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Hinterhalt Log 20 - Nalae
#1
USS Picard / Brücke


Nalae schaute auf ihre Stiefel hinunter, die inzwischen bis zum Knöchel in Wasser standen.

„Na, ein Glück sind die Wasserdicht“, murmelte sie.
„Offenbar ist auf diesem Schiff die Regenzeit angebrochen.“

„Ja, sehr witzig!“, schnaubte der XO, während Mort der einzige war, der sich ob der feuchten Umgebung gar nicht unwohl zu fühlen schien.

„Wir sollten lieber schnell eine Lösung finden, Rihannsu haben nämlich keine Kiemen“, antwortete Nalae.
„Offenbar haben Mahan und Howy irgendwas gedreht, sodass das Wasser nicht mehr ganz so schnell rausschießt wie vorher, aber eine Ewigkeit haben wir nicht Zeit.“

„Ja, dann unternehmen Sie doch etwas, Doktor, und quatschen Sie keine Opern!“

Nalae rümpfte die Nase, als sie den Kopf in Richtung des gereizten Vandenbergs drehte, der schon die ganze Zeit fluchend auf eine Konsole einhackte.

„Was versuchen Sie da?“

„Wonach sieht's denn aus? Ich versuche, die Traktorstrahlphalanx der Piraten zu unterbrechen, damit wir hier nicht mehr festhängen! Allerdings...vergebens. Es rührt sich nichts. Ich bekomme das Ding über keinen Weg gestört oder unterbrochen!“

„Nun, man scheint dort drüben technologisch doch recht weit entwickelt zu sein“, antwortete die Ärztin, die das Schiff durch den Hauptbildschirm betrachtete, während das Wasser an ihren Beinen immer höher kroch.

„Ich fühle mich wie auf dem Wattenmeer der Apnexsee“, sagte sie, während sie über die Brücke watete.
Mort Caldred sah recht entspannt an seinem Platz aus, seine Schwanzspitze und seine Füße waren in das Nass getaucht und auch Gizmo, der die Schulter des Sicherheitschefs verlassen hatte, war offenbar in seinem Element und nahm ein Bad.

Mit einemmal konnte die Brückencrew beobachten, wie ein Objekt die Picard verließ – es war ein Neutronentorpedo, der direkt auf den Traktorstrahl des Piratenschiffes zusteuerte.
Mit einer ansehnlichen Explosion detonierte er darin und ließ den Strahl in sich zusammenbrechen.

„Genial!“, freute sich Nalae.
„Das war bestimmt Mahans Idee!“

„Das bedeutet wohl, Mahan und Howy haben Kontakt zum Captain herstellen können“, schlussfolgerte Mort.

Für einen Moment herrschte Stille.
Irgendwo auf dem Schiff waren also noch Piraten auf freiem Fuß und fluteten die Picard – das war problematisch, aber nicht unlösbar, zumal der Traktorstrahl jetzt Geschichte war.
Das Wasser war lediglich ein Verzweiflungsakt seitens der Echsen, da man bereits auf gutem Weg war, die Kontrolle über das Schiff wieder zu erlangen.

Plötzlich meldete ein Offizier eine eintreffende Nachricht, die sie von dem Piratenschiff aus erreichte.

„Auf den Schirm!“, ließ der XO überrascht vernehmen.

Ein vom Alter gezeichneter Reptiloid erschien auf dem Bildschirm.
Deine dunkelrote Schuppenhaut wirkte rauh und und furchig wie eine Gebirge, zwei kalte, graue Augen starrten aus tiefen Höhlen.

„Übergeben Sie uns Ihr Schiff, sonst werden wir es wie eine lästige Fliege an der Wand von der Landkarte wischen“, sagte er langsam mit einer tiefen, kratzigen Stimme, in der jedes Wort klang, als würde es tief aus der Kehle der Echse dringen.

„Das werde ich niemals zulassen, du widerliches Gekreuch“, antwortete Vandenberg in ungewohnter Manier.

„Lieutenand, Waffen scharf! Auge um Auge, Zahn um Zahn!“

„Sir, das wäre nicht empfehlenswert“, entgegnete Caldred, der sofort seine Station besetzt hatte. 

Es war ein seltsamer Anblick, wie die Brückenoffiziere in dieser ernsten Situation durch das Wasser waten und plantschen mussten.

„Sie haben definitiv eine Bewaffnung, die es mit unserer locker aufnehmen kann und solange es noch einen anderen Weg gibt, diesen Konflikt zu lösen, wäre dieser definitiv zu bevorzugen, meinen Sie nicht?"

„Was ist es, dass Sie so verzweifelt versuchen, unser Schiff zu kapern?!“, fragte Nalae nun – bei dem vorherrschenden Chaos und angesichts der lebensbedrohlichen Situation erschien es ihr nicht als abwegig, sich nun einfach in das Gespräch einzumischen.

Der Captain des Piratenschiffes drehte seinen Kopf langsam in ihre Richtung und erwiderte nichts.

„Technologisch ist es für eine Spezies wie Ihre doch gar keine Besonderheit und optisch macht es auch nicht wirklich etwas her“, fuhr die Rhianha fort.
„Es sieht aus wie eine Untertasse mit angeklebten Zahnstochern!“

„Wenn du es genau wissen willst, kleine Weichhaut“, grollte es aus der Kehle des Captains, „unsere Heimatwelt vernichtet im Sturm eines grausamen Krieges, sind wir die letzten Überlebenden eines blutigen Genozids, unserer Schiff das letzte, das Existiert. Die Asche unserer Kinder schon lange im Wind verweht – doch sind wir ein Kriegervolk und solange einer von uns noch atmet, werden wir weiter existieren und unser Reich erneut aufbauen, selbst wenn es nur Staub und Asche sind, die wir dafür in den Händen halten - und euer Schiff wird das erste unseres neuen Bataillons sein.“
[Bild: LdhDcRs.png]
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#2
Wieso können wir nicht ausweichen? Der einzige Grund, dass wir uns nicht bewegen konnten, war der Traktorstrahl, der jetzt deaktiviert ist.
Sonst gutes Log.
[Bild: Sareth-neu.jpg]
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#3
Ich dachte, die echsen haben noch kontrolle über die hauptsysteme, weil sie das schiff ja fluten können etc, ansonsten könnte man doch auch das wasser einfach abschalten?^^ ich kenn mich leider mit der star trek technik nicht so gut aus
[Bild: LdhDcRs.png]
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#4
Nein, die Hauptsysteme haben wir wieder unter Kontrolle, seit die Gegner im Maschinenraum ausgeschaltet sind.
Hier auch in Log 18 Vandenberg: "Nur noch begrenzt. Die Primärsysteme sind gesperrt. Ich kann höchstens auf ein sekundäres System zugreifen und das auch nur auf einige Ersatzroutinen.
OP: Das müssen die Herrschaften ja nicht wissen. Und auf was hast Du Zugriff?
TK: Ein Feuerlösch-Ersatzsystem. Sprinkleranlage."
[Bild: Sareth-neu.jpg]
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#5
Ah, okay. Es sind die kleinen Details...hatte das leider wieder vergessen. Ich habe das mal angepasst.Smile
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#6
Alles klar - danke. Ich schreibe die nächsten Tage was.
[Bild: Sareth-neu.jpg]
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