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ISDA Log 48 Haddus / Adolf
#1
==========  Ein paar Stunden nach den letzten Ereignissen  ==========

Haddus hatte derzeit tatsächlich de facto das Kommando über die Picard, denn die beiden Möchtegern-Kommandeure hatten nun mal leider keinerlei Erfahrungen im Führen eines Schiffes, wie es die ISS Picard war, allerdings war auch Haddus in einer Position, die er nie zuvor inne gehabt hatte.
Aber er durfte natürlich diese Tatsache natürlich nicht augenscheinlich werden lassen.
Cool bleiben, war angesagt, auch wenn es manchmal etwas schwer fiel.

Vandenberg, der der Meinung war, er sei nun der CO hatte zwar sehr fundierte Kenntnisse von allen Regeln der Sicherheit und natürlich auch deren Anwendungen. Gesetze und Vorschriften waren wie die roten Blutkörperchen einfach in ihm drin.
Er kannte sich auch hervorragend in allen Methoden der Verhörstechniken oder des Folterns aus.
Und auch als Sodat war er sicherlich ein tüchtiger Mann, aber er hatte eben keinerlei blassen Dunst von der Führung eines Schiffes, von dessen Navigation oder gar der Technik. Und er hatte auch, das hatte Haddus inzwischen in Erfahrung gebracht, nie einen Spezialkurs für eine solche Aufgabe gemacht.

Und auch seinen ebenfalls selbst ernannter XO, diese Krähe von Rabenstein, war für so einen Job völlig ungeeignet. Der kannte sich prima in den Vorschriften seiner Religion oder der Bibel aus. Und da er innerhalb der Inquisition auch noch geheimdienstliche Aufgaben erfüllte, war er auch auf diesem Gebiet in allen seinen Facetten ein absoluter Experte. Aber auch er wußte nicht, was geschah, wenn irgendwelche Nachrichten aus dem Schiff einliefen, die etwas mit Technik zu tun hatten. Und er wußte ganz sicher nicht, wo sie gerade waren, wenn es ihm der Computer nicht auf seinem Niveau erklärte.
Diplomatisch war er sicherlich mit allen Wassern gewaschen, aber zum Beispiel war er bei der Besatzung keineswegs beliebt, höchstens gefürchtet.

Und die CoS, die ja urplötzlich, trotz der nachgewiesenen Morde, in der Gunst der Kommandeute wieder aufgestiegen war, hatte das gleiche Manko.
Sie hatte zwar mal einen Crashkurs gemacht, damit sie im Notfall mal auf der Brücke eine Vertretungsschicht leisten konnte, was aber keinesfalls für wirklich Krisensituationen ausreichte.

Das war bei Haddus anders. Nicht nur sein Alter Ego Adolf Kaiser war entsprechend ausgebildet, sondern auch Haddus selber, denn es war selbstverständlich, daß sich ein guter Navigator mit der Führung eines Schiffes auskannte.
Allerdings hatte er den Nachteil, nicht auf vielen der neuen Techniken an Bord geschult worden zu sein, dafür war er einfach zu lange weg von der Flotte. Er wußte natürlich, wie Alles grundsätzlich funktionierte, aber er hatte bisher noch keine Gelegenheit gehabt, sich wirklich mit allen Kleinigkeiten vertraut zu machen, obwohl er in jeder zur Verfügung stehenden Pause daran arbeitete.

Die mehr als bemerkenswerte Begnadigung und nahezu Beförderung der CoS, die offensichtlich mit stiller Duldung der Krähe Rabenstein stattgefunden hatte, gab reichlich Stoff zu Nachdenken, ob man daraus für ihre Sache Profit ziehen konnte?
Vandenberg und Rabenstein wußten, daß Quinn eine Mörderin war, ließen aber Fünfe gerade sein. Warum? Was versprachen die sich von einem solchen Handeln?
Aber er würde schon noch dahinter kommen.

Was ihm deutlich mehr Sorgen machte, war das Verhalten von Rabensteins. Je mehr er darüber nachdachte und jede Minute analysierte, die er mit dem Knaben zusammen gewesen war und gesprochen hatte, wurde ihm immer deutlicher, daß der Bastard in irgendeiner Form Gedanken lesen konnte. Zumindest war er in der Lage, Emotionen seines Gegenübers zu erraten, festzustellen, ob dieser log oder die Wahrheit sagte.
Ein auf zwei Beinen wandelnder Lügendetektor!
Das wiederum bedeutete, daß er sich extrem am Riemen reißen mußte, wenn dieser Mensch in seiner Nähe war.
Weiterhin wurde er sich darüber klar, daß der Kerl in hatte testen wollen, als er den lateinischen Satz hatte fallen lassen, den er nicht verstand. Er hatte recherchiert, daß auf diesem imperialen College Latein grundsätzlich gelehrt wurde, und zwar in allen Zügen, mit einer Ausnahme: Dem technischen Zug, denn dort wurden fast nur technische und naturwissenschaftliche Dinge unterrichtet, und dazu noch einige wichtige in der Galaxis gebräuchliche Sprachen, wie Klingonisch oder Romulanisch. Und er wußte, daß sein Adolf DORT gelernt hatte, was aber dieser Krähe offensichtlich unbekannt war.
Trotzdem hatte er sich die Blöße gegeben eine hundertstel Sekunde zu zögern, was diesem Mistkriebel sicherlich aufgefallen war. Und der würde das natürlich als 'Lüge' einordnen, was ja auch nicht ganz unberechtigt war.
Das durfte keinesfalls mehr vorkommen.
Aber er vermutete stark, daß diese Krähe ihn verdächtigte, auf der falschen Seite zu stehen.
Und dieser Vermutung mußte er natürlich entgegenarbeiten, denn er konnte und durfte, wenn ihr Plan dann doch noch Erfolg haben sollte, diese Position, in der er derzeit war, unter gar keinen Umständen gefährden.

Ärgerlich war, daß neben Sokar, der ja nun mal, und das mußte auch Haddus zugestehen, das Hirn hinter dem ganzen Plan war, alle seine Mitverschwörer im Knast saßen. Vor allem das Fehlen Mahans war ärgerlich, weil genau der ja seine Aufgaben innerhalb der Maschine erfüllen sollte und mußte, denn dafür brauchte man technische Kenntnisse, die Haddus selbstredend nicht besaß. Schließlich war er kein Ingenieur.

Nalae und Rewdak empfand er nur sehr bedingt als Verlust, aber Sokar war da was anderes, denn der kannte alle Schliche der Diplomatie und des Intrigierens, wie es derzeit nur Rabenstein und Vandenberg verstanden. Um diese Typen auf ihrem eigenen Feld zu schlagen, brauchte er Sokar!

Allerdings war es keinesfalls möglich, jetzt einfach in den Arrestbereich schlendern und diese Leute rauszulassen, denn das würde sofort seine Liäson mit denen auch dem Blindesten klar werden lassen.
Im Gegenteil! Er mußte denen gegenüber brutal und rücksichtslos vorgehen, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen.
Sokar würde das, wenn er denn klar im Kopf wäre, umgehend verstehen, aber diese minderbemittelten drei anderen wahrscheinlich nicht.
Und Sokar schien immer noch in einem Zustand zu sein, der ihn unzurechnungsfähig und inkooperativ machte.

Er befand sich in einer Situation, die sie vorher bei den Planspielen niemals durchdacht hatten. Und er war in solchen Sachen keinesfalls geübt, zumal er eben bei Kapeiken wie Vandenberg und Rabenstein auf diesem Sektor formidable geübte und skrupellose Gegner hatte.


==========  Etwa 1 Stunde später  ==========

Da Vandenberg und Rabenstein durch Abwesenheit von der Brücke glänzten, saß natürlich immer noch Adolf im Captain's chair.
Mit dem Rest der Mannschaft kam er gut zurecht, seit er für die unruhigen Friedensbewegten eine gute Lösung verhandelt hatte, wobei natürlich das 'Kommando' sehr genau wußte, daß man ohne diese Frauen und Männer das Schiff gleich nachhause fliegen konnte, geschweige denn in ein Manöver der beiden größten Flotten der Galaxis.

Drüben auf dem Kommandoschiff der Romis gab es jetzt einen Admiral, der das Kommando übernommen hatte, während auf dem Führungsschiff des Imperiums ein kleiner Leutnant versuchte, den Kahn irgendwie am Laufen zu halten.

Da wurde ein Ruf der Admiralität gemeldet.
"Auf den Screen!" befahl Adolf.
Ein schwergewichtiger Mann mit Glatze und jeder Menge Metall am Busen erschien auf dem Schirm. Zudem hatte er die Zeichen eines 5-Sterne-Admirals am Hals.

"Admiral Jellico! Was gibt uns die Ehre?"

"Ah. Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor. Sind Sie nicht der Sohn von Oberst Kaiser, dem Kommandeur der 6. Flotte?"

"Ich freue mich, daß Sie sich an meinen Vater erinnern, Sir."

"Sie sehen ihm sehr ähnlich. Aber, wenn ich mich nicht täusche, sind Sie erst Lieutnant. Was machen Sie in der Position eines Captains?"

"Nun, Sir. Wie Ihnen sicherlich mitgeteilt wurde, hat es an Bord der Picard ein paar Unregelmäßigkeiten gegeben. Dabei kamen der Captain und der EinsO ums Leben. Das juristische Kommando haben deshalb der Flottensicherheitsmann Vandenberg und der Inquisitor Rabenstein übernommen, die aber Beide über keine Kenntnisse der Schiffführung verfügen, weshalb ich in der Position bin."

"Gut. Bitte rufen Sie die Beiden sofort auf die Brücke, denn es gibt einige neue Entwicklungen."

Adolf ließ die Beiden über das Kom rufen, und kurz darauf erschienen sie und begrüßten den Admiral.

"Meine Herren, ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, daß das Oberkommando der Flotte beschlossen hat, einen Admiral auf der Picard zu stationieren, der das Manöver mit unseren Aliierten leiten wird.
Da der eigentliche CO, der für das Manöver extra geschult worden war, nicht mehr unter uns weilt, warum auch immer, mußten wir so handeln
Und diese Funktion werde ICH PERSÖNLICH übernehmen, da meine Jacht nur etwa 5 Stunden von Ihnen entfernt ist. Von der Außenstation Deep Space 17 wollten wir das Manöver beobachten und die taktischen Bewegungen studieren, aber in diesem Fall mußten wir schnell entscheiden, zumal die Romulaner schon einen eigenen Admiral vor Ort haben.

Bitte bereiten Sie die Picard schon mal auf die volle Kampfbereitschaft vor, wobei ich sage, daß dieses bei Lieutnant Kaiser in guten Händen sein wird, solange, bis ich die Sache persönlich übernehmen werde.
Kümmern Sie sich solange um die Sicherheit an Bord, denn solche Dinge, wie sie in den letzten Tagen vorgekommen sind, dürfen nicht wieder geschehen.

Und noch etwas: Sie behandeln die Gefangen ordentlich, denn ich habe die Absicht, den Verhören persönlich beizuwohnen.
Wir sehen uns in wenigen Stunden. Jellico, over and out."

Da war es nur gut, daß der kurze Ausflug Rewdaks, um seine Angebete zu retten, kurz danach von den Sicherheitskräften unter Vandenberg beendet worden war und diese wieder sicher, und jetzt in Einzelzellen, untergebracht waren.
[Bild: hohardus.jpg]
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#2
Ohh cool, Admiral Jellico die alte Spalte!
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#3
Man munkelt er habe ein wenig zugenommen :huh: :grins:
[Bild: ttH8MT0.jpg]
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#4
zu viel mcdonalds :blush:
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