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Hinterhalt Log 12 - Nalae
#1
USS Picard | In den Jeffreys-Röhren oberhalb der KS


Nalae hatte das sich ihr darbietende Schauspiel mit Frustration beobachtet.

Na großartige Guerillia-Aktion, dachte sie.
Und ich sitze hier immer noch fest!
Das ist ziemlich sinnlos.

Allerdings waren der Rianha auch in dieser misslichen Lage die Ideen nicht ausgegangen und so kroch sie auf allen Vieren in Richtung des Schachtausgangs in ihrem Arbeitszimmer. Dieses befand sich schließlich im hinteren Bereich der Krankenstation und wie es das Schicksal wollte, war dort keines von den Echsenwesen zu sehen.

Nalae öffnete die Luke und fragte sich, ob sie wohl diesen Sprung von drei Metern nach unten schaffen würde ohne dabei das Geräusch eines umkippenden Nilpferdes zu erzeugen.
Sie würde direkt hinter ihrem Schreibtisch landen. 

Die Ärztin tat einen beherzten Sprung.
Durch die verglaste Abgrenzung zu ihrem Arbeitszimmer konnte sie leider die Echsenwesen nicht sehen – der Behandlungsraum der Krankenstation befand sich um die Ecke.
Allerdings konnte sie sich auf ihr gutes Gehör verlassen.

„Hast du das gehört, Ophran?“

„Ich habe nichts gehört“, konnte Nalae die mit Ophran angesprochene Echse antworten hören.
Sie versteckte sich hinter ihrem Schreibtisch.

„Da war vermutlich nichts!“

Puuhh.
Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine Ausbildung als Ninja gemacht zu haben, dachte sie bei sich.

Die Rianha wusste, dass sie jetzt die entscheidende Idee benötigte – raus kam sie hier nicht mehr so einfach, erwischen lassen durfte sie sich nicht, die Geiseln mussten befreit werden: Eine Ablenkung musste her!
Ihre Kameraden hasteten durch das Schiff und suchten sich gegenseitig, sie war also nun vollkommen auf sich allein gestellt.
Aber wie nur sollte sie die Piraten ablenken ohne selbst dabei in Erscheinung zu treten, zumal sie den Computer nicht benutzen konnte?

Nalae verließ ihr sicheres Versteck und schlich zu einem kleinen Wandschrank, dessen Inhalt sie genau kannte.

Es tut mir im Herzen weh, aber die Notlage erfordert ihre Opfer!

Sie holte einen Plastikbeutel hervor der mit einer Menge rosafarbener Pflanzenteile gefüllt war, die einen so starken Geruch absonderten, dass Nalaes Pupillen sich bereits beim Öffnen des Beutels weiteten.

Meine absolute Anti-Stress-Spezial-Mischung, original aus der Heimat.

Als nächstes bediente sie sich eines anderen Schrankes um ein Gerät daraus hervorzunehmen. Es handelte sich um einen Zerstäuber für Chemikalien und Medikamente, der eigentlich dazu gedacht war, bei Lungenreizungen oder Allergien das großflächige Verteilen von Medikamenten zur Inhalation zu ermöglichen.
Allerdings war es relativ gleich, was man dort einfüllte, es musste lediglich flüssig oder gasförmig sein.

Doch das war kein Problem für Nalae, denn binnen weniger Sekunden konnte sie mittels einer kleinen Destille die ätherischen Öle des romulanischen Pflänzchens zu extrahieren. Die Ärztin legte wert darauf, dass sie in der Krankenstation nicht vollkommen vom Computer abhängig war – und so besaß sie einige Geräte, die zwar modern konzipiert waren, in ihrer Funktion jedoch ganz altertümlich; beispielsweise einen Destillierapparat oder einen Mörser. 

Nalae befüllte den Zerstäuber mit der doch recht ansehnlichen Menge des Ätherischen Öles und verzichtete darauf, es mit Wasser zu verdünnen.
Vorher verpasste sie sich mittels Hypospray einen Neutraliser, der jegliche Wirkungen auf ihre Neurotransmitter instant aufheben würde.

Na großartig, jetzt habe ich nicht einmal was davon. Aber irgendjemand hier muss ja bei Verstand bleiben!

Sie schlich den kleinen Flur hintunter und erblickte die Echsen, wie sie gelangweilt in dem Chaos hockten, das sie angerichtet hatten.

Also gut.

Nalae plazierte das kleine Gerät auf dem Boden.

Für die Rettung der Picard!

Ein kleiner Knopfdruck aktivierte den Zerstäuber, der nun das ätherische Öl in einen gasförmigen Zustand versetzte und in der ganzen Krankenstation verteilte.
Nalae sendete ein Stoßgebet an die Elemente, dass die vermaledeiten Echsenwesen auf die Wirkung ebenso gut ansprechen würde wie es so ziemlich jedes humanoide Wesen tun würde.
Aus ihrem sicheren Versteck verfolgte sie nun das Geschehen.

„Ophran! Irgendetwas riecht hier sehr seltsam.“

Ophrans saurierartige Nasenlöcher weiteten sich.

„Du hast recht, Nyxcnvn! Es riecht – es riecht irgendwie...irgendwie...hihihihi. Ist dir eigentlich schonmal auf gefallen, wie komisch die Waffen von diesen Leuten aussehen?“

„Ja...haha, guck mal, wenn man das anschaltet, leuchtet das“, mischte sich eine andere Echse ein und aktivierte den Phaser.

„Boah...das leuchtet...“
Er starrte auf die in den Phaser eingelassenen Dioden und es schien nicht so, als würde er planen, in nächster Zeit irgendetwas anderes zu tun.

„Wuuhuu...“
Vandenberg begann mit dem Fingern zu schnipsen und hin und her zu wippen als würde er irgendeiner Musik lauschen.
„Das erinnert mich an etwas aus meiner Jugend!

Uhhuuhu-uhu-uhuhu, don't worry! Be happy!“

„Don't worry! Be happy!“, sprang Mort nach einer Weile mit schiefen Tönen ein.

Ophran wankte auf die gefesselten Geiseln zu und deutete auf irgendein Objekt in der Krankenstation welches ihn derart amüsierte, dass er von Lachkrämpfen geschüttelt wurde.

Seine Kumpanen hatten sich inzwischen in sitzender und liegender Position in der Krankenstation verteilt und schienen besonders angetan von Nalaes Zimmerpflanzen.

Uuhuuhuhuhu...don't worry, be happy!

„Hee, wieso seid ihr denn gefesselt? So könnt ihr gar nicht tanzen! Wir sollten tanzen!“, bemerkte einer der Piraten und machte sich daran, die Geiseln vom Ducttape zu befreien – was jedoch aufgrund der Tatsache, dass er mehrmals lachend den Halt verlor, eine Weile dauerte.

„Computer! Spiel …. Bob Marley! Gute alte Zeiten!“, forderte Vandenberg, der Computer jedoch gehorchte nicht, da er immer noch unter der Kontrolle der Echsen stand.

„Bitte mach...hihihihi! Kannst du machen, dass der Computer Bob Marley spielt?“

„Was für Computer, Bruder?“

Nalae betrat vollkommen unbeachtet den Raum.
Die Piraten waren damit beschäftigt, sich über Leuchtdioden zu freuen und tiefgründige Gespräche mit Zimmerpflanzen zu führen, die Geiseln wippten und schnippsten zum Takt von Vandenbergs und Morts schiefem Gesang, Ophran lag auf dem Boden und wieherte vor Lachen über die Tatsache, dass seine weggeworfene Waffe in ein Regal gekracht war und mehrere Medikamente auf den Boden geprasselt waren.

„Hey, du Vandale!“

Nalae packte Ophran und versuchte vergebens, ihn auf die Füße zu ziehen.

„Heeey Lady, warum so unentspannt?“

„Wie lautet der Autorisationscode zur Kontrolle des Schiffscomputers?“, wagte Nalae einen Versuch.

„Autorihihihihi...hast du was zu Essen? Ich habe auf einmal echt Hunger!“

„Ich habe so viel Essen wie du willst, wenn du mir den Autorisationscode verrätst.“

„Da muss ich mal scharf nachdenken...“
Ophrans Reptilienaugen verengten sich.

„Ich glaube...das war...einundrölfzig...x x x x x...D.“

Nalae ließ den Reptiloiden los, sodass er runterfiel wie ein nasser Sack.

„Na schön, egal!“
Sie schnappte sich die drei Geiseln und zerrte sie aus der Krankenstation, deren Tür sie manuell verriegelte und mit einem Sicherheitscode versah – das funktionierte auch ohne Computerkontrolle, da das Verschlusssystem der Tür manuell bedienbar war.

„Heey Nalae, das war doch so lustig dadrin!“, beschwerte sich Mort.

„Chill mal, Alte, warum der Stress?“, fragte Vandenberg, dessen Augen sich beinahe schlossen.

„Erkläre ich euch nachher“, antwortete Nalae, die die drei widerwilligen Männer den Gang hinunter schob. Sie hatte bereits eine Vermutung, wo Mahan und Howy hingegangen sein könnten.

"Erstmal bringe ich euch zu einer viel cooleren Party!"

"Party! Eine Party! Aber hoffentlich eine Chillparty, Nalae?"



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#2
Joa, das war lustig =) Zimmerpflanzen sind immer eine gute Idee. Blblblbl
[Bild: Sareth-neu.jpg]
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#3
mir ist literally NICHTS anderes eingefallen was sie hätte machen können xD
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#4
Superlustiges Log!

Nur eine kleine Korrektur:

Das Lied ist nicht von Bob Marley, sondern Bobby McFerrin:


https://www.youtube.com/watch?v=d-diB65scQU
[Bild: hohardus.jpg]
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#5
oha stimmt und jeder denkt es ist vom guten bob!
egal ich kann das ja so stehen lassen, weil vandenberg nämlich auch denkt, es sei von bob marley, besonders in seinem zustand
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#6
Klar. Kein Prob.

Da hat Einer auf Youtube das wohl auch gedacht und das unter Bob Marley gepostet.
War ein One-Hit-Wonder, aber ein echter Megahit!
[Bild: hohardus.jpg]
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