Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Hinterhalt Log 21 - Sokar
#1
NRPG: Sokar ist ja schließlich Exobiologe


RPG:

*** USS Picard / Nähe der Brücke ***

Sokar hatte den erfolgreichen Abschuss des Torpedos nicht beobachten können, aber Marlow, der vor einem der geöffneten Panels kniete, nickte ihm zu und hob den Daumen. "Sensoren melden energetischen Kontakt und Zündung!"

Der Captain klopfte auf seinen Kommunikator. "Tr'Kovath, können Sie mich hören?" Der Empfang hier in der Nähe der Brücke war noch immer nicht der Beste; irgendwo musste noch ein Störfeld sein. Aber immerhin bekam er Kontakt.

+Systeme arbeiten normal, Sir. Ich versuche gerade, die Schilde zu etablieren. Schätze wir haben volle Kapazität in fünf Minuten.+

"Danke. Wir versuchen, uns Zugang zur Brücke zu verschaffen, Sokar Ende."

"Ich habe die beiden Lebenszeichen wieder," sagte Marlow und rappelte sich hoch. "Sie sind tatsächlich im Zuleitungssystem zu den Replikatoren. Hätte ich nie gedacht, dass man sich von da aus in das Sprinklersystem hacken kann...!"

"Können Sie die Stromzufuhr in diesen Bereich unterbrechen?"

" Von hier nicht, aber vom Wartungstunnel da drüben..." Marlow löste bereits die Abdeckplatte.

Sokar strich sich die nassen Haare aus dem Gesicht. Die Picard ähnelte einem Paradies für Ferengi. Er konnte weder Ferenginar, das er einmal besucht hatte, noch der Regenzeit im Allgemeinen etwas abgewinnen. Der Sprühregen kribbelte auf der Haut. Seine Gedanken verhielten. Haut... Da war etwas... etwas, an das er sich erinnern musste... Etwas, das von immenser Wichtigkeit jetzt war... Er konzentrierte sich, versuchte, das Wasser auszublenden und das Wissen, das er als nebensächlich in einem Schubfach seines Geistes abgelegt hatte, zu extrahieren. Und dann stand es ihm plötzlich vor Augen! Eine unscheinbare Formel in Dr. D'Varos Bericht kurz nach Ankunft der Fremden auf ihrer Krankenstation.

"Mr. Marlow!" Mit wenigen Schritten war Sokar bei dem Techniker, der schon in der Röhre verschwunden war. "Mr. Marlow! Unterbrechen Sie keinesfalls den Strom zum Replikatorsystem! Hören Sie mich?!"

Erst erschienen die Schuhsohlen, dann die Beine und schließlich auch Marlows Körper und Kopf, aus dem ihn ein ungläubiges Augenpaar musterte. "Dann kriege ich die Sprinkler nicht abgestellt, Captain."

"Das ist mir klar. Sie sollen die Unterbrechung auch nur noch ein paar Minuten hinauszögern und vorher einen schwachen Impuls im Bereich von 3mA über die Abschirmsysteme schicken."

Marlows Blick wurde noch skeptischer. "Ich soll die Abschirmung unter Strom setzen?"

"Ja, das habe ich doch gerade gesagt."

"Hm, nun ja, wir können die Burschen da drin grillen, aber sicher nicht mit 3mA..."

"Das ist auch nicht meine Absicht." Wie immer fand Sokar die blumige Ausdrucksweise des DCEO verwirrend. "Aber auf der Haut der Echsen befindet sich eine dünne Schicht Eryomyzin, das sich bei Kontakt mit elektrischen Strömen kurzzeitig verfestigt. Das bedeutet, dass wir sie effektiv immobilisieren können und nicht innerhalb der Hauptzuleitung ein Handgemenge anstellen müssen."

"Ah, ja..." Marlow hatte keine Ahnung, was Eryomyzin war, aber es war ihm egal, solange er nur den verdammten Nieselregen endlich abstellen konnte. Also kroch er wieder in den Wartungstunnel, um Sokars Anweisungen durchzuführen.


*** Etwas später /Replikator-Hauptzuleitung ***

Marlow quetschte sich an die schmale Leiter, während Sokar an ihm vorbei auf den kleinen viereckigen Knotenpunkt blickte, auf dem jetzt zwei Reptiloiden lagen, die sie wütend anstarrten.

"Gute Arbeit."

"Wir sollten uns beeilen, ehe die Wirkung nachlässt!" Marlow hangelte sich auf die Plattform. Er hatte am Gürtel eines der Reptiloiden ein kleines Gerät erspäht und ein Verdacht kroch in ihm hoch. Rasch löste er das Objekt aus seiner Halterung, betrachtete es kurz und 'deaktivierte' seine blinkenden Anzeigen dann mit einem entschlossenen Wurf gegen die Wände. Das Gerät knackte, ein kleines Rauchwölkchen löste sich, und die Einzelteile schlugen auf der Plattform auf. "Das war der Grund für dieses merkwürdige wandernde Kraftfeld!" rief der Techniker Sokar zu.

Der kontaktierte geistesgegenwärtig den Maschinenraum - ja, die Verbindung klappte störungsfrei. Und auch einer Erfassung der beiden Reptiloiden mit dem Transporter stand jetzt kein Hinderniss mehr im Wege. Einen Moment später dematerialisierten die Gefangenen und wurden bei ihren Kameraden im Frachtraum in sicherem Gewahrsam wieder abgeladen.

Und Sokar und der DCEO konnten sich ungehindert und vor allem unbeeinträchtigt von der Sprinkleranlage auf die Brücke begeben.


*** USS Picard / Brücke ***

Die Absaug- und Trockenvorrichtungen hatten soeben mit einem leisen Surren ihre Arbeit begonnen, als Sokar und Marlow durch die Tür traten.

"Schön, Sie gesund wieder zu sehen!" Vandenberg räumte den Captains Chair. "Und danke für das Machtwort an Petrus!" Er wies auf die Sprinkleranlage.

Sokar versagte es sich, nach der Bedeutung dieser absurden Metapher zu fragen, denn das eingefrorene Bild des Reptiloiden auf dem Hauptbildschirm  forderte seine Aufmerksamkeit. "Status?"

"Sie drohen, uns in die Luft zu sprengen, wenn wir Ihnen das Schiff nicht übergeben," antwortete Vandenberg.

"Und ich habe Ihnen gerade versucht, klar zu machen, dass es eine andere Lösung geben muss," mischte sich Dr. D'Varo ein. "Scheinbar sind sie die letzten einer Spezies und einem Krieger-Ehrenkodex verpflichtet. Hören Sie selbst." Sie spielte die letzte Konversation mit dem Reptiloidenschiff ein.

Sokar setzte sich. "Öffnen Sie einen Kanal! - Hier spricht Sokar von Vulcan, Kommandant der USS Picard. Wir haben alle Ihre Kameraden fest gesetzt. Wenn Sie uns zerstören, werden Sie sie ebenfalls töten. Wir sind nicht an Ihrer Vernichtung interessiert, aber wir werden und wir können uns verteidigen, wie Sie gemerkt haben. Eine Einstellung der Feindseligkeit ist für uns BEIDE von Interesse, also deaktivieren Sie Ihre Waffen und lassen Sie uns reden."
[Bild: sokar.jpg]
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste