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Griff in die Geschichte / Log 11/ NPC/XO
#1
Erde / Südtunesien
 
Der Sandsturm hatte sich größtenteils gelegt, doch waren die Luft und der Horizont noch immer in einen orange-gelben Nebel getaucht, durch den die untergehende Sonne golden leuchtete.
Sokar hatte den Tag im Schatten und Schutz eines Felsvorsprungs verbracht. Meditierend ,reflektierend und das Bohrnetz überwachend. Jetzt war der Abend gekommen und es wurde Zeit Marlow, welcher in einem Hitzeschutzzelt schlafend verbracht hatte, zu wecken. Er sollte die Nachtschicht absolvieren.
Laut den Daten der Bodensensoren würde man noch mindestens 2 Nächte benötigen, um genügend Material zu sammeln, da es sich als notwendig erwiesen hatte, tiefer zu bohren, als gedacht. Und die Zeit drängte, buchstäblich.
Sokar begab sich in Richtung des Zeltes, doch zu seiner Überraschung befand sich Marlow weder im Zelt, noch in der mitgebrachten Sanitäreinheit. Halb verwehte Fußspuren vom Zelt eine Düne hinauf waren eindeutig Marlow zuzuordnen. Und das bedeutete Probleme. Sokar blieb nichts anderes übrig, als ein Überlebenspack und einen Phaser aus dem Zelt zu nehmen und den Spuren zu folgen.
Es war schon außergewöhnlich, dass sich Marlow, während eines Sandsturmes, auf eine Exkursion begeben hatte. Und das während seiner Dienstzeit und ohne Sokar vorher zu informieren. Und selbst das Survival Pack war im Zelt verblieben. 
Die Spuren zogen sich gut 2 km die Düne hinauf und in einen Wadi-ähnlichen Kessel. Dort tauchten plötzlich weitere Spuren auf. Diese neuen Fußabdrücke stammten deutlich erkennbar nicht von den adaptiven Sohlen der Sternenflottenstiefel, sondern von mehreren unterschiedlichen, sehr weichen Sohlen. Es fanden sich auch diverse Schleifspuren, sowie Marlowes Sonnenschutzkappe auf dem Boden. Eindeutig Kampfspuren, Was also war hier vorgefallen? Was konnte man aus den Spuren lesen?

<Sie scheinen etwas zu suchen, mein Herr?>
 
Die Stimme gehörte zu einer von 3 Personen, welche hinter Sokar, scheinbar aus dem Nichts des gelben Nebels aufgetaucht waren. Und obwohl sich der Sprecher alle Mühe gab, einen leicht französischen Akzent 8in seinem Englisch zu imitieren, konnte Sokar mühelos heraushören, dass es sich bei dem Sprecher um einen Iren handeln musste. Auch ohne Übersetzer. Sokar beschloss, sich langsam und vorsichtig umzudrehen.

So: In der Tat. Sälam meine Herren

Die 3 Neuankömmlinge boten ein interessantes Bild. 2 Einheimische standen mit schussbereiten Waffen, scheinbar älteren britischen Enfield-Gewehren vor Sokar, doch die dritte Person war höchst interessant anzusehen: Er trug eine verschlissene Uniform eines Sergeanten der Fremdenlegion, bar jedes Rangabzeichens. Sein Gesicht trug eindeutig die Zeichen jahrelangen Aufenthalts in der Wüste, doch seine roten Haare, welche unter seinem Kopfschutz hervorlugten und die eher ungewöhnliche Art, wie er diesen gebunden hatte, wiesen daraufhin, dass er der Sprecher mit dem gespielten Akzent war. Und er wandte sich auch gleich an Sokar.
 
PD: Man trifft hier selten einen Menschen und schon gar nach einem Sandsturm. Es sei denn, dieser jemand sucht etwas, oder jemanden. Ach ja, ich vergaß meine Manieren, mein Name ist Dubois, Pierre Dubois. Und mit wem habe ich das Vergnügen?
So: Sokar, Reginald Sokar ist mein Name.
PD: Soso. Und was macht ein Reginald Sokar so einsam hier draußen? Scheinbar einsam?
So: Nun, ich suche etwas.
PD: Etwas? Wohl eher jemand. Wissen Sie, es ist schon außergewöhnlich innerhalb von 5 Stunden hier 2 Ausländer zu treffen. Finden Sie nicht auch?
 
Dubois Stimme begann, einen leicht drohenden Unterton anzunehmen.

PD: Dürfte ich also noch einmal wissen, was Sie hier, im Gebiet meines Stammes zu suchen haben?
So: Ihres Stammes?
PD: Ich habe mich dieser Leute angenommen und kümmere mich ein wenig um ihre Organisation.
So: Dann sind Sie ein Abgesandter der Regierung?
 
Dubois begann schallend zu lachen.
 
PD: Regierung? Pah! Wir regieren uns hier selbst. Und damit zurück zu meiner Frage. Was treiben Sie hier? Nein, lassen Sie mich raten. Sie sind entweder ein Spion, obwohl Sie dann der größte Trottel von Spion wären, den ich je gesehen habe, oder Sie sind einer jener professionellen Grabräuber, welche die Kulturgüter dieses Landes für ausländische Museen rauben und sich dann Archäologen schimpfen. Oder Sie gehören zu den Prospektoren für den Eisenbahnbau. Wie Ihr Mitarbeiter behauptet hat, welchen Sie hier offensichtlich suchen.
So: Ms. Dubois, ich versichere Ihnen…
PD: Keine Sorge Mister Sokar. Wären Sie ein Spion, hätten Sie jetzt bereits eine Kugel im Kopf.

Sokar musste feststellen, dass hier nur ein Spiel mit offenen Karten erfolgsversprechend war.

So: Sie sprachen von meinem Mitarbeiter?
PD: Ja, er hat sogar Ihren Namen erwähnt, obwohl der Sie nicht Reginald Sokar, sondern nur Captain Sokar nannte. Klingt nach militärischem Dienstgrad. Sind Sie eventuell einer dieser Flyboys des Royal Air Service, welche hier ab und an einmal abstürzen und verdursten? Tja, wie auch immer. Die Wüste verzeiht keine Fehler. Und Ihr Mitarbeiter, wie hieß er noch gleich, ach ja Markow, nun er wäre aufgrund eines Fehlers beinahe beim Allmächtigen gelandet.
So: Und was soll da passiert sein?
PD: Es gibt in dieser Gegend viele üble Gestalten. Und so ein Schlag auf den Kopf kann gefährlich werden. Wie gut, dass die Leute meines Trupps hier draußen waren. Wir haben uns Markows angenommen, seine Verletzungen behandelt und ihn als Gast in unserem Camp aufgenommen.
So: Ich danke Ihnen dafür.
PD: Das meinte Ms. Markow auch. Er meinte, Sie würden sich angemessen bedanken.
So: Wenn Sie Geld wollen…
 
Wieder lachte Dubois, doch diesmal mit deutlich gehässigem Unterton.

PD: Was soll ich mit Geld hier draußen? Nein, mir schwebt etwas anderes vor. Mir und jenem Manne, welchem ich diene. šaiḫ Abrk-al Hallam.
So: Und was schwebt Ihnen da so vor?
PD: Wir sind seit 2 Jahren unterwegs. Und diese 2 Jahre sind nicht ohne Spuren an uns vorüber gegangen. Vor allem an unseren Beziehungen zu den anderen Stämmen. Man neidet uns unseren Reichtum. Hafi, der Enkel des šaiḫ wurde vor 4 Tagen beim Hüten der Kamele angeschossen und sein Vater durch einen Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Wir konnten des Täters habhaft werden und sein Kopf verfault in der Wüste, doch das nutzt dem Jungen nichts. Er wird sein 10. Lebensjahr nicht erleben, wenn Allah kein Wunder wirkt. Die Wunde scheint brandig zu werden und ich habe keinerlei modernen Medikamente, die dem entgegen wirken würden. Aber ich habe gehört, dass in Europa so etwas geben würde und just in diesem Augenblick tauchen Mr. Markow und Sie, Ms. Sokar auf. Wenn das mal kein Wunder ist?
So: Und wie sollte ich Ihnen da helfen?
PD: Archäologen oder Prospektoren haben immer eine größere Organisation hinter sich. Ein Basiscamp. Und da sollte es doch ein leichtes sein, Medikamente und einen Arzt oder Chirurgen aufzutreiben.
So: Und wenn nicht?
PD: Dann wird Hafi sterben und es könnte es passieren das der šaiḫ in seiner Trauer, nach seinem Sohn auch noch seinen Enkel zu verlieren, Mr. Markow die Schuld für seinen Verlust gibt. Der šaiḫ ist sehr impulsiv. Also, tun Sie es für den Jungen und für Mr. Markow. Sie haben 24 Stunden. Suchen Sie mich nicht. Das würde Ihnen und Ms. Markow schlecht bekommen. Kommen Sie mit dem Arzt und den Medikamenten in 24 Stunden wieder hierher. Keine Minute später! Und keine Sorge, Ms. Markow läuft nicht weg. Er ist sozusagen ortsgebunden. Elaleqa!
 
Dubois warf Sokar eine Flasche Wasser zu, dann begaben er und seine schweigenden Begleiter sich wieder zurück in die jetzt vollständige Dunkelheit einer stauberfüllten Wüstennacht.
 
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Ortswechsel:
 
Erde/Europa /Deutschland/München / Odeonsplatz /9. November
 
Die erste Vorhut von Hitlers Truppe war auf dem Platz erschienen, grotesk gespreizt marschierend und sich ausführend als ob sich schon an der Macht währen. Doch dies interessierte Vandenberg nur am Rande. Sein Blick schweifte immer wieder über den Platz um Gerschoni zu finden. Oder irgendetwas, was auf sein Vorhandensein hinweisen würde. Doch da war nichts festzustellen. Die gesamte Mission steckte in einer Sackgasse und die Crew drohte scheinbar Teil der Geschichte zu werden, was noch viel gefährlicher als Gerschonis Präsenz war.
Das Gröhlen von Hitlers Parteigängern wurde lauter, der Zug schien sich weiter zu nähern. Val'Kara fluchte leise auf romulanisch. Ihre Nerven schienen, seit dem Vorfall am Tage zuvor, zu vibrieren. Genauso wie Vandenbergs als Taschenuhr getarnter Kommunikator vibrierte. Vandenberg zog ihn heraus und blickte scheinbar gelangweilt auf die Schrift, die sich im Emitterfenster entfaltete.
 
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Von: Sokar:
An: Team 2 / Va
 
Typ:Textnachricht
Betrifft: Med. Sondersituation an Einsatzort 2
 
Es wird Doktor D´Varo (!) hier benötigt. Alleine (!) Dringend. Zeit: ETA +2h.
Grund: Marlow. Situation gemäß Szenario 4/24. Senden Sie Dr D´Varo mit chirurg. Feld-Ausstattung und Grundmedikamenten zu mir. Wichtig: Stichwort: Gedächtnisminus.
 
S. Ende

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Das war eine schöne Bescherung.
Doktor Valkara, welche die Worte mitgelesen hatte, sprang auf.

VK: Ich packe meine Sachen und beame sofort zu Captain Sokar.
 
Vandenberg schüttelte den Kopf.
 
Va: Sie bleiben hier. Der Captain hat explizit nach Doktor D´Varo verlangt.
VK: Ich bin genauso qualifiziert wie Doktor D´Varo. Ich gehe!
Va: Doktor, ich warne Sie!
VK:Auf medizinischem Gebiet bin ich ranghöher und Sie können mir gar nichts befehlen.
Va: Ich habe keine Zeit mit Ihnen zu streiten. Hier geht es nicht um med. Belange sondern um eine eindeutige Anweisung des Captains. Entweder Sie gehen jetzt rüber, übernehmen den Beobachtungsplatz von Doktor D´Varo und schicken Sie hierher, oder Sie sind die längste Zeit DCMO gewesen und können sich stattdessen in Frühpension begeben.. Ist das jetzt klar?
VK: Das würden Sie nicht wagen!
Va: Wollen Sie wetten?  Es ist mein Ernst! Mediziner hin oder her!
 
Valkara schloß ruckartig ihre Jacke und stapfte zu Nalae davon. Diese erschien 2 Minuten später. Sie grinste breit.
 
Na: Was haben Sie denn mit Doktor Valkara angestellt? Sie sieht aus wie eine genickte Primel.
Va: Derzeit haben wir keine Zeit für geknickte Primeln: Doktor ich habe neue Befehle für Sie.
 
Vandenberg hielt Nalae den Kommumikator vor die Nase.
 
Na: Khetcha, das ist Ernst!
Va: Allerdings.
Na: Szenario 4/24..das bedeutet Entführung und med. Notfall in einem. Und Gedächtnisminus kann nur eines bedeuten: Gedächtnislöschung. Ich hole mein Zeug.
Va: Vegessen Sie Ihre Waffe nicht!
Na: Mr. Tr'Kovath wird mich begleiten.
Va: Negativ Doktor. Sie gehen alleine, Der Captain hat verlangt, dass nur Sie und explizit Sie zu ihm kommen.
Na: Aber…
Va: Ich brauche Tr'Kovath hier! Sie werden beim Captain benötigt!
Na: Und wenn hier etwas passiert?
Va: Ist Doktor Valkara hier.
Na: Das kann ja heiter werden.!
Va: Sind Sie noch nicht weg?
Na: Schon gut. Ich eile.
Va: Und nicht vergessen! Nur Sie begeben sich zum Captain, niemand anderes.
Na: Sie wollen mich wohl los werden?
Va: Nein, aber der Captain hat seine Gründe, Sie alleine anzufordern. Also?
Na: Na wenns denn sein muss. Aye Aye Sir.
 
Nalae eilte zu einer abgelegenen Gasse von wo aus Sie sich ungesehen zur Picard und dann zu Sokar beamen lassen konnte.
 
Das Trampeln von im Gleichschritt marschierenden Stiefeln übertönte jetzt alle Geräusche. Der Haupttrupp von Hitlers 'Bataillon' war auf dem Platz erschienen.
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#2
Tolle Log!
[Bild: hohardus.jpg]
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#3
Schließe mich an, spitzeSmile
[Bild: LdhDcRs.png]
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