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Friedensinitiative II - Log 3- Dalok Rul
#1
Im Senatsgebäude

Rul stand mit einem seiner Beführworter im Hof des Senatsgebäudes und unterhielt sich angeregt.

„Hmm..jaja, die haben mir hier eigene Räumlichkeiten angeboten, so als Senator, Sie verstehen. Ein Büro.“ Er lachte ungehobelt.
„Dabei wissen die doch genau, dass ich den Rul Tower höchst selbst erbauen ließ – stellen Sie sich mal vor, mein Guter, ein Büro ohne geile Vorzimmerdame! Das hätten die gerne, diese muffigen Spießer. Nee, nee. Meine Regierungsgeschäfte finden innerhalb des Towers statt, ganz nah am Volke; dort wo gelebt wird!
Nicht so abgeschieden in diesem uralten, verstaubten Gemäuer voller Kleingeister und Kapitalismusverweigerer.“

„Sie sind ein sehr fortschrittlicher Mann, Ihhai Rul. Ich kann gar nicht verstehen, dass sich Leute Ihren neuen Ideen so verschließen.
Ich glaube, Sie werden unser Volk zu einer nie dagewesenen Größe führen können!“

Rul grinste schief.

„Wenn Sie, verehrter Ihhai Rul, mich vielleicht imlaufe der Karriere nicht vergessen; vielleicht irgendwo einmal wohlwollend erwähnen möchten -“

„Ach, gewiss, gewiss“, antwortete Rul beiläufig und winkte gönnerhaft ab.

Die Augen seines Gegenübers glänzten.


Etwas später.


Ein untersetzter, dicker Romulaner stand fuchtelnd und laut redend inmitten des architektonisch zweifelsohne herausragenden Zentralbahnhofs, einem - dank seines Mangels an holografischen Werbungen - angenehmen Durchgangsort und eine stets von Touristen begehrte Sehenswürdigkeit.

Der Romulaner wusste ganz genau, wie er seine neue Machtposition nutzen wollte.

Dalok Rul befand sich dort mit einem Senator, der für den Distrikt des fraglichen Bahnhofes zuständig war und zwei weiteren Beamten, die eine Art Verwaltungsposition innehatten.
Außerdem standen dort noch mehrere Männer und Frauen; offenbar stammten sie von einer Agentur, die sich mit Design und Inneneinrichung beschäftigte.
„Irgendetwas Kreatives“ machten sie, das verriet zumindest ihr etwas exzentrischer Kleidungsstil.

„Der Jahrestag der Besiedlung nähert sich!“
Rul räusperte sich und machte eine auslandende Geste in die Umgebung.

„Sehen Sie sich bitte diesen Antiquierten Schuppen an, dieses urzeitliche Bauwerk! Wenn man hier reinkommt hat man schon das Gefühl, man wird zurück ins Mittelalter versetzt. Da will man gleich wieder raus. So lässt sich kein Geschäft machen. Das geht so nicht, meine Herren!“

Einer der Designer nickte zustimmend.

„Es ist dermaßen outdated, einfach nur totally not fancy. Da fehlt der Groove.“

Rul fragte sich, ob dieser Mann ob seiner seltsamen Betonung und der wasserstoffblondierten Haare vermutlich zum anderen Ufer gehörte, nahm dann jedoch Abstand vonn der Idee ihn zu feuern, da er zweifelsohne zu den Besten seines Metiers gehörte.

„Wissen Sie, ich trete ja ein für die Erhaltung unserer Kultur, aber ich bin eben auch Geschäftsmann“, sagte er.
„Daher muss man das beides irgendwie...verbinden.“

Er untermalte diese Aussage, indem er seine fetten Wurstfinger ineinander verschränkte.

„Aus diesem Grund möche ich Sie beauftragen, Sie haben das richtige Auge für etwas Neues, etwas Lautes, Buntes, etwas mit...mit POP, was die Kunden anzieht wie Kadaver einen Ssaika.
Ich darf mich nicht zu sehr in den trockenen Einöden der Politik verlieren, Business liegt mir einfach im Blut! Da ist der Gewinn manchmal wichtiger, da muss man Kompromisse machen. Also bitte weg mit diesen öden Emaille-Kugeln, die sie seit hunderten von Jahren überall aufhängen. Das hat einfach kein Oompf.“

„Aber natürlich, Ihhai“, antwortete eine der Designerinnen, „was also schwebt Ihnen vor?“

„Mit der Zustimmung von Senator T'Ral-“
Er nickte mit einem gespielten, breiten Lächeln in die Richtung des Senators, der sich sichtlich überrumpelt fühlte -“würde ich dieses Altenheim von Bahnhof gerne in ein aufregendes Brimborium an Dekorationen und Verkaufsständen für das diesjährige Fest verwandeln!“

„Das klingt absolut fabulous!“, ließ der Blonde vernehmen, der sich die ganze Zeit vielsagend umschaute und Notizen auf einem Padd machte.
„Ich kann Ihnen da schon ein paar Ideen pitchen, ahe-he-he-he.“

„Hier zum Beispiel“, fuhr Rul fort, „könnte ich mir sehr gut eine temporäre Beauty-Ecke vorstellen – Haare, Makeup-to-Go, Styling-Beratung, Sie wissen schon! Sexy aussehen wie S'Task oder so, meine PR-Abteilung soll sich da mal Gedanken machen.
Viele Shopinhaber meines Towers würden es lieben! Die Kunden auch, versteht sich - und dort oben, wo das Banner von diesem Menschenaffen Tr'Kaleh hängt, stelle ich mir ein riesiges, bunt leuchtendes Raumschiff vor, das Modell der Besiedler, mit Disco-Halo und exzeptionellen Sparcle-Effects-“

„Giving you glamour fantasies!“, unterbrach ihn der Blonde,

„Sie sagen es, und ebenfalls stelle ich mir vor, dass eine Meile aus massenwarenmässig angefertigten traditionellen Speisen da hinten extrem gut kommen würde, Popcorn, Zuckerwatte undsoweiter! Und dort-“

„Ihhai Rul“, warf der andere Senator nun endlich ein.

„Ich bin mir ja nicht sicher, inwieweit sich das ganze realisieren lässt, aber-“

„Papalapapp, realisieren! Ich bitte Sie!“
Dann beugte er sich zu dem Mann hin.
„Meine Medienverlage würden sich freuen, wenn ich denen ein paar interessante Details über das ein oder andere Faux Pas Ihres Lebens zustecke, meinen Sie nicht?“, gluckste er in das Ohr des Senators, um dann seine ausschweifenden Fantasien über die Dekorierung des Bahnhofes fortzuführen.

„Das Volk will Unterhaltung! Ablenkung! Brot und Spiele! Gerade jetzt zu Zeiten politischer Unsicherheit!“


Eine Stunde später.


Rul hetzte schnaufend aus dem Gebäude auf seinen Luxusgleiter zu, in den Händen die abgenutzte Aktentasche, die er immer bei sich trug.

„So, das wäre erledigt“, sagte er zu sich selbst, während er den Gleiter aufschloss und die Akzentasche auf den Rücksitz warf, „jetzt kommt das nächste. Elemente, ich arbeite mich wirklich ins Burnout für dieses Volk!
Aber ich kann nicht zulassen, dass dieser Tr'Kaleh einfach so mir nichts, dir nichts diese Konferenz mit den Klingonen veranstaltet, unbeaufsichtigt!
Da muss ich mir jetzt selbst mal die Hände schmutzig machen. Das ist zu wichtig alsdass ich das irgendeinem meiner fliegenden Affen überlassen kann.“

Er aktivierte einen Holoemitter, der ihn binnen einer Sekunde in einen stattlichen Rihannsu verwandelte, in der Uniform von Tr'Kalehs Leibgarde.
Tr'Kaleh kannte zwar seine Männer allesamt – dies jedoch würde nicht verhindern, dass der fragliche Mann, in dessen Gestalt Rul sich gewandelt hatte, zum Tage der Konferenz auf seltsame Weise verschwunden und durch Rul ersetzt sein würde.


NRPG nächstes mal mit dem richtigen account Uff
[Bild: LdhDcRs.png]
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#2
sehr gut! Welcome back! "Ich arbeite mich ins Burnout" =)
[Bild: Sareth-neu.jpg]
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#3
Danke! Es macht so einen Spaß den zu schreiben!
Ja der gute dalok reibt sich auf wenn es um das Wohl seines Volkes geht ...
[Bild: LdhDcRs.png]
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#4
Rul ist so großartig weil mit ihm alles geht, aber er zu narzisstisch und tölpelhaft ist für Powerplay.
Trotzdem kann ich mit ihm sogar den Bahnhof verunstalten. Ich liebe es sowas zu schreiben Ultragrins schön die ganze ästhetische Stadt mit furchtbarer konsumsucht zerstören. :-) trKaleh muss dann aufräumen.
[Bild: LdhDcRs.png]
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