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Dämonen Log 20 - Nalae - Druckversion

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Dämonen Log 20 - Nalae - Nalae D'Varo - Jan-Sun-2019

USS Picard |Krankenstation

„...Eine Subraumstörung, welche nicht von Subraumlebewesen verursacht wird, erscheint mir daher paradox und eigentlich vollkommen unmöglich“, schloss Nalae ihren persönlichen Logbucheintrag, während dessen Diktates sie mit verschränkten armen in ihrem Bürozimmer auf und ab lief.

Es ist mir ganz gleich, was der Computer ausgibt, solange er mir nicht anzeigen kann, woher diese Störung nun tatsächlich rührt, könnte es alles sein, dachte sie, während sie den T'Liss auf ihrem Schreibtisch nervös mit den Händen knetete.

Nachdem sie dies eine gefühlte Ewigkeit lang getan hatte, packte sie den Tricorder und führte einen Subraumscan an sich selbst durch – jedoch ohne Ergebnis.

Interessant, stellte die Ärztin fest, mein Subraumschatten muss dieselbe Störung aufgewiesen haben wie die von Lt. Melvis.
Allerdings unterscheidet sich mein Erlebnis, denn ich musste nicht Wachkoma versetzt werden, außer ich befinde mich gerade in einem Traum!
Es ist offenbar der Fall, dass diese Störungen nur temporärer Natur sind.
Oder vielleicht hängt es von der Intensität der Angst des Betroffenen ab?
Oder von der Dauer des Eingriffes?
Fragen über Fragen!
...Die ich heute Nacht schwerlich lösen kann.
Allerdings werde ich mich vorsehen, die Replikatoren zu benutzen.


Im Quartier

„Nalae. Ich finde es wirklich lieb, dass du etwas für uns gekocht hast, aber...was in aller Welt und warum...ist das?“

„Da die Replikatoren momentan eine Sicherheitslücke darstellen, habe ich ein Abendessen aus allem kreiert, was noch da war und was ich von den Nachbarn bekommen habe.
Das sind Tortellini mit einem Cocktail aus Dosenfrüchten, einer Dosenfruchtsaft-Sahnesoße, verfeinert mit 300gramm eines terranischen Gewürzes „Pfeffer“ - das soll sehr pikant sein, Fleischwurststreifen und-“

„Sind das da völlig verschmohrte Stücke von meinem Kobe-Rind?“

„...Probier' doch erstmal! Ich habe herausgefunden, dass die Benutzung der Replikatoren mit den beängstigenden Trugbildern der Betroffenen zusammenhängt“, erklärte die Ärztin.
„Es wird eine Anomalie im Subraumschatten der jeweiligen Person erzeugt, die offenbar diese Halluzinationen hervorrufen.“

Tr'Kovath nickte.

„Dieses Gericht könnte ebensogut bereits eine derartige Illusion sein.
Vielleicht solltest du meinen Neocortex nach dieser Subraumanomalie scannen.“

„Sehr WITZIG!“

„Wenn es sich hierbei möglicherweise um eine Subraum-Lebensform handelt, dann könnte man ihr eine Falle stellen“, überlegte Tr'Kovath.

„Wenn dem so ist“, fuhr er fort, „die derzeitigen Computerdaten und Scans haben keine derartigen Ergebnisse geliefert.
Allerdings könnte man mithilfe eines polarischen Ionenscanners Subraumspalten orten...und vielleicht mehr über das Phänomen herausfinden.
Mithilfe eines Phasers lassen sich Subraumanomalien schließen.
Das würde verhindern, dass die Störung des Subraumschattens eintritt, sofern rechtzeitig gehandelt wird.
Das würde ich aber nicht im Quartier testen, sondern vielmehr im Maschinenraum.“


USS Picard | Maschinenraum

„Das Zeitfenster ist unbekannt, deshalb scannen Sie bitte die folgende Stunde“, instruierte Tr'Kovath den Lieutenand, der eifrig mit einem polarischen Ionenscanner herbeigeeilt war.

„Sie müssen scannen sobald ich den Replikator aktiviere und bleiben Sie dann über die Dauer in meiner Nähe. Das Gerät hat eine Reichweite von fünfhundert Metern.“

„Aye, Sir“, entgegnete der Crewman.

„Ich bin bereit, die Daten aufzuzeichnen und schon ganz wild darauf, sie zu analysieren“, antwortete Nalae.

„Gut“, entgegnete Tr'Kovath.

„Dann mal los.
Computer. Einen schwarzen, heißen, Kaffee...“

Eine dampfende Tasse Kaffee materialisierte sich.

„Negativ, Sir“, berichtete der Lieutenand während Nalae fleißig scannte, „ich werde den Scan fortfahren.“

„Bei allen bisherigen Vorkomnissen, so auch meinem, trat die Halluzination nicht später als zwanzig Minuten nach der Replikator-Nutzung auf“, sagte Nalae.
„Ich schneide alles mit. Diese Daten sollten eigentlich zahlreiche Antworten liefern können!“


„...Hm.“
Nach etwa zehn Minuten wurde Mahan nervös.
Er starrte auf das Schaltpult und schluckte merklich.

„Sie sehen das nicht, oder?“

„Da ist nichts, Sir“, antwortete eine Rihanha.

„Gut. Es ist nicht real“, sagte Tr'Kovath, während seine Finger schweißnass wurden.

In diesem Augenblick machte der Lieutenand mit dem Scanner auf sich aufmerksam.

„Sir, eine Subraumspalte! Sie ist dort bei den---sie ist weg, Sir! Mr. Tr'Kovath?“

„ELEMENTE! ES SIND ZU VIELE! SIE VERFOLGEN MICH!“

Der Techniker rannte die junge Rihanha auf seiner hastigen Flucht nach draußen einfach um.

„Mahan, warte!“
Nalae eilte hinterher.

„Oh Elemente, lass mich, Nalae! Diese kratzigen Pfoten! Diese gierigen Blicke! Es sind HUNDERTE!!!“


USS Picard | Beobachtungslounge

„Voreiliger Aktionismus hat nichts mit wissenschaftlichem Vorgehen zutun!“

Vandenberg marschierte vor dem Panoramafenster auf und ab, wild gestikulierend.

„Wir stehen vor einem Problem und der Cheftechniker liegt wegen einer imaginären Horde aus Katzen im künstlichen Koma! Meinen Sie, dass wir das Problem jetzt schneller lösen?“

„Nun...wir haben jedenfalls eine ganze Menge Daten gesammelt“, entgegnete Nalae beschwichtigend.

„Ich habe eine Möglichkeit, das Phänomen vom Zeitpunkt seiner Entstehung bishin zum jetzigen Augenblick grafisch darzustellen. Ich gebe zu, wir haben etwas anderes erwartet...“

„Die Enstehung der Subraumspalte ist ebenfalls nicht uninteressant“, warf Lt. Mallow ein.
„Ich habe sie für den Zeitraum von etwa 0,8 Sekunden drei Meter von Mr. Tr'Kovath entfernt messen können, genau in dem Augenblick, wo bei ihm die Halluzination eintrat.“

Vandenberg straffte sich.

„Wie auch immer, wir können das jetzt nicht mehr ändern.
Ich habe ebenfalls einen Fund gemacht, der von Bedeutung sein könnte.
Dieser Text aus den Daten der Ashan:
Die Dhallaran werden enden im Nebel, sie nehmen mit unser Leid.
Es ist also nicht auszuschließen, dass die Ashan und die Dhallaran an den Vorfällen beteiligt sind.
Allerdings lässt sich das nicht mit Sicherheit sagen, denn die Vorfälle traten auf, nachdem wir den Planeten Nibonez besucht haben.
Und neben der Mission des Captains dürfen wir nicht vergessen, dass wir noch keinerlei Ahnung haben, was genau diesen Planeten so verwüstet hat.
Wir haben es hier also mit mehreren Rätseln zutun. Es ist sehr verworren.“

„Ich habe bei der Auswertung der Daten festgestellt, dass die Störung des Subraumschattens fast fünf Minuten vor der Öffnung der Subraumspalte auftritt, jedoch die Auswirkungen auf die neuronalen Funktionen der Person folgen erst später“, berichtete Nalae.
„Interessant ist ebenfalls, dass nur derjenige betroffen ist, der den Replikator benutzt hat.“

„Es klingt fast danach als würde eine Lebensform versuchen, einen Kontakt aufzubauen“, warf Mort ein.
„Die Subraumspalte ist merkwürdig, besonders in diesem kurzen Zeitraum. Möglicherweise gelingt es demjenigen nicht, sie stabil zu halten.“

„Dennoch bleibt die Frage, warum diese negativen Auswirkungen auf den Subraumschatten auftreten“, sagte Vandenberg.
„Es ist wichtig herauszufinden, ob es sich hierbei um eine....unbeabsichtigte Nebenwirkung handelt oder tatsächlich der Versuch einer feindlichen Intelligenz, uns zu schaden.“

„Nun, die Verwüstungen auf Nibonez waren ganz offensichtlich Resultate eines feindlichen Angriffs“, sagte Mort.

„Dr. D'Varo und Lt. Mallow, ich möchte, dass Sie die Daten genauer auf weitere Hinweise untersuchen und vergessen sie auch nicht den Brief.
Möglicherweise soll der nur zur Ablenkung dienen, aber das ist nur eine Theorie.
Dazu sollten Sie, Dr. D'Varo, schnellstmöglich einen Weg finden, die Patienten wieder ins Bewusstsein zurückzuholen“, ließ Vandenberg verlauten.

„Wir benötigen unseren Chefingenieur äußerst dringend zurück. Das Phänomen darf sich nicht auf der Picard ausbreiten.“