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Griff in die Geschichte Log 9 - Nalae
#1
NRPG: Ich habe mich jetzt mal um das Hitlerzeug ein bisschen drumrumgeschrieben. 
1. Siehe Nalaes Argumentation im Log (meiner Meinung nach wäre jede Abweichung von der Geschichte, die in Zeitungen stehen könnte und dann auch in Geschichtsbüchern schwierig, ehrlich gesagt würde ich ungerne etwas schreiben worin ich mir nach eingehender Überlegung nicht sicher bin.)

2. Ich wollte nicht die ganze Zeit sowas extrem Hitler-zentriertes schreiben, also ich persönlich brauchte da mal etwas Auflockerung um ehrlich zu sein

3. Ich überlasse euch die Entscheidung, ob Mahan und Nalae am nächsten Tag wieder einsatzfähig sind Ultragrins

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„So, jetzt habe ich aber erstmal die Schnauze voll von Nazi-Emblemen“, sagte Nalae und entledigte sich der Armbinde. 

„Die Veranstaltung war ja mal voll der Reinfall.“

„Hätte man sich ja denken können, dass Mr. Gerschoni heute seinen Plan nicht in die Tat umsetzen wird. Andererseits mussten wir ja sichergehen“, antwortete Mahan.

„Wir sollten bedenken, dass es beim morgigen Marsch zu einer Schießerei kommen wird“, warf Mort ein.
„Zu diesem Zweck sollten wir von der Picard mobile Schildemitter anfordern. Es wäre unserer Mission nicht zweckdienlich, wenn jemand von uns durchlöchert wird.“

„Ein guter Vorschlag“, sagte Vandenberg.

„Wir werden uns morgen um 12 Uhr erneut hier einfinden und am Marsch auf die Münchner Feldherrnhalle teilnehmen. Ich gehe stark davon aus, dass Gerschoni den Moment der Eskalation nutzen wird um Hitler – wie auch immer – den Garaus zu machen. Wie genau er sich das vorstellt, wird wohl bis zum Schluss offen bleiben.
Fürs erste sollten wir uns zurück zu unserem Unterschlupf begeben.“

„Wir können nur hoffen, dass wir auf dem Rückweg von Ausweispapier-Fanatikern verschont bleiben“, schnaubte Howy während sie sich an das altertümliche Gefährt begaben.

„In jedem Fall wird mir wieder furchtbar übel!“, sagte Nalae, die ihren Hut festhielt während das Gefährt mit lautem Knattern und Knallen über die Straßen rumpelte.

Es dauerte nicht lange, da war das fast schrottreife Gefährt beim Unterschlupf der Truppe angelangt. 

„Mir wird echt unwohl, wenn ich an morgen denke“, sagte Nalae.

„Jake darf überhaupt nichts machen, rein gar nichts darf mit der Zeitlinie intervenieren. Selbst wenn wir es verhinderten, könnte es Auswirkungen auf das folgende Geschehen haben. Nehmen wir einmal an, irgendetwas passiert, egal was – wir wissen ja trotzdem nicht, ob sich das eventuell auf Hitlers Denken oder Handlungen auswirkt. Oder das eines anderen. Wir können ja schließlich nicht in die Zukunft gucken!“, bemerkte sie mit einem Augenrollen, während sie sich die Schuhe von den Füßen riss um selbige mit einem Hautregenerator zu behandeln. Die Ärztin seufzte erleichtert auf, als die Blasen endlich verschwanden.

„Das Schlimmste an dieser Mission sind wirklich die Schuhe!“

„Vandenberg an Picard. Fünf Leute zum Hochbeamen“, sprach der XO in seinen Kommunikator und betätigte ihn erneut, als er feststellen musste, dass keine Verbindung zustande kam.

„XO Vandenberg an Picard. Hören Sie mich? Verdammt.“

„Keine Verbindung?“, wollte Howy wissen.
„Ich verstehe das nicht, es gab keinerlei Schwierigkeiten bis jetzt“, entgegnete Vandenberg.

„Wenn wir Pech haben, müssen wir uns über Nacht irgendwo einquartieren.“

„Och nöö. Ich habe mich so auf mein Bett gefreut“, ließ Nalae vernehmen. „Auch das noch!“

Doch kein Mitglied des Außenteams war darin erfolgreich, die Picard zu kontaktieren.

„Wir müssen wieder in die Innenstadt und eine Übernachtungsmöglichkeit finden“, beschloss Vandenberg.

„Immerhin sind wir so in der Nähe des Geschehens.“

„Wir haben wenigstens genug Geld um uns so richtig was zu gönnen“, sagte Mort und zog einen Haufen Scheine aus seiner Hosentasche.

Die Truppe steuerte ein großes Gebäude in der Innenstadt an, dessen Interieur einen nur in bloßes Erstaunen versetzen konnte.

Man sah sich üppigen Verzierungen an Wänden und errichteten Säulen gegenüber, Ornamenten an der hohen Decke, glitzernde Kronleuchter schienen auf die fünf herab, die sich im Marmorboden widerspiegelten.
Große Wendeltreppen offenbarten sich, die mit ebenfalls reich verzierten und fein gearbeiteten Geländern in die höheren Stockwerke des Hotels führten.

„Sie wünschen?“, fragte der Portier und musterte das Außenteam demonstrativ, während er seinen Zwicker dabei festhielt.

„Wir benötigen eine Unterkunft für die Nacht, genauer gesagt...“, begann Vandenberg.

„Oh, das tut mir sehr leid, aber wir sind vollkommen ausgebucht. Voll-kommen!“, erwiderte der Portier.

Mort trat wortlos hervor und angelte den Batzen Scheine aus seiner Westentasche.

„Ist das genug?“

„Wieviele Zimmer benötigen Sie?“


In einem der Hotelzimmer

Nalae setzte sich schwungvoll auf die Matratze des üppigen, verzierten Doppelbettes und drückte sie prüfend.
„Nicht so rückenfreundlich wie die auf der Picard, aber durchaus sehr annehmbar für eine Nacht!“, schlussfolgerte sie.
Nach einer kurzen Pause sah sie Mahan an, mit dem sie sich das Zimmer teilte.

„Denkst du das, was ich denke?“, fragte sie.

Mahan musterte sie, grinste und näherte sich ihr.
„Ich glaube schon“, sagte er und streckte seine Hände nach ihren aus, als sie sich plötzlich erhob.

„Ich habe unfassbaren Kohldampf! Ich muss dringend etwas essen, etwas Richtiges, Anständiges! Du etwa nicht?“

„Jetzt wo du es sagst...könnte ich auch einen Happen vertragen.“

Die Küche des Luxushotels bot eine reichhaltige Auswahl an Speisen an.

Nalae blickte sich in dem gewaltigen Speisesaal um, der sie erneut in Erstaunen ob seines Ausmaßes und seiner atemberaubenden Architektur versetzte.

Sie bewegte sich auf einen Tisch zu, an dem ein wohlbeleibter Herr recht lautstark und mit Geschwindikgkeit sein Abendmahl verzehrte.

„Entschuldigen Sie, werter Herr, was ist das?“, fragte Nalae.

Der Mann, um dessen breiten Hals eine Serviette gebunden war, sah von seinem Teller auf und starrte Nalae an, als würde er sehen, dass sie nicht von diesem Planeten stammte.

„Guade Frau, des is a Schweinshoaxen mid Sauerkraut“, antwortete er mit vollem Mund und wendete sich dann wieder seinem Mahl zu.

Die beiden hatten an einem der Tische platzgenommen und es dauerte nicht lange, da wartete der Kellner auf um die Bestellung entgegen zu nehmen.
Er schaute halbwegs entsetzt drein als er sah, dass Nalae ihr Essen selbst bestellte.

„Ich hätte gerne a Schweinshoaxen mit Saukraut“, sagte sie so seriös wie sie es nur fertigbrachte während sie versuchte, den Namen des so gut aussehenden Gerichtes aus ihrem Gedächtnis abzurufen.

„Sauerkraut, meinen Sie, meine Dame? Sehrwohl. Der Herr?“
„Ich nehme dasselbe.“

„Trinken?“

Nalae sah sich hastig im Saal um. Daran hatte sie nicht gedacht.

„Das, was dieser Herr dort trinkt“, sagte sie in ihrer Hilflosigkeit.

„Ein Hefeweizen“, murmelte der Kellner während er sich das notierte und mit einem inneren Kopfschütteln daran dachte, dass er schon seltsamere Touristen getroffen hatte.
„Dasselbe“, ließ Mahan vernehmen.

Etwa eine halbe Stunde später.

„Einfach großartig“, sagte Nalae kauend, „ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich jemals original deutsches Essen im 20. Jahrhundert genießen darf! Weißt du, Mahan, das kann ich mir nicht entgehen lassen. Ich habe da noch so etwas richtig Gutes in einer dieser Glasvitrinen gesehen, irgendwas mit Studel, das muss noch reinpassen!“


Wieder im Hotelzimmer.

„Mir ist heiß und übel“, sagte Nalae, die in voller Montur auf dem Bett lag.
Mahan seufzte.

„Ich habe das prophezeiht, du hast gerade für ein ganzes klingonisches Kampfgeschwader gegessen!“

„Es war so …. lecker.“

Mahan drückte Nalae eine Tasse Pfefferminztee in die Hand, bevor er sich seiner Stiefel entledigte.
„Ich weiß nicht, irgendwie ist mir auch übel“, gestand er.

„Ist es schlimm?“, murmelte Nalae in das Kissen.

„Es ist...“

Mit einem Rülpser verschwand Mahan im Badezimmer, in das Nalae ihm nur wenige Minuten später folgte.

„Mach platz, ich muss mich überg-" sie konnte den Satz kaum beenden und schubste Mahan in ihrer Hast ein Stück zur Seite - was ihn nicht daran hinderte, sich seines Mageninhalts zu entledigen.

Nalae suchte nach vollbrachter Tat den Tricorder aus ihrer Tasche.

„Ich glaube, wir vertragen dieses Fleisch nicht. Keine Ahnung, das von irgendeinem terranischen Tier. Wir haben gar keine Enzyme, um das zu verdauen“, stellte sie nach einem kurzen Scan fest.
„Und ich habe überhaupt keine Medikamente dafür hier!“

„Entschuldigen Sie die Störung, XO, aber es könnte ein wenig schwierig werden mit unserer Anwesenheit morgen“, funkte Nalae Vandenberg über den Kommunikator an.

„Die Begründung interessiert mich brennend“, entgegnete der XO.

„Durch unbekanntes terranisches Fleisch induzierte Diarrhö und Erbrechen“, antwortete Nalae.

„Ist das Ihr Ernst, Doktor?“

Nalae schluckte. „Ja, Sir“, gab sie von sich und versuchte, so wenig gequält wie möglich zu klingen.

Vandenberg war nicht amüsiert. Die Romulaner hatten sich mit guter Deutscher Hausmannskost den Magen verdorben und das einen Tag vor dem Marsch auf die Feldherrnhalle.
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