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  KI-Ketzerei Log 12 - NPCs
Geschrieben von: Sareth - Sun-Jan-2024, 11:31 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

NRPG: Nur was Kurzes, aber ich wollte es loswerden.

RPG:
*** Auf Spiros Alpha ***

Wieder einmal saß Namr, Student der Ingenieurswissenschaften und Mitglied der “Erleuchter” in seinem Bastelkämmerchen und starrte erwartungsvoll auf die gewölbte Scheibe des antiken Fernsehempfängers. Um ihn drängten sich noch drei andere junge Leute zwischen Kabeln und Bauteilen und Gemüsekisten voller Kleinteile und Papieren. Jadah trat wie verrückt in die Pedalen, um den Generator mit genug Strom zu versorgen.

Vor Kurzem war es endlich geglückt, ein erstes Signal zu übertragen – aus einem anderen Bastelkeller. Kevvik, einer der Studenten, der sich etwas Geld dazu verdiente, in dem er in der Bücherei putzte, hatte hinter einem Regal einen Ordner mit alten Bedienungsanleitungen gefunden. Er war offensichtlich der Säuberungs- oder besser Vernichtungswut der Kulturwächter vor über hundert Jahren entgangen. Und darin waren auch ein paar brüchige Blätter zum Thema „Televisionsanlagen“ gewesen.

Namr hatte alles genau durchgelesen und durchdacht und war anschließend sicher gewesen, an welcher Stelle er einen Fehler mit dem Transistoranschluss gemacht hatte. Mehrere Nächte hatte er seinen Empfänger wieder auseinander genommen und neu zusammen gesetzt. Und siehe da, der nächste Test war erfolgreich gewesen! Nun warteten alle gespannt, ob sich der Erfolg wiederholen ließ.

Auf dem Bildschirm knisterte es, ein paar weiße Linien wurden sichtbar. Kevvik japste vor Anspannung und Begeisterung. „Es klappt, es klappt!“
Zu den weißen Linien gesellten sich graue und schwarze, dann formte sich ein grobes, verschwommenes Bild, in dem einer ihrer Mitstreiter zu erkennen war. Die jungen Leute fielen sich vor Freude in die Arme, beglückwünschten sich und klopften sich auf die Schultern.

„Einfach großartig!“ sagte Jadah und kletterte von dem umfunktionierten Fahrrad. „Wir haben es tatsächlich geschafft!“ Er wischte sich den Schweiß von der Stirn.

„Ja. Aber…“ Namr seufzte. Wenn man bedenkt, dass unsere Vorfahren ja schon vor zweihundert Jahren so weit waren. Und wir jetzt schuften, um auch nur DAS wieder zu erreichen….“ Er hatte so sehr gearbeitet die letzten Tage, dass er nun einfach in ein Loch zu fallen schien.

„Wir müssen an die Öffentlichkeit. Wir müssen die Leute wachrütteln,“ sagte die einzige Frau der Runde. „Wir müssen eine Aktion starten, an der Uni. Am besten jetzt, während des Literaturfestivals.“

„Da werden wir höchstens verhaftet. Was bringt das? Die Kulturwächter werden da sein, habe vor drei Tagen schon einen gesehen, vor der Zentralbibliothek. Und natürlich wird die Regierung ihre Leute schicken, und die Geheimpolizei. Wir werden suspendiert, und das wars dann.“ Jadah griff eine Flasche Wasser.

„Aber es wäre eine Möglichkeit, viele Leute gleichzeitig zu erreichen. Sichtbar zu werden.“

Die innovative Kommunikationsanlage – bestehend aus Konservenbüchsen – gab ein kratzendes Geräusch von sich, und die jungen Leute erstarrten. Sicherheitshalber griff Jadah nach dem alten Teppich, der den Fernsehempfänger sonst immer verbarg. Aber schon erklang das verabredete Signal aus der letzten, im Raum hängenden Blechdose. Ein Mitglied der „Erleuchter“ !

Wenig später stand ein aufgeregtes junges Mädchen mit unverkennbar terranischen Vorfahren in der Gruppe. „Tut mir leid, wir hatten Gäste. Aber schaut, was ich gestern gefunden habe! Oben am Fluss, bei den Rodungen!“
Sie präsentierte ein eher unscheinbares, ganz deutlich aber hochtechnisiertes Gerät. An der Seite hatte es ein deltaförmiges Symbol und einen kleinen Schriftzug. +USS Feynman/UFP+

„Das ist IHR Zeichen. Die Föderation! Ich erkenne es ganz genau! Meine Familie hat es auf alten Werkzeugen, aus dem Schiff, mit dem sie damals gekommen sind, um ein Leben ohne Technologie zu führen!“

„Die … Föderation? Aber… das Teil sieht nicht …. Alt aus. Sind die Terraner nicht vor über hundert Standardjahren zu uns geflohen?“

„Es ist nicht alt.“ Namr nickte mit Kennerblick und fuhr über die Oberfläche. Dann sah er in die Runde. „Sie sind hier!“

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  Zwischen Licht und Finsternis - Log 21 / Sir Waltham
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sun-Jan-2024, 01:44 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

IPS Albion / Walthams Büro

Harvey Miles, Sir Walthams Privatsekretär, kratzte sich am Kopf. Er hatte erwartet, dass Waltham über von Rabensteins Alleingang in Sachen Kontaktaufnahme mit den Tholiaernen, verärgert sein würde. Stattdessen schien sich Waltham in keinster Weise für von Rabensteins Aktionen zu interessieren. Nein, er blätterte durch die holographische Darstellung eines uralten Folianten und schien bester Laune zu sein. Miles konnte nicht mehr an sich halten.
Mi: Euer Lordschaft, entschuldigen Sie bitte meine Frage, aber was ist, wenn dieser von Rabenstein uns hintergeht?

Waltham lächelte ein wölfisches Lächeln.

Wa: Oh er wird uns hintergehen. Ich rechne fest damit.
Mi: Sir?
Wa: Er wird uns vielleicht nicht heute hintergehen. Denn er braucht uns noch als diejenigen, welche ihm seinen kleinen privaten Kreuzzug ermöglichen. Aber sobald er uns nicht mehr benötigt, wird er uns fallen lassen, wie ein Stück Müll.
Mi: Aber…
Wa: Ich weiß was Sie sagen wollen, Miles. Undank, Hinterlist etc. Aber damit muss man rechnen, wenn man es mit einem Mitglied der Inquisition zu tun hat. Das ist ihr Wesen, sie leben und atmen ihre Doktrin von der Nutzung, Benutzung und Entsorgung anderer, oder auch Ihrer selbst, um ihre Ziele zu erreichen. Denn das Ziel steht über allem. Sie fragen sich jetzt warum ich von Rabenstein dann unterstütze? Nun, genauso wie er uns nur als ein Werkzeug für seinen Aufstieg ansieht, so ist er für mich ein Vehikel für meine Rache. Im Übrigen habe ich Vorkehrungen getroffen, für den Fall dass unser Inquisitor der Meinung ist, er könne uns los werden. Dann wird er es bereuen.
Mi: Was haben Sie vor, Sir?
Wa: Der Genießer lächelt und schweigt.
Mi: Und was tun wir jetzt?
Wa: Zurück lehnen, abwarten was unser eifriger Geistlicher zu Stande bringt und ach ja, Tee trinken.

---------------------------------

Ortswechsel:

ISS Necron / Brücke

LaSalle war selten auf der Brücke. Er sah seine Aufgabe weniger als ausführendes, ständig Befehle gebendes Oragn, sondern mehr als derjenige, der die Ideen gab. LaSalles Einsatzgruppe befand sich noch immer im Warptransit. In 2 Tagen würde man bei Beta Sictis ankommen. Von dort aus gab es einen Zugang zu einer Ark-Straße durch das Grenzgebiet der Tholianer. Und LaSalle hatte nicht vor, sich von diesen Netzwebern aufhalten zu lassen. Doch genau dies schien Captain Vernon, dem Kommandanten der Necron, nicht zu gefallen. Das konnte LaSalle der ganzen Haltung des Captains ansehen. LaSalles drehte sich in seinem Sessel langsam zu Captain Vernon herum, welcher etwas eingeschüchtert neben LaSalle stand.

LS: Fühlen Sie sich nicht wohl, Captain? Haben Sie Schmerzen?
CV: Äh nun Sir, ich….
LS: Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube, Captain.
CV: Nun bei allem notwendigen Respekt , Euer Eminenz, aber wenn wir in das Gebiet der Tholianer einfliegen, benötigen wir da nicht eine Erlaubnis?
LS: Ich habe nicht die Absicht, eine Erlaubnis bei diesem überheblichen Gezücht zu besorgen. Ich fliege einfach ein.
CV: Aber Sir, das wird unweigerlich zu einem Konflikt führen.
LS: Ich rechne sogar damit, dass die Tholianer dies als Angriff ansehen und zurück schlagen werden.
CV: DeRaaf wird uns in der Luft zerreißen, wenn er davon erfährt.
LS: Captain Vernon, schon alleine wegen dieser Bemerkung sollte ich Sie kreuzigen lassen. Aber Sie haben Recht. DeRaaf würde uns an die Wand stellen lassen. Aber er wird mit etwas anderem beschäftigt sein und uns daher nicht in die Quere kommen.
CV: Ich verstehe Sir, die Tholianer!
LS: Exakt.
CV: Aber das könnte Krieg mit den Tholianern bedeuten.
LS: Einen Krieg, welchen ich, mit dem was ich auf Panox finden werde, beenden und die Tholianer, diese Ausgeburten einer kranken Hölle, vom Antlitz der Sterne wischen werde. Warten Sie es ab Captain!

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  Zwischen Licht und Finsternis - Log 20
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Tue-Dec-2023, 07:34 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

***An Bord der Vindicator***

Soeben hatten die kleine Renegatenflottille – bestehend aus fünf Schiffen der Inquisition unter Captain De Chabannes und den Piraten unter ‚Dr. Dolittle‘ - die angesteuerte Raumstation im Dark Rim – Sektor erreicht.

Richard von Rabenstein betrachtete das Konglomerat auf dem Hauptbildschirm und entschied, dass dieser Ort einen Ausbund an Häßlichkeit darstellte, der schwer zu überbieten war. Die ursprüngliche Station war vermutlich tellaritischen Ursprungs gewesen, ein Volk, dass bekanntermaßen auf äußere Eleganz und Symmetrie wenig achtete. Im Laufe der Jahrzehnte (oder Jahrhunderte?) mehrfach zerstört, geflickt, und von anderen Spezies erweitert wirkte sie nun wie ein großer Haufen verschmolzener Weltraumschrott.

„Eine Beleidigung der göttlichen Schöpfungsordnung,“ resümierte der Inquisitor Maximus Electus, und nahm sich vor, wenn die Verhältnisse erst einmal ‚geordnet‘ sein würde, derartige Schandflecken zu tilgen. Zumal es gewiss an Bord der Station auch zuging wie im sprichwörtlichen Sündenbabel!

„Exzellenz, Ihr solltet dort nicht persönlich rüber gehen,“ mahnte Richards rechte Hand Kavun argwöhnisch. „Ich könnte ein mobiles Hologramm entwickeln.“

„Ich verstehe deine Sorge, mein Sohn. Aber ohne persönliche Präsenz kann ich meine Gesprächspartner nicht sondieren. Und das ist von zentraler Wichtigkeit. – Du wirst an Bord der Vindicator bleiben und Waltham und dieses Piratengezücht observieren. Marcia wird mich begleiten. Und ich benutze den Schutzfeldgenerator.“

Kavun brummte. Seiner Meinung nach war niemand besser geeignet als er selber inklusive seiner kleinen Waffensammlung, verstand sich, um den Inquisitor zu schützen. Aber der heilige Gehorsam war Pflicht, und so fügte er sich mit einiger Anstrengung.


*** An Bord der Station ***

Die tholianischen Gesandten würden in einem speziell für ihre Anforderungen hergerichteten Habitat warten, das sich in den unteren Ebenen der Station befand. Leider verhinderten diverse Abschirmungen und Störfelder, direkt in den nächstgelegenen humanoiden Sektor zu beamen. Was bedeutete, Richard musste den Weg zu Fuß zurück legen. Vorbei an legalen Händlern und illegalen Drogendealern, Hökern mit gestohlener Hardware und geklonten Sklaven. Aus diversen Spelunken klang Gegröle und Musik, und an einer Ecke konnte man Wetten in einem Wrestlingmatch auf Leben und Tod abschließen. Das Einzig Positive war, dass in dem bunten Treiben niemand von den Neuankömmlingen Notiz zu nehmen schien.

In der Nähe eines flackernden kaputten Werbebildschirms, dessen Lichblitze ein bizarres Muster auf den verdreckten Stahlboden warfen, verhielt Richard plötzlich. Marcia ließ einen raschen Rundumblick schweifen, konnte aber nichts Aufmerksamkeit erregendes entdecken. Von rechts näherte sich träge ein Antigravtransporter. Ein paar verdreckte Kinder undefinierbarer Spezies tollten vor ihm her und blockierte den Weg.

„Exzellenz?“ hauchte die Leibwächterin.

„Ich nehme eine feindselige Präsenz wahr…“ In der nächsten Sekunde wich er zurück, Marcia glitt vor ihn und starrte Richtung des halb geöffneten Schotts, aus dem ein eisiger Wind wehte.

Richards Sinne tasteten hinaus und versuchten, die Bedrohung mental zu fassen – und in diesem Augenblick blitzte es dich hinter ihm auf. Marcia fuhr herum, schoß, aber der Disruptorstrahl traf nur noch auf Transporterflimmern. Im Boden hinter ihnen klaffte ein Loch, aus dem sich ein Rauchfähnchen nach oben wand.

Der Inquisitor holte tief Atem, blieb ansonsten aber unbewegt. Marcia musterte die Anzeige auf ihrem Tricorder. „Eine Timerdrohne,“ erkannte. „Wäre die Antigravkiste nur um 0,9 Sekunden schneller vorbei gewesen, hätte sie ihr Ziel erreicht. Was ist mit Eurem Schutzfeld?“

„Intakt. Auf maximaler Stufe.“ Also war die Präsenz eine Ablenkung. Im Moment war nichts mehr zu erspüren...
Wer auch immer das Attentat befohlen hatte, wusste also von seiner speziellen Gabe. Damit kamen nur LaSalle infrage und – Waltham. Er traute niemandem. Das war schon immer das Motto der Inquisition gewesen und es hatte sich bewährt. Daher kannte nur er selbst die Frequenz seines Schutzfeldes, und er trug eine eigene kleine Waffe, von der auch seine engste Umgebung nichts wusste. Wie hatte es der letzte Großinquisitor, Valentinian Constantius ausgedrückt? ‚Ein Inquisitor hat keine Freunde. Ein Inquisitor hat Gott allein. Und Gott genügt in allem.‘ Friede sei seiner Seele.
„Setzen wir unseren Weg fort. Das Habitat der Tholianer ist hinter der nächsten Schleuse verzeichnet.“



Abgeschottet hinter Kraftfeldern, hinter dem die hohe Temperatur alle Umrisse flirren und flimmern ließ, standen drei der spinnenähnlichen tholianischen Kreaturen.

Als seien sie geradewegs aus den Tiefen der Hölle gestiegen, dachte der Inquisitor. Mit einiger Anstrengung konnte er die fremdartige Präsenz der Tholianer dennoch wahrnehmen. (Anm. Deanna Troi kann ja auch durch den Weltraum und Schiffshüllen wahrnehmen Zwinker)
Aber: der Zweck heiligte die Mittel und die Bündnispartner! Richard registrierte abwartendes Amüsement und kalte Verachtung. Der von den Tholianern abgestellte Übersetzer, ein mehräugiger Servidi, strahlte Diensteifer und eine gewisse Aufregung ab. Vielleicht wäre es doch intelligenter gewesen, Mittel in die Entwicklung von Translatoren fließen zu lassen, dachte der Inquisitor in diesem Moment. Anstelle davon auszugehen, dass die Galaxis gefälligst die Sprache der überlegenen Spezies – also des Terranischen Imperiums – zu lernen hatte! Er selbst war zwar in mehreren Sprachen geschult, Tholianisch gehörte jedoch nicht dazu. Er beschloss, dies zu ändern, zumindest für Angehörige der Heiligen Inquisition, sobald die Ordnung wieder hergestellt war…

Nach dem Austausch einiger Höflichkeitsfloskeln zwischen den ungleichen Gesprächspartnern kam der Inquisitor Maximus Electus zum Kern seines Anliegens: „Ich weiß, dass das von uns mit Panox – B bezeichnete System eine gewisse religiöse Bedeutung für die Welt der Tholianer hat.“ ‚Religion‘ kam ihm in diesem Zusammenhang schwer über die Zunge, aber er konnte nicht gut ‚für den abscheulichen Aberglauben‘ sagen!

Von den Tholianern ertönte eine Fülle verschiedener Klicklaute, die der Übersetzer in die Worte fasste: „K’T’K’aT, das die Niederen Panox nennen, ist die Wiege des Lichts.“

„Ein Verbrecher aus dem Terranischen Imperium trachtet danach, sich den Ort anzueignen und zu zerstören.“

„Die Versammlung der Oberen hat die Gerüchte vernommen,“ klackte es.

Wie interessant… „Ich bin im Besitz von mehr als Gerüchten. Genauen Informationen über die Pläne, die die Wiege des Lichts betreffen.“ Richard missfiel der Ausdruck, aber andererseits musste er seine Allianzpartner in Spe dort abholen, wo sie waren, bei ihrem (Aber-)glauben! „Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, den Gegner aufzuhalten.“

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  KI-Ketzerei Log 11
Geschrieben von: Sareth - Mon-Nov-2023, 05:44 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** USS Feynman / Transporterraum ***

Die Matrix unserer Translatoren war mit den neuen Referenzen geupdatet worden, die wir aus den Audio-Visio-Drohnen gewonnen hatten. Bei einem Vergleich mit den Files in der Datenbank zu Spiros Alpha – die ja schon an die hundert Jahre alt waren – hatten wir nämlich festgestellt, dass doch zahlreiche Veränderungen in der Sprache stattgefunden hatten. Trotz aller Vorliebe für Bewahrung der Tradition waren die Bewohner des Planeten nicht so rigoros, wie einige abgeschottete Sektierer, die über Jahrhunderte eine alte Sprachform einzementiert bewahrten: die Ma’Travith auf Vulkan beispielsweise, oder auch die Mennonitenkolonien in Südamerika auf Terra.

Nachdem wir uns passende Kleidung repliziert hatten, fanden wir uns im Transporterraum Eins der Feynman ein. Bisher war es der einzige, in dem die Musterpuffer wieder funktionstüchtig waren.

LaSalle studierte mit düsterer Miene die Details auf seinem Pad. Aber vielleicht lag es auch nur an der unbequemen Halskrause, die sein ‚Kostüm‘ zierte! Laut unserer Informationen entsprach seine Kleidung der eines Regierungsbeamten. Würde war bekanntlich immer unbequem…
Chris Reed neben ihm trug einen Arbeiteroverall, in dessen Taschen eine Reihe Ausrüstungsgegenstände untergekommen waren. Ich selbst hatte ein Klein und einen Umhang mit bestickter Borte gewählt, einigermaßen unauffällig und stadtbürgerlich. Das Ziel war, gegebenenfalls mit so vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen so unauffällig wie möglich interagieren zu können.

Unsere letzten beiden Teammitglieder traten aus dem Lift: Dr. Val’Kara in einem ortstypischen Krankenschwester-Outfit mit einer skurrilen Haube – über die sie sich gerade wieder entrüstete – und Richard in einer weich fallenden, bodenlangen dunklen Robe.

„Ah, wie ich sehe, haben Sie es geschafft, das bequemste Gewand zu ergattern,“ meinte LaSalle in seine Richtung und schob unbewusst wieder die Finger unter die Halskrause.

„Vielleicht ist mein Amt umso unbequemer, Admiral“, erwiderte Richard mit einem leichten Lächeln. „‘Beglaubigter Wahrer der Identität‘ stand auf dem Memento der Person, nach der wir diese Gewandung gestaltet haben. Das hört sich ziemlich anstrengend an.“

„Ja, klingt nach staubigen Büchern und Mottenkugeln,“ grinste Reed, „genau wie bei Ihnen, Rufus! Na, wenigstens habe ich den Funjob, als Dampfbahnmechaniker.“

„Sehen Sie lieber zu, dass Sie kein Verkehrschaos verursachen,“ brummte Val’Kara.

„Ich hoffe, dass wir einen Großteil der Crew bereits in dem Höhlensystem finden, das wir bereits in Verdacht haben aufgrund der Transporterlogs,“ ergriff ich das Wort. „Die Drohnen haben zwar nichts registriert, aber das könnte an den Lagerstätten von Beryllium liegen, die wir dort ausfindig gemacht haben.“

„Und an dem ganzen Dreck in der Atmosphäre,“ fügte Val’Kara hinzu.

Chris Reed justierte den Transporter auf automatischen Transfer zu unseren Zielkoordinaten und wir traten auf die Transferpads.


*** Spiros Alpha / Höhlensystem ***

Unser Team materialisierte wie geplant in der ersten großen Höhle, einige Meter vom Eingang entfernt. Draußen strahlte die Nachmittagssonne und über die Felsen hing ein Vorhang von rötlich-violetten Blattpflanzen. Sie bewegten sich sanft im Wind – und das war das einzige Lebenszeichen, das wir registrieren konnten. Nun, aus der Nähe, stellten unsere Tricorder zweifelsfrei fest, dass sich hier keine Crewmitglieder der Feynman aufhielten.

„Aber sie waren hier, zumindest einige von ihnen,“ sagte Dr. Val’Kara und ließ den Tricordersensor über eine der Höhlenwände schweifen. Ich registriere molekulare Verbindungen aus Atemluftniederschlag, die nur menschlichen und andorianischen Ursprungs sein können. Etwa fünf Tage alt.“

„Wahrscheinlich haben sie die Höhlen wegen des näher rückenden Rodungsareals verlassen, das wir ja schon auf den Drohnenaufnahmen gesehen haben,“ überlegte ich.

„Sie haben den Platz ganz perfekt nach Sternenflottenprotokoll verlassen, jegliche für die Einheimischen wahrnehmbare Spuren beseitigt.“

„Oder doch fast alle….“ Richard bückte sich und fischte etwas aus dem Staub, was sich als abgebrochener Verschluss einer Sternenflottenbox entpuppte. „Aber ich nehme an, anders als in schlechten Romanen haben sie keine verschlüsselte Botschaft an den Wänden hinterlassen, die uns den Weg weist.“

Es gab Methoden, ‚unsichtbare‘ Schrift auf Stein anzubringen, aber die Frage war, ob die Feynman-Crew dafür Zeit und Möglichkeit gehabt hatte. Dennoch, wir sollten nichts unversucht lassen.

„Mr. Reed, starten Sie die den Drohnensensor, der die Wände im ultravioletten Licht abtastet,“ ordnete ich an. “Unterdessen schauen wir uns nach weiteren Spuren um.“ Das Einfachste wäre gewesen, einen Sender oder ein Datenmodul dazulassen, aber das ging natürlich nur auf unbewohnten Planeten…. Und so mussten wir nach anderen Hinweisen suchen.


*** In der nächsten Stadt ***

Einige Stunden darauf war klar geworden, dass es außer kleinen Metallsplittern, Plasteabrieb und anderen kleinen mikroskopischen Spuren keine Hinterlassenschaften in den Höhlensystemen gab. Leider eben auch keine Hinweise, die uns auf der ‚Schnitzeljagd‘ behilflich sein konnten!

Suchprotokollgemäß hatten wir uns in die nächstgelegene Stadt begeben, um dort nach Informationen zu fahnden. Wir erreichten sie kurz vor Sonnenuntergang, und daher war es angeraten, nach einem Nachtquartier Ausschau zu halten. Am nächsten Morgen wollten wir uns dann aufteilen.

Es war eine kleinere Stadt, und selbst Val’Kara fiel – neben der Luftverschmutzung– auf, wie liebevoll die Leute alle Gebäude gestaltet hatte. Selbst Wartehäusschen für die Trambahn und offensichtliche Werkstätten waren mit Zierleisten und Reliefs, kleinen Türmchen und Erkerchen versehen. An öffentlichen Plätzen gab es vielfach Brunnen und Skulpturen.

„Die Akademie für Kunstgeschichte wäre hier im Eldorado,“ murmelte Richard.

„Aber den Ruß muss man erst mal abkratzen.“

„Nun, das musste man ja auch auf der Erde bei zahlreichen Kunstwerken, in der Sixtinischen Kapelle, zum Beispiel.“

Wir waren vor einem besonders prächtig gestalteten Gebäude angekommen. Ich ließ mir vom Tricorder die Inschrift über dem Portal übersetzen. „Die Distriktbibliothek!“

Richard war die ersten Stufen hochgestiegen, um die Mosaikarbeiten links neben dem Portal in Augenschein zu nehmen, als die Tür aufgerissen wurde und zwei mit Büchern bepackte junge Leute heraus stürmten.

„Oh, Euer Spektabilität! Ich grüße Sie!“ rief einer von Ihnen und machte eine Verbeugung vor Richard. „Verzeihung, ich habe Sie nicht gleich gesehen! Sie sind sicher hier für den Literaturwettbewerb morgen?“

Ich sah seinen Kameraden Zeichen machen, die wohl universell in der Galaxis bedeuteten „Quassel das hohe Tier nicht voll“, aber der junge Bücherliebhaber nahm es nicht wahr.


--
(PS: Spektabilität war früher Anrede für den Uni-Dekan, dachte, es passt =))

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  Zwischen Licht und Finsternis - Log 19 / Sir Waltham
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sat-Nov-2023, 06:27 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

IPS Albion / Walthams Büro

Richard von Rabenstein musste zugeben, dass er überrascht war. Walthams Reaktion auf Lady Marvas Forderungen war ungewöhnlich ruhig. Richard hatte eine Explosion erwartet, schon wegen der wohl enormen Summe, die Waltham Prequeck schon überwiesen hatte und welche sich jetzt wohl als „leere Investition“ erwiesen hatte. Doch Waltham lächelte nur kalt und lehnte sich in seinem Sessel zurück. Dann nahm er einen Schluck Wasser aus einem edlen Glas und wandte sich an Richard.

Wa: Euer Emminenz, würden Sie bitte den Wortlaut Ihrer Konversation mit Madame Marva wiederholen?
RR: Sicher. Lady Marva sagte folgendes: Was haben Sie noch mal, dass mich interessiert? Dass ich Ihnen den Dark Rim Korridor öffne? Und kommen Sie mir nicht mit den geistlichen Wohltaten, oder der Zukunft der Galaxis und solchen Platitüden. Oder den Almosen, die Ihr Mittelsmann hat fallen lassen. Bieten Sie mir etwas … Unwiderstehliches.
Wa: Almosen Soso. Nun wenn Madame etwas Unwiderstehliches haben möchte.

Vor Walthams Augen entfaltete sich ein Hologramm. Walthams Augen schienen den angezeigten Diagrammen und ständig sich ändernden Zahlen fast schon gierig zu folgen. Dann breitete sich ein dämonisches Lächeln auf seinem Gesicht aus.

Wa: Nun Euer Emminenz, ich muss zugeben, Lady Marvas Vorgehensweise hat mich überrascht, da sie gegen den Kodex dieser Leute verstößt.
RR: Diese Leute haben alles, nur keinen Kodex.
Wa: Ja nicht in unserem Sinne. Aber Kodex hin oder her, auch ich habe einen gewissen Kodex in solchen Fällen. Und der lautet: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Ah da haben wir es ja.

Mit einer geübten Handbewegung aktvierte Waltham eine gesicherte und nicht rückverfolgbare Leitung zu Lady Marva. Das Gesicht der Frau erschien, ein gewinnendes Lächeln zu Schau stellend.

LM: Ah..der geheimnisvolle Gönner hinter dem Frack des Paffen.
Wa: Lady Marva, ich habe von Ihrer Unzufriedenheit mit meinem Angebot zur Öffnung des Korridors gehört.
LM: Unzufriedenheit? Was Sie mir bieten sind Almosen, eine Frechheit und schon gar nichts Substantielles. Bieten Sie mir etwas , für die sich meine Arbeit lohnt.
Wa: In der Tat bin ich in mich gegangen und habe mein Angebot überdacht.
LM: Ich höre?
Wa: Nun Lady Mara, ich gehe konform mit Ihrer Implikation , dass bei sich ändernden Geschäftspartnern , sich auch die Vertragssituation ändern kann. Ursprünglich hatte ich ja vor, Ihnen Anteile an meinem Transportunternehmen zu bieten. Das hätte Ihnen einen unauffälligen Zugang zu den offiziellen Raumstraßen gebracht aber…
LM: Das hätte mir keinen Vorteil gebracht.
Wa: Ganz recht Madame, ganz recht. Aber da sich ja jetzt, durch die Veränderung der Geschäftspartner, auch die Konditionen geändert haben, gibt es andere Möglichkeiten.Ich kann Ihnen also etwas Besonderes bieten.

LM: Und das wäre?
Wa: Die Landerechte auf den Stationen und Siedlungen der Menkalinan-Gruppe.

Lady Marvas Gesichttszüge schienen einzufrieren.

LM: Wollen Sie mich verarschen? Diese Rechte habe ich schon!
Wa: Ja, aber nur solange, bis jemand bei der Menkalinan-Group Ihnen die Rechte entzieht. Und glauben Sie mir, ich habe nicht nur die Möglichkeit dazu, dies zu arrangieren., Nein, nicht nur das.
ich habe dies schon mehrfach getan. Und bevor Sie jetzt ein „ na dann machen Sie doch“ von sich geben, sollten Sie wissen, dass ich die finanzielle Lage Ihres Syndikats untersucht habe. Sie generieren 60% Ihrer Einnahmen durch den Schmuggel in den Gebieten der Menkalinan- Group. Ein Wegfall der Landerechte würde für Sie Mehrkosten von 12, 8 Millionen Credits pro Jahr bedeuten, da Sie dann keinen direkten Zugriff mehr hätten, sondern mit lokalen Gruppen zusammenarbeiten müssten. Ihr Guthaben auf Aargau beträgt lediglich 500000 Credits. Für mich würde es nur 30 sec. dauern, meine Rechte gegenüber dem Direktorium der Menkalinan-Group durchzusetzen. Aber für Sie würde das den Bankrott bedeuten. Den sicheren Bankrott.
LM: Das ist Erpressung, Sie sind ein Verbrecher.
Wa: Nein, ich bin Geschäftsmann. Und Geschäfte sind eben einer militärischen Handlung ähnlich.
LM: Wissen Sie in welche Bedrängnis Sie mich dadurch bringen?
Wa: Madame, jeder ist in Bedrängnis, heutzutage. Das macht die Würze des Ganzen aus, nicht wahr?
Also ich warte auf Ihre Rückmeldung. Ich habe die Ehre, Ihnen einen schönen Tag zu wünschen.

Waltham unterbrach die Verbindung.

Wa: Nun Euer Emminenz, war dies gegen den Willen der Kirche?

Richard lächelte schmal.

RR: Nun, bezüglich Lady Marva kann ich hier nur sagen: Wer Wind sät.

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  KI-Ketzerei / Log 10 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sat-Nov-2023, 09:21 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

USS Feynman / Besprechungsraum

Es hatte etwas Mühe gekostet, die Kameradrohnen so zu konfigurieren, dass sie möglichst unauffällig und so nahe wie möglich an der Oberfläche Aufnahmen machen konnten. Da es keine direkte Verbindung zu den Drohnen gab, musste man bis zur Rückkehr der Drohnen warten. Die Auswertung der Aufzeichnungen ergab ein etwas uneinheitliches Bild.
Chris Reed hatte es übernommen, die Auswertungsergebnisse zu präsentieren und dies schien ihm Spaß zu machen. Auf dem Holoscreen waren zuerst einige scheinbar unberührte Wiesen und Wälder zu sehen. Als der Zoom der Kameradrohne 4, welche etwa 1000 km nördlich der Äquatorebene des Planeten, in knapp 500 m Höhe ihrer vorprogrammierten Route folgte, direkt auf ein ausgedehntes Waldgebiet fuhr, sah man weiträumig abgeholzte Gebiete und verbrannte Baumstümpfe.
Doktor Val´Kara zischte bböse.

VK: Brandrodung. Wie primitiv.

Chris Reed kichrte.

CR: Mit Brand hat es etwas zu tun. Ja….

Auf dem Holobild war jetzt eindeutig eine dunkelgrau-weiße Qualmwolke zu erkennen. Als deren Verursacher entpuppte sich ein riesiges, scheinbar von 20 pferdeähnlichen Wesen gezogenes Ungetüm von Maschine, welches unweit des Waldrades zum stehen kam. Die Zugtiere wurden angespannt und die etwas untersetzt wirkenden Betreuer der Tiere beeilten sich, die Wesen etwa 200 Meter weit weg zu führen.

Doktor Val´Kara wandte sich an LaSalle

VK: So wie diese Leute aussehen, werden zumindest Sie LaSalle, keine Probleme damit haben, sich dort unten unauffällig zu bewegen.

LaSalle lächelte übel.
LS: Das war ein Kompliment und deswegen nicht wahr.

Reed führte seine Ausführungen jetzt fort.

Re: Was Sie hier sehen, ist ein primitive Dampfmaschine. Mittels eines, über einen Transmissionsriemen angetrieben Rades, wird ein Stahlseil, welches bis zu einem Umlenkpunkt am anderen Ende des Rodungsgebietes geführt wird, mit hoher Geschwindigkeit bewegt und fungiert als Säge. Damit lassen sich mehrere Bäume auf einmal fällen.

Auf dem Holobild war zu erkennen, wie sich eine Stahlseil in gut 2 Metern Höhe in mehrere Bäume fraß. Die gefällten Bäume wurden jetzt mittels der Zugtiere aus dem Wald gezogen und außerhalb des Waldes hinter ein Gefährt gehängt, welches man durchaus als Damptraktor erkennen konnte.
Richard von Rabenstein brummte.
RR: Ich dachte, es gäbe keine Technologie auf diesem Planeten?
Re: Der technologische Stand entspricht dem der Erde etwa im Jahre 1840. Wir haben es hier wohl mit einer Gesellschaft zu tun, in der die industrielle Revolution gewollt stagniert,

Sareth räusperte sich.

Sa: Wie meinen Sie das?
Re: Nun Mam, die Drohnen haben Messungen der Zusammensetzung der Atmosphäre, sowie des Strahlungsspektrums durchgeführt. Wir haben eine extrem hohe Konzentration an Schwefelwasserstoffen und Metallstäuben festgestellt. Zeichen für eine primitive, aber vorhandene Schwerindustrie.
RR: Also keine mittelalterliche Gesellschaft!?
Re: Jein…technisch gesehen nicht, aber warten Sie es ab.

Das Holovideo lief weiter. Auf dem Screen war jetzt eine Stadt zu erkennen. Zwischen unzähligen Fabrikgebäuden und massiv qualmenden Schloten, waren kleine , höchstens zweistöckige Häuser zu entdecken. Offene Kanäle durchzogen in einem wirren Muster die Straßen.

Re: Hier handelt es sich wohl um Abwasserkanäle.
VK: Scheußlich.

In den Straßen wimmelte es von Karren, welche entweder von Personen, oder von jenen pferdeähnlichen Wesen gezogen wurden. Dazu kamen Fahrzeuge, welche entfernt an Dampfstraßenbahnen erinnerten und eine große Anzahl an Reitern. Das perfekte Verkehrschaos.
Hier und da waren ein paar Straßenlaternen zu erkennen, welche scheinbar nur aus Fackelhaltern bestanden.
Die Kamera schwenkte jetzt um und zeigte eine hohe Gerüstkonstruktion. Auf einer Plattform auf der Konstruktion stand ein Pfahl, an den eindeutig Ketten zu erkennen waren und daneben eine M-förmige Konstruktion, deren Funktion mehr als eindeutig war.

Re: Ein doppelschäftiger Galgen und ein Pranger.
RR: Also doch. Was gibt es denn noch Nettes?
Re: Bei der Bildanalyse habe ich festgestellt, dass überall vor jeglichem Fortschritt gewarnt wird. Hauptsächlich auf Plakaten und Denkmälern. Man predigt den Stillstand.
RR: So sieht das hier auch aus.
Re: Ja, alle technischen Anlagen sind wohl Jahrzehnte alt. Zumindest den Videoaufzeichnungen nach zu urteilen. Es ist zwar nicht so, dass keine Instandhaltungsarbeiten stattfinden, aber es wird nur ersetzt. Nicht erneuert.

Auf dem Holoscreen war zu erkennen, wie Bauarbeiter das Dach eines Gebäudes neu eindeckten. Sie verwendeten dabei jedoch die alten Dachschindeln, welche in einem großen Haufen neben der Baustelle lagen.
Re: Es wird repariert, aber nicht renoviert.
Das Bild sprang jetzt um auf eine Straßenszene. Man konnte jetzt gut einige Passanten aus der Vogelperspektiver erkennen. Die Kleidung einiger Personen hatte eindeutig etwas viktorianisches, andere waren eher mittelalterlich gekleidet. Jedoch war festzustellen, dass sich der jeweilige Stil dutzendfach wiederholte.
RR: Stagnation. Sie haben recht Mr. Reed. Gewollte Stagnation.

Das Bild änderte sich wieder und zeigte eine riesige , völlig leere Fläche , an deren Rändern sich die Überreste von hallenähnlichen Gebäuden fanden. Ein Stumpf eines Turmes war ebenfalls zu erkennen. Und auf einem Hügel oberhalb der Fläche war ein halb eingestürzte, kuppelförmiges Gebäude zu finden.

LS: Eine Betonfläche?
Re: Ja, dieses Objekt befindet sich etwa 50 km nördlich der Stadt, welche wir soeben gesehen haben. Ich halte das für die Überreste des zentralen Raumhafens des Planeten. Die Ruine auf dem Hügel sieht nach einer Sternwarte aus.

RR: Das passt ins Bild. Die Vergangenheit wird verleugnet und verteufelt, indem man ihre Hinterlassenschaften ignoriert.
VK: Haben Sie denn irgendwelche medizinischen Einrichtungen ausmachen können?

Re: Bisher nicht, Doktor
VK: Das verspricht, erholsam zu werden.
Re: Es gibt da noch etwas. Und das ist…..nun eigentlich nicht erklärbar.
LS: Und was ?
Re: Nun Sir, ich habe die internen Strahlungsscanner der Drohnen ausgelesen. Keine AM/FM oder Hyperband-Emissionen, keine künstlichen, elektromagnetischen Emissionen, keine elektrischen oder elektronischen Aktivitäten auf den Scannern. So wie wir es erwartet hatten. Keine Aktivitäten, bis auf eine Ausnahme. Drohen Nr. 4 hat eine elektronische Aktivität aufgefangen. Aus der Hauptstadt. Ein kurzer UHF-Impuls,
RR: Von der Crew der Feynman?

Reed schüttelte den Kopf

Re: Nein, das Signal enthielt keine Information. Extrem Low-Level. Es war eher…nun eine Art Einschaltimpuls eines elektronischen Gerätes.

Sa: Wir müssen da runter . Umgehend.
VK: In dieses Chaos?
Re: Das wird spaßig.
LS: Zum Spaß haben sind wir hier.
Sa: Ja….das wird sehr „spaßig“.

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  KI-Ketzerei - Log 9
Geschrieben von: Sareth - Wed-Oct-2023, 01:33 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

NRPG: Irgendwie hatten wir das vor nicht allzulanger Zeit erst, dass Crewmitglieder an Bord fehlten und Logs manipuliert wurden. Ich löse das mal sanft auf…

RPG:

*** An Bord der USS Feynman ***

Vom Cockpit der im Hangar stehenden Captain’s Yacht sah ich draussen Chris Reed gestikulieren und kletterte zur offenen Luke.
„Was gibt es?“

„Unser phänomenaler Klempner-Doc Val’Kara hat das Problem gelöst, warum die Transporter nicht eingesetzt worden sind.“

„Sparen Sie sich den Sarkasmus, Mr. Sternenflotte!“ fauchte sie, in diesem Moment ebenfalls in meinem Sichtfeld auftauchend. „Ich wollte lediglich die Krankenstation auf eventuelle Verletzte vorbereiten. Und während ich den Transporter der KS in Augenschein nahm, habe ich festgestellt, dass der komplette sekundäre Musterpuffer offline war. Nach dem, wie es aussieht-„

„Ich sagte ja, Sie sind eben doch eher ein Klempner!“ konnte Reed es nicht lassen und fing sich noch einen bösen Blick ein. Irgendwie schienen die beiden sich aber in dem Geplänkel doch wohl zu fühlen…

„Nun, nach dem, wie es aussieht, Mr. Sternenflotte, ist es während des Ionensturms zu einer Entladung direkt in den Hauptdeflektor gekommen. Das hat zu einem Kurzschluss im Transportersystem geführt. Laut den Logs in der KS hat der diensthabende Medic noch versucht, die Musterpuffer der KS abzuschotten, was aber nicht mehr gelang. Die Systeme fielen aus, wie Dominosteine sozusagen, weil überall die Überlastungen zum Notfall-Shutdown führten.“

„Außer dort, wo die Systeme ohnehin autark waren: in den Shuttles und der Yacht,“ ergänzte ich. Ich hatte die letzte Stunde in der Yacht verbracht und dort mit einigen externen Powerpacks und Startermodulen den Bordcomputer wieder in Gang gesetzt. Und dabei war ich auf den anderen Teil des Puzzles gestoßen: Die fehlenden Logs.
„Offenbar hat Captain Van Rooyen die Yacht abgekoppelt und in den Hangar geflogen. Das ist zumindest der Eintrag, den ich gerade rekonstruieren konnte.“

„Um den Transporter der Yacht zu benutzen,“ schlussfolgerte Val’Kara, und ich nickte.

„Die Induktorspulen sind zum Teil geschmolzen, ein Zeichen, dass sie über die Leistungsgrenze hinaus beansprucht wurden. Aber nachdem die Systeme der Feynman ausgefallen waren, inklusive der Lebenserhaltung, blieb nicht viel Zeit, um das Schiff zu evakuieren. Die Rettungskapseln konnten nicht abgesprengt werden, der Haupttransporter war offline, der Deflektor zerstört. Genug Shuttles gab es auch nicht. Außerdem – wo landen.“

„Ja…. Womöglich auf dem zentralen Platz der Hauptstadt, vor dem größten Tempel oder soetwas,“ brummte Val’Kara. „Nicht, dass das nicht schon vorgekommen wäre, Prime Directive hin oder her.“

„Aber Van Rooyen nutzte den Transporter der Yacht. Sowie wir alle Daten rekonstruiert haben, werden wir auch die Koordinaten haben, zu denen die Crew gebeamt hat.“

„Brauchen Sie etwas technischen Beistand, Admiral?“ Val’Kara war auf der Treppe.

„Der ist immer willkommen, Doc.“


*** An Bord der USS Feynman / 3 Stunden darauf ***

Der kleine Besprechungsraum war nur linksseitig erleuchtet, rechts glomm lediglich der Notstreifen. Für unsere Zwecke war es momentan ausreichend. In der Mitte des Tisches entfaltete sich gerade die holographische Landkarte einer Region von Spiros Alpha.

„Wo die Shuttles gelandet sind, kann ich nicht sagen. Die Transporterkoordinaten betreffen diese drei markierten Bereiche,“ erklärte ich, während rote Marker im Holobild erschienen. „Leider haben wir nur Oberflächendaten zur Verfügung, die etwa hundert Jahre alt sind. Auch in einer konservativen Gesellschaft kann sich da viel getan haben. Damals befand sich hier nördlich noch relativ unberührte Natur. Wahrscheinlich ist das Siedlungsareal oder auch die Industrie unterdessen weiter ausgebaut worden. Die Karte verzeichnet Felsformationen mit Höhlensystemen. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat die Crew der Feynman dort Zuflucht gesucht, oder es zumindest versucht. Bedenken wir, dass sie auf die Schnelle ja keine holographischen Maskierer oder medizinische Eingriffe durchführen konnten, um ihre Aussehen der lokalen Bevölkerung anzugleichen. Dass heißt, die als deutlich nicht-menschlich erkennbaren Crewmitglieder müssen sich verborgen halten. – Doc.“

„Das betrifft ungefähr 25 Leute,“ warf Val’Kara ein, „bei denen man mit um den Kopf drapierten Schals und so weiter nichts hat machen können. Darunter ein Suliban, drei Bolianer und vier Andorianer, mehrere reptiloide Spezies. – Sie haben ja sicherlich alle einen Blick in das Crewmanifest geworfen. Zur Sicherheit schicke ich die Daten noch einmal herum.“

Vor uns auf dem Tisch leuchteten die einzelnen Signale im Interlink auf, und einen Moment später hatten wir alles auf unseren Padds.
„Da die Sensoren der Feynman nicht funktionstüchtig sind, werden wir drei Kameradrohnen starten, ehe wir selbst runtergehen. Sobald wir ihre Daten gesichtet haben, gehen wir an die Detailplanung unseres Einsatzes.“

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  KI-Ketzerei Log 8 - NPC
Geschrieben von: Sareth - Sun-Oct-2023, 07:25 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Spiros Alpha / Shazach Nueva ***

Namr blickte auf die das junge Mädchen, das vor ihm im Schein der Petroleumleuchte im Wohnungsflur stand, auf die glitzernden Reflexe der Perlen in ihren vielen keinen Zöpfen. Die Versuchung war groß, auf das Angebot einzugehen.

„Komm doch mit, Smilli wird spielen, da bebt der Tanzboden!“ wiederholte sie.

„Ich kann nicht. Du weißt, das Inventar fürs Museum.“ Er machte eine Kopfbewegung in Richtung der wuchtigen, chromglänzenden Schreibmaschine im Zimmer am Ende des Flures. „Ich hätte doch schon gestern abliefern sollen. Aber ich bin mit der Reinschrift immer noch nicht fertig.“

„Weil du immer mit dem Finger in der Luft kreist, ehe du ihn auf eine der Tasten setzt, Namr!“ Sie lachte und fing dabei an zu husten.

„Irgendwann ersticken wir hier alle,“ brummte der junge Mann, während das Mädchen ihr Asthmaspray einsog.

„Ich warte auch sehnsüchtig auf die neuen Filtermasken,“ sagte sie dann.

„Ach, Masken! Wir müssen was gegen den ganzen Smog tun, den Ruß! Die Dampfzüge, die Dampfkarren, die ganze Industrie, alle spucken Ruß und Dreck aus. So kann es doch nicht weitergehen!“

„Du hörst dich an wie die Ketzer von Manag, die an der Uni ihre Flugblätter verteilen.“

„Ich sage nur, wir müssen was tun, was die Umweltverschmutzung angeht. Sauberere Antriebe und—„

„Und dafür brauchen wir dann Rechenmaschinen und so weiter! Hör auf damit! Damit bringst du dich in den Knast, mit solchem Gerede. Wir müssen dem Pfad der Wahrhaftigkeit folgen.“

Namr seufzte. „So eine kleine, einfache Steuereinheit, wenn sie uns zum Beispiel hilft, im Verkehr-„

„Ich will es nicht hören! Ich gehe jetzt!“ Sie drehte sich schwungvoll zur Tür, und die Perlen in den Zöpfen klirrten gegen einander. Dort wandte sie sich noch einmal um: „Hast du vielleicht die Berichte aus der Großen Verwirrung vergessen? Wie damals die Künstler, die Säulen unserer Kultur, als wertlos angesehen wurden, weil die Maschinen vollkommenere Kunstwerke erschaffen hätten? Oder wie beinahe zwischen Manag und Ival Krieg ausbrauch, weil die Rechenmaschinen falsche Meldungen verbreitet haben? Rechenmaschinen sind das Böse. Jeder weiß das.“

„Ja, natürlich hast du Recht. Aber, ich dachte nur… vielleicht gibt es Wege, dass nicht alles außer Kontrolle gerät? Ich meine, Spiros Alpha hatte damals Kontakt mit Außenweltlern. Also muss es Zivilisationen geben, die sich die Rechenmaschinen dienstbar gemacht haben, ohne von ihnen vernichtet worden zu sein.“

„Und woher weißt du, dass das nicht auch alles Falschmeldungen sind, damals verbreitet von der KI, um uns zu verwirren und uns ins Chaos zu stürzen? Das sagt zumindest mein Vater, und er ist immerhin Oberster Referenziar beim Rat für Glaubensfragen. – Also, kommst du nun mit tanzen oder willst du weiter Unsinn labern?“

„Heute nicht. Ich muss wirklich noch das Inventar fertig schreiben, oder der Supervisor streicht mir den Urlaub. Wir sehen uns morgen beim Seminar?“

„Ja, klar. Dann arbeite mal schön, du Arbeitssüchtiger!“ Der kleine Disput von eben war schon vergessen. Sie deutete einen Luftkuss in Namrs Richtung an, und war einen Moment später aus der Tür.

Er wartete, bis ihre Schritte auf den Stufen verklungen waren und trat ans Fenster, wo er ihr noch hinterher winkte. Ohnehin war sie an der nächsten Ecke in einer der schwerfälligen Trambahnen verschwunden.

Namr atmete tief durch, ging dann in sein Arbeitszimmer, an der Schreibmaschine vorbei. Er schob das Bett weit genug zur Seite, dass die kleine Tür dahinter zu öffnen war und verschwand in der kleinen Abstellkammer. Als er die Petroleumlampe anzündete und den Docht etwas hochdrehte, um die Flamme heller zu machen, fiel der Schein auf ein abenteuerliches Sammelsurium: an der linken Wand stapelten sich drei ausrangierte Stromgeneratoren der strombetriebenen Hochbahnstrecke übereinander. Rechts auf einem Hocker stand ein antiker dickbauchiger Televisionsempfänger. Dazwischen lagen, standen und hingen in einem Gewirr von Kabeln weitere Geräte.

Es hatte seinen Vorteil, in einem Museum zu arbeiten, dachte Namr. Vor allem, wenn man Zugang zum Depot hatte, das vollgestopft war mit Sachen, die dort seit hundert Jahren vor sich hin verstaubten. Von denen niemand wusste, dass sie dort überhaupt lagen. Nach und nach hatte er alles abgeschleppt, in Einzelteilen so manches. Die alten Generatoren hatte jemand aus seiner Gruppe aus dem Reparaturwerk der Hochbahn „besorgt“.

Seine Freundin würde sie wohl als Ketzer bezeichnen. Er und die anderen arbeiteten unter dem Tarnnamen „Die Erleuchter“.
Leider war es ihm trotz aller Mühe bisher nicht gelungen, auch nur das kleinste Signal von dem alten Transmitter auf das alte Televisionsgerät zu senden. Nicht einmal ein kleines weißes Feld leuchtete auf. Namr fuhr sich durch die blau gefärbten Haare. „Was hab ich bloß übersehen?!“

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  KI-Ketzerei Log 7 / LaSalle / NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sat-Sep-2023, 10:18 AM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

An Bord des Shuttles ‘Blueberry Pirates Gig’

Das winzige Shuttle, eingekeilt zwischen Schrott und den Wänden des altersschwachen Containers, wirkte noch antiquierter als der Rest der der Blueberry-Pirate.
Mit welchen Methoden LaSalle Bennet dazu gebracht hatte, seine Abmachung einzuhalten, wollte Sareth sich gar nicht vorstellen. Das Erreichen der Einstiegsluke des Shuttles war schon Herausforderung genug. In 10 min. würde Bennet den Container abkoppeln und ins Sperrgebiet driften lassen. Dann würden die Wände des Containers mittels Überdruck gesprengt werden und das Shuttle würde, innerhalb der Trümmerwolke, in Richtung der USS Feynman fliegen. So zumindest der Plan.

Kurz vor Abstoßen des Container hatte schließlich auch ein laut fluchender Chris Reed das Shuttle erreicht und nur 2 Minuten später war noch nur das Shuttle einsatzbereit, sondern auch der Container , ohne Vorwarnung, abgekoppelt worden.
Reed explodierte.

RE: Will dieser Bennet uns umbringen?

Reed aktivierte das COM.

Re: Bennet, was fällt Ihnen ein? Sind Sie besoffen?

Bennets Stimme kam aus dem altersschwachen Lautsprecher.

Be: Wieso? Schauen Sie doch mal auf die Uhr, Mr. Sternenflotte. Pünktlich wie ein Ferengi bei einer Versteigerung. Und außerdem: Wir hatten Funkstille ausgehandelt. Wünsche noch viel Spaß bei Eurem Abenteuer-Urlaub. Bennet End und Aus.

Re: Das ist doch wohl.....

Sareth schüttelte den Kopf.

Sa: Lassen Sie ihn. Wir haben was wir wollten. Lassen Sie uns Kurs auf die Feynman nehmen.
Re: Was ist, wenn er uns verpfeift?

LaSalle räusperte sich.

LS: Oh dagegen ist Vorsorge getroffen.
Re: Darf ich fragen wie, Sir?

LaSalle grinste gehässig.

LS: Der Kenner genießt und schweigt.
Re: Sie werden mir allmählich unheimlich, Sir.

Sareth musste lachen.

Sa: Deshalb nennt man LaSalle ja auch den Dämonen von Neu-Berlin.
LS: Wir leben ja auch in dämonischen Zeiten.

Richard von Rabenstein kratzte sich nachdenklich am Kinn.

RR: Könnte ein neuer Romantitel sein.

Val´Kara schnaubte verächtlich.

VK: So eine Idee kann auch nur einem Journalisten kommen,
RR: Gnädige Frau, ich bin kein Journalist, sondern nur ein einfacher Schriftsteller.
VK: Wie auch immer. Sie haben alle noch keinen Dämon gesehen.
Re: Irrtum.
VK: Wo haben Sie Mr. StarFleet, denn einen Dämonen gesehen?

Reed wies mit der Spitze seines Kampfmessers, auf der er ein Stück der Notration aufgespießt hatte, auf Val´Kara.

Re: Hier, gerade vor mir.
VK: Soll das ein Kompliment sein?
Re: Ach vergessen Sie es.
LS: Mr. Reed, Doktor Val´Kara, es wäre von Vorteil, wenn wir uns um unsere Aufgabe kümmern könnten.
Re: Aye Sir.
VK: Wenn es den sein muss.
RR: Das wird lustig.

18 Stunden später hatte das Shuttle die Feynman erreicht. Reed flog das Schiff mit geringstmöglichen Antriebsemmissionen an, um eventuelle Überwachungssonden nicht zu alarmieren.
Die Feynman wirkte, bis auf einige Kratzer, äußerlich unbeschädigt. Auf verschlüsselte Kontaktanrufe reagierte die Feynman jedoch nicht.

Re: Mhmmm, hört sich, als ob der Hauptcomputer komplett deaktiviert wäre.
Sa: Nun, das Schiff ist einen Ionensturm geraten. Da können auch beide Computerkerne ausgefallen sein und nur noch die Backup-System laufen.
Re: Möglich, Mam, möglich. Nun, da vorne ist eine Notschleuse. Ich könnte rüber gehen und das Hangartor öffnen.
RR: Warum beamen wir nicht rüber?
Sa: Da wir keinen Kontakt zu den Systemen der Feynman haben, wissen wir nicht, wie die Situation da drüben ist. Außerdem hat dieses Shuttle keinen Transporter, dafür ist es zu klein. Gut Mr. Reed, gehen Sie rüber. Aber äußerste Vorsicht.
Re: Jawohl, Mam.

Reed quetschte sich in den engen Schleusenraum, legte dort den uralten Raumanzug an, welcher erstaunlicherweise den Drucktest überstand und öffnete dann die Schleusentür.
Reed schwang sich in den freien Raum hinaus und aktivierte die Rückstoßdüsen des Anzugs. Mit Hilfe eines magnetischen Handgriffes war es Reed möglich, sich an der Außenwand der Feynman festzuhalten. Mit einem klobigen Schlüssel konnte Reed die Schleusentür mit großer Mühe öffnen und verschwand im Inneren der Feynman.
2 Minuten später meldete er sich über das Com.

Re: Mam, ich bin auf der Brücke. Beide Computerkerne sind offline. Das Backup-System ist im Minimalbetrieb. Die Energiereserven liegen jedoch bei 75%. Ich öffne jetzt das Hangartor und flute den Hangarbereich mit Atemluft.
Sa: Tun Sie das, Mr. Reed.

10 min. später lag das Shuttle im Hangar der Feynman und die "Crew" des Shuttles war ausgestiegen. LaSalle blickte sich um.

LS: Hier steht noch ein Standard-Shuttle , sowie die Captains-Yacht.
Sa: Die Yacht im Hangar? Merkwürdig. Wie auch immer, die Feynman hat eine größere Besatzung, als wir mit 2 Shuttles und einem Flug zurückholen können.
LS: Wenn aber 2 Fluggeräte noch an Bord sind, wie ist dann die gesamte Crew der Feynman von hier zum Planeten gekommen?
Sa: Begeben wir uns zur Brücke. Beginnen wir unsere Nachforschungen dort.

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Ortswechsel:

USS Feynman / Brücke

Zeit: 2 Stunden. später

Sareth schüttelte den Kopf.

Sa: Das macht nicht viel Sinn. Das Logbuch der Feynman endet vor dem Kontakt mit dem Ionensturm, Und Captain van Rooyen sprach von einer "absolut perfekten Performance" seitens der Crew.
LS: ASlle Rettungskapseln sind noch an Bord, Es fehlen lediglich 2 Shuttles.
Re: Das bedeutet eine maximale Transportkapazität von 30 Personen. Die Regularien verbieten klar einen Pendelbetrieb. Laut den Transporterlogs wurden die Transporter seit dem Abflug von SB6 nicht mehr genutzt.
RR: Eventuell wurden die Logs ja manipuliert?
Sa: Möglich, aber warum sollte jemand einen solchen Aufwand betreiben?
LS: Wo sind also die restlichen 100 Crewmitglieder der Feynman verblieben?
VK: Zumindest funktionieren die Nahrungsmittelreplikatoren. Da muss unser Mr. Sternenflotte nicht verhungern und kann sein volles geistiges Potential einer Lösung des Rätsels zu führen.
Re: Zu liebenswürdig, Frau Doktor Frankenstein.
VK: Vorsicht Sternenflotte.
LS: Schluss jetzt! Kümmern wir uns lieber um das Problem.


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Ortswechsel

Spiros Alpha
Shazach Nueva
Straße der Wahrheit
Haus der Vertreter der Provinzen

Büro des Rates für Protektion / Zimmer 1

Protektor Barnes Atarver blickte aus dem großflächigen Fenster auf die Straße vor dem Gebäude. Einige Fuhrwerke quälten sich durch den wimmelnden Verkehr, welcher auch Kutschen, Fußgängern und dampfbetriebenen. offenen Straßenbahnen, sowie aus eine Unzahl von Fußgängern bestand. Über der gesamten Stadt hing eine Dunst- und Qualmglocke, nichts anderes als klassischer Smog. Aber so wollte es ja der Rat.

Atarver schnaubte. Ja der Rat. Ein Haufen fehlgeleiteter, antiquierter Idioten, welche sich an uralten Regeln und Gesetzen festhielten. Nun, wenn Atarvers Pläne reifen würden, dann würde sich das Leben auf Spiros Alpha drastisch ändern.

Atarver wurde durch ein Klopfen an der massiven Holztür seines Zimmers aus den Gedanken gerissen.

BA: Kommen Sie rein.

Ein Diener öffnete die Tür und ein elegant gekleideter, streng blickender Mann betrat mit energischen Schritten den Raum.

BA: Rat Schabrall, was verschafft mir die Ehre Ihres Besuches?

Schabrall, seines Zeichens Rat für Glaubensfragen, schnaubte verächtlich.

Sch: Das wissen Sie genauso gut oder sogar besser als ich. Ich bin davon überzeugt, dass Ihre Spitzel die Gerüchte bereits vernommen haben?
BA: Welche Spitzel meinen Sie denn im Besonderen?
Sch: Kommen Sie! Wir leben alle nicht auf den Inseln des Morasts. Die Ratsversammlung verlangt von Ihnen, als oberstem Beauftragten für Sicherheitsfragen, Aufklärung über die Entstehung der Gerüchte, das Außenweltler angeblich auf unserer Welt aufgetaucht sind. Fremde von Himmel.
BA: Schabrall, ich versichere Ihnen, wenn es solche Dämonen vom Himmel gäbe, hätten meine Einheiten diese schon längst unschädlich gemacht. Diese Gerüchte sind nichts anderes als Gerüchte. Geboren aus Sensationslust und Aberglaube.
Sch: Ich warne Sie, Atarver. Einer unserer wichtigsten Glaubensgrundsätze lautet, dass wir, unsere Zivilisation, von den Göttern erschaffen wurden und es außer uns, kein Leben im Universum gibt. Und das jeder von de Göttern an seinen Platz gestellt wurde. Dies darf nicht hinterfragt werden. Dieser Glaubensgrundsatz hält seit über 100 Jahren diese Gesellschaft am Leben und es ist Ihre Aufgabe, für den Schutz dieser Gesellschaft zu sorgen.

Atarver setzte sich auf den Sessel an seinem Schreibtisch.

BA: Sie müßsen mir nicht erzählen, welche Aufgaben ich habe. Sie können aber dem Rat versichern, dass ich mich um eventuelle Probleme kümmern werde. Dann können Sie und der Rest der Ratsmitglieder Ihre erhabenen Häupter weiterhin in weiche Kissen betten, anstatt ihre Köpfe plötzlich in irgendwelchen Eimern zu finden. Eine Revolution wird es mit mir nicht geben. Seien Sie versichert. Und nun habe ich die Ehre, Ihnen einen guten Tag zu wünschen, Rat Schabrall.

Schabrall schnaubte.

Sch: Eines Tags wird Ihnen Ihre Impertinenz noch auf die Füße fallen. Guten Tag.

Schabrall rauschte aus dem Raum. Atarver legte seine Füße auf den Schreibtisch und begann intensiv nachzudenken. Konnte es sein dass...?
In einem plötzlichen Impuls sprang Atarver auf, drehte das Licht der Gaslampe an der Decke auf und riss die Tür zum Vorzimmer seines Büros auf.

BA: Schubjack, kommen Sie bitte in mein Büro. Sofort!

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  Zwischen Licht und Finsternis - Log 18
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sun-Sep-2023, 08:41 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** An Bord der Kharrtri-Station ***

Richard von Rabenstein, Inquisitor Maximus Electus, lauschte seit über einer Stunde der Beichte von Warlord Prequeck – und hielt dessen Ausdünstungen stand, an sich schon eine Herausforderung. Prequeck schien die Nacht vor seiner Lebensbeichte in einer Kneipe zugebracht zu haben, und von billigem Fusel bis zu billigen Räucherstäbchen war alles an ihm haften geblieben. Möglicherweise war auch die Erfindung von solch zivilisatorischen Gewinnen wie einer Wasser- oder Schalldusche nicht bis zu ihm gedrungen.

Richard, der in dem improvisierten „Beichtstuhl“ hinter einem leider nicht geruchsabweisenden Gitter saß, hielt sich dezent ein Tuch vor die Nase. Gut, er und seine Getreuen brauchten die Passage durch den Dark Rim Korridor. Sie brauchten Kontakt zu den Tholianern. Sie mussten LaSalle aufhalten, und das war der einzige, so rasch zu bewerkstelligende Weg. Der Zweck heiligte die Mittel. Leider übertönte er nicht die Gerüche…

Überdies zählte der Inquisitor nun schon die zwölfte Art, eine Person vom Leben zum Tode zu bringen, die zehnte, jemanden auf unlautere Weise um seinen Besitz zu bringen, und die achte, mit einem weiblichen Wesen Coitus zu pflegen.

Prequeck auf der anderen Seite des Gitters stieß einen langen Seufzer aus, schluchzte und fuhr fort: „Ich bin ein sündiger Mensch, ich weiß. Aber die Zeiten sind schwer…“

„Keine Entschuldigungen.“ Sonst dauert es noch länger.

„Ich weiß, ich weiß, Euer Exzellenz. Es ist auch nur noch eine Sache, die auf mir lastet. Dann kann ich mit befreiter Seele die mir versprochene-„ Ein kurzes Sirren war zu hören, dann ein letzter Seufzer und das unverkennbare Geräusch eines massigen Körpers mit Goldschmuck, der zu Boden rutschte.

Richard fuhr hoch. Der Gedanke durchzuckte ihn, dass er lieber doch einen Leibwächter – Aber das Beichtgeheimnis - ! In der nächsten Sekunde formte sich in einigen Metern Entfernung wie aus dem Nichts die Gestalt einer Frau.
Ich werde jetzt Gott bewahre doch nicht ohne die Sakramente---

„Ein persönliches Tarnfeld ist eine feine Sache, finden Sie nicht auch?“ sagte sie kalt und steckte ihre Miniaturarmbrust an den Gürtel. „Keine Sorge, ich wollte nur den Fettsack aus dem Weg räumen.“

Jetzt erst, als sie die Kappe zurückschob, erkannte der Inquisitor, mit wem er es zu tun hatte. Lady Marva. Die Braut Prequecks! „Madame… Das hatte ich nicht antizipiert.“ Mit größter Anstrengung bekam er den Schreck unter Kontrolle.

„Mein Vater hatte mich an Prequeck verschachert, für die Absatzmärkte auf Iffilar. Aber ich habe meine eigenen Pläne. Iffilar gehört mir, und jetzt auch der Dark Rim Korridor. – Und, absolvieren Sie mich?“ Sie machte eine Kopfbewegung in Richtung Prequecks Leichnam.

„Bereuen Sie?“

„Mache ich den Eindruck?“

„Ohne Reue keine Absolution.“

Lady Marva lächelte. „Wie ich sehe, sind Sie ein Mann der Prinzipien.“

„Das ist eines der Fundamente meines Amtes.“

Der Armbrust-Todesengel schritt zu einer Komeinheit an der Wand und aktivierte sie. + Jeev? - Marva hier. In Vault 3 ist Unrat zu beseitigen. Und rufe mir den Zehnerrat zusammen. Es gibt wichtige Neuigkeiten! + Sie wandte sich Richtung Ausgang.

„Was ist mit der Abmachung, die ich mit Ihrem …dahin geschiedenen Verlobten getroffen hatte?“ fragte Richard, ihr eilig folgend. Deo Gratias, hier draußen herrschte wenigstens wieder atembare Luft.

„Nun, da werden wir neu verhandeln müssen.“ Sie lächelte eisig und anzüglich zugleich.

„Wir sind etwas in zeitlicher Bedrängnis mit unseren Geschäften.“

„Jeder ist in Bedrängnis, heutzutage. Das macht die Würze des Ganzen aus, nicht wahr? Was haben Sie noch mal, dass mich interessiert? Dass ich Ihnen den Dark Rim Korridor öffne? Und kommen Sie mir nicht mit den geistlichen Wohltaten, oder der Zukunft der Galaxis und solchen Platitüden. Oder den Almosen, die Ihr Mittelsmann hat fallen lassen. Bieten Sie mir etwas … Unwiderstehliches.“ Damit entschwand sie im nächsten Lift.

Richard kontaktierte sein Schiff für einen Transport zur „Albion“. Waltham musste in Kenntnis gesetzt werden. Wie er annehmen könnte, würde ihm die Entwicklung der Dinge missfallen. Immerhin hatte er höhere Summen als „Almosen“ fallen lassen.

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