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Friedensinitiative II - Abschlusslog - Druckversion

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Friedensinitiative II - Abschlusslog - Turan - Tue-Oct-2019

*** Auf dem Weg nach Ma'mak***

In ihrem abenteuerlich aussehenden Fluggerät, das mit seinem rostigen, verbeulten Äußeren alle täuschen konnte, die Baru, seinen Schöpfer nicht kannten, waren Maag und Lhoal unterwegs ins Sperrgebiet.

Die Nachrichten, die der Bordempfänger zwischen durch immer einmal bruchstückhaft auffing, verhießen nichts Gutes. Das Reich schien derzeit ohne handlungsfähige Regierung zu sein und Separatisten und Unzufriedene nutzten die Gunst der Stunde. Derzeit hatte ein alter Kriegsveteran das Gebäude des Hohen Rates besetzt und drohte den Romulanern mit Krieg. Eine Spionagesonde sei abgefangen worden, hieß es. Seitens Ch'Rihan war ein Dementi gekommen; es habe sich lediglich um eine Suchsonde gehandelt, die nach Prätor tr'Kaleh fahnden sollte. Die Prokonsulin hatte mit 'ernsten Maßnahmen' gedroht, wenn nicht endlich 'vollumfängliche Aufklärung' über das Attentat erfolgte. Doch die Region von Ma'mak war in der Hand eines Warlords, der sich um nichts als eine eigene glorreiche Fama sorgte...

"Wir sind in zwei Minuten im Sperrgebiet," brummte Maag und studierte die Anzeigen auf seinem altertümlichen Display. "Das bedeutet: in Feuerreichweite. Ich aktiviere die Panzerung und die Tarnung."

Lhoal, der neben ihm im Copilotensitz saß, überwachte Sensoreninput und Waffensysteme. Obwohl er schon nach ein paar Flugminuten die klingonischen Zeichen wieder aus dem Gedächtnis abrufen konnte, machte ihm der unorthodoxe Aufbau des Schiffchens zu schaffen. Schaltpläne, Subroutinen - nichts war, wie man es erwartet hätte. Das mochte bei Hackern seine Vorteile haben, aber in seinem Fall  bedeutete es eine zusätzliche Hürde. Plötzlich heulte ein Alarm auf. Maag trat gegen eines der Panels. Der Ton stoppte, aber das Warnsignal blieb.
"Wir haben ein Kühlflüssigkeitsleck im zweiten Tank," rief Lhoal, während er hastig das Ausmaß des Schadens einzuschätzen versuchte. Das Loch schien minimal. Vielleicht hatte sich eine Schraube gelöst und war gegen den Tank geprallt.

Maag grollte einen Fluch gegen Baru, dessen Handwerk wohl nicht mehr das war, was es früher gewesen war und warf einen Blick auf die Anzeigen. Sie verloren Kühlflüssigkeit. Nicht viel, und es war auch nicht gefährlich - aber fatal für ihre Tarnung! "Verdammt, wir werden wie ein Nordlicht leuchten!" Der Klingone riss das Steuer hoch, aber im selben Moment schrammten die ersten Schüsse über den Bauch ihres Fluggeräts.

Lhoal fühlte sich gegen die Sitzlehne gepresst, und in der nächsten Sekunde gegen die Stahlbügel der Gurte, als Maag das Schiff wieder herumriss. Lhoal versuchte, die Bordkanonen auf die Batterie auszurichten, die sie unter Beschuss genommen hatte. Feuerblitze tanzten über Schneefelder und dunkle Geschützkuppeln.

"Haah! Das macht doch mal wieder Spaß!" brüllte Maag. "Gib ihnen Saures, Spitzohr!"

Aus dem Bordlautsprecher klang die Aufforderung sich zu ergeben und zu landen. Aber das war natürlich keine Option. Das geplagte Schiff geriet arg in Bedrängnis, aber die Panzerung hielt, trotz eines Torpedoeinschlages, der den Unterbau und die Landekufen demolierte.

Endlich waren sie aus der Reichweite der Separatistenstellungen. Die rote Kühlflüssigkeit wie eine Blutspur hinter sich herziehend, setzte das Schiff seinen Flug fort. Nach einer Weile wagten sie sich wieder tiefer und schwebten bald über der Ruine, die einst Ma'mak gewesen war. Wie ein großer hohler Zahl reckten sich die geschwärzten Mauerreste nach oben.

Maag war plötzlich ganz still. „Eines unserer ältesten Heiligtümer… Wer kann soetwas getan haben…“ sagte er dann, während sie tiefer und tiefer gingen.

„Ein Barbar – ganz gleich, wer der Täter war,“ antwortete Lhoal. Das Schiff setzte auf. Eine Fontäne aus Eiskristallen wirbelte gegen die Cockpitfenster. „Es sah nach einer Antimaterieexplosion aus, aber das kann täuschen. Die Spezialisten werden es sicher herausfinden.“

„Ja, wenn es keinen Krieg gibt und es bald überall so aussieht!“

"Ich suche nach Lebenszeichen..." Die Außentemperatur betrug minus 50 Grad und gerade schien sich ein neuer Sturm zusammen zu brauen. Wenn irgendjemand diesen Anschlag überlebt hatte, waren seine Chancen angesichts des Klimas in dieser Region gering. Lhoal erhöhte den Suchradius. Ein schwaches klingonisches Signal war zu erkennen, knappe sechzig Meter tief unter Fels und Trümmern... Beim nächsten Durchgang erfasste er eine Gruppe Klingonen, die sich Richtung Klosterruine bewegten. Vielleicht eine Suchmannschaft. Er richtete die Sensoren neu aus. Eine rihannische Biosignatur müsste doch...

"Ich habe ihn!"

"Was?!"

"Etwa 5,6 km von hier.... ein Rihanha und zwei Klingonen!" Hoffentlich keine Geiselnahme! Er ließ sich das Terrain über die Anzeige schalten. Die drei blinkenden Punkte, ein violetter, zwei blaue, bewegten sich langsam entlang eines Kliffs in RIchtung des Dorfes. "Ich versuche, ihn zu kontaktieren!"
Eigentlich müsste Turan einen Kommunikator tragen, aber nach allem, was geschehen war, könnte er beschädigt oder abhanden gekommen sein. Lhoal fühlte, wie die Anspannung sein Inneres umklammerte, während er das kleine Gerät an seinem Handgelenk aktivierte. Das rihannische Delegationsteam  besaß ein eigenes autarkes Komlink. Er gab seinen Code ein, doch die Anzeige zur Kontaktherstellung mit dem anderen Kommunikator unterblieb. Ein Sperrfeld oder irgendeine Störung? Oder war Turans Komlink tatsächlich beschädigt?
Er versuchte es noch einmal und endlich bekam er Kontakt. "Prätor Tr'Kaleh? Hier spricht Senator tr'Khellian. Können Sie mich hören?"

Es knackte und rauschte, ein paar Lautfetzen waren zu hören, kurz darauf aber deutlich: +...Tr'Khellian, wo sind Sie?+

"Gute sechs Kilometer von Ihrem Standort, in einem Schiff. Sind Sie wohlauf?"

+Ja, dank zweier Mönche des Klosters. Aber Kanzler Kvorag benötigt Hilfe. Haben Sie einen funktionierenden Transporter?+

Lhoal sah zu Maag der nickte. "Sollte der Fall sein."

"Exzellenz? Hören Sie? - Wir haben einen Transporter, aber wir prüfen seine Funktionalität. Ich melde mich wieder. Bitte bleiben Sie, wo Sie sind."

...

Eine gute dreiviertel Stunde später standen Turan, Kvorag und die beiden Mönche sicher im Cockpit des kleinen Schiffes und Maag schaltete den Transmitter ein, um der Öffentlichkeit die rettende Nachricht zu überbringen. Kurz darauf erschien auf zahlreichen öffentlichen Bildschirmen auf Quo'nos und auf den romulanischen und klingonischen Schiffen im Orbit das Bild von Kanzler Kvorag und Prätor Tr'Kaleh. Gezeichnet von den jüngsten Ereignissen wirkten sie wie zwei Waffenbrüder nach der Schlacht:

"Nach langer Arbeit und Verhandlungen, und ALLEN Widrigkeiten zum Trotz, allen Machenschaften der Feinde unserer Völker, der Feinde dieses Friedens, verkünden wir, Kvorag von Quo'nos, Kanzler des Klingonischen Reiches, und Turan, Prätor des rihannischen Imperiums, Frieden zwischen unseren Völkern!"
Kvorag riß Turans Arm in der traditionellen Siegesgeste nach oben.


RE: Friedensinitiative II - Abschlusslog - Hohardus Edzardus - Tue-Oct-2019

Klasse Log!