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Hinterhalt Log 11 Hohardus Edzardus
#1
==========  An dem Zugang zur Krankenstation  ==========
 
Howy war mehr als nur mulmig im Magen.
 
"Sollten wir nicht erst einmal mit denen da drinnen verhandeln?
Immerhin haben sie damit gedroht, den guten Rend umzubringen, wenn wir ihren Forderungen nicht nachgeben.
Wenn wir hier so eindringen, ist der so gut wie tot, und ich habe nicht die Absicht, dafür verantwortlich zu sein."
 
Er umklammerte den uralten Revolver, der aber derart in seiner Hand zitterte, daß er schon eine Gefahr für ihn selbst und seine Kollegen wurde anstelle für die Piraten.
 
Mahan zischte: "Flenn nicht rum! Die werden Rend schon  nichts tun."
 
"Dein Wort in Gottes Gehörgang. Ich hoffe, du übernimmst dafür dann auch später die Verantwortung." Howy grummelte vor sich hin.
 
"Machen Sie weiter!" befahl Vandenberg.
 
 
==========  Wenig später  ==========
 
Die Tür fiel wie vorgesehen nach außen ihnen fast auf die Füße.
 
Howy riß gerade noch seinen rechten Treter weg, als die schwere Tür auf den Boden knallte: "Mann, du hättest mir den Fuß amputieren können!"
 
 
Mort und Vandenberg sprangen vorwärts, während Howy tunlichst ein wenig in deren Schatten blieb, wobei er nicht genau wußte, ob er mehr Angst vor den Piraten oder vor der Waffe in seiner Rechten hatte.
Ihr Sicherheitschef stieß einen gellenden Kampfschrei aus, was Howy an die alten Indianerfilme aus den 60ern des 20. Jhds erinnerte.
Irgendwie brauchten damals die Angreifer immer ein lautes Gebrüll, um sich Mut zu machen und den Gegner zu beeindrucken.
Was er dann aber sah, war die Tatsache, daß die Beiden plötzlich offenbar in einer Art Netz gefangen waren.
Offensichtlich ein Kraftfeld, das sie umschloß, wie ein Netz die Fische.
 
Mahan und er blieben abrupt stehen und betrachteten sich das Bild, das sich ihnen bot:
Ihre beiden heldenhaften Anführer versuchten, sich zu befreien, was aber nur Kräfte zehrte, ohne etwas zu bringen.
Dahinter sahen sie die Piraten mit einem breiten Grinsen.
Und der Sani Rend lag neben denen auf dem Boden, ganz offenbar noch am Leben, allerdings konnte er keinen Laut von sich geben, da man ihm eine  Art Pflaster quer über den Mund geklebt hatte.
 
Howy und Mahan zogen sich hinter den Türrahmen zurück, konnten aber die Entwicklungen im Auge behalten.
 
"Ihr habt wohl gedacht, wir seien ziemlich blöd." übersetzte der Translater den Anführer Ophran Pak.
"Mein Techniker ... darf ich vorstellen? Trakas .... dürfte zu den Besten seiner Zunft gehören, denn er mußte sich schon mit vielen fremden Techniken auseinandersetzen.
Eure ist  zwar in einigen Punkten besser, als das, womit wir umgehen, aber auch nicht gut genug geschützt, um Trakas letztlich Widerstand entgegen zu setzen.
Er ist einfach ein Genie in diesen Dingen.
Trotzdem bin ich sauer, weil ihr es offensichtlich darauf ankommen laßt, daß ich mein Wort wahr mache, diese blaue Kreatur tatsächlich umzubringen, obwohl ich Gewalt zutiefst verabscheue.
Aber es scheint mir, daß ihr  das Leben eurer Kameraden nicht sehr hoch einschätzt.
Aber nun ja, jetzt haben wir drei Geiseln, was unsere Position natürlich stärkt.
 
So und nun laßt ihr beiden Hübschen Alles fallen, was ihr in euren Griffeln haltet! Und zwar sofort!
Und keine Sperenzchen, wenn ich bitten darf."
 
Vandenberg und Mort folgten widerstrebend der Aufforderung, denn sie wollten Rend natürlich nicht gefährden.
 
Eine Art kleiner Traktorstrahl beförderte alle Gegenstände durch das Kraftfeld nach draußen in Richtung der Piraten.
 
"Haben die Typen noch irgendwelche Sachen in ihren Taschen, Trakas?" fragte Ophran.
 
"Nichts, Chef."
 
"Gut. Und nun mal die Pfötchen schön artig nach vorn durch das Feld gesteckt, wenn ich bitten darf.
Und bitte keine Versuche, hier die Helden zu spielen.
Das hätte nur üble Konsequenzen, wie ich euch gerne versichere.
Ein Zirp-Sytra hält immer das, was er verspricht."
 
Mort knurrte und auch Vandenberg schien gar nicht glücklich über die derzeitige Situation zu sein. Beide folgten dann aber doch der Aufforderung und streckten ihre Hände durch das Feld.
Einer der Piraten fesselte sie dann mit einem breiten Heftpflaster.
 
Ophran grinste: "Sehen unsere beiden Helden nicht schnuckelig aus?"
Seine Kameraden grölten.
 
Trakas veränderte das Feld jetzt so, daß es nur noch den Eingang versprerrte.
Ein ziemlich großer Kerl trat Vandenberg gegen das Schienbein, so daß er auf den Boden fiel.
Und mit wenigen Griffen hatte er ihn jetzt auch an den Füßen gefesselt.
 
Bei Mort zögerten sie etwas, weil dieser ja auch ein Echsenwesen war, wie sie selber.
 
"Warum arbeitest du für diese Warmblüter? Du solltest etwas mehr Ehre im Leib haben, und dich nicht mit solchen Mißgeburten einlassen."
 
Mort zischte: "Wer hier die Mißgeburten sind, werde ich jetzt lieber nicht sagen, aber ihr steht auf der falschen Seite des allgemeinen Rechtsempfindens aller halbwegs intelligenten Wesen, und deswegen würde ich niemals mit euch zusammenarbeiten."
 
"Du redest für eine Echse zuviel. Loß, leg dich hin, oder sollen wir nachhelfen?"
 
Mort tat, wenn auch sehr widerstrebend, wie ihm befohlen, weil er seine Kameraden nicht gefährden wollte, und wurde natürlich ebenfalls fixiert.
Dann zerrte man die Beiden neben Rend, der sich, trotz seiner Lage, ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Er grunzte ein paar Laute, die man aber natürlich nicht verstehen konnte, aber sowohl Mort als auch Vandenberg wußten genau, was er sagen wollte.
Und das hob deren Stimmung keineswegs.
 
 
==========  Im Gang  ==========
 
Howy sah Mahan an: "Ich denke, wir treten jetzt besser den strategischen Rückzug an.
Hier können wir derzeit kaum etwas an der Situation ändern, ohne die Anderen zu gefährden.
Vielleicht sollten wir erst einmal versuchen, mit dem Captain und den restlichen Crewmitgliedern Kontakt aufzunehmen und zu beraten, was wir jetzt tun können?"
 
Mahan nickte: "Bloß, wie finden wir die, wenn die internen Sensoren nicht mehr funktionieren?"
 
"Gute Frage. Aber erst  einmal weg von hier."
[Bild: hohardus.jpg]
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