<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Central Terminal - *** Spiegeluniversum ***]]></title>
		<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/</link>
		<description><![CDATA[Central Terminal - https://www.uss-saipan.de/FORUM]]></description>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 11:40:56 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis - Abschlusslog]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=670</link>
			<pubDate>Sun, 28 Jul 2024 20:50:40 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=4">Richard von Rabenstein</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=670</guid>
			<description><![CDATA[NRPG: in diesem Universum haben wir ja keinen Papst, nur den Kaiser und einen normalen Bischof von Rom. Also all der Prunk, den früher vor dem Konzil die Päpste hatten, ist hier Teil des Amtes des Großinquisitors.<br />
<br />
RPG:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color"> *** Terra / Rom *** </span></span><br />
<br />
Der ehrwürdige alter Petersdom aus Zeiten des ersten christlichen Kaisers – an die 2000 Jahre alt – glänzte in festlicher Beleuchtung und wetteiferte mit den Bannern am daneben stehenden, einige Jahrhunderte jüngeren Palast der Inquisition. Es war ein Festtag mit allem antiken Prunk, den Rom, Herz des Terranischen Imperiums, aufzubieten hatte. Mehr noch, es war nicht eine bloße Inszenierung, der das Volk aus Staatsräson zu applaudieren hatte. Es war ein wirkliches Fest, der Anbruch einer neuen Ära. <br />
<br />
Richard von Rabenstein stand in der edle Eleganz verströmenden Sakristei des Palais – SEINES Palais – und verlor sich im Anblick seines Spiegelbildes in den Paneelen. Schwer und kühl senkte sich das Ornat aus violettem Silberbrokat über ihn und sein persönlicher Leibdiener schloss mit religiöser Sorgfalt die einzelnen Knöpfe.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich bin hier, tatsächlich hier, an diesem Ort, in diesem Amt. Endlich. </span> dachte Richard. Eitelkeit mochte eine Sünde sein, aber eine gewisse Genugtuung sollte ihm vergönnt sein, fand er. Er hatte gekämpft, gelitten, in Verfolgung, in miserabelsten Umständen, unter Dealern dahinvegetiert, Machtlosigkeit und Schmutz ertragen. Aber nun, nun hatte alles ein Ende! <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich bin an dem Platz, für den der Allmächtige mich bestimmt hat. Ich bin der Inquisitor Maximus!</span> <br />
<br />
Es fiel nicht sonderlich ins Gewicht, dass er in einem anderen Universum in dieses Amt gewählt worden war. HIER hatte man die Konzilien vor etwa hundert Jahren abgeschafft und der Imperator bestimmte den Großinquisitor. Bis jetzt. Er würde dieser Unsitte selbstverständlich ein Ende bereiten! Ihn hatte das Volk hatte ihn quasi akklamiert, und die Heilige Dreieinigkeit hatte ihn legitimiert, was auch immer der Imperator tun würde, war eine schlichte Formalität…<br />
<br />
„Vorsicht! Nicht bewegen, ich stecke die Fibeln für das Skapulier an.“ Der Leibdiener schob das erste der antiken Schmuckstücke in die vorgesehenen Ösen auf der linken Seite des Ornats. „Ich bin so glücklich, Euer Exzellenz, muss ich gestehen! Endlich wieder jemand, der die Tradition zu würdigen weiß! LaSalle – verzeiht, dass ich seinen Namen erwähne – mochte die Gewänder nicht, die Farben, den Schmuck… Er war ein düsterer Mystiker.“<br />
<br />
„Nun, es ist vorüber.“<br />
<br />
„Ja, Deo Gratias, das sehe ich, Euer Exzellenz!“ Der Leibdiener hatte die zweite Fibel befestigt. <br />
Der zugehörige schwarze Samtumhang fiel in tiefen Falten bis auf den Boden. Während der Leibdiener das Ornat mit allen zugehörigen Details vollendete, wanderten Richards Gedanken zurück in jene Stunde der Entscheidung im Dark Rim Sektor...<br />
<br />
Während die imperiale Taskforce unter Großadmiral DeRaaf und die Tholianer LaSalles Überfall auf Raucis IV vereitelte, hatte er mit seinen Getreuen auf LaSalle gewartet, nur wenige AE von der alten Raumstation entfernt. Waltham und Dolittle und deren Schiffe waren bereit gewesen, und schließlich hatten sich noch ungezählte weitere Raumfahrzeuge eingefunden, inklusive ferngesteuerte Drohnen.<br />
<br />
Er selbst hatte auf der Brücke der Vindicator gestanden, hatte auf die Nachricht von der Sensorüberwachung gewartet. Er hatte sich geistig auf einen heroischen Endkampf der Mächte vorbereitet, auf eine epische Schlacht zwischen Licht und Finsternis, aus der er natürlich als siegreicher Lichtbringer hervorzugehen wünschte. <br />
Allein – diese Gloriole war ihm nicht vergönnt gewesen. LaSalle hatte sich mit seinen Gefolgsleuten schlicht der Entscheidung entzogen. Er war aus dem Licht entschwunden, um irgendwo auf den günstigen Moment zu warten. <br />
<br />
Aber vielleicht, überlegte Richard jetzt, war es gut so. Das würde ihn wachsam halten. Musste man nicht auch wachsam gegenüber den Tricks des Maleficus sein? Er kannte tausend Verkleidungen, wog einen in trügerischer Sicherheit, und schlug aus dem Hinterhalt zu. Ja, Wachsamkeit war angebracht, und die Festigung der eigenen Reihen. Rufus LaSalle war niemand, der einfach aufgab, um in einem Gott verlassenen Eckchen der Galaxis Gemüse zu züchten. Sie würden von ihm hören, ER , der Inquisitor Maximus, würde von ihm hören.<br />
<br />
Die schweren Mahagoni-Türflügel der Sakristei wurden aufgestoßen. Der Haushofmeister trat ein, fiel auf die Knie und küsste den Amtsring des Großinquisitors. „Die Sänfte ist bereit, Euer Exzellenz.“<br />
<br />
***<br />
<br />
In einer der Logen in der großen Audienzaula des Inquisitionspalais, wo die Plätze ein kleines Vermögen gekostet hatten, saßen Waltham und Dolittle.<br />
<br />
„Sieh dir das an,“ brummte der Pirat. „Gleich fällt er vor Eitelkeit vom Stuhl!“<br />
<br />
Er wies auf die Sänfte, die sich gerade dem Podium des Thrones näherte, begleitet von den obligatorischen Straußenfederwedeln und violetten Bannern in den Händen der Lakaien und der Leibgarde.<br />
<br />
„Der Prunk ehrt das Amt“, zitierte Waltham den Informationsflyer, den die imperiale Public Relations-Behörde sicherheitshalber ausgegeben hatte, um etwaige Irritationen zu vermeiden. Waltham hatte sich selbst in ein extravagantes Outfit ferengischer Provenienz geworfen. Anlässe wie diese waren schließlich wie geschaffen, neue Geschäftsverbindungen zu knüpfen. Und dafür musste man in erster Linie erst einmal auf sich aufmerksam machen.<br />
<br />
„Krieg ist gut für das Geschäft, Frieden ist gut für das Geschäft, eine der weisen Erwerbsregeln der Ferengi.“<br />
<br />
„Du hast gut reden, du hast ja schon eine Niederlassung im tholianischen Raum konzessionieren lassen.“<br />
<br />
„Gute Gelegenheiten darf man nicht verstreichen lassen. Warum sollte nur seine hochwürdigste Exzellenz Richard von Rabenstein seine Missionare senden. Imperiale Kreditkarten verbreiten auch eine gute Nachricht.“<br />
<br />
„Aber für einen Freelancer wie mich gibt’s im Frieden wenig lukrative Jagdgründe.“<br />
Waltham zückte sein wertvolles antikes Opernglas, um den Festzug zum kaiserlichen Thron genauer zu delektieren. In der Vergrößerung wurde das leichte Flimmern des Schutzfeldes um Rabenstein sichtbar. Nun ja, bei allem Gottvertrauen, nur ein Narr würde sich ohne modernste Schutzmaßnahmen in so eine Massenveranstaltung begeben!<br />
<br />
„Ich hörte, im klingonisch-romulanischen Grenzgebiet wird es gerade wieder unruhiger,“ sagte er zu seinem Begleiter. „Überhaupt empfiehlt es sich, die Romulaner im Auge zu behalten. Gewisse Kreise munkeln von Sezession. – Ah, unser ruhmreicher Imperator und Vater des Vaterlandes!“<br />
<br />
***<br />
<br />
Constantinus Augustus XXIV. war ein vierzehnjähriger Knabe, der in seinem antiken Prachtgewand aussah wie eine lebendige Ikone. Bis dato war er in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung getreten. Die Regierung des Imperiums oblag längst Ministerien und Heeren von Beamten und Militärs. Dennoch war er der Erbe der heiligen Blutlinie und bei bestimmten Anlässen unverzichtbar. Eine solche war die Amtseinführung eines Inquisitor Maximus. Schließlich hatte einer der Imperatoren vor über 1500 Jahren dieses Amt begründet.<br />
 <br />
Richard war auf der vorletzten Stufe des Podiums angekommen. Er war immer noch fast einen Kopf größer als der Junge im Imperatorenornat mit der riesenhaft wirkenden Krone. Die beiden offiziell Mächtigsten des Reiches begrüßten sich mit den traditionellen Formeln auf Latein. Constantius Augustus war zu seinem Leidwesen im Stimmbruch.<br />
<br />
„Ich übertrage dir, Bruder Ricardus, dieses heilige Amt zur Bewahrung der Reinheit des Imperiums. Denn nur ein reines Imperium im wahren heiligen Glauben ist ein starkes Imperium. Und nur ein starkes Imperium kann die Aufgabe erfüllen, die die allmächtige Dreifaltigkeit ihm zugedacht hat: Ordnung zu schaffen im Chaos, Frieden, Recht und Ordnung in das Universum zu bringen.“ <br />
Auf einem Samtkissen präsentierte er Richard das zeremonielle Schwert und die auf Pergament geschriebene Ernennungsurkunde. „Suche die Wahrheit, scheide Recht von Unrecht! Verfolge die Häretiker, verfolge die Feinde des Imperiums, zum Lob und Ruhme des göttlichen Namens!“<br />
 <br />
Die Bedeutung des Augenblicks traf Richard mit solcher Macht, dass er tatsächlich leicht zitterte, als er das schlanke Zeremonienschwert hoch über seinen Kopf erhob, um es dann auf das Kissen zurück zu betten und die Urkunde zu ergreifen.<br />
„So wahr mir Gott helfe. Ad maiorem Dei gloriam,“ flüsterte er.<br />
<br />
***<br />
<br />
„Ich frage mich, ob es eine gute Idee war, ihn zu unterstützen nach der Schlacht. Schließlich sind wir gerade LaSalles Wahn entkommen,“ brummte Großadmiral Vandenberg hinter dem dreifachen Sicherheitscordon aus imperialer Garde.<br />
<br />
„Wir hatten keine große Wahl, nach den Mengen Unterstützern, die ihn quasi angebetet haben seit diesen dauernd Subraumtransmissionen. Wir konnten schließlich keinen neuen Bürgerkrieg riskieren,“ antwortete der Kommandant der Planetaren Verteidigung. „Wir brauchen etwas Ruhe. Wir müssen mit den Rebellen fertig werden. Wir müssen die Romulaner-„<br />
<br />
„Trotzdem, ich weiß nicht, ob wir nicht den Bock zum Gärtner gemacht haben.“ <br />
„Philip, das ist eine unpassende Metapher,“ antwortete der neben ihm sitzende DeRaaf in gesenktem Ton und mit einem leichten Lächeln. „Ich fürchte, wir sollten uns alle mit der christlichen Symbolik etwas näher befassen. Ein Häretiker ist schneller geboren, als einem lieb ist.“<br />
<br />
--<br />
(PS: also, ich hoffe, dass ist für alle Beteiligten ein gutes Ende mit Ausblick, was weiter passieren könnte... Die Schrift bekam ich leider nicht größer, wie lautet der entsprechende Befehl?)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[NRPG: in diesem Universum haben wir ja keinen Papst, nur den Kaiser und einen normalen Bischof von Rom. Also all der Prunk, den früher vor dem Konzil die Päpste hatten, ist hier Teil des Amtes des Großinquisitors.<br />
<br />
RPG:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color"> *** Terra / Rom *** </span></span><br />
<br />
Der ehrwürdige alter Petersdom aus Zeiten des ersten christlichen Kaisers – an die 2000 Jahre alt – glänzte in festlicher Beleuchtung und wetteiferte mit den Bannern am daneben stehenden, einige Jahrhunderte jüngeren Palast der Inquisition. Es war ein Festtag mit allem antiken Prunk, den Rom, Herz des Terranischen Imperiums, aufzubieten hatte. Mehr noch, es war nicht eine bloße Inszenierung, der das Volk aus Staatsräson zu applaudieren hatte. Es war ein wirkliches Fest, der Anbruch einer neuen Ära. <br />
<br />
Richard von Rabenstein stand in der edle Eleganz verströmenden Sakristei des Palais – SEINES Palais – und verlor sich im Anblick seines Spiegelbildes in den Paneelen. Schwer und kühl senkte sich das Ornat aus violettem Silberbrokat über ihn und sein persönlicher Leibdiener schloss mit religiöser Sorgfalt die einzelnen Knöpfe.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich bin hier, tatsächlich hier, an diesem Ort, in diesem Amt. Endlich. </span> dachte Richard. Eitelkeit mochte eine Sünde sein, aber eine gewisse Genugtuung sollte ihm vergönnt sein, fand er. Er hatte gekämpft, gelitten, in Verfolgung, in miserabelsten Umständen, unter Dealern dahinvegetiert, Machtlosigkeit und Schmutz ertragen. Aber nun, nun hatte alles ein Ende! <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich bin an dem Platz, für den der Allmächtige mich bestimmt hat. Ich bin der Inquisitor Maximus!</span> <br />
<br />
Es fiel nicht sonderlich ins Gewicht, dass er in einem anderen Universum in dieses Amt gewählt worden war. HIER hatte man die Konzilien vor etwa hundert Jahren abgeschafft und der Imperator bestimmte den Großinquisitor. Bis jetzt. Er würde dieser Unsitte selbstverständlich ein Ende bereiten! Ihn hatte das Volk hatte ihn quasi akklamiert, und die Heilige Dreieinigkeit hatte ihn legitimiert, was auch immer der Imperator tun würde, war eine schlichte Formalität…<br />
<br />
„Vorsicht! Nicht bewegen, ich stecke die Fibeln für das Skapulier an.“ Der Leibdiener schob das erste der antiken Schmuckstücke in die vorgesehenen Ösen auf der linken Seite des Ornats. „Ich bin so glücklich, Euer Exzellenz, muss ich gestehen! Endlich wieder jemand, der die Tradition zu würdigen weiß! LaSalle – verzeiht, dass ich seinen Namen erwähne – mochte die Gewänder nicht, die Farben, den Schmuck… Er war ein düsterer Mystiker.“<br />
<br />
„Nun, es ist vorüber.“<br />
<br />
„Ja, Deo Gratias, das sehe ich, Euer Exzellenz!“ Der Leibdiener hatte die zweite Fibel befestigt. <br />
Der zugehörige schwarze Samtumhang fiel in tiefen Falten bis auf den Boden. Während der Leibdiener das Ornat mit allen zugehörigen Details vollendete, wanderten Richards Gedanken zurück in jene Stunde der Entscheidung im Dark Rim Sektor...<br />
<br />
Während die imperiale Taskforce unter Großadmiral DeRaaf und die Tholianer LaSalles Überfall auf Raucis IV vereitelte, hatte er mit seinen Getreuen auf LaSalle gewartet, nur wenige AE von der alten Raumstation entfernt. Waltham und Dolittle und deren Schiffe waren bereit gewesen, und schließlich hatten sich noch ungezählte weitere Raumfahrzeuge eingefunden, inklusive ferngesteuerte Drohnen.<br />
<br />
Er selbst hatte auf der Brücke der Vindicator gestanden, hatte auf die Nachricht von der Sensorüberwachung gewartet. Er hatte sich geistig auf einen heroischen Endkampf der Mächte vorbereitet, auf eine epische Schlacht zwischen Licht und Finsternis, aus der er natürlich als siegreicher Lichtbringer hervorzugehen wünschte. <br />
Allein – diese Gloriole war ihm nicht vergönnt gewesen. LaSalle hatte sich mit seinen Gefolgsleuten schlicht der Entscheidung entzogen. Er war aus dem Licht entschwunden, um irgendwo auf den günstigen Moment zu warten. <br />
<br />
Aber vielleicht, überlegte Richard jetzt, war es gut so. Das würde ihn wachsam halten. Musste man nicht auch wachsam gegenüber den Tricks des Maleficus sein? Er kannte tausend Verkleidungen, wog einen in trügerischer Sicherheit, und schlug aus dem Hinterhalt zu. Ja, Wachsamkeit war angebracht, und die Festigung der eigenen Reihen. Rufus LaSalle war niemand, der einfach aufgab, um in einem Gott verlassenen Eckchen der Galaxis Gemüse zu züchten. Sie würden von ihm hören, ER , der Inquisitor Maximus, würde von ihm hören.<br />
<br />
Die schweren Mahagoni-Türflügel der Sakristei wurden aufgestoßen. Der Haushofmeister trat ein, fiel auf die Knie und küsste den Amtsring des Großinquisitors. „Die Sänfte ist bereit, Euer Exzellenz.“<br />
<br />
***<br />
<br />
In einer der Logen in der großen Audienzaula des Inquisitionspalais, wo die Plätze ein kleines Vermögen gekostet hatten, saßen Waltham und Dolittle.<br />
<br />
„Sieh dir das an,“ brummte der Pirat. „Gleich fällt er vor Eitelkeit vom Stuhl!“<br />
<br />
Er wies auf die Sänfte, die sich gerade dem Podium des Thrones näherte, begleitet von den obligatorischen Straußenfederwedeln und violetten Bannern in den Händen der Lakaien und der Leibgarde.<br />
<br />
„Der Prunk ehrt das Amt“, zitierte Waltham den Informationsflyer, den die imperiale Public Relations-Behörde sicherheitshalber ausgegeben hatte, um etwaige Irritationen zu vermeiden. Waltham hatte sich selbst in ein extravagantes Outfit ferengischer Provenienz geworfen. Anlässe wie diese waren schließlich wie geschaffen, neue Geschäftsverbindungen zu knüpfen. Und dafür musste man in erster Linie erst einmal auf sich aufmerksam machen.<br />
<br />
„Krieg ist gut für das Geschäft, Frieden ist gut für das Geschäft, eine der weisen Erwerbsregeln der Ferengi.“<br />
<br />
„Du hast gut reden, du hast ja schon eine Niederlassung im tholianischen Raum konzessionieren lassen.“<br />
<br />
„Gute Gelegenheiten darf man nicht verstreichen lassen. Warum sollte nur seine hochwürdigste Exzellenz Richard von Rabenstein seine Missionare senden. Imperiale Kreditkarten verbreiten auch eine gute Nachricht.“<br />
<br />
„Aber für einen Freelancer wie mich gibt’s im Frieden wenig lukrative Jagdgründe.“<br />
Waltham zückte sein wertvolles antikes Opernglas, um den Festzug zum kaiserlichen Thron genauer zu delektieren. In der Vergrößerung wurde das leichte Flimmern des Schutzfeldes um Rabenstein sichtbar. Nun ja, bei allem Gottvertrauen, nur ein Narr würde sich ohne modernste Schutzmaßnahmen in so eine Massenveranstaltung begeben!<br />
<br />
„Ich hörte, im klingonisch-romulanischen Grenzgebiet wird es gerade wieder unruhiger,“ sagte er zu seinem Begleiter. „Überhaupt empfiehlt es sich, die Romulaner im Auge zu behalten. Gewisse Kreise munkeln von Sezession. – Ah, unser ruhmreicher Imperator und Vater des Vaterlandes!“<br />
<br />
***<br />
<br />
Constantinus Augustus XXIV. war ein vierzehnjähriger Knabe, der in seinem antiken Prachtgewand aussah wie eine lebendige Ikone. Bis dato war er in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung getreten. Die Regierung des Imperiums oblag längst Ministerien und Heeren von Beamten und Militärs. Dennoch war er der Erbe der heiligen Blutlinie und bei bestimmten Anlässen unverzichtbar. Eine solche war die Amtseinführung eines Inquisitor Maximus. Schließlich hatte einer der Imperatoren vor über 1500 Jahren dieses Amt begründet.<br />
 <br />
Richard war auf der vorletzten Stufe des Podiums angekommen. Er war immer noch fast einen Kopf größer als der Junge im Imperatorenornat mit der riesenhaft wirkenden Krone. Die beiden offiziell Mächtigsten des Reiches begrüßten sich mit den traditionellen Formeln auf Latein. Constantius Augustus war zu seinem Leidwesen im Stimmbruch.<br />
<br />
„Ich übertrage dir, Bruder Ricardus, dieses heilige Amt zur Bewahrung der Reinheit des Imperiums. Denn nur ein reines Imperium im wahren heiligen Glauben ist ein starkes Imperium. Und nur ein starkes Imperium kann die Aufgabe erfüllen, die die allmächtige Dreifaltigkeit ihm zugedacht hat: Ordnung zu schaffen im Chaos, Frieden, Recht und Ordnung in das Universum zu bringen.“ <br />
Auf einem Samtkissen präsentierte er Richard das zeremonielle Schwert und die auf Pergament geschriebene Ernennungsurkunde. „Suche die Wahrheit, scheide Recht von Unrecht! Verfolge die Häretiker, verfolge die Feinde des Imperiums, zum Lob und Ruhme des göttlichen Namens!“<br />
 <br />
Die Bedeutung des Augenblicks traf Richard mit solcher Macht, dass er tatsächlich leicht zitterte, als er das schlanke Zeremonienschwert hoch über seinen Kopf erhob, um es dann auf das Kissen zurück zu betten und die Urkunde zu ergreifen.<br />
„So wahr mir Gott helfe. Ad maiorem Dei gloriam,“ flüsterte er.<br />
<br />
***<br />
<br />
„Ich frage mich, ob es eine gute Idee war, ihn zu unterstützen nach der Schlacht. Schließlich sind wir gerade LaSalles Wahn entkommen,“ brummte Großadmiral Vandenberg hinter dem dreifachen Sicherheitscordon aus imperialer Garde.<br />
<br />
„Wir hatten keine große Wahl, nach den Mengen Unterstützern, die ihn quasi angebetet haben seit diesen dauernd Subraumtransmissionen. Wir konnten schließlich keinen neuen Bürgerkrieg riskieren,“ antwortete der Kommandant der Planetaren Verteidigung. „Wir brauchen etwas Ruhe. Wir müssen mit den Rebellen fertig werden. Wir müssen die Romulaner-„<br />
<br />
„Trotzdem, ich weiß nicht, ob wir nicht den Bock zum Gärtner gemacht haben.“ <br />
„Philip, das ist eine unpassende Metapher,“ antwortete der neben ihm sitzende DeRaaf in gesenktem Ton und mit einem leichten Lächeln. „Ich fürchte, wir sollten uns alle mit der christlichen Symbolik etwas näher befassen. Ein Häretiker ist schneller geboren, als einem lieb ist.“<br />
<br />
--<br />
(PS: also, ich hoffe, dass ist für alle Beteiligten ein gutes Ende mit Ausblick, was weiter passieren könnte... Die Schrift bekam ich leider nicht größer, wie lautet der entsprechende Befehl?)]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis Log 25 / NPCs]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=666</link>
			<pubDate>Sat, 08 Jun 2024 02:38:39 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=7">Robert Vandenberg</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=666</guid>
			<description><![CDATA[85 Lichtjahre vor Raucis IV / ISS Nonterraqueous / Hauptbrücke<br />
<br />
25 Schiffe rasten durch die Nacht. 25 Schiffe unterschiedlicher Größe und Form<br />
Fregatten, Kreuzer, Zerstörer und 4 lanzenspitzenförmige, riesige Schiffen. Kilometerlangen Monstern der Vernichtung. Aus diesen 4 Schiffen ragte eines hervor. Länger als die anderen Schiffe. Dieses Schiff war DeRaaf Flaggschiff. Und diese Mission kannte nur ein Ziel: Vernichtung. <br />
DeRaaf war nicht nervös. Nein, nur verärgert. Verärgert, dass er nach der anonymen Nachricht über LaSalles Vorhaben erst so spät reagieren konnte. Er hatte dem imperialen Direktorium erst drastisch vor Augen führen müssen, was passieren würde, wenn LaSalles Angriff auf Raucis IV Erfolg haben würde. Ein Krieg mit den Tholianern, war das Letzte, was das Empire gebrauchen konnte. Man hatte DeRaaf wohl nicht geglaubt, nicht die Notwendigkeit eingesehen. DeRaaf hatte sogar mit dem Gedanken eines Putsches gespielt, hätte man ihm nicht die Freigabe zum Einsatz erteilt. Und auch wenn es eher unwahrscheinlich war, dass LaSalle sich blicken lassen würde, DeRaaf wollte bereit sein, wollte LaSalle aus dem Universum brennen.<br />
Die Stimme von Cornel Frances, dem 1. Offizier des Schiffes, unterbrach DeRaafs Gedanken.<br />
<br />
Fr: Sir, wir werden in 10 min in Warp-Exit Position zu Raucis IV sein. Es gibt noch keine Reaktion der Tholianer.<br />
<br />
DeRaaf nickte langsam. Es war nicht zu erwarten, daß die Tholianer reagieren würden, bevor der eigentliche Angriff erfolgen würde. Denn das würde ein Eingeständnis von Schwäche bedeuten. Doch DeRaaf hatt auch nicht vor, auf eine Reaktion der Tholianer zu warten.<br />
Bis auf das Geräusch der Klimaanlage und dem leisen, aber tiefen Grollen des Antriebs, war kein Laut auf der Brücke zu hören.<br />
Dann meldete sich der Taktikoffizier.<br />
DR: Mr. Connal?<br />
Co: Sir, CIC meldet Kontakt. Vektor 178.26 <br />
DR: Welche Art von Kontakt?<br />
Co: 13 Schiffe. Ältere Typen. Nähern sich Raucis IV.<br />
DR: Imperiale Typen?<br />
Co: Jawohl Sir.<br />
DR: Ist die ISS Necron unter Ihnen?<br />
Co: Noch kein Sensorkontakt. Es sieht aber so aus, als ob 2 Transporter bereits im Angriffsbereich des Planetens sind und Landungsschiffe absenden. 2 davon sind in  der Atmosphäre.<br />
DR: Nun, wir werden sehen. Die Matterick soll ihre Jäger ausschicken und die Landungsschiffe, welche sich noch im Raum befinden, ausschalten. Dann soll die Matterick die Transporter angreifen und vernichten.<br />
Co: Jawohl Sir.<br />
DR: Cornel Frances, lassen Sie unter Warp gehen und die Flotte die ankommenden Schiffe abfangen.<br />
Co: Sollen wir die Schiffe entern?<br />
DR: Nein. Vernichtung!<br />
Co: Jawohl Sir.<br />
<br />
Der Kampf war kurz und brutal. Die Schiffe der von LaSalle gedungenen „Attentäter“ hatten keine Chance. Nach 10 Minuten war keines der Schiffe mehr existent. Nur ein Nebel aus feinsten Metallpartikeln blieb zurück. Und trotzdem war DeRaaf nicht zufrieden.<br />
<br />
Fr: Sir, die Matterick hat die Transporter ausgeschaltet, sowie 12 der 14 Landungsschiffe vernichtet. Die beiden verbliebenen Schiffe konnten nicht erreicht werden.<br />
DR: Warum nicht?<br />
Fr: Tholianische Schiffe sind soeben aufgetaucht. Sie werden die beiden Landungsschiffe, welche sich in der Atmosphäre von Raucis IV befinden, abfangen.<br />
DR: Wer sich in Gefahr begibt. Die Tholianer werden sie ausschalten. Die Matterick soll sich umgehend zurück ziehen. Wir begeben uns ebenfalls zurück in imperialen Raum. Irgendwelche Spuren von der ISS Necron?<br />
Co:  Es gibt eine schwache Skinspur der Necron . 4 Sektoren entfernt.<br />
Fr: Er ist uns durch die Lappen gegangen.<br />
DR: Ja, er hat seine Ablenkung bekommen. Jedoch nicht mit der von ihm beabsichtigten Wirkung.<br />
<br />
Ja LaSalle hat seine Show bekommen. Er hatte sich wohl jetzt schon abgesetzt, wohin auch immer sein Ziel lag. Doch die Nachricht über diese Schlacht und Ihren Ausgang würde man im gesamtem Imperium hören. Und nicht nur Getreue des Imperiums würden Ihre Schlüsse daraus ziehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[85 Lichtjahre vor Raucis IV / ISS Nonterraqueous / Hauptbrücke<br />
<br />
25 Schiffe rasten durch die Nacht. 25 Schiffe unterschiedlicher Größe und Form<br />
Fregatten, Kreuzer, Zerstörer und 4 lanzenspitzenförmige, riesige Schiffen. Kilometerlangen Monstern der Vernichtung. Aus diesen 4 Schiffen ragte eines hervor. Länger als die anderen Schiffe. Dieses Schiff war DeRaaf Flaggschiff. Und diese Mission kannte nur ein Ziel: Vernichtung. <br />
DeRaaf war nicht nervös. Nein, nur verärgert. Verärgert, dass er nach der anonymen Nachricht über LaSalles Vorhaben erst so spät reagieren konnte. Er hatte dem imperialen Direktorium erst drastisch vor Augen führen müssen, was passieren würde, wenn LaSalles Angriff auf Raucis IV Erfolg haben würde. Ein Krieg mit den Tholianern, war das Letzte, was das Empire gebrauchen konnte. Man hatte DeRaaf wohl nicht geglaubt, nicht die Notwendigkeit eingesehen. DeRaaf hatte sogar mit dem Gedanken eines Putsches gespielt, hätte man ihm nicht die Freigabe zum Einsatz erteilt. Und auch wenn es eher unwahrscheinlich war, dass LaSalle sich blicken lassen würde, DeRaaf wollte bereit sein, wollte LaSalle aus dem Universum brennen.<br />
Die Stimme von Cornel Frances, dem 1. Offizier des Schiffes, unterbrach DeRaafs Gedanken.<br />
<br />
Fr: Sir, wir werden in 10 min in Warp-Exit Position zu Raucis IV sein. Es gibt noch keine Reaktion der Tholianer.<br />
<br />
DeRaaf nickte langsam. Es war nicht zu erwarten, daß die Tholianer reagieren würden, bevor der eigentliche Angriff erfolgen würde. Denn das würde ein Eingeständnis von Schwäche bedeuten. Doch DeRaaf hatt auch nicht vor, auf eine Reaktion der Tholianer zu warten.<br />
Bis auf das Geräusch der Klimaanlage und dem leisen, aber tiefen Grollen des Antriebs, war kein Laut auf der Brücke zu hören.<br />
Dann meldete sich der Taktikoffizier.<br />
DR: Mr. Connal?<br />
Co: Sir, CIC meldet Kontakt. Vektor 178.26 <br />
DR: Welche Art von Kontakt?<br />
Co: 13 Schiffe. Ältere Typen. Nähern sich Raucis IV.<br />
DR: Imperiale Typen?<br />
Co: Jawohl Sir.<br />
DR: Ist die ISS Necron unter Ihnen?<br />
Co: Noch kein Sensorkontakt. Es sieht aber so aus, als ob 2 Transporter bereits im Angriffsbereich des Planetens sind und Landungsschiffe absenden. 2 davon sind in  der Atmosphäre.<br />
DR: Nun, wir werden sehen. Die Matterick soll ihre Jäger ausschicken und die Landungsschiffe, welche sich noch im Raum befinden, ausschalten. Dann soll die Matterick die Transporter angreifen und vernichten.<br />
Co: Jawohl Sir.<br />
DR: Cornel Frances, lassen Sie unter Warp gehen und die Flotte die ankommenden Schiffe abfangen.<br />
Co: Sollen wir die Schiffe entern?<br />
DR: Nein. Vernichtung!<br />
Co: Jawohl Sir.<br />
<br />
Der Kampf war kurz und brutal. Die Schiffe der von LaSalle gedungenen „Attentäter“ hatten keine Chance. Nach 10 Minuten war keines der Schiffe mehr existent. Nur ein Nebel aus feinsten Metallpartikeln blieb zurück. Und trotzdem war DeRaaf nicht zufrieden.<br />
<br />
Fr: Sir, die Matterick hat die Transporter ausgeschaltet, sowie 12 der 14 Landungsschiffe vernichtet. Die beiden verbliebenen Schiffe konnten nicht erreicht werden.<br />
DR: Warum nicht?<br />
Fr: Tholianische Schiffe sind soeben aufgetaucht. Sie werden die beiden Landungsschiffe, welche sich in der Atmosphäre von Raucis IV befinden, abfangen.<br />
DR: Wer sich in Gefahr begibt. Die Tholianer werden sie ausschalten. Die Matterick soll sich umgehend zurück ziehen. Wir begeben uns ebenfalls zurück in imperialen Raum. Irgendwelche Spuren von der ISS Necron?<br />
Co:  Es gibt eine schwache Skinspur der Necron . 4 Sektoren entfernt.<br />
Fr: Er ist uns durch die Lappen gegangen.<br />
DR: Ja, er hat seine Ablenkung bekommen. Jedoch nicht mit der von ihm beabsichtigten Wirkung.<br />
<br />
Ja LaSalle hat seine Show bekommen. Er hatte sich wohl jetzt schon abgesetzt, wohin auch immer sein Ziel lag. Doch die Nachricht über diese Schlacht und Ihren Ausgang würde man im gesamtem Imperium hören. Und nicht nur Getreue des Imperiums würden Ihre Schlüsse daraus ziehen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis Log 24]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=659</link>
			<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 16:59:09 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=4">Richard von Rabenstein</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=659</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Vindicator ***</span></span><br />
<br />
Ein durchdringender Signalton riss Richard von Rabenstein aus seiner abendlichen Meditation.<br />
<br />
+Exzellenz, wir registrieren eine seltsame Störung in unseren Kommunikationsarray,+ meldete die Brücke.<br />
<br />
Richard bekreuzigte sich und erhob sich. Er hatte derartige Störversuche erwartet. Der Gegner schlief nicht. Im Grunde war es ein Wunder, dass noch nicht versucht worden war, seine Transmissionen zu stören oder zu blockieren. Ein entsprechendes Backupsystem war auf dem Aussenposten bereits vorbereitet worden und harrte seines Einsatzes.<br />
<br />
Ohne unnötige Hast machte sich der Inquisitor Maximus auf den Weg zur Brücke. Dort empfing ihn, in rotes Alarmlicht getaucht, seine rechte Hand Kavun. Auf dem Bildschirm flackerte jedoch Richards eigenes Konterfei, durchsetzt vom Logo der Heiligen Inquisition. Durch die Störungen und die Beleuchtung sah es aus, als brenne das Gesicht. Es hatte etwas für sich, dachte er, und war für eine Sekunde abgelenkt. Das Feuer das Heiligen Geistes, sozusagen…<br />
<br />
„Scheint eine Art Feedbackloop zu sein,“ meldete der dunkelhäutige Mensch von der Komkonsole, während auch die Stimme des Inquisitors verzerrt über die Brücke knisterte.<br />
<br />
„Stummschalten,“ orderte Richard. „Sehen Sie, ob es Hinweise auf den Absender gibt.“<br />
<br />
„Könnte der Versuch sein, einen Trojaner einzuschleusen,“ ergänzte Kavun. „Ich habe die Zentralsysteme sofort reroutet und den Brückenzugriff gesperrt.“<br />
<br />
Neben dem Kommandantensitz entfaltete sich kurz ein Hologramm und dann signalisierte die kleine Klappkonsole neben dem Platz Bereitschaft. „Wenn Sie sich authentifizieren mögen, Exzellenz…“<br />
<br />
Richard nickte und platzierte seinen Siegelring in das Kontaktfeld des Hologramms. Ein kurzer Scanpuls huschte über seinen Körper, dann verkündete der Bordcomputer + Authentifizierung abgeschlossen. Identität bestätigt. Rerouting komplett und gesichert. +<br />
<br />
„Es gibt ein Muster in der Transmission,“ berichtete der Kom-Experte. „Eine Interferenz mit einer darunter liegenden Nachricht.“<br />
<br />
„Ah, wusste ich es!“ knurrte Kavun und schloss einen unziemlichen Fluch an, der ihm einen missbilligenden Blick von Seiten des Inquisitors einbrachte.<br />
<br />
„Es ist… ein Algorithmus mit musikalischer Grundlage… Moment, der Computer identifiziert das Muster. Es ist der Hymnus Ave Maris Stella, Exzellenz!“<br />
<br />
Erlaubte sich da jemand einen Scherz? Nur um einen Trojaner einzuschleusen? Nein, das wäre absolut ineffektiv… „Extrapolieren Sie die zweite Nachricht und leiten Sie sie in mein Quartier.“ Ein Verdacht begann sich in ihm zu formen, den er überprüfen wollte.<br />
<br />
…<br />
<br />
Wenig später saß er vor seinem Terminal und blickte in ein zittriges, kaum kontrastiertes Antlitz.<br />
 <br />
+…Captain der ISS Necron …keiner Ihrer Anhänger, Richard von Rabenstein. … ein loyaler Bürger des Imperiums…+<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Nun, auch mir geht es um das Imperium. Die Frage ist nur, welche Gestalt dieses haben soll.</span> Dann jagten ihm die Worte des Phantoms einen kalten Schauer über den Rücken. +… nicht, dass Millionen junger Menschen für den Wahn eines Einzelnen geopfert werden sollen. … Zwei Söhne in den imperialen Streitkräften … Gott vergebe mir….+<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Dominus misericordia est</span><br />
<br />
+…einen Überfall auf Raucis IV, der die Tholianer … einen Zweifrontenkrieg … Ich wiederhole, LaSalle wird einen Überfall auf Raucis IV insz---+ Die Stimme erstarb in einem Röcheln, das Bild löste sich in statisches Rauschen auf.<br />
<br />
Richard von Rabenstein starrte fünf Minuten lang auf den Schirm seines Terminals, während die volle Tragweite des eben Gehörten in ihn sank und er die Möglichkeit abwog, dass doch alles eine Falle sein könnte. Dann rief er die Daten zu Raucis IV auf. Nach weiteren fünf Minuten kontaktierte er Waltham.<br />
<br />
+ Sie würdigen mich mal wieder eines Kontaktes? Wie zuvorkommend, + kam es säuerlich über den Bildschirm.<br />
<br />
„Waltham, wir haben keine Zeit für Plaisanterien.“<br />
<br />
+ Das ist ja etwas gänzlich Neues, Exzellenz. +<br />
<br />
„Ich nehme an, Sie haben sich mit der Kultur der Tholianer vertraut gemacht, bevor wir hier her gekommen sind.“ Er wartete keine Antwort ab. „Die Stellung von Raucis IV im Glaubenssystem unserer Bündnisgenossen ist Ihnen bewusst.“<br />
<br />
+GLAUBENSsystem? Ich denke--+<br />
<br />
„LaSalle plant dort einen Angriff, und wie ich aus den Bruchstücken an Informationen rekonstruieren kann, unter dem Vorwand eines Überfalls des Terranischen Imperiums.“<br />
<br />
+ Darf ich fragen, wie Sie zu diesem Wissen gelangt sind? +<br />
<br />
„Der Kommandant von LaSalles Flaggschiff wollte sein Gewissen erleichtern. Das hat er offenbar mit dem Leben bezahlt.“<br />
<br />
+ Und Sie glauben ihm? + <br />
<br />
„Es nicht zu tun, wäre verderblicher Leichtsinn. Erwähnten Sie nicht einmal, dass Sie … Liegenschaften in der Nähe von Raucis IV haben?“<br />
<br />
+ Könnte man so bezeichnen. +<br />
<br />
„Dann setzen Sie sich mit Ihnen in Verbindung, Sie sollen Maßnahmen zu Verteidigung ergreifen. Ich informiere die Tholianer, und SIE informieren unseren geschätzten Kriegsminister DeRaaf.“<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Jetzt wird sich zeigen, ob Sie auf meiner Seite sind, oder auf der meiner Gegner...auf der des Lichtes oder der Finsternis!</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Vindicator ***</span></span><br />
<br />
Ein durchdringender Signalton riss Richard von Rabenstein aus seiner abendlichen Meditation.<br />
<br />
+Exzellenz, wir registrieren eine seltsame Störung in unseren Kommunikationsarray,+ meldete die Brücke.<br />
<br />
Richard bekreuzigte sich und erhob sich. Er hatte derartige Störversuche erwartet. Der Gegner schlief nicht. Im Grunde war es ein Wunder, dass noch nicht versucht worden war, seine Transmissionen zu stören oder zu blockieren. Ein entsprechendes Backupsystem war auf dem Aussenposten bereits vorbereitet worden und harrte seines Einsatzes.<br />
<br />
Ohne unnötige Hast machte sich der Inquisitor Maximus auf den Weg zur Brücke. Dort empfing ihn, in rotes Alarmlicht getaucht, seine rechte Hand Kavun. Auf dem Bildschirm flackerte jedoch Richards eigenes Konterfei, durchsetzt vom Logo der Heiligen Inquisition. Durch die Störungen und die Beleuchtung sah es aus, als brenne das Gesicht. Es hatte etwas für sich, dachte er, und war für eine Sekunde abgelenkt. Das Feuer das Heiligen Geistes, sozusagen…<br />
<br />
„Scheint eine Art Feedbackloop zu sein,“ meldete der dunkelhäutige Mensch von der Komkonsole, während auch die Stimme des Inquisitors verzerrt über die Brücke knisterte.<br />
<br />
„Stummschalten,“ orderte Richard. „Sehen Sie, ob es Hinweise auf den Absender gibt.“<br />
<br />
„Könnte der Versuch sein, einen Trojaner einzuschleusen,“ ergänzte Kavun. „Ich habe die Zentralsysteme sofort reroutet und den Brückenzugriff gesperrt.“<br />
<br />
Neben dem Kommandantensitz entfaltete sich kurz ein Hologramm und dann signalisierte die kleine Klappkonsole neben dem Platz Bereitschaft. „Wenn Sie sich authentifizieren mögen, Exzellenz…“<br />
<br />
Richard nickte und platzierte seinen Siegelring in das Kontaktfeld des Hologramms. Ein kurzer Scanpuls huschte über seinen Körper, dann verkündete der Bordcomputer + Authentifizierung abgeschlossen. Identität bestätigt. Rerouting komplett und gesichert. +<br />
<br />
„Es gibt ein Muster in der Transmission,“ berichtete der Kom-Experte. „Eine Interferenz mit einer darunter liegenden Nachricht.“<br />
<br />
„Ah, wusste ich es!“ knurrte Kavun und schloss einen unziemlichen Fluch an, der ihm einen missbilligenden Blick von Seiten des Inquisitors einbrachte.<br />
<br />
„Es ist… ein Algorithmus mit musikalischer Grundlage… Moment, der Computer identifiziert das Muster. Es ist der Hymnus Ave Maris Stella, Exzellenz!“<br />
<br />
Erlaubte sich da jemand einen Scherz? Nur um einen Trojaner einzuschleusen? Nein, das wäre absolut ineffektiv… „Extrapolieren Sie die zweite Nachricht und leiten Sie sie in mein Quartier.“ Ein Verdacht begann sich in ihm zu formen, den er überprüfen wollte.<br />
<br />
…<br />
<br />
Wenig später saß er vor seinem Terminal und blickte in ein zittriges, kaum kontrastiertes Antlitz.<br />
 <br />
+…Captain der ISS Necron …keiner Ihrer Anhänger, Richard von Rabenstein. … ein loyaler Bürger des Imperiums…+<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Nun, auch mir geht es um das Imperium. Die Frage ist nur, welche Gestalt dieses haben soll.</span> Dann jagten ihm die Worte des Phantoms einen kalten Schauer über den Rücken. +… nicht, dass Millionen junger Menschen für den Wahn eines Einzelnen geopfert werden sollen. … Zwei Söhne in den imperialen Streitkräften … Gott vergebe mir….+<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Dominus misericordia est</span><br />
<br />
+…einen Überfall auf Raucis IV, der die Tholianer … einen Zweifrontenkrieg … Ich wiederhole, LaSalle wird einen Überfall auf Raucis IV insz---+ Die Stimme erstarb in einem Röcheln, das Bild löste sich in statisches Rauschen auf.<br />
<br />
Richard von Rabenstein starrte fünf Minuten lang auf den Schirm seines Terminals, während die volle Tragweite des eben Gehörten in ihn sank und er die Möglichkeit abwog, dass doch alles eine Falle sein könnte. Dann rief er die Daten zu Raucis IV auf. Nach weiteren fünf Minuten kontaktierte er Waltham.<br />
<br />
+ Sie würdigen mich mal wieder eines Kontaktes? Wie zuvorkommend, + kam es säuerlich über den Bildschirm.<br />
<br />
„Waltham, wir haben keine Zeit für Plaisanterien.“<br />
<br />
+ Das ist ja etwas gänzlich Neues, Exzellenz. +<br />
<br />
„Ich nehme an, Sie haben sich mit der Kultur der Tholianer vertraut gemacht, bevor wir hier her gekommen sind.“ Er wartete keine Antwort ab. „Die Stellung von Raucis IV im Glaubenssystem unserer Bündnisgenossen ist Ihnen bewusst.“<br />
<br />
+GLAUBENSsystem? Ich denke--+<br />
<br />
„LaSalle plant dort einen Angriff, und wie ich aus den Bruchstücken an Informationen rekonstruieren kann, unter dem Vorwand eines Überfalls des Terranischen Imperiums.“<br />
<br />
+ Darf ich fragen, wie Sie zu diesem Wissen gelangt sind? +<br />
<br />
„Der Kommandant von LaSalles Flaggschiff wollte sein Gewissen erleichtern. Das hat er offenbar mit dem Leben bezahlt.“<br />
<br />
+ Und Sie glauben ihm? + <br />
<br />
„Es nicht zu tun, wäre verderblicher Leichtsinn. Erwähnten Sie nicht einmal, dass Sie … Liegenschaften in der Nähe von Raucis IV haben?“<br />
<br />
+ Könnte man so bezeichnen. +<br />
<br />
„Dann setzen Sie sich mit Ihnen in Verbindung, Sie sollen Maßnahmen zu Verteidigung ergreifen. Ich informiere die Tholianer, und SIE informieren unseren geschätzten Kriegsminister DeRaaf.“<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Jetzt wird sich zeigen, ob Sie auf meiner Seite sind, oder auf der meiner Gegner...auf der des Lichtes oder der Finsternis!</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Schatten - Log 23 / NPC]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=658</link>
			<pubDate>Fri, 05 Apr 2024 23:55:55 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=7">Robert Vandenberg</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=658</guid>
			<description><![CDATA[Sektor 2144 / Beta Sictis / ISS Necron / Brücke<br />
<br />
Das dunkelgraue Schiff schwebte wie ein gigantischer , unheilbringender Dolch , inmitten einer lichtlosen Wolke. Nur das fahle Licht der, im Leerlauf arbeitenden Antriebe der Necron, sowie 20 weiterer Kriegsschiffe, beleuchtete die geisterhafte Szene.<br />
<br />
LaSalles Blick ruhte auf einer Reihe schnell wechselnder Status-Holos, welche eine komplizierte Abfolge von Kurven und Diagrammen darstellten. Captain Vernon wartete geduldig, bis LaSalle seine Aufmerksamkeit auf ihn richtete. Nach 20 min. wandte sich LaSalle denn auch an den Captain der Necron.<br />
<br />
LS: Captain Vernon, warum äußern Sie sich nicht?<br />
CV: Nun Sir, ich dachte….<br />
LS: Ja schon in Ordnung. Also, was gibt es so wichtiges, dass Sie meine mathematische Kontemplation unterbrechen?<br />
CV: Sie die Tholianer haben den Zugang zur Arx-Straße blockiert.<br />
LS: Haben Sie denn etwas Anderes erwartet?<br />
CV: Nun ich dachte….<br />
LS: Sie denken ja schon wieder. Nun ich kann sie beruhigen. Ich habe genau das beabsichtigt.<br />
CV: Aber woher wissen die Tholianer, dass wir uns nähern?<br />
LS: Nun, ich habe unsere Aktion nicht gerade als Geheimnis behandelt. Und unser kleiner Nemesis wird sich sicher auch seinen Teil gedacht haben. Nein,  Geheimhaltung wäre hier kontraproduktiv.<br />
CV: Aber wenn die Tholianer die Arx-Straße nach Panox-B blockieren, wie sollen wir dann…<br />
<br />
LaSalle unterbrach Vernon erneut.<br />
<br />
LS: Vernon, Sie kleingeistiger Schablonendenker. Warum denken Sie nicht einfach mal außerhalb Ihrer eingefahrenen Wege? Der Weg wird uns frei gemacht. <br />
<br />
Vernon war sichtlich entrüstet.<br />
<br />
CV: Und von wem, Sir, wenn ich dies fragen dürfte?<br />
LS: Welch eine Frage, Vernon. Natürlich von den Tholianern selbst.<br />
CV: Und warum sollten sie das tun?<br />
LS: Weil Sie ihre Schiffe an einem anderen Ort benötigen werden, da DeRaaf den Tholianern sonst gewaltige Probleme bereiten wird.<br />
CV: Und warum sollte er dies tun?<br />
LS: Weil er einen Gegenschlag der Tholianer unterbinden muss.<br />
CV: Gegenschlag? Als Reaktion auf was?<br />
LS: Nun, natürlich auf einen imperialen Selbstmordangriff auf Raucis IV.<br />
CV: Raucis IV? Diese Welt ist für die Tholianer, soweit wir wissen, extrem wichtig.<br />
LS: Jaja, ein Heiligtum, ein Ort der Kraft , ein Protektorat, etc, etc, was und wie auch immer. Dieses öde Gefasel ist uninteressant. Wichtig ist nur, dass eine Gruppe aufrechter Kämpfer , welche eindeutig als Mitglieder des Imperiums zu identifizieren sind, auf Racis IV ein Massaker anrichtet und die Tholianer daraufhin reagieren. Dann wird das Imperium zurück schlagen und bald werden beide Seiten genug mit einem netten Grenzkrieg zu tun haben und wir können in Ruhe unsere Mission fortsetzen.<br />
CV: Aber das könnte, nein es wird eskalieren und Millionen von Bürgern des Imperiums das Leben kosten.<br />
LS: Zwangsläufig.<br />
CV: Aber wie können Sie nur…<br />
LS: Vernon, wenn meine Pläne reifen, wird das alles irrelevant sein. Dann werden Sie das Imperium nicht wieder erkennen, und die Tholianer werden nicht mehr existieren. Und selbst DeRaaf wird dann kein Problem mehr sein. Geschweige denn ein selbsternannter Inqusitor Maximus. Aber um es mit ihm zu sagen.<br />
<br />
LaSalle wies auf eine ankommende Nachricht.<br />
<br />
LS: Alea iacta est]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Sektor 2144 / Beta Sictis / ISS Necron / Brücke<br />
<br />
Das dunkelgraue Schiff schwebte wie ein gigantischer , unheilbringender Dolch , inmitten einer lichtlosen Wolke. Nur das fahle Licht der, im Leerlauf arbeitenden Antriebe der Necron, sowie 20 weiterer Kriegsschiffe, beleuchtete die geisterhafte Szene.<br />
<br />
LaSalles Blick ruhte auf einer Reihe schnell wechselnder Status-Holos, welche eine komplizierte Abfolge von Kurven und Diagrammen darstellten. Captain Vernon wartete geduldig, bis LaSalle seine Aufmerksamkeit auf ihn richtete. Nach 20 min. wandte sich LaSalle denn auch an den Captain der Necron.<br />
<br />
LS: Captain Vernon, warum äußern Sie sich nicht?<br />
CV: Nun Sir, ich dachte….<br />
LS: Ja schon in Ordnung. Also, was gibt es so wichtiges, dass Sie meine mathematische Kontemplation unterbrechen?<br />
CV: Sie die Tholianer haben den Zugang zur Arx-Straße blockiert.<br />
LS: Haben Sie denn etwas Anderes erwartet?<br />
CV: Nun ich dachte….<br />
LS: Sie denken ja schon wieder. Nun ich kann sie beruhigen. Ich habe genau das beabsichtigt.<br />
CV: Aber woher wissen die Tholianer, dass wir uns nähern?<br />
LS: Nun, ich habe unsere Aktion nicht gerade als Geheimnis behandelt. Und unser kleiner Nemesis wird sich sicher auch seinen Teil gedacht haben. Nein,  Geheimhaltung wäre hier kontraproduktiv.<br />
CV: Aber wenn die Tholianer die Arx-Straße nach Panox-B blockieren, wie sollen wir dann…<br />
<br />
LaSalle unterbrach Vernon erneut.<br />
<br />
LS: Vernon, Sie kleingeistiger Schablonendenker. Warum denken Sie nicht einfach mal außerhalb Ihrer eingefahrenen Wege? Der Weg wird uns frei gemacht. <br />
<br />
Vernon war sichtlich entrüstet.<br />
<br />
CV: Und von wem, Sir, wenn ich dies fragen dürfte?<br />
LS: Welch eine Frage, Vernon. Natürlich von den Tholianern selbst.<br />
CV: Und warum sollten sie das tun?<br />
LS: Weil Sie ihre Schiffe an einem anderen Ort benötigen werden, da DeRaaf den Tholianern sonst gewaltige Probleme bereiten wird.<br />
CV: Und warum sollte er dies tun?<br />
LS: Weil er einen Gegenschlag der Tholianer unterbinden muss.<br />
CV: Gegenschlag? Als Reaktion auf was?<br />
LS: Nun, natürlich auf einen imperialen Selbstmordangriff auf Raucis IV.<br />
CV: Raucis IV? Diese Welt ist für die Tholianer, soweit wir wissen, extrem wichtig.<br />
LS: Jaja, ein Heiligtum, ein Ort der Kraft , ein Protektorat, etc, etc, was und wie auch immer. Dieses öde Gefasel ist uninteressant. Wichtig ist nur, dass eine Gruppe aufrechter Kämpfer , welche eindeutig als Mitglieder des Imperiums zu identifizieren sind, auf Racis IV ein Massaker anrichtet und die Tholianer daraufhin reagieren. Dann wird das Imperium zurück schlagen und bald werden beide Seiten genug mit einem netten Grenzkrieg zu tun haben und wir können in Ruhe unsere Mission fortsetzen.<br />
CV: Aber das könnte, nein es wird eskalieren und Millionen von Bürgern des Imperiums das Leben kosten.<br />
LS: Zwangsläufig.<br />
CV: Aber wie können Sie nur…<br />
LS: Vernon, wenn meine Pläne reifen, wird das alles irrelevant sein. Dann werden Sie das Imperium nicht wieder erkennen, und die Tholianer werden nicht mehr existieren. Und selbst DeRaaf wird dann kein Problem mehr sein. Geschweige denn ein selbsternannter Inqusitor Maximus. Aber um es mit ihm zu sagen.<br />
<br />
LaSalle wies auf eine ankommende Nachricht.<br />
<br />
LS: Alea iacta est]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis - Log 22]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=653</link>
			<pubDate>Wed, 07 Feb 2024 20:31:34 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=4">Richard von Rabenstein</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=653</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">***An Bord der Vindicator***</span></span><br />
<br />
Richard von Rabenstein und seine Leibwächterin materialisierten auf dem Transporterpad. Der Inquisitor atmete auf, als er endlich wieder sein sauberes, helles, geordnetes Schiff um sich sah. <br />
<br />
„Es war eine erfolgreiche Mission, Euer Exzellenz?“ fragte Kavun von den Kontrollen aus.<br />
<br />
Der Inquisitor nickte ihm zu. So fordernd die letzten Stunden gewesen waren – sie hatten sich gelohnt. Da er auf den Übersetzer angewiesen war, konnte er keine exakte Aussage treffen, ob es sein sprachliches und diplomatisches Geschick gewesen waren, oder die dezente empathische Beeinflussung seiner Gesprächspartner, die den Erfolg gebracht hatte. Wichtig war nur, dass die Tholianer handeln würden und Panox B abschirmen. Wie er heraus gefunden hatte, war der Planet nicht nur ein heiliger Ort für sie, sondern die dort generierten diffusen protopsionischen Felder wichtig für die Aufzucht des tholianischen Nachwuchses. Mit diesem Wissen hatte es letztlich wohl keiner großen Überredung mehr bedurft, den Partner in spe auf den großen Kreuzzug zur Errettung des Universums einzustimmen…<br />
<br />
„Gab es hier besondere Vorkommnisse?“ fragte Richard, während sich die Türen des Transporterraumes hinter ihnen schlossen.<br />
<br />
„Ich habe einen seltsamen Energieimpuls erwischt, ging von Walthams Schiff aus. Kann nicht sagen, was es war, könnte irgend ne nicht ordentlich funktionierende Transceiverspule gewesen sein. Ich behalte die Frequenz aber im Auge.“<br />
<br />
„Wann war das?“ Er glich Kavuns Zeitangabe gedanklich mit dem ungefähren Zeitpunkt des Attentatsversuchs auf der Station ab. Ja, das korrelierte… Was natürlich noch nicht hieß, dass es sich hier um einen ursächlichen Zusammenhang hielt. Noch viel weniger bewies es, dass Waltham selbst dahinter steckte. Sein Schiff war groß. <br />
<br />
„Ich werde mich jetzt etwas ausruhen und sammeln. Kontaktiere Captain DeChabannes, Waltham und diesen Piraten Dolittle. Ich wünsche sie allesamt auf der Vindicator im Besprechungsraum zu sehen. In zwei Stunden.“ Er wusste, dass die anderen unruhig auf das Ergebnis warteten, aber zu viel Hast war hier nur abträglich. Keineswegs würde er brisante taktische Informationen über das Komsystem verteilen! Währenddessen flogen die Tholianer ohnehin bereits in ihre Positionen.<br />
<br />
Nachdem diese Präliminarien geklärt waren, begab sich der Inquisitor in sein Quartier, gönnte sich eine ausgiebige Dusche, eine Stunde Ruhe und oblag dann den verpflichtenden Gebeten. <br />
Pünktlich erschien er im makellosen Ornat und mit aktiviertem persönlichen Sicherheitsfeld im Besprechungsraum. Dort hatten sich seine Partner bereits eingefunden. Es waren Getränke gereicht worden, doch offenbar nicht nach ihrem Geschmack. Der Inquisitor registrierte mürrische Stimmung bei Dolittle und leichte Nervosität bei DeChabannes. <br />
<br />
Waltham war wie immer unlesbar und starrte ihn stoisch aus seinen eisgrauen Augen an. Irgendwann, dachte Richard kurz, muss ich auch das Geheimnis seiner Abschirmung erfahren. Es missfiel ihm ganz einfach, dass da jemand sein Seelenleben so gut abschottete, dass die Heilige Inquisition nicht ihres heilsamen Amtes walten konnte!<br />
<br />
„Dominus vobiscum. Meine Herren, ich weiß, dass Sie gespannt auf das Ergebnis meiner Verhandlungen gewartet haben. Daher möchte ich nicht weiter prokrastinieren…“ <br />
<br />
Dolittle brummte unwirsch, und der Inquisitor ließ sich widerstrebend auf das Sprachniveau der Anwesenden herab. „Ich werde umgehend zur Sache kommen.“ Er nahm Platz und aktivierte die Holomatrix in der Mitte des Konferenztisches. Dann schob er einen kristallenen Speicherchip in das Aufnahmefeld. Vor den Anwesenden entfaltete sich der Raumbezirk rings um Panox B. „Die Tholianer haben unser Bündnisangebot akzeptiert.“<br />
<br />
„Was haben Sie geboten?“ unterbrach Dolittle und drehte dabei die Flasche mit dem alkoholfreien Biergetränk unleidlich auf der Tischplatte herum.<br />
<br />
„Das ist vorerst nicht von Belang,“ entgegnete der Inquisitor. „Wichtig ist, dass sich tholianische Einheiten bereits in Position begeben, um Panox B zu schützen, denn die Ankunft von LaSalles Flotte ist immanent. Die tholianischen Einheiten werden sich an diesen Punkten stationieren.“ Er überspielte die entsprechenden Daten in die Holomatrix. „Ich und Captain Chabannes werden uns hier, im Rafah-System positionieren und sowohl als Verbindungsglied fungieren. Sie, Dolittle, werden –„<br />
<br />
„Mir gibt niemand Befehle,“ raunzte der Pirat ungehalten. „Sie schlagen vor, ich entscheide, ob ich folge, oder wollen sie mich exkommunizieren?!“ <br />
<br />
Richards Miene blieb unbewegt, während er auf Dolittle herunter starrte. Er hatte keine Zeit für solche Nebensächlichkeiten im Moment. „Sie werden sich die Kontrolle über diesen Handelsposten verschaffen und dafür sorgen, dass mir die Transmitter zur Verfügung stehen.“<br />
<br />
Am anderen Ende des Tisches war im Halbschatten des neben ihm sitzenden De Chabannes Walthams leicht amüsiertes trockenes Lächeln zu erkennen. „Verehrter Inquisitor Maximus, ich wusste gar nicht, dass die Akademie in Rom militärische Fertigkeiten vermittelt?“<br />
<br />
„Die Militia Dei ist der Militia Saecularis durchaus vergleichbar. Bei Ihren vielseitigen Aktivitäten dürfte Ihnen das bekannt sein.“<br />
<br />
„Und Ihnen dürfte bekannt sein, dass wir bei dieser Aufstellung der Einheiten Hoheitsrechte des Direktoriums des Imperiums verletzen. Das wird ohne Zweifel DeRaaf auf den Plan rufen. Er mag bisher zugeschaut haben, und gehofft haben, dass wir ihm das Problem LaSalle auf die elegante Art vom Hals schaffen – oder auch, dass LaSalle uns erledigt. Wie auch immer, wenn wir die Auseinandersetzung in diesen Sektor ausdehnen, ist DeRaaf mit von der Partie. Und das wird vielleicht ungemütlich.“<br />
<br />
„Sie unterschätzen mich, Sir Waltham. Es ist exakt meine Absicht, DeRaaf und Einheiten des imperialen Militärs hier zu haben. Ich habe in den letzten Monaten meine Botschaft nicht umsonst überall verteilt. Jetzt ist die Stunde gekommen, dass wir die Früchte der Arbeit ernten.“<br />
<br />
„Ich hoffe nicht, dass der Apfel nen Wurm hat,“ brummte Dolittle.<br />
<br />
„Jetzt ist die beste und einzige Chance,“ erklärte Richard von Rabenstein. „Die Renovatio wird beginnen.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">***An Bord der Vindicator***</span></span><br />
<br />
Richard von Rabenstein und seine Leibwächterin materialisierten auf dem Transporterpad. Der Inquisitor atmete auf, als er endlich wieder sein sauberes, helles, geordnetes Schiff um sich sah. <br />
<br />
„Es war eine erfolgreiche Mission, Euer Exzellenz?“ fragte Kavun von den Kontrollen aus.<br />
<br />
Der Inquisitor nickte ihm zu. So fordernd die letzten Stunden gewesen waren – sie hatten sich gelohnt. Da er auf den Übersetzer angewiesen war, konnte er keine exakte Aussage treffen, ob es sein sprachliches und diplomatisches Geschick gewesen waren, oder die dezente empathische Beeinflussung seiner Gesprächspartner, die den Erfolg gebracht hatte. Wichtig war nur, dass die Tholianer handeln würden und Panox B abschirmen. Wie er heraus gefunden hatte, war der Planet nicht nur ein heiliger Ort für sie, sondern die dort generierten diffusen protopsionischen Felder wichtig für die Aufzucht des tholianischen Nachwuchses. Mit diesem Wissen hatte es letztlich wohl keiner großen Überredung mehr bedurft, den Partner in spe auf den großen Kreuzzug zur Errettung des Universums einzustimmen…<br />
<br />
„Gab es hier besondere Vorkommnisse?“ fragte Richard, während sich die Türen des Transporterraumes hinter ihnen schlossen.<br />
<br />
„Ich habe einen seltsamen Energieimpuls erwischt, ging von Walthams Schiff aus. Kann nicht sagen, was es war, könnte irgend ne nicht ordentlich funktionierende Transceiverspule gewesen sein. Ich behalte die Frequenz aber im Auge.“<br />
<br />
„Wann war das?“ Er glich Kavuns Zeitangabe gedanklich mit dem ungefähren Zeitpunkt des Attentatsversuchs auf der Station ab. Ja, das korrelierte… Was natürlich noch nicht hieß, dass es sich hier um einen ursächlichen Zusammenhang hielt. Noch viel weniger bewies es, dass Waltham selbst dahinter steckte. Sein Schiff war groß. <br />
<br />
„Ich werde mich jetzt etwas ausruhen und sammeln. Kontaktiere Captain DeChabannes, Waltham und diesen Piraten Dolittle. Ich wünsche sie allesamt auf der Vindicator im Besprechungsraum zu sehen. In zwei Stunden.“ Er wusste, dass die anderen unruhig auf das Ergebnis warteten, aber zu viel Hast war hier nur abträglich. Keineswegs würde er brisante taktische Informationen über das Komsystem verteilen! Währenddessen flogen die Tholianer ohnehin bereits in ihre Positionen.<br />
<br />
Nachdem diese Präliminarien geklärt waren, begab sich der Inquisitor in sein Quartier, gönnte sich eine ausgiebige Dusche, eine Stunde Ruhe und oblag dann den verpflichtenden Gebeten. <br />
Pünktlich erschien er im makellosen Ornat und mit aktiviertem persönlichen Sicherheitsfeld im Besprechungsraum. Dort hatten sich seine Partner bereits eingefunden. Es waren Getränke gereicht worden, doch offenbar nicht nach ihrem Geschmack. Der Inquisitor registrierte mürrische Stimmung bei Dolittle und leichte Nervosität bei DeChabannes. <br />
<br />
Waltham war wie immer unlesbar und starrte ihn stoisch aus seinen eisgrauen Augen an. Irgendwann, dachte Richard kurz, muss ich auch das Geheimnis seiner Abschirmung erfahren. Es missfiel ihm ganz einfach, dass da jemand sein Seelenleben so gut abschottete, dass die Heilige Inquisition nicht ihres heilsamen Amtes walten konnte!<br />
<br />
„Dominus vobiscum. Meine Herren, ich weiß, dass Sie gespannt auf das Ergebnis meiner Verhandlungen gewartet haben. Daher möchte ich nicht weiter prokrastinieren…“ <br />
<br />
Dolittle brummte unwirsch, und der Inquisitor ließ sich widerstrebend auf das Sprachniveau der Anwesenden herab. „Ich werde umgehend zur Sache kommen.“ Er nahm Platz und aktivierte die Holomatrix in der Mitte des Konferenztisches. Dann schob er einen kristallenen Speicherchip in das Aufnahmefeld. Vor den Anwesenden entfaltete sich der Raumbezirk rings um Panox B. „Die Tholianer haben unser Bündnisangebot akzeptiert.“<br />
<br />
„Was haben Sie geboten?“ unterbrach Dolittle und drehte dabei die Flasche mit dem alkoholfreien Biergetränk unleidlich auf der Tischplatte herum.<br />
<br />
„Das ist vorerst nicht von Belang,“ entgegnete der Inquisitor. „Wichtig ist, dass sich tholianische Einheiten bereits in Position begeben, um Panox B zu schützen, denn die Ankunft von LaSalles Flotte ist immanent. Die tholianischen Einheiten werden sich an diesen Punkten stationieren.“ Er überspielte die entsprechenden Daten in die Holomatrix. „Ich und Captain Chabannes werden uns hier, im Rafah-System positionieren und sowohl als Verbindungsglied fungieren. Sie, Dolittle, werden –„<br />
<br />
„Mir gibt niemand Befehle,“ raunzte der Pirat ungehalten. „Sie schlagen vor, ich entscheide, ob ich folge, oder wollen sie mich exkommunizieren?!“ <br />
<br />
Richards Miene blieb unbewegt, während er auf Dolittle herunter starrte. Er hatte keine Zeit für solche Nebensächlichkeiten im Moment. „Sie werden sich die Kontrolle über diesen Handelsposten verschaffen und dafür sorgen, dass mir die Transmitter zur Verfügung stehen.“<br />
<br />
Am anderen Ende des Tisches war im Halbschatten des neben ihm sitzenden De Chabannes Walthams leicht amüsiertes trockenes Lächeln zu erkennen. „Verehrter Inquisitor Maximus, ich wusste gar nicht, dass die Akademie in Rom militärische Fertigkeiten vermittelt?“<br />
<br />
„Die Militia Dei ist der Militia Saecularis durchaus vergleichbar. Bei Ihren vielseitigen Aktivitäten dürfte Ihnen das bekannt sein.“<br />
<br />
„Und Ihnen dürfte bekannt sein, dass wir bei dieser Aufstellung der Einheiten Hoheitsrechte des Direktoriums des Imperiums verletzen. Das wird ohne Zweifel DeRaaf auf den Plan rufen. Er mag bisher zugeschaut haben, und gehofft haben, dass wir ihm das Problem LaSalle auf die elegante Art vom Hals schaffen – oder auch, dass LaSalle uns erledigt. Wie auch immer, wenn wir die Auseinandersetzung in diesen Sektor ausdehnen, ist DeRaaf mit von der Partie. Und das wird vielleicht ungemütlich.“<br />
<br />
„Sie unterschätzen mich, Sir Waltham. Es ist exakt meine Absicht, DeRaaf und Einheiten des imperialen Militärs hier zu haben. Ich habe in den letzten Monaten meine Botschaft nicht umsonst überall verteilt. Jetzt ist die Stunde gekommen, dass wir die Früchte der Arbeit ernten.“<br />
<br />
„Ich hoffe nicht, dass der Apfel nen Wurm hat,“ brummte Dolittle.<br />
<br />
„Jetzt ist die beste und einzige Chance,“ erklärte Richard von Rabenstein. „Die Renovatio wird beginnen.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis - Log 21 / Sir Waltham]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=650</link>
			<pubDate>Sun, 14 Jan 2024 00:44:58 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=7">Robert Vandenberg</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=650</guid>
			<description><![CDATA[IPS Albion / Walthams Büro<br />
<br />
Harvey Miles, Sir Walthams Privatsekretär, kratzte sich am Kopf.  Er  hatte erwartet, dass Waltham über von Rabensteins Alleingang in Sachen Kontaktaufnahme mit den Tholiaernen, verärgert sein würde. Stattdessen schien sich Waltham in keinster Weise für von Rabensteins Aktionen zu interessieren. Nein, er blätterte durch die holographische Darstellung eines uralten Folianten und schien bester Laune zu sein. Miles konnte nicht mehr an sich halten. <br />
Mi: Euer Lordschaft, entschuldigen Sie bitte meine Frage, aber was ist, wenn dieser von Rabenstein uns hintergeht?<br />
<br />
Waltham lächelte ein wölfisches Lächeln.<br />
<br />
Wa: Oh er wird uns hintergehen. Ich rechne fest damit.<br />
Mi: Sir? <br />
Wa: Er wird uns vielleicht nicht heute hintergehen. Denn er braucht uns noch als diejenigen, welche ihm seinen kleinen privaten Kreuzzug ermöglichen. Aber sobald er uns nicht mehr benötigt, wird er uns fallen lassen, wie ein Stück Müll.<br />
Mi: Aber…<br />
Wa: Ich weiß was Sie sagen wollen, Miles. Undank, Hinterlist etc. Aber damit muss man rechnen, wenn man es mit einem Mitglied der Inquisition zu tun hat. Das ist ihr Wesen, sie leben und atmen ihre Doktrin von der Nutzung, Benutzung und Entsorgung anderer, oder auch Ihrer selbst, um ihre Ziele zu erreichen. Denn das Ziel steht über allem. Sie fragen sich jetzt warum ich von Rabenstein dann unterstütze? Nun, genauso wie er uns nur als ein Werkzeug für seinen Aufstieg ansieht, so ist er für mich ein Vehikel für meine Rache. Im Übrigen habe ich Vorkehrungen getroffen, für den Fall dass unser Inquisitor der Meinung ist, er könne uns los werden. Dann wird er es bereuen.<br />
Mi: Was haben Sie vor, Sir?<br />
Wa: Der Genießer lächelt und schweigt. <br />
Mi: Und was tun wir jetzt?<br />
Wa:  Zurück lehnen, abwarten was unser eifriger Geistlicher zu Stande bringt und ach ja, Tee trinken. <br />
<br />
---------------------------------<br />
<br />
Ortswechsel:<br />
<br />
ISS Necron /  Brücke<br />
<br />
LaSalle war selten auf der Brücke. Er sah seine Aufgabe weniger als ausführendes, ständig Befehle gebendes Oragn, sondern mehr als derjenige, der die Ideen gab. LaSalles Einsatzgruppe befand sich noch immer im Warptransit. In 2 Tagen würde man bei Beta Sictis ankommen. Von dort aus gab es einen Zugang zu einer Ark-Straße durch das Grenzgebiet der Tholianer. Und LaSalle hatte nicht vor, sich von diesen Netzwebern aufhalten zu lassen. Doch genau dies schien Captain Vernon, dem Kommandanten der Necron, nicht zu gefallen. Das konnte LaSalle der ganzen Haltung des Captains ansehen. LaSalles drehte sich in seinem Sessel langsam zu Captain Vernon herum, welcher etwas eingeschüchtert neben LaSalle stand.<br />
<br />
LS: Fühlen Sie sich nicht wohl, Captain? Haben Sie Schmerzen?<br />
CV: Äh nun Sir, ich….<br />
LS: Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube, Captain.<br />
CV: Nun bei allem notwendigen Respekt , Euer Eminenz, aber wenn wir in das Gebiet der Tholianer einfliegen, benötigen wir da nicht eine Erlaubnis?<br />
LS: Ich habe nicht die Absicht, eine Erlaubnis bei diesem überheblichen Gezücht zu besorgen. Ich fliege einfach ein.<br />
CV: Aber Sir, das wird unweigerlich zu einem Konflikt führen.<br />
LS: Ich rechne sogar damit, dass die Tholianer dies als Angriff ansehen und zurück schlagen werden.<br />
CV: DeRaaf wird uns in der Luft zerreißen, wenn er davon erfährt.<br />
LS: Captain Vernon, schon alleine wegen dieser Bemerkung sollte ich Sie kreuzigen lassen. Aber Sie haben Recht. DeRaaf würde uns an die Wand stellen lassen. Aber er wird mit etwas anderem beschäftigt sein und uns daher nicht in die Quere kommen.<br />
CV: Ich verstehe Sir, die Tholianer! <br />
LS: Exakt.<br />
CV: Aber das könnte Krieg mit den Tholianern bedeuten.<br />
LS: Einen Krieg, welchen ich, mit dem was ich auf Panox finden werde, beenden und die Tholianer, diese Ausgeburten einer kranken Hölle, vom Antlitz der Sterne wischen werde. Warten Sie es ab Captain!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[IPS Albion / Walthams Büro<br />
<br />
Harvey Miles, Sir Walthams Privatsekretär, kratzte sich am Kopf.  Er  hatte erwartet, dass Waltham über von Rabensteins Alleingang in Sachen Kontaktaufnahme mit den Tholiaernen, verärgert sein würde. Stattdessen schien sich Waltham in keinster Weise für von Rabensteins Aktionen zu interessieren. Nein, er blätterte durch die holographische Darstellung eines uralten Folianten und schien bester Laune zu sein. Miles konnte nicht mehr an sich halten. <br />
Mi: Euer Lordschaft, entschuldigen Sie bitte meine Frage, aber was ist, wenn dieser von Rabenstein uns hintergeht?<br />
<br />
Waltham lächelte ein wölfisches Lächeln.<br />
<br />
Wa: Oh er wird uns hintergehen. Ich rechne fest damit.<br />
Mi: Sir? <br />
Wa: Er wird uns vielleicht nicht heute hintergehen. Denn er braucht uns noch als diejenigen, welche ihm seinen kleinen privaten Kreuzzug ermöglichen. Aber sobald er uns nicht mehr benötigt, wird er uns fallen lassen, wie ein Stück Müll.<br />
Mi: Aber…<br />
Wa: Ich weiß was Sie sagen wollen, Miles. Undank, Hinterlist etc. Aber damit muss man rechnen, wenn man es mit einem Mitglied der Inquisition zu tun hat. Das ist ihr Wesen, sie leben und atmen ihre Doktrin von der Nutzung, Benutzung und Entsorgung anderer, oder auch Ihrer selbst, um ihre Ziele zu erreichen. Denn das Ziel steht über allem. Sie fragen sich jetzt warum ich von Rabenstein dann unterstütze? Nun, genauso wie er uns nur als ein Werkzeug für seinen Aufstieg ansieht, so ist er für mich ein Vehikel für meine Rache. Im Übrigen habe ich Vorkehrungen getroffen, für den Fall dass unser Inquisitor der Meinung ist, er könne uns los werden. Dann wird er es bereuen.<br />
Mi: Was haben Sie vor, Sir?<br />
Wa: Der Genießer lächelt und schweigt. <br />
Mi: Und was tun wir jetzt?<br />
Wa:  Zurück lehnen, abwarten was unser eifriger Geistlicher zu Stande bringt und ach ja, Tee trinken. <br />
<br />
---------------------------------<br />
<br />
Ortswechsel:<br />
<br />
ISS Necron /  Brücke<br />
<br />
LaSalle war selten auf der Brücke. Er sah seine Aufgabe weniger als ausführendes, ständig Befehle gebendes Oragn, sondern mehr als derjenige, der die Ideen gab. LaSalles Einsatzgruppe befand sich noch immer im Warptransit. In 2 Tagen würde man bei Beta Sictis ankommen. Von dort aus gab es einen Zugang zu einer Ark-Straße durch das Grenzgebiet der Tholianer. Und LaSalle hatte nicht vor, sich von diesen Netzwebern aufhalten zu lassen. Doch genau dies schien Captain Vernon, dem Kommandanten der Necron, nicht zu gefallen. Das konnte LaSalle der ganzen Haltung des Captains ansehen. LaSalles drehte sich in seinem Sessel langsam zu Captain Vernon herum, welcher etwas eingeschüchtert neben LaSalle stand.<br />
<br />
LS: Fühlen Sie sich nicht wohl, Captain? Haben Sie Schmerzen?<br />
CV: Äh nun Sir, ich….<br />
LS: Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube, Captain.<br />
CV: Nun bei allem notwendigen Respekt , Euer Eminenz, aber wenn wir in das Gebiet der Tholianer einfliegen, benötigen wir da nicht eine Erlaubnis?<br />
LS: Ich habe nicht die Absicht, eine Erlaubnis bei diesem überheblichen Gezücht zu besorgen. Ich fliege einfach ein.<br />
CV: Aber Sir, das wird unweigerlich zu einem Konflikt führen.<br />
LS: Ich rechne sogar damit, dass die Tholianer dies als Angriff ansehen und zurück schlagen werden.<br />
CV: DeRaaf wird uns in der Luft zerreißen, wenn er davon erfährt.<br />
LS: Captain Vernon, schon alleine wegen dieser Bemerkung sollte ich Sie kreuzigen lassen. Aber Sie haben Recht. DeRaaf würde uns an die Wand stellen lassen. Aber er wird mit etwas anderem beschäftigt sein und uns daher nicht in die Quere kommen.<br />
CV: Ich verstehe Sir, die Tholianer! <br />
LS: Exakt.<br />
CV: Aber das könnte Krieg mit den Tholianern bedeuten.<br />
LS: Einen Krieg, welchen ich, mit dem was ich auf Panox finden werde, beenden und die Tholianer, diese Ausgeburten einer kranken Hölle, vom Antlitz der Sterne wischen werde. Warten Sie es ab Captain!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis - Log 20]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=648</link>
			<pubDate>Tue, 26 Dec 2023 18:34:30 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=4">Richard von Rabenstein</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=648</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">***An Bord der Vindicator***</span></span><br />
<br />
Soeben hatten die kleine Renegatenflottille – bestehend aus fünf Schiffen der Inquisition unter Captain De Chabannes und den Piraten unter ‚Dr. Dolittle‘ - die angesteuerte Raumstation im Dark Rim – Sektor erreicht. <br />
<br />
Richard von Rabenstein betrachtete das Konglomerat auf dem Hauptbildschirm und entschied, dass dieser Ort einen Ausbund an Häßlichkeit darstellte, der schwer zu überbieten war. Die ursprüngliche Station war vermutlich tellaritischen Ursprungs gewesen, ein Volk, dass bekanntermaßen auf äußere Eleganz und Symmetrie wenig achtete. Im Laufe der Jahrzehnte (oder Jahrhunderte?) mehrfach zerstört, geflickt, und von anderen Spezies erweitert wirkte sie nun wie ein großer Haufen verschmolzener Weltraumschrott.<br />
<br />
„Eine Beleidigung der göttlichen Schöpfungsordnung,“ resümierte der Inquisitor Maximus Electus, und nahm sich vor, wenn die Verhältnisse erst einmal ‚geordnet‘ sein würde, derartige Schandflecken zu tilgen. Zumal es gewiss an Bord der Station auch zuging wie im sprichwörtlichen Sündenbabel!<br />
<br />
„Exzellenz, Ihr solltet dort nicht persönlich rüber gehen,“ mahnte Richards rechte Hand Kavun argwöhnisch. „Ich könnte ein mobiles Hologramm entwickeln.“<br />
<br />
„Ich verstehe deine Sorge, mein Sohn. Aber ohne persönliche Präsenz kann ich meine Gesprächspartner nicht sondieren. Und das ist von zentraler Wichtigkeit. – Du wirst an Bord der Vindicator bleiben und Waltham und dieses Piratengezücht observieren. Marcia wird mich begleiten. Und ich benutze den Schutzfeldgenerator.“<br />
<br />
Kavun brummte. Seiner Meinung nach war niemand besser geeignet als er selber inklusive seiner kleinen Waffensammlung, verstand sich, um den Inquisitor zu schützen. Aber der heilige Gehorsam war Pflicht, und so fügte er sich mit einiger Anstrengung.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Station ***</span></span><br />
<br />
Die tholianischen Gesandten würden in einem speziell für ihre Anforderungen hergerichteten Habitat warten, das sich in den unteren Ebenen der Station befand. Leider verhinderten diverse Abschirmungen und Störfelder, direkt in den nächstgelegenen humanoiden Sektor zu beamen. Was bedeutete, Richard musste den Weg zu Fuß zurück legen. Vorbei an legalen Händlern und illegalen Drogendealern, Hökern mit gestohlener Hardware und geklonten Sklaven. Aus diversen Spelunken klang Gegröle und Musik, und an einer Ecke konnte man Wetten in einem Wrestlingmatch auf Leben und Tod abschließen. Das Einzig Positive war, dass in dem bunten Treiben niemand von den Neuankömmlingen Notiz zu nehmen schien. <br />
<br />
In der Nähe eines flackernden kaputten Werbebildschirms, dessen Lichblitze ein bizarres Muster auf den verdreckten Stahlboden warfen, verhielt Richard plötzlich. Marcia ließ einen raschen Rundumblick schweifen, konnte aber nichts Aufmerksamkeit erregendes entdecken. Von rechts näherte sich träge ein Antigravtransporter. Ein paar verdreckte Kinder undefinierbarer Spezies tollten vor ihm her und blockierte den Weg.<br />
 <br />
„Exzellenz?“ hauchte die Leibwächterin.<br />
<br />
„Ich nehme eine feindselige Präsenz wahr…“ In der nächsten Sekunde wich er zurück, Marcia glitt vor ihn und starrte Richtung des halb geöffneten Schotts, aus dem ein eisiger Wind wehte.<br />
<br />
Richards Sinne tasteten hinaus und versuchten, die Bedrohung mental zu fassen – und in diesem Augenblick blitzte es dich hinter ihm auf. Marcia fuhr herum, schoß, aber der Disruptorstrahl traf nur noch auf Transporterflimmern. Im Boden hinter ihnen klaffte ein Loch, aus dem sich ein Rauchfähnchen nach oben wand.<br />
<br />
Der Inquisitor holte tief Atem, blieb ansonsten aber unbewegt. Marcia musterte die Anzeige auf ihrem Tricorder. „Eine Timerdrohne,“ erkannte. „Wäre die Antigravkiste nur um 0,9 Sekunden schneller vorbei gewesen, hätte sie ihr Ziel erreicht. Was ist mit Eurem Schutzfeld?“<br />
<br />
„Intakt. Auf maximaler Stufe.“ Also war die Präsenz eine Ablenkung. Im Moment war nichts mehr zu erspüren...<br />
Wer auch immer das Attentat befohlen hatte, wusste also von seiner speziellen Gabe. Damit kamen nur LaSalle infrage und – Waltham. Er traute niemandem. Das war schon immer das Motto der Inquisition gewesen und es hatte sich bewährt. Daher kannte nur er selbst die Frequenz seines Schutzfeldes, und er trug eine eigene kleine Waffe, von der auch seine engste Umgebung nichts wusste. Wie hatte es der letzte Großinquisitor, Valentinian Constantius ausgedrückt? ‚Ein Inquisitor hat keine Freunde. Ein Inquisitor hat Gott allein. Und Gott genügt in allem.‘ Friede sei seiner Seele. <br />
„Setzen wir unseren Weg fort. Das Habitat der Tholianer ist hinter der nächsten Schleuse verzeichnet.“<br />
<br />
…<br />
<br />
Abgeschottet hinter Kraftfeldern, hinter dem die hohe Temperatur alle Umrisse flirren und flimmern ließ, standen drei der spinnenähnlichen tholianischen Kreaturen.<br />
<br />
Als seien sie geradewegs aus den Tiefen der Hölle gestiegen, dachte der Inquisitor. Mit einiger Anstrengung konnte er die fremdartige Präsenz der Tholianer dennoch wahrnehmen. (Anm. Deanna Troi kann ja auch durch den Weltraum und Schiffshüllen wahrnehmen <img src="https://forum.worldofplayers.de/forum/images/smilies/s_072.gif" alt="Zwinker" title="Zwinker" class="smilie smilie_2" />)<br />
Aber: der Zweck heiligte die Mittel und die Bündnispartner! Richard registrierte abwartendes Amüsement und kalte Verachtung. Der von den Tholianern abgestellte Übersetzer, ein mehräugiger Servidi, strahlte Diensteifer und eine gewisse Aufregung ab. Vielleicht wäre es doch intelligenter gewesen, Mittel in die Entwicklung von Translatoren fließen zu lassen, dachte der Inquisitor in diesem Moment. Anstelle davon auszugehen, dass die Galaxis gefälligst die Sprache der überlegenen Spezies – also des Terranischen Imperiums – zu lernen hatte! Er selbst war zwar in mehreren Sprachen geschult, Tholianisch gehörte jedoch nicht dazu. Er beschloss, dies zu ändern, zumindest für Angehörige der Heiligen Inquisition, sobald die Ordnung wieder hergestellt war…<br />
<br />
Nach dem Austausch einiger Höflichkeitsfloskeln zwischen den ungleichen Gesprächspartnern kam der Inquisitor Maximus Electus zum Kern seines Anliegens: „Ich weiß, dass das von uns mit Panox – B bezeichnete System eine gewisse religiöse Bedeutung für die Welt der Tholianer hat.“ ‚Religion‘ kam ihm in diesem Zusammenhang schwer über die Zunge, aber er konnte nicht gut ‚für den abscheulichen Aberglauben‘ sagen!<br />
<br />
Von den Tholianern ertönte eine Fülle verschiedener Klicklaute, die der Übersetzer in die Worte fasste: „K’T’K’aT, das die Niederen Panox nennen, ist die Wiege des Lichts.“<br />
<br />
„Ein Verbrecher aus dem Terranischen Imperium trachtet danach, sich den Ort anzueignen und zu zerstören.“<br />
<br />
„Die Versammlung der Oberen hat die Gerüchte vernommen,“ klackte es.<br />
<br />
Wie interessant… „Ich bin im Besitz von mehr als Gerüchten. Genauen Informationen über die Pläne, die die Wiege des Lichts betreffen.“ Richard missfiel der Ausdruck, aber andererseits musste er seine Allianzpartner in Spe dort abholen, wo sie waren, bei ihrem (Aber-)glauben! „Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, den Gegner aufzuhalten.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">***An Bord der Vindicator***</span></span><br />
<br />
Soeben hatten die kleine Renegatenflottille – bestehend aus fünf Schiffen der Inquisition unter Captain De Chabannes und den Piraten unter ‚Dr. Dolittle‘ - die angesteuerte Raumstation im Dark Rim – Sektor erreicht. <br />
<br />
Richard von Rabenstein betrachtete das Konglomerat auf dem Hauptbildschirm und entschied, dass dieser Ort einen Ausbund an Häßlichkeit darstellte, der schwer zu überbieten war. Die ursprüngliche Station war vermutlich tellaritischen Ursprungs gewesen, ein Volk, dass bekanntermaßen auf äußere Eleganz und Symmetrie wenig achtete. Im Laufe der Jahrzehnte (oder Jahrhunderte?) mehrfach zerstört, geflickt, und von anderen Spezies erweitert wirkte sie nun wie ein großer Haufen verschmolzener Weltraumschrott.<br />
<br />
„Eine Beleidigung der göttlichen Schöpfungsordnung,“ resümierte der Inquisitor Maximus Electus, und nahm sich vor, wenn die Verhältnisse erst einmal ‚geordnet‘ sein würde, derartige Schandflecken zu tilgen. Zumal es gewiss an Bord der Station auch zuging wie im sprichwörtlichen Sündenbabel!<br />
<br />
„Exzellenz, Ihr solltet dort nicht persönlich rüber gehen,“ mahnte Richards rechte Hand Kavun argwöhnisch. „Ich könnte ein mobiles Hologramm entwickeln.“<br />
<br />
„Ich verstehe deine Sorge, mein Sohn. Aber ohne persönliche Präsenz kann ich meine Gesprächspartner nicht sondieren. Und das ist von zentraler Wichtigkeit. – Du wirst an Bord der Vindicator bleiben und Waltham und dieses Piratengezücht observieren. Marcia wird mich begleiten. Und ich benutze den Schutzfeldgenerator.“<br />
<br />
Kavun brummte. Seiner Meinung nach war niemand besser geeignet als er selber inklusive seiner kleinen Waffensammlung, verstand sich, um den Inquisitor zu schützen. Aber der heilige Gehorsam war Pflicht, und so fügte er sich mit einiger Anstrengung.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Station ***</span></span><br />
<br />
Die tholianischen Gesandten würden in einem speziell für ihre Anforderungen hergerichteten Habitat warten, das sich in den unteren Ebenen der Station befand. Leider verhinderten diverse Abschirmungen und Störfelder, direkt in den nächstgelegenen humanoiden Sektor zu beamen. Was bedeutete, Richard musste den Weg zu Fuß zurück legen. Vorbei an legalen Händlern und illegalen Drogendealern, Hökern mit gestohlener Hardware und geklonten Sklaven. Aus diversen Spelunken klang Gegröle und Musik, und an einer Ecke konnte man Wetten in einem Wrestlingmatch auf Leben und Tod abschließen. Das Einzig Positive war, dass in dem bunten Treiben niemand von den Neuankömmlingen Notiz zu nehmen schien. <br />
<br />
In der Nähe eines flackernden kaputten Werbebildschirms, dessen Lichblitze ein bizarres Muster auf den verdreckten Stahlboden warfen, verhielt Richard plötzlich. Marcia ließ einen raschen Rundumblick schweifen, konnte aber nichts Aufmerksamkeit erregendes entdecken. Von rechts näherte sich träge ein Antigravtransporter. Ein paar verdreckte Kinder undefinierbarer Spezies tollten vor ihm her und blockierte den Weg.<br />
 <br />
„Exzellenz?“ hauchte die Leibwächterin.<br />
<br />
„Ich nehme eine feindselige Präsenz wahr…“ In der nächsten Sekunde wich er zurück, Marcia glitt vor ihn und starrte Richtung des halb geöffneten Schotts, aus dem ein eisiger Wind wehte.<br />
<br />
Richards Sinne tasteten hinaus und versuchten, die Bedrohung mental zu fassen – und in diesem Augenblick blitzte es dich hinter ihm auf. Marcia fuhr herum, schoß, aber der Disruptorstrahl traf nur noch auf Transporterflimmern. Im Boden hinter ihnen klaffte ein Loch, aus dem sich ein Rauchfähnchen nach oben wand.<br />
<br />
Der Inquisitor holte tief Atem, blieb ansonsten aber unbewegt. Marcia musterte die Anzeige auf ihrem Tricorder. „Eine Timerdrohne,“ erkannte. „Wäre die Antigravkiste nur um 0,9 Sekunden schneller vorbei gewesen, hätte sie ihr Ziel erreicht. Was ist mit Eurem Schutzfeld?“<br />
<br />
„Intakt. Auf maximaler Stufe.“ Also war die Präsenz eine Ablenkung. Im Moment war nichts mehr zu erspüren...<br />
Wer auch immer das Attentat befohlen hatte, wusste also von seiner speziellen Gabe. Damit kamen nur LaSalle infrage und – Waltham. Er traute niemandem. Das war schon immer das Motto der Inquisition gewesen und es hatte sich bewährt. Daher kannte nur er selbst die Frequenz seines Schutzfeldes, und er trug eine eigene kleine Waffe, von der auch seine engste Umgebung nichts wusste. Wie hatte es der letzte Großinquisitor, Valentinian Constantius ausgedrückt? ‚Ein Inquisitor hat keine Freunde. Ein Inquisitor hat Gott allein. Und Gott genügt in allem.‘ Friede sei seiner Seele. <br />
„Setzen wir unseren Weg fort. Das Habitat der Tholianer ist hinter der nächsten Schleuse verzeichnet.“<br />
<br />
…<br />
<br />
Abgeschottet hinter Kraftfeldern, hinter dem die hohe Temperatur alle Umrisse flirren und flimmern ließ, standen drei der spinnenähnlichen tholianischen Kreaturen.<br />
<br />
Als seien sie geradewegs aus den Tiefen der Hölle gestiegen, dachte der Inquisitor. Mit einiger Anstrengung konnte er die fremdartige Präsenz der Tholianer dennoch wahrnehmen. (Anm. Deanna Troi kann ja auch durch den Weltraum und Schiffshüllen wahrnehmen <img src="https://forum.worldofplayers.de/forum/images/smilies/s_072.gif" alt="Zwinker" title="Zwinker" class="smilie smilie_2" />)<br />
Aber: der Zweck heiligte die Mittel und die Bündnispartner! Richard registrierte abwartendes Amüsement und kalte Verachtung. Der von den Tholianern abgestellte Übersetzer, ein mehräugiger Servidi, strahlte Diensteifer und eine gewisse Aufregung ab. Vielleicht wäre es doch intelligenter gewesen, Mittel in die Entwicklung von Translatoren fließen zu lassen, dachte der Inquisitor in diesem Moment. Anstelle davon auszugehen, dass die Galaxis gefälligst die Sprache der überlegenen Spezies – also des Terranischen Imperiums – zu lernen hatte! Er selbst war zwar in mehreren Sprachen geschult, Tholianisch gehörte jedoch nicht dazu. Er beschloss, dies zu ändern, zumindest für Angehörige der Heiligen Inquisition, sobald die Ordnung wieder hergestellt war…<br />
<br />
Nach dem Austausch einiger Höflichkeitsfloskeln zwischen den ungleichen Gesprächspartnern kam der Inquisitor Maximus Electus zum Kern seines Anliegens: „Ich weiß, dass das von uns mit Panox – B bezeichnete System eine gewisse religiöse Bedeutung für die Welt der Tholianer hat.“ ‚Religion‘ kam ihm in diesem Zusammenhang schwer über die Zunge, aber er konnte nicht gut ‚für den abscheulichen Aberglauben‘ sagen!<br />
<br />
Von den Tholianern ertönte eine Fülle verschiedener Klicklaute, die der Übersetzer in die Worte fasste: „K’T’K’aT, das die Niederen Panox nennen, ist die Wiege des Lichts.“<br />
<br />
„Ein Verbrecher aus dem Terranischen Imperium trachtet danach, sich den Ort anzueignen und zu zerstören.“<br />
<br />
„Die Versammlung der Oberen hat die Gerüchte vernommen,“ klackte es.<br />
<br />
Wie interessant… „Ich bin im Besitz von mehr als Gerüchten. Genauen Informationen über die Pläne, die die Wiege des Lichts betreffen.“ Richard missfiel der Ausdruck, aber andererseits musste er seine Allianzpartner in Spe dort abholen, wo sie waren, bei ihrem (Aber-)glauben! „Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, den Gegner aufzuhalten.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis - Log 19 / Sir Waltham]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=644</link>
			<pubDate>Sat, 25 Nov 2023 17:27:21 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=7">Robert Vandenberg</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=644</guid>
			<description><![CDATA[IPS Albion / Walthams Büro<br />
<br />
Richard von Rabenstein musste zugeben, dass er überrascht war. Walthams Reaktion auf Lady Marvas Forderungen war ungewöhnlich ruhig. Richard hatte eine Explosion erwartet, schon wegen der wohl enormen Summe, die Waltham Prequeck schon überwiesen hatte und welche sich jetzt wohl als „leere Investition“ erwiesen hatte. Doch Waltham lächelte nur kalt und lehnte sich in seinem Sessel zurück. Dann nahm er einen Schluck Wasser aus einem edlen Glas und wandte sich an Richard.<br />
<br />
Wa: Euer Emminenz, würden Sie bitte den Wortlaut Ihrer Konversation mit Madame Marva wiederholen?<br />
RR: Sicher. Lady Marva sagte folgendes: Was haben Sie noch mal, dass mich interessiert? Dass ich Ihnen den Dark Rim Korridor öffne? Und kommen Sie mir nicht mit den geistlichen Wohltaten, oder der Zukunft der Galaxis und solchen Platitüden. Oder den Almosen, die Ihr Mittelsmann hat fallen lassen. Bieten Sie mir etwas … Unwiderstehliches.<br />
Wa: Almosen Soso. Nun wenn Madame etwas Unwiderstehliches haben möchte.<br />
<br />
Vor Walthams Augen entfaltete sich ein Hologramm. Walthams Augen schienen den angezeigten Diagrammen und ständig sich ändernden Zahlen fast schon gierig zu folgen. Dann breitete sich ein dämonisches Lächeln auf seinem Gesicht aus.<br />
<br />
Wa: Nun Euer Emminenz, ich muss zugeben, Lady Marvas Vorgehensweise hat mich überrascht, da sie gegen den Kodex dieser Leute verstößt.<br />
RR: Diese Leute haben alles, nur keinen Kodex.<br />
Wa: Ja nicht in unserem Sinne. Aber Kodex hin oder her, auch ich habe einen gewissen Kodex in solchen Fällen. Und der lautet: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Ah da haben wir es ja.<br />
<br />
Mit einer geübten Handbewegung aktvierte Waltham eine gesicherte und nicht rückverfolgbare Leitung zu Lady Marva. Das Gesicht der Frau erschien, ein gewinnendes Lächeln zu Schau stellend.<br />
<br />
LM: Ah..der geheimnisvolle Gönner hinter dem Frack des Paffen.<br />
Wa: Lady Marva, ich habe von Ihrer Unzufriedenheit mit meinem Angebot zur Öffnung des Korridors gehört.<br />
LM: Unzufriedenheit? Was Sie mir bieten sind Almosen, eine Frechheit und schon gar nichts Substantielles. Bieten Sie mir etwas , für die sich meine Arbeit lohnt.<br />
Wa: In der Tat bin ich in mich gegangen und habe mein Angebot überdacht.  <br />
LM: Ich höre?<br />
Wa: Nun Lady Mara, ich gehe konform mit Ihrer Implikation , dass bei sich ändernden Geschäftspartnern , sich auch die Vertragssituation ändern kann. Ursprünglich hatte ich ja vor, Ihnen Anteile an meinem Transportunternehmen zu bieten. Das hätte Ihnen einen unauffälligen Zugang zu den offiziellen Raumstraßen gebracht aber…<br />
LM: Das hätte mir keinen Vorteil gebracht.<br />
Wa: Ganz recht Madame, ganz recht. Aber da sich ja jetzt, durch die Veränderung der Geschäftspartner, auch die Konditionen geändert haben, gibt es andere Möglichkeiten.Ich kann Ihnen also etwas Besonderes bieten.<br />
<br />
LM: Und das wäre?<br />
Wa: Die Landerechte auf den Stationen und Siedlungen der Menkalinan-Gruppe.<br />
<br />
Lady Marvas Gesichttszüge schienen einzufrieren.<br />
<br />
LM: Wollen Sie mich verarschen? Diese Rechte habe ich schon!<br />
Wa: Ja, aber nur solange, bis jemand bei der Menkalinan-Group Ihnen die Rechte entzieht. Und glauben Sie mir, ich habe nicht nur die Möglichkeit dazu, dies zu arrangieren., Nein, nicht nur das.<br />
ich habe dies schon mehrfach getan. Und bevor Sie jetzt ein „ na dann machen Sie doch“ von sich geben, sollten Sie wissen, dass ich die finanzielle Lage Ihres Syndikats untersucht habe. Sie generieren 60% Ihrer Einnahmen durch den Schmuggel in den Gebieten der Menkalinan- Group. Ein Wegfall der Landerechte würde für Sie Mehrkosten von 12, 8 Millionen Credits pro Jahr bedeuten, da Sie dann keinen direkten Zugriff mehr hätten, sondern mit lokalen Gruppen zusammenarbeiten müssten. Ihr Guthaben auf Aargau beträgt lediglich 500000 Credits. Für mich würde es nur 30 sec. dauern, meine Rechte gegenüber dem Direktorium der Menkalinan-Group durchzusetzen. Aber für Sie würde das den Bankrott bedeuten. Den sicheren Bankrott.<br />
LM: Das ist Erpressung, Sie sind ein Verbrecher.<br />
Wa: Nein, ich bin Geschäftsmann. Und Geschäfte sind eben einer militärischen Handlung ähnlich.<br />
LM: Wissen Sie in welche Bedrängnis Sie mich dadurch bringen?<br />
Wa: Madame,  jeder ist in Bedrängnis, heutzutage. Das macht die Würze des Ganzen aus, nicht wahr?<br />
Also ich warte auf Ihre Rückmeldung. Ich habe die Ehre, Ihnen einen schönen Tag zu wünschen.<br />
<br />
Waltham unterbrach die Verbindung.<br />
<br />
Wa: Nun Euer Emminenz, war dies gegen den Willen der Kirche?<br />
<br />
Richard lächelte schmal.<br />
<br />
RR: Nun, bezüglich Lady Marva kann ich hier nur sagen: Wer Wind sät.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[IPS Albion / Walthams Büro<br />
<br />
Richard von Rabenstein musste zugeben, dass er überrascht war. Walthams Reaktion auf Lady Marvas Forderungen war ungewöhnlich ruhig. Richard hatte eine Explosion erwartet, schon wegen der wohl enormen Summe, die Waltham Prequeck schon überwiesen hatte und welche sich jetzt wohl als „leere Investition“ erwiesen hatte. Doch Waltham lächelte nur kalt und lehnte sich in seinem Sessel zurück. Dann nahm er einen Schluck Wasser aus einem edlen Glas und wandte sich an Richard.<br />
<br />
Wa: Euer Emminenz, würden Sie bitte den Wortlaut Ihrer Konversation mit Madame Marva wiederholen?<br />
RR: Sicher. Lady Marva sagte folgendes: Was haben Sie noch mal, dass mich interessiert? Dass ich Ihnen den Dark Rim Korridor öffne? Und kommen Sie mir nicht mit den geistlichen Wohltaten, oder der Zukunft der Galaxis und solchen Platitüden. Oder den Almosen, die Ihr Mittelsmann hat fallen lassen. Bieten Sie mir etwas … Unwiderstehliches.<br />
Wa: Almosen Soso. Nun wenn Madame etwas Unwiderstehliches haben möchte.<br />
<br />
Vor Walthams Augen entfaltete sich ein Hologramm. Walthams Augen schienen den angezeigten Diagrammen und ständig sich ändernden Zahlen fast schon gierig zu folgen. Dann breitete sich ein dämonisches Lächeln auf seinem Gesicht aus.<br />
<br />
Wa: Nun Euer Emminenz, ich muss zugeben, Lady Marvas Vorgehensweise hat mich überrascht, da sie gegen den Kodex dieser Leute verstößt.<br />
RR: Diese Leute haben alles, nur keinen Kodex.<br />
Wa: Ja nicht in unserem Sinne. Aber Kodex hin oder her, auch ich habe einen gewissen Kodex in solchen Fällen. Und der lautet: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Ah da haben wir es ja.<br />
<br />
Mit einer geübten Handbewegung aktvierte Waltham eine gesicherte und nicht rückverfolgbare Leitung zu Lady Marva. Das Gesicht der Frau erschien, ein gewinnendes Lächeln zu Schau stellend.<br />
<br />
LM: Ah..der geheimnisvolle Gönner hinter dem Frack des Paffen.<br />
Wa: Lady Marva, ich habe von Ihrer Unzufriedenheit mit meinem Angebot zur Öffnung des Korridors gehört.<br />
LM: Unzufriedenheit? Was Sie mir bieten sind Almosen, eine Frechheit und schon gar nichts Substantielles. Bieten Sie mir etwas , für die sich meine Arbeit lohnt.<br />
Wa: In der Tat bin ich in mich gegangen und habe mein Angebot überdacht.  <br />
LM: Ich höre?<br />
Wa: Nun Lady Mara, ich gehe konform mit Ihrer Implikation , dass bei sich ändernden Geschäftspartnern , sich auch die Vertragssituation ändern kann. Ursprünglich hatte ich ja vor, Ihnen Anteile an meinem Transportunternehmen zu bieten. Das hätte Ihnen einen unauffälligen Zugang zu den offiziellen Raumstraßen gebracht aber…<br />
LM: Das hätte mir keinen Vorteil gebracht.<br />
Wa: Ganz recht Madame, ganz recht. Aber da sich ja jetzt, durch die Veränderung der Geschäftspartner, auch die Konditionen geändert haben, gibt es andere Möglichkeiten.Ich kann Ihnen also etwas Besonderes bieten.<br />
<br />
LM: Und das wäre?<br />
Wa: Die Landerechte auf den Stationen und Siedlungen der Menkalinan-Gruppe.<br />
<br />
Lady Marvas Gesichttszüge schienen einzufrieren.<br />
<br />
LM: Wollen Sie mich verarschen? Diese Rechte habe ich schon!<br />
Wa: Ja, aber nur solange, bis jemand bei der Menkalinan-Group Ihnen die Rechte entzieht. Und glauben Sie mir, ich habe nicht nur die Möglichkeit dazu, dies zu arrangieren., Nein, nicht nur das.<br />
ich habe dies schon mehrfach getan. Und bevor Sie jetzt ein „ na dann machen Sie doch“ von sich geben, sollten Sie wissen, dass ich die finanzielle Lage Ihres Syndikats untersucht habe. Sie generieren 60% Ihrer Einnahmen durch den Schmuggel in den Gebieten der Menkalinan- Group. Ein Wegfall der Landerechte würde für Sie Mehrkosten von 12, 8 Millionen Credits pro Jahr bedeuten, da Sie dann keinen direkten Zugriff mehr hätten, sondern mit lokalen Gruppen zusammenarbeiten müssten. Ihr Guthaben auf Aargau beträgt lediglich 500000 Credits. Für mich würde es nur 30 sec. dauern, meine Rechte gegenüber dem Direktorium der Menkalinan-Group durchzusetzen. Aber für Sie würde das den Bankrott bedeuten. Den sicheren Bankrott.<br />
LM: Das ist Erpressung, Sie sind ein Verbrecher.<br />
Wa: Nein, ich bin Geschäftsmann. Und Geschäfte sind eben einer militärischen Handlung ähnlich.<br />
LM: Wissen Sie in welche Bedrängnis Sie mich dadurch bringen?<br />
Wa: Madame,  jeder ist in Bedrängnis, heutzutage. Das macht die Würze des Ganzen aus, nicht wahr?<br />
Also ich warte auf Ihre Rückmeldung. Ich habe die Ehre, Ihnen einen schönen Tag zu wünschen.<br />
<br />
Waltham unterbrach die Verbindung.<br />
<br />
Wa: Nun Euer Emminenz, war dies gegen den Willen der Kirche?<br />
<br />
Richard lächelte schmal.<br />
<br />
RR: Nun, bezüglich Lady Marva kann ich hier nur sagen: Wer Wind sät.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis - Log 18]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=636</link>
			<pubDate>Sun, 17 Sep 2023 20:41:25 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=4">Richard von Rabenstein</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=636</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Kharrtri-Station ***</span></span><br />
<br />
Richard von Rabenstein, Inquisitor Maximus Electus, lauschte seit über einer Stunde der Beichte von Warlord Prequeck – und hielt dessen Ausdünstungen stand, an sich schon eine Herausforderung. Prequeck schien die Nacht vor seiner Lebensbeichte in einer Kneipe zugebracht zu haben, und von billigem Fusel bis zu billigen Räucherstäbchen war alles an ihm haften geblieben. Möglicherweise war auch die Erfindung von solch zivilisatorischen  Gewinnen wie einer Wasser- oder Schalldusche nicht bis zu ihm gedrungen.<br />
<br />
Richard, der in dem improvisierten „Beichtstuhl“ hinter einem leider nicht geruchsabweisenden Gitter saß, hielt sich dezent ein Tuch vor die Nase. Gut, er und seine Getreuen brauchten die Passage durch den Dark Rim Korridor. Sie brauchten Kontakt zu den Tholianern. Sie mussten LaSalle aufhalten, und das war der einzige, so rasch zu bewerkstelligende Weg. Der Zweck heiligte die Mittel. Leider übertönte er nicht die Gerüche… <br />
<br />
Überdies zählte der Inquisitor nun schon die zwölfte Art, eine Person vom Leben zum Tode zu bringen, die zehnte, jemanden auf unlautere Weise um seinen Besitz zu bringen, und die achte, mit einem weiblichen Wesen Coitus zu pflegen.<br />
<br />
Prequeck auf der anderen Seite des Gitters stieß einen langen Seufzer aus, schluchzte und fuhr fort: „Ich bin ein sündiger Mensch, ich weiß. Aber die Zeiten sind schwer…“<br />
<br />
„Keine Entschuldigungen.“ <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sonst dauert es noch länger.</span><br />
<br />
„Ich weiß, ich weiß, Euer Exzellenz. Es ist auch nur noch eine Sache, die auf mir lastet. Dann kann ich mit befreiter Seele die mir versprochene-„ Ein kurzes Sirren war zu hören, dann ein letzter Seufzer und das unverkennbare Geräusch eines massigen Körpers mit Goldschmuck, der zu Boden rutschte.<br />
<br />
Richard fuhr hoch. Der Gedanke durchzuckte ihn, dass er lieber doch einen Leibwächter – Aber das Beichtgeheimnis - ! In der nächsten Sekunde formte sich in einigen Metern Entfernung wie aus dem Nichts die Gestalt einer Frau. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich werde jetzt Gott bewahre doch nicht ohne die Sakramente---</span><br />
<br />
„Ein persönliches Tarnfeld ist eine feine Sache, finden Sie nicht auch?“ sagte sie kalt und steckte ihre Miniaturarmbrust an den Gürtel. „Keine Sorge, ich wollte nur den Fettsack aus dem Weg räumen.“<br />
<br />
Jetzt erst, als sie die Kappe zurückschob, erkannte der Inquisitor, mit wem er es zu tun hatte. Lady Marva. Die Braut Prequecks! „Madame… Das hatte ich nicht antizipiert.“ Mit größter Anstrengung bekam er den Schreck unter Kontrolle.<br />
<br />
„Mein Vater hatte mich an Prequeck verschachert, für die Absatzmärkte auf Iffilar. Aber ich habe meine eigenen Pläne. Iffilar gehört mir, und jetzt auch der Dark Rim Korridor. – Und, absolvieren Sie mich?“ Sie machte eine Kopfbewegung in Richtung Prequecks Leichnam.<br />
<br />
„Bereuen Sie?“<br />
<br />
„Mache ich den Eindruck?“<br />
<br />
„Ohne Reue keine Absolution.“<br />
<br />
Lady Marva lächelte. „Wie ich sehe, sind Sie ein Mann der Prinzipien.“<br />
<br />
„Das ist eines der Fundamente meines Amtes.“<br />
<br />
Der Armbrust-Todesengel schritt zu einer Komeinheit an der Wand und aktivierte sie. + Jeev? - Marva hier. In Vault 3 ist Unrat zu beseitigen. Und rufe mir den Zehnerrat zusammen. Es gibt wichtige Neuigkeiten! + Sie wandte sich Richtung Ausgang.<br />
<br />
„Was ist mit der Abmachung, die ich mit Ihrem …dahin geschiedenen Verlobten getroffen hatte?“ fragte Richard, ihr eilig folgend. Deo Gratias, hier draußen herrschte wenigstens wieder atembare Luft.<br />
<br />
„Nun, da werden wir neu verhandeln müssen.“ Sie lächelte eisig und anzüglich zugleich.<br />
<br />
„Wir sind etwas in zeitlicher Bedrängnis mit unseren Geschäften.“<br />
<br />
„Jeder ist in Bedrängnis, heutzutage. Das macht die Würze des Ganzen aus, nicht wahr? Was haben Sie noch mal, dass mich interessiert? Dass ich Ihnen den Dark Rim Korridor öffne? Und kommen Sie mir nicht mit den geistlichen Wohltaten, oder der Zukunft der Galaxis und solchen Platitüden. Oder den Almosen, die Ihr Mittelsmann hat fallen lassen. Bieten Sie mir etwas … Unwiderstehliches.“ Damit entschwand sie im nächsten Lift.<br />
<br />
Richard kontaktierte sein Schiff für einen Transport zur „Albion“. Waltham musste in Kenntnis gesetzt werden. Wie er annehmen könnte, würde ihm die Entwicklung der Dinge missfallen. Immerhin hatte er höhere Summen als „Almosen“ fallen lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Kharrtri-Station ***</span></span><br />
<br />
Richard von Rabenstein, Inquisitor Maximus Electus, lauschte seit über einer Stunde der Beichte von Warlord Prequeck – und hielt dessen Ausdünstungen stand, an sich schon eine Herausforderung. Prequeck schien die Nacht vor seiner Lebensbeichte in einer Kneipe zugebracht zu haben, und von billigem Fusel bis zu billigen Räucherstäbchen war alles an ihm haften geblieben. Möglicherweise war auch die Erfindung von solch zivilisatorischen  Gewinnen wie einer Wasser- oder Schalldusche nicht bis zu ihm gedrungen.<br />
<br />
Richard, der in dem improvisierten „Beichtstuhl“ hinter einem leider nicht geruchsabweisenden Gitter saß, hielt sich dezent ein Tuch vor die Nase. Gut, er und seine Getreuen brauchten die Passage durch den Dark Rim Korridor. Sie brauchten Kontakt zu den Tholianern. Sie mussten LaSalle aufhalten, und das war der einzige, so rasch zu bewerkstelligende Weg. Der Zweck heiligte die Mittel. Leider übertönte er nicht die Gerüche… <br />
<br />
Überdies zählte der Inquisitor nun schon die zwölfte Art, eine Person vom Leben zum Tode zu bringen, die zehnte, jemanden auf unlautere Weise um seinen Besitz zu bringen, und die achte, mit einem weiblichen Wesen Coitus zu pflegen.<br />
<br />
Prequeck auf der anderen Seite des Gitters stieß einen langen Seufzer aus, schluchzte und fuhr fort: „Ich bin ein sündiger Mensch, ich weiß. Aber die Zeiten sind schwer…“<br />
<br />
„Keine Entschuldigungen.“ <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Sonst dauert es noch länger.</span><br />
<br />
„Ich weiß, ich weiß, Euer Exzellenz. Es ist auch nur noch eine Sache, die auf mir lastet. Dann kann ich mit befreiter Seele die mir versprochene-„ Ein kurzes Sirren war zu hören, dann ein letzter Seufzer und das unverkennbare Geräusch eines massigen Körpers mit Goldschmuck, der zu Boden rutschte.<br />
<br />
Richard fuhr hoch. Der Gedanke durchzuckte ihn, dass er lieber doch einen Leibwächter – Aber das Beichtgeheimnis - ! In der nächsten Sekunde formte sich in einigen Metern Entfernung wie aus dem Nichts die Gestalt einer Frau. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Ich werde jetzt Gott bewahre doch nicht ohne die Sakramente---</span><br />
<br />
„Ein persönliches Tarnfeld ist eine feine Sache, finden Sie nicht auch?“ sagte sie kalt und steckte ihre Miniaturarmbrust an den Gürtel. „Keine Sorge, ich wollte nur den Fettsack aus dem Weg räumen.“<br />
<br />
Jetzt erst, als sie die Kappe zurückschob, erkannte der Inquisitor, mit wem er es zu tun hatte. Lady Marva. Die Braut Prequecks! „Madame… Das hatte ich nicht antizipiert.“ Mit größter Anstrengung bekam er den Schreck unter Kontrolle.<br />
<br />
„Mein Vater hatte mich an Prequeck verschachert, für die Absatzmärkte auf Iffilar. Aber ich habe meine eigenen Pläne. Iffilar gehört mir, und jetzt auch der Dark Rim Korridor. – Und, absolvieren Sie mich?“ Sie machte eine Kopfbewegung in Richtung Prequecks Leichnam.<br />
<br />
„Bereuen Sie?“<br />
<br />
„Mache ich den Eindruck?“<br />
<br />
„Ohne Reue keine Absolution.“<br />
<br />
Lady Marva lächelte. „Wie ich sehe, sind Sie ein Mann der Prinzipien.“<br />
<br />
„Das ist eines der Fundamente meines Amtes.“<br />
<br />
Der Armbrust-Todesengel schritt zu einer Komeinheit an der Wand und aktivierte sie. + Jeev? - Marva hier. In Vault 3 ist Unrat zu beseitigen. Und rufe mir den Zehnerrat zusammen. Es gibt wichtige Neuigkeiten! + Sie wandte sich Richtung Ausgang.<br />
<br />
„Was ist mit der Abmachung, die ich mit Ihrem …dahin geschiedenen Verlobten getroffen hatte?“ fragte Richard, ihr eilig folgend. Deo Gratias, hier draußen herrschte wenigstens wieder atembare Luft.<br />
<br />
„Nun, da werden wir neu verhandeln müssen.“ Sie lächelte eisig und anzüglich zugleich.<br />
<br />
„Wir sind etwas in zeitlicher Bedrängnis mit unseren Geschäften.“<br />
<br />
„Jeder ist in Bedrängnis, heutzutage. Das macht die Würze des Ganzen aus, nicht wahr? Was haben Sie noch mal, dass mich interessiert? Dass ich Ihnen den Dark Rim Korridor öffne? Und kommen Sie mir nicht mit den geistlichen Wohltaten, oder der Zukunft der Galaxis und solchen Platitüden. Oder den Almosen, die Ihr Mittelsmann hat fallen lassen. Bieten Sie mir etwas … Unwiderstehliches.“ Damit entschwand sie im nächsten Lift.<br />
<br />
Richard kontaktierte sein Schiff für einen Transport zur „Albion“. Waltham musste in Kenntnis gesetzt werden. Wie er annehmen könnte, würde ihm die Entwicklung der Dinge missfallen. Immerhin hatte er höhere Summen als „Almosen“ fallen lassen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis - Log 17 / Sir Waltham]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=625</link>
			<pubDate>Sat, 24 Jun 2023 13:31:08 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=7">Robert Vandenberg</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=625</guid>
			<description><![CDATA[An Bord der Albion / Deck 2 / Labortrakt<br />
<br />
Richard von Rabenstein war sich noch immer nicht sicher, warum er der Einladung zur„Präsentation erster Forschungsergebnisse in Sachen LaSalles Plänen“, gefolgt war-<br />
Ihm waren okkulte Dinge, die Werkzeuge der Hölle, eigentlich zuwider. Doch der Gedanke, mehr über die Pläne LaSalles zu erfahren, war wie in schlechter Geschmack, den man trotzdem auskostete, weil er die Sinne ungewöhnlich reizte. Und außerdem war es wichtig, Walthams Fähigkeiten und Wissen einschätzen zu können. Nur für den Fall der Fälle.<br />
Das Labor strahlte, wie wohl alles an Bord von Walthams Privatschiff, eine gediegene Elgeganz aus. Holodisplays und einfache Stühle dominierten den Raum. Luxus für den Geist, nicht für den Körper.<br />
Walthams Gesichtsausdruck verriet seine Gefühle nicht. Und Richard hatte auch keine Veranlassung, diesen Gefühlen nachzuspüren. Würde Waltham etwas Übles gegen Richard im Schilde führen, gäbe es sowieso keine Rettung. Aber so schätzte Richard diesen Mann nicht ein.<br />
Hass? Ja auf LaSalle. Aber aus diesem Hass schien dieser merkwürdige Informationshändler seine Energie zu beziehen.<br />
Waltham wandte sich Richard zu, als dieser eintrat.<br />
<br />
Wa: Ah Euer Exzellenz. Ich freue mich, dass Sie meiner Einladung folgen konnten.<br />
<br />
Richard lächelte dünn.<br />
<br />
RR: Ich muss zugeben, dass die Einladung interessant klang.<br />
Wa: Oh davon bin ich überrzeugt. Das Okkulte, um das es hier geht,  ist immer anziehend. Und darin liegt seine eigentliche Macht.<br />
RR: Sie wollen mir hier doch wohl nicht ein kleines Happening des Grauens vorführen? Das wäre reine Zeitverschwendung.<br />
Wa: Keine Sorge, hier geht es um Fakten.<br />
RR: Gut. Denn an einen Irrglauben kann ich keinen Gedanken verschwenden.<br />
Wa: Das Okkulte ist also ein Irrglaube!? Hat nicht auch der „wahre Glaube“ okkulte Elemente?<br />
RR: Das kommt auf den Betrachtungswinkel an. Aber kommen wir doch einfach zur Sache.<br />
Wa: Oh, wie sind bereits bei der Sache. Wasser zu Wein, Speisungen unzähliger Menschen usw. usw. Das alles klingt für Nichtgläubige fantastisch, unmöglich. Doch ist es das wirklich? Denn wenn wir alles Religiöse weglassen, bietet sich uns der simple Fakt einer Materiumformung und Replizierung.<br />
RR: Ich bin zwar kein Experte in Replikationstechnologien aber ich weiß was Sie meinen. Fahren Sie fort.<br />
Wa: Ich gehe einmal davon aus, das Ihnen die Grundprinzipien der Transportertechnologie bekannt sind. Der technologische Aufwand der zur Materieteleportationen betrieben werden muss , ist auch heute noch immens. Was wäre nun aber, wenn ich keinen Materiestrom transportieren würde, sondern lediglich die Information zum Bau eines Objekts , zu seiner Materialisation aus am Zielort vorhandener Materie , übertragen würde?<br />
RR: Das würde sehr viel Zeit und Energie sparen und die Reichweite extrem erhöhen.<br />
Wa: Richtig. Man könnte vor Ort Waffen, Munition, ja automatisierte Kampfsysteme erzeugen und gegen einen Gegner einsetzen.<br />
RR: Das ist aber nichts Neues. Die Inquisition hat dieses Verfahren auf Mornell Secundus schon vor 100 Jahren eingesetzt.<br />
Wa: So, hat Sie das? Mag ja sein. Aber das alles ist immer noch im Bereich unseres Verständnisses der Physik. Doch nehmen wir einmal an, jemand wendet dieses Verfahren auf einen, sagen wir Gedankenimpuls an. <br />
RR: Wie meinen Sie das?<br />
Wa: Nun, was wäre, wenn man einen Gedanken, einen festen Willen, einen Befehl, in einen molekularen Bauplan umwandeln und über große Entfernungen transportieren könnte. Und wenn man statt eines technologisch erzeugten Trägers, ein extrem starkes, psionisches Feld verwenden würde.<br />
RR: Man könnte dann nicht nur die Gedanken eines Wesens kontrollieren, sondern man wäre dann auch in der Lage, Kraft der eigenen Gedanken aus Materie alles zu formen , was man benötigt. <br />
Wa: Oder eine Person oder Objekt physikalisch zu attackieren. Man benötigt keine eigene Armee, man erschafft sich eine Armee im Inneren des Zieles. Und gegen diese Art von Energie gibt es noch keine Schilde.<br />
RR: Das Umwandeln von Materie nur durch Gedankenkraft könnte man als Magie oder Hexerei bezeichnen.<br />
Wa: Ja, aber auch nur, weil die treibende Kraft dahinter nicht mechanischer Natur wäre.<br />
RR: Dazu würde man aberf extrem starke, psionische Kräfte benötigen.<br />
Wa. Ja, aber wenn LaSalle an solche Kräfte , sozusagen an mentale Generatoren heran kommen würde….<br />
RR. Dann könnten er und seine Untergebenen überall in der Galaxis angreifen. Sie müssten nicht einmal vor Ort sein. Ja nicht einmal in der Nähe ihres Ziels.<br />
Wa: Stellen Sie sich vor, er würde so etwas wie mentale Relaisstationen einrichten <br />
RR: Er würde seinen Willen, ja einen Teil seines Geistes überall hin projizieren können. Er würde diesen Teil seines Geistes vom Körper trennen.<br />
Wa: Eine Art taktisches Disanimatio.<br />
RR: Mein Gott<br />
Wa: Es kommt noch besser. Laut den Informationen, welche ich …nun sagen wir…..monitär extrahiert habe, gibt es im Gebiet von Panox-B, Überreste einer alten Zivilisation, von der viele Völker behaupten, dass diese Zivilisation über gigantische mentale Kräfte verfügt hätte. UND das diese Wesen nur schlafen würden. Wenn LaSalle sich dieser Wesen, wenn Sie existieren, bedient….<br />
RR: Daher ist es umso dringender, LaSalle aufzuhalten, bevor er Panox-B erreicht.<br />
Wa: Ich habe , über meine Mittelsmänner, mit einem der Warlords im Dark Rim Korridor, Kontakt aufgenommen. Dalin Prequeck ist reich, er ist kunstsinnig und ein wenig verrückt. Und er hat wohl Kontakt zu einem Koadjukator der Tholianer.<br />
RR: Sehr gut. Können wir über ihn in Kontakt mit den Tholianern treten?<br />
Wa: Nun theoretisch ja. Doch bevor wir überhaupt daran denken können, Dalin zu fragen, müssen wir erst einmal seine Bedingungen für Gespräche mit ihm erfüllen.<br />
RR: Und die wären?<br />
<br />
Waltham lächelte böse.<br />
<br />
Wa: Nun, Prequeck ist sehr religiös. Und er wird bald heiraten. Und daher hat er einen besonderen Wunsch, da er  gehört hat,  dass eventuell ein Mann der Kirche mit ihm in Kontakt treten könnte.<br />
RR: Ich werde keine Trauung für einen Warlord zelebrieren!<br />
Wa: Nein, das wäre  wirklich unpassend. Dalin möchte etwas anderes.<br />
RR: Und was?<br />
Wa: Er möchte beichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[An Bord der Albion / Deck 2 / Labortrakt<br />
<br />
Richard von Rabenstein war sich noch immer nicht sicher, warum er der Einladung zur„Präsentation erster Forschungsergebnisse in Sachen LaSalles Plänen“, gefolgt war-<br />
Ihm waren okkulte Dinge, die Werkzeuge der Hölle, eigentlich zuwider. Doch der Gedanke, mehr über die Pläne LaSalles zu erfahren, war wie in schlechter Geschmack, den man trotzdem auskostete, weil er die Sinne ungewöhnlich reizte. Und außerdem war es wichtig, Walthams Fähigkeiten und Wissen einschätzen zu können. Nur für den Fall der Fälle.<br />
Das Labor strahlte, wie wohl alles an Bord von Walthams Privatschiff, eine gediegene Elgeganz aus. Holodisplays und einfache Stühle dominierten den Raum. Luxus für den Geist, nicht für den Körper.<br />
Walthams Gesichtsausdruck verriet seine Gefühle nicht. Und Richard hatte auch keine Veranlassung, diesen Gefühlen nachzuspüren. Würde Waltham etwas Übles gegen Richard im Schilde führen, gäbe es sowieso keine Rettung. Aber so schätzte Richard diesen Mann nicht ein.<br />
Hass? Ja auf LaSalle. Aber aus diesem Hass schien dieser merkwürdige Informationshändler seine Energie zu beziehen.<br />
Waltham wandte sich Richard zu, als dieser eintrat.<br />
<br />
Wa: Ah Euer Exzellenz. Ich freue mich, dass Sie meiner Einladung folgen konnten.<br />
<br />
Richard lächelte dünn.<br />
<br />
RR: Ich muss zugeben, dass die Einladung interessant klang.<br />
Wa: Oh davon bin ich überrzeugt. Das Okkulte, um das es hier geht,  ist immer anziehend. Und darin liegt seine eigentliche Macht.<br />
RR: Sie wollen mir hier doch wohl nicht ein kleines Happening des Grauens vorführen? Das wäre reine Zeitverschwendung.<br />
Wa: Keine Sorge, hier geht es um Fakten.<br />
RR: Gut. Denn an einen Irrglauben kann ich keinen Gedanken verschwenden.<br />
Wa: Das Okkulte ist also ein Irrglaube!? Hat nicht auch der „wahre Glaube“ okkulte Elemente?<br />
RR: Das kommt auf den Betrachtungswinkel an. Aber kommen wir doch einfach zur Sache.<br />
Wa: Oh, wie sind bereits bei der Sache. Wasser zu Wein, Speisungen unzähliger Menschen usw. usw. Das alles klingt für Nichtgläubige fantastisch, unmöglich. Doch ist es das wirklich? Denn wenn wir alles Religiöse weglassen, bietet sich uns der simple Fakt einer Materiumformung und Replizierung.<br />
RR: Ich bin zwar kein Experte in Replikationstechnologien aber ich weiß was Sie meinen. Fahren Sie fort.<br />
Wa: Ich gehe einmal davon aus, das Ihnen die Grundprinzipien der Transportertechnologie bekannt sind. Der technologische Aufwand der zur Materieteleportationen betrieben werden muss , ist auch heute noch immens. Was wäre nun aber, wenn ich keinen Materiestrom transportieren würde, sondern lediglich die Information zum Bau eines Objekts , zu seiner Materialisation aus am Zielort vorhandener Materie , übertragen würde?<br />
RR: Das würde sehr viel Zeit und Energie sparen und die Reichweite extrem erhöhen.<br />
Wa: Richtig. Man könnte vor Ort Waffen, Munition, ja automatisierte Kampfsysteme erzeugen und gegen einen Gegner einsetzen.<br />
RR: Das ist aber nichts Neues. Die Inquisition hat dieses Verfahren auf Mornell Secundus schon vor 100 Jahren eingesetzt.<br />
Wa: So, hat Sie das? Mag ja sein. Aber das alles ist immer noch im Bereich unseres Verständnisses der Physik. Doch nehmen wir einmal an, jemand wendet dieses Verfahren auf einen, sagen wir Gedankenimpuls an. <br />
RR: Wie meinen Sie das?<br />
Wa: Nun, was wäre, wenn man einen Gedanken, einen festen Willen, einen Befehl, in einen molekularen Bauplan umwandeln und über große Entfernungen transportieren könnte. Und wenn man statt eines technologisch erzeugten Trägers, ein extrem starkes, psionisches Feld verwenden würde.<br />
RR: Man könnte dann nicht nur die Gedanken eines Wesens kontrollieren, sondern man wäre dann auch in der Lage, Kraft der eigenen Gedanken aus Materie alles zu formen , was man benötigt. <br />
Wa: Oder eine Person oder Objekt physikalisch zu attackieren. Man benötigt keine eigene Armee, man erschafft sich eine Armee im Inneren des Zieles. Und gegen diese Art von Energie gibt es noch keine Schilde.<br />
RR: Das Umwandeln von Materie nur durch Gedankenkraft könnte man als Magie oder Hexerei bezeichnen.<br />
Wa: Ja, aber auch nur, weil die treibende Kraft dahinter nicht mechanischer Natur wäre.<br />
RR: Dazu würde man aberf extrem starke, psionische Kräfte benötigen.<br />
Wa. Ja, aber wenn LaSalle an solche Kräfte , sozusagen an mentale Generatoren heran kommen würde….<br />
RR. Dann könnten er und seine Untergebenen überall in der Galaxis angreifen. Sie müssten nicht einmal vor Ort sein. Ja nicht einmal in der Nähe ihres Ziels.<br />
Wa: Stellen Sie sich vor, er würde so etwas wie mentale Relaisstationen einrichten <br />
RR: Er würde seinen Willen, ja einen Teil seines Geistes überall hin projizieren können. Er würde diesen Teil seines Geistes vom Körper trennen.<br />
Wa: Eine Art taktisches Disanimatio.<br />
RR: Mein Gott<br />
Wa: Es kommt noch besser. Laut den Informationen, welche ich …nun sagen wir…..monitär extrahiert habe, gibt es im Gebiet von Panox-B, Überreste einer alten Zivilisation, von der viele Völker behaupten, dass diese Zivilisation über gigantische mentale Kräfte verfügt hätte. UND das diese Wesen nur schlafen würden. Wenn LaSalle sich dieser Wesen, wenn Sie existieren, bedient….<br />
RR: Daher ist es umso dringender, LaSalle aufzuhalten, bevor er Panox-B erreicht.<br />
Wa: Ich habe , über meine Mittelsmänner, mit einem der Warlords im Dark Rim Korridor, Kontakt aufgenommen. Dalin Prequeck ist reich, er ist kunstsinnig und ein wenig verrückt. Und er hat wohl Kontakt zu einem Koadjukator der Tholianer.<br />
RR: Sehr gut. Können wir über ihn in Kontakt mit den Tholianern treten?<br />
Wa: Nun theoretisch ja. Doch bevor wir überhaupt daran denken können, Dalin zu fragen, müssen wir erst einmal seine Bedingungen für Gespräche mit ihm erfüllen.<br />
RR: Und die wären?<br />
<br />
Waltham lächelte böse.<br />
<br />
Wa: Nun, Prequeck ist sehr religiös. Und er wird bald heiraten. Und daher hat er einen besonderen Wunsch, da er  gehört hat,  dass eventuell ein Mann der Kirche mit ihm in Kontakt treten könnte.<br />
RR: Ich werde keine Trauung für einen Warlord zelebrieren!<br />
Wa: Nein, das wäre  wirklich unpassend. Dalin möchte etwas anderes.<br />
RR: Und was?<br />
Wa: Er möchte beichten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis Log 16]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=623</link>
			<pubDate>Thu, 01 Jun 2023 20:56:52 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=4">Richard von Rabenstein</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=623</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Vindicator *** </span></span><br />
<br />
„Sie haben sich also entschlossen, mein Angebot anzunehmen.“ Die Stimme Walthams schien den Raum bereits zu erfüllen, noch ehe seine Gestalt materialisiert war.<br />
<br />
Richard von Rabenstein nahm an, dass das Phänomen der verschachtelten Transporterroutine geschuldet war. „Ich möchte Ihnen zuvor eine letzte Frage stellen,“ erwiderte er anstelle einer Antwort und fixierte sein Gegenüber emotionslos. „Sie sprachen das Valentinian-Vanderbilt-Axiom an. Was würden wir tun, wenn wir Satan … in unserer Gewalt hätten. Wie lautete die Antwort Monsignore Hualvas?“<br />
<br />
„Dass der Mensch das gänzlich Böse nur dann zur Gänze vernichten kann, wenn er sich in einen perfekten Spiegel verwandelt und somit quasi die Aura des Bösen auf sich selbst zurück wirft. Was impliziert, selbst zum gänzlich Bösen zu werden. Lediglich Gott kann Satan vernichten.“<br />
<br />
Richard lächelte kaum merklich. „Das ist der Grund, dass man Sie exmatrikulierte. Arroganz der Kreatur.“<br />
<br />
„Anmaßung ist eine Sünde, die der Inquisition ja keineswegs fremd ist, nicht wahr?“<br />
„Nur ist es politisch unklug, wenn bereits die Adepten sich etwas anmaßen. – Wie dem auch sei. Ich habe nicht vor, zum Spiegel LaSalles zu werden, um ihn zu vernichten. Wenn dies Ihr Weg ist, werden Sie ihn allein beschreiten müssen.“<br />
<br />
„Wie ich schon sagte, ohne Dunkelheit kein Licht. Aber ebenso, ohne Licht keine Dunkelheit.“<br />
<br />
„Eine geradezu … kosmische Allianz also.“<br />
<br />
„Wenn Sie es so bezeichnen wollen. Zumindest eine, die entsprechend kosmische Tragweite entfalten kann,“ entgegnete Waltham. Er streckte die Hand aus, und nach einem letzten Augenblick des Zögerns schlug der Großinquisitor ein.<br />
<br />
„Wir sollten uns nicht länger mit philosophischen Diskussionen aufhalten,“ ging Waltham dann zur Tagesordnung über. „Nach meinen letzten Informationen hat LaSalle die Forschungen zur Disanimatio voran getrieben…“<br />
<br />
„Die Trennung des Geistes vom Körper? Das ist—“<br />
<br />
„Und er plant, nach Panox-B zu fliegen, in das Gebiet des Interdikts. Er stellt derzeit eine Flotte zusammen und lässt sie mit Interphasenschilden ausrüsten. Das gibt uns etwas Zeit. Aber Sie wissen, worauf das hinauslaufen könnte.“<br />
<br />
„Die dunkle Gefahr, die er herauf beschwört, inszeniert er selbst. Eine dunkle Armee körperloser Wesen unter seinem Kommando.“<br />
<br />
„Oder dem Kommando eines Psi-Korps.“<br />
<br />
„Die Forschungen waren untersagt,“ <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">zumindest in meinem Universum</span>…<br />
<br />
Waltham ließ sich in einem der unbequemen Sessel im spartanischen ‚Briefingroom‘ nieder. „Man munkelt, dass sich LaSalle mit irgendwelchen abtrünnigen Vulkaniern zusammen geschlossen hat, die mit dem Stein von Gol experimentierten.“<br />
<br />
„Ah.“ Das besagte Artefakt lag in SEINEM Universum im Hauptsafe in den Vatikanischen Archiven.<br />
<br />
„Wir müssen ihn aufhalten, und zwar bevor er Panox-B erreicht. Eine meiner Kontaktpersonen ließ verlauten, dass die Lage innerhalb der klingonischen Rebellen günstig sein könnte, ein Bündnis mit den abtrünnigen Romulanern in die Wege zu leiten – diese Sitzgelegenheit grenzt übrigens an Folter.“ Waltham erhob sich wieder.<br />
<br />
„Wenn Ihnen an körperlichen Bequemlichkeiten gelegen ist, ist die Vindicator nicht der richtige Ort.“<br />
<br />
„Sie könnten Ihr Domizil auf dem neuen Schiff aufschlagen.“<br />
<br />
„Wenn ich die Zeit für gekommen erachte,“ entgegnete Richard nur. In Wahrheit brauchten er und Kavun noch etwas Zeit, sämtliche Aspekte dieses Geschenkes zu analysieren und die Sicherheit zu überprüfen. Es reichte ihm, dass er einmal aus seinem Quartier entführt worden war! <br />
„Und was Ihre projektierten Verbündeten betrifft: ich habe wenig Verlangen, mich mit gottlosen, niederen Kreaturen zu umgeben.  Meine bisher mit ihnen gemachten Erfahrungen reichen mir vollumfänglich aus. – Was ist im Gegenzug mit den Tholianern? In meinem Universum haben sie es in der Schlacht von Tor Pagnotta vermocht, eine halbe Borgflotte in ihrem Netz zu fangen und zu halten, bis sie zerstört werden könnte.“<br />
<br />
Waltham brummte. „Sie haben hohe Ansprüche.“<br />
<br />
„Ich habe ein hohes Amt.“<br />
<br />
„Nun, die Tholianer. Ja, in der Tat. Sie befinden sich im nominellen Kriegszustand mit dem Imperium.“<br />
<br />
„Das sollte sie zu unseren idealen Partnern machen.“<br />
<br />
„Sie halten humanoide Lebensformen für minderwertig.“<br />
<br />
Richard hob die Brauen. War das Sarkasmus oder lediglich eine Feststellung gewesen. „Dann überzeugen wir sie vom Gegenteil,“ erwiderte er. „Haben Sie in Ihrem Informationsrepertoire Anhaltspunkte, wo wir mit den Tholianern in Kontakt treten könnten?“<br />
<br />
„Allerdings. Im Dark Rim Korridor. Es ist allerdings ein sonderlich…. erhebendes Plätzchen. Die zwei Außenposten werden von unabhängigen Warlords überwacht, DeRaaf ein Dorn im Auge. Ein Drogenumschlagplatz.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Vindicator *** </span></span><br />
<br />
„Sie haben sich also entschlossen, mein Angebot anzunehmen.“ Die Stimme Walthams schien den Raum bereits zu erfüllen, noch ehe seine Gestalt materialisiert war.<br />
<br />
Richard von Rabenstein nahm an, dass das Phänomen der verschachtelten Transporterroutine geschuldet war. „Ich möchte Ihnen zuvor eine letzte Frage stellen,“ erwiderte er anstelle einer Antwort und fixierte sein Gegenüber emotionslos. „Sie sprachen das Valentinian-Vanderbilt-Axiom an. Was würden wir tun, wenn wir Satan … in unserer Gewalt hätten. Wie lautete die Antwort Monsignore Hualvas?“<br />
<br />
„Dass der Mensch das gänzlich Böse nur dann zur Gänze vernichten kann, wenn er sich in einen perfekten Spiegel verwandelt und somit quasi die Aura des Bösen auf sich selbst zurück wirft. Was impliziert, selbst zum gänzlich Bösen zu werden. Lediglich Gott kann Satan vernichten.“<br />
<br />
Richard lächelte kaum merklich. „Das ist der Grund, dass man Sie exmatrikulierte. Arroganz der Kreatur.“<br />
<br />
„Anmaßung ist eine Sünde, die der Inquisition ja keineswegs fremd ist, nicht wahr?“<br />
„Nur ist es politisch unklug, wenn bereits die Adepten sich etwas anmaßen. – Wie dem auch sei. Ich habe nicht vor, zum Spiegel LaSalles zu werden, um ihn zu vernichten. Wenn dies Ihr Weg ist, werden Sie ihn allein beschreiten müssen.“<br />
<br />
„Wie ich schon sagte, ohne Dunkelheit kein Licht. Aber ebenso, ohne Licht keine Dunkelheit.“<br />
<br />
„Eine geradezu … kosmische Allianz also.“<br />
<br />
„Wenn Sie es so bezeichnen wollen. Zumindest eine, die entsprechend kosmische Tragweite entfalten kann,“ entgegnete Waltham. Er streckte die Hand aus, und nach einem letzten Augenblick des Zögerns schlug der Großinquisitor ein.<br />
<br />
„Wir sollten uns nicht länger mit philosophischen Diskussionen aufhalten,“ ging Waltham dann zur Tagesordnung über. „Nach meinen letzten Informationen hat LaSalle die Forschungen zur Disanimatio voran getrieben…“<br />
<br />
„Die Trennung des Geistes vom Körper? Das ist—“<br />
<br />
„Und er plant, nach Panox-B zu fliegen, in das Gebiet des Interdikts. Er stellt derzeit eine Flotte zusammen und lässt sie mit Interphasenschilden ausrüsten. Das gibt uns etwas Zeit. Aber Sie wissen, worauf das hinauslaufen könnte.“<br />
<br />
„Die dunkle Gefahr, die er herauf beschwört, inszeniert er selbst. Eine dunkle Armee körperloser Wesen unter seinem Kommando.“<br />
<br />
„Oder dem Kommando eines Psi-Korps.“<br />
<br />
„Die Forschungen waren untersagt,“ <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">zumindest in meinem Universum</span>…<br />
<br />
Waltham ließ sich in einem der unbequemen Sessel im spartanischen ‚Briefingroom‘ nieder. „Man munkelt, dass sich LaSalle mit irgendwelchen abtrünnigen Vulkaniern zusammen geschlossen hat, die mit dem Stein von Gol experimentierten.“<br />
<br />
„Ah.“ Das besagte Artefakt lag in SEINEM Universum im Hauptsafe in den Vatikanischen Archiven.<br />
<br />
„Wir müssen ihn aufhalten, und zwar bevor er Panox-B erreicht. Eine meiner Kontaktpersonen ließ verlauten, dass die Lage innerhalb der klingonischen Rebellen günstig sein könnte, ein Bündnis mit den abtrünnigen Romulanern in die Wege zu leiten – diese Sitzgelegenheit grenzt übrigens an Folter.“ Waltham erhob sich wieder.<br />
<br />
„Wenn Ihnen an körperlichen Bequemlichkeiten gelegen ist, ist die Vindicator nicht der richtige Ort.“<br />
<br />
„Sie könnten Ihr Domizil auf dem neuen Schiff aufschlagen.“<br />
<br />
„Wenn ich die Zeit für gekommen erachte,“ entgegnete Richard nur. In Wahrheit brauchten er und Kavun noch etwas Zeit, sämtliche Aspekte dieses Geschenkes zu analysieren und die Sicherheit zu überprüfen. Es reichte ihm, dass er einmal aus seinem Quartier entführt worden war! <br />
„Und was Ihre projektierten Verbündeten betrifft: ich habe wenig Verlangen, mich mit gottlosen, niederen Kreaturen zu umgeben.  Meine bisher mit ihnen gemachten Erfahrungen reichen mir vollumfänglich aus. – Was ist im Gegenzug mit den Tholianern? In meinem Universum haben sie es in der Schlacht von Tor Pagnotta vermocht, eine halbe Borgflotte in ihrem Netz zu fangen und zu halten, bis sie zerstört werden könnte.“<br />
<br />
Waltham brummte. „Sie haben hohe Ansprüche.“<br />
<br />
„Ich habe ein hohes Amt.“<br />
<br />
„Nun, die Tholianer. Ja, in der Tat. Sie befinden sich im nominellen Kriegszustand mit dem Imperium.“<br />
<br />
„Das sollte sie zu unseren idealen Partnern machen.“<br />
<br />
„Sie halten humanoide Lebensformen für minderwertig.“<br />
<br />
Richard hob die Brauen. War das Sarkasmus oder lediglich eine Feststellung gewesen. „Dann überzeugen wir sie vom Gegenteil,“ erwiderte er. „Haben Sie in Ihrem Informationsrepertoire Anhaltspunkte, wo wir mit den Tholianern in Kontakt treten könnten?“<br />
<br />
„Allerdings. Im Dark Rim Korridor. Es ist allerdings ein sonderlich…. erhebendes Plätzchen. Die zwei Außenposten werden von unabhängigen Warlords überwacht, DeRaaf ein Dorn im Auge. Ein Drogenumschlagplatz.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis - Log 15 / Sir Waltham]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=622</link>
			<pubDate>Sat, 20 May 2023 10:33:25 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=7">Robert Vandenberg</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=622</guid>
			<description><![CDATA[Cerberus-Sektor / Corvus-System / im Orbit um Corvus secundus / Schiff der Advanced Griffon-Klasse / Brücke<br />
<br />
<br />
Das tropfenförmige Schiff, welches neben der Vindicator schwebte, hob sich nicht nur in seiner größeren Länge und Eleganz von der altehrwürdigen Vindicator ab. Seitdem die Vindicator und ihre kleine Flotte, vor ca. 1 Stunde an den ermittelten Koordinaten angekommen waren und Richard, Kavun und eine kleine Sicherheitstruppe sich an Bord des Schiffes begeben hatten, schien Kavun in einer anderen Welt zu schweben. Seine Hände fuhren immer wieder durch die Statusholos, gliitten über die makellosen Flächen der  Konsolen und betrachteten wohl voller Ehrfurcht die Leistungs- und Sensoranzeigen des Schiffes.<br />
Richard von Rabenstein musste lächeln. Kavuns glänzende Augen, sein entrücktes Lächeln, all dies zeugte von einer geradezu kindlichen Freude über das, was er hier sah.<br />
<br />
RR: Nun Kavun, was hälst Du von diesem Schiff?<br />
Ka: Euer Eminenz, dieses Schiff ist einfach unglaublich. Ich war im Maschinenraum. Der Antrieb ist kompakt und trotzdem extrem leistungsfähig. Das Schiff verfügt über äußerst leistungsfähige Sensoren, Waffensysteme mit denen man es mit einem Zerstörer aufnehmen kann, eine Medbay, die sogar Operationen gestattet und vor allem über eine Klasse IV- Tarnvorrichtung.<br />
RR: Wäre dies von Vorteil?<br />
Ka: Euer Eminenz, die wenigsten Schiffe der Inquisition verfügen überhaupt über eine Tarnvorrichtung der Klasse II, geschweige denn der Klasse IV. Dieses Schiff ist ein Wunder. Ein Schiff von der Größe einer Fregatte, mit der Kampfkraft eines Zerstörers. Es ist mehr als ein Wunder! Dieses Schiff ist ein Geschenk des Himmels.<br />
RR: Nicht gerade des Himmels, aber bemerkenswert ist dieses Schiff schon. Es wäre jedoch gut, den Donator zu treffen.<br />
Ka: Wir haben niemanden an Bord vorgefunden.<br />
<br />
Ein leichtes Sirren ertönte und eine tiefe Stimme erfüllte den Raum<br />
<br />
„ Das ist korrekt. Denn bis jetzt war niemand an Bord. Bis jetzt.“<br />
<br />
In einem bisher unbesetzten Sessel saß jetzt ein grauhaariger, über 2 Meter großer Mensch, dessen Aura etwas kaltes und für Kavun Furchterregendes hatte: Waltham. <br />
Gleichzeitig hatte sich ein weiteres Schiff der Advanced-Griffon-Klasse enttarnt.<br />
<br />
Kavuns Hand glitt zu seiner Hüfte doch Richards Handbewegung ließ ihn innehalten.<br />
<br />
Richard von Rabenstein wandte sich am Waltham.<br />
<br />
RR: Ich nehme an, dass Sie der mir noch unbekannte Donator dieses Schiffes sind?<br />
<br />
Waltham nickte und erhob sich aus dem Sessel.<br />
<br />
Wa: Ihre Annahme ist korrekt.<br />
RR: Es wäre gut, wenn Sie in Sachen Ihres Namens nicht ganz so enigmatisch wären.<br />
WA: Nun, es hat schon seinen Sinn, wenn Sie meinen Namen selbst heraus finden müssen. Dies dient auch zu meiner Sicherheit. Erst wenn ich sicher bin, gebe ich das Schiff frei, immer voraus gesetzt, Sie nehmen mein Geschenk an.<br />
RR: Dann wäre es gut, wenn Sie mir einen Hinweis geben würden.<br />
Wa: Dann denken Sie zurück an einen Ort der Lehre und des Wissens in Rom. Denken Sie zurück an einen Studenten der theolog. Fakultät, welcher den Dozenten, Monsignore Hualva, im 8. Semester gefragt hatte, was man den tun würde, wenn man Satan festgenommen hätte-<br />
<br />
Richard stieg im Geiste in die Tiefe seiner Erinnerungen hinab. Ja…da hatte es , zu seiner Studienzeit tatsächlich einen Studenten gegeben, welcher es damals gewagt hatte zu fragen, was man denn gegen Satan unternehmen könne, wenn man ihm mal wirklich begegnen würde. Scheinbar gab es in diesem Universum eine gewisse Varianz. Aber eines war klar. Der Name jenes Studenten, welcher damals das Theologie-Studium, kurz vor seinem Abschluss , abgebrochen hatte.<br />
<br />
RR: Waltham, Sie sind Walter Waltham!<br />
Wa: Korrekt<br />
RR: Interessant. Sie waren berüchtigt im gesamten Seminar.<br />
Wa: Berüchtigt…gut zu wissen. <br />
RR: Man sagte Ihnen nach, Sie hätten sich mit den dunklen, okkulten Seiten des Universums beschäftigt.<br />
Wa: Das zumindest stimmt. Ich befasse mich mit der Dunkelheit, dem Okkulten, dem Bösen.<br />
Denn nur wer die Dunkelheit kennt, kann in ihr ein Licht entzünden.<br />
RR: Monsignore Hualvas Worte.<br />
Wa: Richtig.<br />
RR: Sie sind also jene Person, die mir Unterstützung anbietet. Und wenn ich mir dieses Schiff ansehe, so ist es diese Unterstützung äußerst großzügig.  Und für Sie äußerst kostspielig.<br />
Wa: Machen Sie sich darüber keine Sorgen.<br />
RR: Das tue ich nicht. Ich frage mich jedoch noch immer, warum Sie mich unterstützen? Was verlangen Sie von mir für Ihre Unterstützung?<br />
Wa: Ich bin Informationshändler. Mein Vermögen und mein Umsatz ermöglicht es mir, Dinge die ich für wichtig halte, unentgeltlich durchzuführen. Alles was ich von Ihnen verlange, ist genau das weiterhin zu tun, was Sie ohnehin tun. LaSalle und seine Sympathisanten zu bekämpfen.<br />
RR: Das impliziert die Frage, warum ein Informationshändler, welcher in einer so instabilen Situation, wie sie derzeit herrscht, doch wohl exorbitant gut verdient, gegen die Verursacher vorgehen will?<br />
<br />
Waltham lächelte böse.<br />
<br />
Wa: Man mag LaSalles okkulte und an Magieglauben grenzende Ideen als Hokuspokus abtun, wie es wohl DeRaaf tut. Ich handle mit Informationen und Daten, finanziere damit meinen Lebensunterhalt. Aber meine wahre Profession ist die Erforschung des Dunkeln, des Abseitigen. des Okkulten. Nicht aus Faszination, sondern um eine Möglichkeit der Verteidigung gegen diese Kräfte zu finden. Abwegig für die Einen. Aber ich habe mich eingehend mit diesen Dingen beschäftigt. Habe jahrelang des Okkulte studiert und analysiert. Habe mich durch uralte Schriften und moderne wissenschaftliche Abhandlungen vieler Zivilisationen „gefressen“ Ich habe Orte der Finsternis besucht und LaSalles Treiben beobachtet. Und wenn man den ganzen Hokuspokus davon entfernt, so stößt man auf eine höchst reale, psychologische , aber auch physikalische Komponente einer destruktiven Macht, welche von LaSalle entfesselt, unser Universum zerstören kann und wird. Das muss verhindert werden. Doch nur wer sich mit dem Dunklen auskennt, kann dem Licht zum Sieg verhelfen. Dies ist mein Antrieb. Und dem Licht zum Sieg zu verhelfen ist auch wohl Ihr Antrieb. Dies ist der Grund für meine Hilfe. <br />
<br />
RR: Das klingt altruistisch, was es in Wahrheit nicht ist!<br />
Wa: Nicht im Geringsten. Ich möchte nur  nicht, dass dieses Universum untergeht. Auch wenn manche sagen, dass es den Untergang verdient hätte.<br />
Nun haben Sie wohl alle Fakten, die Sie benötigen sich zu entscheiden. Wollen Sie, dass ich Sie in Ihrem Kampf unterstütze oder nicht?<br />
Ich würde das Dunkle aus seinem Versteck treiben und Sie wären des reinigende Licht.<br />
RR: Prosaisch<br />
Wa: Oder auch im wahrsten Sinne des Wortes.<br />
Ich bin auf meinem Schiff, der Albion. Dem „ Schwesternschiff“ dieses Schiffes.<br />
RR: Ich werde Sie kontaktieren. Was geschieht, wenn ich Ihre Hilfe nicht annehme?<br />
Wa: Dann wird jeder wieder seiner Wege gehen und wir werden weiter als Einzelkämpfer gegen LaSalle vorgehen. Was nicht sehr effektiv und zum Scheitern verurteilt wäre. Also überlegen Sie es sich.<br />
Ach ja und was Ihre evtl. Sondierungsversuche meines Geistes betrifft. Ich hoffe, Sie haben alles gesehen, was Sie sehen mussten und wollten. Denn mein Geist hat eine merkwürdige Eigenschaft. Man steht alles, aber man sieht vor allem sich selbst, wie in einem mentalen Spiegel, wenn man mich sondiert. Ich wünsche Ihnen noch einen gesegneten Tag.<br />
<br />
Waltham verschwand in den Schlieren eines Beamvorgangs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Cerberus-Sektor / Corvus-System / im Orbit um Corvus secundus / Schiff der Advanced Griffon-Klasse / Brücke<br />
<br />
<br />
Das tropfenförmige Schiff, welches neben der Vindicator schwebte, hob sich nicht nur in seiner größeren Länge und Eleganz von der altehrwürdigen Vindicator ab. Seitdem die Vindicator und ihre kleine Flotte, vor ca. 1 Stunde an den ermittelten Koordinaten angekommen waren und Richard, Kavun und eine kleine Sicherheitstruppe sich an Bord des Schiffes begeben hatten, schien Kavun in einer anderen Welt zu schweben. Seine Hände fuhren immer wieder durch die Statusholos, gliitten über die makellosen Flächen der  Konsolen und betrachteten wohl voller Ehrfurcht die Leistungs- und Sensoranzeigen des Schiffes.<br />
Richard von Rabenstein musste lächeln. Kavuns glänzende Augen, sein entrücktes Lächeln, all dies zeugte von einer geradezu kindlichen Freude über das, was er hier sah.<br />
<br />
RR: Nun Kavun, was hälst Du von diesem Schiff?<br />
Ka: Euer Eminenz, dieses Schiff ist einfach unglaublich. Ich war im Maschinenraum. Der Antrieb ist kompakt und trotzdem extrem leistungsfähig. Das Schiff verfügt über äußerst leistungsfähige Sensoren, Waffensysteme mit denen man es mit einem Zerstörer aufnehmen kann, eine Medbay, die sogar Operationen gestattet und vor allem über eine Klasse IV- Tarnvorrichtung.<br />
RR: Wäre dies von Vorteil?<br />
Ka: Euer Eminenz, die wenigsten Schiffe der Inquisition verfügen überhaupt über eine Tarnvorrichtung der Klasse II, geschweige denn der Klasse IV. Dieses Schiff ist ein Wunder. Ein Schiff von der Größe einer Fregatte, mit der Kampfkraft eines Zerstörers. Es ist mehr als ein Wunder! Dieses Schiff ist ein Geschenk des Himmels.<br />
RR: Nicht gerade des Himmels, aber bemerkenswert ist dieses Schiff schon. Es wäre jedoch gut, den Donator zu treffen.<br />
Ka: Wir haben niemanden an Bord vorgefunden.<br />
<br />
Ein leichtes Sirren ertönte und eine tiefe Stimme erfüllte den Raum<br />
<br />
„ Das ist korrekt. Denn bis jetzt war niemand an Bord. Bis jetzt.“<br />
<br />
In einem bisher unbesetzten Sessel saß jetzt ein grauhaariger, über 2 Meter großer Mensch, dessen Aura etwas kaltes und für Kavun Furchterregendes hatte: Waltham. <br />
Gleichzeitig hatte sich ein weiteres Schiff der Advanced-Griffon-Klasse enttarnt.<br />
<br />
Kavuns Hand glitt zu seiner Hüfte doch Richards Handbewegung ließ ihn innehalten.<br />
<br />
Richard von Rabenstein wandte sich am Waltham.<br />
<br />
RR: Ich nehme an, dass Sie der mir noch unbekannte Donator dieses Schiffes sind?<br />
<br />
Waltham nickte und erhob sich aus dem Sessel.<br />
<br />
Wa: Ihre Annahme ist korrekt.<br />
RR: Es wäre gut, wenn Sie in Sachen Ihres Namens nicht ganz so enigmatisch wären.<br />
WA: Nun, es hat schon seinen Sinn, wenn Sie meinen Namen selbst heraus finden müssen. Dies dient auch zu meiner Sicherheit. Erst wenn ich sicher bin, gebe ich das Schiff frei, immer voraus gesetzt, Sie nehmen mein Geschenk an.<br />
RR: Dann wäre es gut, wenn Sie mir einen Hinweis geben würden.<br />
Wa: Dann denken Sie zurück an einen Ort der Lehre und des Wissens in Rom. Denken Sie zurück an einen Studenten der theolog. Fakultät, welcher den Dozenten, Monsignore Hualva, im 8. Semester gefragt hatte, was man den tun würde, wenn man Satan festgenommen hätte-<br />
<br />
Richard stieg im Geiste in die Tiefe seiner Erinnerungen hinab. Ja…da hatte es , zu seiner Studienzeit tatsächlich einen Studenten gegeben, welcher es damals gewagt hatte zu fragen, was man denn gegen Satan unternehmen könne, wenn man ihm mal wirklich begegnen würde. Scheinbar gab es in diesem Universum eine gewisse Varianz. Aber eines war klar. Der Name jenes Studenten, welcher damals das Theologie-Studium, kurz vor seinem Abschluss , abgebrochen hatte.<br />
<br />
RR: Waltham, Sie sind Walter Waltham!<br />
Wa: Korrekt<br />
RR: Interessant. Sie waren berüchtigt im gesamten Seminar.<br />
Wa: Berüchtigt…gut zu wissen. <br />
RR: Man sagte Ihnen nach, Sie hätten sich mit den dunklen, okkulten Seiten des Universums beschäftigt.<br />
Wa: Das zumindest stimmt. Ich befasse mich mit der Dunkelheit, dem Okkulten, dem Bösen.<br />
Denn nur wer die Dunkelheit kennt, kann in ihr ein Licht entzünden.<br />
RR: Monsignore Hualvas Worte.<br />
Wa: Richtig.<br />
RR: Sie sind also jene Person, die mir Unterstützung anbietet. Und wenn ich mir dieses Schiff ansehe, so ist es diese Unterstützung äußerst großzügig.  Und für Sie äußerst kostspielig.<br />
Wa: Machen Sie sich darüber keine Sorgen.<br />
RR: Das tue ich nicht. Ich frage mich jedoch noch immer, warum Sie mich unterstützen? Was verlangen Sie von mir für Ihre Unterstützung?<br />
Wa: Ich bin Informationshändler. Mein Vermögen und mein Umsatz ermöglicht es mir, Dinge die ich für wichtig halte, unentgeltlich durchzuführen. Alles was ich von Ihnen verlange, ist genau das weiterhin zu tun, was Sie ohnehin tun. LaSalle und seine Sympathisanten zu bekämpfen.<br />
RR: Das impliziert die Frage, warum ein Informationshändler, welcher in einer so instabilen Situation, wie sie derzeit herrscht, doch wohl exorbitant gut verdient, gegen die Verursacher vorgehen will?<br />
<br />
Waltham lächelte böse.<br />
<br />
Wa: Man mag LaSalles okkulte und an Magieglauben grenzende Ideen als Hokuspokus abtun, wie es wohl DeRaaf tut. Ich handle mit Informationen und Daten, finanziere damit meinen Lebensunterhalt. Aber meine wahre Profession ist die Erforschung des Dunkeln, des Abseitigen. des Okkulten. Nicht aus Faszination, sondern um eine Möglichkeit der Verteidigung gegen diese Kräfte zu finden. Abwegig für die Einen. Aber ich habe mich eingehend mit diesen Dingen beschäftigt. Habe jahrelang des Okkulte studiert und analysiert. Habe mich durch uralte Schriften und moderne wissenschaftliche Abhandlungen vieler Zivilisationen „gefressen“ Ich habe Orte der Finsternis besucht und LaSalles Treiben beobachtet. Und wenn man den ganzen Hokuspokus davon entfernt, so stößt man auf eine höchst reale, psychologische , aber auch physikalische Komponente einer destruktiven Macht, welche von LaSalle entfesselt, unser Universum zerstören kann und wird. Das muss verhindert werden. Doch nur wer sich mit dem Dunklen auskennt, kann dem Licht zum Sieg verhelfen. Dies ist mein Antrieb. Und dem Licht zum Sieg zu verhelfen ist auch wohl Ihr Antrieb. Dies ist der Grund für meine Hilfe. <br />
<br />
RR: Das klingt altruistisch, was es in Wahrheit nicht ist!<br />
Wa: Nicht im Geringsten. Ich möchte nur  nicht, dass dieses Universum untergeht. Auch wenn manche sagen, dass es den Untergang verdient hätte.<br />
Nun haben Sie wohl alle Fakten, die Sie benötigen sich zu entscheiden. Wollen Sie, dass ich Sie in Ihrem Kampf unterstütze oder nicht?<br />
Ich würde das Dunkle aus seinem Versteck treiben und Sie wären des reinigende Licht.<br />
RR: Prosaisch<br />
Wa: Oder auch im wahrsten Sinne des Wortes.<br />
Ich bin auf meinem Schiff, der Albion. Dem „ Schwesternschiff“ dieses Schiffes.<br />
RR: Ich werde Sie kontaktieren. Was geschieht, wenn ich Ihre Hilfe nicht annehme?<br />
Wa: Dann wird jeder wieder seiner Wege gehen und wir werden weiter als Einzelkämpfer gegen LaSalle vorgehen. Was nicht sehr effektiv und zum Scheitern verurteilt wäre. Also überlegen Sie es sich.<br />
Ach ja und was Ihre evtl. Sondierungsversuche meines Geistes betrifft. Ich hoffe, Sie haben alles gesehen, was Sie sehen mussten und wollten. Denn mein Geist hat eine merkwürdige Eigenschaft. Man steht alles, aber man sieht vor allem sich selbst, wie in einem mentalen Spiegel, wenn man mich sondiert. Ich wünsche Ihnen noch einen gesegneten Tag.<br />
<br />
Waltham verschwand in den Schlieren eines Beamvorgangs.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis Log 14]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=621</link>
			<pubDate>Sun, 07 May 2023 18:48:43 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=4">Richard von Rabenstein</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=621</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Vindicator ***</span></span><br />
<br />
Richard von Rabenstein ließ den Blick über die kleine Flotte schweifen, die sich im Sichtbereich um die Vindicator befand. Waren die Personen an Bord ihm treu ergeben oder war alles nur eine ausgeklügelte Falle, die ihn zur Strecke bringen sollte? Er wollte auf jeden Fall wachsam bleiben. Kavun arbeitete an einem subdermalen Transporterimplantat, dass ihm notfalls die Flucht vor einem Zugriff ermöglichen sollte. Dennoch: Wachsamkeit, höchste Wachsamkeit, konnte durch nichts ersetzt werden! Daher hatte er auch dafür gesorgt, dass den beiden Reparaturteams, die nun auf der Vindicator tätig waren, genügend seiner eigenen Leute ‚Hilfe leisteten‘, aka ein wachsames Auge auf sie hatten.<br />
<br />
Am Morgen war er an Bord von Remingtons Schiff gewesen und hatte festgestellt, warum er den Spitznamen „Dr. Dolittle“ trug. Selbst auf der Brücke kreuchte und fleuchte irgendwelches Getier. Nachdem ein gefiedertes Etwas versucht hatte, auf Richards Kopf zu landen, hatte er seinen Besuch an Bord dieser fliegenden Arche Noah etwas abgekürzt. Eine vorsichtige Sondierung der anwesenden Crewmitglieder hatte erbracht, was er ohnehin vermutet hatte: dies waren in der Tat keine gewöhnlichen Piraten. <br />
<br />
Ein starkes Gefühl von Disziplin und Pflichtbewusstsein konnte er erspüren. Remington selbst war ohne Zweifel ein Mann, der Luxus und damit ein erkleckliches Einkommen schätzte, das zeigte schon seine Kleiderwahl. Auch die Handwaffen, die er umgeschnallt trug, waren teure Stücke, nichts aus dem Standardrepertoire des Imperiums. Die Frage blieb, ob der Kommandant dieser außergewöhnlichen Söldnerschaar an irgendeinem Punkt Geld über Loyalität stellen würde und somit einen Schwachpunkt darstellte.<br />
<br />
Nun, vielleicht würde ihr mysteriöser Sponsor da etwas Licht ins Dunkel bringen können, wenn nicht offen, so vielleicht bei einer kleinen mentalen Forschungsreise… Nach Abschluss der notwendigen Reparaturen an der Vindicator, die nun dank ohne <br />
Der Türmelder ertönte, und einen Moment später die Stimme von Marcia, die die persönliche Wache übernommen hatte. „Exzellenz, Captain Inquisitor De Chabannes ist hier.“<br />
<br />
Die Türflügel glitten auf, und ein kleiner, drahtiger dunkelhäutiger Mensch glitt in den Raum, in der Amtstracht der Inquisition. Einen Augenblick später fiel er vor Richard auf die Knie und küsste den Saum seines Gewandes.<br />
<br />
„Bruder, ich preferiere die übliche Ehrbezeigung. Es genügt, wenn Ihr den Amtsring küsst.“<br />
<br />
„Ja, selbstverständlich!“ De Chabannes richtete sich wieder auf. „Ich bin nur so überwältigt! Ich hielt die Kampagne für eine hervorragende Propaganda eines … Dissidenten, der dachte, wie viele innerhalb des Imperiums. Aber – Ihr seid tatsächlich Richard von Rabenstein.“<br />
<br />
„In der Tat.“<br />
<br />
„Ich war dabei, als Ihr … als der Abtrünnige… Euch vom Leben zum Tode beförderte.“<br />
<br />
„LaSalle?“ fragte Richard, um sicher zu gehen.<br />
<br />
De Chabannes nickte. „Und nun seid Ihr auferstanden!“<br />
<br />
„Soweit würde ich theologisch nicht gehen, Bruder.“ Er versuchte, sein Gegenüber mental abzutasten, aber natürlich war der Inquisitor geschult in Abschirmtechniken. Mehr als eine Wolke der Ehrerbietung, um nicht zu sagen, Anbetung, erfasste Richard nicht.<br />
<br />
„Die Prophezeiung des Makarius, sie ist korrekt!“<br />
<br />
Richard hatte nie von einer solchen Prophezeiung gehört; vermutlich gab es sie in seinem eigentlichen Universum nicht.<br />
<br />
„Sie sagt, dass der Abtrünnige versuchen wird, das Licht auszulöschen, aber dass es zurück kehren wird aus den Anderen Gefilden, und das Reich und die Kirche retten!“<br />
<br />
Nun, das konnte man so oder so auslegen. Aber warum auch nicht? Die göttliche Vorsehung hat es gewollt, dass er in dieses Universum gekommen war – in DIESES, nicht irgendeines, in dem das Terranische Imperium vielleicht in voller Blüte und alter Größe stand. Er war hier, um Reich und Kirche zu retten und – nebenbei – seinen rechtmäßigen Platz als Inquisitor Maximus einzunehmen.<br />
„Was plant der Abtrünnige?“ fragte er De Chabannes geradewegs ins Gesicht, und registrierte jetzt eine kurze Welle des Abscheus. „Ich hörte, er ist wieder im Amt.“<br />
<br />
„LaSalle hat es geschafft, sich vom Direktorium reinstallieren zulassen, weil er von einer diffusen Bedrohung für das Imperium faselte. Das Letzte, was mir zugetragen wurde, war, dass er nach Panox – B wollte. Ins verbotene Territorium.“<br />
<br />
„Und das Direktorium unterstützt es?“<br />
<br />
„Mit Ausnahme von DeRaaf. Aber niemand weiß, was er im Schilde führt.“<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Das klingt ganz nach unserem Universum… Die Variantionsbreite ist offenbar nicht sehr groß…</span> „Sag mir, Bruder, was haltet Ihr von unseren selbstlosen Helfern unter Remington?“<br />
<br />
„Ich misstraue ihnen.“<br />
<br />
Richard nickte. „Und wann hattet Ihr beschlossen, zu mir überzulaufen?“<br />
<br />
„Für Captain Varenholm kann ich nicht sprechen. Ich für meinen Teil habe meine Möglichkeiten sondiert, seit ich von der Sache mit Panox B gehört hatte. LaSalle missbraucht unsere heilige Sache für seine eigene Agenda. Ich erkannte die Parallelen zur Prophezeiung des Makarius. Und ich hörte Eure Predigten…“<br />
<br />
Ein Komsignal unterbrach die Unterredung. Kavun meldete den Abschluss der Reparaturen am Antrieb.<br />
<br />
„Das bedeutet, wir werden uns auf den Weg zu unserem mysteriösen Benefactor machen,“ kommentierte De Chabannes fragend, und setzte hinzu, falls das noch nicht deutlich geworden sein sollte: „Ich misstraue ihm.“<br />
<br />
Richard lächelte schmal. „Ist es nicht eines der Motti der Inquisition? Durch Misstrauen zur Wahrheit.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der Vindicator ***</span></span><br />
<br />
Richard von Rabenstein ließ den Blick über die kleine Flotte schweifen, die sich im Sichtbereich um die Vindicator befand. Waren die Personen an Bord ihm treu ergeben oder war alles nur eine ausgeklügelte Falle, die ihn zur Strecke bringen sollte? Er wollte auf jeden Fall wachsam bleiben. Kavun arbeitete an einem subdermalen Transporterimplantat, dass ihm notfalls die Flucht vor einem Zugriff ermöglichen sollte. Dennoch: Wachsamkeit, höchste Wachsamkeit, konnte durch nichts ersetzt werden! Daher hatte er auch dafür gesorgt, dass den beiden Reparaturteams, die nun auf der Vindicator tätig waren, genügend seiner eigenen Leute ‚Hilfe leisteten‘, aka ein wachsames Auge auf sie hatten.<br />
<br />
Am Morgen war er an Bord von Remingtons Schiff gewesen und hatte festgestellt, warum er den Spitznamen „Dr. Dolittle“ trug. Selbst auf der Brücke kreuchte und fleuchte irgendwelches Getier. Nachdem ein gefiedertes Etwas versucht hatte, auf Richards Kopf zu landen, hatte er seinen Besuch an Bord dieser fliegenden Arche Noah etwas abgekürzt. Eine vorsichtige Sondierung der anwesenden Crewmitglieder hatte erbracht, was er ohnehin vermutet hatte: dies waren in der Tat keine gewöhnlichen Piraten. <br />
<br />
Ein starkes Gefühl von Disziplin und Pflichtbewusstsein konnte er erspüren. Remington selbst war ohne Zweifel ein Mann, der Luxus und damit ein erkleckliches Einkommen schätzte, das zeigte schon seine Kleiderwahl. Auch die Handwaffen, die er umgeschnallt trug, waren teure Stücke, nichts aus dem Standardrepertoire des Imperiums. Die Frage blieb, ob der Kommandant dieser außergewöhnlichen Söldnerschaar an irgendeinem Punkt Geld über Loyalität stellen würde und somit einen Schwachpunkt darstellte.<br />
<br />
Nun, vielleicht würde ihr mysteriöser Sponsor da etwas Licht ins Dunkel bringen können, wenn nicht offen, so vielleicht bei einer kleinen mentalen Forschungsreise… Nach Abschluss der notwendigen Reparaturen an der Vindicator, die nun dank ohne <br />
Der Türmelder ertönte, und einen Moment später die Stimme von Marcia, die die persönliche Wache übernommen hatte. „Exzellenz, Captain Inquisitor De Chabannes ist hier.“<br />
<br />
Die Türflügel glitten auf, und ein kleiner, drahtiger dunkelhäutiger Mensch glitt in den Raum, in der Amtstracht der Inquisition. Einen Augenblick später fiel er vor Richard auf die Knie und küsste den Saum seines Gewandes.<br />
<br />
„Bruder, ich preferiere die übliche Ehrbezeigung. Es genügt, wenn Ihr den Amtsring küsst.“<br />
<br />
„Ja, selbstverständlich!“ De Chabannes richtete sich wieder auf. „Ich bin nur so überwältigt! Ich hielt die Kampagne für eine hervorragende Propaganda eines … Dissidenten, der dachte, wie viele innerhalb des Imperiums. Aber – Ihr seid tatsächlich Richard von Rabenstein.“<br />
<br />
„In der Tat.“<br />
<br />
„Ich war dabei, als Ihr … als der Abtrünnige… Euch vom Leben zum Tode beförderte.“<br />
<br />
„LaSalle?“ fragte Richard, um sicher zu gehen.<br />
<br />
De Chabannes nickte. „Und nun seid Ihr auferstanden!“<br />
<br />
„Soweit würde ich theologisch nicht gehen, Bruder.“ Er versuchte, sein Gegenüber mental abzutasten, aber natürlich war der Inquisitor geschult in Abschirmtechniken. Mehr als eine Wolke der Ehrerbietung, um nicht zu sagen, Anbetung, erfasste Richard nicht.<br />
<br />
„Die Prophezeiung des Makarius, sie ist korrekt!“<br />
<br />
Richard hatte nie von einer solchen Prophezeiung gehört; vermutlich gab es sie in seinem eigentlichen Universum nicht.<br />
<br />
„Sie sagt, dass der Abtrünnige versuchen wird, das Licht auszulöschen, aber dass es zurück kehren wird aus den Anderen Gefilden, und das Reich und die Kirche retten!“<br />
<br />
Nun, das konnte man so oder so auslegen. Aber warum auch nicht? Die göttliche Vorsehung hat es gewollt, dass er in dieses Universum gekommen war – in DIESES, nicht irgendeines, in dem das Terranische Imperium vielleicht in voller Blüte und alter Größe stand. Er war hier, um Reich und Kirche zu retten und – nebenbei – seinen rechtmäßigen Platz als Inquisitor Maximus einzunehmen.<br />
„Was plant der Abtrünnige?“ fragte er De Chabannes geradewegs ins Gesicht, und registrierte jetzt eine kurze Welle des Abscheus. „Ich hörte, er ist wieder im Amt.“<br />
<br />
„LaSalle hat es geschafft, sich vom Direktorium reinstallieren zulassen, weil er von einer diffusen Bedrohung für das Imperium faselte. Das Letzte, was mir zugetragen wurde, war, dass er nach Panox – B wollte. Ins verbotene Territorium.“<br />
<br />
„Und das Direktorium unterstützt es?“<br />
<br />
„Mit Ausnahme von DeRaaf. Aber niemand weiß, was er im Schilde führt.“<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Das klingt ganz nach unserem Universum… Die Variantionsbreite ist offenbar nicht sehr groß…</span> „Sag mir, Bruder, was haltet Ihr von unseren selbstlosen Helfern unter Remington?“<br />
<br />
„Ich misstraue ihnen.“<br />
<br />
Richard nickte. „Und wann hattet Ihr beschlossen, zu mir überzulaufen?“<br />
<br />
„Für Captain Varenholm kann ich nicht sprechen. Ich für meinen Teil habe meine Möglichkeiten sondiert, seit ich von der Sache mit Panox B gehört hatte. LaSalle missbraucht unsere heilige Sache für seine eigene Agenda. Ich erkannte die Parallelen zur Prophezeiung des Makarius. Und ich hörte Eure Predigten…“<br />
<br />
Ein Komsignal unterbrach die Unterredung. Kavun meldete den Abschluss der Reparaturen am Antrieb.<br />
<br />
„Das bedeutet, wir werden uns auf den Weg zu unserem mysteriösen Benefactor machen,“ kommentierte De Chabannes fragend, und setzte hinzu, falls das noch nicht deutlich geworden sein sollte: „Ich misstraue ihm.“<br />
<br />
Richard lächelte schmal. „Ist es nicht eines der Motti der Inquisition? Durch Misstrauen zur Wahrheit.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zwischen Licht und Finsternis - Log 13 /  Sir Waltham / NPC]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=620</link>
			<pubDate>Sat, 29 Apr 2023 23:08:42 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=7">Robert Vandenberg</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=620</guid>
			<description><![CDATA[An Bord der “Vindicator” / Besprechungsraum<br />
<br />
Remington, aka Dr. Dolittle war ein über 2m großer Hüne, dessen Stimme seiner Bärbeißigkeit entsprach. Richard von Rabensteins Meinung über diesen Mann, der ihm und seinem Mannen die Flucht ermöglicht hatte, hatte sich, seit dem ersten Kontakt vor 2 Stunden verfestigt: Ein typischer Pirat war Remington nicht, eher ein Söldner.  Doch welche Art Söldner?  Und vor allen in wessen Sold?<br />
Um genau dieses heraus zu finden, hatte Richard eine Unterredung mit Remington verlangt. Und jetzt saß dieser Mann leibhaftig vor Richard und blickte ihn streng an. Richard hielt diesem Blick jedoch stand.<br />
<br />
RR: Sie wollen sie uns also anschließen?<br />
<br />
Remington lächelte böse.<br />
<br />
Re: 2 Schiffsbesatzungen der Inquisition samt Besatzung wollen sich Ihnen „mit heißen Herzen“ anschließen. Ebenso werden ich und meine 3 Einheiten Ihnen zur Verfügung stehen. Alles ältere, aber durchaus kampfstarke Schiffe. Und meine Crews sind kampferfahren.<br />
<br />
Richard lehnte sich langsam zurück.<br />
<br />
RR: Und warum tun Sie das, speziell Sie, Remington?<br />
Re: Warum fragen Sie?<br />
RR: Nun man sollte doch meinen, dass ein Mann wie Sie sich einem Renegaten wie mir, nicht aus religiösen Gründen anschließt!?<br />
<br />
Remington lachte dröhnend.<br />
<br />
Re: Nein, für wahr nicht. Ich tue es für meinen Auftraggeber für den,  der mein Leben gerettet hat und mich bezahlt. Er befiehlt, zahlt, rüstet aus und ich kämpfe für Ihn.<br />
RR: Und um wenn handelt es sich bei diesem altruistischen Philanthropen?<br />
<br />
Remington lachte wieder.<br />
<br />
Re: Um den gleichen Typen, der Ihnen eine Botschaft zugesandt hat.<br />
RR: Und hat diese Person auch einen Namen?<br />
Re: Bestimmt hat er einen Namen. Den ich jedoch nicht kenne. Aber er will Ihnen persönlich eine Nachricht überbringen.<br />
RR: Ach und wie soll dies bewerkstelligt werden?<br />
<br />
Remington grinste und zog aus seiner Tasche einen kleinen Würfel.<br />
<br />
Kavun , welcher mit skeptischer Mine sich an einen Träger des Raums gelehnt hatte, pfiff durch die Zähne.<br />
<br />
Ka: Wow, ein KM225 Hypercom.  Das ist State-of-the-art.<br />
Re: Vor der Kontaktaufnahme soll ich Ihnen noch etwas zeigen. Sie haben sicherlich das kleine Rätsel, dass der Boss Ihnen geschickt hat, gelöst.<br />
RR: Und wenn es so wäre?<br />
<br />
Statt einer Antwort, aktivierte Remington das Hypercom. Vor Richards Augen entfaltete sich ein Eingabefeld.<br />
<br />
Re: Dann geben Sie hier einfach die Lösung des Rätsels ein. Keine Sorge, ich sehe Ihre Eingabe nicht.<br />
<br />
Richard nickte langsam und gab dann die Koordinatenfolge ein, welche er aus der verschlüsselten Botschaft extrahiert hatte. Im Holofeld erschien jetzt das Bild eines Schiffes, welche in seiner Form einem langgestreckten Wassertropfen ähnelte. <br />
Kavun stieß zischend die Luft aus.<br />
<br />
Ka: Wahhhhh Advanced Griffon Class. Das Neuste vom Neusten!<br />
Re: Ganz recht. Es gibt nur 20 Stück von diesen Fregatten in der Flotte. Modernste Kommunikationssysteme und Sensoren, eine fortgeschrittene Tarnvorrichtung, Transwarp-Antrieb  und eine Bewaffnung der Stufe 4.<br />
Ka: Für diese Größe ist das ein Monster.<br />
Re: Zumindest steigert es Ihre Chancen. Ein Geschenk meines „Bosses“ an Sie, von Rabenstein.<br />
RR: Mhmmm und warum tut Ihr „Boss“ das? Warum lässt er mir ein so kostspieliges Geschenk zu kommen?<br />
Re: Das fragen Sie ihn am Besten selbst. Wenn Sie ihn kontaktieren wollen, aktivieren Sie die Com-Taste. Aber es besteht die Bedingung, dass Sie dies nur unter 4 Augen tun. Daher darf ich mich jetzt verabschieden. Ich bin auf meinem Schiff und erwarte Ihre Anweisungen.<br />
<br />
Remington verneigte sich kurz und eilte aus dem Raum.<br />
Es blieb volle 5min. still. Dann wandte sich Richard an Kavun.<br />
<br />
RR: Kavun, wärest Du in der Lage die Kommunikation zurück zu verfolgen?<br />
Ka: Müsste ich ausprobieren. Aber Euer Exzellenz, wenn Sie Kontakt aufnehmen wollen, geht das nur, wenn ich nicht im Raum bin. Diese Hypercoms haben Umgebungssensoren und wenn der Privatmodus aktiviert werden soll, dann ist dies nur möglich, wenn nur eine Person im Raum ist. Ich würde, mit Eurer Erlaubnis, vom Com-Raum aus versuchen, das Signal zu verfolgen.<br />
RR: Gut. Die Person, welche ich jetzt kontaktieren werde, weiß mehr über mich, als ich über ihn. Ein Zustand der mich nicht behagt.<br />
Ka: Ich gebe mein Bestes.<br />
<br />
Kavun verließ den Raum, Richard wartete noch ein paar Minuten, dann aktivierte er den Kontaktruf. In dem Holofeld erschien das Gesicht von Sir Walter Waltham.<br />
<br />
Wa: Ich grüße Sie Euer Exzellenz. <br />
<br />
Richard lächelte wölfisch<br />
<br />
RR: Ich grüße auch Sie. Leider ist mir Ihr Name nicht bekannt.<br />
Wa: Oh Sie kennen meinen Namen. Wir haben uns schon einmal getroffen. Vor langer Zeit, an einem Ort der Lehre und des Wissens. Wenn Sie ein wenig in Ihrer Vergangenheit graben, werden Sie mich finden. Doch das ist lange her und heute ist heute und Namen sind unwichtig. Es gibt drängendere Dinge. Wie ich sehe, haben Sie mein kleines Geschenk schon geortet?<br />
RR: Ja in der Tat. Aber Sie kennen sicherlich das Sprichworte: Traue niemals Griechen, welche mit Geschenken kommen.<br />
Wa: Das ist wahr. Aber Geschenke können auch ein Beweis der Vertrauens sein.<br />
RR: Vertrauen? Warum soltte ich Ihnen vertrauen, oder Sie mir?<br />
Wa: Gegenfrage, vertrauen Sie sich selbst?<br />
RR: Ich vertraue dem Herrn. Ich weiß mich in seiner Hand. Und wo wir bei Wissen sind. Ich weiß nicht viel über Sie, außer dass Sie über immense Ressourcen verfügen müssen. Da fragt man sich doch, warum so eine Person, ein solches Geschenk einem ihm Unbekannten macht? Zumal einem Unbekannten wie mir ! Was bezwecken Sie damit ? Ich bin ja nun mal kein Söldner oder Pirat.<br />
Wa: Eine berechtigte Frage. Ich will es einmal so sagen.  Ich kenne Sie. Ich habe Ihren Weg verfolgt. Bis zu Ihren Tod. Und Ihrem Wiederauftauchen. Und daher habe ich den Eindruck, dass Sie für das Schicksal, die Zukunft der Galaxis wichtig, sehr wichtig sind. Und in diese Zukunft investiere ich. Und selbst wenn dies unser einziger Kontakt sein sollte, selbst wenn Sie mein Geschenk nicht annehmen, so lohnt sich der Aufwand. Denn was ich Ihnen gebe, kriegt das Imperium nicht.  Dann weiß ich, dass meine Investitionen sich lohnen. <br />
RR: Interessant, wenn auch reichlich unkonventionell. Ich wurde noch nie als Investition angesehen.<br />
<br />
Waltham lächelte böse.<br />
<br />
Wa: Wir alle sind Investitionen. Investitionen in die Zukunft der Galaxis. Investitionen einer höheren Macht.<br />
RR: Eine sehr eigenwillige, aber auch aufschlussreiche Sicht der Dinge.<br />
Wa: Jeder hat seine Sicht der Dinge. Nun Euer Exzellenz. Wenn Sie das Schiff, mein Geschenk annehmen wollen, dann kommen Sie zu den Ihnen bekannten Koordinaten. Ich erwarte Sie dort mit dem Schwesterschiff Ihres Geschenks. Ich habe die Ehre, Ihnen einen guten und gesegneten Abend zu wünschen.<br />
<br />
Das Bild erlosch und eine kleine Rauchwolke stieg vom Hypercom auf. Das Gerät hatte sich selbst zerstört.<br />
<br />
Richard blickte ein Zeit lang ins Leere, dann aktivierte er das Intercom.<br />
<br />
RR: Kavun, konntest Du das Signal zurück verfolgen?<br />
Ka: Nur bis zur 2. Relaisstation. Dann wurde die Verschlüsselung stark erhöht und der Modus radikal verändert. Sehr clever durchgeführt und nicht zu knacken.<br />
RR: Danke, das habe ich mir schon gedacht. Erwarte weitere Anweisungen.<br />
<br />
Richard lehnte sich zurück und sann über die Situation nach. Dann straffte er sich, aktivierte das schiffsweite Com und gab seine Befehle.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[An Bord der “Vindicator” / Besprechungsraum<br />
<br />
Remington, aka Dr. Dolittle war ein über 2m großer Hüne, dessen Stimme seiner Bärbeißigkeit entsprach. Richard von Rabensteins Meinung über diesen Mann, der ihm und seinem Mannen die Flucht ermöglicht hatte, hatte sich, seit dem ersten Kontakt vor 2 Stunden verfestigt: Ein typischer Pirat war Remington nicht, eher ein Söldner.  Doch welche Art Söldner?  Und vor allen in wessen Sold?<br />
Um genau dieses heraus zu finden, hatte Richard eine Unterredung mit Remington verlangt. Und jetzt saß dieser Mann leibhaftig vor Richard und blickte ihn streng an. Richard hielt diesem Blick jedoch stand.<br />
<br />
RR: Sie wollen sie uns also anschließen?<br />
<br />
Remington lächelte böse.<br />
<br />
Re: 2 Schiffsbesatzungen der Inquisition samt Besatzung wollen sich Ihnen „mit heißen Herzen“ anschließen. Ebenso werden ich und meine 3 Einheiten Ihnen zur Verfügung stehen. Alles ältere, aber durchaus kampfstarke Schiffe. Und meine Crews sind kampferfahren.<br />
<br />
Richard lehnte sich langsam zurück.<br />
<br />
RR: Und warum tun Sie das, speziell Sie, Remington?<br />
Re: Warum fragen Sie?<br />
RR: Nun man sollte doch meinen, dass ein Mann wie Sie sich einem Renegaten wie mir, nicht aus religiösen Gründen anschließt!?<br />
<br />
Remington lachte dröhnend.<br />
<br />
Re: Nein, für wahr nicht. Ich tue es für meinen Auftraggeber für den,  der mein Leben gerettet hat und mich bezahlt. Er befiehlt, zahlt, rüstet aus und ich kämpfe für Ihn.<br />
RR: Und um wenn handelt es sich bei diesem altruistischen Philanthropen?<br />
<br />
Remington lachte wieder.<br />
<br />
Re: Um den gleichen Typen, der Ihnen eine Botschaft zugesandt hat.<br />
RR: Und hat diese Person auch einen Namen?<br />
Re: Bestimmt hat er einen Namen. Den ich jedoch nicht kenne. Aber er will Ihnen persönlich eine Nachricht überbringen.<br />
RR: Ach und wie soll dies bewerkstelligt werden?<br />
<br />
Remington grinste und zog aus seiner Tasche einen kleinen Würfel.<br />
<br />
Kavun , welcher mit skeptischer Mine sich an einen Träger des Raums gelehnt hatte, pfiff durch die Zähne.<br />
<br />
Ka: Wow, ein KM225 Hypercom.  Das ist State-of-the-art.<br />
Re: Vor der Kontaktaufnahme soll ich Ihnen noch etwas zeigen. Sie haben sicherlich das kleine Rätsel, dass der Boss Ihnen geschickt hat, gelöst.<br />
RR: Und wenn es so wäre?<br />
<br />
Statt einer Antwort, aktivierte Remington das Hypercom. Vor Richards Augen entfaltete sich ein Eingabefeld.<br />
<br />
Re: Dann geben Sie hier einfach die Lösung des Rätsels ein. Keine Sorge, ich sehe Ihre Eingabe nicht.<br />
<br />
Richard nickte langsam und gab dann die Koordinatenfolge ein, welche er aus der verschlüsselten Botschaft extrahiert hatte. Im Holofeld erschien jetzt das Bild eines Schiffes, welche in seiner Form einem langgestreckten Wassertropfen ähnelte. <br />
Kavun stieß zischend die Luft aus.<br />
<br />
Ka: Wahhhhh Advanced Griffon Class. Das Neuste vom Neusten!<br />
Re: Ganz recht. Es gibt nur 20 Stück von diesen Fregatten in der Flotte. Modernste Kommunikationssysteme und Sensoren, eine fortgeschrittene Tarnvorrichtung, Transwarp-Antrieb  und eine Bewaffnung der Stufe 4.<br />
Ka: Für diese Größe ist das ein Monster.<br />
Re: Zumindest steigert es Ihre Chancen. Ein Geschenk meines „Bosses“ an Sie, von Rabenstein.<br />
RR: Mhmmm und warum tut Ihr „Boss“ das? Warum lässt er mir ein so kostspieliges Geschenk zu kommen?<br />
Re: Das fragen Sie ihn am Besten selbst. Wenn Sie ihn kontaktieren wollen, aktivieren Sie die Com-Taste. Aber es besteht die Bedingung, dass Sie dies nur unter 4 Augen tun. Daher darf ich mich jetzt verabschieden. Ich bin auf meinem Schiff und erwarte Ihre Anweisungen.<br />
<br />
Remington verneigte sich kurz und eilte aus dem Raum.<br />
Es blieb volle 5min. still. Dann wandte sich Richard an Kavun.<br />
<br />
RR: Kavun, wärest Du in der Lage die Kommunikation zurück zu verfolgen?<br />
Ka: Müsste ich ausprobieren. Aber Euer Exzellenz, wenn Sie Kontakt aufnehmen wollen, geht das nur, wenn ich nicht im Raum bin. Diese Hypercoms haben Umgebungssensoren und wenn der Privatmodus aktiviert werden soll, dann ist dies nur möglich, wenn nur eine Person im Raum ist. Ich würde, mit Eurer Erlaubnis, vom Com-Raum aus versuchen, das Signal zu verfolgen.<br />
RR: Gut. Die Person, welche ich jetzt kontaktieren werde, weiß mehr über mich, als ich über ihn. Ein Zustand der mich nicht behagt.<br />
Ka: Ich gebe mein Bestes.<br />
<br />
Kavun verließ den Raum, Richard wartete noch ein paar Minuten, dann aktivierte er den Kontaktruf. In dem Holofeld erschien das Gesicht von Sir Walter Waltham.<br />
<br />
Wa: Ich grüße Sie Euer Exzellenz. <br />
<br />
Richard lächelte wölfisch<br />
<br />
RR: Ich grüße auch Sie. Leider ist mir Ihr Name nicht bekannt.<br />
Wa: Oh Sie kennen meinen Namen. Wir haben uns schon einmal getroffen. Vor langer Zeit, an einem Ort der Lehre und des Wissens. Wenn Sie ein wenig in Ihrer Vergangenheit graben, werden Sie mich finden. Doch das ist lange her und heute ist heute und Namen sind unwichtig. Es gibt drängendere Dinge. Wie ich sehe, haben Sie mein kleines Geschenk schon geortet?<br />
RR: Ja in der Tat. Aber Sie kennen sicherlich das Sprichworte: Traue niemals Griechen, welche mit Geschenken kommen.<br />
Wa: Das ist wahr. Aber Geschenke können auch ein Beweis der Vertrauens sein.<br />
RR: Vertrauen? Warum soltte ich Ihnen vertrauen, oder Sie mir?<br />
Wa: Gegenfrage, vertrauen Sie sich selbst?<br />
RR: Ich vertraue dem Herrn. Ich weiß mich in seiner Hand. Und wo wir bei Wissen sind. Ich weiß nicht viel über Sie, außer dass Sie über immense Ressourcen verfügen müssen. Da fragt man sich doch, warum so eine Person, ein solches Geschenk einem ihm Unbekannten macht? Zumal einem Unbekannten wie mir ! Was bezwecken Sie damit ? Ich bin ja nun mal kein Söldner oder Pirat.<br />
Wa: Eine berechtigte Frage. Ich will es einmal so sagen.  Ich kenne Sie. Ich habe Ihren Weg verfolgt. Bis zu Ihren Tod. Und Ihrem Wiederauftauchen. Und daher habe ich den Eindruck, dass Sie für das Schicksal, die Zukunft der Galaxis wichtig, sehr wichtig sind. Und in diese Zukunft investiere ich. Und selbst wenn dies unser einziger Kontakt sein sollte, selbst wenn Sie mein Geschenk nicht annehmen, so lohnt sich der Aufwand. Denn was ich Ihnen gebe, kriegt das Imperium nicht.  Dann weiß ich, dass meine Investitionen sich lohnen. <br />
RR: Interessant, wenn auch reichlich unkonventionell. Ich wurde noch nie als Investition angesehen.<br />
<br />
Waltham lächelte böse.<br />
<br />
Wa: Wir alle sind Investitionen. Investitionen in die Zukunft der Galaxis. Investitionen einer höheren Macht.<br />
RR: Eine sehr eigenwillige, aber auch aufschlussreiche Sicht der Dinge.<br />
Wa: Jeder hat seine Sicht der Dinge. Nun Euer Exzellenz. Wenn Sie das Schiff, mein Geschenk annehmen wollen, dann kommen Sie zu den Ihnen bekannten Koordinaten. Ich erwarte Sie dort mit dem Schwesterschiff Ihres Geschenks. Ich habe die Ehre, Ihnen einen guten und gesegneten Abend zu wünschen.<br />
<br />
Das Bild erlosch und eine kleine Rauchwolke stieg vom Hypercom auf. Das Gerät hatte sich selbst zerstört.<br />
<br />
Richard blickte ein Zeit lang ins Leere, dann aktivierte er das Intercom.<br />
<br />
RR: Kavun, konntest Du das Signal zurück verfolgen?<br />
Ka: Nur bis zur 2. Relaisstation. Dann wurde die Verschlüsselung stark erhöht und der Modus radikal verändert. Sehr clever durchgeführt und nicht zu knacken.<br />
RR: Danke, das habe ich mir schon gedacht. Erwarte weitere Anweisungen.<br />
<br />
Richard lehnte sich zurück und sann über die Situation nach. Dann straffte er sich, aktivierte das schiffsweite Com und gab seine Befehle.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Log 12 Zwischen Licht und Finsternis]]></title>
			<link>https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=619</link>
			<pubDate>Fri, 21 Apr 2023 21:26:17 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.uss-saipan.de/FORUM/member.php?action=profile&uid=4">Richard von Rabenstein</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.uss-saipan.de/FORUM/showthread.php?tid=619</guid>
			<description><![CDATA[NRPG: Richard Schiff hieß „Vindicator“<br />
<br />
RPG:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der “Vindicator” / Besprechungsraum *** </span></span><br />
<br />
Richard von Rabenstein sah von Schadensbericht auf, den Kavun ihm gereicht hatte. Er verstand kaum etwas von den technischen Details, aber allein die Länge des Berichts verhieß nichts Gutes.<br />
<br />
„Wie lang veranschlagst du für die Reparaturen?“<br />
<br />
„Mindestens drei Tage, ohne entsprechende Werkstatt und Ersatzteile, Exzellenz. Die laterale Warpgondel hat nen direkten Treffer abgekriegt. Da ist praktisch alles geschreddert. Wir haben nicht genügend Energiereserven, um die Replikatoren voll auszulasten und die Teile selbst zu produzieren. Also brauchen wir schlicht die Hardware.“<br />
<br />
„Und es gibt keine Kapazitäten in der Nähe?“<br />
<br />
„Naja, früher gabs mal ne freie Werkstatt im Caltoria-Sektor, kannte den Boss ganz gut. Der frisierte einem mal eben nen Gleiter und sowas. Weiß eben nicht, ob der noch da ist.“<br />
<br />
„Entfernung?“<br />
<br />
„So lahm, wie wir jetzt grade sind, zwei Tage Minimum. Ich könnte mal schauen, ob der Typ da noch ist, mit seiner Klitsche.“<br />
<br />
„Zwei Tage. Das ist zu lang. Der Gegner könnte uns aufspüren,“ entgegnete Richard.<br />
<br />
„Nicht, wenn wir am Rand des Ventax-Sektors langfliegen,“ warf Marcia ein. „Die Strahlung des Schwarzen Lochs dort könnte uns gegen etwaige Sensorsweeps abschirmen. Wir müssten allerdings für die Dauer der Reise möglichst im Maschinenraum bleiben, wegen der Strahlung.<br />
<br />
Eine Aussicht, die Richard nicht sonderlich willkommen war. Auf engstem Raum mit 48 anderen Menschen auszuharren, ihren Gerüchen und Geräuschen… Andererseits gab es wohl keine Alternative. „Marcia, wieviel Platinum haben wir noch aus dem Ferengi-Schiffswrack?“ <br />
<br />
Das Wrack war ihnen vor drei Wochen in den Perimeter der Transmitterstation gedriftet. Windfall-Profit, hatte Kavun es genannt. Als göttliche Vorsehung bezeichnete es Richard. Ein Teil des Platinums war für die Verstärkung der Panzerung eingeschmolzen worden, mit anderem hatte Richard einen Informanten bezahlt.<br />
<br />
„Zwölf Barren,“ erwiderte die Frau.<br />
<br />
„Aber ich hab noch ein paar Holop…äh…also Filme, die ich mit draufgeben könnte,“ ließ sich Kavun wieder vernehmen.<br />
<br />
„Er repariert ein Raumschiff für Holofilme?“<br />
<br />
„Naja, besonderes Zeug, Exzellenz. Seltenes.“ Er versuchte, harmlos auszusehen.<br />
<br />
Der Großinquisitor nahm es hin – es gab andere Prioritäten im Moment – und beschloss, bei Gelegenheit über dieses so wertvolle Material zu recherchieren. „Kavun, sieh, ob du deinen alten Kontakt reaktivieren kannst!“<br />
<br />
„Alles klar!“ Der Ingenieur spurtete Richtung Lift, die übrigen Anwesenden machten sich wieder auf zur Brücke, um die Lage im Auge zu behalten.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der “Vindicator” / Maschinenraum / 7 Stunden später *** </span></span><br />
<br />
Seit knapp einer Stunde war man auf Kurs nach Caltoria. Kavuns alter Kontakt, der Werkstattboss, hatte seine Hilfe zugesagt und überdies verlauten lassen, er freue sich auf ein ausgiebiges Besäufnis; er hätte da noch Restbestände aus Romulanischem Ale.<br />
<br />
Richard hatte es überhört; der Zweck heiligte bekanntlich die Mittel! Nun hatten sich er und seine kleine Gemeinschaft an treuen Anhängern im Maschinenraum der „Vindicator“ einquartiert. Auf dem Boden lagen Matten und sonstiges Zeug, auf dem man halbwegs schlafen konnte, zwischen Containern war eine behelfsmäßige Toilette errichtet worden. Nun ja, er hatte Schlimmeres durchgemacht. Irgendwann, wenn jemand seine Vita verfasste, würde sicher auch auf den Heroismus beim Ertragen aller Unbill verwiesen werden…<br />
<br />
Ein schneidendes Signal erklang von einer der Konsolen, auf die Kavun die Brückenkontrollen umgeleitet hatte. Der Monitor darüber war mit dem Hauptschirm der Brücke gekoppelt und zeigte, wenn auch stark verkleinert, das Bild der Schiffssensoren.<br />
<br />
„Da kommt was,“ brummte Kavun und beugte sich von dem Kanister, auf dem er hockte, nach vorn Richtung Monitor. „Fünf Schiffe. Noch relativ weit weg, aber mindestens eines sendet die Standardkennung der Inquisition.“<br />
<br />
„Haben sie uns entdeckt?“ fragte der Großinquisitor.<br />
<br />
„Schätze mal, ja, dem Flugvektor nach zu urteilen. Wahrscheinlich haben sie uns anhand der Warpspur gefunden.“ Er fluchte. „Hab alles getan, um die Partikel zu streuen, aber…“<br />
<br />
„Wie lang, bis wir in Waffenreichweite sind?“<br />
<br />
„Fünfzehn Minuten, Exzellenz! Aber vielleicht, mit ein bisschen Glück, können wir es bis zum nächsten System schaffen und dort abtauchen.“<br />
<br />
„Nein.“ Der Großinquisitor richtete sich zu seiner ganzen Größe auf. „Wenn sie uns vernichten, wird es der Beginn der Erneuerung sein! – Mache mir eine der Transmitterbojen bereit! Ich will, dass jeder Moment unseres glorreichen Todes aufgezeichnet und verbreitet wird! – Falls es dazu kommt.“<br />
<br />
Marcia, die an der nächsten Konsole gestanden hatte, hob stolz das Kinn. „Ich bin bereit für das Martyrium!“ Von ein paar anderen kam zustimmendes Gemurmel.<br />
<br />
Richard bohrte den Blick in den Bildschirm. „Laut der Sensoren sind ihre Schilde unten und die Waffen offline.“<br />
<br />
„Ja,“ realisierte Kavun nun auch und trat von der Hauptkonsole des Maschinenraums zurück zur Brückenverbindung. „Tatsächlich. Sie sollen zumindest die Schilde oben haben. Was soll das… Leider sind unsre Kanonen trotzdem nicht einsatzfähig.“<br />
<br />
„Sie rufen uns,“ meldete Marcia.<br />
<br />
Richard und seine Getreuen machten sich bereit, die Aufforderung zur Kapitulation zu hören. Doch stattdessen klang es über die Lautsprecher des Transceivers: + ISS Vindicator! Hier spricht Captain De Chabannes. Wir legen unser Schicksal in die Hände des einzig wahren Oberhaupts der  Heiligen Inquisition.“<br />
<br />
„Das ist ein Trick!“ brummte Kavun. „Dieser Schleim—„<br />
<br />
„Ruhe! Was sollten sie dadurch gewinnen? Sie brauchten uns einfach abschießen oder entern. – Marcia, öffne einen Kanal. – Hier spricht Richard von Rabenstein, Inquisitor Maximus. Wo ist Ihr Kommandant?“<br />
<br />
+ Harlan ist derzeit nicht abkömmlich. Ich habe das Kommando und --+<br />
<br />
+ Ewiges Gequassel!“ + schaltete sich eine andere Stimme dazwischen. + Hier ist Remington, aka Dr. Dolittle. Wir warten auf Ihre Befehle! Und die sollten schnell kommen, ehe uns jemand als Deserteure aufgabelt!+<br />
<br />
--<br />
PS: dachte mir, dass die Piraten auch gleich dabei sind, gibt schön Konfliktpotential, und dann können wir auch endlich Waltham persönlich treffen demnächst. Damit wir Dialoge schreiben können. =) Fünf Schiffe insgesamt, der Rest hat sich in der Schlacht vernichtet. Wieviele Piraten und wieviele Inquisitionsschiffe, überlasse ich euch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[NRPG: Richard Schiff hieß „Vindicator“<br />
<br />
RPG:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der “Vindicator” / Besprechungsraum *** </span></span><br />
<br />
Richard von Rabenstein sah von Schadensbericht auf, den Kavun ihm gereicht hatte. Er verstand kaum etwas von den technischen Details, aber allein die Länge des Berichts verhieß nichts Gutes.<br />
<br />
„Wie lang veranschlagst du für die Reparaturen?“<br />
<br />
„Mindestens drei Tage, ohne entsprechende Werkstatt und Ersatzteile, Exzellenz. Die laterale Warpgondel hat nen direkten Treffer abgekriegt. Da ist praktisch alles geschreddert. Wir haben nicht genügend Energiereserven, um die Replikatoren voll auszulasten und die Teile selbst zu produzieren. Also brauchen wir schlicht die Hardware.“<br />
<br />
„Und es gibt keine Kapazitäten in der Nähe?“<br />
<br />
„Naja, früher gabs mal ne freie Werkstatt im Caltoria-Sektor, kannte den Boss ganz gut. Der frisierte einem mal eben nen Gleiter und sowas. Weiß eben nicht, ob der noch da ist.“<br />
<br />
„Entfernung?“<br />
<br />
„So lahm, wie wir jetzt grade sind, zwei Tage Minimum. Ich könnte mal schauen, ob der Typ da noch ist, mit seiner Klitsche.“<br />
<br />
„Zwei Tage. Das ist zu lang. Der Gegner könnte uns aufspüren,“ entgegnete Richard.<br />
<br />
„Nicht, wenn wir am Rand des Ventax-Sektors langfliegen,“ warf Marcia ein. „Die Strahlung des Schwarzen Lochs dort könnte uns gegen etwaige Sensorsweeps abschirmen. Wir müssten allerdings für die Dauer der Reise möglichst im Maschinenraum bleiben, wegen der Strahlung.<br />
<br />
Eine Aussicht, die Richard nicht sonderlich willkommen war. Auf engstem Raum mit 48 anderen Menschen auszuharren, ihren Gerüchen und Geräuschen… Andererseits gab es wohl keine Alternative. „Marcia, wieviel Platinum haben wir noch aus dem Ferengi-Schiffswrack?“ <br />
<br />
Das Wrack war ihnen vor drei Wochen in den Perimeter der Transmitterstation gedriftet. Windfall-Profit, hatte Kavun es genannt. Als göttliche Vorsehung bezeichnete es Richard. Ein Teil des Platinums war für die Verstärkung der Panzerung eingeschmolzen worden, mit anderem hatte Richard einen Informanten bezahlt.<br />
<br />
„Zwölf Barren,“ erwiderte die Frau.<br />
<br />
„Aber ich hab noch ein paar Holop…äh…also Filme, die ich mit draufgeben könnte,“ ließ sich Kavun wieder vernehmen.<br />
<br />
„Er repariert ein Raumschiff für Holofilme?“<br />
<br />
„Naja, besonderes Zeug, Exzellenz. Seltenes.“ Er versuchte, harmlos auszusehen.<br />
<br />
Der Großinquisitor nahm es hin – es gab andere Prioritäten im Moment – und beschloss, bei Gelegenheit über dieses so wertvolle Material zu recherchieren. „Kavun, sieh, ob du deinen alten Kontakt reaktivieren kannst!“<br />
<br />
„Alles klar!“ Der Ingenieur spurtete Richtung Lift, die übrigen Anwesenden machten sich wieder auf zur Brücke, um die Lage im Auge zu behalten.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">*** An Bord der “Vindicator” / Maschinenraum / 7 Stunden später *** </span></span><br />
<br />
Seit knapp einer Stunde war man auf Kurs nach Caltoria. Kavuns alter Kontakt, der Werkstattboss, hatte seine Hilfe zugesagt und überdies verlauten lassen, er freue sich auf ein ausgiebiges Besäufnis; er hätte da noch Restbestände aus Romulanischem Ale.<br />
<br />
Richard hatte es überhört; der Zweck heiligte bekanntlich die Mittel! Nun hatten sich er und seine kleine Gemeinschaft an treuen Anhängern im Maschinenraum der „Vindicator“ einquartiert. Auf dem Boden lagen Matten und sonstiges Zeug, auf dem man halbwegs schlafen konnte, zwischen Containern war eine behelfsmäßige Toilette errichtet worden. Nun ja, er hatte Schlimmeres durchgemacht. Irgendwann, wenn jemand seine Vita verfasste, würde sicher auch auf den Heroismus beim Ertragen aller Unbill verwiesen werden…<br />
<br />
Ein schneidendes Signal erklang von einer der Konsolen, auf die Kavun die Brückenkontrollen umgeleitet hatte. Der Monitor darüber war mit dem Hauptschirm der Brücke gekoppelt und zeigte, wenn auch stark verkleinert, das Bild der Schiffssensoren.<br />
<br />
„Da kommt was,“ brummte Kavun und beugte sich von dem Kanister, auf dem er hockte, nach vorn Richtung Monitor. „Fünf Schiffe. Noch relativ weit weg, aber mindestens eines sendet die Standardkennung der Inquisition.“<br />
<br />
„Haben sie uns entdeckt?“ fragte der Großinquisitor.<br />
<br />
„Schätze mal, ja, dem Flugvektor nach zu urteilen. Wahrscheinlich haben sie uns anhand der Warpspur gefunden.“ Er fluchte. „Hab alles getan, um die Partikel zu streuen, aber…“<br />
<br />
„Wie lang, bis wir in Waffenreichweite sind?“<br />
<br />
„Fünfzehn Minuten, Exzellenz! Aber vielleicht, mit ein bisschen Glück, können wir es bis zum nächsten System schaffen und dort abtauchen.“<br />
<br />
„Nein.“ Der Großinquisitor richtete sich zu seiner ganzen Größe auf. „Wenn sie uns vernichten, wird es der Beginn der Erneuerung sein! – Mache mir eine der Transmitterbojen bereit! Ich will, dass jeder Moment unseres glorreichen Todes aufgezeichnet und verbreitet wird! – Falls es dazu kommt.“<br />
<br />
Marcia, die an der nächsten Konsole gestanden hatte, hob stolz das Kinn. „Ich bin bereit für das Martyrium!“ Von ein paar anderen kam zustimmendes Gemurmel.<br />
<br />
Richard bohrte den Blick in den Bildschirm. „Laut der Sensoren sind ihre Schilde unten und die Waffen offline.“<br />
<br />
„Ja,“ realisierte Kavun nun auch und trat von der Hauptkonsole des Maschinenraums zurück zur Brückenverbindung. „Tatsächlich. Sie sollen zumindest die Schilde oben haben. Was soll das… Leider sind unsre Kanonen trotzdem nicht einsatzfähig.“<br />
<br />
„Sie rufen uns,“ meldete Marcia.<br />
<br />
Richard und seine Getreuen machten sich bereit, die Aufforderung zur Kapitulation zu hören. Doch stattdessen klang es über die Lautsprecher des Transceivers: + ISS Vindicator! Hier spricht Captain De Chabannes. Wir legen unser Schicksal in die Hände des einzig wahren Oberhaupts der  Heiligen Inquisition.“<br />
<br />
„Das ist ein Trick!“ brummte Kavun. „Dieser Schleim—„<br />
<br />
„Ruhe! Was sollten sie dadurch gewinnen? Sie brauchten uns einfach abschießen oder entern. – Marcia, öffne einen Kanal. – Hier spricht Richard von Rabenstein, Inquisitor Maximus. Wo ist Ihr Kommandant?“<br />
<br />
+ Harlan ist derzeit nicht abkömmlich. Ich habe das Kommando und --+<br />
<br />
+ Ewiges Gequassel!“ + schaltete sich eine andere Stimme dazwischen. + Hier ist Remington, aka Dr. Dolittle. Wir warten auf Ihre Befehle! Und die sollten schnell kommen, ehe uns jemand als Deserteure aufgabelt!+<br />
<br />
--<br />
PS: dachte mir, dass die Piraten auch gleich dabei sind, gibt schön Konfliktpotential, und dann können wir auch endlich Waltham persönlich treffen demnächst. Damit wir Dialoge schreiben können. =) Fünf Schiffe insgesamt, der Rest hat sich in der Schlacht vernichtet. Wieviele Piraten und wieviele Inquisitionsschiffe, überlasse ich euch.]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>