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Rückkehrer Log 26 - Sareth - Druckversion

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Rückkehrer Log 26 - Sareth - Sareth - Oct-Wed-2022

NRPG: wenn man schon ewig an einer Story schreibt… Ich hab gerade festgestellt, dass ich im 3. Log schrieb, die Wellington VERSCHWINDET im Krieg damals. Wir können sie eigentlich gar nicht zurück schicken.

RPG:

*** USS Picard / Maschinenraum ***

Als ich aus dem Lift trat, begegnete mir der skeptische Blick der Chefingenieurin. In den Holomatrizen und auf den Wandschirmen wechselten in für das humanoide Auge zu rascher Folge Zahlenkolonnen, Schemata und Kurven.
Es war deutlich, dass Lt.Cmdr. Makan es nicht sonderlich mochte, dass eine fremde Intelligenz die Datenbanken des Schiffes nach Brauchbarem durchstöberte.

„Wie ist der Stand?“ fragte ich.

„Laut Translator hat sich EINS beschwert, dass unsere Datenstruktur so ineffizient ist,“ antwortete sie mit einem Augenrollen.

„Wie weit sind die Teams mit der Reparatur der Wellington?“

„Die Reparaturen sind beendet, aber einige Hüllenbereiche und vor allem die Warpgondeln brauchten strukturelle Verstärkungen, andernfalls würde das Schiff wieder in so einem desolaten Zustand enden nach der Reise. Wir mussten Borg-basierte Nanotechnologie verwenden.“

„Könnte das nicht die Zeitlinie kontaminieren?“

„Die Wellington wird in eine Zeit vor dem Erstkontakt mit den Borg zurückkehren. Mit der damaligen Scantechnik wird man die Veränderungen nicht feststellen können.“

„Aber es scheint gut voran zu gehen mit der Rekonstruktion des temporalen Zwischenfalls. Das sind die Einträge, die bisher abgefragt und reorganisiert wurden.“
Sie rief das Zugriffsprotokoll auf, und ich sah eine Konzentration der Anfragen bei den Themen Subraumharmonik, Transwarptheorie und Temporaler Physik. Während ich einige spezielle Gleichungen herauszog, um zu sehen, welches theoretische Modell EINS wohl nutzen würde, und ob das Albright-Theorem zu Anwendung käme, entdeckte ich etwas…

„Wenn sie mit dieser Energiematrix durch die Subraumbarriere tauchen, gibt es einen negativen Koeffizienten im Albright-Theorem.“ Ich wandte mich zu Lt.Cmdr. Makan um und formulierte es kurz und bündig. „EINS wird die Wellington und ihre Crew nicht an den exakten Raumzeitpunkt zurück bringen können, ohne die Gesetze der Physik zu verletzen.“

„Eine neue Zeitlinie?“

„Möglicherweise. Sehen Sie sich diese Funktion an…“ Ich ließ den Computer eine graphische Darstellung des Problems reproduzieren.

„Das bedeutet, dass uns oder besser EINS, kein Erfolg beschieden sein wird.“

„Jedenfalls nicht in der beabsichtigten Weise.“

„Die Frage ist, weiß EINS das?“ Makan ging um die große Holoprojektion an der Hauptkonsole herum. „Und ist es ihr Weg, sicherzustellen, dass die Kenntnis über ihr Habitat sich nicht verbreitet?“

Das war in der Tat eine Möglichkeit…. Die Chefingenieurin sprach es aus, bevor ich es konnte: „Die Frage ist, ob wir die Entität dann stoppen?“

Ich holte tief Atem. „Wir haben keine Beweise für böswillige Sabotage.“


*** USS Picard / Büro des CO ***


Ich hatte LaSalle gerade über die neuen Entwicklungen informiert, und nun blickten wir schweigend hinaus auf die in der Ferne schwebende Wellington.

„…. Die Frage ist, was tun wir?“

„Spielen wir Gott, meinen Sie,“ konterte LaSalle und wanderte durch das Büro. „Ich fürchte, da fehlen uns ganz klar die Kompetenzen.“

„Nun, Sie und ich sind HIER, weil jemand mit der Saipan Gott spielte und uns zurück holte.“
„Ich weiß, darüber denke ich gern in den schlaflosen Nächsten nach…“ Er lächelte melancholisch. „Vielleicht geschieht alles so, wie es im Plan des Universums vorgesehen war. Fest steht, dass EINS in sein Kontinuum zurück muss. Und es dazu die Wellington braucht.“

Ich nickte. „Laut der Ergebnisse des Ingenieursteams kann EINS in diesem Kontinuum nicht unbegrenzt existieren.“

„Ein moralisches Dilemma….“

„Wie sieht es mit dem Dilemma der fehlenden Crewmitglieder aus? Konnten Sie Mr. Caldreds Entdeckung bestätigen?“

„Ja und nein. In der Tat waren diese Leute nie an Bord. Deventer scheint aber nichts damit zu tun zu haben. Sein Auftraggeber, Mavathi-Industries, aber um so mehr. Sie versuchten damals, an diese vermeintliche Superwaffe heran zu kommen und hatten wohl zwei Agenten an Bord, die ihre Spionageaktionen in den Computersystemen auf fiktive weitere Personen verteilten, damit es nicht so schnell auffiel.“

„Und Captain Kvoma ist das nicht aufgefallen?“

„Nun, der XO wurde wohl geschmiert und hat mitgearbeitet. Und Kvoma hatte mit Krieg, Dissidenten und Geheimauftrag alle Hände voll zu tun. Er hat seinem XO wohl auch zu sehr vertraut. Sieht so aus, als hätten sie nach Dienstschluss ab und an mal ein Gläschen gehoben, früher schon, und auch an Bord.“

Ich seufzte.
„Tja, jeder hat seine kleinen Sünden. Und wo kleine Sünden sind, gibt es immer Leute, die diese großräumig ausnutzen. Deshalb ist nur noch Synthehol erlaubt an Bord, seit vielen Jahrzehnten.“

„Und das D.I.A. hat immer wieder Informationen zu prüfen, nach denen irgendwelche Alkoholika, inklusive saurianischen Brandy und romulanisches Ale, an Bord von Schiffen oder Stationen geschmuggelt werden, für kleine Feiern, oder als Trösterchen, wenn einen die Freundin oder der Freund gerade verlassen hat. – Das wird sich wohl in der Geschichte der humanoiden Spezies dieser Galaxis nicht ändern.“