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ISDA Log 4 Haddus der Freiheitskämpfer
#1
========== Camp der FREIHEITSKÄMPFER ==========

Schon in anderen Paralleluniversen galt der alte Spruch:
"Was dem einen sein Terrorist, ist dem Anderen sein Freiheitskämpfer".

Haddus schäumte vor Wut! Er war wirklich kurz davor, seinen Phaser zu ziehen und Sokar in den Orkus zu befördern.
Was erlaubte sich dieser Drecksack eigentlich?
Fühlte er sich als was Besseres, nur weil er der Übzeugung war, daß die Vulkanier der Gipfel der Schöpfung seien? Und er, Haddus 'nur' ein Terraner?
Immerhin war es das 'Terranische Imperium', das die Galaxis beherrschte. Wobei sie allerdings auch die Romulaner, die ihre einzigen Aliierten waren, als Untermenschen, oder besser als 'Unterwesen', einordneten. Nicht viel besser als Haustiere.
Aber man benötigte diese und ihre starke Flotte, so daß man das nicht offen aussprechen konnte. Aber es drangen immer mal wieder Aussprüche des Imperators zu ihnen, die dessen Vorstellungen von den Romulanern klar umrissen.
Sollte das Imperium endgültig die Kontrolle über die Galaxis errungen haben, so wären die Romulaner die Ersten, die man als Sklaven nutzen würde.

Aber Sokar nannte sich einen 'Widerstandskämpfer gegen das Imperium' und behauptete, er würde Haus, Hof, seine Familie und seine Ehre dafür hergeben!
Und trotzdem hatte er, wie Haddus felsenfest glaubte, die gleichen Gedanken ncht nur den Terranern gegenüber, sondern auch seinen eigenen Verwandten, den Romulanern, die auch für ihn minderbemittelte Schwachköpfe waren, die es zu nutzen galt und nach Gebrauch wegwarf! Das galt auch für die anderen Spezies, die er für sich arbeiten ließ, solange sie ihm nützten. Wenn nicht, wurden sie entsorgt.

Haddus hatte in seiner Gruppe viele Romulaner, die ihm treu zur Seite standen und bei jeder Aktion Kopf und Kragen riskierten. Da waren auch und vor allem Nalae und Tr'Kovath. Nalae war als Medizinerin unübertroffen. Sie kannte jeden Trick und jede Methode, wie man nicht nur Kranke und Verwundete heilen, sondern auch Gefangene zum Singen bringen konnte.
Und Tr'Kovaths technische Kenntnisse waren einfach unersetzbar! Wo immer es ein Problem gab, fand er eine Lösung. Und zwar eine, die man mit den gegebenen primitiven Hilfsmitteln durchführen konnte.

Und Sokar wußte das auch! Er wußte ebenfalls, daß er keine einzige Aktion würde durchführen können, ohne ihn und seine Gruppe, denn sie waren die Einzigen mit wirklicher Kampferfahrung und dem unbeirrbaren Willen, die Aktion zu Erfolg zu führen. Und die lange Reihe von Erfolgen konnte sich sehen lassen.

OK,die letzte Aktion war kein wirklicher Bringer, aber die Gegner sollten wissen, daß sie nirgends und zu keiner Zeit sicher waren.
Die Gegner der Terraner würden zuschlagen, wo immer und wann immer es ihnen paßte! Und sie würden gnadenlos vorgehen, ohne jede Rücksicht auf Verluste, egal, ob es Militärs oder Zivilisten waren, denn der Terror sollte sich auch und gerade in der Zivilbevölkerung ausbreiten.
Hatten die Frauen Angst, würde sich das auf die Männer, die in der imperialen Flotte dienten oder als Marines die bodengebundenen Aktionen durchführten, auswirken.
Sie würden erheblich zögerlicher kämpfen und immer weniger einsatzfreudig sein, wenn sie wußten, daß zuhause Eltern, Frauen und Kinder in akuter Gefahr waren.

Dazu mußte Haddus allerdings auch zugestehen, daß Primärziele zunächst immer militärische Einrichtungen oder Schiffe waren.
Wenn aber dabei Zivilisten Schaden nahmen, so war das traurig aber unabwendbar! Die hatten eben Pech gehabt. Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Und wenn der Verdacht bestand, einer von denen würde etwas wissen, bekam der die gleiche nette Behandlung, wie alle Uniformträger.
Aber wenn es strategisch notwendig war, griff er auch zivile Ziele an.

Andererseits war er natürlich auch intelligent genug zu wissen, daß er Sokars überlegte Planungsweise und vor allem seine Verbindungen zu anderen Völkern brauchte.
Gerade bei den Klingonen oder den Andorianern genoß er offenbar hohes Ansehen, wobei er, Haddus, allerdings auch in seiner Gruppe eine Menge heißblütiger kampfeshungriger Klingonen hatte, die keinen Bock mehr auf Warten, Zögern und 'eine ruhige Kugel schieben' hatten. Sie dürsteten nach Blut und Ehre! Und deswegen hatten sie sich Haddus' Gruppe angeschlossen, weil dieser gerne und oft zuschlug, oft auch unter höchstem Risiko für seine Männer und Frauen, aber auch für sich.
Keiner hätte je behaupten können, daß sich ihr Anführer je gedrückt hätte! Im Gegenteil!

Umso erniedringender war diese Szene gewesen, als Sokar ihn ohne Vorbereitung einfach zu Boden stieß! Vor seinen Leuten!
Aber als er zum Phaser greifen wollte, drängten diese ihn zur Ruhe und Besonnenheit.

Nalae lächelte ihn an: "Der Tag deiner Rache wird kommen, Haddus. Also bleib jetzt ruhig. Eines schönen Tages werden wir ihm dieses Gehabe in Rechnung stellen. Ich weiß ganz genau, wie er über die Romulaner denkt. Der ist keinen Schlag besser, als der Imperator oder gar die Inquisition der Terraner. Die sind derart dreckig, daß man noch nicht einmal ausspucken möchte in deren Gegenwart. Da ist meine Spucke viel zu schade für.
Ich bin ja schon gespannt, was Sokar von mir will, dieser Lackaffe und Gernegroß!"

Auch Tr'Kovath beruhigte ihn und noch ein paar seiner Kameraden.
"Laß uns unsere Aktion feiern! Immerhin hat diese beim Gegner schon einigen Schaden angerichtet. Wird überhaupt Zeit, daß wir einen ordentlichen Schnaps hinter die staubigen Kehlen schütten."
Ale Umstehenden nickten.


========== Eine Zeit später ==========

Ein Klingone, der schon einiges intus hatte, wühlte in einer seiner Brusttaschen.
"He, schaut her!"
Er hielt unübersehbar den Teil einer Nase in der Hand. Einer grünen.
"Die habe ich vor der Sprengung einem romulanischen Centurio abgeschnitten, der den Laderaum verteidigen wollte. Er lebte noch und hat ein wenig geweint. Na ja, den Rest hat dann mein Batleth erledigt, aber ich brauchte unbedingt noch ein Souvenier von dem Einsatz. Ich bringe mir jedes Mal eine Nase mit, die ich einem hohen Offizier oder Würdenträger aus der Visage geschnitten habe. Ich habe da schon eine ordentliche Sammlung. Allerdings sind mir bei unserem letzten Rückzug viele verloren gegangen. Aber nun ja, das läßt sich ja ersetzen.

Ich will ja unbedingt noch den Riecher des Imperator persönlich und des Großinquisitors besitzen, denn gerade der Letztere hat vor Kurzem einen meiner Vettern ganz übel behandelt.
Das weiß ich deswegen, weil die so freundlich waren, ihn als gut verschnürtes Paket bei seiner Frau vor die Haustür zu legen. Er hat noch 2 Stunden gewimmert, dann war es vorbei.
Die haben einfach keinen Stil, diese Säcke."

Ein Cardassianer, dem auch schon Einiges fehlte, setzte sich zu Haddus: "Es geht das Gerücht um, man habe Sokar über ein größeres Manöver informiert, das in der Gamiria-Expanse stattfinden soll. Ein Mäuschen hat mir geflüstert, daß es das größte gemeinsame Flottenmanöver der Terraner und der Romulaner werden soll. Und mein Informant will gehört haben, daß der Imperator dabei die Gelegenheit nutzen will, die romulanische Galae in eine Falle zu locken und zu vernichten, wenn sie so richtig schön ahnungslos daliegt."

Haddus nahm einen langen Zug: "Um ehrlich zu sein, glaube ich das nur sehr bedingt. Der Imperator ist kein totaler Schwachkopf, und außerdem hat er einige wenige durchaus weiter sehende Berater, die genau wissen, daß er derzeit auf die Romulaner angewiesen ist. Allerdings zutrauen würde ich dem schon ein derart hinterhältiges Verhalten. Der Mann hat ausschließlich Scheiße im Kopf. Wie kann es bloß sein, daß Ämter, wie das eines Imperators, erblich sein können?"


Ein Anderer mischte sich ein: "Die Inquisition wird ganz sicher Jemanden losschicken, der sich mit uns beschäftigen soll, und dafür soll es, wie ich hörte, einen gewissen Rabenstein geben. Der soll ein echtes Arschloch sein und extrem karrierehungrig. Will sicher mal selber Großinquisitor werden."


Haddus grinste: "Und dann ist da noch dieser Bubi, der sich Vandenburg nennt. Seines Zeichens der Flottenkomissar zur Terrorabwehr. Ich habe mal gehört, daß er eigentlich Pintske heißt, aber weil ihm das zu peinlich war, hat er den Namen Vandenburg angenommen und sich die dazugehörigen Papiere fälschen lassen, weil das ein großer Held des Imperiums vor vielen Jahrzehnten war.

Gerissen ist der Kerl und ganz sicher nicht dumm, aber er ist der größte Arschkriecher, den es je in den Grenzen des Imperiums gab. Der hat sich von ganz unten hochgeleckt. Und das Imperium umgibt sich mit solchen Typen. Klar. Weil die derart viel Dreck am Stecken haben, kann man sie leichter manipulieren. Das soll ein Originalspruch des Großinquisitors sein. Na ja, ich hoffe nur, daß wir dieses Gesocks irgendwann einmal vor dem Lauf unserer Phaser haben werden."

Es wurde noch eine lange Feier und der Schnaps floß in Strömen.
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