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Zwischen Licht und Finsternis - Log 7 - Richard von Rabenstein - Feb-Sun-2023 *** Transmitterstation / Quartier Richard von Rabensteins *** “…dann, erst dann, wird das Imperium in seiner alten Glorie wieder auferstehen! Wenn wir, WIR uns von dem Schmutz der niedrigen Begierden gereinigt haben! Es geht nicht um die Rebellen oder Feinde außerhalb unserer Grenzen. Es geht um den Feind in uns!“ Richard stoppte die Aufzeichnung. Die Rede war prägnant, wenn es auch an der letzten Brillanz fehlen mochte. Vor allem aber – sie war nicht von ihm, auch wenn die Worte aus dem Mund seines Hologramms sprachen! Man hatte die Transmission gestern aufgefangen, während der Subraum nach weiteren Hinweisen auf die Waffenhandelsconnection von Ferenginar abgelauscht worden war. Doch von dieser Front war bisher keine weitere Information zu extrahieren gewesen. Auf Ferenginar herrschte Chaos. Die Börsenkurse befanden sich im freien Fall und jeder versuchte, alles so schnell wie möglich zu liquidieren und zu entkommen, ehe eine Strafexpedition eintraf. Doch von der gab es keine Spur. Das Militär des Imperiums war wohl mit dem Kampf gegen LaSalle und mit internem Machtgerangel zur Genüge beschäftigt. Dafür hatte man diese Fälschung gefunden. Richard hatte sie unterdessen dutzende Male gehört und versucht herauszufinden, was der Grund ihrer Abfassung sein könnte. Die Botschaft enthielt nichts Diskreditierendes. Also war Diffamierung seiner Person offenbar nicht ihr Ziel. Was aber dann? Ein Trittbrettfahrer? Doch wieso stahl er dann auch das Hologramm des Inquisitors und nicht nur seine Worte?! Nichts wollte einen Sinn ergeben, umso weniger, je länger er darüber nachdachte. Er rief seine beiden Spezialisten in Sachen Technik zu sich: Kavun und eine fast fanatische Gläubige namens Marcia. „Seht, ob ihr irgendeine Signatur, irgendein Muster in der Codierung, eine Frequenz im Holo findet – irgendetwas, was uns auf die Spur des Herstellers dieses Imitats führt!“ „Wenn ich die Quelle habe, schicke ich einen Virus auf der Trägerwelle.“ Kavun grinste böse. „Das wäre übereilt,“ entgegnete Richard. „Unter Umständen könnte diese Fons Obscura unserer Sache dienlich sein.“ Marcia fiel nieder und küsste seinen Amtsring. „Wir werden Sie nicht enttäuschen, Exzellenz.“ Einen Moment später war der Großinquisitor ohne Amtsgewalt wieder allein. Er beschloss, sich zu der kleinen Beobachtungslounge zu begeben. *** Transmitterstation / Beobachtungslounge *** Zwei Wochen hatte es gedauert, ehe die Station mit den Manövrierdüsen an den jetzigen Standort gebracht worden war. Der Tarnschirm funktionierte, und einige verstreute Müll- und Trümmerteile, die am alten Standort zurück gelassen worden waren, würden hoffentlich Neugierige überzeugen, dass die Station zerstört worden war. Zumindest, solange nicht allzu genau hingesehen wurde. Der Großinquisitor wusste natürlich, dass dies nur ein temporäres Arrangement war. LaSalle war ihm auf der Spur. Im Nachbarsektor war eine kleine Flottille gesichtet worden, und einige Suchdrohnen auch schon näher am Perimeter. Ich brauche Soldaten. Ich brauche Waffen. Ich brauche ein besseres Schiff. dachte er, verschränkte die Arme hinter dem Rücken und starrte in die ereignislose Schwärze, die sich vor ihm ausbreitete. Irgendwo da draußen warteten Millionen wahrhaft Gläubige auf die Rettung, auf die Auferstehung des Imperiums. Sie hatten seine Worte gehört – und jetzt musste er nur einen Weg finden, sie zu sammeln! Und dann… -- (Sorry, etwas kurz, gerade sehr wenig Zeit. Vielleicht kommt diese Woche noch etwas) |