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Griff in dir Geschichte / Log 15 / XO
#1
1923 / Erde / München / Odeonsplatz / Hausnummer 6 / Keller /8 Uhr Abends 

Gerschoni zitterte vor Schmerzen. Seinen linken Arm würde er bald nicht mehr bewegen können und ohne Medikit konnte er die Phaserwunde an seinem Arm nicht behandeln. Er konnte daran sterben, nein er würde daran sterben. Doch er hatte noch etwas zu tun. Eine Chance hatte er noch.
Er war so nahe dran gewesen. Er hätte den gesamten Wahnsinn mit einem Schuss beenden können. Aber nein, da wie sie wieder gewesen. Seine verdammte Pedanterie. Sie hatte ihm alles vermasselt. Er wollte es perfekt machen. So als ob dieser Größenwahnsinnige, dieser Massenmörder, zufällig getroffen worden wäre. Aber nein, er hatte zu lange gewartet. Und dann waren auch noch der XO und der CSO aufgetaucht. Nur der Masker hatte Gerschoni die Flucht ermöglicht, doch jetzt war die Speicherzelle des Gerätes aufgebraucht. Es gab nur noch eine Möglichkeit. Wenn Gerschoni in die Nähe seines Zieles kam, würde er seinen Phaser überlasten, Die Explosion würde nicht nur Hitler und seine engsten Getreuen töten, sie würde mindestens 2 Häuserblocks dem Erdboden gleich machen und auch Gerschoni töten. Doch das was ein geringer Preis für das Ergebnis.

Ein brennender Schmerz durchlief Gerschoni. Er versuchte sich am Boden abzustützen, doch seine Hand schien einfach im Boden des Kellerraums zu versinken. Ruckartig zog Geschoni die Hand wieder aus dem Beton.
Nein es war keine Einbildung. Der Entkopplungsprozess hatte wohl begonnen. Gerschoni lachte bitter. Er hatte nicht mehr viel Zeit, doch die Zeit selbst würde Ihren wohl größten Wohltäter einfach löschen.
Doch dies war alle gleichgültig. Gerschoni würde jetzt seine finale Mission erfüllen. Und niemand würde in aufhalten. Nicht einmal die Zeit.

——————————————————————

Orts- und Zeitwechsel:

1923 / Erde / München / Odeonsplatz / während des Tumults

Zeit: 4 Stunden früher

Vandenberg war zu Mort geeilt, Dieser machte einen mehr als angeschlagenen Eindruck. Und dies konnte nicht nur am Treffer durch Gerschonis Phaser liegen. Doktor Valkara hatte sich von der anderen Seite genähert und kniete sich neben Mort. Ein kurzer Scan erbrachte jedoch nichts Gutes.

VK: Wir haben ein Problem.

Vandenberg konnte ungenaue Auskünfte jetzt nicht gebrauchen.

Va: Klare Informationen bitte.
VK: Na schön. Mr. Caldreds Zellstruktur beginnt, sich langsam aufzulösen.
Va: Bitte? Doch wohl nicht durch den Phasertreffer?
VK: Nein. Ich kann es noch nicht ganz erklären, aber scheinbar befinden sich unsere Molekularstrukturen nicht, oder nicht vollständig in temporaler Phase. Es ist wie bei einem fehlerhaften Beamen. Wir sind hier und doch nicht vollständig hier. Und das könnte für uns alle tödlich enden, wenn wir nicht schnell auf unser Schiff und zurück in unsere Zeitebene kommen.
Va: Wieviel Zeit haben wir? 
VK: Maximal noch 24 Stunden. Dann werden wir verblassen und verschwinden wie ein Nebel im Herbstwind.
Va: Ich weigere mich, so einfach zu verschwinden. Vorher haben wir noch etwas zu erledigen. Doktor Valkare, bringen Sie Mr. Caldred zurück zur Unterkunft. Mr. tr´Kovath soll sich mit mir treffen. Er konnte wohl den Ursprung des Schusses anpeilen.
Va: Und was tun Sie?  

In diesem Augenblick rannte ein junger Mann auf Vandeberg zu und warf ihn fast um. Der junge Mann wirkte hysterisch und schrie wie von Sinnen:

„Jessas Maria un Josef, hob enn  Woipertinger gesendet. Enn ganz en haarigen Deiwi. Unns Moi hattet voi mit Zähn, dass de meinst, es wär jedza ganz aus“

Va: Wo haben Sie dieses Ding denn gesehen?

Der junge Mann wies zitternd auf auf ein Gebäude schräg gegenüber und rannte dann davon.

VK: Der Masker, natürlich. Gerschonis Masker muss eine Fehlfunktion haben!

Vandenberg nickte langsam.

Va: Doktor, Sie haben mich eben gefragt, was ich tue.

Der XO hob seinen Spazierstock und für einen Augenblick, als der am Stock montierte Masker die Bewegung kompensierte, sah man kurz, dass es sich bei dem Spazierstock um ein Phasegewehr handelte.

Va: Ich schnappe mir Gerschoni.


Vandenberg eilte davon und verschwand in einem Hauseingang.

10 min. später hatten sich Vandenberg und tr´Kovath auf dem Dach des Gebäudes getroffen. Der Tumult auf dem Platz hatte etwas nachgelassen, doch trotzdem hörte man noch immer Schüsse. Irgendwo auf der Dachlandschaft dieser Häuserzeile hatte sich Gerschoni versteckt.
Vandenberg schlich über die linke Dachseite, tr´ Kovath sicherte die rechte Seite. Irgendwo hier oben musste sich Gerschoni befinden, es gab lediglich einen Aufgang auf der rechten Dachseite und diesen bewachte tr´Kovath.

Hier oben gab es unzählige Möglichkeiten, sich zu verstecken. Schornsteine, Dachlüfter und ähnliches, Und hinter jedem dieser Objekte konnte ein zu allem enstchlossener Gerschoni lauern.

Vandenberg kam nur langsam voran. Was umso ärgerlicher war, da ihm buchstäblich die Zeit davon lief. Doch nirgends war Gerschoni zu sehen. Vandenberg wollte gerade die Dachseite wechseln als er einen Luftzug spürte. Die einzige Warnung. 
Der Phaserschuss zischte knapp über Vandenbergs Kopf vorbei, als dieser mit einem Hechtsprung sich hinter einem Schornstein in Sicherheit brachte. 
Gerschonis Stimme war auf dem Dach leise aber deutlich zu vernehmen.

Ge:  Bleiben Sie, wo Sie sind. Sie können und werden mich nicht aufhalten.
Va: Lassen Sie den Blödsinn. Sie wissen selbst, dass Sie das, was geschehen wird, nicht ändern können. Es wird geschehen und Sie können nichts dagegen tun. 
Ge: Das ist durch nichts bewiesen.
Va; Ach kommen Sie. Schon alleine die Tatsache, dass es Sie gibt und das Sie hier sind, zeigt doch schon, dass die Zeitlinie nicht verändert wurde.
Ge: Vielleicht ist aber gerade der Fakt, dass ich hier bin, ein Beweis, dass Mann die Zeit ändern kann.
Va: Gerschoni, die Zeit ist keine Drehtür. Wir können das Geschehene nicht ändern und wir sollten es nicht einmal versuchen!
Ge: Verzeihung, aber das sehe ich anders.  Mr. tr’ Kovath kommen Sie mir nicht näher, ich sehe Sie.
Va: Gerschoni, wenn Sie jetzt aufgeben und mit an Bord zurück kehren, können wir über alles reden.
Ge: Soll ich jetzt lachen oder kotzen?
Va: Gerschoni, denken Sie an Ihren Eid gegenüber der Sternenflotte.
Ge: Hahaha, das ist ein guter Witz. Sternenflotte? Another place, another time. Falls Sie es noch nicht gemerkt haben, ich bin kein Mitglied der Sternenflotte mehr.

Ein metallisches Klimpern ertönte und Gerschonis deaktivierter Notfallkommumnikator landete auf dem Dach.

Va: Gerschoni,,,,

Mit einem lauten Brüllen sprang Gerschoni hinter einem Schornstein hervor und feuerte auf Vandenberg. Dieser feuerte fast im gleichen Augenblick zurück. Der grellblaue Strahl schlug in den Schornstein ein und sprengte ihn förmlich in die Luft. Gerschoni wurde durch die Druckwelle an den Rand des Daches geschleudert. Vandenberg kam vorsichtig hinter seiner Deckung hervor und bewegte sich mit vorgehaltener Waffe auf Gerschoni zu.

Va: Kommen Sie.

Gerschoni rappelte sich plötzlich auf. Er hielt seinen linken Arm fest, eine riesige Brandwunde war am Oberarm zu erkennen.

Ge: Leben Sie wohl, Sir!

Mit einem breiten Grinsen ließ sich Gerschoni rückwärts über die Dachkante fallen. Vandenberg war mit 2 Sätzen an der Kante doch Tr’ Kovath war noch schneller. Beide blickten vorsichtig über die Dachkante, Doch unten, auf dem Hinterhof des Gebäudes,  war nichts zu sehen. Keine zerschmetterte Leiche, keine Spur von Blut. Nichts. Gerschoni war verschwunden.

Noch 23 Stunden und 46 min.








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#2
Sehr spannend!

Bin aber wegen Mort etwas verwirrt. Weiter oben steht, Val'Kara soll ihn zum Quartier bringen, und Tr'Kovath u. Vandenberg sind auf dem Dach. Unten schreibst du aber dann von Vandenberg und Mort ...? Ich nehme mal an, da ist Tr'Kovath statt Mort gemeint?
[Bild: hohardus.jpg]
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#3
Ich meinte tr‘ Kovath. Log angepasst.
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