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Zwischenlog 9 - Nalae & NPCs
#1
NRPG
Dies ist ein Jointlog von Vince & Stella! 
Da ich nicht wirklich wusste, wie ich kreativ und spannend an die Geschichte anknüpfen könnte und Vince mit Rewdak erging es ähnlich, haben wir uns überlegt, Jointlogs zu machen! Mit einer Prise Comedy, weil wir diese gerade dringend benötigen....  PicardGrin
Viel Spaß.


*** Riva Prime, ehemalige Kolonie des terranischen Imperiums ***


* STELLA *

Nalae streifte durch die düsteren, schmutzigen und unbeschreiblich trostlosen Gassen der zerstörten Kolonie.

Ab und an drang ihr der Geruch von Verbranntem in die Nase. Oder der Gestank von Undefinierbarem, welches das kärgliche Mittagsmahl des ein oder anderen Straßenbewohners darstellen sollte, gekocht in zerkratzten Eisentöpfen über brennenden Mülltonnen.

Nicht einmal eine Sekunde nach ihrer Taufe war Rabenstein von gänzlich unbekannten Kreaturen entführt worden – knappe vier Wochen war das jetzt her und Nalae hatte bis jetzt kein Schiff auftreiben können um ihren Wegbegleiter zu suchen.

Bis jetzt hatte sich nichts finden können. Nichts, was für die wenigen Händler, die diesen gottverlassenen Ort
für zwielichtige Geschäfte mit verbotenen Waren aufsuchten als Bezahlung genügte um sie von Riva Prime fortzubringen.

Genügend monetäre Ressourcen um gar Platz auf einem der wenigen Frachter zu bekommen hatte sie schon einmal gar nicht und auch nichts, was sich gegen ein paar Credits eintauschen ließ.

Nalae, der es normalerweise nicht an Ideen fehlte, war hilflos auf Riva Prime gestrandet und es machte sie wütend.

Sehr wütend.

Wollte sie doch Rabenstein finden! Was auch immer mit diesem dubiosen Kleriker geschehen sollte,

vielleicht würde sie von seiner zukünftigen Macht mehr als nur profitieren können. Würde er der nächste Inquisitor werden; Gott wusste, welch Spielraum sie als seine rechte Hand würde eingeräumt bekommen. Als Romulanerin in den gegnerischen Reihen der Terraner!

Dieser Gedanke war zu verlockend.

Es musste also verhindert werden, dass der gute Rabenstein das Zeitliche segnete, so viel war klar.

Die untergehende Sonne hing stets wie eine trübe Funzel am Himmel. Zähneknirschend, mit einem Bündel rattenartiger Geschöpfe, die sie in der geballten Faust an den Schwänzen transportierte, suchte Nalae im Zwielicht des zu Ende gehenden Tages einen geeigneten Rastplatz um ihr Abendmahl zu bereiten.

Aus einer der verwinkelten, noch immer von Borg-Schrott und -Schutt übersäten Gassen, nahm sie Stimmen war.

In einer Lichtung, die sich zwischen den ruinösen Baracken und Unterschlupfen gebildet hatte, saßen drei Gestalten um ein Lagerfeuer. Sie unterhielten sich lautstark.

Offenbar hatte man sich behelfsmäßig Schlafgelegenheiten zusammengebaut; Baldachine aus Holzpaletten und Lumpen unter denen sich Stroh und alte Matratzen befanden.

Ein grobschlächtiger, sehr korpulenter Mann nagte gerade die Reste eines dieser rattenartigen Säugetiere von dessen Knochen und rülpste laut.

Ein blonder, schlanker Mann mit blauen Augen – er musste so um die dreißig sein – diskutierte wild gestikulierend mit einer dunkelhaarigen, ebenfalls jungen Frau.

Es gab eine Hülle und Fülle an seltsamen Wesen auf Riva Prime, auch mehr als genug von äußerst grotesker Morphologie. Und trotz allem schenkte Nalae ihnen nur selten Beachtung.

Doch diese drei Gestalten zogen ihre Aufmerksamkeit auf sich.

Die Romulanerin konnte nicht sagen, weshalb. Auf eine Art wirkten sie seltsam unpassend für diese Umgebung, doch was genau diesen Eindruck erzeugte, konnte Nalae nicht benennen.

Entschlossen steuerte sie auf das merkwürdige Trio zu.

* VINCENT *

„Etzad würde des Viech besser schmecken, wenn i des amol mit ‘am Phaser rösten könnt!“ beschwerte der korpulente Mann sich lautstark. Nalae konnte den Dialekt kaum verstehen, ihrem Generalübersetzer nach handelte es sich um einen antiken, im Grunde genommen Toten, deutschen Dialekt welcher als „fränkisch“ klassifiziert wurde.


„Nein, Rainer, wir haben nur einen Phaser und immer, wenn du etwas mit einer Energiezelle darin in die Hand nimmst geschehen schreckliche Dinge. Felix, nun sag doch was!“ Die Frau wirkte aufgebracht, ihre Frisur sah aus als hätte sie versucht, sie nach einem Sturm zu bändigen - aber dabei nur mehr Dreck und Asche in die Haare gerieben.


„Ist ja gut, Sofia, reg dich doch nicht auf, Rainer bekommt den Phaser ja nicht. Warum hast du dir eigentlich Dreck ins Gesicht geschmiert?“ entgegnete der angesprochene zurückhaltend.


Unter der dicken Schicht aus Schlamm, Asche, Blut und wahrscheinlich diversen radioaktiven Materialien lief die Frau rot an und war kurz darauf loszupoltern, als sie von dem übergewichtigen Mann unterbrochen wurde, welcher direkt auf Nalae zeigte. „Guck da!“ rief dieser. „Die hat mehr von dene Biester dabei, FELIGSNE SCHNELL! DIE KNARRE! Wir überfallen die etzad!“

Während Rainer unter Anstrengung all seiner Kraft anfing, sich auf die Beine zu wuchten, fummelte Felix hektisch an seinem Gürtel herum um den Phaser von dort zu lösen. „Sie da!“, rief er mit zittriger Stimme. „Sie da, bitte bleiben Sie stehen und kommen Sie nicht näher!“

„GENAU!“, polterte Rainer los. „ETZAD HÄNDE NACH OBNE UND LECH DIE VIECHER WECH!“

„Wie soll sie das denn anstellen, ihr taktischen Genies?“ mischte Sofia sich genervt ein „Sie kann wohl schlecht die Hände oben halten und dabei etwas ablegen, zumal das Viehzeug nicht tot zu sein scheint, also ohnehin wegrennen würde. Ich fass es nicht, ich bin auf einer Rettungsmission mit zwei Idioten, die zu unfähig sind eine unbewaffnete Frau zu überfallen und diese Schlammaske hilft kein Stück gegen die trockene Luft! Wie bin ich nur an EUCH geraten?“

„Sofia, bitte nicht weinen. Einen Augenblick, bitte“, wandte Felix sich an Nalae „Ich bin Counselor des Terranischen Flagschiffes. Ich weiß was Sie denken, bevor Sie selbst es tun. Also bitte bewegen Sie sich nicht.“

Mit diesen Worten wandte er sich von Nalae ab, um sich um die inzwischen lauthals schluchzende Sofia zu kümmern.

Wilde Schreie und lautes Getöse unterbrachen seine Impromptu-Therapiesitzung „AUA! HE, WAS SOLL DES! GIB MIR DIE HER ETZAD!“ und bei dem Anblick, der sich ihm bot, machte Verzweiflung sich bei ihm breit

Rainer war allem Anschein nach zu der Romulanerin gegangen und hatte versucht, ihr die Tiere zu entreißen, was diese nicht widerstandslos über sich ergehen lassen wollte…

*STELLA*

Nalae wuchtete dem fetten Ungetüm ihren Stiefel in die Magengegend und legte sogleich nach, indem sie ihm das Bündel Ratten ins Gesicht schlug.

„AAAAAHHHHHHH!“

Der Dicke stolperte zurück und wusste nicht, was mehr wehtat.

„Du verdammte Dreggsau!“, röhrte er.

„Felix, gib sofort amol den Phaser her! SOFORT!“

„Nein. Nein, das lösen wir friedlich“, entgegnete der mit Felix angesprochene Mann und bewegte sich langsam und zögerlich auf Nalae zu.

„Möchtest du auch deine Portion, Schlappschwanz?“, erkundigte sich die Rianha.

Felix gestikulierte beschwichtigend und bedeutete dem dicken Mann, sich im Hintergrund zu halten.

„Verzeihen Sie bitte. Mein....Kollege ist etwas ungestüm und eher simplen Gemütes“, erklärte er.

„Selbstverständlich wollten wir nur fragen, ob Sie uns vielleicht etwas von Ihrem...Abendbrot abgeben könnten. Wir haben heute noch fast nichts gegessen. Wissen Sie, wir sind neu auf...“

„Was habt ihr anzubieten? Oh...gar nichts? Tja, dann war es das wohl“, unterbrach Nalae den jungen Mann schnippisch und grinste böse auf seinen enttäuschten Gesichtsausdruck hin.

„Immerhin bin ich Ingenieurin!“

Die seltsam verschmierte Frau, die eher aussah wie ein untoter Borg als wie ein Mensch, hatte sich vom Lagerfeuer erhoben.

Ingenieurin...

Nalae überlegte.

Eine augenscheinlich chaotische, völlig talentlose Truppe Irrer war zunächst einmal besser als gar nichts.

Selbst mit einem rostigen Werkzeug konnte man manchmal mehr ausrichten als mit bloßen Händen. Und ihr primäres Ziel, diesen Dreckhaufen zu verlassen, würde zumindest ein wenig näher rücken, wenn sie Unterstützer finden würde.

„Hört zu ihr Pappnasen, alles was ich will, ist von diesem Kackloch zu verschwinden. Wenn ihr mitarbeitet, dann kriegt ihr von mir vielleicht auch mal die ein oder andere Ratte und wenn ich besonders großzügig bin, lass ich auch mal ein Bier springen.

Offensichtlich würde jeder von euch mit einem Phaser in der Hand sich selbst oder alles im Umfeld versehentlich um die Ecke bringen.

Das heißt also, wenn ihr irgendwelchen Kram draufhabt, der uns von diesem Ding hier wegschafft, dann übernehme ich gerne die Schmutzarbeit.

Aber nur, wenn.

Deal?“

„Das klingt nach einem Plan“, warf die dunkelhaarige Frau ein.

„Ich will nur runter von diesem elendigen Loch, ich will nach Nuria Prime! Dort muss ich erstmal mindestens drei Wochen im Beauty Spa verbringen und mein Botox muss auch wieder aufgefüllt werden!“

„Wäre schön, wenn wir überhaupt erstmal aus dem Orbit hier rauskämen“, entgegnete der Blonde – der im nächsten Augenblick mit einem lauten Klatschgeräusch Nalaes Rattenstrauß im Gesicht hatte.

„Brat die für mich, du Nullnummer“, sagte die Rianha trocken und machte sich auf einer der Matratzen unter den Baldachins breit.

Wir haben einen Inquisitor zu finden, dachte sie bei sich. Inquisitor Maximus – und ich, als seine rechte Hand!

* VINCENT *

Nalaes schlaf war kurz und unruhig, geweckt wurde sie durch ein höchst eigenartiges Schauspiel. Rainer saß auf den Überresten einer Couch und hatte seinen Comlink so vor sich aufgebaut, dass die kleine Kamera des Gerätes auf ihn gerichtet war. Aus dem kleinen Lautsprecher des Gerätes ertönte ein unbarmherziger Krach, der klang als würde man eine Wagenladung Tribbles mit Elektroschocks bearbeiten. „Elektrometall, Leute, Servus und Herzlich Willkommen, wir sind hier auf geheimer Mission den Inquisitor Maximus zu retten, der seit einem Monat verschwunden ist, man hat uns geschickt, weil wir die elide san, gestern hab‘ ich an feindlichen Agenten erwischt und bin voll mit die Gnie nei’gange un‘ hab die voll an‘ Watschen ‚gebne, wast scho.“

Nalae fiel auf, dass sein Dialekt immer stärker wurde, je weiter er sich von der Wahrheit entfernte.

„Klar bin i auf g’heimer Mission! Wer sagt denn, dass i ihn net scho‘ g’rettet han‘! “

Rainer fing an, sich mit seinem Comlink zu streiten, allem Anschein nach empfing das Gerät Textnachrichten.

„Was zur Hölle machst du da?“ herrschte Nalae ihn an. „Wer ist da am anderen Ende“

Rainer schaute sie höhnisch an „Ned Jetzt süße, ich mach an‘ Livestream ich hab‘ über 500 Zuschauer!"

„500 ZUSCHAUER?! BIST DU ÜBERGESCHNAPPT DENEN ZU ERZÄHLEN WAS WIR HIER TUN?“ Nalae konnte einfach nicht mehr an sich halten. Seine ungehobelte Art und widerlichen Essgewohnheiten außer Acht gelassen, muss dieser Mann der wohl dümmste Mensch der Galaxis sein.

Sichtlich eingeschüchtert versuchte Rainer aufzuspringen und stieß dabei den kleinen Tisch um, auf dem der Comlink stand, woraufhin dieser in zwei Teile zerbrach.

Von dem Lärm angelockt, stürmte Sofia herbei um die Situation zu beschwichtigen, doch bevor sie etwas sagen konnte fielen ihr die Überreste des Comlinks ins Auge. „Was ist DAS denn? Warum ist dort die Energiezelle eines Phasers angeschlossen? Rainer, wo ist unser Phaser?“

„Ähm naja also, Sofia, des doofe Teil hatte nicht genug Saft und da dachte ich, ich leih mir die auf dem Phaser, denn passt des scho, weißt du, aber des kann man bestimmt wieder einbauen.
"Aber des mit dem Phaser is ka problem i hob scho an glingoner ane batscht wast."

Rainer reichte ihr die Überreste des Phasers, den er allem Anschein nach behelfsmäßig mit einer Eisenstange aufgehebelt hatte, um an die Energiezelle zu kommen. 

„Habt ihr euch gerade selbst entwaffnet?“ Nalae wusste nicht mehr wie sie empfinden sollte, langsam war Belustigung die einzige Regung die sie noch in der Lage war zu spüren.

„Der Dritte im Bunde hat sich auch rar gemacht, oder?"

„Nein, nein, hier bin ich!“ ertönte seine Stimme von hinter einer Ruine. „Ich hatte da etwas Interessantes gesehen aber es ist jetzt weg und war auch nicht so wichtig, wollen wir weiter? Los geht’s Leute, nur keine Müdigkeit vorschützen!“
[Bild: LdhDcRs.png]
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#2
Sehr lustig. Leider am Anfang ein Kontinuitätsfehler: Nalae war ja mit Richard gemeinsam an Bod gebracht worden, da ist ja noch die Rede von ihr, dass sie gefangen gehalten wird und man überlegt, wo sie gewinnbringend verhökert werden kann und dass jemand nach ihr sucht (Anselmus). Es wird aber nicht erkannt, dass sie die Gesuchte ist, da sie keine Tattoos mehr hat. Also kurz war sie auf jeden Fall an Bord dieses Mafiosi-Schiffes, oder zumindest irgendwo in ihrer Gewalt.
[Bild: richard-sig-klein.jpg]
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#3
du hast recht. vielleicht kann man es ein bisschen umwandeln. dass sie es geschafft hat zu fliehen und auf einem weiteren, von den borg zerstörten, dystopischen planeten eine bruchlandung hingelegt hat. dann ist es eben nicht riva prime. wär das praktisch? fänd das auch ganz interessant, dass sie dann eine lösung finden muss, wieder zu rabenstein zu finden. und unterwegs macht sie sich so ihre eigenen gedanken zu ihrer karriere. hab mir da zumindest was überlegt.
[Bild: LdhDcRs.png]
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#4
Ja... machen wir einfach so: das Schiff, wo Richard und Nalae festgehalten wurden, war ja zunächst noch angedockt auf Riva Prime. Da ist sie entweder abgehauen, bevor die starten konnten, oder noch besser, sie wurde an jemand anderen (z.B. den Ferengiboss) weitergereicht und ist dabei entfleucht. Das erklärt, dass sie auf der Suche nach Rabenstein ist, obwohl sie ja vorher am gleichen Platz mit ihm gefangen gehalten wurde.
Bin gespannt, was du dir überlegt hast - ob das wohl das ist, was der Inquisitor vorhat Ultragrins
[Bild: richard-sig-klein.jpg]
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