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Projekt Brieftaube - Log 3 - Druckversion

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Projekt Brieftaube - Log 3 - Sareth - Thu-Nov-2019

*** Erde / San Francisco / Apartment von Admiral T'Khellian ***
 
Sareth öffnete die Fenster, um die frische Abendbrise herein zu lassen. Immer aufs Neue im Hochsommer war sie froh, dass sich das Sternenflotten-Oberkommando und demzufolge die Wohnungen der Admiralität zu einem großen Teil hier in dieser Stadt lagen. Das Klima war wirklich angenehm - genau die richtige Mischung zwischen Kühle und Feuchtigkeit und Sonnenwärme.
 
Hinter ihr liefen auf der Holoprojektionsfläche des Wohnzimmers die Abendnachrichten von INN. Hauptthema war natürlich der Friedensvertrag zwischen Klingonen und Rihannsu. In den vergangenen Tagen waren die historischen Worte Kanzler Kvorags und Prätor Tr'Kalehs in zahlreichen Sprachen und Dialekten auf den Telekommunikationsgeräten der verschiedensten Spezies erklungen. Schon jetzt war klar, dass dieser Moment seinen Platz in den Geschichtsbüchern finden würde. Einer dieser Momente, in denen die Geschichte auf Messers Schneide gestanden hatte. Theoretiker wagten sich kaum auszumalen, was geschehen wäre, wenn die Rettung der beiden Staatsoberhäupter nur einen halben Tag später erfolgt wäre. Beide Mächte hatten ihre Flotten in Kampfbereitschaft versetzt und ein verheerender intergalaktischer Krieg, in den die Föderation auf jeden Fall hinein gezogen worden wäre, hätte die Prosperität, wenn nicht gar die Existenz aller Bewohner des Alpha- und Betaquadranten bedroht.
 
Unterdessen war Turan nach Ch'Rihan zurück gekehrt. INN brachte die Zusammenfassung seiner Rede vor dem Senat und dann seine Schlussworte:
+... wissen wir nicht, welche Prüfungen die Elemente in Zukunft für die Völker dieser Galaxis bereit halten. Aber wir wissen, dass wir sie mit vereinten Kräften, gemeinsam, besser werden meistern können. Wir wissen, dass die Kenntnisse, Fähigkeiten und Begabungen der Klingonen wie der Rihannsu zu einem tragfähigen Fundament einer Zukunft werden können. Wir wissen, dass uns eine neue Ära der Prosperität bevorsteht! Ein jedes Mitglied dieses Senates kann und muss seinen Beitrag dazu leisten. Ein jeder Rihannsu und ein jeder Klingone muss seinen Beitrag leisten - ganz persönlich. Dann wird diese Zukunft keine ferne Vision bleiben.+
 
Die Nachrichtensprecherin fuhr fort mit den Reaktionen aus Senat und Öffentlichkeit, die im Allgemeinen positiv waren. Schon deshalb, weil man es sich nun mit der offiziellen Richtung nicht verderben wollte. Eine kleine Gruppe von Gegnern des Friedensvertrages hatte am Kriegerdenkmal demonstriert, während am Nachmittag unter dem Vorsitz des Prätors die Konstruktion des projektierten gemeinsamen Außenpostens bekannt gegeben wurde.
 
"Das dürfte ein interessanter Arbeitsplatz werden," ließ Charlie vom Abendbrottisch verlauten.
 
"Ja, allerdings! Dagegen wird man die Situation auf der Starbase Unity als gemächlich bis langweilig bezeichnen können!" Sareth kehrte mit einer Obstschale und einem Baguette aus der Küche zurück und nahm neben ihm Platz.
 
"Ah! Leckere Boskoops!"
 
"Ja, das geht gerade noch nach dem Dinner heute mit der Admiralität. Meine Güte, acht Gänge! Wenn das zur Regel wird, müssen die Kommandantensessel und Schreibtischsessel demnächst alle eine Nummer breiter ausfallen."
 
Charlie griff einen Apfel. "Wie gut, dass die alten Sorten wieder angepflanzt werden..."
 
Die Nachrichten waren zur Situation auf Quo'nos übergangen, die sich in den letzten Tagen Kvorags Rückkehr sei Dank beruhigt hatte. Es gab zwar noch einzelne Scharmützel mit den Separatisten, besonders in der Ma'mak-Provinz, aber in der Hauptstadt herrschte wieder Ruhe und die Bevölkerung war eifrig mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Kvorag hatte eine Amnestie erlassen für jene, die sich in gebührendem Maße am Aufbau beteiligten - ein schlauer Schachzug.
Die Nachrichten fuhren mit der jüngsten Rede des Föderationspräsidenten fort, der nunmehr auch die Chancen für eine friedliche Zusammenarbeit in rosigsten Tönen beschwor.
 
"Ha, nun hör' dir das an," brummte Charlie kauend. "Nun bleibt ihm auch nichts anderes übrig, wenn er nicht wirklich schlecht auf seinem Posten aussehen und die Wiederwahl vergessen will. - Gibt es denn schon irgendwelche Hinweise, wer hinter dem Anschlag auf Ma'mak steckt?"
 
"Die Arbeit der Ermittlerkommission ist unter Verschluss," antwortete Sareth. "Ich habe lediglich munkeln gehört, dass die Separatisten verwickelt seien. Die Frage ist, ob sie allein tätig waren, oder jemand von außen sie unterstützt hat."
 
"Nun, dafür gibt es eine Menge Kandidaten... Aber nun, da die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung gebannt ist, werden hoffentlich wieder Ressourcen für die Rückführung der 'Picard' frei! Ich habe heute morgen mit einem alten Bekannten von Vegas Taxenzentrale gesprochen. Es gibt Anzeichen, dass die 'Picard' die Ausläufer der Milchstraße erreicht hat."
 
Sareth schaltete die Nachrichtenübertragung aus und ließ sich die Details berichten. "Das entspricht dem wahrscheinlichen Aufenthaltsort, den ich mit meinem Team errechnet hatte," sagte sie dann. "Das Problem ist, dass keine der Transwarpsonden, weder die von uns noch aus dem romulanischen Imperium, eine Spur der 'Picard' aufnehmen konnte. Nicht einmal  ... Trümmer. Das Schiff ist schlicht nicht im errechneten Umkreis zu finden. Wir haben den Sondierungsradius jetzt auf maximale Reichweite erhöht, bisher aber immer noch nichts entdecken können."
 
"Was ist mit der Arxstraße in Subquadrant 24b? Falls sie es bis dahin geschafft hat--"
 
"-- müsste sie schon im Alphaquadranten aufgetaucht sein. Aber keine der Monitoringbojen in und an der Arxstraße hat etwas registriert. Mit Ausnahme einer Art Chronitonwelle."
 
"Eine Chronitonwelle?!"
 
Sareth nickte. "Ich habe die Nachricht vorhin erst bekommen und wollte dir nach dem Essen davon erzählen. So, wie die Parameter aussehen, ist das Phänomen etwas völlig Neues in der Temporalen Physik. Ich treffe mich morgen mit einigen Experten."
 
"Das sieht ja aus, als ob wir die 'Picard' nicht am falschen Ort, sondern in der falschen Zeit suchen! Das würde Einiges erklären..."