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Projekt Brieftaube Log 2 NPC Pierre Goddard / Rollo Vega
#1
==========  Im Büro von Admiral T'Khellian  ==========


Ein junger schlaksiger Mann stand vor dem breiten Schreibtisch einer recht gut aussehenden jungen Dame, die immerhin nichts Geringeres war, als die Sekretärin von Admiral Sareth T'Khellian.

"Was darf ich für Sie tun, junger Mann?" näselte sie ziemlich von oben herab.

"Äh...ja...ich...möchte Frau T'Khellian sprechen. Es ist wichtig."

"Das, mein Bester, behaupten alle, die hier stehen. Was soll denn wohl so wichtig sein, daß die Admiralin ausgerechnet Sie vorlassen sollte?
Was sind Sie? Ein Taxiflieger der Firma Rollo Vega? Nie gehört von der."

"Sehr verehrtes Fräulein. Mein Muttchen hat mir beigebracht, immer höflich zur Damenwelt zu sein, aber in diesem Fall muß ich Sie dringend bitten, mich zu Ihrer Cheffin vorzulassen, zumal ich den Auftrag von meinem Chef habe, mich unter gar keinen Umständen abwimmeln zu lassen.
Rollo hat gesagt, Ihre Cheffin würde mir die Füße küssen, wenn sie diese Nachricht hört."

Der Vorzimmerdrachen rümpfte ihr zartes Näschen: "So, hat er gesagt. Er scheint die Frau Admiralin ja sehr gut zu kennen?"

"Das könnte mal wohl so sagen, denn die Beiden sind seit Jahrzehnten eng befreundet."

"Die Frau Admiralin würde sich nie mit Taxifliegern abgeben."

"Na ja, ich weiß darüber nichts Genaues, aber mein Boß hat gesagt, er sei der beste Freund von ihr, und wenn er einen Boten schicken würde, würde sie alles stehn und liegen lassen und ihn sofort empfangen."

"Ihr Chef scheint ein ziemlich übersteigertes Selbstwertgefühl zu haben, trotzdem ich werde mal nachfragen. Aber ich darf Ihnen sagen, daß die Chance gegen Null geht, empfangen zu werden."

Die Sekretäring drückte eine Schaltfläche und wartete eine Sekunde:
"Frau Admiralin, hier steht ein junger Mann, der Taxiflieger ist und behauptet, er habe eine wichtige Nachricht für Sie. Sein Chef, ein gewisser Rollo Vega, habe ihn geschickt."

"Senden Sie ihn sofort herein, Fräulein Meinecke."

Das Gesicht des Drachens sprach ganze Romane.

Der Kerl lächelte sie maliziös an: "Was hab ich Ihnen gesagt? Mein Chef lügt eigentlich nie bei solchen Dingen."

"Shocking! Folgen Sie mir, bitte!"

Es war nur zu gut zu erkennen, daß das heute nicht ihr Tag war."

Pierre, wie der junge Kutscher hieß, lächelte: "Darf ich Sie heute abend zu einem kleinen Drink einladen? Ich denke, den könnten Sie jetzt gut gebrauchen.
Ich sehe hübsche Damen wie Sie nur ungerne leiden."

Ihr Blick hätte ihn eigentlich sofort erdolchen müssen.


==========  Vor Sareth T'Khellian  ==========

Sareth stand an einem Fenster und blickte nach draußen.

"Sie können gehen, Fräulein Meinecke. Ich denke, dieser Herr hier wird keine Gefahr für mich darstellen, oder?"

Pierre betrachtete diese ältere Dame genauer.
Rollo hatte sie als sehr attraktiv und hoch intelligent beschrieben, und er mußte zugeben, daß sein Boß absolut recht hatte.
Auch wenn es schon einige Jährchen zurück lag, als Rollo mit ihr Abenteuer erlebt haben wollte, von denen er immer mal wieder zu schwelgen anfing, und Pierre jedes Mal dachte: 'Wenn auch nur ein Viertel davon wahr wäre, mußten das ja geradezu unglaubliche Sachen gewesen sein.'
Na ja, der inzwischen weißhaarige Schwerenöter übertrieb sicher immer mal gerne ein bißchen, aber die Tatsache, daß diese Admiralin ihn ohne lange zu zögern sofort reingelassen hatte, sprach schon dafür, daß die Beiden tatsächlich so Einiges miteinander erlebt hatten.
Trotz ihrer grauen Haare war sie immer noch eine sehr gut aussehende Frau.

Sareth drehte sich langsam zu ihm um: "Nun, was läßt das alte Raubein mir ausrichten, das so eilig ist, einen Boten zu mir zu schicken?"

"Na ja, er sagte mir, daß Sie nach dem Forschungsschiff Jean-Luc-Picard suchen, das seid längerer Zeit irgendwo zwischen dem Andromeda-Nebel und der Milchstraße verschollen ist?"

"Das ist richtig. Leider haben wir bisher nur sehr wenige Anhaltspunkte und keinerlei wirklich konkrete Hinweise über ihren Verbleib. Und wir haben große Probleme, die weitere Suche zu finanzieren.
Aber setzen Sie sich doch! Möchten Sie einen Kaffee?"

Pierre nichte, und T'Khellian gab Order.
Und kurz darauf kam ihre Vorzimmerdame mit einer süß-sauren Mine herein und stellte eine Tasse vor Pierre hin. Sie schepperte ziemlich.

Die Admiralin musterte ihn: "Sie sind einer von Rollos Kutschern?"

Er nickte: "Mein Name ist Pierre Goddard. Ich arbeite jetzt seit etwa 3 Jahren bei Rollo...äh...Mister Vega.
Ich hatte eine Tour zur Erde und da gab mir Rollo einen Chip mit, den ich unter allen Umständen nur Ihnen persönlich übergeben sollte.
Ich weiß nicht sehr viel darüber, nur, daß offensichtlich einer meiner Kollegen auf einem Planeten, der sich Brrunolistro oder so nennt, Mitglieder der Crew gesehen haben will.
Auf dem Chip gibt es die genauen Koordinaten und sogar ein paar Aufnahmen von Überwachungskameras bei der Polizei, wo einige Crewmitglieder arrestiert worden sein sollen.
Fragen Sie mich nicht, wie Rollo daran gekommen ist, aber es waren zweifelsfrei Besatzungsmitglieder der Picard, wie der Kollege berichtete."

"Wissen Sie, was sie dort gemacht haben?"

"Laut Rollo waren die wohl auf Urlaub."

"Auf Urlaub. Na ja, man brauchte den wohl."

Die Admiralin legte den Chip in einen Computer und startete die Übertragung.

"Soll ich lieber gehen?" Pierre erhob sich.

"Nein, Sie können gerne bleiben. Es wäre ja wirklich eine tolle Nachricht, die der alte Raumbär mir gebracht hätte, wenn sich das bewahrheiten würde."


In der Mitte des Raums entfaltete sich ein Hologramm, das zunächst den alten Rollo zeigte, wie er leibte und lebte:
"Hallo, Kleines. Wie geht es dir dieser Tage? Prügelst du dich immer noch mit den griesgrämigen Verwaltungsfuzzis herum, die einem schon immer das Leben zur Hölle machen konnten.
Ich hoffe, dir und deinem Göttergatten Charles McGregor - Charlie - geht es ok, wenn man mal von den politischen Widrigkeiten absieht.
Sowie ich mal wieder in der Nähe von Terra bin, müssen wir unbedingt einen Zwitschern.

So, jetzt aber zum Geschäftlichen: Ich denke, ich habe eine wirklich gute Nachricht für dich, denn der Picard scheint es den Umständen entsprechend gut zu gehen, und auch ihrer Crew.
Ich denke, das kann man den Angehörigen durchaus mitteilen.

Einer meiner Piloten war vor etwa einem Jahr auf einem ziemlich abseits zwischen den großen Galaxien gelegenen Planeten, der sich im einheimischen Gekrächze etwa wie 'Brrunolistro' anhört. Auf meinen Karten ist er nur mit einem Kürzel erwähnt. RH 6759 Y Delta.
Ein Planet, der noch nicht einmal Raumfahrt selbst in geringster Form betreibt.
Die genauen Koordinaten findest du am Ende der Übertragung mit allen Daten, die ich auftreiben konnte und die mir mein Fahrer berichtete.

Mein Mann sollte einen etwas zwielichten Herrn in einer geheimen Mission dort hinbringen.

Während der Tage seines Aufenthaltes hörte er immer wieder Geschichten von Fremdlingen aus dem Norden, die dort Probleme mit den Einheimischen gehabt haben sollen.
Einer von denen hatte auch eine Weile im örtlichen Polizeirevier verbracht.
Und weil er sich weigerte, eine der lokalen Schönheiten zu ehelichen, gab es riesigen Streß.

Mein Fahrer, der diese Geschichte vom Dorfpolizisten hatte, konnte ihn überreden, ihm mal das Filmchen zu zeigen. Und er war sich sicher, den Insassen zu kennen: Ein Mann namens Hohardus Edzardus, mit dem er mal auf die Akademie gegangen war.
Und Mister Edzardus hatte ihm noch erzählt, daß er auf dem neuesten Forschungsschiff, der Picard, angeheuert habe.

Er bestach den Bullen und machte sich eine Kopie der Aufnahmen, die du ebenfalls gleich ansehen kannst.

Als der Fahrer wieder zurück in der Umlaufbahn war, überprüfte er die Umgebung und fand Spuren eines WARP-Sprunges, der natürlich nicht von diesem Planeten herrühren konnte.
Die Richtung des Sprunges konnte noch rudimentär festgestellt werden.

OK, wir wissen nicht 100 %ig, ob es tatsächlich die Picard war, aber ihr werdet die Filmaufnahmen sicherlich dem Edzardus zuordnen können, genau wie das Sprachmuster.
Und es waren ja auch noch andere darauf zu sehen, die sicherlich auch identifizierbar sind.

Leider hatte ich es etwas verpennt, dir die Sachen schneller zukommen zu lassen, aber ich hoffe, du kannst mir noch mal verzeihen. Es gibt weiter keine Hinweise darauf, wo das Schiff jetzt ist, aber ich dachte, daß ihr damit endlich einen tatsächlichen Beweis dafür habt, daß die Picard noch unter uns weilt.
Da müssen die politischen Lackaffen doch endlich mal etwas mehr Kohle locker machen, um denen da draußen zu helfen.

Ich trinke auf dich, Charlie, die alten Zeiten und die Picard einen ordentliuchen Schluck echten schottischen Maltwhiskeys. Prost, Sareth, laß es dir gut gehen!
Wir hören von einander."

Rollo verschwand und statt desen erchiehn eine Karte des Sektors zwischen den Galaxien, dazu der Planet selber, wie ihn der Taxifahrer aufgenommen hatte, und alle verfügbaren Daten über ihn und seinen Zentralstern.

Und dann noch der Film aus der Arrestzelle, bei dem sich Pierre fast verschluckte vor Lachen.


Die Admiralin schien plötzlich wie ausgewechslt und jugendlich:
"Ich danke Ihnen sehr, daß Sie mir die Nachricht überbracht haben. Wenn Sie noch etwas Zeit auf Terra haben, würde ich mich freuen, wenn Sie meinen Mann und mich mal in Schottland besuchen würden."

"Leider muß ich morgen schon wieder los, aber ich werde Rollo alles erzählen."


Sareth drückte auf das Com und das Fräulein erschien: "Miss Meinecke. Lassen Sie meinen Gleiter vorfliegen und diesen Piloten hier zu seinem Hotel bringen. Und zahlen Sie ihm für seine Aufwendungen 500 Kredits."

Pierre wollte protestieren, aber der Blick Sareths ließ das nicht zu.

Kaum, daß Pierre verschwunden war, ließ sie eine Verbindung zu Charlie herstellen, um ihm die Neuigkeiten zu berichten.
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