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  Zwischenlog 2 Vandenberg/LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sun-Feb-2020, 09:02 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

Erde/San Francisco / Akademie der Sternenflotte / Hörsaal 4.21

Nur der frühe Vogel fängt den Wurm.  Dies war einer der Sprüche, welche Vandenberg hasste. Es war 8:30 Uhr morgens und Vandenberg hatte nicht das Gefühl, dass hier irgendjemand bisher ein Erfolgserlebnis gehabt hatte. Und wenn man über das Studentenleben auch immer den abgedroschenen Spruch „Gaudeamus igitur“ zum Besten gab , so konnte man , wenn man einen Blick in die müden und gequält blickenden Gesichter der Kadetten warf, eher den Eindruck gewinnen, dass am Vorabend „Gaudi hamma imma nur“ geherrscht hatte. Jedoch wusste Vandenberg, auch aus eigener Erfahrung, dass die Ursache für die geringe Begeisterung der Anwesenden weniger an den Aktivitäten des Vorabends lag, sondern eher am Thema des Kurses: Taktik und Diplomatie. Einführungskurs.
Seit 1 Woche hatte der Alltag Vandenberg wieder. Nach dem Trubel der Rückkehr der Picard und den üblichen Sicherheitschecks, hatte man Vandenberg als Dozenten an der Akademie „geparkt“. Und hier versuchte er, überforderten Kadetten des Erstsemesters, die Grundlagen von Taktik, Strategie, Politik und Diplomatie näher zu bringen. Ein wirklich schwieriges Unterfangen. Schwieriger als der Weg zurück zur Erde jemals gewesen war. Erwartete die Sternenflotte wirklich, dass die Kadetten an diesem Kurs mit Elan und Interesse teil nehmen würden? Das hatte es noch nie gegeben und würde es noch nie geben. Das lag einfach am Thema. Doch immerhin hatte man dem ehem. XO der Picard eine gewisse Freiheit bei der Gestaltung seines Unterrichts gegeben. Vandenberg räusperte sich und eröffnete den heutigen Kurs "Politik und Diplomatie".

Va: Ladies und Gentlemen, guten Morgen und willkommen beim Kurs Politik und Diplomatie. Ich will Sie nicht lange mit einer Einführungsrede langweilen. Mein Name steht unter den Kursdaten und das Sie alle Captain Kirk als Helden der Galaxis nachfolgen wollen, ist dieser Kurs lediglich ein lästiges Hindernis. Fangen wir also mit dem Leitthema dieses Einführungskurses  an: Nur Nixon konnte nach China gehen.

Vandenberg erntete ein müdes Stöhnen. Er lächelte grimmig. Nun, diese Bande von Erstsemestern würde bald schon das Fürchten lehren. Gelinde gesagt.

——————————————————————————————————-

Ortswechsel:

Erde / Berlin / Campus der Sternenflotte / Vorplatz des HQs der DIA

Charles McGregor war schon seit Jahren nicht mehr an diesem Ort gewesen. Der Grund lag einfach darin, dass das Wort DIA bei Charlie immer ein Frösteln verursachte. Denn das Department of Internal Affairs der Sternenflotte war eben nun mal für die Dinge zuständig, welche in der Flotte schief gingen. Auf dieses Gelände zu kommen, war schon nicht einfach gewesen. Es hatte Charlie fast 3 Wochen gekostet, überhaupt eine Zugangserlaubnis zu bekommen. Doch jetzt hatte Charlie eine noch schwierigere Aufgabe vor sich: Den Chef dieses Ladens zu finden: Rufus LaSalle. Wenn er denn überhaupt da war.
Charlie war nun schon seit einer Stunde von Büro zu Büro gelaufen aber niemand konnte, oder wollte ihm sagen, wo sich LaSalle gerade aufhielt. Doch als Charlie schon aufgeben wollte, hatte ihm ein unfreundlicher Hausmeister den Tip gegeben, es doch einmal auf dem Vorplatz des Gebäudes zu versuchen. Und just nach nur 10 Minuten Suche erblickte er, den auf einer Bank sitzenden, Rufus LaSalle. McGregor grinste breit und steuerte direkt auf LaSalle zu.

CM: Ahhh endlich habe ich Sie gefunden, Rufus.

LaSalle lächelte dünn.

LS: Mister Daystrom-Institut persönlich. Charles McGregor. Schön Sie zu sehen. Was macht die Kunst?
CM: Oh, ich kann nicht klagen. Und Sie?
LS: Die Sternenflotte ist noch immer der gleiche Sauhaufen, wie zu Ihrer Zeit. Was kann ich für Sie tun?
CM: Warum sollten Sie etwas für mich tun können? Vielleicht hat ich auch einfach  nur Sehnsucht nach Ihnen?
LS: Bei Sehnsuchtsanfällen ist eine Kneipe der bessere Praxisraum. Und Sie haben einmal gesagt, dass Sie nur im äußersten Notfall in diese „Zentrale des Grauens“ kommen würden. Also wie ein MHN es ausdrücken würde: "Beschreiben Sie die Art des Notfalls".

Charlie lachte laut.

CM: Ich habe tatsächlich ein dringendes Anliegen.
LS: Und das wäre?
CM: Nun, man hatte Sareth , immerhin Leiterin des STEC, weder über die Rückkehr der Picard informiert, noch sie zu den Rückkehrfeierlichkeiten eingeladen. Es ist mir schon klar, dass die Sternenflotte nicht gerade ein Freund von Sareth ist, aber das war schon mehr als ein Fauxpas, das war gezielte Ausgrenzung. Also frage ich mich, was derzeit in der Flotte vor sich geht. Und eventuell wissen Sie ja etwas.
LS: Nun, alles was ich Ihnen sagen kann und darf, ist dass demnächst ein neues Schiff in Dienst gestellt wird. Allerdings wurde der OBH wohl wegen der Übergehung Sareths zu DeRaaf zitiert.
CM: Oha, Da war der Herr Verteidigungsminister wohl sauer auf den OBH.
LS: Durchaus. Darüberhinaus ist man sowohl in der Flottenleitung, als auch in der Regierung ein wenig in Konfusion wegen Cairncross. Hier soll es eine scharfe Diskussion zwischen dem Föderationspräsidenten und DeRaaf gegeben haben. DeRaaf soll anschließend Paris verlassen haben und wild seine Brille putzend, sich nach San Francsico begeben haben.
CM: DeRaaf hat wild seine Brille geputzt? Tobsuchtsanfall?
LS: Sieht so aus. Und wenn Cairncross eventuell die Unabhängigkeit des Athean-Sektors verkündet, dann herrscht hier das Chaos. Denn immerhin verlassen dann 36 Systeme gleichzeitig die Föderation. Dann wird die Regierung ins Schlingern kommen.
CM: Ja, dann wird der Innenminister sich nicht erinnern, der Verteidigungsminister niemanden verteidigen und der Außenminister sich nicht äußern. Was ist nur aus der Föderation geworden?
LS: Tjaaaa, aber wir sollten unsere Diskussion in eine Kneipe verlegen. Das wäre wesentlich vergnüglicher.
CM: Dürfen Sie denn, mitten zu Bürozeiten, diesen Laden verlassen und sich den Knorpel befeuchten?

LaSalle grinste breit.

LS: Ich leite diesen Laden. Wer sollte mich daran hindern?

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  Zwischenlog 1 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - Sun-Feb-2020, 02:35 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Vulcan / Kloster von S'Liyatok ***
 
Captain Sokars Blick wanderte wie jeden Morgen das akkurat in den Felsen ziselierte Schmuckband entlang bis zur Tür. Es war eine Art Meditation, die half, den Geist zu sammeln und auf die Öffnung für den Tag vorzubereiten. In jahrtausendealter Übung hatten die Mönche dieses Platzes Kunst und Geist zu einer machtvollen Einheit zusammen geführt. Dann stand er auf, betätigte den Türöffner und trat ins Freie.
Wie jede der Gästezellen von S'Liyatok besaß auch seine einen kleinen Balkon, der den Blick in die Ebene unterhalb mit den bizarren windgeschliffenen Felsformationen freigab. Im Morgendunst waren in der Ferne noch die Lichter der Stadt Ra'al zu erkennen. Gegenüber hinter dem gezackten Bergrücken ging gerade das Heimatgestirn auf und färbte die Federwolken am Himmel orangerot. Sokar holte tief Atem. Noch war die Luft relativ kühl und angenehm. Die schwarz-rot-blättrigen Pflanzen in den steinernen Kästen streckten sich dem Licht entgegen.
 
Aus dem Hauptschrein des Klosters rief der große Gong zur Morgenandacht. Heute würde er zum letzten Mal daran teilnehmen, und dann zurück kehren zu Arbeit und Familie. Aber die vergangenen vier Wochen hatten ihm gut getan, nach all den Empfängen, Reden und Konferenzen, mit denen die Zeit unmittelbar nach der Rückkehr der 'Picard' gefüllt gewesen war: auf der Erde, auf Vulcan, aber auch anderen Mitgliedswelten und vor schier endlosen neugierigen Gremien. Einerseits war die damit verbundene Betriebsamkeit gut gewesen, denn so war ihm wie auch den anderen Crewmitgliedern der Abschied vom Schiff und voneinander leichter gefallen - oder besser, sie hatten keine Zeit gehabt, sich mit Trennungsschmerz oder Schwellenängsten zu beschäftigen! Counselor Janice hatte sie alle vorsichtig gewarnt, dass sie vielleicht erst einmal in ein 'Loch' fallen würden, nachdem sich die allgemeine Willkommensaufregung gelegt hatte. Jeder musste wieder seinen Platz in der Normalität finden. Er hatte gehört, dass Dr. D'Varo und Chefingenieur Tr'Kovath auf Ch'Rihan geheiratet hatten und Mr. Edzardus Urlaub in seiner Heimat in Friesland machte. Von Robert Vandenberg hatte er seit der Pressekonferenz im Starfleet-Science-Council nichts mehr gehört.
 
Was Sokar selbst betraf, so hatte seine Frau die heilsame Idee, ihm einen Aufenthalt in S'Liyatok zu empfehlen, um neue Kraft zu schöpfen. Sie hat Recht gehabt, dachte er jetzt, während er zur Morgenandacht ging. Oft fällt einem selbst gar nicht auf, wie sehr man sich aus der emotionalen Mitte entfernt hat. Und der Streit mit Admiral Tolwyn war gewiss unnötig gewesen. Allerdings, tief in sich fühlte er immer noch einen kleinen Funken Ärger über den Mann, der eine Einstellung der romulanisch-föderativen Schiffsbautechnik gefordert hatte... Nein, davon musste er sich ein für alle Mal lösen. Das war ein unlogischer, ihn lediglich hemmender Gedanke!
 
...
 
*** Vulcan / Shikahr / Akademie der Wissenschaften ***
 
Sokar war unterwegs zur neuen Leiterin der Akademie, um die mögliche Übernahme eines Lehrstuhls für Xenobiologie an der Akademie zu besprechen. Auf dem Weg zum Hauptgebäude gesellte sich ihm ein jüngerer Vulkanier an die Seite und sprach ihn an:
"Captain Sokar, seien Sie gegrüßt."
 
Er blieb stehen, überlegte einen Augenblick. Dann erinnerte er sich: "T'Sok! Frieden und langes Leben!" Er neigte leicht den Kopf zum Gruß. Er kannte T'Sok von seiner allerersten Mission als Commander her. Ein brillianter Techniker trotz seiner Jugend, der damals nach dem Unfall des Schiffsingenieurs dessen Aufgaben übernommen hatte, bis sie ihren kleinen Erkunder zurück zur Starbase bringen konnten. Später hatten sich ihre Wege getrennt. Umso überraschter war Sokar jetzt, T'Sok wieder zu sehen.
 
Da Smalltalk keine Sache der Vulkanier war, stellte er unumwunden seine Frage: "Lehren Sie auch an der Akademie?"
 
"Nein, ich bin nur auf Urlaub anlässlich des Kahs'wan meiner Tochter."
 
....

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  Travel Guides
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Sun-Feb-2020, 02:06 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Für Alle, die sich mit dem ST-Universum und den wichtigen Kulturen dort beschäftigen wollen und sollten, empfehlen wir die auch in unserer Bibliothek stehenden beiden Bände über Vulcan und das Klingonische Empire.

[Bild: TravelGuide-Vulcan.jpg]

[Bild: TravelGuide-KlingonEmpire.jpg]

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  Romulan Commander Actionfigur
Geschrieben von: Sareth - Sat-Feb-2020, 02:32 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Sieht gut gelungen aus:
https://cooltoyreview.com/DST_ST_5-Romulan.asp

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  +++ INN Newsflash +++
Geschrieben von: Sareth - Sat-Feb-2020, 02:28 PM - Forum: *** INN - Independent News Network *** - Keine Antworten

PRESSEKONFERENZ ANLÄSSLICH DER RÜCKKEHR DER USS 'JEAN-LUC PICARD'

In der Aula des Starfleet Exploration Council fand gestern eine Pressekonferenz für die Crew der USS Picard mit interstellaren Gästen aus Forschung und Wissenschaft statt. Admiral Sareth t'Khellian, Leiterin des SEC würdigte die Leistungen Captain Sokars und seiner Crew und erklärte, dass die zahlreichen gesammelten Daten diverse Wissenschaftszweige noch auf Jahre beschäftigen werden. Insbesondere die Erkenntnisse zu den Energiewesen der HaTrith sorgten für Begeisterung. Was die Kontakte zu neuen Zivilisationen anbelangt, die während der Reise der USS Picard hergestellt wurden, so soll der Ausbau des intergalaktischen Transceivernetzwerkes deutlich gefördert werden, um die Kontakte bald zu erneuern. Die Phalan-Konföderation sagte ihre volle Unterstützung zu. Die Föderation stiftete einen Sonderfond zur Implementierung neuer Antriebstechniken.

CH'RIHAN - BEGINN DER PLANUNGEN FÜR DIE KLINGONISCH-RIHANNISCHE RAUMSTATION

In Ra'tleifih verabschiedete der Senat die von Prätor Turan tr'Kaleh unterbreiteten Pläne zum Bau der gemeinsamen Raumstation mit dem Klingonischen Reich. Der Bau war während des Gipfeltreffens vor drei Monaten auf Quo'nos beschlossen worden. Die Station wird als Joint Venture im Vatanasektor mit Zugang zu den Handelsrouten in den Alpha- und Gammaquadranten errichtet. Erste Frachter mit Konstruktionsmaterialien und Bautrupps werden in den kommenden Tagen aus dem Klingonischen und Romulanischen Imperium aufbrechen.
Gouverneur Edwin Cairncross, Verwaltungschef des Athean-Sektors der Föderation, war persönlich nach Ch'Rihan gereist, um seine Glückwünsche zu diesem Schritt zu übermitteln. Amal Kabira, Fraktionschefin der Federation Inclusive Party, verlieh in der gleichzeitigen Sitzung des Föderationsrates ihrem Befremden über diesen Schritt Ausdruck.

FERENGINAR - NEUE BÖRSENKOMMISSIONÄRE INS AMT EINGEFÜHRT

In einer traditionellen Zeremonie hat der Große Nagus heute die neuen Börsenkommissionäre vereidigt. Als vorrangige Ziele nannte er dabei die Etablierung in den intergalaktischen Regionen und die Erlangung einer offiziellen Vertretung auf der Klingonisch-Rihannischen Raumstation. Die Rechtsexperten arbeiten derzeit an einer Verhandlungsvorlage, die der Föderation unterbreitet werden kann und eine Beteiligung am Ausbau des Transceivernetzwerkes ermöglicht. Aus der Föderation äußerte man sich bisher zurückhaltend.

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  Romulanermaske - Star Trek Picard
Geschrieben von: Sareth - Wed-Feb-2020, 02:11 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

https://intl.startrek.com/videos/anatomy-of-a-romulan

Also, die Technik hat echt Fortschritte gemacht. Meine Güte, wie sie die Augenbrauen herstellen....!!!

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  Griff in die Geschichte - Zuhause - Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Mon-Feb-2020, 02:31 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

===========  An Bord der Picard  ==========
 
Nachdem Howy sein Schiff in eine stabile Umlaufbahn um die Erde gebracht hatte, die tatsächlich ihre Heimat war, verdrückte er sich erst einmal in seine Beobachtungskuppel.
 
Wie oft hatte er hier gesessen und den geradezu unglaublichen Blick auf die beiden Galaxien genossen, als ihr Schiff zwischen dem Andromeda-Nebel und ihrer eigenen Milchstraße gestrandet war.
Und trotzdem hatte er immer Heimweh gehabt nach dem kleinen blauen Planeten, der da irgendwo im Sternengewirr steckte und unbeirrt seine Bahn zog.
 
Und jetzt lag dieser Planet fast Bild füllend unter ihm, und die ersten kleineren Schiffe trafen ein, um die Picard zu überprüfen.
Und auch die erste Delegation war angekündigt, die in wenigen Minuten ankommen würde, darunter der andorianische Föderationspräsident persönlich, der es sich nicht nehmen lassen wollte, als Erster die Picard zu begrüßen und sich damit natürlich vorteilhaft ins Licht zu rücken, denn seine Neuwahl stand unmittelbar bevor.
 
Irgendwie war Howy mit sich nicht richtig im Reinen, was seine Gefühle betraf. Einerseits war er natürlich überglücklich, daß sie es geschafft hatten.
‚Against all Odds‘ hatten sie geradezu unglaubliche Gefahren und Abenteuer bestanden. Eigentlich mehr, als er sich erhofft hatte, als er auf der Picard anheuerte. Und auch er selber durfte zeigen, was in ihm steckte, wobei er sich, so im Nachherein betrachtet, eigentlich über sich selber wunderte, denn er hätte es sich niemals zugetraut, in Gefahrensituationen ruhig und überlegt (manchmal allerdings auch nicht) zu handeln.
Aber sein Großmuttchen hatte recht behalten, als sie ihm mitgab, daß er aus einer langen Reihe von Seefahrern stammen würde, die alle ihr Bestes gegeben hatten, teilweise sogar so berühmt geworden waren, daß es noch heute Gedenktafeln oder –steine für sie in seinem Heimatdorf gab.
 
Er mußte sich fast gewaltsam aus diesen Träumen reißen, denn durch das Schiff hörte man das Signal, sich in der Shuttlebay zu versammeln.
 
 
========== In der Shuttlebay  ==========
 
Da standen sie nun.
Die ganze Besatzung der Picard, wenn man von denen absah, die zurückgeblieben waren.
Aber es waren relativ Wenige.
Alle anderen standen im besten Wichs.
Mort hatte die Deerns und Jungs noch einmal inspiziert, ob die Paradeuniformen korrekt saßen und  ja nicht ein einziges Staubkorn auf den Stiefeln zu entdecken sei, denn man mußte sich in ihnen spiegeln können.
Und auch die Formation stand bis auf einen Millimeter exakt da.
Mort war schon etwas stolz auf diese Crew, auch wenn er selber ja noch nicht auf seiner Heimatwelt angekommen war.
 
Und dann öffnete sich die Heckklappe des Shuttles und allen voran betrat der Präsident den Hangarboden.
An seinen Fühlern sah man, daß er auch ziemlich aufgeregt war.
Er und die beiden Botschafter nahmen die vorbereitete Position an dem improvisierten Rednerpult ein, und tiefe Stille fiel über den Raum.
 
Mort kommandierte: „Die Augen links!“
Ein Ruck ging durch die Besatzung und sie standen da wie die Zinnsoldaten.
Man sah Sokar an, daß er stolz auf seine Frauen, Männer und andere Wesen war, denn jeder Einzelne hatte zum Erfolg ihrer Mission beigetragen.
Und auch Vandenberg, der auf der anderen Seite der Crew stand, ähnelte einer antiken Götterstatue.
 
Der Präsident räusperte sich.
Er blickte hoheitsvoll auf die Besatzung.
„Es ist mir eine große Ehre, an diesem unglaublichen Moment der Föderationsgeschichte persönlich teilnehmen zu dürfen.
Nach so vielen Jahren des Bangens und der Hoffnung, aber auch der aktiven Arbeit Vieler hier auf der Erde, die das ‚Projekt Brieftaube‘ organisiert und am Leben erhalten haben, sind sie wieder zurückgekehrt.
Leider waren die beiden Hauptorganisatoren Sareth T’Khellian und Charles McGregor so kurzfristig unabkömmlich (er vergaß, daß er Beide gar nicht eingeladen hatte, an diesem Empfang teilzunehmen), so daß wir sie hier nicht begrüßen können, aber dafür haben wir zwei wichtige Botschafter hier. Den des Romulanischen Imperiums und den der Phalan, aus deren Reich ja ein Mitglied die Abenteuer der Picard miterlebt hat.“
 
Wenn man genau darauf geachtet hätte, wäre das laute Schnurren von Srri zu hören gewesen. Ihr buschiger Schwanz wedelte aufgeregt hin und her.
 
„Seit der Nachricht, sie Alle und die Picard seien verschollen, haben wir alles darangesetzt, sie zu finden und zurückzuholen (auch hier hielt er sich nicht wirklich korrekt an die Tatsachen) und der Erfolg gibt uns jetzt recht, denn wir haben immer an ihre Rückkehr geglaubt.
Meine Regierung hat jede Möglichkeit ausgeschöpft, um zu helfen, ihr Schiff zurückzuholen.
Und es gelang.
Und es erfüllt mich mit Stolz, den Helden der Föderation zu begegnen.
Sie Alle haben dem Namensgeber eures Schiffes Jean-Luc Picard alle Ehre erwiesen.
Ihr alle habt den Geist der Föderation hoch gehalten: Zusammenzuhalten im Geist der Freiheit!
Einer für alle und alle für Einen!
Keiner wird zurückgelassen.“
 
Howy mußte hier an die Kameradinnen und Kameraden denken, die sie zurücklassen mußten.
 
„Sie alle werden sich jetzt erst einmal wieder zuhause zurechtfinden müssen, aber die Erde und auch die anderen Föderationswelten werden ihnen einen feierlichen Empfang bereiten.
Und ich kann ihnen allen jetzt schon sagen, daß es selbstverständlich Beförderungen geben wird.
Und wir sind natürlich schon ungeheuer gespannt auf die Berichte und persönlichen Erzählungen all der Abenteuer, die sie alle erlebt haben.
Alle Medien stehen schon bei Fuß und werden sie mit Interviewanfragen überschütten.“
 
Dabei blickte er stolz in die auf ihn gerichteten Kameras von INN und den anderen Nachrichtenagenturen.
 
Howy überlegte, wie viel dieser Mann wohl tatsächlich zu ihrer Rückkehr beigetragen hatte.
Wahrscheinlich eher weniger, wie er die Politiker allgemein einschätzte.
Schon sein Großmuttchen hatte immer gesagt, daß diese Kaste von Wesen diejenigen seien, denen man am wenigsten trauen sollte, denn deren Versprechen seien Schall und Rauch. Jedenfalls eine Sekunde nach den Wahlen.
 
„Ich möchte sie alle nicht weiter mit langweiligen Reden beanspruchen.
Die Crew wird zunächst einmal in San Francisco einquartiert, denn natürlich müssen extensive gesundheitliche Untersuchungen vorgenommen werden, und auch Befragungen werden stattfinden, bevor man sie in Ihre Heimat entlassen kann.
Und ihr treues Schiff wird wohl, zusammen mit den berühmten Schiffen der Enterprise oder der Saipan ins Museum kommen, um zukünftigen Generationen das Heldentum zu zeigen, zu dem unsere ruhmreiche Föderation fähig ist.
Ich danke ihnen und wünsche ihnen eine glückliche Zukunft.“
 
Mort brüllte: „Hurra! Hurra!“
Und alle folgten.
 
Danach gab es für alle echten Champagner. Da ließ sich der Präsident nicht lumpen.
 
 
==========  Nessmersiel nahe Norden in Ostfriesland  ==========
 
Nach endlosen Stunden und Tagen der Berichte (manchmal hatte das Alles mehr Ähnlichkeiten mit einem polizeilichen Verhör) waren sie entlassen worden.
 
Und jetzt senkte sich das kleine Shuttle langsam auf einen Acker vor dem großen Seedeich bei Nessmersiel herab.
Irgendwie sah alles genauso aus, wie er es vor Jahren verlassen hatte.
Irgendwie schien hier die Zeit sowieso stillzustehen, denn wenn man den Häusern und den Schafen davor glauben durfte, hätte das auch von 500 Jahren nicht anders ausgesehen.
Die Ostfriesen waren eben schon immer darauf bedacht, ihre Traditionen zu bewahren und selbst ihre Sprache wurde gepflegt, auch wenn mancher junge Mensch damit nur holperig zurecht kam.
Dickköpfigkeit hatte seit vielen Jahrhunderten diese Gegend geprägt.
 
Howy kam es vor, als ob er träumte, denn so viele Jahre lagen zwischen seinem letzten Besuch und diesem hier.
Der Deich war überfüllt mit Menschen, die zur Feier des Tages ihre alten Trachten trugen.
Eine Kapelle spielte ein altes Seemannslied, als er langsam aus dem Cockpit stieg.
Irgendwie gab es keine Raummannslieder, stellte er dabei fest.
Jubel brauste auf, was ihm mächtig peinlich war.
 
Auf der Deichkrone stand ein riesiges Plakat:
„Nessmersiel begrüßt seinen großen Helden Hohardus Edzardus!“
 
Ein Marsch brauste auf, und eine Gruppe von Kindern rannte auf ihn zu und überschüttete ihn mit Blumen.
Und die Honoratioren des Dorfes traten auf ihn zu und schüttelten ihm die Hände.
Reden wurde keine gehalten, denn diese Menschen hier waren der Überzeugung, daß man nicht zu viel quatschen sollte und brauchte.
Ihr Held würde auch ohne dieses wissen, was man über ihn denken würde.
 
Im Triumphzug ging es zum Dorfgasthof, wo ein Festmahl wartete und ungeheure Mengen echten herrlich frischen friesischen Bieres.
 
Das ganze Dorf war ein Blumenmeer und selbst die Pferde waren geschmückt.
 

==========  Ein paar Stunden später  ==========

 
 Howy saß bei seinem Großmuttchen vor ihrem uralten Haus.
Sie war etwas faltiger geworden, aber der Stolz auf ihren Jungen war deutlich zu sehen.
Aber auch sie brauchte darüber nicht viele Worte zu verlieren.
Die Beiden hatten sich in die Arme geschlossen und lange gedrückt, und jetzt saßen sie auf dem alten Platz, an dem die Familie seit Jahrhunderten ihren Nachmittagstee genoß.
Die Porzellankanne dampfte und die alte Dame ließ es sich nicht nehmen, Howy persönlich nach alter Sitte den Tee zu reichen, der selbstredend auch echten frischen Tee zubereitet war, und nicht etwa aus Teebeuteln. *)
Erst kam Sahne in die Tasse und dazu Kluntjes, und erst dann der spezielle Ostfriesische Tee, von dem alle felsenfest überzeugt waren, daß es der Beste auf diesem Globus sei. Das überhaupt die Friesen die einzige wirkliche Teenation seien.
Umgerührt wurde selbstverständlich nicht, denn dadurch wurde der Tee Schluck für Schluck süßer.
 
Wortlos nippten Beide an ihren Tassen, bevor Howys Großmuttchen etwas sagte:
„Ich wußte immer, daß du eines Tages wiederkommen würdest.
Und ich wußte ebenso, daß ich stolz auf dich sein würde und dürfte.
Und jetzt bist du da.
Deine Vorfahren werden jetzt von da oben auf dich blicken und zufrieden sein.“
 
Mehr sagte sie nicht, aber ihr liebevoller Blick sagte Howy Alles.
 
Er war zuhause!
Wirklich zuhause.

*) Kleine Spitze gegen Picard in der 2. Folge der neuen TV-Serie!

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  Buchtip "Star Trek Costumes"
Geschrieben von: Sokar - Sun-Feb-2020, 08:44 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Ich möchte euch das Buch "Star Trek Costumes", Erscheinungsjahr 2015, empfehlen. Neupreis etwa 60 $, gebraucht etwa 30.

Das bietet nicht nur viele lustige und interessante Hintergrundinfos zu Design und Mode der diversen Serien und Filme, sondern vor allem sehr viele detailgetreue Aufnahmen der Kleidung - nicht nur in Filmausschnitten, sondern gut ausgeleuchtet als Requisite. Ein Muss, wer selbst was nachschneidern und nachbauen will!

[Bild: StarTrek-Costumes-Titel.jpg]

[Bild: StarTrek-Costumes-Seiten1.jpg]

[Bild: StarTrek-Costumes-Seiten2.jpg]

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  Griff in die Geschichte - Abschlußlog Sokar
Geschrieben von: Sokar - Sun-Feb-2020, 08:01 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Brücke ***
 
Sokar wartete. Endlos schienen die Sekunden. Hatten die Leute von der Sektion 31 die Kapsel mit seiner Nachricht und den Koordinaten öffnen und verstehen können? Oder war sie doch korrodiert und zerstört? Oder... nie entdeckt worden, weil sie eben 50 Zentimeter neben der Baggerschaufel gelegen hatte?
In diesem Fall würde er umsonst warten. Seine Hände legten sich eng um die Lehnen des Kommandantensessels und er bemühte sich, die Anspannung nicht zu deutlich werden zu lassen. Seine Crew war angespannt genug. Sie verließen sich auf ihn. Und sie gaben ihr Bestes. Er musste der Ruhepol, das kraftspendende Zentrum für sie alle sein.
 
Sokar richtete den Blick erneut auf den Schirm, der jedoch keinerlei Ablenkung bot. Howy wartete auf den Befehl zur Zündung des Torpedos, der den temporalen Sperrschirm aufbauen sollte und sie am richtigen Platz zur richtigen Zeit in das normale Kontinuum katapultieren sollte. Wenn  nicht bald der Leitstrahl aus der Zukunft eintraf, würde es keine Möglichkeit mehr geben, den temporalen Sperrschirrm korrekt zu kalibrieren.
Seine Sinne waren so konzentriert, dass er regelrecht zusammen zuckte, als ein Signal auf seinem kleinen Armlehnenschirm aufblinkte. Eine rasche Fingerbewegung - die Zahlenkombination und ein komplexes geometrisches Fraktal. Der Leitstrahl! Er sandte die Informationen zur Navigationskonsole.
 
"Countdown beginnen!" Der Computer begann zu zählen. Alle Stationen meldeten nacheinander Bereitschaft.
"Mr. Edzardus, Flügel auf Transitposition bringen. Fertigmachen zum Abfeuern des Torpedos!"
...
 
Das blaue pulsierende Leuchtfeuer, der Leitstrahl, erlosch. Die Schwärze machte dem glitzernden Sternenteppich Platz. Die Picard trat aus dem Nicht-Sein zurück ins Sein.
 
Sokar erwachte von einem schrillen Geräusch, das ihn im ersten Moment an das Kreischen eines vulkanischen Djarik erinnerte und das im nächsten Moment als das Muster des Roten Alarms identifizierte. Roter Alarm. Ich bin an Bord eines Schiffes der Föderation. Die USS Picard... Nur allmählich fügten sich bruchstückhafte Erinnerungen zu einem organischen Ganzen zusammen. Das Hellrun-Manöver... der Leitstrahl aus der Zukunft... Stimmen klangen an sein Ohr, dann erstarb das Alarmgeräusch. "Maschinen stopp!"
Die Bestätigung kam von Marlow und für einen Moment taumelte die Picard, ehe sich die Stabilisatoren anschalteten.
 
Noch etwas verschwommen nahm Sokar seine Umgebung und die Mitglieder der Crew wahr. Auch die anderen hatten mehr oder weniger mit der Desorientierung infolge der temporalen Verschiebung zu kämpfen. Die drängendste Frage von allen aber war, wo und vor allem WANN befanden sie sich?
"Mr. Edzardus, Status?" brachte Sokar noch etwas mühsam hervor.
 
"Holographische Kontrollen ausgefallen, ich schalte auf Konsolendisplay um." Auch der Navigator klang noch etwas matt. "Stellare Abgleichung läuft... ah, untere Lateralsensoren offline.... aber es sieht gut aus. Wir sind innerhalb des Sonnensystems. Mit einer Varianz von plus-minus fünf Jahren--"
 
+Unbekanntes Schiff! Sie befinden sich im Verteidigungsperimeter der Erde. Senken Sie die Schilde, deaktivieren Sie sämtliche Waffensysteme und senden Sie Ihren Identifikationscode!+ unterbrach ihn eine barsche Stimme aus dem Lautsprecher.
 
Sokar räusperte sich, während Zevlethi an der Kom ihm zunickte. "Hier spricht Captain Sokar von der USS Picard, Registrierungsnummer NCX-98189. Ich sende den Identifi--"
 
+Die Picard?! Unmöglich!+ war eine zweite Stimme aus dem Hintergrund zu hören, dann ein kurzer Wortwechsel. +Sokar, tatsächlich!+ Auch auf dem Schirm der Picard war nun ihr Gesprächspartner zu erkennen, ein dunkelhäutiger Mensch in Standard-Sternenflottenuniform mit Commanderabzeichen. "Nicht zu glauben! Wir suchen jahrelang nach euch, und jetzt taucht ihr einfach 'plopp' im Hinterhof auf, sozusagen!+
 
Wir haben es geschafft! dachte Sokar, während er das Bild seines alten Bekannten aus der Flotte in sich aufnahm. Erleichterung zeigte sich nun auch auf den Gesichtern der übrigen Brückencrew.
"Was ist das Datum?"
 
+Sternzeit 532--+
 
Die letzten Ziffern gingen im Jubel unter. Nicht nur auf der Brücke, auch in den anderen Arbeitsbereichen und Quartieren der Picard fielen sich die Leute in die Arme, klatschten und stießen Hochrufe aus. Die Lautsprecher vibrierten für einen Moment.
 
 
*** Zwei Tage später / USS Picard / Shuttlebay ***
 
Die Picard schwebte im Erdorbit. Nach den obligatorischen Sicherheits- und Quarantäneüberprüfungen und einem großen Dekontaminations-Sweep, um zu verhindern, dass von Crew oder Schiff irgendwelche unbekannten Mikroben eingeschleppt wurden, hatte sich die gesamte Crew in Galauniform in der Shuttlebay versammelt. Die verbliebenen eigenen Shuttles hatte man heraus geflogen. Denn hoher Besuch hatte sich angekündigt: der Föderationspräsident, die romulanische und die phalanische Botschafterin mit ihren jeweiligen Sicherheitsleuten.
 
Gerade putzte noch einer der kleinen Reinigungsroboter einen Ölfleck weg, um sich dann zusammen zu falten und selbständig in seine Wandhalterung einzurasten. Die sonst strahlend hellen Arbeitslichter waren auf ein angenehmeres gelbes Leuchten gedimmt worden. Und Srri, die unterwegs gerettete Phalankünstlerin, hatte es sich nicht nehmen lassen, die Wände links und rechts mit je einem ihrer farbenfrohen, irisierenden Hologemälden zu verzieren. Ja, es schien geradezu wohnlich an diesem Ort, der Notfallevakuierungen, Kämpfe und vor allem endlose Arbeitsstunden der Technikercrew gesehen hatte!
 
Der Computer verkündete das Nahen der drei Shuttles und die Sicherheitsschleusen schlossen sich. Fünf Minuten später öffneten sich die großen Hangartore und das Kraftfeld wurde deaktiviert. Die versammelte Crew verfolgte gespannt durch die großen Fenster aus transparentem Aluminium, wie zuerst das Shuttle mit den Insignien des Präsidenten landete, und dann die beiden Botschaftershuttle. Bordkatze Spocky putzte sich unbeeindruckt.
 
"Ihr werdet sicher mit einer riesigen Parade empfangen und zu 'Helden des Reiches' erklärt," flüsterte Marlow in Richtung der romulanischen Crewmitglieder. Tr'Kovath lächelte zurück. "Pass auf, wo ihr überall herum gereicht werdet, in jeder Schulklasse der Föderation!"
 
Das Sicherheitspersonal der Gäste führte einen eigenen Check durch, der Mort Caldred zu einem unwilligen Brummen veranlasste. Gizmo, der wie oft auf seiner Schulter hockte, keckerte leise. Endlich gaben die Leibwächter das Zeichen für OK und die Schotts zur Shuttlebay öffneten sich wieder. Während die Sicherheitscrew mit Mort an der Spitze ein Ehrenspalier bildete, stiegen der Föderationspräsident und die beiden Botschafterinnen aus.

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  Projekt Brieftaube Log 8
Geschrieben von: Sareth - Mon-Jan-2020, 02:10 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Erde / Berlin / Hauptquartier der DIA ***


Aus den Panoramafenstern des 132. Stockwerkes schweifte der Blick weit über die Stadt, ihre alten Denkmäler und neuen  neuen Geschäfts- und Regierungsbauten und die grünen Tupfen der Parkanlagen zwischen ihnen. Es herrschte eine heitere Atmosphäre - was man von Innerhalb des Büros nicht sagen konnte.

"Wir haben keine Temporaltorpedos," hatte Rufus LaSalle, derzeitiger Interimsleiter der DIA, soeben verlauten lassen.

"Rufus, ich weiß von jemandem, der weiß, dass Sie zumindest über einige Testexemplare verfügen," erwiderte ich. "Ich weiß, dass Temporalsprengköpfe gebannt sind--"

"Gebannt unter maßgeblicher Beteiligung meiner Person, um genau zu sein."

"--aber es geht um die Rettung der Crew der Picard UND des Wissens, das sie mitbringen wird."

LaSalle, mein alter XO von der Saipan, seufzte leise und im hellen Mittagslicht waren deutlich die tiefen Furchen in seinem Gesicht zu sehen, die die letzten Jahre dort gegraben hatten. "Ich wünschte, es wäre so einfach. So einfach wie damals. Aber ich bin in einem ganzen Netz von Verantwortlichkeiten gefangen. Und - ich bin nur der Interimsdirektor."

Die Art, wie er das sagte, machte mir klar, dass da jemand die Strippen zog, der sie nicht ziehen sollte, und ich dachte wieder die Informationen des Sektion 31-Agenten. Ich fand meinen Posten im Exploration Council nicht sonderlich beneidenswert, aber LaSalle hatte es noch übler getroffen. In der Tat, Beförderungen waren keine gute Sache. Aber hatten nicht alle Starfleet-Captains diese Erfahrung gemacht - von Admiral Archer über Admiral Kirk bis zu Admiral Picard und vielen anderen weniger berühmten Kommandanten?

"Aber sagen wir... wir können beide zugeben, dass es Forschungen zu Temporalsprengköpfen gab, nicht wahr? Das steht in jeder offiziellen Akte. Und wenn Sie nun zu weiteren Forschungen die Blaupausen und Spezifikationen an das Institut für Temporale Physik senden, das ist nicht untersagt, oder sehe ich das falsch?"

LaSalle lächelte dünn. "Das klingt mir nach einem klassischen romulanischen Hinterhalt, Sareth!"

"Nun, dann geraten Sie in einen klassischen romulanischen Hinterhalt, nicht wahr?"

Mein ehemaliger XO schritt in seinem Büro auf und ab und dachte nach. "Der Torpedo allein macht noch keine Zeitreise, um es so salopp auszudrücken. Sie brauchen eine Abschussvorrichtung mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Und die einzige meines Wissens je gebaute befindet sich in einem der alten Träger der dritten Flotte. Der... USS Reed, glaube ich mich zu erinnern. Und wo der jetzt ist, das ist jenseits meiner Jurisdiktion."

Ich griff seine rechte Hand und drückte sie. "Danke, Rufus. Um der alten Zeiten willen."

"Um der alten Zeiten willen. - Und jetzt, schätze ich, wollen Sie sich an die Arbeit machen!"
....


*** Zwei Tage später /Luzern / Sommervilla von Richard von Rabenstein ***

Ich hatte in Erfahrung gebracht, dass der Leiter der dritten Flotte, der Bolianer Carimz Tolwyn, ein großer Bewunderer der Literatur und Schauspielkunst und insbesondere ein Fan von Richards letzten beiden Werken war. Und so hatte ich beschlossen, meinem alten Seelenverwandten in der Schweiz einen Besuch abzustatten. Er kannte Tolwyn persönlich, im Gegensatz zu mir, die ich ihnn ur auf offiziellen Meetings von der Ferne gesehen und vielleicht etwas bedeutungslosen Smalltalk mit ihm gewechselt hatte.

Nun saßen wir auf der Veranda, genossen ein Abendessen der exquisitesten Haute Cuisine - und sprachen über einen Mann, den ich eigentlich nicht kennenlernen wollte...

"Es gibt nichts Schlimmeres für einen Künstler als ein Bewunderer, der meint, die Kunst zu lieben, in Wahrheit aber keine Ahnung von Kunst hat, glaube mir," sagte Richard. "Und Tolwyn hat den Kunstverstand einer Amöbe. Es ist peinlich, so jemanden unter meinem Fananhang zu haben. Ich fühle mich etwas schlecht, soetwas zu sagen, aber  ... Tolwyn ist sicher ein guter Militär. Ich hoffe das zumindest. Aber ...." Er schnitt ein akkurates Häppchen aus seinem Soufflé und tunkte es in das Sahnehäubchen.

"Die Frage ist, warum quält er sich dann damit herum?"

"Ich schätze, um Eindruck zu machen. Er ist ein selbstverliebter Egomane, der sich als orientalischer Potentat warscheinlich gut exponieren würde. Bei der dritten Flotte hat er eher weniger Gelegenheit dazu."

"Aber bei offiziellen Stabsessen..." gab ich mit hochgezogenen Augenbrauen zurück.  "Die Frage ist, wie komme ich an ihn heran ... oder besser, an seinen Träger mit der Torpedoabschussvorrichtung?"

"Ich nehme an, der Dienstweg ist ausgeschlossen? Du kannst ihn nicht requirieren für irgendwelche Tests?"

"Wenn ich das könnte, säße ich nicht hier."

"Oh - ich dachte, du wolltest mich besuchen?! Ich bin tief getroffen!" Er lachte und ließ den Blick über die barocken Skulpturen an der Brüstung schweifen. "Ich würde sagen, der traditionelle Weg ist in diesem Fall der Beste." Er zeigte auf eine lächelnde Flora mit Füllhorn. "Lass deinen weiblichen Charm spielen und erinnere ihn daran, dass andere vielleicht um so freigiebiger sind, und er schlecht dasteht."

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