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Zwischenlog 3: T'Sok
#1
Vulcan / Shikahr / Akademie der Wissenschaften 

"Das ist sehr familiär von ihnen, Captain", sagte T'Sok.

"Danke." 


„Ich suche gerade Arbeit. Hätten Sie Bedarf an einem Ingenieur? Mir ist zu Ohren gekommen, dass der Romulaner, welchen Sie zuvor in Ihrem Dienst hatten, selbigen quittierte.“ 

„Sind sie kein Angestellter der Fakultät? Ich wollte mich gerade für die Übernahme des Lehrstuhls für Xenobiologie bewerben.“ 

„Nicht mehr. Ständige Wiederholung betäubt den Geist und es wurde Zeit, dass ich etwas neues suchte.“ 

„Nun, denn. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.“

„Danke, ich Ihnen auch.“



T'Sok begab sich in sein Wohnquartier und dachte nach. Es war seltsam, wieder einmal woanders zu sein als an seinem angestammten Aufenthaltsort. Er betrachtete eingehend die Wand seines Quartieres. 
Sie war gelb. Ein entsättigtes, blasses gelb, das an die kargen Sandwehen von Sol erinnerte. 
Es war sehr beruhigend. So fand T'Sok sich alsbald in einer tiefen Meditation. T'Sok liebte es, über einheitliche Flächen zu meditieren, die bestenfalls keinerlei Unebenheiten, Unregelmäßigkeiten oder andere Formen von Variation aufwiesen. T'Sok war kein großer Freund von Variation. Solange alles seinen gewohnten Gang lief, war er zufrieden. Ja, Gewohnheiten und Regelmäßigkeiten waren sehr wichtig. Aus diesem Grund nächtigte er ungerne anderswo als zuhause. Das neue Schiff und die Abläufe dort würden sich schnell als neue Gewohnheiten etablieren müssen. All das und mehr ging T'Sok in seiner meditativen Ruhe durch, bis sich ein störendes Insekt auf die Wand setzte und ihre Ebenmäßigkeit mit beinahe verärgernder Variation unterbrach.

Die Unterbrechung behagte ihm nicht. Es wäre unlogisch, dem Tier die Schuld daran zu geben, doch eine Störung war es dennoch. Er erhob sich, um das Insekt von der Wand zu picken und entließ selbiges aus seinem Fenster in die warme Morgenluft. Er setzte sich wieder auf den Boden und begann erneut, die gelbe Wand zu betrachten. Er erfreute sich an der wiederhergestellten Ruhe und Ebenmäßigkeit ebenjener, als er langsam zurück in seinen vorherigen, meditativen Zustand versank.
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