Das Romulanische Imperium
Aus StarTrek-Allianz
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Frühphase
Die Geschichte der Rihannsu und damit des Romulanischen Imperiums beginnt im Jahr 350 irdischer Zeitrechnung auf dem Planeten Vulkan, zur Zeit der sogenannten "Großen Erweckung" unter dem Philosophen Surak, der sein Volk versuchte auf einen Weg der Friedfertigkeit und Logik einzuschwören um der drohenden Vernichtung zu entgehen. Suraks Gegner zunächst in wissenschaftlichen Debatten, später in der Politik und in bewaffneten Auseinandersetzungen wurde ein Gelehrter namens S'Task. S'Task hielt den Weg der Logik und die Unterdrückung von Emotionen für falsch und destruktiv, vor allem aber unklug gegenüber den Gefahren, die der vulkanischen Zivilisation an der Schwelle zum Raumfahrtzeitalter entgegentreten konnten. Schließlich wurden er und seine Anhänger von den Gefolgsleuten Suraks exiliert, weil sie sich weigerten, sich deren Philosophie zu unterwerfen. Einige Hunderttausend Vulkanier trat schließlich im Jahr 369 irdischer Zeitrechnung die Reise an.((Star Trek TOS-Roman: Duane, D., Morwood, P.: Die Romulaner (The Romulan way))
Detail des Denkmals für S'Task und seine Gefolgsleute auf Ch'Rihan (adaptiert nach Rodin, Die Bürger von Calais)
Über 100 Jahre reisten sie mit ihren noch nicht warp-fähigen Schiffen, ehe sie endlich einen bewohnbaren und besiedlungsfähigen Planeten erreichten, den sie Ch'Rihan nannten. Die ersten Jahrzehnte der Besiedlung waren von heftigen Rivalitäten und Kämpfen gekennzeichnet. Der Schwesterplanet des Doppelsystems, Ch'Havran, eine im Grunde für humanoides Leben ungeeignete Welt mit gebundener Rotation, wurde als Strafkolonie für politische Gegner, in Fehden Besiegte und alle Arten von Verbrechern eingerichtet.(Star Trek Roman: Sherman, J., Shwartz, S.: Vulcans Soul Book III, Epiphany)). Nach der relativen Konsolidierung der Strukturen auf Ch'Rihan in einem Clansystem begannen die ersten Expansionsmaßnahmen nach außen, zunächst, um das Raumgebiet gegenüber (möglichen) Angriffen zu sichern, aber auch, weil man es als Bestimmung des romulanischen Volkes ansah, die umliegende Galaxis zu 'zähmen'. Die Erhöhung der Macht des eigenen Clans wurde aber sehr bald ein größerer Motivator. Mit der Entwicklung des Warpantriebs wurde es möglich, die Expansion weiter auszudehnen, dennoch blieb das Romulanische Reich auf einen relativ kleinen Raumbereich beschränkt. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts irdischer Zeitrechnung begann sich das paritätische Clansystem als inadäquat für die Regierung zu erweisen und man wählte einen Imperator aus der Mitte der mächtigsten Familien, der zur Verwaltung wiederum einen Senat einrichtete. Das Imperatorenamt wurde nach und nach zu einer erblichen Würde, was der politischen Stabilität erheblich schadete. Das Ergebnis war ein Militärputsch, der den letzten Imperator stürzte und ein Dreikammersystem einführte, bestehend aus Oberem und Unterem Senat und Prätoriat mit den beiden Machtstützen Militär und Tal Shiar an der Seite.
Der Krieg mit der Erde und die Etablierung der Neutralen Zone
Der Erste Kontakt mit Menschen fand im Jahre 2152 statt, als die Enterprise unter dem Kommando von Captain Jonathan Archer unwissentlich in romulanisches Territorium einflog.(Star Trek Enterprise, Folge: Minefield) Von diesem Zeitpunkt an beobachteten die Romulaner die Terraner und deren Aktivitäten mit ausgesprochenem Mißtrauen. 2154 irdischer Zeitrechnung versucht eine Taskforce des Imperiums die Diplomatischen Gespräche der 'Babel-Conference', deren erklärtes Ziel die Zusammenarbeit zwischen Andorianern, Vulkaniern, Tellariten und Menschen und die Formierung eines gegenseitigen Beistandspaktes ist, zu verhindern, da man auf Ch'Rihan diese Machtkonzentration als Bedrohung ansieht. (Star Trek Enterprise, Folge: Babel One). Die Aktion mißlang und mündete im Gegenteil in einem Vorantreiben der Koalitionsbestrebungen der interstellaren Mächte. Eine weitere Verhärtung der Fronten folgte. Ein unglücklicher Zwischenfall ließ 2162 das terranische Schiff Endeavour im Gebiet des Romulanischen Imperiums bei Cheron IV stranden.Star Trek RPG-Book: The Way of D'Era) Es kam zu einer Auseinandersetzung, nach der die Endeavour schwer beschädigt fliehen konnte. Auf Romulanischer Seite sprach man von bewusster Verletzung territorialer Rechte und Spionageversuchs, auf Seiten der Erde (und bald auch ihrer Verbündeten) hieß es demhingegen, die Romulaner seien auf ein brutales Massaker und einen Kriegsgrund aus gewesen. Ein Flottenverband der Föderation wurde nach Cheron IV entsandt, um entsprechend Macht zu demonstrieren, die Situation geriet jedoch ausser Kontrolle und der Verband wurde fast vollständig zerstört. Der - niemals offiziell erklärte - Krieg begann und zog sich für fünf Jahre mit wechselnden Erfolgen hin. Letztlich gaben aber die größeren Ressourcen der Föderation und die zum Teil überlegene Antriebstechnik den Ausschlag. Der Krieg endete ironischerweise dort, wo er begonnen hatte, bei Cheron IV. Nach ihrer Niederlage mussten die Romulaner den festgelegten Verträgen zustimmen. Als Pufferzone zur Föderation wurde die 'Neutrale Zone' etabliert, die ein Durchflugsverbot für Schiffe beider Mächte enthielt. Die Romulaner zogen sich komplett aus der interstellaren Politik zurück und begannen sich erst in der zweiten Hälfte des 24. Jahrhunderts wieder einzumischen. Die Beziehungen zu den übrigen Mächten blieben aber von großem Mißtrauen bis Feindseligkeit gekennzeichnet, wobei der Tomed-Zwischenfall 2311 den Tiefpunkt und die Zementierung der Vorurteile beider Seiten darstellte.
Vom Dominionkrieg 2373-2375 zur Allianz mit der Föderation
Durch die Invasion des Dominion aus dem Gamma-Quadranten bedroht, suchten die Bündnismächte des Alphaquadranten, Föderation und Klingonen, auch die Unterstützung des Romulanischen Imperiums gegen den Gegner. Doch dieses schloß zunächst einen Nichtangriffspakt mit dem Dominion und hielt sich abseits. Erst die Aufdeckung eines Infiltrationskomplotts des Dominion brachte den Senat dazu, an der Seite der ehemaligen Gegner zu kämpfen und machte endlich den Sieg gegen die Formwandler und den 'Vertrag von Bajor' möglich.(Star Trek Deep Space Nine-Dominionkrieg [1]) Im letzten Drittel des 24. Jahrhunderts kam es infolge der materiellen und personellen Verluste im Dominion-Krieg zu einer wirtschaftlichen Regression und Verarmung weiter Teile des Reiches. Dies und der gravierende Mangel an polizeilichen und militärischen Einsatzkräften begünstigte den Staatsstreich und die Rebellion der Havrannsu von 2379 (Star Trek Nemesis). In nächsten zwei Jahrzehnte waren von weitgehender politischer Anarchie gekennzeichnet und dem romulanisch-klingonisch-föderativen Krieg, in dessen Folge der damals amtierende Prätor eine militärische Allianz mit der Föderation schloß. Erst zu Beginn des 25. Jahrhunderts gelang die erneute dauerhafte Etablierung der senatorialen Regierung.
