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BdZ Log 12 Varok / NPC - Druckversion

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BdZ Log 12 Varok / NPC - Varok - Oct-Tue-2026

USS. Wolga / Quartier von Lt. Varok

Es war ein ruhiger Abend – Varok kam aus seinem „Schlafzimmer“, das eigentlich keines mehr war, hinter der Tür war ein Raum, ausgestattet mit etlichen Holoemittern, der die Landschaft Südaustraliens nachahmte. Dem natürlichen Lebensraum, seiner Haustiere - Schnabeltieren. Putzige, kleine Wesen, die Millionen von Jahren der Evolution auf der Erde getrotzt haben und den Wissenschaftlern jahrhundertelang Rätsel aufgaben. Mika und Valo – so hießen sie, waren sein Anker, sein ganzer Stolz. Varok kommunizierte telepathisch mit beiden, eine Form, die er selbst sehr selten einsetzte. Nicht, weil er es nicht konnte, nein, weil er es bewusst nicht wollte. Jede telepathische Verbindung war ein Akt der persönlichen Inbesitznahme, wenn man es drastisch ausdrücken würde, eine psychische Vergewaltigung des anderen, wenn es nicht gewollt oder erwünscht war. Für Varok war es eine ethische Frage. Seine Kommandantin – Captain Silvia Carrington – verstand dieses Konzept der selbstauferlegten Verweigerung nicht wirklich. Oft genug gerieten Sie und Varok darüber in Streit und Diskussion, gerade, wenn sie es bei bestimmten Missionen von ihm forderte, ohne dass das Gegenüber es wusste oder wissen sollte. Gerade bei Verhandlungen und Disputen mit den Ferengis – die Aenar waren die bisher einzig bekannte Spezies, die auch mittels Telepathie in die Gedanken der Ferengi eindringen konnten – nicht mal Betazoiden waren dazu in der Lage, Aber Varok lehnte diese Art der Erkenntnisermittlung strikt ab. Über die Jahre hatte er gelernt, ähnlich, wie ein „Medium“, feinste Mikroreaktionen seines Gegenübers zu lesen, zu deuten und zu verstehen. Dies war einerseits seinem Psychologiestudium zu verdanken, andererseits auch seiner Arbeit an unterschiedlichsten Orten und mit unterschiedlichsten Personen. Und – seine Ablehnung des „Gedankenlesens“ – war ein zusätzlicher Anreiz und Grund gewesen. Varok hatte sich sein Shirt ausgezogen, strich sich über seine Brust und bereitete sich auf ein paar Übungen in Sha’mura vor. Er stellte sich in die Mitte seines eher spartanisch eingerichteten Quartiers auf und wollte gerade beginnen, als er vom Zirpen der Kommunikation gestört wurde. Es war Captain Carrington.
Ca: „Lieutenant Varok?“
Va: „Ja, Captain“
Ca: „Ich benötige Ihre Anwesenheit in meinem Bereitschaftsraum. Bitte kommen Sie sofort zu mir.“
Va: „Verstanden, bitte geben Sie mir ein paar Minuten.“
Ca: „Sicher, Carrington, Ende“
Varok zog sich sein Freizeitshirt über seine muskulöse Brust und seine Freizeitschuhe über die nackten Füße. Da er dienstfrei hatte, bemühte er sich nicht in seine Dienstuniform. Er verriegelte die Tür zu Mikas und Valos Raum – nur sicherheitshalber und machte sich auf den Weg zur Brücke und Carringtons Bereitschaftsraum.

Ortswechsel / Brücke der USS. Wolga / Bereitschaftsraum des Captains

Ca: „Ah… Da sind Sie ja, Lieutenant. Oh, so leger heute.“
Va: „Ich bin außer Dienst und wollte gerade trainieren. Entschuldigen Sie also bitte meinen Aufzug.“
Ca: „Kein Grund, sich zu rechtfertigen… Nun, wir haben vor einer Stunde ein Datenpaket erhalten. Bitte lesen Sie es – Kein Bild, kein Audio, nur Text und sagen Sie mir dann bitte, was Sie davon halten.“
Es handelte sich um das Datenpaket, dass Commander Quimby versendet hatte. Nach wenigen Minuten hatte Varok das Ding gelesen.
Va: „Das… das kann nicht stimmen… Ich glaube nicht an eine Entführung von FleetAdmiral t’Khellian… Ich kenne sie nicht persönlich, weil ich in meinen 95 Jahren noch keine Gelegenheit hatte, sie kennenzulernen, aber nach dem, was ich bisher über sie hörte und las, ist sie keine Person, die sich mal eben von einem Zivilisten entführen lässt, … Da ist etwas oberfaul, um eine irdische Wendung heranzuziehen…“
Cpt. Carrington nickte.
Ca: „Das war auch mein erster Gedanke… Aber was steckt dahinter… Ich meine, was hätte Professor Capranyi davon den Admiral zu entführen? … Waren Sie beim Missionsbriefing dabei? Wissen Sie warum die USS. Picard hier ist?“
Varok nickt leicht.
Va: „Ich war beim Offiziersbriefing dabei. Es geht um zwei Partien und um ein zentrales Heiligtum. Grob zusammengefasst. Sehr grob. Die USS. Saipan sollte eigentlich auf diplomatischem Weg versuchen, die angespannte Lage zwischen den Konfliktparteien zu lösen. Da eine direkte Einmischung seitens der Sternenflotte aufgrund der Obersten Direktive nicht möglich ist. Aber vielleicht haben wir es hier auch noch mit mehr als den beiden Parteien zu tun. Immerhin sind auf der einen Seite auch die Ferengi involviert. Obwohl ich denen solch einen Schachzug nicht zutraue. Denn wo läge da der Profit… Andererseits könnten auch noch andere Kräfte am Werk sein… Sektion 31… D.I.A. … der Geheimdienst… Sie wissen selbst, dass diese Organisationen sich seltenst in die Karten schauen lassen…“
Carrington rieb sich nachdenklich das Kinn.
Ca: „Schon… aber …. Sie sind im Endeffekt alle Teile der Sternenflotte bzw. Föderation… Wir sollen Funkstille halten. Ich kann mich also nicht mit den anderen Kommandanten der Flotte beraten. Aber ich kann auch nicht tatenlos rumsitzen… Was schlagen Sie vor, Lieutenant… Als mein Counselor…“
Varok schaut den Captain ernst an,
Va: „Ich verstehe Ihr Dilemma, Captain. Ich habe auch kein „Allheilmittel“ auf Lager. Dieser Commander Quimby ist doch XO der Picard und nach FleetAdmiral t’Khellians Entführung müsste er doch jetzt der amtierende CO der Picard sein. Holen Sie sich Antworten vor Ort, wenn Sie schon nicht die Funkstille brechen können. Schicken Sie jemanden mit einem Shuttle zur Picard… Schicken Sie jemanden, dem Sie vertrauen. Den XO oder SO (hier Second Officer gemeint) vielleicht.“
Captain Carringtons Augen verengten sich, dann öffneten sie sich wieder und etwas blitzte auf – etwas, was Varok nicht gefiel.
Ca: „Ich schicke SIE… In einer halben Stunde im Shuttlehanger Drei… Wegtreten…“
Lt. Varok wollte noch protestieren, aber der Captain drehte sich schon zum Fenster des Bereitschaftsraumes und damit signalisierte sie eindeutig das Ende des Gesprächs.
 
Ortswechsel / Shuttlehangar Drei

Varok erschien geradeso pünktlich – er musste noch jemanden für die Betreuung seiner Schnabeltiere finden, sich seine Dienstuniform anziehen und am Computer die nächsten Counselorsitzungen absagen. Das alles benötigte seine Zeit.
Captain Carrington wartete bereits am Shuttle Eclipse auf ihn.
Ca: „Ich wünsche viel Glück und nehmen Sie sich vor Admiral LaSalle in Acht, der ist auch an Bord…“
Varok nickte und betrat das Shuttle. Fünf Minuten später startete er das Shuttle und flog in Richtung der USS. Picard.
Was wird ihn da erwarten?