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Wertvolle Tips aus der offiziellen "Star Trek Bibel"
#1
Dies sind Hinweise, die Autoren für die geplante Fortsetzung von TOS gegeben wurden (Ende 1970er Jahre), die ja bekanntlich nie ins Fernsehen kam, sondern statt dessen als Star Trek The Motion Picture ins Kino.

Ich denke, das sind auch für unser RPG wertvolle Tips! Sie stammen aus Memos von Roddenberry und anderen Autoren/Verantwortlichen. Interessant sind die vielen Aspekte von Diversität und Nachhaltigkeit - damals schon!

Die Quelle: Judith u. Garfield Reeves-Stevens: Star Trek Phase II. Die verlorene Generation, München 1998.

--> Sprache: "Wir werden die natürlicheren Sprachmuster (...) verwenden (...) Das soll allerdings nicht so verstanden werden, dass wir Slangformulierungen der 70er verwenden wollen. Wie in früheren Episoden sollte Star Trek auch weiterhin die Sprache meiden, die sie später überholt wirken läßt. Wenn ein Autor umgangssprachliche Formulierungen verwenden will, dann soll er neue erfinden."

(Anm.: ich würde sagen, das gilt überhaupt für alles aus der aktuellen Populärkultur. Wenn da etwas auftaucht, muss das irgendwie speziell erklärt werden, so wie Tom Paris diese alten SF-Filme liebte, es sollte nicht alltäglich klingen.)


--> Verhalten: "Wenn die optimistische Zukunftsvision, die in Star Trek traditionell gezeigt wird, Realismus besitzen soll, ist es notwendig, dass unsere Charaktere Einstellungen erkennen lassen, die weiterentwickelt sind."

--> Unbekanntes Flugobjekt (also irgendwas, was plötzlich auftaucht und von dem wir nicht wissen, was es ist): "Das letzte, was unsere Leute machen würden, wäre, irgendetwas einfach zu zerstören. Unser optimistisches Zukunftsbild setzt bereits voraus, dass unsere Helden der Zukunft daran glauben, dass alle Dinge eine gewisse ökologische Heiligkeit besitzen (...)"

--> Story: "Unsere Geschichten erzählen von Menschen, die glaubwürdig handeln. (...) Je glaubwürdiger die Personen, um so besser ist die Geschichte. (...) Technische Spielereien (...) müssen ebenfalls glaubwürdig sein - sie müssen eine Fortführung dessen sein, was heute in der Wissenschaft als Tatsache oder Theorie existiert."
[Bild: Sareth-neu.jpg]
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#2
...und noch mehr aus der Star Trek Bibel der 1970er Jahre für die Drehbuchschreiber:

-->Hauptproblemzonen: "Auch hier war es der Bereich der Glaubwürdigkeit. Viele ansonsten gute Autoren neigen dazu, ihre SF mit unglaublichen Zufällen, unerklärbaren oder unlogischen Handlungen und mit unmotivierten Veränderungen der Charaktere zu würzen - Dinge, die sie beinem Drehbuch für eine Kindersendung nicht einmal zu träumen wagen."

-->In Character bleiben: "Das wichtigste ist, die Realität zu bewahren. Der maßgebliche Punkt ist der, daran zu denken, dass man bei der SF konsequent bleibt. Sobald eine Sache erst einmal eingeführt ist, muss sie unantastbar sein. Erfinden Sie nicht eine Rasse von Supermenschen, die am Ende von Kirk mit einem Trick überlistet werden, mit dem man nicht einmal Kojak reinlegen könnte (...) Denken Sie Dinge bis zum Ende durch. (...) Bedenken Sie immer, dass die Situationen noch so toll beginnen können: wenn sie nicht der geschaffenen Realität entsprechen, dann ist die Glaubwürdigkeit dahin - und mit ihr das Drama."
[Bild: Sareth-neu.jpg]
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