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Hinterhalt - Abschlußlog - Hohardus Edzardus
#1
==========  Brücke der Picard  ==========
 
Der Reptiloide drüben fluchte wieder in einer Weise, die selbst unseren guten Howy rot werden ließ.
„Dessen Vokabular ist tatsächlich einmalig. Ich glaube, wir sollte das abspeichern und später in die Datenbank einfüttern, falls mal jemand nach einem größeren Wortschatz dieser Art sucht.“
 
Sokar runzelte die Stirn:
„Bringen Sie uns in direkt an das gegnerische Schiff, so daß wir Schiff zu Schiff Kontakt haben. Wir verbinden dann beide und ‚reiten‘ dann diesen Sturm gemeinsam ab.
Wir müssen denen nur noch einen schönen Zauber vorführen, der die da ordentlich durchschüttelt, was aber nicht so schwierig sein dürfte, denn der Mann da drüben weiß ja nicht, daß wir die Erschütterungen über unser Schiff generieren!“
 
Er wandte sich an den Captain des Piratenschiffes:
„Werter Herr, um gemeinsam bessere Chance zu haben, werden wir uns jetzt Ihrem Schiff nähern und anlegen. Dann bilden wir einen Block und können uns besser gegenseitig helfen.

Wir werden dann einen Energieschirm um uns herum legen, der beide Schiffe umschließt, denn ich denke, daß wir die besseren Energiereserven habe.
Sie werden allerdings alles beisteuern, was Sie erübrigen können.
Wenn dann der Sturm vorbei ist, werden wir Ihre Leute rüber lassen und dann unserer Wege gehen.
Ich denke, wir alle können mit dieser Handlung einverstanden sein, denn es bleibt uns ja auch nicht viel anderes übrig, wenn wir überleben wollen.
Sie werden auf Ihrem Schiff genug zu tun haben, um es zusammenzuhalten.“
 
Es dauerte ein paar Sekunden, bis der Mann drüben schließlich zustimmte, zumal die Menge an Chronitonstrahlung jetzt derart drastisch anstieg, das bei dem drüben wohl fast die Anzeige aus der Halterung flog.
Jedenfalls schindete das ganz offensichtlich Eindruck.
 
„Gut, machen Sie das. Allerdings ist es schwer, sich auf das Wort eines Spitzohres verlassen zu müssen, denn bisher gab es keinen einzigen Fall, bei dem das Vertrauen in ein solches Wesen gerechtfertigt war.“ Der Captain drüben grinste skeptisch. „Aber ich erkenne die gegebene Notwendigkeit an, zumal ja auch Ihr Schiff in höchster Gefahr ist und uns braucht.“
 
Wenn Vulkanier lächeln konnten, so tat Sokar das in diesem Moment, allerdings war Howy sich sicher, daß er das nicht aus Triumpf über den Sieg der List tat, sondern nur deswegen, weil schlicht die Logik über die Irrationalität gesiegt hatte, wenn auch mit kleiner Hilfe aus derTrickkiste.
 
„Mister Edzardus, bringen Sie uns an das Schiff heran und koppeln Sie beide zusammen.“
 
Zu Tr’Kovath sagte er: „Und Sie werden mit Hilfe unserer Maschinen und mit ein paar künstlichen Magnetfeldern beide Schiffe derart durchrütteln, daß dem drüben schlecht wird.
Weiterhin werden wir jetzt einen Chronitron-Sturm-Alarm schiffsweit geben, um auch hier die Sache realistisch aussehen zu lassen, denn auch unsere Gefangenen sollen ja nicht später drüben berichten, daß das Ganze nur eine Art Spielchen war, denn die sollen auch später noch im Glauben bleiben, sich ehrenhaft zurückgezogen zu haben.“
 
Roter Alarm heulte durch das Schiff und Sokar berichtete mit ruhiger Stimme der Besatzung, was für sie jetzt geschehen würde. Sie sollten jetzt in die Schutzräume gehen und sich auf den Liegen dort gut festschnallen.
Die Mitglieder auf der Brücke und im direkten Maschinenraum wußten natürlich Bescheid, aber es sollte schon so realistisch wie möglich von statten gehen.
 
Solche Anlegemanöver waren Howys Spezialgebiet. Niemand konnte das so weich machen, daß man noch nicht einmal ein Rumpeln hörte, als beide Schiffe sich berührten und verankerten.
 
Die Meßgeräte für die Chronitonstrahlung schienen inzwischen völlig aus dem Ruder zu laufen, und erste schwere Erschütterungen durchliefen beide Schiffe.
Man mußte es dem Team da unten in der Maschine lassen: Die kannten sich aus und wußten, was man aus ihren Gerätchen rausholen konnte.
Alle Manschaften, die an diesem Manöver mitmachten, mußten sich auf ihren Sitzen festschnallen, was auch die im Maschinenraum betraf.
Da sie keine Zeit gehabt hatten, jede einzelne Kabine vorher festzuzurren, würde jetzt sicher Etliches zu Bruch gehen, aber das war der Preis, den sie zahlen mußten.
 
Und auch auf dem Schirm spielte sich draußen eine mittlere Hölle ab, denn auch hier verstärkte Tr’Kovath noch durch ein paar geleakte Partikel das Feuerwerk.
 
 
==========  Etwa 15 Minuten später  ==========
 
Es dauerte nur etwa 15 Minuten, waren aber mindestens 3 gefühlte Stunden, selbst für die, die das Ganze inszeniert hatten, denn das war schon extrem realistisch gelungen.
 
„Gilt das gleich auch als Ableistung von Pflicht-Übungsstunden?“ fragte Howy etwas vorlaut, was ihm einen bitterbösen Blick von Vandenberg einbrachte.
 
Beide Schiffe lagen jetzt ruhig.
 
Sokar ließ den Captain rufen, der noch etwas bleich und mit einer großen Beule am Kopf auf dem Schirm erschien.
„Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe, denn ohne die hätten wir diesen Sturm nicht überstanden. Es war gut, daß Sie gerade da waren.“
 
Der Gegner nickte: „Ich habe so etwas noch nicht erlebt, und ich bin schon sehr lange im Raum, aber es war, ich muß es zugeben, ein heldenhafter Kampf, den wir zusammen ausgefochten haben.
Wir werden von jetzt an Ihr Schiff in Ehren halten und natürlich nicht mehr angreifen, sollten sich unsere Bahnen noch einmal kreuzen.“
 
„Noch besser wäre es, wenn wir diesen Vertrag auf alle Schiffe der Föderation, der KLingonen und Romulaner ausweiten könnten, denn wir würden diese Völker über Ihren heldenhaften Kampf unterrichten und Sie würden von ihnen jede Unterstützung bekommen, die Sie bräuchten. So wie es unter Kriegern sein sollte.“
 
„Gut. Wir werden danach handeln. Ich werde Ihnen gleich ein von mir unterzeichnetes Abkommen zuschicken, während Sie meinen Leuten ein solches mitgeben.“
Der Mann drüben hob die Hand an seinen Schädel, was so wie eine Art Salut aussah.
„Es war mir eine Ehre, mit Ihnen gekämpft zu haben, Captain Sokar.“
 
„Diese Ehre ist auch meinerseits, Captain Puris.“ Auch Sokar salutierte.
Und auch die gesamte Brückencrew stand jetzt wie die Orgelpfeifen da und salutierte.
 
Sokar setzte schnell ein Schreiben auf und ein Mann brachte dieses in den Laderaum, wo die gefangenen Echsen immer noch gefesselt auf dem Boden lagen.
Er löste deren Fesseln und überreichte denen das ‚amtliche‘ Schreiben.
„Ihr seid jetzt frei und werdet auf euer Schiff zurück transportiert. Wir haben den Chronitonsturm gemeinsam überstanden und haben die Waffen niedergelegt. Captain Puris wird euch als Helden drüben begrüßen.“
 
In diesem Moment begann der Beamvorgang und Howy und die anderen auf der Brücke sahen, wie ihre Gefangenen drüben auf deren Brücke auftauchten.
Auf Befehl ihres Captains nahmen auch sie Haltung an, und zeigten eine Ehrenbezeichnung. Dann erlosch der Schirm, zeigte aber Sekunden später den Trennvorgang beider Schiffe und wie sie langsam auf Distanz gingen.
 
Sekunden später war ihr Gegner verschwunden.
 
Howy lehnte sich zurück: „Wir sollten jetzt den Alarm abblasen und der Crew erklären, was passiert war.
Und danach gebe ich in 10 vorne eine Runde für Alle aus. Ich denke, das haben wir uns verdient.
[Bild: hohardus.jpg]
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