der Ebene unterhalb dieses Ganges befindet sich Ihr Kanzler Kvorag und benötigt dringend Hilfe! Wir waren hier, um an einem sicheren Ort zu verhandeln... der sich leider nicht als so sicher heraus gestellt hat." Er merkte, wie sein rechter Fuß abglitt und versuchte, sich besser einzustemmen. Seine Muskeln begannen heftiger zu schmerzen und es war ihm klar, dass er sich in dieser Stellung nicht mehr lange halten konnte. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Klingonen wechselten ein paar rasche Worte. Waffen hatten sie offenbar nicht dabei - oder sie zogen es vor, sie nicht zu benutzen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Der Tal Shiar hätte nicht so schlampig gearbeitet und irgendwen am Leben gelassen, kommt schon, das muss euch klar sein!</span> rief Turan den beiden in Gedanken zu. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Und ganz besonders würde keiner ihrer Agenten hier hängen!</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Schließlich gab Kvorags Röhren den Ausschlag. Man konnte den Inhalt seines Rufes zwar nicht genau verstehen, aber seinen Landsleuten war klar, dass dort einer der Ihren Hilfe brauchte. Turan hörte etwas klacken, und dann baumelte ein dickes Seil vor seinem Gesicht. Alle verbliebene Kraft zusammen nehmend packte er zu, erst mit der linken Hand, dann mit der rechten. Er war froh, dass die Handschuhe automatisch die Klammerbewegung unterstützten, denn seine Finger fühlten sich halb erfroren an.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Wenig später hievten ihn die beiden Klingonen in den Durchbruch. Der Jüngere reichte ihm eine Feldflasche, dann noch etwas, das schmeckte wie getrocknetes gepresstes Obst in Targsoße. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Hauptsache, es hat Proteine,</span> dachte Turan und fühlte beinahe schon, wie seine Kräfte zurück kehrten. "Können Sie etwas davon zu Kvorag hinunter lassen? Und haben Sie irgendwelche Maschinen, um den Gang zu verbreitern? Weiter unten sind alle Ausgänge verschüttet."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nahrung und Wasser sind kein Problem..." Der ältere Mönch suchte nach der korrekten Anrede, während er schon eine Tasche befüllte. "Exzellenz. ... Aber wir haben kein schweres Gerät. Nur eine Schaufel und eine Brechstange. Wir waren unterwegs, um die heiligen Rollen zu bergen. - Haben Sie noch weitere Opfer gesehen? Die meisten unseres Konvents konnten sich aus eigener Kraft retten, aber einige vermissen wir noch."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan schüttelte den Kopf. "Aber wir waren auch sehr tief im Inneren der Anlage." </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Und Sie sind tatsächlich der romulanische Prätor?" Der junge Mönch betrachtete ihn ungläubig, während er ihm ein weiteres Stück des Fruchtbrotes reichte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ja. Und ich schätze, dass sich in den letzten drei Tagen schon die Nachricht meines Todes verbreitet hat und die Flotten unserer beiden Völker sich mit scharfen Waffen gegenüber stehen..." <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wenn nicht schon Schlimmeres geschehen ist...</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Der ältere Klingone rief seinen Adepten mit einem kurzen Grollen zur Ordnung. Neugier war hier keine Tugend. Dann erwiderte er: "Wir sind sehr abgeschieden hier. Wir haben Geschützfeuer gehört und gesehen weiter unten in der Ebene, und ein Luftgefecht. Aber das waren die Separatisten von G'MorH." Er gestattete sich ein spitzbübisches Lächeln. "Ich habe sie an den Geräuschen ihrer Bordgeschütze erkannt. Und die anderen trugen die Abzeichen des Hohen Rates."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ist hier irgendwo ein Transmitter erreichbar? Einer, mit dem ich eine Nachricht zumindest in den Orbit schicken kann?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Im Dorf unten, denke ich. Da müssen wir ohnehin zurück, um Bergungsgerät für unseren Kanzler zu beschaffen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Oder... ein Transporter? Möglicherweise können wir ihn heraus beamen?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die beiden Mönche schüttelten den Kopf. "Transporter gibt es hier nicht. Wir lehnen das ab, und die Leute im Dorf sind zu arm."</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II Log 12 / Lhoal]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=329</link>
			<pubDate>Sun, 22 Sep 2019 17:48:45 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=329</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Hauptstadt / Nächster Tag ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Während sich Maag und Lhoal, die beiden ungleichen Schicksalsgefährten aus dem Gefangenenlager von K'Muna, auf den Weg machten, nahmen die Unruhen in der Hauptstadt immer bedrohlichere Ausmaße an. In der Annahme, Kanzler Kvorag sei tot, kämpften die Angehörigen von vier verschiedenen Häusern um die Nachfolge. Darüber hinaus gab es noch Auseinandersetzungen zwischen Progressiven und Hardlinern und ihren diversen Splittergruppen. Und wie immer in solchen chaotischen Situationen gab es noch jene Elemente, die die Gelegenheit nutzten, alte Rechnungen zu begleichen, zu plündern oder ganz einfach die sprichwörtliche Sau heraus zu lassen. An die zehn Stunden hatten Lhoal und Maag zwischen den Fronten fest gesessen.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Maag hatte dem Rihanha seinen Militärmantel mit großer Kapuze gegeben, was den Rihanha wenigstens vor flüchtigen Blicken schützte. So versuchten sie gerade, an der Straßenschlacht vorbei zu kommen, die sich die "Wahren Söhne des Kahless" mit den "Friedensjüngern" lieferten, wobei auch letztere im Augenblick kein bisschen friedlich wirkten. Pflastersteine flogen, Metallstangen krachten aufeinander und von irgendwo feuerte jemand ab und zu in die Menge, ob ein einsamer Ordnungshüter oder ein Irrer aus Spaß an der Freude, war nicht auszumachen.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die beiden Männer drückten sich in einen Hauseingang, um einem Brandsatz zu entgehen. Der Werfer hastete gleich darauf an ihnen vorbei, erkannte die romulanischen Gesichtszüge und brüllte los, der Tal Shiar habe sie alle unterwandert. Maag packte den jungen Revoluzzer und nagelte ihn mit stahlhartem Griff an der Hauswand fest. "Hör zu, Bursche! Ich, Oberst Maag, habe diesen Gefangenen gemacht! Ich bringe ihn gerade zur Kommandantur! Und wenn du kleiner Nichtsnutz verursachst, dass der Kerl mir abhaut, dann wird nicht mal Kahless dir helfen! VERSTANDEN?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Von der Uniform eingeschüchtert bedeutete der Youngster seinen Kumpanen, sich zurück zu halten. Maag griff seinen 'Gefangenen' am Arm und stieß ihn mit einer Kanonade saftiger Flüche vorwärts um die nächste Ecke.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Das war knapp. Wie weit ist es noch?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Boru hat seine Werkstatt gleich in der Nächsten Straße... hatte sie zumindest, meine ich, als ich ihn vor vier Jahren zuletzt besucht habe."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal fand die Antwort wenig Vertrauen erweckend, doch was blieb ihm übrig? Wenig später erreichten sie tatsächlich ein Tor, über dem ein rostiges Schild Fahrzeugreparaturen und Schmiedearbeiten aller Art verhieß. Vom Wind bewegt, quietschte es in seiner Verankerung. Aus dem dahinter liegenden Hof klangen unverkennbare Arbeitsgeräusche.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Maag grinste und schlug seinem rihannischen Begleiter auf die Schulter. "Hab ich doch gesagt. Den alten Boru trennt so schnell nichts von seinem Hammer und Schraubenschlüssel!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Was folgte, war eine herzliche Begrüßung inmitten aufgestapelter Schrottteile, wie nur Klingonen sie fertig bringen. Nach heftigem Stirnplattenstoßen, Knüffen und freundlichem 'Alter Sack, wo warst du so lange' nahm der vierschrötige Metallwerker nun auch Maags Begleiter wahr. "Und, wen hast du mitgebracht? Bloß nicht 'nen neuen Lehrling, die können heute nichts mehr, diese Jungspunde!" Er spuckte aus. "Hab den letzten erst vorgestern mit einem Tritt in seinen -- oha, ein Spitzohr!? Maag, du dreimal ver--"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Mein alter Kumpel aus K'Muna, Lhoal," unterbrach ihn Maag und Lhoal grüßte den Alten auf Klingonisch. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der musterte ihn argwöhnisch. "Ist keine gute Zeit für 'ne Tour durch die Hauptstadt," brummte er dann anstatt einer Antwort.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Boru, wir brauchen einen Gleiter, gepanzert, bewaffnet..."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Sonst noch was, du Witzbold? Sieht das hier aus wie ein Gleiterhandel?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"...Unregistriert," vollendete Maag. "Aus der speziellen Reserve, du verstehst schon."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Was?" Der Schmied äugte wieder zu Lhoal. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Er weiß Bescheid. Komm schon, Boru, wir wollen den Kanzler retten. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Kanzler Kvorag? Hab gehört, die Rommies...ähm... hätten ihn umgelegt? Mann, was geht hier bloß ab die letzte Zeit, kann man nicht mal in Ruhe seiner Arbeit nachgehen?!" Schimpfend stapfte er eine Treppe hoch. "Wenn die Registratur davon erfährt--"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Die erfährt nichts von deinem kleinen Nebengeschäft!" Maag folgte ihm  mit einem zuversichtlichen Grinsen. "Kvorag wird dir 'nen Orden verleihen!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Bloß das nicht, bloß das nicht! Bloß keinen Rummel!" Auf verschlungenen Pfaden zwischen den Hinterhäusern hatten sie ein eingezäumtes Areal erreicht. Boru zog ein Gerät aus der Tasche und betätigte einige Schalter. Ein kurzes Knistern war zu hören und der eben noch lediglich mit Mülltonnen bestückte Platz offenbarte an deren Stelle zwei Objekte - die allerdings aussahen, als seien sie gerade aus eben diesen Mülltonnen gezogen worden.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Der da hinten ist noch nicht fertig," erklärte Boru und blieb vor dem ersten Konglomerat aus Bauteilen stehen, dem er auf den rechten Flügel tätschelte. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal betrachtete das Fluggerät, das wirkte, als habe es schon den ersten klingonisch-terranischen Krieg mitgemacht, sei halb auseinander genommen und anschließend mit Ersatzteilen von einem halben Dutzend Spezies wieder geflickt worden. Er bemühte sich, seinen Gesichtsausdruck so neutral wie möglich zu halten. Aber im Stillen dachte er, dass sie das Rennen um den Frieden wohl schon verloren hatten... Wie viele Stunden war der Unfall oder das Attentat im Kloster jetzt schon her? Er hatte das Gefühl für Zeit ebenso verloren wie für die eigene Erschöpfung.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ha! Lass dich nicht täuschen, mein Freund! Boru schraubt die schnellsten und widerstandsfähigsten Schiffchen zusammen. Wir haben ein paar Monate mit so einem Kahn in den Grenzregionen zur Föderation geschmuggelt! Ach, waren das Zeiten... "</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ja, aber von den alten Zeiten kann ich nicht leben, und die Maschine hatte ich schon jemandem zugesagt. Und wenn ich mich mit dem Kerl anlegen soll, dann musst du schon was springen lassen."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich zahle jeden Preis, den Sie wollen," ergriff Lhoal das Wort. Er nahm einen Chip aus einer geheimen Tasche seines Gürtels, aus dem sich ein holographisches Scheckformular entfaltete, dass er mit seinem Siegelring elektronisch aktivierte. Dann sah er wieder zu Boru auf.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der betrachtete den Rihanha und den Scheck mit zusammen gekniffenen Augen. Er mochte ein Ganove mit gut gepflegten Kontakten zur Unterwelt sein - aber er war auch ein Klingone der 'alten Schule' und es kam für ihn nicht in Frage, in ihn gesetztes Vertrauen zu missbrauchen und etwa mehr zu fordern als ihm zustand. Allerdings... Romulaner hatten bekanntlich ein ganz anderes Verständnis von Ehre... "Ist der überhaupt gedeckt?" fragte er mit einem Fingerzeig Richtung Scheck. "Maag, bürgst du für deinen Spitzohr...freund?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Willst du mich beleidigen?! Ich bürge NICHT für ihn! Mein Freund braucht keinen Bürgen! Und wenn du das bezweifelst--"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Das Haus s'Khellian ist liquide und der Scheck ist gedeckt," antwortete Lhoal, ehe die beiden alten Klingonen aneinander gerieten. "Ich bin im diplomatischen Dienst und Sie können ihn in unserer Vertretung auszahlen lassen."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Na, wenn die mal noch lange genug steht..." Boru trug eine gemäßigte Summe in den holographischen Scheck ein, Lhoal unterzeichnete und dann wechselten der Chip und der Gleiter den Besitzer. Wenig später befand sich das Gefährt in der Luft und auf dem Weg ins Sperrgebiet von Mamak.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Romulanischer Warbird 'Herihor' ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Regierender Vizekanzler Ormak hatte das Schiff mit der rihannischen Delegation aufgefordert, sich in eine Entfernung von 5 AE von Quo'nos zu begeben, aus Sicherheitsgründen. Fünf klingonische Kreuzer hielten das Schiff umzingelt, um auch sicher zu gehen, dass es sich nirgendwohin bewegte ohne Erlaubnis.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Kommandantin T'Iril stand auf der Brücke und betrachtete mit düsterer Miene die gegnerischen Schiffe. Die Klingonen behandelten sie wie Gefangene! Und nicht nur das, sie störten auch ihre Transmitter, so das kein Kontakt zu Ch'Rihan und keine selbständige Suche auf Quo'nos möglich war! Schon um die zermürbende Untätigkeit zu ertragen, berechnete sie erneut ihre Chancen, die fünf Kreuzer auszuschalten und - ja was sollte sie eigentlich tun? Eine Flucht Richtung rihannisches Reich kam nicht in Frage, solange der Prätor und Senator tr'Khellian noch irgendwo auf Quo'nos verschollen waren. Und zurück zu dem von den Elementen verfluchten Planeten war nur für einen debilen Ptakh eine Option....</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Abrupt fuhr sie zu ihrer Brückencrew herum und fragte ihren ersten Offizier: "Wieviele Terix-Sonden haben wir an Bord?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Riov, die letzten Befehle der Prokonsulin--" setzte der XO, ein hagerer Havranha an.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich KENNE die letzten Befehle, die ZU UNS DURCHGEDRUNGEN sind!" fauchte die Kommandantin zurück. "Keinerlei feindselige Akte. - Nun, Sonden sind keine Torpedos, nicht wahr? Außerdem sollten sie so getarnt sein und ihre Signatur maskieren, dass sie ohnehin nicht entdeckt werden, oder liege ich in der Interpretation der diesbezüglichen Berichte des Tal Shiar falsch?" Ihr Blick haftete auf dem Vertreter des Geheimdienstes.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Durchaus nicht, Riov T'Iril. Terix sind die letzte Entwicklung der--"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Gut, Details brauche ich jetzt nicht. Starten Sie zwei Sonden Richtung Quo'nos, die nach den Biosignaturen von Prätor tr'Kaleh und Senator tr'Khellian fahnden sollen."</span></span><br />
<br />
<img src="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Lhoal-klein.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Lhoal-klein.jpg]" class="mycode_img" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Hauptstadt / Nächster Tag ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Während sich Maag und Lhoal, die beiden ungleichen Schicksalsgefährten aus dem Gefangenenlager von K'Muna, auf den Weg machten, nahmen die Unruhen in der Hauptstadt immer bedrohlichere Ausmaße an. In der Annahme, Kanzler Kvorag sei tot, kämpften die Angehörigen von vier verschiedenen Häusern um die Nachfolge. Darüber hinaus gab es noch Auseinandersetzungen zwischen Progressiven und Hardlinern und ihren diversen Splittergruppen. Und wie immer in solchen chaotischen Situationen gab es noch jene Elemente, die die Gelegenheit nutzten, alte Rechnungen zu begleichen, zu plündern oder ganz einfach die sprichwörtliche Sau heraus zu lassen. An die zehn Stunden hatten Lhoal und Maag zwischen den Fronten fest gesessen.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Maag hatte dem Rihanha seinen Militärmantel mit großer Kapuze gegeben, was den Rihanha wenigstens vor flüchtigen Blicken schützte. So versuchten sie gerade, an der Straßenschlacht vorbei zu kommen, die sich die "Wahren Söhne des Kahless" mit den "Friedensjüngern" lieferten, wobei auch letztere im Augenblick kein bisschen friedlich wirkten. Pflastersteine flogen, Metallstangen krachten aufeinander und von irgendwo feuerte jemand ab und zu in die Menge, ob ein einsamer Ordnungshüter oder ein Irrer aus Spaß an der Freude, war nicht auszumachen.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die beiden Männer drückten sich in einen Hauseingang, um einem Brandsatz zu entgehen. Der Werfer hastete gleich darauf an ihnen vorbei, erkannte die romulanischen Gesichtszüge und brüllte los, der Tal Shiar habe sie alle unterwandert. Maag packte den jungen Revoluzzer und nagelte ihn mit stahlhartem Griff an der Hauswand fest. "Hör zu, Bursche! Ich, Oberst Maag, habe diesen Gefangenen gemacht! Ich bringe ihn gerade zur Kommandantur! Und wenn du kleiner Nichtsnutz verursachst, dass der Kerl mir abhaut, dann wird nicht mal Kahless dir helfen! VERSTANDEN?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Von der Uniform eingeschüchtert bedeutete der Youngster seinen Kumpanen, sich zurück zu halten. Maag griff seinen 'Gefangenen' am Arm und stieß ihn mit einer Kanonade saftiger Flüche vorwärts um die nächste Ecke.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Das war knapp. Wie weit ist es noch?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Boru hat seine Werkstatt gleich in der Nächsten Straße... hatte sie zumindest, meine ich, als ich ihn vor vier Jahren zuletzt besucht habe."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal fand die Antwort wenig Vertrauen erweckend, doch was blieb ihm übrig? Wenig später erreichten sie tatsächlich ein Tor, über dem ein rostiges Schild Fahrzeugreparaturen und Schmiedearbeiten aller Art verhieß. Vom Wind bewegt, quietschte es in seiner Verankerung. Aus dem dahinter liegenden Hof klangen unverkennbare Arbeitsgeräusche.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Maag grinste und schlug seinem rihannischen Begleiter auf die Schulter. "Hab ich doch gesagt. Den alten Boru trennt so schnell nichts von seinem Hammer und Schraubenschlüssel!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Was folgte, war eine herzliche Begrüßung inmitten aufgestapelter Schrottteile, wie nur Klingonen sie fertig bringen. Nach heftigem Stirnplattenstoßen, Knüffen und freundlichem 'Alter Sack, wo warst du so lange' nahm der vierschrötige Metallwerker nun auch Maags Begleiter wahr. "Und, wen hast du mitgebracht? Bloß nicht 'nen neuen Lehrling, die können heute nichts mehr, diese Jungspunde!" Er spuckte aus. "Hab den letzten erst vorgestern mit einem Tritt in seinen -- oha, ein Spitzohr!? Maag, du dreimal ver--"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Mein alter Kumpel aus K'Muna, Lhoal," unterbrach ihn Maag und Lhoal grüßte den Alten auf Klingonisch. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der musterte ihn argwöhnisch. "Ist keine gute Zeit für 'ne Tour durch die Hauptstadt," brummte er dann anstatt einer Antwort.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Boru, wir brauchen einen Gleiter, gepanzert, bewaffnet..."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Sonst noch was, du Witzbold? Sieht das hier aus wie ein Gleiterhandel?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"...Unregistriert," vollendete Maag. "Aus der speziellen Reserve, du verstehst schon."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Was?" Der Schmied äugte wieder zu Lhoal. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Er weiß Bescheid. Komm schon, Boru, wir wollen den Kanzler retten. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Kanzler Kvorag? Hab gehört, die Rommies...ähm... hätten ihn umgelegt? Mann, was geht hier bloß ab die letzte Zeit, kann man nicht mal in Ruhe seiner Arbeit nachgehen?!" Schimpfend stapfte er eine Treppe hoch. "Wenn die Registratur davon erfährt--"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Die erfährt nichts von deinem kleinen Nebengeschäft!" Maag folgte ihm  mit einem zuversichtlichen Grinsen. "Kvorag wird dir 'nen Orden verleihen!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Bloß das nicht, bloß das nicht! Bloß keinen Rummel!" Auf verschlungenen Pfaden zwischen den Hinterhäusern hatten sie ein eingezäumtes Areal erreicht. Boru zog ein Gerät aus der Tasche und betätigte einige Schalter. Ein kurzes Knistern war zu hören und der eben noch lediglich mit Mülltonnen bestückte Platz offenbarte an deren Stelle zwei Objekte - die allerdings aussahen, als seien sie gerade aus eben diesen Mülltonnen gezogen worden.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Der da hinten ist noch nicht fertig," erklärte Boru und blieb vor dem ersten Konglomerat aus Bauteilen stehen, dem er auf den rechten Flügel tätschelte. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal betrachtete das Fluggerät, das wirkte, als habe es schon den ersten klingonisch-terranischen Krieg mitgemacht, sei halb auseinander genommen und anschließend mit Ersatzteilen von einem halben Dutzend Spezies wieder geflickt worden. Er bemühte sich, seinen Gesichtsausdruck so neutral wie möglich zu halten. Aber im Stillen dachte er, dass sie das Rennen um den Frieden wohl schon verloren hatten... Wie viele Stunden war der Unfall oder das Attentat im Kloster jetzt schon her? Er hatte das Gefühl für Zeit ebenso verloren wie für die eigene Erschöpfung.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ha! Lass dich nicht täuschen, mein Freund! Boru schraubt die schnellsten und widerstandsfähigsten Schiffchen zusammen. Wir haben ein paar Monate mit so einem Kahn in den Grenzregionen zur Föderation geschmuggelt! Ach, waren das Zeiten... "</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ja, aber von den alten Zeiten kann ich nicht leben, und die Maschine hatte ich schon jemandem zugesagt. Und wenn ich mich mit dem Kerl anlegen soll, dann musst du schon was springen lassen."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich zahle jeden Preis, den Sie wollen," ergriff Lhoal das Wort. Er nahm einen Chip aus einer geheimen Tasche seines Gürtels, aus dem sich ein holographisches Scheckformular entfaltete, dass er mit seinem Siegelring elektronisch aktivierte. Dann sah er wieder zu Boru auf.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der betrachtete den Rihanha und den Scheck mit zusammen gekniffenen Augen. Er mochte ein Ganove mit gut gepflegten Kontakten zur Unterwelt sein - aber er war auch ein Klingone der 'alten Schule' und es kam für ihn nicht in Frage, in ihn gesetztes Vertrauen zu missbrauchen und etwa mehr zu fordern als ihm zustand. Allerdings... Romulaner hatten bekanntlich ein ganz anderes Verständnis von Ehre... "Ist der überhaupt gedeckt?" fragte er mit einem Fingerzeig Richtung Scheck. "Maag, bürgst du für deinen Spitzohr...freund?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Willst du mich beleidigen?! Ich bürge NICHT für ihn! Mein Freund braucht keinen Bürgen! Und wenn du das bezweifelst--"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Das Haus s'Khellian ist liquide und der Scheck ist gedeckt," antwortete Lhoal, ehe die beiden alten Klingonen aneinander gerieten. "Ich bin im diplomatischen Dienst und Sie können ihn in unserer Vertretung auszahlen lassen."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Na, wenn die mal noch lange genug steht..." Boru trug eine gemäßigte Summe in den holographischen Scheck ein, Lhoal unterzeichnete und dann wechselten der Chip und der Gleiter den Besitzer. Wenig später befand sich das Gefährt in der Luft und auf dem Weg ins Sperrgebiet von Mamak.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Romulanischer Warbird 'Herihor' ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Regierender Vizekanzler Ormak hatte das Schiff mit der rihannischen Delegation aufgefordert, sich in eine Entfernung von 5 AE von Quo'nos zu begeben, aus Sicherheitsgründen. Fünf klingonische Kreuzer hielten das Schiff umzingelt, um auch sicher zu gehen, dass es sich nirgendwohin bewegte ohne Erlaubnis.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Kommandantin T'Iril stand auf der Brücke und betrachtete mit düsterer Miene die gegnerischen Schiffe. Die Klingonen behandelten sie wie Gefangene! Und nicht nur das, sie störten auch ihre Transmitter, so das kein Kontakt zu Ch'Rihan und keine selbständige Suche auf Quo'nos möglich war! Schon um die zermürbende Untätigkeit zu ertragen, berechnete sie erneut ihre Chancen, die fünf Kreuzer auszuschalten und - ja was sollte sie eigentlich tun? Eine Flucht Richtung rihannisches Reich kam nicht in Frage, solange der Prätor und Senator tr'Khellian noch irgendwo auf Quo'nos verschollen waren. Und zurück zu dem von den Elementen verfluchten Planeten war nur für einen debilen Ptakh eine Option....</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Abrupt fuhr sie zu ihrer Brückencrew herum und fragte ihren ersten Offizier: "Wieviele Terix-Sonden haben wir an Bord?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Riov, die letzten Befehle der Prokonsulin--" setzte der XO, ein hagerer Havranha an.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich KENNE die letzten Befehle, die ZU UNS DURCHGEDRUNGEN sind!" fauchte die Kommandantin zurück. "Keinerlei feindselige Akte. - Nun, Sonden sind keine Torpedos, nicht wahr? Außerdem sollten sie so getarnt sein und ihre Signatur maskieren, dass sie ohnehin nicht entdeckt werden, oder liege ich in der Interpretation der diesbezüglichen Berichte des Tal Shiar falsch?" Ihr Blick haftete auf dem Vertreter des Geheimdienstes.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Durchaus nicht, Riov T'Iril. Terix sind die letzte Entwicklung der--"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Gut, Details brauche ich jetzt nicht. Starten Sie zwei Sonden Richtung Quo'nos, die nach den Biosignaturen von Prätor tr'Kaleh und Senator tr'Khellian fahnden sollen."</span></span><br />
<br />
<img src="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Lhoal-klein.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Lhoal-klein.jpg]" class="mycode_img" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II  Log 11 Turan / Lhoal]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=310</link>
			<pubDate>Sat, 03 Aug 2019 21:16:53 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=310</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color"> *** Quo'nos / Vorstadtviertel der Hauptstadt ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ungläubig starrten die rihannischen Mischlinge auf den Klingonen und den Senator. Ungläubig murmelnd starrten die Klingonen auf ihren Kommandanten, der plötzlich eine ruppig-herzliche Umarmung mit dem Spitzohr austauschte und noch ungläubiger hörten Sie auf die Worte ihres Oberst. Dieser Haufen Spitzohrbastarde sollte nicht deportiert werden?!</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Keng, bist du taub oder was? Ich sagte, Lhoal tr'Khellian steht unter meinem Schutz, und seine Schutzbefohlenen stehen ebenfalls unter meinem Schutz! Geht auf Posten vor dem Tor und an den beiden anderen Ausgängen! Lokra, du hisst die Regimentsflagge über dieser Bruchbude, los schon!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Maag, ich ...," Lhoal brachte vor Erleichterung kaum einen Ton heraus.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Keine Dankesreden, Herr Senator. Du weißt, wie ich Politikergeschwafel hasse. Lass' uns ordentlich einen heben auf das Wiedersehen!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal griff seinen Arm und fand endlich die Sprache wieder. "Maag, das was gerade geschehen ist - du und ich - es ist der Beweis, dass der Friedensvertrag gelingen kann! Wir dürfen nicht zulassen, dass er zunichte gemacht wird!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der ältere Klingone plusterte die Backen auf. "Nun, gibt kaum was, das ich da tun könnte! Ich bin nur ein Soldat ohne Stimme im Rat. Habe keine Mittel und was du hier siehst, ist meine kleine - und unterbezahlte - Truppe."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wir müssen versuchen, den Prätor zu finden! Und deinen Kanzler, bevor sich unsere Völker wieder gegenseitig an die Gurgel gehen! Wir müssen nach Mamak!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Das ist Sperrgebiet!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Zur gleichen Zeit / Im Orbit um Quo'nos / Warbird 'Herihor' ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Kommandantin Seva T'Iril stand mit verschränkten Armen vor dem Hauptschirm der Brücke und strahlte die gefährliche Ruhe eines Vulkans vor dem kapitalen Ausbruch aus. Hinter ihr an der gegenüberliegenden Wand prangte das grün-schwarz schimmernde Wappen des T'liss mit ausgebreiteten Flügeln. "Jedwede weitere Verzögerung Ihrerseits werden wir als Beteiligung Ihrerseits an dem Attentat --"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Was heisst hier Attentat?" grollte der Klingone vom Schirm. "Eine typische romulanische Unterstellung! Es gab ein Erdbeben und --"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wollen Sie mich zum Narren halten? Wenn es ein 'Erdbeben' war," sie betonte das Wort ironisch, "warum lassen Sie unsere Suchmannschaften nicht landen und 'helfen'?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Weil es heiliger Boden ist und ein Romulaner ihn nicht betreten darf!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">T'Iril hatte genug. Sie hatte keine Zeit. Ihr Prätor hatte keine Zeit. Das Reich hatte keine Zeit! "Ich verlange sofortigen Zugang zum Unglücksort, VIZEkanzler Omak!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Klingone murmelte einen sexistischen Spruch gegen romulanische Frauen und beendete die Verbindung.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Widerlicher khlle!" T'Iril fuhr herum und funkelte ihren Kom-Offizier an. "Stellen Sie mir eine Verbindung zur Prokonsulin her!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** 15 Stunden später / Kloster Mamak ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Seit anderthalb Tagen arbeiteten sich Turan und Kvorag durch das Geröll und schoben sich durch schmalste Spalten vorwärts in der Hoffnung, einen Ausgang aus dem Trümmerhaufen zu finden, der einst das weitläufige Kloster von Mamak gewesen war.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Eines ist völlig klar," sagte Turan und rang nach Luft, "Mamak ist vor dem Angriff evakuiert worden. Wir haben noch kein einziges weiteres Todesopfer gefunden. So sehr Ihnen das missfällt, Kvorag, aber Ihr Abtfreund scheint nicht ganz unbeteiligt an dem Attentat gewesen zu sein." </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Klingone brummte eine Zustimmung. "Ehrloser Sohn eines Targ! Wenn ich ihn jemals --" Der große Brocken, gegen den er sich gerade gestemmt hatte, polterte mit großem Getöse in die halb verschüttete Halle.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Turan beugte sich über den Stein - er war behauen, und die Reste einer Bemalung waren sichtbar. Vermutlich hatte er sich in einem der repräsentativen Säle des Klosters befunden... Soweit möglich, hatte er die Zerstörung mit dem Multiphasentool seines Armbandscanners dokumentiert. Eine holographische Darstellung würde vermutlich Hinweise geben, wo der Sprengsatz gezündet worden war und auch, worum es sich handelte. Er bedauerte, keine Staubproben analysieren zu können, und auch die Strahlungs- und Luftanalysen beschränkten sich auf die Basisangaben ob toxische Gefahr bestand oder nicht. Aber sobald er wieder Zugang zu entsprechender Technik hatte... <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wenn ich wieder Zugang habe... unsere Überlebenschancen sind --</span> Nein, er wollte, er durfte nicht an ihre Überlebenschancen denken! </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> "Ich glaube, ich sehe Tageslicht! Und ein kalter Luftzug kommt auch von da oben!" Kvorag grub mit beiden Händen im losen Geröll, um den Durchgang zu erweitern. Eine Staubwolke quoll auf und bedeckte die beiden Männer mit einer grauen Kalkschicht.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ein Frösteln überlief den Prätor. Die Anstrengungen der vergangenen Stunden, der Mangel an Nahrung und Wasser ließen seinen Körper noch empfindlicher auf die sinkenden Temperaturen reagieren. Keine Frage, die Luft wurde kälter. Das bedeutete, dass das Problem der Frischluftzufuhr und des mangelnden Wassers dem Problem der Kälte Platz machen würde - und das mit jedem Schritt in Richtung des Ausgangs mehr. Er dachte an den Aufstieg zum Kloster und versuchte zu berechnen, wie lange er ohne isolierende Kleidung durchhalten konnte. Waren Suchmannschaften unterwegs oder nicht? Oder besser, waren sie schon in der unmittelbaren Nähe? Davon hing alles ab... </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Kvorag wandte sich um. Bepudert von Staub sah er aus wie ein Wesen aus der Totenwelt, ein Rachegeist seiner Selbst. Dass er versuchte sich mit dem Handrücken über das Gesicht zu wischen, machte sein Erscheinungsbild nicht unbedingt zivilisierter. "Ist ein ziemlich steiler, enger Schacht nach oben, aber wir werden durch kommen. Zumindest Sie. Ich hätte vielleicht nicht immer so viel Gorma-Ragout essen sollen." In dem Geistergesicht blitzte eine Reihe spitz gefeilter Zähle auf.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Gut, dass er den Humor noch nicht verloren hat,</span> Turan konnte im Augenblick nicht einmal mehr den Elan für einen sarkastischen Kommentar aufbringen. "Ich schaffe es nicht," sagte er, "nicht bei diesen Temperaturen und dem geringen Sauerstoffgehalt. Die Wahrscheinlichkeit --"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Kvorags martialisches Brüllen schnitt ihm das Wort ab, und ehe er reagieren konnte, hatte der General ihn an den Schultern gepackt. "Die Wahrscheinlichkeit? Die Wahrscheinlichkeit ist nichts für Krieger!" stieß er hervor und der Blick seiner dunklen Augen bohrte sich in die blauen des Prätors. "Und: nichts für Staatsmänner! Nach der Wahrscheinlichkeit hätte ich vor 40 Jahren in der Schlacht bei Som'aqul sterben sollen! Nach der Wahrscheinlichkeit hätte ich nicht Kanzler werden sollen! Ich spucke auf die Wahrscheinlichkeit! Und SIE, Prätor Tr'Kaleh, sollten das auch!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ja. Ja, das sollte ich," sagte er langsam und blickte in Richtung des dünnen hellen Himmelsstreifens am Ende des steinernen Tunnels. Eiskristalle begannen sich auf seinem Haar und seinen Brauen zu formen. Er hatte diversen Gegnern und den Elementen selbst oft genug getrotzt! "Vielleicht ... können wir die Rechnung etwas zu unseren Gunsten verschieben... Lassen Sie mich einen Moment nachdenken..."</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color"> *** Quo'nos / Vorstadtviertel der Hauptstadt ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ungläubig starrten die rihannischen Mischlinge auf den Klingonen und den Senator. Ungläubig murmelnd starrten die Klingonen auf ihren Kommandanten, der plötzlich eine ruppig-herzliche Umarmung mit dem Spitzohr austauschte und noch ungläubiger hörten Sie auf die Worte ihres Oberst. Dieser Haufen Spitzohrbastarde sollte nicht deportiert werden?!</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Keng, bist du taub oder was? Ich sagte, Lhoal tr'Khellian steht unter meinem Schutz, und seine Schutzbefohlenen stehen ebenfalls unter meinem Schutz! Geht auf Posten vor dem Tor und an den beiden anderen Ausgängen! Lokra, du hisst die Regimentsflagge über dieser Bruchbude, los schon!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Maag, ich ...," Lhoal brachte vor Erleichterung kaum einen Ton heraus.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Keine Dankesreden, Herr Senator. Du weißt, wie ich Politikergeschwafel hasse. Lass' uns ordentlich einen heben auf das Wiedersehen!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal griff seinen Arm und fand endlich die Sprache wieder. "Maag, das was gerade geschehen ist - du und ich - es ist der Beweis, dass der Friedensvertrag gelingen kann! Wir dürfen nicht zulassen, dass er zunichte gemacht wird!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der ältere Klingone plusterte die Backen auf. "Nun, gibt kaum was, das ich da tun könnte! Ich bin nur ein Soldat ohne Stimme im Rat. Habe keine Mittel und was du hier siehst, ist meine kleine - und unterbezahlte - Truppe."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wir müssen versuchen, den Prätor zu finden! Und deinen Kanzler, bevor sich unsere Völker wieder gegenseitig an die Gurgel gehen! Wir müssen nach Mamak!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Das ist Sperrgebiet!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Zur gleichen Zeit / Im Orbit um Quo'nos / Warbird 'Herihor' ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Kommandantin Seva T'Iril stand mit verschränkten Armen vor dem Hauptschirm der Brücke und strahlte die gefährliche Ruhe eines Vulkans vor dem kapitalen Ausbruch aus. Hinter ihr an der gegenüberliegenden Wand prangte das grün-schwarz schimmernde Wappen des T'liss mit ausgebreiteten Flügeln. "Jedwede weitere Verzögerung Ihrerseits werden wir als Beteiligung Ihrerseits an dem Attentat --"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Was heisst hier Attentat?" grollte der Klingone vom Schirm. "Eine typische romulanische Unterstellung! Es gab ein Erdbeben und --"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wollen Sie mich zum Narren halten? Wenn es ein 'Erdbeben' war," sie betonte das Wort ironisch, "warum lassen Sie unsere Suchmannschaften nicht landen und 'helfen'?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Weil es heiliger Boden ist und ein Romulaner ihn nicht betreten darf!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">T'Iril hatte genug. Sie hatte keine Zeit. Ihr Prätor hatte keine Zeit. Das Reich hatte keine Zeit! "Ich verlange sofortigen Zugang zum Unglücksort, VIZEkanzler Omak!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Klingone murmelte einen sexistischen Spruch gegen romulanische Frauen und beendete die Verbindung.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Widerlicher khlle!" T'Iril fuhr herum und funkelte ihren Kom-Offizier an. "Stellen Sie mir eine Verbindung zur Prokonsulin her!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** 15 Stunden später / Kloster Mamak ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Seit anderthalb Tagen arbeiteten sich Turan und Kvorag durch das Geröll und schoben sich durch schmalste Spalten vorwärts in der Hoffnung, einen Ausgang aus dem Trümmerhaufen zu finden, der einst das weitläufige Kloster von Mamak gewesen war.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Eines ist völlig klar," sagte Turan und rang nach Luft, "Mamak ist vor dem Angriff evakuiert worden. Wir haben noch kein einziges weiteres Todesopfer gefunden. So sehr Ihnen das missfällt, Kvorag, aber Ihr Abtfreund scheint nicht ganz unbeteiligt an dem Attentat gewesen zu sein." </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Klingone brummte eine Zustimmung. "Ehrloser Sohn eines Targ! Wenn ich ihn jemals --" Der große Brocken, gegen den er sich gerade gestemmt hatte, polterte mit großem Getöse in die halb verschüttete Halle.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Turan beugte sich über den Stein - er war behauen, und die Reste einer Bemalung waren sichtbar. Vermutlich hatte er sich in einem der repräsentativen Säle des Klosters befunden... Soweit möglich, hatte er die Zerstörung mit dem Multiphasentool seines Armbandscanners dokumentiert. Eine holographische Darstellung würde vermutlich Hinweise geben, wo der Sprengsatz gezündet worden war und auch, worum es sich handelte. Er bedauerte, keine Staubproben analysieren zu können, und auch die Strahlungs- und Luftanalysen beschränkten sich auf die Basisangaben ob toxische Gefahr bestand oder nicht. Aber sobald er wieder Zugang zu entsprechender Technik hatte... <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wenn ich wieder Zugang habe... unsere Überlebenschancen sind --</span> Nein, er wollte, er durfte nicht an ihre Überlebenschancen denken! </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> "Ich glaube, ich sehe Tageslicht! Und ein kalter Luftzug kommt auch von da oben!" Kvorag grub mit beiden Händen im losen Geröll, um den Durchgang zu erweitern. Eine Staubwolke quoll auf und bedeckte die beiden Männer mit einer grauen Kalkschicht.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ein Frösteln überlief den Prätor. Die Anstrengungen der vergangenen Stunden, der Mangel an Nahrung und Wasser ließen seinen Körper noch empfindlicher auf die sinkenden Temperaturen reagieren. Keine Frage, die Luft wurde kälter. Das bedeutete, dass das Problem der Frischluftzufuhr und des mangelnden Wassers dem Problem der Kälte Platz machen würde - und das mit jedem Schritt in Richtung des Ausgangs mehr. Er dachte an den Aufstieg zum Kloster und versuchte zu berechnen, wie lange er ohne isolierende Kleidung durchhalten konnte. Waren Suchmannschaften unterwegs oder nicht? Oder besser, waren sie schon in der unmittelbaren Nähe? Davon hing alles ab... </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Kvorag wandte sich um. Bepudert von Staub sah er aus wie ein Wesen aus der Totenwelt, ein Rachegeist seiner Selbst. Dass er versuchte sich mit dem Handrücken über das Gesicht zu wischen, machte sein Erscheinungsbild nicht unbedingt zivilisierter. "Ist ein ziemlich steiler, enger Schacht nach oben, aber wir werden durch kommen. Zumindest Sie. Ich hätte vielleicht nicht immer so viel Gorma-Ragout essen sollen." In dem Geistergesicht blitzte eine Reihe spitz gefeilter Zähle auf.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Gut, dass er den Humor noch nicht verloren hat,</span> Turan konnte im Augenblick nicht einmal mehr den Elan für einen sarkastischen Kommentar aufbringen. "Ich schaffe es nicht," sagte er, "nicht bei diesen Temperaturen und dem geringen Sauerstoffgehalt. Die Wahrscheinlichkeit --"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Kvorags martialisches Brüllen schnitt ihm das Wort ab, und ehe er reagieren konnte, hatte der General ihn an den Schultern gepackt. "Die Wahrscheinlichkeit? Die Wahrscheinlichkeit ist nichts für Krieger!" stieß er hervor und der Blick seiner dunklen Augen bohrte sich in die blauen des Prätors. "Und: nichts für Staatsmänner! Nach der Wahrscheinlichkeit hätte ich vor 40 Jahren in der Schlacht bei Som'aqul sterben sollen! Nach der Wahrscheinlichkeit hätte ich nicht Kanzler werden sollen! Ich spucke auf die Wahrscheinlichkeit! Und SIE, Prätor Tr'Kaleh, sollten das auch!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ja. Ja, das sollte ich," sagte er langsam und blickte in Richtung des dünnen hellen Himmelsstreifens am Ende des steinernen Tunnels. Eiskristalle begannen sich auf seinem Haar und seinen Brauen zu formen. Er hatte diversen Gegnern und den Elementen selbst oft genug getrotzt! "Vielleicht ... können wir die Rechnung etwas zu unseren Gunsten verschieben... Lassen Sie mich einen Moment nachdenken..."</span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II Log 10 - Lhoal]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=299</link>
			<pubDate>Sun, 21 Jul 2019 19:24:04 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=299</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Hauptstadt / Vorstadtviertel ***</span></span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal wollte die kleine Mischlingsgemeinde auf keinen Fall jetzt allein lassen, obwohl er natürlich wusste, dass in Fällen wie diesen seine Order lautete, soll schnell wie möglich Kontakt zu seiner Delegation zu suchen und zum Schiff zurück zu kehren. Aber diese Möglichkeit war ihm keine Option. So wie der Familienpatriarch Ral ihm die Lage geschildert hatte, waren die rihannischen Mischlinge hier in der Situation einer marginalisierten Gruppe - und Gruppen wie diese pflegten in Zeiten der politischen Unsicherheit und des Aufruhrs stets das erste, weil gefahrlos zu erreichende, Opfer für den angestauten Zorn der Einheimischen zu sein.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Aus den öffentlichen Nachrichtensystemen klangen sich widersprechende Fetzen durch die engen Gassen. Parolen heizten die schwüle Sommernacht an. Kanzler Kvorag war ermordet - der Prätor hatte ihn ermordet - romulanische Truppen seien über die Grenze vorgedrungen - der Hohe Rat war von Feinden unterwandert - Gift wurde in die Atmosphäre geleitet.... immer wilder wurden die Gerüchte, die zu Rals Familie und den anderen Mischlingen drangen. In den letzten Minuten hatten viele von ihnen in dem relativ gut befestigten und mit starken Mauern versehenem ehemaligen Herrensitz Zuflucht gesucht. Sie standen und saßen im Hof zwischen den Slumhütten; die kleineren Kinder hatte man ins Innere des Hauses gebracht.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"In der Oberstadt gibt es Straßenkämpfe zwischen den Angehörigen des Hauses Zv'ogh und Barki," berichtete ein junger Mann gerade, während eine Frau versuchte, seine Kopfverletzung zu verbinden. Ein Projektil aus einer Schleuder hatte ihn getroffen. "Sie beschuldigen sich gegenseitig, Kvorag ans Messer geliefert zu haben. Und die Hardliner von der Klingonischen Schwarzen Front werfen Brandbomben." Hinter ihm verbarrikadierten Männer und Frauen Eingangstor und Fenster im Erdgeschoss. Das würde den Mob wenigstens etwas aufhalten... </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Die nutzen jede Situation zum Krawall," sagte Ishka und wandte sich zu Lhoal, der die ganze Zeit versuchte, jemanden aus der Delegation zu erreichen. "Senator, Sie sollten nicht länger hier bleiben. Niemand kann für Ihre Sicherheit garantieren. Ich kenne die Tunnelsysteme unter der Stadt gut, ich könnte Sie zu einem Transporterpunkt schleusen, von dem aus Sie zu ihrem Schiff beamen können."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich sagte, ich bleibe." Er legte den Transceiver zur Seite und starrte in den Nachthimmel hinauf, der einen unnatürlichen Feuerschein widerspiegelte. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wie steht es derzeit auf Ch'Rihan? Wie geht es Melissa?</span> Ihre Delegation war hier hergekommen, um den Grundstein für einen dauerhaften Frieden zu legen. Und nun? Nun schien sich alles in einer Spirale der Gewalt aufzuheizen, die nur im Krieg enden konnte!</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Wie um seine Gedanken zu bestätigen, krachte etwas gegen das verrammelte Eingangstor. In dem sonstigen Lärm waren nur die Worte "Verräter" und "Spitzohrpack" auszumachen. Schüsse wurden in die Luft gefeuert. Ein Baby begann zu schreien. Einige junge Leute sammelten  sich am Tor, mit allem möglichen, was als Waffe zu gebrauchen war, in der Hand und bereit, den Krawallbrüdern draußen im Namen von Ehre und Familie eine ordentliche Schlacht zu liefern. Nichts unterschied sie in diesem Moment von den reinblütigen Klingonen auf der anderen Seite. Sie blickten abwartend zum Familienoberhaupt. Ral tr'Vorhal sah die Lage nüchtern genug, ihren Kampfesmut einzudämmen - und noch gehorchten sie.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Nur wenig später blendete sie das Scheinwerferpaar eines Gleiters. Das Fluggerät senkte sich langsam in der Mitte des Hofes nieder, zwang die hier Stehenden, zurück zu weichen und sich gegen die Wände zu drücken. Lhoal erkannte ein Wappen auf der Seite des Gleiters, der schon deutliche Kampfspuren trug, konnte es aber keinem Haus zuordnen. Dann hörte er ein dumpfes metallisches 'Klonck', gefolgt von einem zweiten und dritten. Jemand warf mit Steinen auf den Gleiter! Er konnte nicht sehen, woher der 'Angriff' kam. Ral brüllte einen Befehl zur Mäßigung, aber in diesem Moment öffnete sich die Luke des Gleiters und zwei Handvoll bewaffneter Klingonen quoll heraus. Lhoal hatte Mühe, sich durch die drängenden Leute einen Weg zum Geschehen zu bahnen, denn plötzlich zischten Schüsse, hallten Schreie durch den Komplex und vorn kam es zum Handgemenge. Er hörte etwas von "Umsiedlung".</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wir haben nichts getan!" Das war Rals Stimme.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Als Lhoal den Landeplatz erreichte, erfasste sein Blick einen Klingonen in Uniform, der seinen Disruptor auf Rals Brust drückte. Einem in der Nähe stehenden Krieger lief Blut über das Gesicht, und zwei, drei Gestalten waren am Boden, bewusstlos oder tot.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal hob die Arme und rief so laut er konnte: "Stop! Hört mir zu!"</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ah?! Wenn haben wir da?!" Der Klingone mit der Waffe fuhr zu ihm herum und bleckte die Zähne. "Ein romulanischer Spion! Hier, um deine Hündchen abzurichten? Aber nicht mit mir!" Die Mündung des Disruptors drückte sich in Lhoals Gewand.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Mein Name ist Lhoal tr'Khellian und ich bin Mitglied der rihannischen Delegation. Diese Leute stehen unter meinem Schutz. Wer sich an mir oder ihnen vergreift, riskiert einen interstellaren Krieg."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Einer der Klingonen lachte röhrend. "Krieg?" blaffte der offensichtliche Anführer Lhoal entgegen. "Ich kann es kaum erwarten! Und diesmal wird euch die Föderation nicht den Hintern retten!" Er machte eine kurze Kopfbewegung in Richtung eines seiner Leute. "Los, aktiviere den Transporterverstärker und schnapp dir die ersten!" Er griff Ishka.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Zur Seite! Verflucht! Hast du Gras in den Ohren?!" Ein breitschultriger, grauhaariger Klingone stapfte durch die Menge und stieß dabei den Uniformierten, der Ishka festhielt, in die Seite. Die Frau befreite sich und floh ins Halbdunkel. "Hab ich hier was von Tr'Khellian gehört?"</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Der Kerl da vorne, Oberst."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Klingone und der Rihanha musterten sich. Allmählich zeichnete sich ein Grinsen in den Zügen des Klingonen ab. "Lhoal! Natürlich, nur du kannst so verrückt sein!" Er ließ seine ledergepanzerte Hand auf die Schulter des Senators fallen. </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal runzelte die Stirn. Die Sichtverhältnisse waren so schlecht... aber die Stimme...</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Was ist eh, erkennst du Maag nicht mehr, du lausiges Spitzohr?!" Die zweite gepanzerte Hand senkte sich auf die andere Schulter und er fühlte sich geschüttelt.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Maag? Bei den Elementen!" Einer der Wachmänner auf K'Muna, die von ihrer Regierung samt den Gefangenen dort sitzen gelassen worden waren!</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal immer noch fest im Griff drehte sich der klingonische Oberst wieder um. "Hört mir gut zu, Männer! Mit diesem Mann habe ich die letzte magere Ratte geteilt! Wer Hand an ihn legt, den hänge ich an seinen Eingeweiden auf - verstanden?!"</span></span><br />
<br />
<br />
<img src="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Lhoal-klein.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Lhoal-klein.jpg]" class="mycode_img" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Hauptstadt / Vorstadtviertel ***</span></span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal wollte die kleine Mischlingsgemeinde auf keinen Fall jetzt allein lassen, obwohl er natürlich wusste, dass in Fällen wie diesen seine Order lautete, soll schnell wie möglich Kontakt zu seiner Delegation zu suchen und zum Schiff zurück zu kehren. Aber diese Möglichkeit war ihm keine Option. So wie der Familienpatriarch Ral ihm die Lage geschildert hatte, waren die rihannischen Mischlinge hier in der Situation einer marginalisierten Gruppe - und Gruppen wie diese pflegten in Zeiten der politischen Unsicherheit und des Aufruhrs stets das erste, weil gefahrlos zu erreichende, Opfer für den angestauten Zorn der Einheimischen zu sein.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Aus den öffentlichen Nachrichtensystemen klangen sich widersprechende Fetzen durch die engen Gassen. Parolen heizten die schwüle Sommernacht an. Kanzler Kvorag war ermordet - der Prätor hatte ihn ermordet - romulanische Truppen seien über die Grenze vorgedrungen - der Hohe Rat war von Feinden unterwandert - Gift wurde in die Atmosphäre geleitet.... immer wilder wurden die Gerüchte, die zu Rals Familie und den anderen Mischlingen drangen. In den letzten Minuten hatten viele von ihnen in dem relativ gut befestigten und mit starken Mauern versehenem ehemaligen Herrensitz Zuflucht gesucht. Sie standen und saßen im Hof zwischen den Slumhütten; die kleineren Kinder hatte man ins Innere des Hauses gebracht.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"In der Oberstadt gibt es Straßenkämpfe zwischen den Angehörigen des Hauses Zv'ogh und Barki," berichtete ein junger Mann gerade, während eine Frau versuchte, seine Kopfverletzung zu verbinden. Ein Projektil aus einer Schleuder hatte ihn getroffen. "Sie beschuldigen sich gegenseitig, Kvorag ans Messer geliefert zu haben. Und die Hardliner von der Klingonischen Schwarzen Front werfen Brandbomben." Hinter ihm verbarrikadierten Männer und Frauen Eingangstor und Fenster im Erdgeschoss. Das würde den Mob wenigstens etwas aufhalten... </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Die nutzen jede Situation zum Krawall," sagte Ishka und wandte sich zu Lhoal, der die ganze Zeit versuchte, jemanden aus der Delegation zu erreichen. "Senator, Sie sollten nicht länger hier bleiben. Niemand kann für Ihre Sicherheit garantieren. Ich kenne die Tunnelsysteme unter der Stadt gut, ich könnte Sie zu einem Transporterpunkt schleusen, von dem aus Sie zu ihrem Schiff beamen können."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich sagte, ich bleibe." Er legte den Transceiver zur Seite und starrte in den Nachthimmel hinauf, der einen unnatürlichen Feuerschein widerspiegelte. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Wie steht es derzeit auf Ch'Rihan? Wie geht es Melissa?</span> Ihre Delegation war hier hergekommen, um den Grundstein für einen dauerhaften Frieden zu legen. Und nun? Nun schien sich alles in einer Spirale der Gewalt aufzuheizen, die nur im Krieg enden konnte!</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Wie um seine Gedanken zu bestätigen, krachte etwas gegen das verrammelte Eingangstor. In dem sonstigen Lärm waren nur die Worte "Verräter" und "Spitzohrpack" auszumachen. Schüsse wurden in die Luft gefeuert. Ein Baby begann zu schreien. Einige junge Leute sammelten  sich am Tor, mit allem möglichen, was als Waffe zu gebrauchen war, in der Hand und bereit, den Krawallbrüdern draußen im Namen von Ehre und Familie eine ordentliche Schlacht zu liefern. Nichts unterschied sie in diesem Moment von den reinblütigen Klingonen auf der anderen Seite. Sie blickten abwartend zum Familienoberhaupt. Ral tr'Vorhal sah die Lage nüchtern genug, ihren Kampfesmut einzudämmen - und noch gehorchten sie.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Nur wenig später blendete sie das Scheinwerferpaar eines Gleiters. Das Fluggerät senkte sich langsam in der Mitte des Hofes nieder, zwang die hier Stehenden, zurück zu weichen und sich gegen die Wände zu drücken. Lhoal erkannte ein Wappen auf der Seite des Gleiters, der schon deutliche Kampfspuren trug, konnte es aber keinem Haus zuordnen. Dann hörte er ein dumpfes metallisches 'Klonck', gefolgt von einem zweiten und dritten. Jemand warf mit Steinen auf den Gleiter! Er konnte nicht sehen, woher der 'Angriff' kam. Ral brüllte einen Befehl zur Mäßigung, aber in diesem Moment öffnete sich die Luke des Gleiters und zwei Handvoll bewaffneter Klingonen quoll heraus. Lhoal hatte Mühe, sich durch die drängenden Leute einen Weg zum Geschehen zu bahnen, denn plötzlich zischten Schüsse, hallten Schreie durch den Komplex und vorn kam es zum Handgemenge. Er hörte etwas von "Umsiedlung".</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wir haben nichts getan!" Das war Rals Stimme.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Als Lhoal den Landeplatz erreichte, erfasste sein Blick einen Klingonen in Uniform, der seinen Disruptor auf Rals Brust drückte. Einem in der Nähe stehenden Krieger lief Blut über das Gesicht, und zwei, drei Gestalten waren am Boden, bewusstlos oder tot.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal hob die Arme und rief so laut er konnte: "Stop! Hört mir zu!"</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ah?! Wenn haben wir da?!" Der Klingone mit der Waffe fuhr zu ihm herum und bleckte die Zähne. "Ein romulanischer Spion! Hier, um deine Hündchen abzurichten? Aber nicht mit mir!" Die Mündung des Disruptors drückte sich in Lhoals Gewand.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Mein Name ist Lhoal tr'Khellian und ich bin Mitglied der rihannischen Delegation. Diese Leute stehen unter meinem Schutz. Wer sich an mir oder ihnen vergreift, riskiert einen interstellaren Krieg."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Einer der Klingonen lachte röhrend. "Krieg?" blaffte der offensichtliche Anführer Lhoal entgegen. "Ich kann es kaum erwarten! Und diesmal wird euch die Föderation nicht den Hintern retten!" Er machte eine kurze Kopfbewegung in Richtung eines seiner Leute. "Los, aktiviere den Transporterverstärker und schnapp dir die ersten!" Er griff Ishka.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Zur Seite! Verflucht! Hast du Gras in den Ohren?!" Ein breitschultriger, grauhaariger Klingone stapfte durch die Menge und stieß dabei den Uniformierten, der Ishka festhielt, in die Seite. Die Frau befreite sich und floh ins Halbdunkel. "Hab ich hier was von Tr'Khellian gehört?"</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Der Kerl da vorne, Oberst."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Klingone und der Rihanha musterten sich. Allmählich zeichnete sich ein Grinsen in den Zügen des Klingonen ab. "Lhoal! Natürlich, nur du kannst so verrückt sein!" Er ließ seine ledergepanzerte Hand auf die Schulter des Senators fallen. </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal runzelte die Stirn. Die Sichtverhältnisse waren so schlecht... aber die Stimme...</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Was ist eh, erkennst du Maag nicht mehr, du lausiges Spitzohr?!" Die zweite gepanzerte Hand senkte sich auf die andere Schulter und er fühlte sich geschüttelt.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Maag? Bei den Elementen!" Einer der Wachmänner auf K'Muna, die von ihrer Regierung samt den Gefangenen dort sitzen gelassen worden waren!</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal immer noch fest im Griff drehte sich der klingonische Oberst wieder um. "Hört mir gut zu, Männer! Mit diesem Mann habe ich die letzte magere Ratte geteilt! Wer Hand an ihn legt, den hänge ich an seinen Eingeweiden auf - verstanden?!"</span></span><br />
<br />
<br />
<img src="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Lhoal-klein.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Lhoal-klein.jpg]" class="mycode_img" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II  Log 9  Lhoal]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=288</link>
			<pubDate>Fri, 28 Jun 2019 19:10:46 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=288</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Auf Quo'nos ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die Frau hatte Lhoal zu einem alten Häuserkomplex geführt, der mit abenteuerlichen Holz- und Wellblechkonstruktionen über das zulässige Maß hinaus erhöht worden war. Leitern an der Außenseite führten zu den Zusatzgeschossen. Auch im großen Innenhof des früher einmal reichen Anwesens waren weitere Behausungen errichtet worden, neben denen dürre Stangen die illegal angezapften Stromleitungen hielten. Boden und Wohnungseingange waren in Anbetracht der Umstände relativ sauber; anfallenden Müll hatte man draußen in großen Tonnen gestapelt. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Seine neue Bekannte versicherte Lhoal, dass die Müllabfuhr unregelmäßig aber doch immerhin komme.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Sie führte ihn durch alte Gänge mit abblätternder Farbe in einen größeren Raum im hinteren Teil des Hauses, der sich zu einem kleinen illegalen Gärtchen öffnete. Im ersten Moment erkannte Lhoal im Gegenlicht nur eine Gestalt, halb vergraben in Elektronikschrott.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Mein Vater Ral," sagte sie und trat einige Schritte in Richtung Fenster. "Vater? Wir haben einen Gast!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Gast?" knurrte eine kratzige Stimme. "Wenn es wieder der Gerichtsvollzieher ist, sage ihm, wir können sowenig zahlen wie das letzte Mal und der Fek'Ihr soll ihn holen!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Es ist Senator Tr'Khellian von Ch'Rihan,Vater."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Jetzt stand der alte Mann so abrupt auf, dass er seinen Schemel umwarf und drehte sich in Richtung der Ankömmlinge. Lhoal erkannte ein beinahe romulanisches Gesicht, umrahmt von grauen Locken, die im Nacken von einem Band zusammen gehalten wurden. Er verneigte sich höflich und der Alte erwiderte den Gruß, ehe er ihm langsam, aber aufrecht wie ein General entgegen kam.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ral tr'Vohar heißt Sie in seinem Haus willkommen, Senator," sagte er auf Rihansa.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich fühle mich geehrt und danke Ihnen."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ral brummte. "Nun, ich kann mir denken, dass es eine große Überwindung für Sie darstellt, diese... Bruchbude zu betreten."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Es ist kein Problem," versicherte Lhoal und kam sich plötzlich trotz seiner extra für den Besuch in diesem Viertel angezogenen einfachen Kleidung fehl am Platz vor. "Ich freue mich, Sie und Ihre Familie zu treffen - schließlich bin ich Ihretwegen gekommen."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Soso, meinetwegen. - Ishka, bring uns etwas zu essen und zu trinken!" Seine Augen blitzten kurz unter den buschigen Brauen. "Keine Sorge, hier gibt es kein Lebendfutter, wir vertragen das nicht so gut. Er wies Lhoal in Richtung der Sitzbank vor dem Fenster.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Sie sind also hier, weil der Prätor unsere Hilferufe vernommen hat und uns nach Ch'Rihan bringen wird?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ja, ich bin im Auftrag des Prätors hier," antwortete Lhoal vorsichtig. "Ich möchte sehen, wie eure Lebensumstände verbessert werden können. Ich war viele Jahre auf K'Muna gefangen. In den letzten Jahren, als das Lager unversorgt blieb, haben Rihannsu und Klingonen gelernt, zusammen zu arbeiten und alten Hass zu überwinden. Ich glaube fest daran, dass es möglich ist, unseren beiden Völkern eine gemeinsame Zukunft zu geben. Und Ihre Leute könnten ein Zeichen für diese Zukunft werden."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich will Ihnen etwas sagen, Senator. Ich bin auf Carraya geboren worden. Mein Vater war Rihanha, meine Mutter Klingonin. Ich bin im Glauben erzogen worden, dass es eine gemeinsame Zukunft für unsere beiden Völker gibt. Dieser Glauben ist gestorben, was sage ich, ermordet, worden im Krieg. Für mich, meine Familie und alle die sind wie wir, gibt es hier keine Zukunft mehr." Er achtete gar nicht darauf, wie seine Tochter einen Teller mit Obst und etwas Pastetenartiges vor sie absetzte. "Wir sind keine vollberechtigten Bürger im klingonischen Reich! Unsere Kinder bekommen keine ordentliche Ausbildung, weil niemand sie an seinen Schulen haben will. Wenn sie erwachsen sind, finden sie keinen Ausbildungsplatz und keine Arbeit. Man spuckt uns auf der Straße ins Gesicht, befördert uns nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und vor Gericht sind sowieso nur wir schuld, die 'Unberührbaren'. Nein, Senator, hier gibt es für uns keinen Platz. Wir  wären längst geflohen, wenn wir irgendwelche Mittel gehabt hätten."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal verstand den Groll und den Kummer des alten Mannes, aber ihm war auch klar, dass er und seinesgleichen sich vermutlich sehr utopische Vorstellungen vom Romulanischen Reich machten. Er aß ein paar Bissen, während er sich bemühte, seine Gedanken in die richtigen Worte zu kleiden. "Es ist wahr, dass Ihr nach den unseren Gesetzen Rihannsu seit und Vollbürger des Reiches mit allen Rechten. Aber ... viele Rihannsu werden euch ansehen und lediglich Klingonen in euch sehen. Es gibt auch bei uns sehr viel Mißgunst und Haß gegen das, was anders ist. Meine Frau ist eine Terranerin, und sie musste das erst kürzlich erleben. Viele Leute suchen einfach einen Sündenbock, wenn es ihnen schlecht geht, oder wenn sie glauben, es könnte ihnen besser gehen ohne 'die Anderen'."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ral starrte zur Seite. "Sie sind also hier, um mir höflich zu sagen, dass für uns niemand seine politische Karriere aufs Spiel setzen will. Auch der hochgelobte Prätor Tr'Kaleh nicht, der Gleichberechtigung für die Havrannsu durchgesetzt hat!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Erst jetzt bemerkte Lhoal, das der alte Mann auf den Schreibtisch blickte, und dort hinter dem Elektronikschrott ein Bild des Prätors hing. "Nein, das ist nicht, was ich Ihnen sagen will. Ich... " er seufzte. "Ich fürchte, ich bin nur einfach kein guter Politiker."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wenn Sie unter Politiker jemanden verstehen, der einem faule Fische als Sahnekuchen verkauft - dann nicht." Ral wandte sich ihm wieder zu. "Mein Vater hat immer von Ch'Rihan erzählt, vor allem von der Hauptstadt, den Alleen, dem Prätoriatspalast, dem Hafen, den weißen Häusern und Skulpturen; wie hell und sauber und prächtig alles ist."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Rat'leihfih ist eine prachtvolle Stadt, das stimmt. Aber auch wir haben unsere Problemviertel mit nicht so weißen Häusern und Graffiti statt Skulpturen. Was ich sagen will, ist einfach..."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ral lachte. "Sie wollen sagen, dass wir unsere Erzählungen immer noch ein bisschen schöner, weißer und großartiger gemacht haben und wenn wir die Wahrheit sehen, mächtig enttäuscht sein werden, weil das Paradies Flecken hat?" Er legte die Hand auf Lhoals Schulter. "Ist es so, Senator?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich--" </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ein etwa zwölfjähriger Junge, der in den Raum stürmte, unterbrach ihn. Er schwenkte einen kleinen Subraumempfänger und sprudelte hastige Worte auf Klingonisch hervor, die Lhoal so schnell nicht verstand. Aber an Rals entsetztem Gesichtsausdruck erkannte er, dass etwas vorgefallen sein musste. Der Junge fummelte an dem altertümlichen, geflickten Apparat herum und nun waren verzerrte Worte auf Föderationsstandard zu hören. Föderationssender waren verboten - aber danach zu fragen, blieb keine Gelegenheit.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Chevk hier sagt, sie hätten eine Sondersendung wegen eines Bombenanschlags und dass die Rihannsu ihre Truppen in Verteidigungsbereitschaft versetzt haben. Aber wir verstehen nicht genug Föderationsstandard! In den klingonischen Medien ist nichts zu hören!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Geben Sie her!" Lhoal griff das kleine Gerät und drehte behutsam am Empfängerknopf, bis die Nachrichtensprecherin besser zu verstehen war. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">+... schwere Zerstörungen im Kloster von Mamak angerichtet hat. Eines der Nationalheiligtümer des Klingonischen Reiches... Rettungsmannschaften auf dem Weg... + Lhoal wurde kalt. +... Noch unbestätigten Berichten zufolge befanden sich sowohl der neue Kanzler Kvorag als auch der Prätor des Romulanischen Sternenimperiums vor Ort, als der Sprengsatz gezündet wurde.+</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Elemente, das KANN nicht passiert sein! Wer wusste, dass sie dort sind???</span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">+...romulanische Delegation sofort auf ihr Schiff zurück beordert. Von Ch'Rihan ließ Prokonsul T'Korahl verlauten, dass eine umgehende Untersuchung...+</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Was ist los? Was ist passiert?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ein Alptraum..."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">+...berichten von neuerlichen Machtkämpfen der Angehörigen der hohen Häuser auf Quo'nos. Vizekanzler Barki hat den Ausnahmezustand verhängt.+</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal blickte auf und sah, dass sich der Raum gefüllt hatte mit Neugierigen.</span></span><br />
<br />
<br />
<img src="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Lhoal-klein.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Lhoal-klein.jpg]" class="mycode_img" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Auf Quo'nos ***</span></span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die Frau hatte Lhoal zu einem alten Häuserkomplex geführt, der mit abenteuerlichen Holz- und Wellblechkonstruktionen über das zulässige Maß hinaus erhöht worden war. Leitern an der Außenseite führten zu den Zusatzgeschossen. Auch im großen Innenhof des früher einmal reichen Anwesens waren weitere Behausungen errichtet worden, neben denen dürre Stangen die illegal angezapften Stromleitungen hielten. Boden und Wohnungseingange waren in Anbetracht der Umstände relativ sauber; anfallenden Müll hatte man draußen in großen Tonnen gestapelt. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Seine neue Bekannte versicherte Lhoal, dass die Müllabfuhr unregelmäßig aber doch immerhin komme.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Sie führte ihn durch alte Gänge mit abblätternder Farbe in einen größeren Raum im hinteren Teil des Hauses, der sich zu einem kleinen illegalen Gärtchen öffnete. Im ersten Moment erkannte Lhoal im Gegenlicht nur eine Gestalt, halb vergraben in Elektronikschrott.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Mein Vater Ral," sagte sie und trat einige Schritte in Richtung Fenster. "Vater? Wir haben einen Gast!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Gast?" knurrte eine kratzige Stimme. "Wenn es wieder der Gerichtsvollzieher ist, sage ihm, wir können sowenig zahlen wie das letzte Mal und der Fek'Ihr soll ihn holen!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Es ist Senator Tr'Khellian von Ch'Rihan,Vater."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Jetzt stand der alte Mann so abrupt auf, dass er seinen Schemel umwarf und drehte sich in Richtung der Ankömmlinge. Lhoal erkannte ein beinahe romulanisches Gesicht, umrahmt von grauen Locken, die im Nacken von einem Band zusammen gehalten wurden. Er verneigte sich höflich und der Alte erwiderte den Gruß, ehe er ihm langsam, aber aufrecht wie ein General entgegen kam.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ral tr'Vohar heißt Sie in seinem Haus willkommen, Senator," sagte er auf Rihansa.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich fühle mich geehrt und danke Ihnen."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ral brummte. "Nun, ich kann mir denken, dass es eine große Überwindung für Sie darstellt, diese... Bruchbude zu betreten."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Es ist kein Problem," versicherte Lhoal und kam sich plötzlich trotz seiner extra für den Besuch in diesem Viertel angezogenen einfachen Kleidung fehl am Platz vor. "Ich freue mich, Sie und Ihre Familie zu treffen - schließlich bin ich Ihretwegen gekommen."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Soso, meinetwegen. - Ishka, bring uns etwas zu essen und zu trinken!" Seine Augen blitzten kurz unter den buschigen Brauen. "Keine Sorge, hier gibt es kein Lebendfutter, wir vertragen das nicht so gut. Er wies Lhoal in Richtung der Sitzbank vor dem Fenster.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Sie sind also hier, weil der Prätor unsere Hilferufe vernommen hat und uns nach Ch'Rihan bringen wird?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ja, ich bin im Auftrag des Prätors hier," antwortete Lhoal vorsichtig. "Ich möchte sehen, wie eure Lebensumstände verbessert werden können. Ich war viele Jahre auf K'Muna gefangen. In den letzten Jahren, als das Lager unversorgt blieb, haben Rihannsu und Klingonen gelernt, zusammen zu arbeiten und alten Hass zu überwinden. Ich glaube fest daran, dass es möglich ist, unseren beiden Völkern eine gemeinsame Zukunft zu geben. Und Ihre Leute könnten ein Zeichen für diese Zukunft werden."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich will Ihnen etwas sagen, Senator. Ich bin auf Carraya geboren worden. Mein Vater war Rihanha, meine Mutter Klingonin. Ich bin im Glauben erzogen worden, dass es eine gemeinsame Zukunft für unsere beiden Völker gibt. Dieser Glauben ist gestorben, was sage ich, ermordet, worden im Krieg. Für mich, meine Familie und alle die sind wie wir, gibt es hier keine Zukunft mehr." Er achtete gar nicht darauf, wie seine Tochter einen Teller mit Obst und etwas Pastetenartiges vor sie absetzte. "Wir sind keine vollberechtigten Bürger im klingonischen Reich! Unsere Kinder bekommen keine ordentliche Ausbildung, weil niemand sie an seinen Schulen haben will. Wenn sie erwachsen sind, finden sie keinen Ausbildungsplatz und keine Arbeit. Man spuckt uns auf der Straße ins Gesicht, befördert uns nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und vor Gericht sind sowieso nur wir schuld, die 'Unberührbaren'. Nein, Senator, hier gibt es für uns keinen Platz. Wir  wären längst geflohen, wenn wir irgendwelche Mittel gehabt hätten."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal verstand den Groll und den Kummer des alten Mannes, aber ihm war auch klar, dass er und seinesgleichen sich vermutlich sehr utopische Vorstellungen vom Romulanischen Reich machten. Er aß ein paar Bissen, während er sich bemühte, seine Gedanken in die richtigen Worte zu kleiden. "Es ist wahr, dass Ihr nach den unseren Gesetzen Rihannsu seit und Vollbürger des Reiches mit allen Rechten. Aber ... viele Rihannsu werden euch ansehen und lediglich Klingonen in euch sehen. Es gibt auch bei uns sehr viel Mißgunst und Haß gegen das, was anders ist. Meine Frau ist eine Terranerin, und sie musste das erst kürzlich erleben. Viele Leute suchen einfach einen Sündenbock, wenn es ihnen schlecht geht, oder wenn sie glauben, es könnte ihnen besser gehen ohne 'die Anderen'."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ral starrte zur Seite. "Sie sind also hier, um mir höflich zu sagen, dass für uns niemand seine politische Karriere aufs Spiel setzen will. Auch der hochgelobte Prätor Tr'Kaleh nicht, der Gleichberechtigung für die Havrannsu durchgesetzt hat!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Erst jetzt bemerkte Lhoal, das der alte Mann auf den Schreibtisch blickte, und dort hinter dem Elektronikschrott ein Bild des Prätors hing. "Nein, das ist nicht, was ich Ihnen sagen will. Ich... " er seufzte. "Ich fürchte, ich bin nur einfach kein guter Politiker."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wenn Sie unter Politiker jemanden verstehen, der einem faule Fische als Sahnekuchen verkauft - dann nicht." Ral wandte sich ihm wieder zu. "Mein Vater hat immer von Ch'Rihan erzählt, vor allem von der Hauptstadt, den Alleen, dem Prätoriatspalast, dem Hafen, den weißen Häusern und Skulpturen; wie hell und sauber und prächtig alles ist."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Rat'leihfih ist eine prachtvolle Stadt, das stimmt. Aber auch wir haben unsere Problemviertel mit nicht so weißen Häusern und Graffiti statt Skulpturen. Was ich sagen will, ist einfach..."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ral lachte. "Sie wollen sagen, dass wir unsere Erzählungen immer noch ein bisschen schöner, weißer und großartiger gemacht haben und wenn wir die Wahrheit sehen, mächtig enttäuscht sein werden, weil das Paradies Flecken hat?" Er legte die Hand auf Lhoals Schulter. "Ist es so, Senator?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich--" </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Ein etwa zwölfjähriger Junge, der in den Raum stürmte, unterbrach ihn. Er schwenkte einen kleinen Subraumempfänger und sprudelte hastige Worte auf Klingonisch hervor, die Lhoal so schnell nicht verstand. Aber an Rals entsetztem Gesichtsausdruck erkannte er, dass etwas vorgefallen sein musste. Der Junge fummelte an dem altertümlichen, geflickten Apparat herum und nun waren verzerrte Worte auf Föderationsstandard zu hören. Föderationssender waren verboten - aber danach zu fragen, blieb keine Gelegenheit.</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Chevk hier sagt, sie hätten eine Sondersendung wegen eines Bombenanschlags und dass die Rihannsu ihre Truppen in Verteidigungsbereitschaft versetzt haben. Aber wir verstehen nicht genug Föderationsstandard! In den klingonischen Medien ist nichts zu hören!"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Geben Sie her!" Lhoal griff das kleine Gerät und drehte behutsam am Empfängerknopf, bis die Nachrichtensprecherin besser zu verstehen war. </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">+... schwere Zerstörungen im Kloster von Mamak angerichtet hat. Eines der Nationalheiligtümer des Klingonischen Reiches... Rettungsmannschaften auf dem Weg... + Lhoal wurde kalt. +... Noch unbestätigten Berichten zufolge befanden sich sowohl der neue Kanzler Kvorag als auch der Prätor des Romulanischen Sternenimperiums vor Ort, als der Sprengsatz gezündet wurde.+</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Elemente, das KANN nicht passiert sein! Wer wusste, dass sie dort sind???</span></span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">+...romulanische Delegation sofort auf ihr Schiff zurück beordert. Von Ch'Rihan ließ Prokonsul T'Korahl verlauten, dass eine umgehende Untersuchung...+</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Was ist los? Was ist passiert?"</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ein Alptraum..."</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">+...berichten von neuerlichen Machtkämpfen der Angehörigen der hohen Häuser auf Quo'nos. Vizekanzler Barki hat den Ausnahmezustand verhängt.+</span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal blickte auf und sah, dass sich der Raum gefüllt hatte mit Neugierigen.</span></span><br />
<br />
<br />
<img src="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Lhoal-klein.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Lhoal-klein.jpg]" class="mycode_img" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative Log 8 - Turan]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=261</link>
			<pubDate>Fri, 17 May 2019 11:55:20 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=261</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Kloster von Mamak ***</span></span></span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Gespräche zwischen dem klingonischen Kanzler Kvorag und dem rihannischen Prätor Turan tr'Kaleh kamen gut voran. Es hatte sich herausgestellt, dass aller kulturellen Unterschiede zum Trotz die beiden eine gemeinsame Basis in ihren persönlichen Ansichten über "Gott und die Welt" hatten. Im Moment verhandelten sie über die Möglichkeit eines gemeinsamen Außenpostens.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Wir sollten ihn in der neutralen Zone zwischen dem klingonischen und rihannischen Reich errichten, möglichst gleich weit von der jeweiligen Grenze entfernt und  von jeglichem Verdacht befreit, dass es um die Ausbeutung irgendwelcher natürlicher Ressourcen geht," sagte Turan.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Und in einer Position, die die Föderation nicht für einen Affront oder Spionagevorposten hält," ergänzte Kvorag. "Wie das Gr'Haq-System..." Er aktivierte ein tragbares Holodisplay in der Mitte des runden Tisches. Es erschien ein unspektakuläres Planetensystem um einen blauen Stern.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ah, das Kivir-System!" rief Turan, die eingeblendeten Parameter erkennend. "Exakt dies hatte ich auch in die engere Auswahl genommen. Keine höheren Lebensformen, keine Raumanomalien, günstige verkehrstechnische Lage, in angemessener Entfernung von der Föderationsgrenze."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ein Kennenlernposten."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ein Handelsposten."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Welche Besatzungsstärke schwebt Ihnen vor?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nun-" Turan stockte. Sein sensibles vulkanoides Gehör hatte ein hochfrequentes Summen wahrgenommen. Sein Finger schnellte zu einem Knopf am rechten Handgelenk und er warf sich nach vorn Richtung des Klingonen - nur einen Sekundenbruchteil, ehe der Raum in grellweißem Licht explodierte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Dunkelheit. Turan versuchte, den linken Arm auszustrecken. Schmerzen pulsten durch seine Seite. Geröll und Sand rieselte von seinem Rücken. Jetzt sah er schräg über sich das flackernde Glimmen einer halb zerstörten Lampe.  </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Knapp neben ihm und halb verdeckt von der geborstenen Tischplatte lag Kvorag. Auch er regte sich jetzt, hustete und brummte Flüche. Turan blickte auf den Mikrotricorder an seinem rechten Handgelenk und überprüfte die Luft auf toxische Substanzen. Als die Anzeige negativ ausfiel, deaktivierte er das Visier des Schutzhelms. Die transparenten Nanopartikel falteten sich zurück.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Ächzend stieß der Klingone die Trümmer zur Seite. Seine Uniform war an mehreren Stellen zerrissen und Blut lief ihm über das rechte Ohr. Noch etwas benommen starrte er auf den Prätor. "Sie... haben mir das Leben gerettet... Was bei Kahless ist DAS?" Kvorags Finger berührten den eng anliegenden Panzer, der unter der zerfetzten staubigen Staatsrobe sichtbar geworden war und nur am linken Arm unvollständig.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Eine Lebensrettung meiner Sicherheitsverantwortlichen," antwortete Turan mit einem matten Lächeln. "Selbst regulierendes Nanoduranium-Polymer, basiert auf Borgtechnologie. Leider hatte ich nicht genug Vorlaufzeit zur Aktivierung."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Sie haben mir nicht getraut, was Ihre Sicherheit anbelangte,"grollte Kvorag, fügte aber gleich mit grimmigem Zähneblecken hinzu. "Das war sehr weise, wie es scheint."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan befreite sich von den Resten seines Umhangs und deaktivierte die komplette Helmstruktur, um sich besser bewegen zu können. "Ganz egal, ob ich IHNEN traue oder nicht, Ihrer Umgebung traue ich  nicht. Und meine Sicherheit würde mich ohne entsprechende Schutzvorkehrungen nicht aus dem Schlafgemach treten lassen. Das nimmt mir vermutlich die Möglichkeit, einen spektakulären Heldentod zu sterben, aber ein lebender Prätor ist immer noch besser als ein toter Held."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er sah sich um. Soweit zu erkennen war, hatte die Explosion den Raum und angrenzende Teile des Klosters zerstört. Trümmer lagen überall; die gewaltigsten Bruchstücke hatten den Ausgang verschüttet. Über ihnen hatten sich glücklicherweise einige gestürzte Säulen so verkeilt, dass sie den Durchbruch der Gewölbe darüber verhinderten. Das Knirschen und der beständig herab rieselnde Staub zeigte aber deutlich, dass dies nur eine Rettung auf Zeit war. "Wer hat davon gewusst, dass wir hier sind?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Kvorag hatte Turans Adjudanten entdeckt, halb begraben unter Überresten des Replikatorsystems, tot ohne Zweifel. "Nur eine Handvoll Leute," antwortete er. "Außer Abt Row'Gra, und für den würde ich durch die Feuer von Grethor springen." Seine eigene Mitarbeiter war nicht zu entdecken, aber vermutlich hatte sie die herabstürzende Decke an der Tür mit sich gerissen. Auch da war es hoffnungslos, das Geröll zur Seite schieben zu wollen. Der Klingone stieß ein kurzes Heulen aus, um die Tote zu ehren wie um seinem Zorn etwas Luft zu machen. Einzig das knirschende Gebälk antwortete ihm.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan behielt die Antwort für sich, dass es unklug war, IRGENDJEMANDEM blind zu vertrauen. Man musste immer noch eine zweite oder dritte unabhängige Rückversicherung haben! "Was ist mit dem junge Mönch, der uns hier her geleitet hat? Vielleicht war er informiert, wer wir waren."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Aber wer..." Kvorags Worte gingen im Getöse unter, als ein größerer Brocken von oben herunterkam und auf dem übrigen Geröll zerschellte. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Wir sollten diese Frage vertagen, Kvorag," sagte Turan. Sie mussten schnellstens aus dieser Todesfalle heraus! "Wer auch immer dafür verantwortlich ist, ich will ihm nicht jetzt noch einen endgültigen Triumph gönnen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Da haben sie recht. Aber wenn ich den Verantwortlichen in die Finger bekomme, werde ich ihm jeden Knochen seines erbärmlichen Körpers einzeln brechen!" Er spuckte aus. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich würde mich darauf beschränken, bei dieser Prozedur zuzusehen, aber sicher mit nicht minderer Freude."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Kvorag wies nach oben. "Wir müssen dort hinauf, von hier unten ist kein Weg nach draußen mehr möglich. Hier dahinter sind nur meterdicke Felswände." </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan arbeitete sich vorsichtig in Richtung der geborstenen Säule vor, die schräg durch die Decke ragte. "Ich weiß nicht, wie tragfähig die noch ist." Er blickte auf seinen Tricorder. "Jede Menge Mikrofrakturen. Es könnte eng werden."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Aber da oben hängt irgendwas. Eine Wandbespannung, glaube ich, wenn wir die zu fassen bekommen...?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich gehe als erster," entschied der Prätor. "Ich bin leichter als Sie."</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Kloster von Mamak ***</span></span></span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Gespräche zwischen dem klingonischen Kanzler Kvorag und dem rihannischen Prätor Turan tr'Kaleh kamen gut voran. Es hatte sich herausgestellt, dass aller kulturellen Unterschiede zum Trotz die beiden eine gemeinsame Basis in ihren persönlichen Ansichten über "Gott und die Welt" hatten. Im Moment verhandelten sie über die Möglichkeit eines gemeinsamen Außenpostens.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Wir sollten ihn in der neutralen Zone zwischen dem klingonischen und rihannischen Reich errichten, möglichst gleich weit von der jeweiligen Grenze entfernt und  von jeglichem Verdacht befreit, dass es um die Ausbeutung irgendwelcher natürlicher Ressourcen geht," sagte Turan.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Und in einer Position, die die Föderation nicht für einen Affront oder Spionagevorposten hält," ergänzte Kvorag. "Wie das Gr'Haq-System..." Er aktivierte ein tragbares Holodisplay in der Mitte des runden Tisches. Es erschien ein unspektakuläres Planetensystem um einen blauen Stern.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ah, das Kivir-System!" rief Turan, die eingeblendeten Parameter erkennend. "Exakt dies hatte ich auch in die engere Auswahl genommen. Keine höheren Lebensformen, keine Raumanomalien, günstige verkehrstechnische Lage, in angemessener Entfernung von der Föderationsgrenze."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ein Kennenlernposten."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ein Handelsposten."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Welche Besatzungsstärke schwebt Ihnen vor?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nun-" Turan stockte. Sein sensibles vulkanoides Gehör hatte ein hochfrequentes Summen wahrgenommen. Sein Finger schnellte zu einem Knopf am rechten Handgelenk und er warf sich nach vorn Richtung des Klingonen - nur einen Sekundenbruchteil, ehe der Raum in grellweißem Licht explodierte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Dunkelheit. Turan versuchte, den linken Arm auszustrecken. Schmerzen pulsten durch seine Seite. Geröll und Sand rieselte von seinem Rücken. Jetzt sah er schräg über sich das flackernde Glimmen einer halb zerstörten Lampe.  </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Knapp neben ihm und halb verdeckt von der geborstenen Tischplatte lag Kvorag. Auch er regte sich jetzt, hustete und brummte Flüche. Turan blickte auf den Mikrotricorder an seinem rechten Handgelenk und überprüfte die Luft auf toxische Substanzen. Als die Anzeige negativ ausfiel, deaktivierte er das Visier des Schutzhelms. Die transparenten Nanopartikel falteten sich zurück.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Ächzend stieß der Klingone die Trümmer zur Seite. Seine Uniform war an mehreren Stellen zerrissen und Blut lief ihm über das rechte Ohr. Noch etwas benommen starrte er auf den Prätor. "Sie... haben mir das Leben gerettet... Was bei Kahless ist DAS?" Kvorags Finger berührten den eng anliegenden Panzer, der unter der zerfetzten staubigen Staatsrobe sichtbar geworden war und nur am linken Arm unvollständig.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Eine Lebensrettung meiner Sicherheitsverantwortlichen," antwortete Turan mit einem matten Lächeln. "Selbst regulierendes Nanoduranium-Polymer, basiert auf Borgtechnologie. Leider hatte ich nicht genug Vorlaufzeit zur Aktivierung."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Sie haben mir nicht getraut, was Ihre Sicherheit anbelangte,"grollte Kvorag, fügte aber gleich mit grimmigem Zähneblecken hinzu. "Das war sehr weise, wie es scheint."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan befreite sich von den Resten seines Umhangs und deaktivierte die komplette Helmstruktur, um sich besser bewegen zu können. "Ganz egal, ob ich IHNEN traue oder nicht, Ihrer Umgebung traue ich  nicht. Und meine Sicherheit würde mich ohne entsprechende Schutzvorkehrungen nicht aus dem Schlafgemach treten lassen. Das nimmt mir vermutlich die Möglichkeit, einen spektakulären Heldentod zu sterben, aber ein lebender Prätor ist immer noch besser als ein toter Held."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er sah sich um. Soweit zu erkennen war, hatte die Explosion den Raum und angrenzende Teile des Klosters zerstört. Trümmer lagen überall; die gewaltigsten Bruchstücke hatten den Ausgang verschüttet. Über ihnen hatten sich glücklicherweise einige gestürzte Säulen so verkeilt, dass sie den Durchbruch der Gewölbe darüber verhinderten. Das Knirschen und der beständig herab rieselnde Staub zeigte aber deutlich, dass dies nur eine Rettung auf Zeit war. "Wer hat davon gewusst, dass wir hier sind?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Kvorag hatte Turans Adjudanten entdeckt, halb begraben unter Überresten des Replikatorsystems, tot ohne Zweifel. "Nur eine Handvoll Leute," antwortete er. "Außer Abt Row'Gra, und für den würde ich durch die Feuer von Grethor springen." Seine eigene Mitarbeiter war nicht zu entdecken, aber vermutlich hatte sie die herabstürzende Decke an der Tür mit sich gerissen. Auch da war es hoffnungslos, das Geröll zur Seite schieben zu wollen. Der Klingone stieß ein kurzes Heulen aus, um die Tote zu ehren wie um seinem Zorn etwas Luft zu machen. Einzig das knirschende Gebälk antwortete ihm.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan behielt die Antwort für sich, dass es unklug war, IRGENDJEMANDEM blind zu vertrauen. Man musste immer noch eine zweite oder dritte unabhängige Rückversicherung haben! "Was ist mit dem junge Mönch, der uns hier her geleitet hat? Vielleicht war er informiert, wer wir waren."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Aber wer..." Kvorags Worte gingen im Getöse unter, als ein größerer Brocken von oben herunterkam und auf dem übrigen Geröll zerschellte. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Wir sollten diese Frage vertagen, Kvorag," sagte Turan. Sie mussten schnellstens aus dieser Todesfalle heraus! "Wer auch immer dafür verantwortlich ist, ich will ihm nicht jetzt noch einen endgültigen Triumph gönnen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Da haben sie recht. Aber wenn ich den Verantwortlichen in die Finger bekomme, werde ich ihm jeden Knochen seines erbärmlichen Körpers einzeln brechen!" Er spuckte aus. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich würde mich darauf beschränken, bei dieser Prozedur zuzusehen, aber sicher mit nicht minderer Freude."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Kvorag wies nach oben. "Wir müssen dort hinauf, von hier unten ist kein Weg nach draußen mehr möglich. Hier dahinter sind nur meterdicke Felswände." </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan arbeitete sich vorsichtig in Richtung der geborstenen Säule vor, die schräg durch die Decke ragte. "Ich weiß nicht, wie tragfähig die noch ist." Er blickte auf seinen Tricorder. "Jede Menge Mikrofrakturen. Es könnte eng werden."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Aber da oben hängt irgendwas. Eine Wandbespannung, glaube ich, wenn wir die zu fassen bekommen...?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ich gehe als erster," entschied der Prätor. "Ich bin leichter als Sie."</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II  Log 7  Turan und Lhoal]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=234</link>
			<pubDate>Thu, 11 Apr 2019 17:58:18 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=234</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Kloster von Mamak ***</span></span><br />
<br />
Eisiger Wind fegte über den Gletscher und die schroffen schwarzgrauen Felszacken, die sich durch die weißen Massen in den grau verhangenen Himmel bohrten. Schneekristalle hatten ein löchriges Tuch um die gewaltigen Statuen klingonischer Helden gewoben, die den Prozessionsweg hinauf zum Kloster säumten. Die alten Gebäude selbst verschmolzen mit der Umgebung zu einer trutzigen Einheit, in der nur die metallenen Spitzen der Ehrenobelisken das Wirken gestalterischer Hände anzeigten. <br />
<br />
Das Kloster diente seit fast 800 Jahren dem Gedenken an zwei Gefährten des Kahless, die sich eben in dieser eisigen Einöde ihren letzten Gegnern gestellt hatten. Ihr Kampf war den Klingonen der folgenden Generationen zum Beispiel für das stetige Ringen mit übermächtig scheinenden Gegnern, mit Naturgewalten oder gesichtslosen Feinden wie Krankheiten geworden. Viele nahmen aber auch den Weg und eine bestimmte Zeit der Gemeinschaft mit den Mönchen auf sich, um für Verfehlungen zu büßen, die die Ehre ihrer Familie beschädigt hatten.<br />
<br />
Die vier dick vermummten Gestalten, die sich durch die Schneewehen zischen den Statuen voran arbeiteten, trugen die Pilgerabzeichen auf ihren Umhängen. Der junge Adept, der ihnen die knarrende Holzpforte in den Hof öffnete, fragte sich, welchen Ehrverlust sie wettmachen wollten. Die Gesichter waren unter den Schals und pelzgefütterten Kapuzen kaum erkennbar. Nur Augenpaare leuchteten im Widerschein des großen Gedenkfeuers im Hof. Der Führer der kleinen Gruppe, eine breitschultrige, große Gestalt, nahm den angewärmten runden Stein entgegen, der jedem Gast als Willkommensgruß gereicht wurde. Er murmelte den traditionellen Gruß, ehe er den Stein an seine Gefährten weiterreichte, die nun ebenfalls grüßten. Der Adept stampfte mit seinem Eisenstab auf den Boden, um die übrigen Mönche von der Ankünft der Gäste in Kenntnis zu setzen. Dann schritt er die wenigen Stufen zur Haupthalle voraus. <br />
<br />
Die Pilger folgten ihm durch zwei gewundene Gänge in einen hohen Saal, von dessen Decke tropfsteinartiger Stuck hing, schwarz gefärbt von Jahrhunderten Kerzenruß. Mit einem weiteren Klopfen seines Stockes entschwand der Adept, um einem uralten Klingonen Platz zu machen. Der zerknitterte Alte mit dem hüftlangen filzigen Haar wirkte, als habe er tatsächlich bereits an der Seite des Kahless gekämpft... <br />
"Willkommen an diesem heiligen Ort," sagte er nur. "Legt eure Bürde ab und reinigt euch mit dem Feuer des Geistes." Dann ging auch er und die schwere, metallbeschlagene Tür schloss sich hinter ihm. <br />
<br />
Der erste der Pilger schlug seine Kapuze zurück. Der Schein der Kerzen fiel auf ein junges klingonisches Gesicht und zu einem dicken Zopf geflochtenes Haupthaar. Die Frau schritt in Richtung der verschlossenen Tür und zückte dann etwas, das ganz und gar nicht in dieses Ambiente passen wollte: einen hochmodernen Tricorder. Sorgfältig schritt sie den Raum ab, ehe sie sich umwandte und nickte: "Alles in Ordnung."<br />
<br />
Nun befreite sich die große Gestalt im Zentrum der Gruppe von ihrem Pelzumhang. Kanzler Kvorag. "Ich hatte es nicht anders erwartet. Abt Row'Gra ist ein vertrauenswürdiger Mann und ein alter Freund. - Exzellenz, wie geht es Ihnen und Ihrem Begleiter?"<br />
<br />
Turan tr'Kaleh löste die Atemmaske von seinem Gesicht. Die Temperatur hier war um knapp 10 Grad kälter als der kälteste Ort auf ChRihan und weit jenseits des Behaglichen für einen Halbvulkanier. <br />
"Akzeptabel," antwortete er, und auch sein Adjudant nickte. Der Prätor musste angesichts der Lokalität jedoch unwillkürlich an jene Amtsträger denken, die just an ebensolchen 'heiligen' Orten von ebenso 'vertrauenswürdigen Personen' in die Welt der körperlosen Elemente befördert worden waren. Sich in Sicherheit zu fühlen lag ihm deshalb fern. Einen eigenen Scan der Anlage durchzuführen hätte jedoch einen Affront gegen seinen Gastgeber bedeutet.<br />
<br />
Gleich nach dem offiziellen Empfang auf dem Raumhafen von Quo'nos hatte sich die kleine Gruppe über diverse maskierte Transportervorgänge auf den Weg zu diesem abgelegenen Tagungsort gemacht. Außer ihren Begleitern waren nur sehr wenige Personen über die Reise informiert worden. <br />
<br />
Kvorag schritt zu der steinernen Bank am Ostende des Saales und betätigte dort eine verborgene Schaltfläche. Das gruftartige Ambiente löste sich in Luft auf und gab eine zwar schlichte, aber doch moderne Inneneinrichtung preis, was die beiden Rihannsu mit Erleichterung feststellten. Glücklicherweise wich auch der Ruß- und Modergeruch mit der holographischen Simulation. In einer Ecke war nun ein Alkoven mit Getränken und einer Replikatoreinrichtung zu sehen, und in der Mitte des Raumes stand ein runder Holztisch.<br />
<br />
"Sagen Sie mir nicht, dass das ganze Kloster eine hochmoderne Geheimdiensteinrichtung ist," sagte Turan mit einem feinen Lächeln.<br />
<br />
"Nein, keineswegs." Kvorag lachte. "Aber die Zeiten wandeln sich auch hier und der letzte Abt hat einige bauliche Veränderungen vorgenommen."<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Den Elementen sei Dank.</span> Turan bekam langsam das Gefühl in seine Füße und Hände zurück. "Lassen Sie uns beginnen!"<br />
<br />
"Dem stimme ich zu. Unser aller Zeit ist kostbar!"<br />
<br />
Kvorag und Turan nahmen am Tisch Platz, während sich ihre beiden Adjudanten mit ihrem Reservoir an Padds auf den Sitzen an der Wand niederließen, um bei Bedarf Gesetzestexte oder historische Berichte zu konsultieren.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Hauptstadt ***</span></span><br />
<br />
Lhoal ging durch die Gassen der Altstadt in Richtung des Viertels, in dem laut Bericht von Turans Agenten viele rihannische Mischlinge lebten. Je weiter südlich er kam, desto schmaler wurden die Wege, auch unbefestiger und jetzt vom Regen aufgeweichter Boden zog sich immer öfter zwischen den Häusern hin. Die Wohnblöcke wurden kleiner und schäbiger. Fehlende Fenster waren durch Vorhänge oder Pappen ersetzt worden, bröckelndes Mauerwerk durch Wellblech oder andere kreative Lösungen. Replikatoren und Rufsäulen im öffentlichen Raum wirkten wie Relikte aus einem Technikmuseum. Zumindest waren sie jedoch robust und verrichteten ihren Dienst, wie man immer wieder sehen konnte. <br />
<br />
Es war unübersehbar, dass es mit der Wirtschaft im Klingonischen Reich nicht zum Besten bestellt war. Doch aus der Basarstraße drangen die Düfte köstlicher Gewürze und aus den kleinen Manufakturen die Geräusche fleißiger Handwerker. Vor allem Goldschmiede arbeiteten hier nach traditionellen Methoden. Lhoal kaufte ein paar Ohrringe für Melissa und ließ dem Händler das Vergnügen, einen Romulaner ausgenommen zu haben. Im Vergleich mit den Preisen auf Ch'Rihan war der Schmuck hier immer noch spottbillig.<br />
<br />
Nur wenige Nicht-Klingonen fanden den Weg in die vielleicht pittoreske, aber eben auch herunter gekommene Altstadt. Verstohlene Blicke folgten dem Rihanha; einige Leute gingen demonstrativ auf die andere Straßenseite. Lhoal warf einen Blick auf die rostigen, hin- und herschwingenden Straßenschilder. Er brauchte keinen Translator. Die westliche Abzweigung zur Kesselschmiede-Stiege... Ja, dort war in der Tat ein großer Gemüsestand aufgebaut, hinter dem eine Frau mittleren Alters stand. Sie war ihm als Kontakt empfohlen worden. <br />
<br />
Lhoal steuerte auf sie zu und erkannte beim Näherkommen, dass sie ein Hybrid war. Der junge Klingone hinter ihr auf der Bank, der an den Gemüsekörben hantierte, bedachte ihn mit einem finsteren Blick. Hier schwelte Ärger, das war sofort zu spüren. Lhoal grüßte auf Klingonisch. Die Frau musterte ihn und antwortete dann langsam auf Rihansu, was den jungen Burschen hinter ihr noch eine Stufe zorniger starren ließ. Ihre Aussprache war grauenhaft, aber Lhoal nahm den Gruß als das was er sein sollte - eine Ehrbezeigung. Und so wiederholte er seinen Gruß ebenfalls in seiner Muttersprache.<br />
<br />
"Sind Sie mit dem Prätor gekommen, um uns zu helfen?"<br />
<br />
"Ich bin gekommen, um mir ein Bild über Ihre Situation zu machen," erwiederte Lhoal so diplomatisch wie möglich. "Ich bin Senator Tr'Khellian, Sonderbevollmächtigter des Prätors." Der ungewohnte Titel fühlte sich seltsam an - er hoffte, nicht für seine Gegenüber ebenso.<br />
<br />
"Wir brauchen keine Hilfe!" blaffte der junge Bursche jetzt und drängte sich nach vorn. "Wir sind Klingonen! Wir helfen uns selbst!"<br />
<br />
Die Frau - offenbar seine Mutter - reagierte wie eine klingonische Mutter reagieren würde, fauchte ihren Sohn an und verpasste ihm eine gehörige Ohrfeige. "Hast du kein Benehmen? Sieh zu, dass du hier Ordnung machst!" Dann wandte sie sich an Lhoal, der ein Schmunzeln nicht unterdrücken konnte. "Folgen Sie mir! Ich bringe Sie zu meinem Vater. Er ist das Oberhaupt unseres Clans." Sie warf einen Blick zurück auf ihren Sohn, der wütend einige Kohlköpfe in die Körbe donnerte. "... auch wenn das manchen von uns nicht mehr passt!"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Kloster von Mamak ***</span></span><br />
<br />
Eisiger Wind fegte über den Gletscher und die schroffen schwarzgrauen Felszacken, die sich durch die weißen Massen in den grau verhangenen Himmel bohrten. Schneekristalle hatten ein löchriges Tuch um die gewaltigen Statuen klingonischer Helden gewoben, die den Prozessionsweg hinauf zum Kloster säumten. Die alten Gebäude selbst verschmolzen mit der Umgebung zu einer trutzigen Einheit, in der nur die metallenen Spitzen der Ehrenobelisken das Wirken gestalterischer Hände anzeigten. <br />
<br />
Das Kloster diente seit fast 800 Jahren dem Gedenken an zwei Gefährten des Kahless, die sich eben in dieser eisigen Einöde ihren letzten Gegnern gestellt hatten. Ihr Kampf war den Klingonen der folgenden Generationen zum Beispiel für das stetige Ringen mit übermächtig scheinenden Gegnern, mit Naturgewalten oder gesichtslosen Feinden wie Krankheiten geworden. Viele nahmen aber auch den Weg und eine bestimmte Zeit der Gemeinschaft mit den Mönchen auf sich, um für Verfehlungen zu büßen, die die Ehre ihrer Familie beschädigt hatten.<br />
<br />
Die vier dick vermummten Gestalten, die sich durch die Schneewehen zischen den Statuen voran arbeiteten, trugen die Pilgerabzeichen auf ihren Umhängen. Der junge Adept, der ihnen die knarrende Holzpforte in den Hof öffnete, fragte sich, welchen Ehrverlust sie wettmachen wollten. Die Gesichter waren unter den Schals und pelzgefütterten Kapuzen kaum erkennbar. Nur Augenpaare leuchteten im Widerschein des großen Gedenkfeuers im Hof. Der Führer der kleinen Gruppe, eine breitschultrige, große Gestalt, nahm den angewärmten runden Stein entgegen, der jedem Gast als Willkommensgruß gereicht wurde. Er murmelte den traditionellen Gruß, ehe er den Stein an seine Gefährten weiterreichte, die nun ebenfalls grüßten. Der Adept stampfte mit seinem Eisenstab auf den Boden, um die übrigen Mönche von der Ankünft der Gäste in Kenntnis zu setzen. Dann schritt er die wenigen Stufen zur Haupthalle voraus. <br />
<br />
Die Pilger folgten ihm durch zwei gewundene Gänge in einen hohen Saal, von dessen Decke tropfsteinartiger Stuck hing, schwarz gefärbt von Jahrhunderten Kerzenruß. Mit einem weiteren Klopfen seines Stockes entschwand der Adept, um einem uralten Klingonen Platz zu machen. Der zerknitterte Alte mit dem hüftlangen filzigen Haar wirkte, als habe er tatsächlich bereits an der Seite des Kahless gekämpft... <br />
"Willkommen an diesem heiligen Ort," sagte er nur. "Legt eure Bürde ab und reinigt euch mit dem Feuer des Geistes." Dann ging auch er und die schwere, metallbeschlagene Tür schloss sich hinter ihm. <br />
<br />
Der erste der Pilger schlug seine Kapuze zurück. Der Schein der Kerzen fiel auf ein junges klingonisches Gesicht und zu einem dicken Zopf geflochtenes Haupthaar. Die Frau schritt in Richtung der verschlossenen Tür und zückte dann etwas, das ganz und gar nicht in dieses Ambiente passen wollte: einen hochmodernen Tricorder. Sorgfältig schritt sie den Raum ab, ehe sie sich umwandte und nickte: "Alles in Ordnung."<br />
<br />
Nun befreite sich die große Gestalt im Zentrum der Gruppe von ihrem Pelzumhang. Kanzler Kvorag. "Ich hatte es nicht anders erwartet. Abt Row'Gra ist ein vertrauenswürdiger Mann und ein alter Freund. - Exzellenz, wie geht es Ihnen und Ihrem Begleiter?"<br />
<br />
Turan tr'Kaleh löste die Atemmaske von seinem Gesicht. Die Temperatur hier war um knapp 10 Grad kälter als der kälteste Ort auf ChRihan und weit jenseits des Behaglichen für einen Halbvulkanier. <br />
"Akzeptabel," antwortete er, und auch sein Adjudant nickte. Der Prätor musste angesichts der Lokalität jedoch unwillkürlich an jene Amtsträger denken, die just an ebensolchen 'heiligen' Orten von ebenso 'vertrauenswürdigen Personen' in die Welt der körperlosen Elemente befördert worden waren. Sich in Sicherheit zu fühlen lag ihm deshalb fern. Einen eigenen Scan der Anlage durchzuführen hätte jedoch einen Affront gegen seinen Gastgeber bedeutet.<br />
<br />
Gleich nach dem offiziellen Empfang auf dem Raumhafen von Quo'nos hatte sich die kleine Gruppe über diverse maskierte Transportervorgänge auf den Weg zu diesem abgelegenen Tagungsort gemacht. Außer ihren Begleitern waren nur sehr wenige Personen über die Reise informiert worden. <br />
<br />
Kvorag schritt zu der steinernen Bank am Ostende des Saales und betätigte dort eine verborgene Schaltfläche. Das gruftartige Ambiente löste sich in Luft auf und gab eine zwar schlichte, aber doch moderne Inneneinrichtung preis, was die beiden Rihannsu mit Erleichterung feststellten. Glücklicherweise wich auch der Ruß- und Modergeruch mit der holographischen Simulation. In einer Ecke war nun ein Alkoven mit Getränken und einer Replikatoreinrichtung zu sehen, und in der Mitte des Raumes stand ein runder Holztisch.<br />
<br />
"Sagen Sie mir nicht, dass das ganze Kloster eine hochmoderne Geheimdiensteinrichtung ist," sagte Turan mit einem feinen Lächeln.<br />
<br />
"Nein, keineswegs." Kvorag lachte. "Aber die Zeiten wandeln sich auch hier und der letzte Abt hat einige bauliche Veränderungen vorgenommen."<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Den Elementen sei Dank.</span> Turan bekam langsam das Gefühl in seine Füße und Hände zurück. "Lassen Sie uns beginnen!"<br />
<br />
"Dem stimme ich zu. Unser aller Zeit ist kostbar!"<br />
<br />
Kvorag und Turan nahmen am Tisch Platz, während sich ihre beiden Adjudanten mit ihrem Reservoir an Padds auf den Sitzen an der Wand niederließen, um bei Bedarf Gesetzestexte oder historische Berichte zu konsultieren.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Quo'nos / Hauptstadt ***</span></span><br />
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Lhoal ging durch die Gassen der Altstadt in Richtung des Viertels, in dem laut Bericht von Turans Agenten viele rihannische Mischlinge lebten. Je weiter südlich er kam, desto schmaler wurden die Wege, auch unbefestiger und jetzt vom Regen aufgeweichter Boden zog sich immer öfter zwischen den Häusern hin. Die Wohnblöcke wurden kleiner und schäbiger. Fehlende Fenster waren durch Vorhänge oder Pappen ersetzt worden, bröckelndes Mauerwerk durch Wellblech oder andere kreative Lösungen. Replikatoren und Rufsäulen im öffentlichen Raum wirkten wie Relikte aus einem Technikmuseum. Zumindest waren sie jedoch robust und verrichteten ihren Dienst, wie man immer wieder sehen konnte. <br />
<br />
Es war unübersehbar, dass es mit der Wirtschaft im Klingonischen Reich nicht zum Besten bestellt war. Doch aus der Basarstraße drangen die Düfte köstlicher Gewürze und aus den kleinen Manufakturen die Geräusche fleißiger Handwerker. Vor allem Goldschmiede arbeiteten hier nach traditionellen Methoden. Lhoal kaufte ein paar Ohrringe für Melissa und ließ dem Händler das Vergnügen, einen Romulaner ausgenommen zu haben. Im Vergleich mit den Preisen auf Ch'Rihan war der Schmuck hier immer noch spottbillig.<br />
<br />
Nur wenige Nicht-Klingonen fanden den Weg in die vielleicht pittoreske, aber eben auch herunter gekommene Altstadt. Verstohlene Blicke folgten dem Rihanha; einige Leute gingen demonstrativ auf die andere Straßenseite. Lhoal warf einen Blick auf die rostigen, hin- und herschwingenden Straßenschilder. Er brauchte keinen Translator. Die westliche Abzweigung zur Kesselschmiede-Stiege... Ja, dort war in der Tat ein großer Gemüsestand aufgebaut, hinter dem eine Frau mittleren Alters stand. Sie war ihm als Kontakt empfohlen worden. <br />
<br />
Lhoal steuerte auf sie zu und erkannte beim Näherkommen, dass sie ein Hybrid war. Der junge Klingone hinter ihr auf der Bank, der an den Gemüsekörben hantierte, bedachte ihn mit einem finsteren Blick. Hier schwelte Ärger, das war sofort zu spüren. Lhoal grüßte auf Klingonisch. Die Frau musterte ihn und antwortete dann langsam auf Rihansu, was den jungen Burschen hinter ihr noch eine Stufe zorniger starren ließ. Ihre Aussprache war grauenhaft, aber Lhoal nahm den Gruß als das was er sein sollte - eine Ehrbezeigung. Und so wiederholte er seinen Gruß ebenfalls in seiner Muttersprache.<br />
<br />
"Sind Sie mit dem Prätor gekommen, um uns zu helfen?"<br />
<br />
"Ich bin gekommen, um mir ein Bild über Ihre Situation zu machen," erwiederte Lhoal so diplomatisch wie möglich. "Ich bin Senator Tr'Khellian, Sonderbevollmächtigter des Prätors." Der ungewohnte Titel fühlte sich seltsam an - er hoffte, nicht für seine Gegenüber ebenso.<br />
<br />
"Wir brauchen keine Hilfe!" blaffte der junge Bursche jetzt und drängte sich nach vorn. "Wir sind Klingonen! Wir helfen uns selbst!"<br />
<br />
Die Frau - offenbar seine Mutter - reagierte wie eine klingonische Mutter reagieren würde, fauchte ihren Sohn an und verpasste ihm eine gehörige Ohrfeige. "Hast du kein Benehmen? Sieh zu, dass du hier Ordnung machst!" Dann wandte sie sich an Lhoal, der ein Schmunzeln nicht unterdrücken konnte. "Folgen Sie mir! Ich bringe Sie zu meinem Vater. Er ist das Oberhaupt unseres Clans." Sie warf einen Blick zurück auf ihren Sohn, der wütend einige Kohlköpfe in die Körbe donnerte. "... auch wenn das manchen von uns nicht mehr passt!"]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II - Log 6 - Turan & Lhoal]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=206</link>
			<pubDate>Sat, 09 Feb 2019 20:56:41 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=206</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Ch'Rihan / Prätorenpalais / Büro des Prätors ***</span></span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Turan tr'Kaleh sichtete die auf dem kleinen Holodisplay auf seinem Schreibtisch die Reiseroute, die sein Schiff plus Eskorte nach Qo'nos nehmen würde. Die offizielle Reiseroute zumindest.... Selbstverständlich würde er nicht so selbstmörderisch sein und auf dieser Route tatsächlich reisen! Darauf würden seine Feinde, innerhalb und außerhalb des Reiches, ja nur warten. Ein  Schiff war verwundbar und bot ein zu verlockendes Ziel. Das wusste er - da brauchte er nicht den Tal Shiar, um die Risiken zu kennen. Deshalb würde er auf einer anderen, unerwarteten Reiseroute mit  dem zweiten Staatsschiff (dessen Existenz niemand kannte) reisen. Die Wahrheit würde offenbar werden, wenn seine Feinde zur Tat schritten - und wenn nicht, nun, um so besser! Der jüngste Zwischenfall in der havrannischen Bergbaukolonie hatte ihm gezeigt, das seine Gegner in den Reihen des Senats zu Einigem bereit waren. Männer wie dieser Emporkömmling Dalok Rul waren da schon eher das weit kleinere Übel. </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Überhaupt verhält sich Rul derzeit recht bedeckt,</span> dachte Turan mit erwachendem Argwohn. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Seit der peinlichen Aktion mit den Journalisten im Central Terminal von Ra'tleifih... Nun, eigene Schuld. Wer sich mit dem letzten Trash der Werbung aus der Föderations-Schundecke behängt und davon austeilt, sollte sich nicht als Verteidiger rihannischer Tradition feiern lassen.</span></span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Prätor deaktivierte das Holodisplay. Trotzdem war auf Rul ein wachsames Auge zu haben. Der Tal Shiar hatte genügend gegen ihn in der Hand, und wenn er sich von einem Ärgernis zu einer tatsächlichen Bedrohung entwickelte... <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vielleicht sollte ich ihm deutlich machen, dass sein Wohlleben von meinem Wohlwollen abhängt...</span></span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Turan wandte seine abschweifenden Gedanken wieder dem politischen Tagesgeschäft zu. Er sah einen Teil der Akten mit den Ernennungen der Provinzgouverneure durch, zeichnete sie elektronisch ab und siegelte sie. Die feierlichen Papierurkunden würden in ein paar Tagen ausgestellt werden. </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Das Tisch-Kom gab einen melodischen Ton von sich und Turan aktivierte es mit einer Handbewegung. </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">+Exzellenz, Senator tr'Khellian ist hier.+ informierte sein Sekretär.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Danke, senden Sie herein."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Nach der obligatorischen Sicherheitsprüfung betrat Lhoal tr'Khellian das Büro, in dem er die letzten Wochen häufiger zu Gast gewesen war. Hatte der Prätor ihn doch zum Sonderberater für diese Reise und die Verhandlungen mit dem klingonischen Kanzler ernannt.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich danke Ihnen, dass Sie so rasch kommen konnten, Deihu." Turan bot ihm einen Platz in der Sitzecke unter dem großen runden Fenster an und ließ sich selbst auf einem der mit gepunztem Leder überzogenen Sessel nieder. "Mein Mann auf Qo'nos hat neue visuelle Informationen über die DeH'moH."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die 'Unberührbaren', das war der Name, den die Klingonen jener am Rande der Gesellschaft lebenden Gruppe in der Hauptstadt gegeben hatten. Einer Gruppe, deren Mitglieder rihannische Gene in sich hatten. Turan reichte dem Senator ein Padd. Der verdeckten Operation des Agenten war es geschuldet, dass die Daten nur stark komprimiert hatten gesendet werden können und erst mehrere spezielle Filter sie wieder lesbar machten. Trotzdem war eindeutig zu sehen, dass in dieser Gemeinschaft, die da mehr oder weniger wortwörtlich im Untergrund oder draussen in den unzugänglichen Hügeln hauste, die Klingonen ANDERS aussahen.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal scrollte durch das Fotomaterial. Bei einigen Personen waren die Unterschiede kaum zu erahnen, andere wiederum hatten deutlich spitz geschwungene Ohren, eine hellere Hautfarbe und eine schlichtere Stirnplattenwölbung.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wie viele sind es?" </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Schwer zu sagen. Höchstens an die hundert, zweihundert Personen. Sie scheinen zu drei, vier Familien zu gehören, nach dem, was mein Agent in Erfahrung gebracht hat. Und das ist nicht sehr viel, bis jetzt," antwortete Turan.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Könnten sie... Nachkommen der Experimente sein, die auf der K'Muna-Station durchgeführt wurden?" fragte der Senator. </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Turan fühlte dessen Unbehagen. Er wusste, dass an Lhoal und einigen andere damals auf K'Muna inhaftierten Rihannsu Versuche durchgeführt worden waren, die auch die Zeugung von Hybridkindern zur Folge gehabt hatten. Auch nach den nunmehr fast 15 Jahren, die vergangen waren, seit Lhoal die Flucht von der vergessenen Strafkolonie des Klingonisch-romulanischen Krieges gelungen war, waren die Erinnerungen immer noch schmerzhaft. Aber der Senator war sein verlässlichster Vertrauter und der beste Kenner klingonischen Wesens, der zu haben war. Turan konnte und wollte nicht auf ihn verzichten.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich denke nicht. Eher vermute ich, dass sie die Nachkommen des Carraya-Lagers sind. Die letzten Überlebenden wurden während des Krieges zwangsumgesiedelt. Man hat damals zwar die Rihannsu exekutiert, aber womöglich waren einige der Klingoninnen schwanger, oder man hat nicht alle Hybriden identifiziert in der ... Eile des Gefechts." Der Prätor lächelte traurig. "Wie dem auch sei: dem Gesetz nach sind es Rihannsu, auch wenn sie nur noch fünf Prozent rihannisches Blut in sich hätten."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal nickte und blätterte langsamer durch die Aufnahmen, als suche er bekannte Züge in einem der fremden Gesichter. "Aber ... wir können unmöglich in ihre Kolonie marschieren und sie repatriieren. Selbst wenn sie das wollen."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Manche von ihnen scheinen in die Richtung zu denken," gab Turan zurück. "Aber so einfach ist es in der Tat nicht. Ich werde auf einer Friedensmission nach Qo'nos fliegen, und diese schwierig zu nennen, wird ein Understatement sein. Diese Rihannsu," Er wies auf das Padd in der Hand des Senators, "könnten sie im Handumdrehen nicht nur zu Fall bringen, sondern unsere Völker in einen neuen Krieg verwickeln. ... Deihu tr'Khellian, ich weiß, dass wir in dieser Angelegenheit die gleichen Überzeugungen haben. Daher möchte ich Ihnen den Kontakt zu den DeH'moH anvertrauen."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Exzellenz... ich...Ihr Auftrag ehrt mich, aber... ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin, zu helfen."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Sie sind es." Turan legte die rechte Hand auf den Arm des Senators. "Nur Sie sind es, mit Ihrer Geschichte, mit Ihrem Respekt für die Klingonen, trotz allem, was Ihnen widerfahren ist, mit Ihrem diplomatischen Feingefühl und Ihrer Ehrlichkeit. Nur mit Ihrer Hilfe kann ich diese Rihannsu in die Heimat bringen."</span></span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Ch'Rihan / Prätorenpalais / Büro des Prätors ***</span></span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Turan tr'Kaleh sichtete die auf dem kleinen Holodisplay auf seinem Schreibtisch die Reiseroute, die sein Schiff plus Eskorte nach Qo'nos nehmen würde. Die offizielle Reiseroute zumindest.... Selbstverständlich würde er nicht so selbstmörderisch sein und auf dieser Route tatsächlich reisen! Darauf würden seine Feinde, innerhalb und außerhalb des Reiches, ja nur warten. Ein  Schiff war verwundbar und bot ein zu verlockendes Ziel. Das wusste er - da brauchte er nicht den Tal Shiar, um die Risiken zu kennen. Deshalb würde er auf einer anderen, unerwarteten Reiseroute mit  dem zweiten Staatsschiff (dessen Existenz niemand kannte) reisen. Die Wahrheit würde offenbar werden, wenn seine Feinde zur Tat schritten - und wenn nicht, nun, um so besser! Der jüngste Zwischenfall in der havrannischen Bergbaukolonie hatte ihm gezeigt, das seine Gegner in den Reihen des Senats zu Einigem bereit waren. Männer wie dieser Emporkömmling Dalok Rul waren da schon eher das weit kleinere Übel. </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Überhaupt verhält sich Rul derzeit recht bedeckt,</span> dachte Turan mit erwachendem Argwohn. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Seit der peinlichen Aktion mit den Journalisten im Central Terminal von Ra'tleifih... Nun, eigene Schuld. Wer sich mit dem letzten Trash der Werbung aus der Föderations-Schundecke behängt und davon austeilt, sollte sich nicht als Verteidiger rihannischer Tradition feiern lassen.</span></span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Prätor deaktivierte das Holodisplay. Trotzdem war auf Rul ein wachsames Auge zu haben. Der Tal Shiar hatte genügend gegen ihn in der Hand, und wenn er sich von einem Ärgernis zu einer tatsächlichen Bedrohung entwickelte... <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vielleicht sollte ich ihm deutlich machen, dass sein Wohlleben von meinem Wohlwollen abhängt...</span></span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Turan wandte seine abschweifenden Gedanken wieder dem politischen Tagesgeschäft zu. Er sah einen Teil der Akten mit den Ernennungen der Provinzgouverneure durch, zeichnete sie elektronisch ab und siegelte sie. Die feierlichen Papierurkunden würden in ein paar Tagen ausgestellt werden. </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Das Tisch-Kom gab einen melodischen Ton von sich und Turan aktivierte es mit einer Handbewegung. </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">+Exzellenz, Senator tr'Khellian ist hier.+ informierte sein Sekretär.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Danke, senden Sie herein."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Nach der obligatorischen Sicherheitsprüfung betrat Lhoal tr'Khellian das Büro, in dem er die letzten Wochen häufiger zu Gast gewesen war. Hatte der Prätor ihn doch zum Sonderberater für diese Reise und die Verhandlungen mit dem klingonischen Kanzler ernannt.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich danke Ihnen, dass Sie so rasch kommen konnten, Deihu." Turan bot ihm einen Platz in der Sitzecke unter dem großen runden Fenster an und ließ sich selbst auf einem der mit gepunztem Leder überzogenen Sessel nieder. "Mein Mann auf Qo'nos hat neue visuelle Informationen über die DeH'moH."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die 'Unberührbaren', das war der Name, den die Klingonen jener am Rande der Gesellschaft lebenden Gruppe in der Hauptstadt gegeben hatten. Einer Gruppe, deren Mitglieder rihannische Gene in sich hatten. Turan reichte dem Senator ein Padd. Der verdeckten Operation des Agenten war es geschuldet, dass die Daten nur stark komprimiert hatten gesendet werden können und erst mehrere spezielle Filter sie wieder lesbar machten. Trotzdem war eindeutig zu sehen, dass in dieser Gemeinschaft, die da mehr oder weniger wortwörtlich im Untergrund oder draussen in den unzugänglichen Hügeln hauste, die Klingonen ANDERS aussahen.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal scrollte durch das Fotomaterial. Bei einigen Personen waren die Unterschiede kaum zu erahnen, andere wiederum hatten deutlich spitz geschwungene Ohren, eine hellere Hautfarbe und eine schlichtere Stirnplattenwölbung.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Wie viele sind es?" </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Schwer zu sagen. Höchstens an die hundert, zweihundert Personen. Sie scheinen zu drei, vier Familien zu gehören, nach dem, was mein Agent in Erfahrung gebracht hat. Und das ist nicht sehr viel, bis jetzt," antwortete Turan.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Könnten sie... Nachkommen der Experimente sein, die auf der K'Muna-Station durchgeführt wurden?" fragte der Senator. </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Turan fühlte dessen Unbehagen. Er wusste, dass an Lhoal und einigen andere damals auf K'Muna inhaftierten Rihannsu Versuche durchgeführt worden waren, die auch die Zeugung von Hybridkindern zur Folge gehabt hatten. Auch nach den nunmehr fast 15 Jahren, die vergangen waren, seit Lhoal die Flucht von der vergessenen Strafkolonie des Klingonisch-romulanischen Krieges gelungen war, waren die Erinnerungen immer noch schmerzhaft. Aber der Senator war sein verlässlichster Vertrauter und der beste Kenner klingonischen Wesens, der zu haben war. Turan konnte und wollte nicht auf ihn verzichten.</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich denke nicht. Eher vermute ich, dass sie die Nachkommen des Carraya-Lagers sind. Die letzten Überlebenden wurden während des Krieges zwangsumgesiedelt. Man hat damals zwar die Rihannsu exekutiert, aber womöglich waren einige der Klingoninnen schwanger, oder man hat nicht alle Hybriden identifiziert in der ... Eile des Gefechts." Der Prätor lächelte traurig. "Wie dem auch sei: dem Gesetz nach sind es Rihannsu, auch wenn sie nur noch fünf Prozent rihannisches Blut in sich hätten."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal nickte und blätterte langsamer durch die Aufnahmen, als suche er bekannte Züge in einem der fremden Gesichter. "Aber ... wir können unmöglich in ihre Kolonie marschieren und sie repatriieren. Selbst wenn sie das wollen."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Manche von ihnen scheinen in die Richtung zu denken," gab Turan zurück. "Aber so einfach ist es in der Tat nicht. Ich werde auf einer Friedensmission nach Qo'nos fliegen, und diese schwierig zu nennen, wird ein Understatement sein. Diese Rihannsu," Er wies auf das Padd in der Hand des Senators, "könnten sie im Handumdrehen nicht nur zu Fall bringen, sondern unsere Völker in einen neuen Krieg verwickeln. ... Deihu tr'Khellian, ich weiß, dass wir in dieser Angelegenheit die gleichen Überzeugungen haben. Daher möchte ich Ihnen den Kontakt zu den DeH'moH anvertrauen."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Exzellenz... ich...Ihr Auftrag ehrt mich, aber... ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin, zu helfen."</span></span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: large;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Sie sind es." Turan legte die rechte Hand auf den Arm des Senators. "Nur Sie sind es, mit Ihrer Geschichte, mit Ihrem Respekt für die Klingonen, trotz allem, was Ihnen widerfahren ist, mit Ihrem diplomatischen Feingefühl und Ihrer Ehrlichkeit. Nur mit Ihrer Hilfe kann ich diese Rihannsu in die Heimat bringen."</span></span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II - Log 5- Ph. DuVal]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=200</link>
			<pubDate>Sat, 02 Feb 2019 12:04:27 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=7">Robert Vandenberg</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=200</guid>
			<description><![CDATA[Romulanisches Reich / Grenzgebiet/ Bergbau-Kolonie Valkora Prime / Valkora City / untere Ebenen.<br />
<br />
Draußen prasselte der immerwährende alkalische Regen auf die Straße, doch hier drinnen waren nur ein leises Summen und gedämpfte Atemzüge zu hören.<br />
Es war fast zu einfach gewesen, dachte Senator Setek t´Bilam. Der Rihannsu musste den Kopf schütteln. Diese Remaner waren einfach zu naiv. Mit der Aussicht auf einen Vertrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der remanischen Bergleute, hatte er die beiden remanischen Aktivisten hierher, in den Anschlussraum, 2 Ebenen unter dem belebtesten Kaufhaus von ganz Valkora City, gelockt. Und obwohl die beiden sich gewehrt hatten, lagen sie jetzt hier gefesselt und geknebelt. Nun, sie hatten eine Rolle zu spielen.Als DANN-Lieferanten. Man würde nach der Explosion, ihre Überreste finden. Neben denen Hunderter unschuldiger Rihannsu, hauptsächlich von Frauen und Kindern. Ja, die beiden Extrassit-Bomben würden in 15 Minuten hoch gehen und das Gebäude darüber pulverisieren. Und das würde nur der Beginn eines remanischen Aufstandes sein. So würde es bei der Regierung ankommen. Es würde im gesamten Reich einen Aufschrei und Aufruhr geben. Und dann würde man endlich die Remaner an jenen Platz verweisen, an den sie gehörten. Schon immer gehörten. An den Platz von Sklaven. Und er, Senator T´Bilam, würde aufsteigen. Als jener, der den Aufstand vorher gesehen hatte. Als jener, der schon immer gewarnt hatte. Und nie wieder würde ein remanischer Vertreter im Senat es wagen, ihm zu widersprechen. Denn es würde dann keine Remaner im Senat mehr geben. Ja, manchmal musste man den Dingen eben einen Anstoß geben, wenn die Regierung zu blind und der Feind zu träge war,<br />
T´Bilam lächelte. Es war alles wasserdicht. 2 Jahre Planung würden sich in 15min gelohnt haben. Und würden die Arbeit des früheren Tal Shiar Mitarbeiters krönen. Jetzt musste T´Bilam lachen. Doch sehr zu seiner Überraschung wurde das Lachen erwidert.<br />
Aus einer Ecke des Raumes trat eine Gestalt, die Kapuze Mantes tief über das Gesicht gezogen. Die Gestalt applaudierte spöttisch.<br />
<br />
#1: Das ist ja geradezu herzerfrischend, dieser Plan. Plump, aber lustig. Ich gratuliere Ihnen. Senator. Ein neuer Höhepunkt in Ihrem Kampf um den Gipfel der Inkompetenz.<br />
<br />
Wie war diese Person hier herein gekommen? Gleichgültig. Sie musste verschwinden. T´Bilam vergeudete keine Zeit. Mit unglaublicher Geschwindigkeit zog der geübte Kämpfer einen Dolch und sprang auf den Neuankömmling zu. Doch dieser wich scheinbar gedankenschnell aus und der Dolchstoß ging ins Leere. Doch T´Bilam gab nicht auf. Denn die Zeit bis zur Detonation der beiden Bomben lief unaufhaltsam herunter.<br />
Die beiden Kontrahenten umkreisten einander, immer wider griff T´Bilam an, immer wieder wich der Fremde aus. Doch schließlich gelang es dem Senator, die Abwehr des Fremden zu unterlaufen und ihm seinen Dolch durch die Kehle zu stoßen. Doch er spürte keinen Widerstand. Stattdessen lachte der Fremde nur gehässig. Die Kapuze des Fremden rutschte vom Kopf und gab den Blick auf einen grinsenden Totenschädel frei, bevor die gesamte Gestalt schmolz, wie Wachs einer Kerze.<br />
Entsetzt trat T´Bilam einen Schritt zurück um dann zu erstarren. Aus seiner Brust ragte die Spitze einer dünnen Klinge. T´Bilam fiel auf die Knie, keiner Bewegung mehr fähig.<br />
Hinter einem Kühlagregat trat jetzt eine grau gekleidete Gestalt hervor und deaktivierte ein kleines Gerät.<br />
Die Gestalt nahm ihre Kapuze ab und enthüllte ihr Gesicht. Das scharf geschnittene Gesicht eines Menschen wurde sichtbar. Der Mann wandte sich jetzt, in perfektem Rihannsu, an den Senator.<br />
<br />
Me: Tragbare Holoemitter mit Festköpersimulation sind nicht nur etwas für die Unterhaltungsindustrie, meinen Sie nicht auch, Herr Senator? Sie gestatten?!<br />
<br />
Der Mensch durchsuchte, von einem Ganzkörperfeld umhüllt, welches das Hinterlassen von Spuren verhinderte, nun den Senator und fand den winzigen Fernzünder für die Bomben. Ein kurzer Druck auf den Sicherungsschalter und mit einem leisen Klick deaktivierten sich die Bomben. Dann wanderte der Fernzünder wieder zurück in die Robe des Senators. <br />
<br />
Me: Zu Schade, dass Sie mich nicht sehen können, Senator. Aber das Gift lähmt nicht nur Ihren Körper, nein Ihr Sehzentrum wird zuerst ausgeschaltet. Bei Ihrer Verletzung geben ich Ihnen noch 6 Stunden. Und nachdem die Einheiten des Tal Shiar in etwa 8 min. hier sein werden, werden Sie, nachdem die Lähmung Ihres Sprachzentrums abgeklungen ist, diesen Personen noch ein paar Fragen beantworten müssen. Denn die Situation und Ihre Rolle darin, sind ja mehr als eindeutig. Danach werden Sie sterben. So oder so. Und der Prätor wird einen Gegner weniger haben.<br />
Und er wird aufsteigen. Weiter und immer höher den Baum des Ruhmes hinauf. Dafür werde ich sorgen. Und dann wird er irgendwann so hoch oben sein, dass der Ast auf dem er sitzt, bricht. Und dann wird er abstürzen. Ob als Märtyrer oder gefallener Tyrann. Das ist dann gleichgültig. Denn ich werde meine Rache dann haben.<br />
<br />
Ach, ich vergaß Senator. Sie können mich ja nicht hören. Ihr Gehör ist ja durch den Wirkstoff an der Klinge ebenfalls beeinträchtigt. Zumindest noch 10 Minuten. Aber trösten Sie sich. Im Moment Ihres Todes werden Sie wiedersehen und hören können. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag.<br />
<br />
Der Mensch zog nun die Klinge aus dem Körper des noch immer, wie im Gebet niederknienden Senators und verstaute sie in seinem Mantel. Dann wandte er sich zu den beiden gefesselten Remanern.<br />
<br />
Me: So leid es mir tut, aber aus Gründen der Beweissicherung muss ich Euch leider in Fesseln lassen. Doch die Tal Shiar-Agenten, welche in exakt 1 Minute hier eintreffen,  werden Euch befreien. Und wenn man Euch fragt, wer den Senator neutralisiert hat, so erinnert Euch an jene Person aus dem uralten Buch des Ramanu: Er, der weder Rihannsu, noch Havrannsu ist. Er der nicht vom Ursprung stammt. Er wird die Havrannsu befreien und ihre Unterdrücker in den Staub werfen. Und sein Name wird von seinen Feinden in Furcht und von seinen Schützlingen mit Freude genannt. Und sein Name sei: Vad Tars Gandt.<br />
 <br />
Das Geräusch herannahender Personen war zu hören.<br />
 <br />
Me: Ich verlasse Euch jetzt. Emen Mek´thu<br />
 <br />
Kurz bevor ein gutes Dutzend Tal Shiar- Beamter den Raum stürmten, löste sich der Unbekannte in den Schlieren eines Transportvorganges auf und gelangte, über mehrere gesicherte Zwischenstationen an sein Ziel.<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Und nur 4 Minuten später verließ ein elegantes, pfeilförmiges Schiff, nicht größer als eine Raumyacht, den Orbit von Valkora, aktivierte seine Tarnung und ging auf Warp.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Romulanisches Reich / Grenzgebiet/ Bergbau-Kolonie Valkora Prime / Valkora City / untere Ebenen.<br />
<br />
Draußen prasselte der immerwährende alkalische Regen auf die Straße, doch hier drinnen waren nur ein leises Summen und gedämpfte Atemzüge zu hören.<br />
Es war fast zu einfach gewesen, dachte Senator Setek t´Bilam. Der Rihannsu musste den Kopf schütteln. Diese Remaner waren einfach zu naiv. Mit der Aussicht auf einen Vertrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der remanischen Bergleute, hatte er die beiden remanischen Aktivisten hierher, in den Anschlussraum, 2 Ebenen unter dem belebtesten Kaufhaus von ganz Valkora City, gelockt. Und obwohl die beiden sich gewehrt hatten, lagen sie jetzt hier gefesselt und geknebelt. Nun, sie hatten eine Rolle zu spielen.Als DANN-Lieferanten. Man würde nach der Explosion, ihre Überreste finden. Neben denen Hunderter unschuldiger Rihannsu, hauptsächlich von Frauen und Kindern. Ja, die beiden Extrassit-Bomben würden in 15 Minuten hoch gehen und das Gebäude darüber pulverisieren. Und das würde nur der Beginn eines remanischen Aufstandes sein. So würde es bei der Regierung ankommen. Es würde im gesamten Reich einen Aufschrei und Aufruhr geben. Und dann würde man endlich die Remaner an jenen Platz verweisen, an den sie gehörten. Schon immer gehörten. An den Platz von Sklaven. Und er, Senator T´Bilam, würde aufsteigen. Als jener, der den Aufstand vorher gesehen hatte. Als jener, der schon immer gewarnt hatte. Und nie wieder würde ein remanischer Vertreter im Senat es wagen, ihm zu widersprechen. Denn es würde dann keine Remaner im Senat mehr geben. Ja, manchmal musste man den Dingen eben einen Anstoß geben, wenn die Regierung zu blind und der Feind zu träge war,<br />
T´Bilam lächelte. Es war alles wasserdicht. 2 Jahre Planung würden sich in 15min gelohnt haben. Und würden die Arbeit des früheren Tal Shiar Mitarbeiters krönen. Jetzt musste T´Bilam lachen. Doch sehr zu seiner Überraschung wurde das Lachen erwidert.<br />
Aus einer Ecke des Raumes trat eine Gestalt, die Kapuze Mantes tief über das Gesicht gezogen. Die Gestalt applaudierte spöttisch.<br />
<br />
#1: Das ist ja geradezu herzerfrischend, dieser Plan. Plump, aber lustig. Ich gratuliere Ihnen. Senator. Ein neuer Höhepunkt in Ihrem Kampf um den Gipfel der Inkompetenz.<br />
<br />
Wie war diese Person hier herein gekommen? Gleichgültig. Sie musste verschwinden. T´Bilam vergeudete keine Zeit. Mit unglaublicher Geschwindigkeit zog der geübte Kämpfer einen Dolch und sprang auf den Neuankömmling zu. Doch dieser wich scheinbar gedankenschnell aus und der Dolchstoß ging ins Leere. Doch T´Bilam gab nicht auf. Denn die Zeit bis zur Detonation der beiden Bomben lief unaufhaltsam herunter.<br />
Die beiden Kontrahenten umkreisten einander, immer wider griff T´Bilam an, immer wieder wich der Fremde aus. Doch schließlich gelang es dem Senator, die Abwehr des Fremden zu unterlaufen und ihm seinen Dolch durch die Kehle zu stoßen. Doch er spürte keinen Widerstand. Stattdessen lachte der Fremde nur gehässig. Die Kapuze des Fremden rutschte vom Kopf und gab den Blick auf einen grinsenden Totenschädel frei, bevor die gesamte Gestalt schmolz, wie Wachs einer Kerze.<br />
Entsetzt trat T´Bilam einen Schritt zurück um dann zu erstarren. Aus seiner Brust ragte die Spitze einer dünnen Klinge. T´Bilam fiel auf die Knie, keiner Bewegung mehr fähig.<br />
Hinter einem Kühlagregat trat jetzt eine grau gekleidete Gestalt hervor und deaktivierte ein kleines Gerät.<br />
Die Gestalt nahm ihre Kapuze ab und enthüllte ihr Gesicht. Das scharf geschnittene Gesicht eines Menschen wurde sichtbar. Der Mann wandte sich jetzt, in perfektem Rihannsu, an den Senator.<br />
<br />
Me: Tragbare Holoemitter mit Festköpersimulation sind nicht nur etwas für die Unterhaltungsindustrie, meinen Sie nicht auch, Herr Senator? Sie gestatten?!<br />
<br />
Der Mensch durchsuchte, von einem Ganzkörperfeld umhüllt, welches das Hinterlassen von Spuren verhinderte, nun den Senator und fand den winzigen Fernzünder für die Bomben. Ein kurzer Druck auf den Sicherungsschalter und mit einem leisen Klick deaktivierten sich die Bomben. Dann wanderte der Fernzünder wieder zurück in die Robe des Senators. <br />
<br />
Me: Zu Schade, dass Sie mich nicht sehen können, Senator. Aber das Gift lähmt nicht nur Ihren Körper, nein Ihr Sehzentrum wird zuerst ausgeschaltet. Bei Ihrer Verletzung geben ich Ihnen noch 6 Stunden. Und nachdem die Einheiten des Tal Shiar in etwa 8 min. hier sein werden, werden Sie, nachdem die Lähmung Ihres Sprachzentrums abgeklungen ist, diesen Personen noch ein paar Fragen beantworten müssen. Denn die Situation und Ihre Rolle darin, sind ja mehr als eindeutig. Danach werden Sie sterben. So oder so. Und der Prätor wird einen Gegner weniger haben.<br />
Und er wird aufsteigen. Weiter und immer höher den Baum des Ruhmes hinauf. Dafür werde ich sorgen. Und dann wird er irgendwann so hoch oben sein, dass der Ast auf dem er sitzt, bricht. Und dann wird er abstürzen. Ob als Märtyrer oder gefallener Tyrann. Das ist dann gleichgültig. Denn ich werde meine Rache dann haben.<br />
<br />
Ach, ich vergaß Senator. Sie können mich ja nicht hören. Ihr Gehör ist ja durch den Wirkstoff an der Klinge ebenfalls beeinträchtigt. Zumindest noch 10 Minuten. Aber trösten Sie sich. Im Moment Ihres Todes werden Sie wiedersehen und hören können. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag.<br />
<br />
Der Mensch zog nun die Klinge aus dem Körper des noch immer, wie im Gebet niederknienden Senators und verstaute sie in seinem Mantel. Dann wandte er sich zu den beiden gefesselten Remanern.<br />
<br />
Me: So leid es mir tut, aber aus Gründen der Beweissicherung muss ich Euch leider in Fesseln lassen. Doch die Tal Shiar-Agenten, welche in exakt 1 Minute hier eintreffen,  werden Euch befreien. Und wenn man Euch fragt, wer den Senator neutralisiert hat, so erinnert Euch an jene Person aus dem uralten Buch des Ramanu: Er, der weder Rihannsu, noch Havrannsu ist. Er der nicht vom Ursprung stammt. Er wird die Havrannsu befreien und ihre Unterdrücker in den Staub werfen. Und sein Name wird von seinen Feinden in Furcht und von seinen Schützlingen mit Freude genannt. Und sein Name sei: Vad Tars Gandt.<br />
 <br />
Das Geräusch herannahender Personen war zu hören.<br />
 <br />
Me: Ich verlasse Euch jetzt. Emen Mek´thu<br />
 <br />
Kurz bevor ein gutes Dutzend Tal Shiar- Beamter den Raum stürmten, löste sich der Unbekannte in den Schlieren eines Transportvorganges auf und gelangte, über mehrere gesicherte Zwischenstationen an sein Ziel.<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Und nur 4 Minuten später verließ ein elegantes, pfeilförmiges Schiff, nicht größer als eine Raumyacht, den Orbit von Valkora, aktivierte seine Tarnung und ging auf Warp.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II - Log 4 - Turan]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=163</link>
			<pubDate>Sun, 02 Dec 2018 20:02:49 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=163</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Ch'Rihan / Prätorenpalais ***</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Prätor Tr'Kaleh überflog ein letztes Mal seine Rede, die er in wenigen Stunden, nach der traditionellen Militärparade anlässlich des Jahrestags der Landung der Rihannsu halten würde. Seine Regierungssprecherin, eine rundliche Rihanha mittleren Alters, die sich mit ihrem scharfen Verstand und zuweilen rücksichtsloser Meinungsäußerung Turans Respekt erworben hatte, räusperte sich dezent.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Exzellenz, ich möchte noch einmal anmerken, dass der Botschafter der Föderation durchblicken ließ, dass man es seitens seiner Regierung positiv werten würde, wenn sich die Militärparade in etwas kleinerem Ausmaß entfalten würde," sagte sie jetzt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan sah auf und schmunzelte leicht. "Ich sehe keinen Anlass, der unnötigen Paranoia des Föderationspräsidenten Vorschub zu leisten, Lhhei Karethra. Ich plane nicht, gemeinsam mit den Klingonen gegen die Föderation vorzurücken, und  ich werde nicht so tun, als hätte ich derlei Absichten zu verschleiern."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Mit Verlaub, Exzellenz, möglicherweise denken die Föderationsfunktionäre ganz einfach zu simpel und --"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Sie meinen, ICH denke zu kompliziert?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nun... gewisse Kreise sehen einfach eine Provokation in der Parade."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Und diese Kreise werden sich bestätigt fühlen, wenn ich sie minimiere. - Ich habe jedoch Ihren Einwand zur Kenntnis genommen." Er stand auf und trat ans Fenster, von dem aus sich ihm der festlich geschmückte Weg der Parade darbot. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Dann gibt es noch eine Beschwerde des Kommittees für Traditionspflege wegen der unsäglichen Installationen im Central Terminal von Ch'Rihan..."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ja, ich habe bereits Sorge getragen, dass Dalok Ruls neuester Unfug nicht mehr lang dort die Sicht verstellt. Der Mann präsentiert sich doch so gern als Hüter des rihannischen Erbes gegen Föderation, Klingonen und den Rest der Galaxis. Ich habe ihm einen Reporter geschickt, der ihm einige peinliche Fragen stellen wird." Dennoch hoffte Turan, dass sich bald eine Gelegenheit ergeben möge, den lästigen Emporkömmling dauerhaft loszuwerden. Er begann entschieden zu viel seiner knappen Zeit in Anspruch zu nehmen. Natürlich hätte ein Wort an den Tal Shiar genügt, um den missliebigen Senator von der Bildfläche verschwinden zu lassen - aber das war etwas, das der Prätor sich nicht leisten konnte und wollte. Denn eine solche Aktion hätte ihn als Nutznießer des Verschwindens auf jeden Fall in unangenehmes Gerede gebracht, und das hätte sein Verhältnis zur Föderation wesentlich mehr belastet als die traditionelle Militärparade.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Es klopfte an der Tür. "Das wird die Gardrobiere sein. Lhhei Karethra, wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Regierungssprecherin verneigte sich und zog sich zurück, während zwei junge Rihannsu mit der frisch aufbereiteten kostbaren alten Staatsrobe eintraten, die die Prätoren seit mehreren Jahrhunderten zu diesem Anlass zu tragen pflegten. Die Symbole der beiden Planeten waren darauf kunstvoll in Goldbrokat gestickt und mit frührihannischen Schriftzeichen verwoben.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Zwei Stunden später stand Turan auf der Landerampe des Palais und war bereit, in den wartenden Boden-Gleiter zu steigen, der ihn an der Spitze der Parade in langsamen Flug durch die Hauptstadt bis zum Park mit dem Denkmal für die vulkanischen Auswanderer tragen sollte. Die Vizedirektorin des Tal Shiar und sein Sicherheitschef besprachen letzte Absicherungen und Notfallpläne. Die jährliche Parade brachte ihnen stets einige dutzend graue Haare ein. Einige Amtsvorgänger Turans waren nur in einem schwer gepanzertem Gleiter geflogen oder hatten nur ein Hologramm auf die Parade geschickt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Der Prätor wandte sich dem Sicherheitschef zu, der daraufhin das Padd mit dem Paradeverlauf sinken ließ. </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Exzellenz?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Entspannen Sie sich, Tr'Vohar. Ich bin sicher, Sie haben Ihre Perimeterschutzschirme und die Scharfschützen mit Redundanz positioniert."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Dieser Tag ist mein schlimmster Albtraum, Exzellenz. Gerade nach den jüngsten Zwischenfällen mit den Vaharan..." Er holte tief Atem. "Ich kann Ihnen nicht gestatten, ohne zwei Sicherheitsleute als persönlichem Begleitschutz zu fliegen. Daher habe ich--"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Zwischen Turans Brauen zeichnete sich eine scharfe Falte ab. "Tr'Vohar, ich denke nicht daran, mich hinter-"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nein, nein!" Der Sicherheitschef hob abwehrend die Hände. "Niemand wird etwas ahnen, es sei denn, es kommt zum Ernstfall - was ich natürlich nicht hoffe. Hier sind Ihre beiden Sicherheitsleute." Mit diesen Worten hielt er dem Prätor zwei Objekte hin, die Teile einer Ersatzmikrophonanlage zu sein schienen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Tr'Vohar, ist Ihnen nicht wohl?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">An seiner Stelle meldete sich die Vizedirektorin zu Wort. "Darf ich vorstellen? Die Agenten Ma'k und Ishim."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan begriff. "Sie stellen mir zwei Formwandler zur Seite?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Sie sind zwei meiner besten Agenten, Exzellenz."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nun denn - bringen Sie meine beiden Beschützer ins Cockpit!" Turan raffte die etwas unbequeme steife Robe zusammen und schritt die Gangway in den Gleiter hoch. Er beneidete seine Sicherheitsabteilung wahrlich nicht. Das anberaumte Gipfeltreffen mit dem klingonischen Kanzler hatte schon einige der Mitarbeiter mit Burnout ausscheiden lassen. Der einzige Trost war, dass es Kvorag vermutlich ähnlich erging. Erst vorige Woche, so hatten Informanten berichtet, war der Kanzler einem Attentat knapp entronnen, als er sich auf der Jagd befand. Ja, Jagdunfälle waren stets eine beliebte Sache, dachte Turan, während er Platz nahm. Den Elementen sei dank hatte er keine diesbezüglichen Gelüste. Ansonsten hätte sein Sicherheitsberater vermutlich schon einen Herzinfarkt bekommen!</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Ch'Rihan / Prätorenpalais ***</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Prätor Tr'Kaleh überflog ein letztes Mal seine Rede, die er in wenigen Stunden, nach der traditionellen Militärparade anlässlich des Jahrestags der Landung der Rihannsu halten würde. Seine Regierungssprecherin, eine rundliche Rihanha mittleren Alters, die sich mit ihrem scharfen Verstand und zuweilen rücksichtsloser Meinungsäußerung Turans Respekt erworben hatte, räusperte sich dezent.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Exzellenz, ich möchte noch einmal anmerken, dass der Botschafter der Föderation durchblicken ließ, dass man es seitens seiner Regierung positiv werten würde, wenn sich die Militärparade in etwas kleinerem Ausmaß entfalten würde," sagte sie jetzt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan sah auf und schmunzelte leicht. "Ich sehe keinen Anlass, der unnötigen Paranoia des Föderationspräsidenten Vorschub zu leisten, Lhhei Karethra. Ich plane nicht, gemeinsam mit den Klingonen gegen die Föderation vorzurücken, und  ich werde nicht so tun, als hätte ich derlei Absichten zu verschleiern."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Mit Verlaub, Exzellenz, möglicherweise denken die Föderationsfunktionäre ganz einfach zu simpel und --"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Sie meinen, ICH denke zu kompliziert?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nun... gewisse Kreise sehen einfach eine Provokation in der Parade."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Und diese Kreise werden sich bestätigt fühlen, wenn ich sie minimiere. - Ich habe jedoch Ihren Einwand zur Kenntnis genommen." Er stand auf und trat ans Fenster, von dem aus sich ihm der festlich geschmückte Weg der Parade darbot. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Dann gibt es noch eine Beschwerde des Kommittees für Traditionspflege wegen der unsäglichen Installationen im Central Terminal von Ch'Rihan..."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Ja, ich habe bereits Sorge getragen, dass Dalok Ruls neuester Unfug nicht mehr lang dort die Sicht verstellt. Der Mann präsentiert sich doch so gern als Hüter des rihannischen Erbes gegen Föderation, Klingonen und den Rest der Galaxis. Ich habe ihm einen Reporter geschickt, der ihm einige peinliche Fragen stellen wird." Dennoch hoffte Turan, dass sich bald eine Gelegenheit ergeben möge, den lästigen Emporkömmling dauerhaft loszuwerden. Er begann entschieden zu viel seiner knappen Zeit in Anspruch zu nehmen. Natürlich hätte ein Wort an den Tal Shiar genügt, um den missliebigen Senator von der Bildfläche verschwinden zu lassen - aber das war etwas, das der Prätor sich nicht leisten konnte und wollte. Denn eine solche Aktion hätte ihn als Nutznießer des Verschwindens auf jeden Fall in unangenehmes Gerede gebracht, und das hätte sein Verhältnis zur Föderation wesentlich mehr belastet als die traditionelle Militärparade.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Es klopfte an der Tür. "Das wird die Gardrobiere sein. Lhhei Karethra, wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Regierungssprecherin verneigte sich und zog sich zurück, während zwei junge Rihannsu mit der frisch aufbereiteten kostbaren alten Staatsrobe eintraten, die die Prätoren seit mehreren Jahrhunderten zu diesem Anlass zu tragen pflegten. Die Symbole der beiden Planeten waren darauf kunstvoll in Goldbrokat gestickt und mit frührihannischen Schriftzeichen verwoben.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">...</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Zwei Stunden später stand Turan auf der Landerampe des Palais und war bereit, in den wartenden Boden-Gleiter zu steigen, der ihn an der Spitze der Parade in langsamen Flug durch die Hauptstadt bis zum Park mit dem Denkmal für die vulkanischen Auswanderer tragen sollte. Die Vizedirektorin des Tal Shiar und sein Sicherheitschef besprachen letzte Absicherungen und Notfallpläne. Die jährliche Parade brachte ihnen stets einige dutzend graue Haare ein. Einige Amtsvorgänger Turans waren nur in einem schwer gepanzertem Gleiter geflogen oder hatten nur ein Hologramm auf die Parade geschickt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Der Prätor wandte sich dem Sicherheitschef zu, der daraufhin das Padd mit dem Paradeverlauf sinken ließ. </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Exzellenz?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Entspannen Sie sich, Tr'Vohar. Ich bin sicher, Sie haben Ihre Perimeterschutzschirme und die Scharfschützen mit Redundanz positioniert."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Dieser Tag ist mein schlimmster Albtraum, Exzellenz. Gerade nach den jüngsten Zwischenfällen mit den Vaharan..." Er holte tief Atem. "Ich kann Ihnen nicht gestatten, ohne zwei Sicherheitsleute als persönlichem Begleitschutz zu fliegen. Daher habe ich--"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Zwischen Turans Brauen zeichnete sich eine scharfe Falte ab. "Tr'Vohar, ich denke nicht daran, mich hinter-"</span><br />
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<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nein, nein!" Der Sicherheitschef hob abwehrend die Hände. "Niemand wird etwas ahnen, es sei denn, es kommt zum Ernstfall - was ich natürlich nicht hoffe. Hier sind Ihre beiden Sicherheitsleute." Mit diesen Worten hielt er dem Prätor zwei Objekte hin, die Teile einer Ersatzmikrophonanlage zu sein schienen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Tr'Vohar, ist Ihnen nicht wohl?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">An seiner Stelle meldete sich die Vizedirektorin zu Wort. "Darf ich vorstellen? Die Agenten Ma'k und Ishim."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Turan begriff. "Sie stellen mir zwei Formwandler zur Seite?"</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Sie sind zwei meiner besten Agenten, Exzellenz."</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">"Nun denn - bringen Sie meine beiden Beschützer ins Cockpit!" Turan raffte die etwas unbequeme steife Robe zusammen und schritt die Gangway in den Gleiter hoch. Er beneidete seine Sicherheitsabteilung wahrlich nicht. Das anberaumte Gipfeltreffen mit dem klingonischen Kanzler hatte schon einige der Mitarbeiter mit Burnout ausscheiden lassen. Der einzige Trost war, dass es Kvorag vermutlich ähnlich erging. Erst vorige Woche, so hatten Informanten berichtet, war der Kanzler einem Attentat knapp entronnen, als er sich auf der Jagd befand. Ja, Jagdunfälle waren stets eine beliebte Sache, dachte Turan, während er Platz nahm. Den Elementen sei dank hatte er keine diesbezüglichen Gelüste. Ansonsten hätte sein Sicherheitsberater vermutlich schon einen Herzinfarkt bekommen!</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II - Log 3- Dalok Rul]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=150</link>
			<pubDate>Sun, 04 Nov 2018 17:57:01 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=0">Nalae D'Varo</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=150</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #99ffff;" class="mycode_color">Im Senatsgebäude</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul stand mit einem seiner Beführworter im Hof des Senatsgebäudes und unterhielt sich angeregt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Hmm..jaja, die haben mir hier eigene Räumlichkeiten angeboten, so als Senator, Sie verstehen. Ein Büro.“ Er lachte ungehobelt.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Dabei wissen die doch genau, dass ich den Rul Tower höchst selbst erbauen ließ – stellen Sie sich mal vor, mein Guter, ein Büro ohne geile Vorzimmerdame! Das hätten die gerne, diese muffigen Spießer. Nee, nee. Meine Regierungsgeschäfte finden innerhalb des Towers statt, ganz nah am Volke; dort wo gelebt wird! </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Nicht so abgeschieden in diesem uralten, verstaubten Gemäuer voller Kleingeister und Kapitalismusverweigerer.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Sie sind ein sehr fortschrittlicher Mann, Ihhai Rul. Ich kann gar nicht verstehen, dass sich Leute Ihren neuen Ideen so verschließen.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Ich glaube, Sie werden unser Volk zu einer nie dagewesenen Größe führen können!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul grinste schief. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Wenn Sie, verehrter Ihhai Rul, mich vielleicht imlaufe der Karriere nicht vergessen; vielleicht irgendwo einmal wohlwollend erwähnen möchten -“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ach, gewiss, gewiss“, antwortete Rul beiläufig und winkte gönnerhaft ab.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Augen seines Gegenübers glänzten.</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Etwas später.</span></span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Ein untersetzter, dicker Romulaner stand fuchtelnd und laut redend inmitten des architektonisch zweifelsohne herausragenden Zentralbahnhofs, einem - dank seines Mangels an holografischen Werbungen - angenehmen Durchgangsort und eine stets von Touristen begehrte Sehenswürdigkeit.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Der Romulaner wusste ganz genau, wie er seine neue Machtposition nutzen wollte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Dalok Rul befand sich dort mit einem Senator, der für den Distrikt des fraglichen Bahnhofes zuständig war und zwei weiteren Beamten, die eine Art Verwaltungsposition innehatten. </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Außerdem standen dort noch mehrere Männer und Frauen; offenbar stammten sie von einer Agentur, die sich mit Design und Inneneinrichung beschäftigte.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Irgendetwas Kreatives“ machten sie, das verriet zumindest ihr etwas exzentrischer Kleidungsstil.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Der Jahrestag der Besiedlung nähert sich!“</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul räusperte sich und machte eine auslandende Geste in die Umgebung. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Sehen Sie sich bitte diesen Antiquierten Schuppen an, dieses urzeitliche Bauwerk! Wenn man hier reinkommt hat man schon das Gefühl, man wird zurück ins Mittelalter versetzt. Da will man gleich wieder raus. So lässt sich kein Geschäft machen. Das geht so nicht, meine Herren!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Einer der Designer nickte zustimmend.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Es ist dermaßen outdated, einfach nur totally not fancy. Da fehlt der Groove.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul fragte sich, ob dieser Mann ob seiner seltsamen Betonung und der wasserstoffblondierten Haare vermutlich zum anderen Ufer gehörte, nahm dann jedoch Abstand vonn der Idee ihn zu feuern, da er zweifelsohne zu den Besten seines Metiers gehörte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Wissen Sie, ich trete ja ein für die Erhaltung unserer Kultur, aber ich bin eben auch Geschäftsmann“, sagte er.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Daher muss man das beides irgendwie...<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">verbinden</span>.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er untermalte diese Aussage, indem er seine fetten Wurstfinger ineinander verschränkte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Aus diesem Grund möche ich Sie beauftragen, Sie haben das richtige Auge für etwas Neues, etwas Lautes, Buntes, etwas mit...mit POP, was die Kunden anzieht wie Kadaver einen Ssaika.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Ich darf mich nicht zu sehr in den trockenen Einöden der Politik verlieren, Business liegt mir einfach im Blut! Da ist der Gewinn manchmal wichtiger, da muss man Kompromisse machen. Also bitte weg mit diesen öden Emaille-Kugeln, die sie seit hunderten von Jahren überall aufhängen. Das hat einfach kein <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Oompf</span>.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Aber natürlich, Ihhai“, antwortete eine der Designerinnen, „was also schwebt Ihnen vor?“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Mit der Zustimmung von Senator T'Ral-“ </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er nickte mit einem gespielten, breiten Lächeln in die Richtung des Senators, der sich sichtlich überrumpelt fühlte -“würde ich dieses Altenheim von Bahnhof gerne in ein aufregendes Brimborium an Dekorationen und Verkaufsständen für das diesjährige Fest verwandeln!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Das klingt absolut fabulous!“, ließ der Blonde vernehmen, der sich die ganze Zeit vielsagend umschaute und Notizen auf einem Padd machte.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ich kann Ihnen da schon ein paar Ideen pitchen, ahe-he-he-he.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Hier zum Beispiel“, fuhr Rul fort, „könnte ich mir sehr gut eine temporäre Beauty-Ecke vorstellen – Haare, Makeup-to-Go, Styling-Beratung, Sie wissen schon! Sexy aussehen wie S'Task oder so, meine PR-Abteilung soll sich da mal Gedanken machen.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Viele Shopinhaber meines Towers würden es lieben! Die Kunden auch, versteht sich - und dort oben, wo das Banner von diesem Menschenaffen Tr'Kaleh hängt, stelle ich mir ein riesiges, bunt leuchtendes Raumschiff vor, das Modell der Besiedler, mit Disco-Halo und exzeptionellen Sparcle-Effects-“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Giving you glamour fantasies!“, unterbrach ihn der Blonde,</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Sie sagen es, und ebenfalls stelle ich mir vor, dass eine Meile aus massenwarenmässig angefertigten traditionellen Speisen da hinten extrem gut kommen würde, Popcorn, Zuckerwatte undsoweiter! Und dort-“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ihhai Rul“, warf der andere Senator nun endlich ein.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ich bin mir ja nicht sicher, inwieweit sich das ganze realisieren lässt, aber-“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Papalapapp, realisieren! Ich bitte Sie!“</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Dann beugte er sich zu dem Mann hin.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Meine Medienverlage würden sich freuen, wenn ich denen ein paar interessante Details über das ein oder andere Faux Pas Ihres Lebens zustecke, meinen Sie nicht?“, gluckste er in das Ohr des Senators, um dann seine ausschweifenden Fantasien über die Dekorierung des Bahnhofes fortzuführen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Das Volk will Unterhaltung! Ablenkung! Brot und Spiele! Gerade jetzt zu Zeiten politischer Unsicherheit!“</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Eine Stunde später.</span></span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul hetzte schnaufend aus dem Gebäude auf seinen Luxusgleiter zu, in den Händen die abgenutzte Aktentasche, die er immer bei sich trug.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„So, das wäre erledigt“, sagte er zu sich selbst, während er den Gleiter aufschloss und die Akzentasche auf den Rücksitz warf, „jetzt kommt das nächste. Elemente, ich arbeite mich wirklich ins Burnout für dieses Volk!</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Aber ich kann nicht zulassen, dass dieser Tr'Kaleh einfach so mir nichts, dir nichts diese Konferenz mit den Klingonen veranstaltet, unbeaufsichtigt!</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Da muss ich mir jetzt selbst mal die Hände schmutzig machen. Das ist zu wichtig alsdass ich das irgendeinem meiner fliegenden Affen überlassen kann.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er aktivierte einen Holoemitter, der ihn binnen einer Sekunde in einen stattlichen Rihannsu verwandelte, in der Uniform von Tr'Kalehs Leibgarde.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Tr'Kaleh kannte zwar seine Männer allesamt – dies jedoch würde nicht verhindern, dass der fragliche Mann, in dessen Gestalt Rul sich gewandelt hatte, zum Tage der Konferenz auf seltsame Weise verschwunden und durch Rul ersetzt sein würde.</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">NRPG nächstes mal mit dem richtigen account :sleepy: :uff:</span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: #99ffff;" class="mycode_color">Im Senatsgebäude</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul stand mit einem seiner Beführworter im Hof des Senatsgebäudes und unterhielt sich angeregt.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Hmm..jaja, die haben mir hier eigene Räumlichkeiten angeboten, so als Senator, Sie verstehen. Ein Büro.“ Er lachte ungehobelt.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Dabei wissen die doch genau, dass ich den Rul Tower höchst selbst erbauen ließ – stellen Sie sich mal vor, mein Guter, ein Büro ohne geile Vorzimmerdame! Das hätten die gerne, diese muffigen Spießer. Nee, nee. Meine Regierungsgeschäfte finden innerhalb des Towers statt, ganz nah am Volke; dort wo gelebt wird! </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Nicht so abgeschieden in diesem uralten, verstaubten Gemäuer voller Kleingeister und Kapitalismusverweigerer.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Sie sind ein sehr fortschrittlicher Mann, Ihhai Rul. Ich kann gar nicht verstehen, dass sich Leute Ihren neuen Ideen so verschließen.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Ich glaube, Sie werden unser Volk zu einer nie dagewesenen Größe führen können!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul grinste schief. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Wenn Sie, verehrter Ihhai Rul, mich vielleicht imlaufe der Karriere nicht vergessen; vielleicht irgendwo einmal wohlwollend erwähnen möchten -“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ach, gewiss, gewiss“, antwortete Rul beiläufig und winkte gönnerhaft ab.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Die Augen seines Gegenübers glänzten.</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Etwas später.</span></span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Ein untersetzter, dicker Romulaner stand fuchtelnd und laut redend inmitten des architektonisch zweifelsohne herausragenden Zentralbahnhofs, einem - dank seines Mangels an holografischen Werbungen - angenehmen Durchgangsort und eine stets von Touristen begehrte Sehenswürdigkeit.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Der Romulaner wusste ganz genau, wie er seine neue Machtposition nutzen wollte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Dalok Rul befand sich dort mit einem Senator, der für den Distrikt des fraglichen Bahnhofes zuständig war und zwei weiteren Beamten, die eine Art Verwaltungsposition innehatten. </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Außerdem standen dort noch mehrere Männer und Frauen; offenbar stammten sie von einer Agentur, die sich mit Design und Inneneinrichung beschäftigte.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Irgendetwas Kreatives“ machten sie, das verriet zumindest ihr etwas exzentrischer Kleidungsstil.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Der Jahrestag der Besiedlung nähert sich!“</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul räusperte sich und machte eine auslandende Geste in die Umgebung. </span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Sehen Sie sich bitte diesen Antiquierten Schuppen an, dieses urzeitliche Bauwerk! Wenn man hier reinkommt hat man schon das Gefühl, man wird zurück ins Mittelalter versetzt. Da will man gleich wieder raus. So lässt sich kein Geschäft machen. Das geht so nicht, meine Herren!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Einer der Designer nickte zustimmend.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Es ist dermaßen outdated, einfach nur totally not fancy. Da fehlt der Groove.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul fragte sich, ob dieser Mann ob seiner seltsamen Betonung und der wasserstoffblondierten Haare vermutlich zum anderen Ufer gehörte, nahm dann jedoch Abstand vonn der Idee ihn zu feuern, da er zweifelsohne zu den Besten seines Metiers gehörte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Wissen Sie, ich trete ja ein für die Erhaltung unserer Kultur, aber ich bin eben auch Geschäftsmann“, sagte er.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Daher muss man das beides irgendwie...<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">verbinden</span>.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er untermalte diese Aussage, indem er seine fetten Wurstfinger ineinander verschränkte.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Aus diesem Grund möche ich Sie beauftragen, Sie haben das richtige Auge für etwas Neues, etwas Lautes, Buntes, etwas mit...mit POP, was die Kunden anzieht wie Kadaver einen Ssaika.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Ich darf mich nicht zu sehr in den trockenen Einöden der Politik verlieren, Business liegt mir einfach im Blut! Da ist der Gewinn manchmal wichtiger, da muss man Kompromisse machen. Also bitte weg mit diesen öden Emaille-Kugeln, die sie seit hunderten von Jahren überall aufhängen. Das hat einfach kein <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Oompf</span>.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Aber natürlich, Ihhai“, antwortete eine der Designerinnen, „was also schwebt Ihnen vor?“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Mit der Zustimmung von Senator T'Ral-“ </span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er nickte mit einem gespielten, breiten Lächeln in die Richtung des Senators, der sich sichtlich überrumpelt fühlte -“würde ich dieses Altenheim von Bahnhof gerne in ein aufregendes Brimborium an Dekorationen und Verkaufsständen für das diesjährige Fest verwandeln!“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Das klingt absolut fabulous!“, ließ der Blonde vernehmen, der sich die ganze Zeit vielsagend umschaute und Notizen auf einem Padd machte.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ich kann Ihnen da schon ein paar Ideen pitchen, ahe-he-he-he.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Hier zum Beispiel“, fuhr Rul fort, „könnte ich mir sehr gut eine temporäre Beauty-Ecke vorstellen – Haare, Makeup-to-Go, Styling-Beratung, Sie wissen schon! Sexy aussehen wie S'Task oder so, meine PR-Abteilung soll sich da mal Gedanken machen.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Viele Shopinhaber meines Towers würden es lieben! Die Kunden auch, versteht sich - und dort oben, wo das Banner von diesem Menschenaffen Tr'Kaleh hängt, stelle ich mir ein riesiges, bunt leuchtendes Raumschiff vor, das Modell der Besiedler, mit Disco-Halo und exzeptionellen Sparcle-Effects-“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Giving you glamour fantasies!“, unterbrach ihn der Blonde,</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Sie sagen es, und ebenfalls stelle ich mir vor, dass eine Meile aus massenwarenmässig angefertigten traditionellen Speisen da hinten extrem gut kommen würde, Popcorn, Zuckerwatte undsoweiter! Und dort-“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ihhai Rul“, warf der andere Senator nun endlich ein.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Ich bin mir ja nicht sicher, inwieweit sich das ganze realisieren lässt, aber-“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Papalapapp, realisieren! Ich bitte Sie!“</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Dann beugte er sich zu dem Mann hin.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Meine Medienverlage würden sich freuen, wenn ich denen ein paar interessante Details über das ein oder andere Faux Pas Ihres Lebens zustecke, meinen Sie nicht?“, gluckste er in das Ohr des Senators, um dann seine ausschweifenden Fantasien über die Dekorierung des Bahnhofes fortzuführen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„Das Volk will Unterhaltung! Ablenkung! Brot und Spiele! Gerade jetzt zu Zeiten politischer Unsicherheit!“</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Eine Stunde später.</span></span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Rul hetzte schnaufend aus dem Gebäude auf seinen Luxusgleiter zu, in den Händen die abgenutzte Aktentasche, die er immer bei sich trug.</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">„So, das wäre erledigt“, sagte er zu sich selbst, während er den Gleiter aufschloss und die Akzentasche auf den Rücksitz warf, „jetzt kommt das nächste. Elemente, ich arbeite mich wirklich ins Burnout für dieses Volk!</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Aber ich kann nicht zulassen, dass dieser Tr'Kaleh einfach so mir nichts, dir nichts diese Konferenz mit den Klingonen veranstaltet, unbeaufsichtigt!</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Da muss ich mir jetzt selbst mal die Hände schmutzig machen. Das ist zu wichtig alsdass ich das irgendeinem meiner fliegenden Affen überlassen kann.“</span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Er aktivierte einen Holoemitter, der ihn binnen einer Sekunde in einen stattlichen Rihannsu verwandelte, in der Uniform von Tr'Kalehs Leibgarde.</span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size">Tr'Kaleh kannte zwar seine Männer allesamt – dies jedoch würde nicht verhindern, dass der fragliche Mann, in dessen Gestalt Rul sich gewandelt hatte, zum Tage der Konferenz auf seltsame Weise verschwunden und durch Rul ersetzt sein würde.</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">NRPG nächstes mal mit dem richtigen account :sleepy: :uff:</span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative II - Log 2 - Lhoal]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=147</link>
			<pubDate>Wed, 31 Oct 2018 19:21:48 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=147</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Ch'Rihan / Ra'tleifih***</span></span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die Ankündigung Prätor Tr'Kalehs, offizielle Friedensverhandlungen mit dem Klingonischen Reich zu eröffnen, hatte sprichwörtlich eingeschlagen wie eine Bombe. Dabei waren die Reaktionen im Rihannischen Reich eher erwartungsvoll. Die meisten Bedenken schienen in der Föderation zu wachsen, wo sich Politikwissenschaftler Sorgen über eine plötzliche Machtverschiebung in der Galaxis und die Sicherheit der Föderation im Allgemeinen und Besonderen machten. Während Tr'Kalehs und Kanzler Kvorags Spezialabgesandte über einen neutralen Ort für das historische Gipfeltreffen verhandelten, tagte der Sicherheitsrat der Föderation auf Vulcan.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Hdaen tr'Khellian, Sohn der Föderationsadmiralin Sareth t'Khellian, stieg am zentralen Luft-Boden-Terminal der Hauptstadt aus und war einigermaßen froh, wieder rihannische Luft schnuppern zu können, nachdem ihm auf dem Rückflug aus der Föderation ein Handelsvertreter von Bolarus mit allen möglichen Horrorszenarien 'unterhalten' hatte, wie dieser Friedensschluss den intergalaktischen Frieden zerstören würde.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Zentralbahnhof wurde in Kunstführern als Paradebeispiel rihannischer Architektur gelobt. Über den Gleisen der Schwebebahnen spannte sich eine kathedralengleiche Strebewerk mit kunstvollen ornamentalen Verzierungen. Anders als in den Verkehrsknotenpunkten der Föderation hingen keine Werbeholos für Speisen, Technik oder Mode in jedem nur erdenklichen Winkel, die den Passagier in sämtlichen Sprachen mit einer musikalischen Kakophonie empfingen. An den Stirnseiten des Zentralbahnhofs hingen lediglich die großen Banner mit den rihannisch-havrannischen Hoheitszeichen. Zwischen den Streben auf den Bahnsteigen forderten Slogans zu moralischem und gesetzestreuen Verhalten auf, und an den Längsseiten prangten zwei überlebensgroße Gemälde mit dem Konterfei des Prätors.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Hdaen zeigte seinen Passierschein an den Kontrollen vor und durchquerte die Sicherheitsgates, die auf Waffen und Sprengstoff abtasteten. Im Atrium bereitete eine Erzieherin ihre aufgeregte Vorschulklasse auf die erste Reise mit der Schwebebahn vor. Noch etwas unbeholfen salutierten die Kleinen, als sie Hdaen in seiner Kadettenuniform sahen. Der junge Mann bemühte sich, nicht zu grinsen, sondern statt dessen respektvoll den Gruß zu erwidern. Auf der gegenüberliegenden Seite schleppte der Sicherheitsdienst gerade einen Betrunkenen ab, der sich lautstark über die Treulosigkeit der Frauen beschwerte.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">In eine der im Feierabendverkehr unvermeidlichen Schlangen vor den Ticketschaltern reihte auch Hdaen sich ein, um sich einen Transferschein für die Vorortschwebebahn auf sein persönliches Padd laden zu lassen, während gleichzeitig eine Überprüfung der Personalien stattfand. Ein junger Bursche vor ihm, bei dem die Sicherheitsprüfung offenbar zu einem nicht wünschenswerten Ergebnis geführt hatte, trat gegen das Schalterterminal, wurde dabei Hdaens ansichtig und begann gegen die 'Rundohren und sonstiges Pack' zu motzen, die an allem Schuld seien. Für einen Moment sah es aus, als wolle er sich mit einer Prügelei Luft machen - aber schon war der Sicherheitsdienst zur Stelle. Hdaen blickte dem Rabauken hinterher. Beim Abflug in San Francisco hatte ihn ein Terraner wegen seiner romulanischen Uniform als Verräter angemacht... Ein Sicherheitsmann war da nicht gewesen; Hdaen hatte ihm ein blaues Auge verpasst.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Eine knappe halbe Stunde später stieg Hdaen im noblen Vorort, wo das Anwesen seines Onkels Senator Lhoal tr'Khellians lag, aus der Bahn und legte die letzte Strecke zu Fuß zurück. Die Sonne ging gerade unter und am dunkler werdenden Himmel zeichnete sich hinter einem Purpurschleier die Silhouette Ch'Havrans ab. Lhoal empfing seinen Neffen selbst. Schließlich war das ein ganz gewöhnliches Familiendinner und kein Staatsakt, wozu manche seiner Amtskollegen selbst die kleinste Sache aufbauschten, nur um Prunk und Protz zur Schau zu stellen.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich soll dich grüßen von meiner Mom und von Charlie! Alle sind in heller Aufregung wegen der Sache mit den Klingonen, das kann ich dir sagen!" Sie traten in den Vorraum des Hauses, wo ein Bediensteter den Ankömmling mit Wasser zum Händewaschen und einem Erfrischungstrunk erwartete. "Charlie sagte, er würde für sein Leben gerne mitkommen und auf den Flohmärkten im Tov'kora-Distrikt nach alten Navigationsgeräten fahnden!"</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ah... ich hörte, er muss für seine Sammlung bald ein neues Haus mieten?"</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">...</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Später am Abend saßen Melissa, Lhoal und Hdaen nach einem leichten Abendessen auf der Terrasse.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Lhoal, Mom ist etwas besorgt, weil du den Prätor auf der Reise begleiten sollst..." rückte der junge Mann nach einer Weile heraus.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Das bin ich auch." Melissa legte die Hand auf Lhoals Arm, und er wandte sich ihr mit einem Lächeln zu.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Dafür gibt es keinen Grund. Tr'Kalehs Sicherheitsabteilung ist so gut, dass nicht einmal ein Moskito sich nähern kann, ohne dass sie ihn abfangen, dass wisst ihr beide doch."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ja, darum geht es nicht. Mom meint... sie denkt..." Hdaen fehlten entschieden die Worte, um möglichst höflich zu umkleiden, was die Sorgen seiner Mutter waren.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal holte tief Atem. "Sie denkt, ich halte das alles nicht aus und erleide einen Nervenzusammenbruch, wenn ich hautnah mit Klingonen konfrontiert werde. Ist es so?" Ehe Hdaen oder auch Melissa etwas sagen konnten, war er aufgestanden und an die Brüstung der Terrasse getreten. Unter ihm umschwirrten die Glühwürmchen die duftenden Kaverienbüsche.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Lhoal..."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Es geht mir gut und ich bin kein geistesschwacher Klinikpatient. Ich habe die Order, den Prätor zu begleiten und das will und werde ich tun. Gerade weil ich diese Erfahrungen gemacht habe!" Er starrte noch immer in den dunklen Garten hinunter und verfolgte den Tanz der Glühwürmchen, als wolle er einen wissenschaftlichen Traktat darüber schreiben.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Melissa tauschte einen Blick mit Hdaen. Wenn es nur diplomatische Gespräche mit dem Kanzler oder anderen Mitgliedern des Rates gewesen wären. Aber gleich der erste Programmpunkt, den der Prätor ausgehandelt hatte, war die Rückführung der Gebeine gefallener Rihannsu gewesen - und eine kleine Zeremonie auf K'Muna. "Es ist unverantwortlich von Tr'Kaleh!" murmelte Melissa mit unterdrücktem Zorn. "Wie kann er Lhoal sowas zumuten, verdammt!" In diesem Moment schien sie wieder das fünfzehnjährige Hacker-Kid zu sein, das von der Crew der Saipan aufgelesen worden war.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoals feine Ohren hatten ihre Worte trotz allem gehört. Jetzt drehte er sich um. "Ich begleite Turan - und damit ist diese Diskussion beendet," erwiderte er ungewohnt barsch. "Ich hoffe, ihr habt noch andere Gesprächsthemen für den Abend? Sonst ziehe ich mich in mein Arbeitszimmer zurück."</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><img src="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Lhoal-klein.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Lhoal-klein.jpg]" class="mycode_img" /><br />
</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Ch'Rihan / Ra'tleifih***</span></span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Die Ankündigung Prätor Tr'Kalehs, offizielle Friedensverhandlungen mit dem Klingonischen Reich zu eröffnen, hatte sprichwörtlich eingeschlagen wie eine Bombe. Dabei waren die Reaktionen im Rihannischen Reich eher erwartungsvoll. Die meisten Bedenken schienen in der Föderation zu wachsen, wo sich Politikwissenschaftler Sorgen über eine plötzliche Machtverschiebung in der Galaxis und die Sicherheit der Föderation im Allgemeinen und Besonderen machten. Während Tr'Kalehs und Kanzler Kvorags Spezialabgesandte über einen neutralen Ort für das historische Gipfeltreffen verhandelten, tagte der Sicherheitsrat der Föderation auf Vulcan.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Hdaen tr'Khellian, Sohn der Föderationsadmiralin Sareth t'Khellian, stieg am zentralen Luft-Boden-Terminal der Hauptstadt aus und war einigermaßen froh, wieder rihannische Luft schnuppern zu können, nachdem ihm auf dem Rückflug aus der Föderation ein Handelsvertreter von Bolarus mit allen möglichen Horrorszenarien 'unterhalten' hatte, wie dieser Friedensschluss den intergalaktischen Frieden zerstören würde.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Der Zentralbahnhof wurde in Kunstführern als Paradebeispiel rihannischer Architektur gelobt. Über den Gleisen der Schwebebahnen spannte sich eine kathedralengleiche Strebewerk mit kunstvollen ornamentalen Verzierungen. Anders als in den Verkehrsknotenpunkten der Föderation hingen keine Werbeholos für Speisen, Technik oder Mode in jedem nur erdenklichen Winkel, die den Passagier in sämtlichen Sprachen mit einer musikalischen Kakophonie empfingen. An den Stirnseiten des Zentralbahnhofs hingen lediglich die großen Banner mit den rihannisch-havrannischen Hoheitszeichen. Zwischen den Streben auf den Bahnsteigen forderten Slogans zu moralischem und gesetzestreuen Verhalten auf, und an den Längsseiten prangten zwei überlebensgroße Gemälde mit dem Konterfei des Prätors.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Hdaen zeigte seinen Passierschein an den Kontrollen vor und durchquerte die Sicherheitsgates, die auf Waffen und Sprengstoff abtasteten. Im Atrium bereitete eine Erzieherin ihre aufgeregte Vorschulklasse auf die erste Reise mit der Schwebebahn vor. Noch etwas unbeholfen salutierten die Kleinen, als sie Hdaen in seiner Kadettenuniform sahen. Der junge Mann bemühte sich, nicht zu grinsen, sondern statt dessen respektvoll den Gruß zu erwidern. Auf der gegenüberliegenden Seite schleppte der Sicherheitsdienst gerade einen Betrunkenen ab, der sich lautstark über die Treulosigkeit der Frauen beschwerte.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">In eine der im Feierabendverkehr unvermeidlichen Schlangen vor den Ticketschaltern reihte auch Hdaen sich ein, um sich einen Transferschein für die Vorortschwebebahn auf sein persönliches Padd laden zu lassen, während gleichzeitig eine Überprüfung der Personalien stattfand. Ein junger Bursche vor ihm, bei dem die Sicherheitsprüfung offenbar zu einem nicht wünschenswerten Ergebnis geführt hatte, trat gegen das Schalterterminal, wurde dabei Hdaens ansichtig und begann gegen die 'Rundohren und sonstiges Pack' zu motzen, die an allem Schuld seien. Für einen Moment sah es aus, als wolle er sich mit einer Prügelei Luft machen - aber schon war der Sicherheitsdienst zur Stelle. Hdaen blickte dem Rabauken hinterher. Beim Abflug in San Francisco hatte ihn ein Terraner wegen seiner romulanischen Uniform als Verräter angemacht... Ein Sicherheitsmann war da nicht gewesen; Hdaen hatte ihm ein blaues Auge verpasst.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Eine knappe halbe Stunde später stieg Hdaen im noblen Vorort, wo das Anwesen seines Onkels Senator Lhoal tr'Khellians lag, aus der Bahn und legte die letzte Strecke zu Fuß zurück. Die Sonne ging gerade unter und am dunkler werdenden Himmel zeichnete sich hinter einem Purpurschleier die Silhouette Ch'Havrans ab. Lhoal empfing seinen Neffen selbst. Schließlich war das ein ganz gewöhnliches Familiendinner und kein Staatsakt, wozu manche seiner Amtskollegen selbst die kleinste Sache aufbauschten, nur um Prunk und Protz zur Schau zu stellen.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ich soll dich grüßen von meiner Mom und von Charlie! Alle sind in heller Aufregung wegen der Sache mit den Klingonen, das kann ich dir sagen!" Sie traten in den Vorraum des Hauses, wo ein Bediensteter den Ankömmling mit Wasser zum Händewaschen und einem Erfrischungstrunk erwartete. "Charlie sagte, er würde für sein Leben gerne mitkommen und auf den Flohmärkten im Tov'kora-Distrikt nach alten Navigationsgeräten fahnden!"</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ah... ich hörte, er muss für seine Sammlung bald ein neues Haus mieten?"</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">...</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Später am Abend saßen Melissa, Lhoal und Hdaen nach einem leichten Abendessen auf der Terrasse.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Lhoal, Mom ist etwas besorgt, weil du den Prätor auf der Reise begleiten sollst..." rückte der junge Mann nach einer Weile heraus.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Das bin ich auch." Melissa legte die Hand auf Lhoals Arm, und er wandte sich ihr mit einem Lächeln zu.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Dafür gibt es keinen Grund. Tr'Kalehs Sicherheitsabteilung ist so gut, dass nicht einmal ein Moskito sich nähern kann, ohne dass sie ihn abfangen, dass wisst ihr beide doch."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Ja, darum geht es nicht. Mom meint... sie denkt..." Hdaen fehlten entschieden die Worte, um möglichst höflich zu umkleiden, was die Sorgen seiner Mutter waren.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoal holte tief Atem. "Sie denkt, ich halte das alles nicht aus und erleide einen Nervenzusammenbruch, wenn ich hautnah mit Klingonen konfrontiert werde. Ist es so?" Ehe Hdaen oder auch Melissa etwas sagen konnten, war er aufgestanden und an die Brüstung der Terrasse getreten. Unter ihm umschwirrten die Glühwürmchen die duftenden Kaverienbüsche.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Lhoal..."</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">"Es geht mir gut und ich bin kein geistesschwacher Klinikpatient. Ich habe die Order, den Prätor zu begleiten und das will und werde ich tun. Gerade weil ich diese Erfahrungen gemacht habe!" Er starrte noch immer in den dunklen Garten hinunter und verfolgte den Tanz der Glühwürmchen, als wolle er einen wissenschaftlichen Traktat darüber schreiben.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Melissa tauschte einen Blick mit Hdaen. Wenn es nur diplomatische Gespräche mit dem Kanzler oder anderen Mitgliedern des Rates gewesen wären. Aber gleich der erste Programmpunkt, den der Prätor ausgehandelt hatte, war die Rückführung der Gebeine gefallener Rihannsu gewesen - und eine kleine Zeremonie auf K'Muna. "Es ist unverantwortlich von Tr'Kaleh!" murmelte Melissa mit unterdrücktem Zorn. "Wie kann er Lhoal sowas zumuten, verdammt!" In diesem Moment schien sie wieder das fünfzehnjährige Hacker-Kid zu sein, das von der Crew der Saipan aufgelesen worden war.</span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font"> </span></span><br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><span style="font-family: Arial;" class="mycode_font">Lhoals feine Ohren hatten ihre Worte trotz allem gehört. Jetzt drehte er sich um. "Ich begleite Turan - und damit ist diese Diskussion beendet," erwiderte er ungewohnt barsch. "Ich hoffe, ihr habt noch andere Gesprächsthemen für den Abend? Sonst ziehe ich mich in mein Arbeitszimmer zurück."</span></span><br />
<br />
<span style="font-size: medium;" class="mycode_size"><img src="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Lhoal-klein.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Lhoal-klein.jpg]" class="mycode_img" /><br />
</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Friedensinitiative Teil II Log 1]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=64</link>
			<pubDate>Wed, 15 Aug 2018 19:00:32 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=9">Turan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=64</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Ch'Rihan / Prätoriat /  Büro von Prätor Tr'Kaleh ***</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Turan hatte seinen engsten Beraterstab für das Projekt Friedensinitiative zu sich ins Büro geladen. Vincent di Castello, ehemaliger Rechtsbeauftragter des Föderationsbotschafters, war ebenso darunter wie Senator Lhoal tr'Khellian und die derzeitige Leiterin des Tal'Shiar und M'Koral, Turans Spezialagent auf Quo'nos.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Wir sollten dieses Projekt JETZT voranbringen," betonte Turan nach einer kurzen Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse der interstellaren Politik. Wie lautet das alte terranische Sprichwort, Dr. Di Castello? 'Man soll das Eisen  schmieden, solange es heiß ist'. Vielmehr, man muss es  schmieden, wenn es heiß ist, weil es sonst zerbricht. Die Metapher ist auch den Rihannsu nicht unbekannt."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Ich verstehe Ihren Standpunkt," entgegnete der Terraner, "aber ich bin mir nicht sicher, ob es nicht doch noch etwas zu früh für die Aufnahme von Verhandlungen ist. In wie weit ist die Lage auf Quo'nos oder gar im gesamten Klingonischen Reich stabil genug dafür? General Kvorag hat sich gestern zum Kanzler erklärt - aber wie gefestigt ist sein Sitz? Es gibt mindestens noch zwei andere Fraktionen, von den Splittergruppen gar nicht zu reden, deren Vertreter nur auf eine günstige Gelegenheit warten, um ihn los zu werden. Die Anschuldigung, mit dem Erzfeind zu paktieren dürfte genügend Grund und Gelegenheit bieten."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Darum ist es wichtig, jetzt zu handeln. Natürlich dürfen wir nicht den Anschein erwecken, wir wählen diesen Zeitpunkt, um eine Schwäche der Klingonen zu unseren Gunsten auszunutzen," fuhr Turan fort. "Aber wenn wir vermitteln, dass unser Gesprächsangebot der Tapferkeit und Ehrenhaftigkeit Kvorags zu verdanken ist, sieht dies schon ganz anders aus."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Ein Friedensangebot wird nur jemandem gemacht, den man als ebenbürtig schätzt, so ist die Ansicht der meisten Klingonen," bestätigte Lhoal. "Hilfsangebote haben sie bisher auch alle abgelehnt."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Andererseits müssen wir vermeiden, dass WIR irgendwie schwach und bedürftig erscheinen," warf die Tal'Shiar-Chefin ein. "Das wäre fatal nicht nur für unsere politischen, sondern auch unsere wirtschaftlichen Partner. Die Abteilung Inneres hat während der letzten Monate vermehrt Stimmen registriert, die sich dafür aussprechen, die klingonische Frage militärisch zu lösen, jetzt und ein für alle mal."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Turan seufzte leise und nickte. "Ja, das ist mir bereits bekannt. Und ich weiß auch, dass wir in einem solchen Konflikt mit großer Wahrscheinlichkeit den Sieg davontragen würden. Aber das wäre das Ende der Allianz mit der Föderation. Außerdem bezweifle ich, dass wir die klingonischen Gebiete auf Dauer halten könnten. Das würde enorme Ressourcen verschlingen, was wir auf die lange Sicht nicht durchhalten könnten. So ironisch es klingt, ein Sieg würde unser Reich zum Kollaps führen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Was zu groß ist, wird irgendwann unregierbar," stimmte Di Castello zu. "Eine Erfahrung, die schon das Römische Reich auf der Erde machen musste. Besonders, wenn extrem unruhige Völker unterworfen werden."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Krieg steht nicht zur Debatte. Wer dies äußert, ist unter Beobachtung zu nehmen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Tal'Shiar-Chefin nickte. Sie tat das längst in diskreter Weise, aber ein direkter Befehl vom Prätor war natürlich noch eine Stufe höher.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Aber diese Meinungen sind noch ein weiterer Grund, mit unserem Projekt schnellstmöglichst voran zu kommen." Turan lächelte. "Ich möchte nicht, dass meine Gegner glauben, ich hätte keinen Plan, wie ich die Situation zu Gunsten des Rihannischen Imperiums nutzen kann. Die Stimmung im Senat ist günstig. Ich hatte mir die letzte Abstimmung über die Protektoratswelten als Maßstab gesetzt. - Lassen Sie uns die nächsten Schritte im Detail besprechen!"</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Eine Woche darauf / Im Senat ***</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Prätor hatte eine Sondersitzung einberufen lassen und sein Erscheinen im Plenarsaal angekündigt, was zu allerlei Gerüchten im Vorfeld geführt hatte. Unter den missbilligenden Augen älterer Senatoren hatte Dalok Rul ein kleines 'Wettbüro' eröffnet, was den Grund des unerwarteten Auftritts Seiner Exzellenz betraf. Im Augenblick standen die Wetten 8 zu 29 zu 10 respektive zu Rücktritt, Ende der Allianz mit der Föderation und Krieg gegen die Klingonen. 'Offizieller Friedensvertrag mit den Klingonen hatte bisher nur eine Stimme bekommen. Ruls eigene, die er insgeheim in den Papieren verzeichnet hatte. Schließlich hatte er sich offiziell als gestandener Gegner einer 'Politik der Entspannung' profiliert. Dafür hatten böswillige Gegner Ruls den Witz in Umlauf gesetzt, dass je dicker ein Senator, desto vehementer sein Eintreten für militärische Stärke und Aktion.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Ungeheuerlich!" zischte gerade eine Senatorin in Lhoals Richtung. Ihre Kopfbewegung galt Dalok Rul, der am Brunnen in der Mitte des Foyers gerade neue Wetten entgegen nahm, gut erkennbar an den kleinen Zetten, die ihm zwei jüngere Männer zusteckten. "Hier geht es neuerdings zu wie in einem Ferengibasar! Warum schreitet da keiner ein?!"</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Lhoal wandte sich mit zusammen gezogenen Brauen von Ruls Aktivitäten ab. "Ich nehme an, weil es so abartig ist, dass es noch kein Gesetz dagegen gibt."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Ja, manchmal kann man die Klingonen regelrecht beneiden, nicht wahr? Da marschiert man einfach in die Ratshalle und kommt einem einer frech, wird das Bathleth gezückt. ... Aber gut, wir sind ein zivilisiertes Volk." Sie warf einen giftigen Blick in Richtung des laut lachenden Rul. "Die meisten jedenfalls."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Gong ertönte und mahnte an den baldigen Beginn der Sitzung. "Wir sollten unsere Plätze einnehmen, verehrte Deihu," sagte Lhoal und ließ seiner Amtskollegin den Vortritt. Er wusste, was Prätor Tr'Kaleh heute verkünden würde und er war gespannt auf die Reaktion des Senats. </span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Turan kam in Begleitung seiner vollständigen Leibgarde. Nur des  Decorum wegen oder befürchtete er gewalttätige Reaktionen, fragte sich Lhoal wenig später, während die feierliche Abordnung vor der großen goldgefassten T'Liss-Skulptur stand und die Nationalhymne erklang. Es war zweifelsohne ein großer Tag für das Reich, einer, der die Weichen für viele Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte stellen konnte....</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Verehrte Senatoren und Senatorinnen der Rihannsu! Ein besonderes Anliegen hat mich heute zur Einberufung dieser Sitzung veranlasst," begann Turan vom Rednerpult. "Ein jeder und eine jede von Ihnen hat während der Schulzeit und dem Dienst in diesem ehrwürdigen Gremium bereits die Worte unseres Gründervaters S'Task gehört: 'Es braucht eine Armee, um einen Krieg zu gewinnen - aber es braucht einen Mann, um Frieden zu schaffen.'"</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Gespannte Gesichter unter den Zuhörenden und zustimmendes Nicken waren zu sehen.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Im Laufe ihrer Geschichte haben die Rihannsu Kriege geführt, verdeckte Operationen geleitet und nicht zuletzt Frieden geschlossen, um das Reich zu stärken und das Andenken unserer Vorväter, die auf unseren beiden Heimatwelten gelandet sind zu ehren. Es zeichnete die guten Staatsmänner und -frauen aus, zu wissen, wann ein Krieg und wann ein Frieden ehrenvoller  ist. Es verlangt Größe, einem ehemaligen Feind die Hand zu reichen und gemeinsam mit ihm neues Terrain zu betreten. Terrain, in dem krämerischer Kleingeist und Rachsucht keinen Platz mehr haben. Mit Ihnen, verehrte Senatoren und Senatorinnen, mit Ihren Vorgängern in diesem ehrwürdigen Amt und mit dem ganzen Volk der Rihannsu und Havrannsu ist es möglich gewesen, den gegenseitigen Beistandpakt mit der Vereinten Föderation der Planeten nicht nur über vierzig Jahre zu erhalten, sondern auch zu reicher Frucht zu bringen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Dalok Rul murmelte etwas, doch es war nicht zu verstehen, und auch einige Vertreter der isolationistischen Fraktion machten missbilligende Handgesten.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Jetzt ist es an der Zeit, einem anderen jahrhundertealten Feind der Rihannsu die Hand entgegen zu strecken: dem Klingonischen Reich."</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Überraschte Ausrufe, wütende Stimmen. Die prätoriale Leibwache rückte enger zusammen.  Zwei, drei Hardliner verließen demonstrativ das Plenum. Doch Turan stand unerschütterlich am Pult und fuhr fort: "Darum werde ich mich mit Kanzler Kvorag treffen. Es ist Zeit, den Krieg offiziell zu beenden, der vor 40 Jahren sein Ende in der Schlacht fand. Es ist Zeit für uns und das Klingonische Volk, in die Zukunft zu blicken!"</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Ch'Rihan / Prätoriat /  Büro von Prätor Tr'Kaleh ***</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Turan hatte seinen engsten Beraterstab für das Projekt Friedensinitiative zu sich ins Büro geladen. Vincent di Castello, ehemaliger Rechtsbeauftragter des Föderationsbotschafters, war ebenso darunter wie Senator Lhoal tr'Khellian und die derzeitige Leiterin des Tal'Shiar und M'Koral, Turans Spezialagent auf Quo'nos.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Wir sollten dieses Projekt JETZT voranbringen," betonte Turan nach einer kurzen Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse der interstellaren Politik. Wie lautet das alte terranische Sprichwort, Dr. Di Castello? 'Man soll das Eisen  schmieden, solange es heiß ist'. Vielmehr, man muss es  schmieden, wenn es heiß ist, weil es sonst zerbricht. Die Metapher ist auch den Rihannsu nicht unbekannt."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Ich verstehe Ihren Standpunkt," entgegnete der Terraner, "aber ich bin mir nicht sicher, ob es nicht doch noch etwas zu früh für die Aufnahme von Verhandlungen ist. In wie weit ist die Lage auf Quo'nos oder gar im gesamten Klingonischen Reich stabil genug dafür? General Kvorag hat sich gestern zum Kanzler erklärt - aber wie gefestigt ist sein Sitz? Es gibt mindestens noch zwei andere Fraktionen, von den Splittergruppen gar nicht zu reden, deren Vertreter nur auf eine günstige Gelegenheit warten, um ihn los zu werden. Die Anschuldigung, mit dem Erzfeind zu paktieren dürfte genügend Grund und Gelegenheit bieten."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Darum ist es wichtig, jetzt zu handeln. Natürlich dürfen wir nicht den Anschein erwecken, wir wählen diesen Zeitpunkt, um eine Schwäche der Klingonen zu unseren Gunsten auszunutzen," fuhr Turan fort. "Aber wenn wir vermitteln, dass unser Gesprächsangebot der Tapferkeit und Ehrenhaftigkeit Kvorags zu verdanken ist, sieht dies schon ganz anders aus."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Ein Friedensangebot wird nur jemandem gemacht, den man als ebenbürtig schätzt, so ist die Ansicht der meisten Klingonen," bestätigte Lhoal. "Hilfsangebote haben sie bisher auch alle abgelehnt."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Andererseits müssen wir vermeiden, dass WIR irgendwie schwach und bedürftig erscheinen," warf die Tal'Shiar-Chefin ein. "Das wäre fatal nicht nur für unsere politischen, sondern auch unsere wirtschaftlichen Partner. Die Abteilung Inneres hat während der letzten Monate vermehrt Stimmen registriert, die sich dafür aussprechen, die klingonische Frage militärisch zu lösen, jetzt und ein für alle mal."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Turan seufzte leise und nickte. "Ja, das ist mir bereits bekannt. Und ich weiß auch, dass wir in einem solchen Konflikt mit großer Wahrscheinlichkeit den Sieg davontragen würden. Aber das wäre das Ende der Allianz mit der Föderation. Außerdem bezweifle ich, dass wir die klingonischen Gebiete auf Dauer halten könnten. Das würde enorme Ressourcen verschlingen, was wir auf die lange Sicht nicht durchhalten könnten. So ironisch es klingt, ein Sieg würde unser Reich zum Kollaps führen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Was zu groß ist, wird irgendwann unregierbar," stimmte Di Castello zu. "Eine Erfahrung, die schon das Römische Reich auf der Erde machen musste. Besonders, wenn extrem unruhige Völker unterworfen werden."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Krieg steht nicht zur Debatte. Wer dies äußert, ist unter Beobachtung zu nehmen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Die Tal'Shiar-Chefin nickte. Sie tat das längst in diskreter Weise, aber ein direkter Befehl vom Prätor war natürlich noch eine Stufe höher.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Aber diese Meinungen sind noch ein weiterer Grund, mit unserem Projekt schnellstmöglichst voran zu kommen." Turan lächelte. "Ich möchte nicht, dass meine Gegner glauben, ich hätte keinen Plan, wie ich die Situation zu Gunsten des Rihannischen Imperiums nutzen kann. Die Stimmung im Senat ist günstig. Ich hatte mir die letzte Abstimmung über die Protektoratswelten als Maßstab gesetzt. - Lassen Sie uns die nächsten Schritte im Detail besprechen!"</span><br />
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<span style="font-size: small;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: green;" class="mycode_color">*** Eine Woche darauf / Im Senat ***</span></span></span><br />
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<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Prätor hatte eine Sondersitzung einberufen lassen und sein Erscheinen im Plenarsaal angekündigt, was zu allerlei Gerüchten im Vorfeld geführt hatte. Unter den missbilligenden Augen älterer Senatoren hatte Dalok Rul ein kleines 'Wettbüro' eröffnet, was den Grund des unerwarteten Auftritts Seiner Exzellenz betraf. Im Augenblick standen die Wetten 8 zu 29 zu 10 respektive zu Rücktritt, Ende der Allianz mit der Föderation und Krieg gegen die Klingonen. 'Offizieller Friedensvertrag mit den Klingonen hatte bisher nur eine Stimme bekommen. Ruls eigene, die er insgeheim in den Papieren verzeichnet hatte. Schließlich hatte er sich offiziell als gestandener Gegner einer 'Politik der Entspannung' profiliert. Dafür hatten böswillige Gegner Ruls den Witz in Umlauf gesetzt, dass je dicker ein Senator, desto vehementer sein Eintreten für militärische Stärke und Aktion.</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Ungeheuerlich!" zischte gerade eine Senatorin in Lhoals Richtung. Ihre Kopfbewegung galt Dalok Rul, der am Brunnen in der Mitte des Foyers gerade neue Wetten entgegen nahm, gut erkennbar an den kleinen Zetten, die ihm zwei jüngere Männer zusteckten. "Hier geht es neuerdings zu wie in einem Ferengibasar! Warum schreitet da keiner ein?!"</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Lhoal wandte sich mit zusammen gezogenen Brauen von Ruls Aktivitäten ab. "Ich nehme an, weil es so abartig ist, dass es noch kein Gesetz dagegen gibt."</span><br />
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<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Ja, manchmal kann man die Klingonen regelrecht beneiden, nicht wahr? Da marschiert man einfach in die Ratshalle und kommt einem einer frech, wird das Bathleth gezückt. ... Aber gut, wir sind ein zivilisiertes Volk." Sie warf einen giftigen Blick in Richtung des laut lachenden Rul. "Die meisten jedenfalls."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Der Gong ertönte und mahnte an den baldigen Beginn der Sitzung. "Wir sollten unsere Plätze einnehmen, verehrte Deihu," sagte Lhoal und ließ seiner Amtskollegin den Vortritt. Er wusste, was Prätor Tr'Kaleh heute verkünden würde und er war gespannt auf die Reaktion des Senats. </span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Turan kam in Begleitung seiner vollständigen Leibgarde. Nur des  Decorum wegen oder befürchtete er gewalttätige Reaktionen, fragte sich Lhoal wenig später, während die feierliche Abordnung vor der großen goldgefassten T'Liss-Skulptur stand und die Nationalhymne erklang. Es war zweifelsohne ein großer Tag für das Reich, einer, der die Weichen für viele Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte stellen konnte....</span><br />
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<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Verehrte Senatoren und Senatorinnen der Rihannsu! Ein besonderes Anliegen hat mich heute zur Einberufung dieser Sitzung veranlasst," begann Turan vom Rednerpult. "Ein jeder und eine jede von Ihnen hat während der Schulzeit und dem Dienst in diesem ehrwürdigen Gremium bereits die Worte unseres Gründervaters S'Task gehört: 'Es braucht eine Armee, um einen Krieg zu gewinnen - aber es braucht einen Mann, um Frieden zu schaffen.'"</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Gespannte Gesichter unter den Zuhörenden und zustimmendes Nicken waren zu sehen.</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Im Laufe ihrer Geschichte haben die Rihannsu Kriege geführt, verdeckte Operationen geleitet und nicht zuletzt Frieden geschlossen, um das Reich zu stärken und das Andenken unserer Vorväter, die auf unseren beiden Heimatwelten gelandet sind zu ehren. Es zeichnete die guten Staatsmänner und -frauen aus, zu wissen, wann ein Krieg und wann ein Frieden ehrenvoller  ist. Es verlangt Größe, einem ehemaligen Feind die Hand zu reichen und gemeinsam mit ihm neues Terrain zu betreten. Terrain, in dem krämerischer Kleingeist und Rachsucht keinen Platz mehr haben. Mit Ihnen, verehrte Senatoren und Senatorinnen, mit Ihren Vorgängern in diesem ehrwürdigen Amt und mit dem ganzen Volk der Rihannsu und Havrannsu ist es möglich gewesen, den gegenseitigen Beistandpakt mit der Vereinten Föderation der Planeten nicht nur über vierzig Jahre zu erhalten, sondern auch zu reicher Frucht zu bringen."</span><br />
<br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Dalok Rul murmelte etwas, doch es war nicht zu verstehen, und auch einige Vertreter der isolationistischen Fraktion machten missbilligende Handgesten.</span><br />
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<span style="font-size: small;" class="mycode_size">"Jetzt ist es an der Zeit, einem anderen jahrhundertealten Feind der Rihannsu die Hand entgegen zu strecken: dem Klingonischen Reich."</span><br />
<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Überraschte Ausrufe, wütende Stimmen. Die prätoriale Leibwache rückte enger zusammen.  Zwei, drei Hardliner verließen demonstrativ das Plenum. Doch Turan stand unerschütterlich am Pult und fuhr fort: "Darum werde ich mich mit Kanzler Kvorag treffen. Es ist Zeit, den Krieg offiziell zu beenden, der vor 40 Jahren sein Ende in der Schlacht fand. Es ist Zeit für uns und das Klingonische Volk, in die Zukunft zu blicken!"</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mission "Friedensinitiative" Teil I]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=44</link>
			<pubDate>Wed, 01 Aug 2018 13:57:13 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=1">Sareth</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Transkript der Mission <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><a href="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/FRIEDENSINITIATIVE.pdf" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #66ccff;" class="mycode_color">"Friedensinitiative", Teil 1</span></a></span>, gespielt ab Herbst 2017.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: small;" class="mycode_size">Transkript der Mission <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><a href="http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/FRIEDENSINITIATIVE.pdf" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><span style="color: #66ccff;" class="mycode_color">"Friedensinitiative", Teil 1</span></a></span>, gespielt ab Herbst 2017.</span>]]></content:encoded>
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