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  Zwischen Licht und Finsternis Log 24
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Wed-Apr-2024, 04:59 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** An Bord der Vindicator ***

Ein durchdringender Signalton riss Richard von Rabenstein aus seiner abendlichen Meditation.

+Exzellenz, wir registrieren eine seltsame Störung in unseren Kommunikationsarray,+ meldete die Brücke.

Richard bekreuzigte sich und erhob sich. Er hatte derartige Störversuche erwartet. Der Gegner schlief nicht. Im Grunde war es ein Wunder, dass noch nicht versucht worden war, seine Transmissionen zu stören oder zu blockieren. Ein entsprechendes Backupsystem war auf dem Aussenposten bereits vorbereitet worden und harrte seines Einsatzes.

Ohne unnötige Hast machte sich der Inquisitor Maximus auf den Weg zur Brücke. Dort empfing ihn, in rotes Alarmlicht getaucht, seine rechte Hand Kavun. Auf dem Bildschirm flackerte jedoch Richards eigenes Konterfei, durchsetzt vom Logo der Heiligen Inquisition. Durch die Störungen und die Beleuchtung sah es aus, als brenne das Gesicht. Es hatte etwas für sich, dachte er, und war für eine Sekunde abgelenkt. Das Feuer das Heiligen Geistes, sozusagen…

„Scheint eine Art Feedbackloop zu sein,“ meldete der dunkelhäutige Mensch von der Komkonsole, während auch die Stimme des Inquisitors verzerrt über die Brücke knisterte.

„Stummschalten,“ orderte Richard. „Sehen Sie, ob es Hinweise auf den Absender gibt.“

„Könnte der Versuch sein, einen Trojaner einzuschleusen,“ ergänzte Kavun. „Ich habe die Zentralsysteme sofort reroutet und den Brückenzugriff gesperrt.“

Neben dem Kommandantensitz entfaltete sich kurz ein Hologramm und dann signalisierte die kleine Klappkonsole neben dem Platz Bereitschaft. „Wenn Sie sich authentifizieren mögen, Exzellenz…“

Richard nickte und platzierte seinen Siegelring in das Kontaktfeld des Hologramms. Ein kurzer Scanpuls huschte über seinen Körper, dann verkündete der Bordcomputer + Authentifizierung abgeschlossen. Identität bestätigt. Rerouting komplett und gesichert. +

„Es gibt ein Muster in der Transmission,“ berichtete der Kom-Experte. „Eine Interferenz mit einer darunter liegenden Nachricht.“

„Ah, wusste ich es!“ knurrte Kavun und schloss einen unziemlichen Fluch an, der ihm einen missbilligenden Blick von Seiten des Inquisitors einbrachte.

„Es ist… ein Algorithmus mit musikalischer Grundlage… Moment, der Computer identifiziert das Muster. Es ist der Hymnus Ave Maris Stella, Exzellenz!“

Erlaubte sich da jemand einen Scherz? Nur um einen Trojaner einzuschleusen? Nein, das wäre absolut ineffektiv… „Extrapolieren Sie die zweite Nachricht und leiten Sie sie in mein Quartier.“ Ein Verdacht begann sich in ihm zu formen, den er überprüfen wollte.



Wenig später saß er vor seinem Terminal und blickte in ein zittriges, kaum kontrastiertes Antlitz.

+…Captain der ISS Necron …keiner Ihrer Anhänger, Richard von Rabenstein. … ein loyaler Bürger des Imperiums…+

Nun, auch mir geht es um das Imperium. Die Frage ist nur, welche Gestalt dieses haben soll. Dann jagten ihm die Worte des Phantoms einen kalten Schauer über den Rücken. +… nicht, dass Millionen junger Menschen für den Wahn eines Einzelnen geopfert werden sollen. … Zwei Söhne in den imperialen Streitkräften … Gott vergebe mir….+

Dominus misericordia est

+…einen Überfall auf Raucis IV, der die Tholianer … einen Zweifrontenkrieg … Ich wiederhole, LaSalle wird einen Überfall auf Raucis IV insz---+ Die Stimme erstarb in einem Röcheln, das Bild löste sich in statisches Rauschen auf.

Richard von Rabenstein starrte fünf Minuten lang auf den Schirm seines Terminals, während die volle Tragweite des eben Gehörten in ihn sank und er die Möglichkeit abwog, dass doch alles eine Falle sein könnte. Dann rief er die Daten zu Raucis IV auf. Nach weiteren fünf Minuten kontaktierte er Waltham.

+ Sie würdigen mich mal wieder eines Kontaktes? Wie zuvorkommend, + kam es säuerlich über den Bildschirm.

„Waltham, wir haben keine Zeit für Plaisanterien.“

+ Das ist ja etwas gänzlich Neues, Exzellenz. +

„Ich nehme an, Sie haben sich mit der Kultur der Tholianer vertraut gemacht, bevor wir hier her gekommen sind.“ Er wartete keine Antwort ab. „Die Stellung von Raucis IV im Glaubenssystem unserer Bündnisgenossen ist Ihnen bewusst.“

+GLAUBENSsystem? Ich denke--+

„LaSalle plant dort einen Angriff, und wie ich aus den Bruchstücken an Informationen rekonstruieren kann, unter dem Vorwand eines Überfalls des Terranischen Imperiums.“

+ Darf ich fragen, wie Sie zu diesem Wissen gelangt sind? +

„Der Kommandant von LaSalles Flaggschiff wollte sein Gewissen erleichtern. Das hat er offenbar mit dem Leben bezahlt.“

+ Und Sie glauben ihm? +

„Es nicht zu tun, wäre verderblicher Leichtsinn. Erwähnten Sie nicht einmal, dass Sie … Liegenschaften in der Nähe von Raucis IV haben?“

+ Könnte man so bezeichnen. +

„Dann setzen Sie sich mit Ihnen in Verbindung, Sie sollen Maßnahmen zu Verteidigung ergreifen. Ich informiere die Tholianer, und SIE informieren unseren geschätzten Kriegsminister DeRaaf.“

Jetzt wird sich zeigen, ob Sie auf meiner Seite sind, oder auf der meiner Gegner...auf der des Lichtes oder der Finsternis!

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  Zwischen Licht und Schatten - Log 23 / NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Gestern, 11:55 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

Sektor 2144 / Beta Sictis / ISS Necron / Brücke

Das dunkelgraue Schiff schwebte wie ein gigantischer , unheilbringender Dolch , inmitten einer lichtlosen Wolke. Nur das fahle Licht der, im Leerlauf arbeitenden Antriebe der Necron, sowie 20 weiterer Kriegsschiffe, beleuchtete die geisterhafte Szene.

LaSalles Blick ruhte auf einer Reihe schnell wechselnder Status-Holos, welche eine komplizierte Abfolge von Kurven und Diagrammen darstellten. Captain Vernon wartete geduldig, bis LaSalle seine Aufmerksamkeit auf ihn richtete. Nach 20 min. wandte sich LaSalle denn auch an den Captain der Necron.

LS: Captain Vernon, warum äußern Sie sich nicht?
CV: Nun Sir, ich dachte….
LS: Ja schon in Ordnung. Also, was gibt es so wichtiges, dass Sie meine mathematische Kontemplation unterbrechen?
CV: Sie die Tholianer haben den Zugang zur Arx-Straße blockiert.
LS: Haben Sie denn etwas Anderes erwartet?
CV: Nun ich dachte….
LS: Sie denken ja schon wieder. Nun ich kann sie beruhigen. Ich habe genau das beabsichtigt.
CV: Aber woher wissen die Tholianer, dass wir uns nähern?
LS: Nun, ich habe unsere Aktion nicht gerade als Geheimnis behandelt. Und unser kleiner Nemesis wird sich sicher auch seinen Teil gedacht haben. Nein, Geheimhaltung wäre hier kontraproduktiv.
CV: Aber wenn die Tholianer die Arx-Straße nach Panox-B blockieren, wie sollen wir dann…

LaSalle unterbrach Vernon erneut.

LS: Vernon, Sie kleingeistiger Schablonendenker. Warum denken Sie nicht einfach mal außerhalb Ihrer eingefahrenen Wege? Der Weg wird uns frei gemacht.

Vernon war sichtlich entrüstet.

CV: Und von wem, Sir, wenn ich dies fragen dürfte?
LS: Welch eine Frage, Vernon. Natürlich von den Tholianern selbst.
CV: Und warum sollten sie das tun?
LS: Weil Sie ihre Schiffe an einem anderen Ort benötigen werden, da DeRaaf den Tholianern sonst gewaltige Probleme bereiten wird.
CV: Und warum sollte er dies tun?
LS: Weil er einen Gegenschlag der Tholianer unterbinden muss.
CV: Gegenschlag? Als Reaktion auf was?
LS: Nun, natürlich auf einen imperialen Selbstmordangriff auf Raucis IV.
CV: Raucis IV? Diese Welt ist für die Tholianer, soweit wir wissen, extrem wichtig.
LS: Jaja, ein Heiligtum, ein Ort der Kraft , ein Protektorat, etc, etc, was und wie auch immer. Dieses öde Gefasel ist uninteressant. Wichtig ist nur, dass eine Gruppe aufrechter Kämpfer , welche eindeutig als Mitglieder des Imperiums zu identifizieren sind, auf Racis IV ein Massaker anrichtet und die Tholianer daraufhin reagieren. Dann wird das Imperium zurück schlagen und bald werden beide Seiten genug mit einem netten Grenzkrieg zu tun haben und wir können in Ruhe unsere Mission fortsetzen.
CV: Aber das könnte, nein es wird eskalieren und Millionen von Bürgern des Imperiums das Leben kosten.
LS: Zwangsläufig.
CV: Aber wie können Sie nur…
LS: Vernon, wenn meine Pläne reifen, wird das alles irrelevant sein. Dann werden Sie das Imperium nicht wieder erkennen, und die Tholianer werden nicht mehr existieren. Und selbst DeRaaf wird dann kein Problem mehr sein. Geschweige denn ein selbsternannter Inqusitor Maximus. Aber um es mit ihm zu sagen.

LaSalle wies auf eine ankommende Nachricht.

LS: Alea iacta est

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  KI-Ketzerei Log 14, Teil 2 - Sareth/Val'Kara
Geschrieben von: Sareth - Mon-Mar-2024, 09:56 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Spiros Alpha / Shazach / Verwaltungsdistrikt der Stadt ***

Bei unserer abendlichen letzten Tour durch die Stadt waren wir aufgrund einer gesperrten Straße aus dem Studentenviertel abgekommen und fanden uns nun in einem Distrikt wieder, in dem „die Fußwege hochgeklappt waren“. Große Gebäude mit eindrucksvoll gestalteten Fassaden und die Hinweistafeln an ihnen informierten, dass wir uns hier in einem Verwaltungsbezirk befanden – und die Behörden hatten zu dieser Stunde natürlich geschlossen. Nur in einigen wenigen Büros war noch das leicht flackernde Petroleumlicht zu erkennen. Da mussten wohl einige fleißige Werktätige Überstunden machen!

„Wir sollten in unsere heimelige Studentenbude zurück kehren,“ meinte Dr. Val’Kara. „Hier sieht es nicht sehr vielversprechend aus. Um nicht zu sagen, sogar etwas unheimlich. Diese Mischung aus Abendnebel und Gaslaternen erinnert mich an diese alten Filme, die Reed früher so gern auf der Saipan beim Filmabend gezeigt hat.“

„Ja, englische Krimis, das war seine Leidenschaft damals! Er war doch auch in diesem berühmt-berüchtigten Club!“

„Der von Tom Paris begründete?!“

„Ja, genau.“

Val’Kara konsultierte das Navigationsgerät ihres Tricorders nach dem raschesten Weg zurück, als plötzlich ein leises Vibrieren, fast wie das Schnurren eines Tribbles, ertönte. „Bei den Feuern von Stovokor!“ flüsterte sie. „Ich bekomme ein Signal!“
Sie hatte den medizinischen Tricorder so eingestellt, dass er auf bestimmte, nicht-menschliche Molekülketten reagierte, wie sie etwa in Atmenluft oder Schweiß zu finden waren.

„Hier?“ Ich sah mich um. Es war totenstill, die Straßen leergefegt.

„Ja.“ Sie justierte hochkonzentriert an den Sensoren des Geräts. „Vulkanisch, kein Zweifel!“

Wir eilten beide einige Schritte weiter, sie nahm erneut einige Feineinstellungen vor. An Bord der Feynman waren laut Crewmanifest fünf vulkanoide Besatzungsmitglieder gewesen, zwei Rihannsu, ein Havranha, und zwei Vulkanier, darunter der Erste Offizier Sarek.

„Etwa zweihundert Meter entfernt.“ Wir bogen um die nächste Ecke. Neben einer hohen Mauer waren die Signale am stärksten. Wir gingen eilig weiter, um zur Vorderseite des Gebäudes zu gelangen. Ein prächtiger Portikus ragte dort auf, und der Platz davor war bestmöglichst erleuchtet - sofern das mit der ortsüblichen Straßenbeleuchtung ging. Die Beflaggung ließ keinen Zweifel, dass wir es hier mit einem hoch wichtigen Regierungsgebäude zu tun hatten, noch bevor der Translator „Palast der Protektion“ entziffert hatte.

Im nächsten Moment wurde man auf UNS aufmerksam: ein Uniformierter trat aus dem Inneren des Gebäudes. Val’Kara reagierte geistesgegenwärtig und ihrer Rolle gemäß: schließlich trug sie die Kluft einer Krankenschwester!
„Meiner Begleiterin geht es nicht gut! Wir brauchen Hilfe!“ rief sie. „Können wir uns bei Ihnen kurz ausruhen?“

Der überrumpelte nächtliche Wachposten nickte, hing seine Partikelwaffe wieder über die Schulter und machte Anstalten, uns zu helfen. Ich spielte mit, hing zwischen ihm und Val’Kara, bis wir im Inneren des Gebäudes waren. Einen Moment später sackte der Mann nichtsahnend zusammen.

Val’Kara atmete auf. „Ich bin immer wieder dankbar, dass mein Vater mir den vulkanischen Nervengriff gelernt hat! Und froh, dass die Anatomie der meisten Spezies so ähnlich ist, dass er Wirkung zeigt…“

Ich nickte und half ihr, den Wachposten aus dem Weg zu ziehen. Wenigstens, dachte ich, brauchten wir nicht zu fürchten, von Sensoren oder Kameras bei unserem Treiben beobachtet zu werden. Und einen Kameraden schien der Nachtwächter auch nicht zu haben – oder er war gerade nicht auf seinem Posten! Wir eilten weiter, unsere Phaser sicherheitshalber auf Betäubung gestellt und folgten der Spur der vulkanischen Biosignale tiefer in das Gebäude.

Alles in allem sah es danach aus, dass das Crewmitglied der Feynman nicht freiwillig hier war. Wenn das eine Art Gerichtsgebäude oder gar Gefängnis war, mussten wir uns vorsichtig bewegen und mit weiterem Wachpersonal rechnen. Zurück war keine Option, denn mittlerweile hatte Val’Kara alarmierende Schwankungen in den Lebenszeichen entdeckt. In einem der Flure stießen wir auf ein weitere Wachpostenpaar, das wir mit Phaserschüssen aus sicherer Entfernung in den Schlaf schickten. Dann eine Treppe abwärts. Hier sah es nicht mehr repräsentativ, sondern nur noch funktional aus. Wir konnten auch dumpf eine Stimme hören, allerdings die vermochte der Translator die Worte nicht genau zu filtern.

„Hier drunter, noch ein Stockwerk tiefer,“ sagte Val’Kara und deutete auf den Boden. Wir eilten abwärts und ich schoss die - den Elementen sei Dank – sehr primitiven Türschlösser auf. Mehr als ein kurzes Zischen war nicht zu vernehmen.

Dann klangen nun sehr deutliche zornige Worte durch eine der Türen, und ich konnte auch einen unangenehm brenzligen Geruch wahrnehmen, der unter der Tür durchkroch. Fast zeitgleich mit dem Schrei des Gefangenen brachen wir durch –

-- Und fanden uns einem Einheimischen über, der gefesselt auf einem Stuhl hockte, und einem weiteren Mann in Hemdsärmeln, mit geöffnetem Kragen und zornrotem Gesicht, der an einer gefährlich aussehenden Maschine hantierte, über der sich ein Lichtbogen spannte.
„Was bei den Mächten der Finsternis-„ keuchte er.

Weiter kam er nicht. Val’Kara hatte mir nach einem kurzen bestätigenden Blick auf ihren Tricorder zugenickt. Der Betäubungsschuss aus meinem Phaser fällte den Hemdsärmeligen, ehe er überhaupt die Waffe unter meinem Umhang wahrnahm.

Über ihn hinweg steigend kümmerte sich die Ärztin um den Gefangenen. „Was für eine barbarische Kultur! Primitiv und barbarisch! Bibliotheken und Straßenpoeten, Pah! An der Behandlung von Gefangenen sieht man den Stand der Kultur!“

„Es ist Commander Sarek.“ Sie verabreichte dem Bewusstlosen ein Hypospray und löste die Fesseln, während ich den Ausgang im Auge behielt.

„Commander, können Sie mich hören?“ Sie sprach vulkanisch, um ihm sofort klar zu machen, dass wir trotz unseres Erscheinungsbildes nicht waren, was wir schienen.
„Ja…“ murmelte er und sammelte offensichtlich seine Kräfte. „Sternenflotte?“
„Ja. Aber die Vorstellungsrunde müssen wir auf später verschieben. Wir sollten sehen, dass wir hier raus kommen! – Admiral, wie sieht es mit unserem Ort- zu- Ort-Transporter aus?“

Wir hatten beide entsprechende Mikrozellen aus Borgtechnologie implantiert. Sie waren mit einer Einheit verbunden, die wir in unserer Bleibe verborgen hatten. Ich warf einen Blick auf die Anzeige an meinem Armband. „Das Transpondersignal ist zu schwach, wir müssen wenigstens einen Flur nach oben.“

Sie stützte Sarek und ich sorgte für die notwendige Deckung – für den Fall der Fälle. Das wir uns noch mal bei einem klassischen Jailbreak wiederfinden würden!!! Im Gebäude blieb es jedoch zum Glück ruhig und wir brachten den Weg hinter uns, bis wir unseren Transporter aktivieren konnten.

Während der hemdsärmlige Folterknecht das Bewusstsein wiedererlangte und nach den Wachen brüllte, waren wir zurück in unserer Studentenkemenate.

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  KI-Ketzerei Log 14 - Teil 1
Geschrieben von: Sareth - Thu-Feb-2024, 06:50 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

NRPG: ich hab ein Plothole entdeckt: warum peilen wir nicht einfach von der Feynman die Kommunikatoren an und beamen alle hoch??? Ich lasse mir was einfallen….

RPG:

*** Auf Spiros Alpha ***

Ich hatte mit Dr. Val’Kara eine Unterkunft im westlichen Distrikt der Stadt gefunden, im Universitätsviertel. Die große Zahl an jungen Leuten, kleine Theater und viele Restaurants und Bars schienen mir der richtige Ort, um an mögliche Informationen zu gelangen. Im Moment allerdings wollten wir uns kurz verschnaufen, da wir schon mehrere Stunden durch das Labyrinth von Straßen und Gassen gegangen, um nicht zu sagen, geirrt, waren.

Die Survivalguides und die Logik gleichermaßen schrieben vor, dass im Falle einer unvermeidlichen Notlandung auf höher entwickelten Planeten jeweils nur wenige Crewmitglieder in Kontakt mit den Einheimischen treten, um etwa für Nahrungsmittel zu sorgen. Das hieß, dass die Mehrzahl der Crew der Feynman vermutlich in Gruppen zu zwanzig bis dreißig Leuten sich irgendwo verborgen hielt. Bisher war uns aber noch nicht gelungen, die von ihnen ausgeschickten „Jäger und Sammler“, wie sie im Sternenflottenjargon hießen, ausfindig zu machen.

Val’Kara betrachtete mit äußerster Skepsis die große Petroleumleuchte, die an ihrer Zugkette von der Mitte des Zimmers – ein kleines Dachkämmerchen – hing. „Das wäre ein Alptraum für jeden Brandschutzmanager in der Föderation,“ murmelte sie.

„Nun, sehen wir es als gemütliches traditionelles Ambiente. Auf Quo’nos liebt man doch eigentlich auch eher offenes Licht, zumindest in den traditionellen Vierteln.“

„Ja, deshalb brennt es dort auch des Öfteren.“ Sie hatte den ausgeblichenen Vorhang zur Seite gezogen, der das Waschbecken verbarg und brummte: „Und ich möchte auch nicht wissen, was für Keime sich in diesen Installationen verbergen. Aber dagegen haben wir zum Glück umfangreiche Vorsorge.“ Auf dem Tisch stand – in einer Ledertasche getarnt – das Sternenflotten-Medkit mit allen üblichen Hypos und Desinfektionstabletten.

Ich hatte mich auf einem der beiden schmalen Betten ausgestreckt und studierte den Stadtplan auf meinem Padd. Von der Straße klang eine sonore, markante Stimme, die offenbar ein Gedicht deklamierte. Ein kunstsinniges Volk waren die Bewohner von Spiros Alpha auf jeden Fall. Das hatte laut der Historiker damals auch entscheidend mitgewirkt, dass sie sich gegen jegliche Künstliche Intelligenz ausgesprochen hatten…

Mein Kommunikator zirpte dezent und ich aktivierte das Gerät. Es meldete sich Captain Reed. + Ich habe eines der Shuttle gefunden, oder zumindest, die minimalen Überreste, + berichtete er. + Ich gebe die Koordinaten durch, etwas nördlich der Höhle, die wir gestern überprüft haben. Es ist gemäß Regularien gezielt zerstört worden. Die submolekularen Fragmente sind nur mit der heutigen Technologie noch messbar. Der Platz sieht mehr oder minder nach Blitzschlagschaden aus, für das unbedarfte Auge. +

„Damit wäre eine unserer Fragen geklärt. – Irgendwelche Spuren der Besatzung, Captain?“

+ Bisher nichts, aber nach dem Regenguss gestern auch nicht weiter verwunderlich. Ich erweitere den Suchradius Richtung Berge. +

„In Ordnung.“

+ Melde mich wieder in einer Stunde, Reed over and out. +

„Kurz und knackig wie immer, kommentierte Val’Kara und setzte sich, nicht ohne einen neuerlichen prüfenden Blick zur Petroleumlampe. „Wenn wir nur die Kommunikatoren anpeilen könnten!“

„Da war nichts zu machen, die Reparaturen der Feinabstimmung der Sensoren ist ohne Fachleute und die Computer einer Raumstation nicht zu leisten.“

„Ja, ich weiß, also weiterhin Schnitzeljagd.“

„Ich hoffe auch, dass WIR vielleicht von einem Crewmitglied der Feynman entdeckt werden…“ Ich hatte ein weiteres Areal des Stadtplans für den nächsten Suchgang markiert und stand auf. Ein Blick aus dem kleinen Fenster zeigte mir, dass sich unten um den Straßenpoeten schon eine ganze Menge Zuhörer versammelt hatte. Seine Darbietung schien wirklich gut zu sein. Ich öffnete das Fenster und dank unseres Translators konnte ich ihn nun auch verstehen.

Das Gedicht handelt von einem Jungen, der wohl in eine Art Parallelwelt geraten war, in der die „Schrecken der KI“ herrschten:
„…niemand sprach mehr mit dem anderen, alle starrten auf ihre kleinen Bildschirme und schrieben nur noch. Also hatten sie das Sprechen verlernt. Sie sahen einander auch nicht mehr. Alle starrten auf ihre kleinen Bildschirme. Sie waren eins geworden mit der kalten Maschine, sie hatten alle ihre Seelen verloren. Sie konnten nicht mehr weinen und nicht mehr lachen….“

Dr. Val’Kara hatte sich zu mir gesellt. „Was für ein Horrorszenario. Aber ich gebe zu, es gibt Welten, in denen es zu massiver Abhängigkeit von digitalen Medien und KI gekommen ist, bei denen einfach jegliche Steuerelemente gefehlt haben.“

„Das schlimmste Beispiel sind die Borg. Laut einiger Historiker haben sie sich vor über 10.000 Jahren aus einer ganz normalen Gesellschaft entwickelt.“

„Es reichen einfach manchmal Kleinigkeiten, dass eine Gesellschaft die falsche Abzweigung nimmt. Und Isolation, wie hier, ist sicher nicht die richtige.“

„Vielleicht ist das jetzt ja auch eine Gelegenheit, Veränderungen anzustoßen, in die richtige Richtung…“ Ich griff nach einem Rationsriegel. „Wir sollten uns gleich auf den Weg machen, um noch eine Runde zu schaffen.“

(Teil 2 am Wochenende)

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  KI-Ketzerei / Log 13 / LaSalle / NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sat-Feb-2024, 03:50 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

Spiros Alpha / Manasqua / Straße der Gelehrsamkeit

Das Team hatte sich aufgeteil. Während Reed die gesamte Stadt nach Gefahrenquellen durchsuchen sollte und Sareth und Dr. Val´Kara nach weiteren Spuren der Crew der USS Feynman suchten, sollten LaSalle und Richard von Rabenstein ein Nachtquartier „besorgen“.
Es gab mehrere „Teile mit einem Fremden-Häuser“ jedoch waren alle diese Etablissements kostenpflichtig. Und zudem, aufgrund des in Kürze stattfindenden Kulturfestivals, in der Regel ausgebucht. Und selbst wenn es irgendwo noch Zimer gäbe, ohne gültiges Zahlungsmittel wäre eine Zimmerreservierung zumindest eine Herausforderung.
Aus diesem Grunde war LaSalle auch nicht gerade bester Laune, als er und von Rabenstein in eine Seitengasse einbogen. Richard von Rabensetin schien spöttisch zu grinsen.
LS: Darf ich an dem Grund für Ihre Heiterkeit teil haben?
RR: Sicher. Euer Spektabilität. Diesen Ausdruck habe ich schon lange nicht mehr gehört.
LS: Hätten Sie denn auch evtl. eine spektakuläre Idee in Sachen Unterkunft?
RR: Sie sollten in Ihre Fähigkeit zum Zynismus investieren, LaSalle. Lernt man so etwas auf der Sternenflottenakademie?
LS: Nein, aber am Schreibtisch.
RR: Sie sollten abmustern und Literaturkritiker werden. Da wären Sie bestimmt nach kurzer Zeit gefürchtet.
LS: Das bin ich angeblich jetzt schon. Aber Vorsicht Mr. von Rabenstein, ich konnte auf Ihre Idee zurückkommen.
RR: Das kann ich mir gut vorstellen. Was steht denn da?

Richard wies auf ein Schild, auf dem in großen roten Zeichen etwas geschrieben stand. LaSalle fischte aus den undefinierbaren Tiefen seines Mantels eine altertümliche Brille und setzte diese auf. Auf dem Holoscreen der Brille erschien jetzt die Übersetzung, soweit dies möglich war.

LS: Mhmmm interessant. Ein eindeutiges Verbotsschild. Hier steht geschrieben: Betteln verstößt gegen das Gesetz. Dem Bettler soll durch die Straßenwächter das Erbettelte abgenommen und der Staatskasse zugeführt werden. Der Bettler wird der Stadt verwiesen. Sollte er wiederholt angetroffen werden, so wird er mit 50 Peitschenhieben auf den nackten Rücken, im Falle seiner Jugend mit 20 Stockhieben auf das nackte Gesäß und anschließend 2 Tage Pranger bestraft. Dies ist zu unser allen Sicherheit und Wohltat. Der Rat der Protektion.
RR: Sehr lyrisch.
LS: Eher überflüssig ausführlich. Keine Bettelei, sonst Prügel hätte auch ausgereicht.
RR: Sie sind einfach zu pragmatisch.
LS: Sicher…sieh an, sieh an.

LaSalle wies auf zwei Personen, welche am Rand der Gasse sich befanden. Eine Person kauerte am Boden, die zweite , gekleidet in eine merkwürdig bunte Uniform und mit einer kurzen Peitsche bewaffnet, hatte sich über die erste Person gebeugt und redete in einem barschen Kasernenhofton auf diese ein.

RR: Eindeutig. Bettler gegen Polizist.
LS: Soviel zum Bettelverbot.

LaSalle blickte plötzlich starr auf die kleine Szene, begann in seinen Taschen zu graben und förderte dann ein Flugblatt hervor, welches man ihm ein paar Minuten zuvor in die Hand gedrückt hatte. Er lächelte diabolisch.

RR: Evtl. lassen Sie mich jetzt einmal an der Ursache Ihrer Freude teil haben?
LS: Ich weiß jetzt, wie wir zu Geld kommen.

LaSalle eilte zu den beiden Personen und baute sich vor dem Uniformierten auf. LaSalle hielt ein Stück des Flugblattes dem Mann vor die Nase und sprach ihn dann in barschem Befehlston an.

LS: Finanzprotektionsaufseher Gurold, was geht hier vor?

Der Uniformierte wich sichtlich eingeschüchtert vor LaSalle zurück und salutierte dann zackig.

SW: Straßenwächter Wurlong , Euer Gestrengheit. Ich habe soeben diesem Subjekt klar gemacht, dass er schleunigst zu verschwinden hat. Ich habe außerdem Tauscheinheiten im Werte von 200 Cibidar konfisziert.

LaSalle pfiff gespielt durch die Zähne.

LS: Das hört sich interessant an.
SW: In der Tat, Euer Gestrengheit, in der Tat. Damit könnte man 10 Personen 6 Tage lang im Wirtshaus verköstigen.
LS: Gute Arbeit Wurlong, gute Arbeit. Ich nehme das Geld in Verwahrung.
SW: Natürlich.

Wurlong überreichte LaSalle ein kleines Säckchen, welches dann in den Tiefen von LaSalles Mantel verschwand.

LS: Ich werde Sie an höherem Orte empfehlen. Ich kümmere mich persönlich um dieses Subjekt. Gehen Sie für heute nach Hause.

Wurlong nickte eifrig und enteilte. LaSalle blickte sich um , griff in den Beutel in seiner Tasche und steckte dem Bettler eine gewisse Menge Geldes wieder zu.

LS: So und jetzt enteile. Und kein Wort darüber was hier passiert ist, klar? Sonst lasse ich dich aus der Stadt peitschen. Los, Verschwinde!

Der Bettler sprang erstaunlich schnell auf und eilte davon. Richard gab ein brummendes Geräusch von sich.

RR: Dieser Auftritt von Ihnen wirft mehrere Fragen auf.
LS: Und die wären?
RR: Woher wissen Sie, dass es hier Finanzprotektionsaufseher gibt?

LaSalle zuckte mit den Schultern.

LS: Bürokratie gibt es doch überall.

Richard schüttelte in gespieltem Entsetzen den Kopf.

RR: Sie hätten Schmierenkomödiant werden sollen.
LS: Vielen Dank.

LaSalle blickte sinnierend in die Luft und erstarrte plötzlich. Sein Blick fixierte einen Gegenstand an einer Wäscheleine, welche quer von Haus zu Haus über die Gasse gespannt war.

RR: Was haben Sie?
LS: Schauen Sie mal da auf die Wäscheleine. Sieht das nicht aus, wie ein primitiver Lautsprecher?

Richards Blick fixierte das Objekt.

RR: Dieser rundliche Gegenstand? Sie müssen sich täuschen, wo soll denn hier ein Lautsprecher herkommen?
LS: Sie haben wahrscheinlich recht. Nun wir sollten uns zum Treffpunkt begeben. Wie können jetzt ja eine paar Zimmer buchen.

RR: Ja, wir sind zu Geld gekommen. Nur die Art und Weise…..

Die beiden Männer gingen den Weg zur Hauptstraße zurück.

LS: Sie hatten noch eine weitere Frage?
RR: Allerdings. Wie verträgt sich Ihre Vorgehensweise eben mit den Richtlinien der DIA?
LS: Sehen Sie hier irgendwo Föderationsbeamte?
RR: Nein. Aber das alles hier , alles was wir tun, schon unsere Anwesenheit hier, verstößt doch wohl gegen die oberste Direktive?
LS: Natürlich!
RR: Das beunruhigt Sie nicht?
LS: Die Föderation ist weit, weit weg. Und wo kein Ankläger, da kein Richter.

Richard grinste böse.

RR: Das genügt. Mehr muss ich nicht wissen. Sie werden mir langsam unheimlich , LaSalle.
LS: Oh ich gebe mir Mühe. Als Gestrengheit.

Jetzt musste Richard zum ersten Mal leise lachen.


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Ortswechsel:

Spiros Alpha / Shazach Nueva /Straße der Wahrheit / Palast der Protektion / Kellerraum

Der Mann, welcher auf einem hölzernen Stuhl, mit eisernen Spangen gefesselt war, machte einen erschöpften, aber kämpferischen Eindruck. Seine Kleidung war zerschlissen, seine Handgelenke blutig von den Fesseln und an seiner Stirn war eine blutende Wunde zu erkennen, welche nur notdürftig durch ein Stück Stoff bedeckt war.
Protektor Barnes Atarver blickte die Person auf dem Stuhl mit dem Interesse eines Forschers an, welcher soeben ein interessantes Fossil untersuchte.

BA: Ich bedauere die Umstände Ihrer Festnahme und Ihres Transportes. Aber meine Mitarbeiter sind…nun wie soll ich sagen…primitiv. Ja , Sie müssen uns alle für sehr primitiv halten. Dort wo Sie herkommen, sieht es wohl anders aus. Ganz anders, möchte ich meinen. Wie ich aus dem Protokoll entnehme, ist hier Name Hadron Melax. Sie wurden von meinen Mitarbeitern in der Gegend von Manasqua aufgegriffen. Also stellt sich für mich die Frage, wo kommen Sie her?

Der Befragte keuchte.

HM: Mein Name ist Hadron Melax. Ich komme aus Soamandrakisal. Ich bin Geschäftsreisender.
BA: Jaja, Reisender, ganz recht. Aber ich glaube, Sie sind viel weit gereist, als aus Soamandrakisal.
HM: Ich weiß nicht, was Sie von mir überhaupt wollen? Was habe ich verbrochen?
BA: Ja, was will ich eigentlich von Ihnen? Ah ja…sehen Sie, meine Aufgabe als Protektor ist der Schutz der Bevölkerung. Daher habe ich meine Augen und Ohren überall. Alle Auffälligkeiten werden mir zugetragen. Und Sie sind aufgefallen.
HM: Kunststück. Ich komme aus der Stadt der Schönheit.
BA: Oh wir wollen doch bescheiden bleiben, oder? Nein es war nicht ihr Aussehen, sondern eher die Art wie Sie sich bewegten, sich ausdrückten, Ihr Akzent. Das fiel meinen Auguren auf. Ach ja, aus welchem Stadtteil von Soamandrakisal kommen Sie gleich?
HM: Drisikal.
BA: Und wann sind Sie dort abgereist?
HM: Vor 10 Tagen.
BA: Drisikal soll ja wunderschön sein.
HM: Oh ja. Der Bürgermeister plant gerade, den Stadtteil zu vergrößern.
BA: Oh schön zu hören. Und Gratulation. Drisikal ist vor 6 Wochen abgebrannt. Ein Wiederaufbau wie der Wind. Muss ich noch mehr sagen? Also, noch einmal die Frage. Woher kommen Sie?
HM: Soamandrakisal.

Barnes Artaver seufzte.

BA: Ich glaube ja, dass Sie von sehr viel weiter weg stammen. Genauer gesagt, nicht von dieser Welt.

HM: Sie sind ja…..außer uns gibt es im Chaos des Nichts kein Leben. Wir sind von den Göttern auserkoren….

Barnes schnitt dem Mann scharf das Wort ab.

BA: Dieses Geschwafel höre ich tagein-tagaus. Sie müssen es nicht wiederholen. Und Sie müssen uns und speziell mich nicht für primitiv und dumm halten. Manche wissen eben mehr als andere. Also. Woher kommen Sie?

Der Befragte schwieg. Barnes seufzte , zog seine edle Weste aus und begab sich zu einem Tisch, welcher neben dem Stuhl aufgebaut war. Auf dem Tisch befand sich ein etwa 1 m langer, hölzerner Kasten, dessen Deckel Barnes jetzt öffnete. Im Kasten sichtbar wurden einige Keramikgefäße, aus denen metallene Zylinder ragten. Dicke Rohre aus Kupfer verbanden diese untereinander und führten zu einem dicken Kabel, welche Barnes jetzt mit einer Metallplatte an der Seite des Stuhles verband. Ein zweites Kabel führte zu einem Ständer, auf dem an einem beweglichen Arm montiert sich zwei dicke Kohlestäbe im Abstand von ca. 5 cm gegenüber standen. Barnes packte dem Kopf des Gefesselten und fixierte diesen mit einem Lederriemen über der Stirn an einer harten Kopfstütze, welche an der Lehne des Stuhls montiert war. Dann positionierte Barnes den Schwenkarm so, dass die beiden Kohlestäbe etwa 50 cm vor den Augen des Gefesselten lagen.

BA: Sie wollen mir also immer noch nicht erzählen, woher Sie wirklich stammen? Nun denn, dann soll es wohl so sein. Eigentlich wollte ich mir Zeit und Ihnen Unannehmlichkeiten ersparen. Aber Sie wollen es ja nicht anders. Ihrem Gesichtsausdruck kann ich entnehmen, dass Sie genau wissen, mit was Sie es zu tun haben. Ja die Apparatur im Kasten wird von meinen Mitarbeitern nur „der leuchtende Wahrheitsfinder“ genannt. Sie und ich wissen natürlich, dass es sich dabei um einen Akkumulator handelt.
Die Stromstärke reicht aus, um ein Messer zum Schmelzen zu bringen. Und um jenen, welche auf dem Stuhl sitzen, gar widerliche Schmerzen zu bereiten.
Und das gute Stück vor Ihren Augen ist natürlich eine Funkenstrecke. Bin gespannt, wie nahe ich damit Ihren Augen kommen kann, bevor Sie erblinden.
Barnes legte einen Hebel um, ein leichtes Knistern war zu hören. Dann begab der Protektor sich zum Tisch und legte seine Hand auf etwas, was man unschwer als Schiebewiderstand erkennen konnte.

BA: Ich versichere Ihnen, dass ich dies alles nur äußerst ungern tue. Doch wie ich ihnen soeben schon erläutert habe, meine Aufgabe als Protektor ist der Schutz der Bevölkerung.
Barnes schob den Schiebewiderstand auf ¼. Knallend zündete der Lichtbogen auf der Funkenstrecke.

BA: Und dafür tue ich ALLES!

Barnes Atarver schob den Widerstand bis ¾ vor.
Die Wachen vor der Tür des Kellerraumes hörten, trotz der dicken Tür plötzlich Geräusche aus dem Raum, welche ihnen den Magen umdrehten.

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  Zwischen Licht und Finsternis - Log 22
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Wed-Feb-2024, 09:31 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

***An Bord der Vindicator***

Richard von Rabenstein und seine Leibwächterin materialisierten auf dem Transporterpad. Der Inquisitor atmete auf, als er endlich wieder sein sauberes, helles, geordnetes Schiff um sich sah.

„Es war eine erfolgreiche Mission, Euer Exzellenz?“ fragte Kavun von den Kontrollen aus.

Der Inquisitor nickte ihm zu. So fordernd die letzten Stunden gewesen waren – sie hatten sich gelohnt. Da er auf den Übersetzer angewiesen war, konnte er keine exakte Aussage treffen, ob es sein sprachliches und diplomatisches Geschick gewesen waren, oder die dezente empathische Beeinflussung seiner Gesprächspartner, die den Erfolg gebracht hatte. Wichtig war nur, dass die Tholianer handeln würden und Panox B abschirmen. Wie er heraus gefunden hatte, war der Planet nicht nur ein heiliger Ort für sie, sondern die dort generierten diffusen protopsionischen Felder wichtig für die Aufzucht des tholianischen Nachwuchses. Mit diesem Wissen hatte es letztlich wohl keiner großen Überredung mehr bedurft, den Partner in spe auf den großen Kreuzzug zur Errettung des Universums einzustimmen…

„Gab es hier besondere Vorkommnisse?“ fragte Richard, während sich die Türen des Transporterraumes hinter ihnen schlossen.

„Ich habe einen seltsamen Energieimpuls erwischt, ging von Walthams Schiff aus. Kann nicht sagen, was es war, könnte irgend ne nicht ordentlich funktionierende Transceiverspule gewesen sein. Ich behalte die Frequenz aber im Auge.“

„Wann war das?“ Er glich Kavuns Zeitangabe gedanklich mit dem ungefähren Zeitpunkt des Attentatsversuchs auf der Station ab. Ja, das korrelierte… Was natürlich noch nicht hieß, dass es sich hier um einen ursächlichen Zusammenhang hielt. Noch viel weniger bewies es, dass Waltham selbst dahinter steckte. Sein Schiff war groß.

„Ich werde mich jetzt etwas ausruhen und sammeln. Kontaktiere Captain DeChabannes, Waltham und diesen Piraten Dolittle. Ich wünsche sie allesamt auf der Vindicator im Besprechungsraum zu sehen. In zwei Stunden.“ Er wusste, dass die anderen unruhig auf das Ergebnis warteten, aber zu viel Hast war hier nur abträglich. Keineswegs würde er brisante taktische Informationen über das Komsystem verteilen! Währenddessen flogen die Tholianer ohnehin bereits in ihre Positionen.

Nachdem diese Präliminarien geklärt waren, begab sich der Inquisitor in sein Quartier, gönnte sich eine ausgiebige Dusche, eine Stunde Ruhe und oblag dann den verpflichtenden Gebeten.
Pünktlich erschien er im makellosen Ornat und mit aktiviertem persönlichen Sicherheitsfeld im Besprechungsraum. Dort hatten sich seine Partner bereits eingefunden. Es waren Getränke gereicht worden, doch offenbar nicht nach ihrem Geschmack. Der Inquisitor registrierte mürrische Stimmung bei Dolittle und leichte Nervosität bei DeChabannes.

Waltham war wie immer unlesbar und starrte ihn stoisch aus seinen eisgrauen Augen an. Irgendwann, dachte Richard kurz, muss ich auch das Geheimnis seiner Abschirmung erfahren. Es missfiel ihm ganz einfach, dass da jemand sein Seelenleben so gut abschottete, dass die Heilige Inquisition nicht ihres heilsamen Amtes walten konnte!

„Dominus vobiscum. Meine Herren, ich weiß, dass Sie gespannt auf das Ergebnis meiner Verhandlungen gewartet haben. Daher möchte ich nicht weiter prokrastinieren…“

Dolittle brummte unwirsch, und der Inquisitor ließ sich widerstrebend auf das Sprachniveau der Anwesenden herab. „Ich werde umgehend zur Sache kommen.“ Er nahm Platz und aktivierte die Holomatrix in der Mitte des Konferenztisches. Dann schob er einen kristallenen Speicherchip in das Aufnahmefeld. Vor den Anwesenden entfaltete sich der Raumbezirk rings um Panox B. „Die Tholianer haben unser Bündnisangebot akzeptiert.“

„Was haben Sie geboten?“ unterbrach Dolittle und drehte dabei die Flasche mit dem alkoholfreien Biergetränk unleidlich auf der Tischplatte herum.

„Das ist vorerst nicht von Belang,“ entgegnete der Inquisitor. „Wichtig ist, dass sich tholianische Einheiten bereits in Position begeben, um Panox B zu schützen, denn die Ankunft von LaSalles Flotte ist immanent. Die tholianischen Einheiten werden sich an diesen Punkten stationieren.“ Er überspielte die entsprechenden Daten in die Holomatrix. „Ich und Captain Chabannes werden uns hier, im Rafah-System positionieren und sowohl als Verbindungsglied fungieren. Sie, Dolittle, werden –„

„Mir gibt niemand Befehle,“ raunzte der Pirat ungehalten. „Sie schlagen vor, ich entscheide, ob ich folge, oder wollen sie mich exkommunizieren?!“

Richards Miene blieb unbewegt, während er auf Dolittle herunter starrte. Er hatte keine Zeit für solche Nebensächlichkeiten im Moment. „Sie werden sich die Kontrolle über diesen Handelsposten verschaffen und dafür sorgen, dass mir die Transmitter zur Verfügung stehen.“

Am anderen Ende des Tisches war im Halbschatten des neben ihm sitzenden De Chabannes Walthams leicht amüsiertes trockenes Lächeln zu erkennen. „Verehrter Inquisitor Maximus, ich wusste gar nicht, dass die Akademie in Rom militärische Fertigkeiten vermittelt?“

„Die Militia Dei ist der Militia Saecularis durchaus vergleichbar. Bei Ihren vielseitigen Aktivitäten dürfte Ihnen das bekannt sein.“

„Und Ihnen dürfte bekannt sein, dass wir bei dieser Aufstellung der Einheiten Hoheitsrechte des Direktoriums des Imperiums verletzen. Das wird ohne Zweifel DeRaaf auf den Plan rufen. Er mag bisher zugeschaut haben, und gehofft haben, dass wir ihm das Problem LaSalle auf die elegante Art vom Hals schaffen – oder auch, dass LaSalle uns erledigt. Wie auch immer, wenn wir die Auseinandersetzung in diesen Sektor ausdehnen, ist DeRaaf mit von der Partie. Und das wird vielleicht ungemütlich.“

„Sie unterschätzen mich, Sir Waltham. Es ist exakt meine Absicht, DeRaaf und Einheiten des imperialen Militärs hier zu haben. Ich habe in den letzten Monaten meine Botschaft nicht umsonst überall verteilt. Jetzt ist die Stunde gekommen, dass wir die Früchte der Arbeit ernten.“

„Ich hoffe nicht, dass der Apfel nen Wurm hat,“ brummte Dolittle.

„Jetzt ist die beste und einzige Chance,“ erklärte Richard von Rabenstein. „Die Renovatio wird beginnen.“

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  KI-Ketzerei Log 12 - NPCs
Geschrieben von: Sareth - Sun-Jan-2024, 11:31 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

NRPG: Nur was Kurzes, aber ich wollte es loswerden.

RPG:
*** Auf Spiros Alpha ***

Wieder einmal saß Namr, Student der Ingenieurswissenschaften und Mitglied der “Erleuchter” in seinem Bastelkämmerchen und starrte erwartungsvoll auf die gewölbte Scheibe des antiken Fernsehempfängers. Um ihn drängten sich noch drei andere junge Leute zwischen Kabeln und Bauteilen und Gemüsekisten voller Kleinteile und Papieren. Jadah trat wie verrückt in die Pedalen, um den Generator mit genug Strom zu versorgen.

Vor Kurzem war es endlich geglückt, ein erstes Signal zu übertragen – aus einem anderen Bastelkeller. Kevvik, einer der Studenten, der sich etwas Geld dazu verdiente, in dem er in der Bücherei putzte, hatte hinter einem Regal einen Ordner mit alten Bedienungsanleitungen gefunden. Er war offensichtlich der Säuberungs- oder besser Vernichtungswut der Kulturwächter vor über hundert Jahren entgangen. Und darin waren auch ein paar brüchige Blätter zum Thema „Televisionsanlagen“ gewesen.

Namr hatte alles genau durchgelesen und durchdacht und war anschließend sicher gewesen, an welcher Stelle er einen Fehler mit dem Transistoranschluss gemacht hatte. Mehrere Nächte hatte er seinen Empfänger wieder auseinander genommen und neu zusammen gesetzt. Und siehe da, der nächste Test war erfolgreich gewesen! Nun warteten alle gespannt, ob sich der Erfolg wiederholen ließ.

Auf dem Bildschirm knisterte es, ein paar weiße Linien wurden sichtbar. Kevvik japste vor Anspannung und Begeisterung. „Es klappt, es klappt!“
Zu den weißen Linien gesellten sich graue und schwarze, dann formte sich ein grobes, verschwommenes Bild, in dem einer ihrer Mitstreiter zu erkennen war. Die jungen Leute fielen sich vor Freude in die Arme, beglückwünschten sich und klopften sich auf die Schultern.

„Einfach großartig!“ sagte Jadah und kletterte von dem umfunktionierten Fahrrad. „Wir haben es tatsächlich geschafft!“ Er wischte sich den Schweiß von der Stirn.

„Ja. Aber…“ Namr seufzte. Wenn man bedenkt, dass unsere Vorfahren ja schon vor zweihundert Jahren so weit waren. Und wir jetzt schuften, um auch nur DAS wieder zu erreichen….“ Er hatte so sehr gearbeitet die letzten Tage, dass er nun einfach in ein Loch zu fallen schien.

„Wir müssen an die Öffentlichkeit. Wir müssen die Leute wachrütteln,“ sagte die einzige Frau der Runde. „Wir müssen eine Aktion starten, an der Uni. Am besten jetzt, während des Literaturfestivals.“

„Da werden wir höchstens verhaftet. Was bringt das? Die Kulturwächter werden da sein, habe vor drei Tagen schon einen gesehen, vor der Zentralbibliothek. Und natürlich wird die Regierung ihre Leute schicken, und die Geheimpolizei. Wir werden suspendiert, und das wars dann.“ Jadah griff eine Flasche Wasser.

„Aber es wäre eine Möglichkeit, viele Leute gleichzeitig zu erreichen. Sichtbar zu werden.“

Die innovative Kommunikationsanlage – bestehend aus Konservenbüchsen – gab ein kratzendes Geräusch von sich, und die jungen Leute erstarrten. Sicherheitshalber griff Jadah nach dem alten Teppich, der den Fernsehempfänger sonst immer verbarg. Aber schon erklang das verabredete Signal aus der letzten, im Raum hängenden Blechdose. Ein Mitglied der „Erleuchter“ !

Wenig später stand ein aufgeregtes junges Mädchen mit unverkennbar terranischen Vorfahren in der Gruppe. „Tut mir leid, wir hatten Gäste. Aber schaut, was ich gestern gefunden habe! Oben am Fluss, bei den Rodungen!“
Sie präsentierte ein eher unscheinbares, ganz deutlich aber hochtechnisiertes Gerät. An der Seite hatte es ein deltaförmiges Symbol und einen kleinen Schriftzug. +USS Feynman/UFP+

„Das ist IHR Zeichen. Die Föderation! Ich erkenne es ganz genau! Meine Familie hat es auf alten Werkzeugen, aus dem Schiff, mit dem sie damals gekommen sind, um ein Leben ohne Technologie zu führen!“

„Die … Föderation? Aber… das Teil sieht nicht …. Alt aus. Sind die Terraner nicht vor über hundert Standardjahren zu uns geflohen?“

„Es ist nicht alt.“ Namr nickte mit Kennerblick und fuhr über die Oberfläche. Dann sah er in die Runde. „Sie sind hier!“

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  Zwischen Licht und Finsternis - Log 21 / Sir Waltham
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sun-Jan-2024, 01:44 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

IPS Albion / Walthams Büro

Harvey Miles, Sir Walthams Privatsekretär, kratzte sich am Kopf. Er hatte erwartet, dass Waltham über von Rabensteins Alleingang in Sachen Kontaktaufnahme mit den Tholiaernen, verärgert sein würde. Stattdessen schien sich Waltham in keinster Weise für von Rabensteins Aktionen zu interessieren. Nein, er blätterte durch die holographische Darstellung eines uralten Folianten und schien bester Laune zu sein. Miles konnte nicht mehr an sich halten.
Mi: Euer Lordschaft, entschuldigen Sie bitte meine Frage, aber was ist, wenn dieser von Rabenstein uns hintergeht?

Waltham lächelte ein wölfisches Lächeln.

Wa: Oh er wird uns hintergehen. Ich rechne fest damit.
Mi: Sir?
Wa: Er wird uns vielleicht nicht heute hintergehen. Denn er braucht uns noch als diejenigen, welche ihm seinen kleinen privaten Kreuzzug ermöglichen. Aber sobald er uns nicht mehr benötigt, wird er uns fallen lassen, wie ein Stück Müll.
Mi: Aber…
Wa: Ich weiß was Sie sagen wollen, Miles. Undank, Hinterlist etc. Aber damit muss man rechnen, wenn man es mit einem Mitglied der Inquisition zu tun hat. Das ist ihr Wesen, sie leben und atmen ihre Doktrin von der Nutzung, Benutzung und Entsorgung anderer, oder auch Ihrer selbst, um ihre Ziele zu erreichen. Denn das Ziel steht über allem. Sie fragen sich jetzt warum ich von Rabenstein dann unterstütze? Nun, genauso wie er uns nur als ein Werkzeug für seinen Aufstieg ansieht, so ist er für mich ein Vehikel für meine Rache. Im Übrigen habe ich Vorkehrungen getroffen, für den Fall dass unser Inquisitor der Meinung ist, er könne uns los werden. Dann wird er es bereuen.
Mi: Was haben Sie vor, Sir?
Wa: Der Genießer lächelt und schweigt.
Mi: Und was tun wir jetzt?
Wa: Zurück lehnen, abwarten was unser eifriger Geistlicher zu Stande bringt und ach ja, Tee trinken.

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Ortswechsel:

ISS Necron / Brücke

LaSalle war selten auf der Brücke. Er sah seine Aufgabe weniger als ausführendes, ständig Befehle gebendes Oragn, sondern mehr als derjenige, der die Ideen gab. LaSalles Einsatzgruppe befand sich noch immer im Warptransit. In 2 Tagen würde man bei Beta Sictis ankommen. Von dort aus gab es einen Zugang zu einer Ark-Straße durch das Grenzgebiet der Tholianer. Und LaSalle hatte nicht vor, sich von diesen Netzwebern aufhalten zu lassen. Doch genau dies schien Captain Vernon, dem Kommandanten der Necron, nicht zu gefallen. Das konnte LaSalle der ganzen Haltung des Captains ansehen. LaSalles drehte sich in seinem Sessel langsam zu Captain Vernon herum, welcher etwas eingeschüchtert neben LaSalle stand.

LS: Fühlen Sie sich nicht wohl, Captain? Haben Sie Schmerzen?
CV: Äh nun Sir, ich….
LS: Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube, Captain.
CV: Nun bei allem notwendigen Respekt , Euer Eminenz, aber wenn wir in das Gebiet der Tholianer einfliegen, benötigen wir da nicht eine Erlaubnis?
LS: Ich habe nicht die Absicht, eine Erlaubnis bei diesem überheblichen Gezücht zu besorgen. Ich fliege einfach ein.
CV: Aber Sir, das wird unweigerlich zu einem Konflikt führen.
LS: Ich rechne sogar damit, dass die Tholianer dies als Angriff ansehen und zurück schlagen werden.
CV: DeRaaf wird uns in der Luft zerreißen, wenn er davon erfährt.
LS: Captain Vernon, schon alleine wegen dieser Bemerkung sollte ich Sie kreuzigen lassen. Aber Sie haben Recht. DeRaaf würde uns an die Wand stellen lassen. Aber er wird mit etwas anderem beschäftigt sein und uns daher nicht in die Quere kommen.
CV: Ich verstehe Sir, die Tholianer!
LS: Exakt.
CV: Aber das könnte Krieg mit den Tholianern bedeuten.
LS: Einen Krieg, welchen ich, mit dem was ich auf Panox finden werde, beenden und die Tholianer, diese Ausgeburten einer kranken Hölle, vom Antlitz der Sterne wischen werde. Warten Sie es ab Captain!

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  Zwischen Licht und Finsternis - Log 20
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Tue-Dec-2023, 07:34 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

***An Bord der Vindicator***

Soeben hatten die kleine Renegatenflottille – bestehend aus fünf Schiffen der Inquisition unter Captain De Chabannes und den Piraten unter ‚Dr. Dolittle‘ - die angesteuerte Raumstation im Dark Rim – Sektor erreicht.

Richard von Rabenstein betrachtete das Konglomerat auf dem Hauptbildschirm und entschied, dass dieser Ort einen Ausbund an Häßlichkeit darstellte, der schwer zu überbieten war. Die ursprüngliche Station war vermutlich tellaritischen Ursprungs gewesen, ein Volk, dass bekanntermaßen auf äußere Eleganz und Symmetrie wenig achtete. Im Laufe der Jahrzehnte (oder Jahrhunderte?) mehrfach zerstört, geflickt, und von anderen Spezies erweitert wirkte sie nun wie ein großer Haufen verschmolzener Weltraumschrott.

„Eine Beleidigung der göttlichen Schöpfungsordnung,“ resümierte der Inquisitor Maximus Electus, und nahm sich vor, wenn die Verhältnisse erst einmal ‚geordnet‘ sein würde, derartige Schandflecken zu tilgen. Zumal es gewiss an Bord der Station auch zuging wie im sprichwörtlichen Sündenbabel!

„Exzellenz, Ihr solltet dort nicht persönlich rüber gehen,“ mahnte Richards rechte Hand Kavun argwöhnisch. „Ich könnte ein mobiles Hologramm entwickeln.“

„Ich verstehe deine Sorge, mein Sohn. Aber ohne persönliche Präsenz kann ich meine Gesprächspartner nicht sondieren. Und das ist von zentraler Wichtigkeit. – Du wirst an Bord der Vindicator bleiben und Waltham und dieses Piratengezücht observieren. Marcia wird mich begleiten. Und ich benutze den Schutzfeldgenerator.“

Kavun brummte. Seiner Meinung nach war niemand besser geeignet als er selber inklusive seiner kleinen Waffensammlung, verstand sich, um den Inquisitor zu schützen. Aber der heilige Gehorsam war Pflicht, und so fügte er sich mit einiger Anstrengung.


*** An Bord der Station ***

Die tholianischen Gesandten würden in einem speziell für ihre Anforderungen hergerichteten Habitat warten, das sich in den unteren Ebenen der Station befand. Leider verhinderten diverse Abschirmungen und Störfelder, direkt in den nächstgelegenen humanoiden Sektor zu beamen. Was bedeutete, Richard musste den Weg zu Fuß zurück legen. Vorbei an legalen Händlern und illegalen Drogendealern, Hökern mit gestohlener Hardware und geklonten Sklaven. Aus diversen Spelunken klang Gegröle und Musik, und an einer Ecke konnte man Wetten in einem Wrestlingmatch auf Leben und Tod abschließen. Das Einzig Positive war, dass in dem bunten Treiben niemand von den Neuankömmlingen Notiz zu nehmen schien.

In der Nähe eines flackernden kaputten Werbebildschirms, dessen Lichblitze ein bizarres Muster auf den verdreckten Stahlboden warfen, verhielt Richard plötzlich. Marcia ließ einen raschen Rundumblick schweifen, konnte aber nichts Aufmerksamkeit erregendes entdecken. Von rechts näherte sich träge ein Antigravtransporter. Ein paar verdreckte Kinder undefinierbarer Spezies tollten vor ihm her und blockierte den Weg.

„Exzellenz?“ hauchte die Leibwächterin.

„Ich nehme eine feindselige Präsenz wahr…“ In der nächsten Sekunde wich er zurück, Marcia glitt vor ihn und starrte Richtung des halb geöffneten Schotts, aus dem ein eisiger Wind wehte.

Richards Sinne tasteten hinaus und versuchten, die Bedrohung mental zu fassen – und in diesem Augenblick blitzte es dich hinter ihm auf. Marcia fuhr herum, schoß, aber der Disruptorstrahl traf nur noch auf Transporterflimmern. Im Boden hinter ihnen klaffte ein Loch, aus dem sich ein Rauchfähnchen nach oben wand.

Der Inquisitor holte tief Atem, blieb ansonsten aber unbewegt. Marcia musterte die Anzeige auf ihrem Tricorder. „Eine Timerdrohne,“ erkannte. „Wäre die Antigravkiste nur um 0,9 Sekunden schneller vorbei gewesen, hätte sie ihr Ziel erreicht. Was ist mit Eurem Schutzfeld?“

„Intakt. Auf maximaler Stufe.“ Also war die Präsenz eine Ablenkung. Im Moment war nichts mehr zu erspüren...
Wer auch immer das Attentat befohlen hatte, wusste also von seiner speziellen Gabe. Damit kamen nur LaSalle infrage und – Waltham. Er traute niemandem. Das war schon immer das Motto der Inquisition gewesen und es hatte sich bewährt. Daher kannte nur er selbst die Frequenz seines Schutzfeldes, und er trug eine eigene kleine Waffe, von der auch seine engste Umgebung nichts wusste. Wie hatte es der letzte Großinquisitor, Valentinian Constantius ausgedrückt? ‚Ein Inquisitor hat keine Freunde. Ein Inquisitor hat Gott allein. Und Gott genügt in allem.‘ Friede sei seiner Seele.
„Setzen wir unseren Weg fort. Das Habitat der Tholianer ist hinter der nächsten Schleuse verzeichnet.“



Abgeschottet hinter Kraftfeldern, hinter dem die hohe Temperatur alle Umrisse flirren und flimmern ließ, standen drei der spinnenähnlichen tholianischen Kreaturen.

Als seien sie geradewegs aus den Tiefen der Hölle gestiegen, dachte der Inquisitor. Mit einiger Anstrengung konnte er die fremdartige Präsenz der Tholianer dennoch wahrnehmen. (Anm. Deanna Troi kann ja auch durch den Weltraum und Schiffshüllen wahrnehmen Zwinker)
Aber: der Zweck heiligte die Mittel und die Bündnispartner! Richard registrierte abwartendes Amüsement und kalte Verachtung. Der von den Tholianern abgestellte Übersetzer, ein mehräugiger Servidi, strahlte Diensteifer und eine gewisse Aufregung ab. Vielleicht wäre es doch intelligenter gewesen, Mittel in die Entwicklung von Translatoren fließen zu lassen, dachte der Inquisitor in diesem Moment. Anstelle davon auszugehen, dass die Galaxis gefälligst die Sprache der überlegenen Spezies – also des Terranischen Imperiums – zu lernen hatte! Er selbst war zwar in mehreren Sprachen geschult, Tholianisch gehörte jedoch nicht dazu. Er beschloss, dies zu ändern, zumindest für Angehörige der Heiligen Inquisition, sobald die Ordnung wieder hergestellt war…

Nach dem Austausch einiger Höflichkeitsfloskeln zwischen den ungleichen Gesprächspartnern kam der Inquisitor Maximus Electus zum Kern seines Anliegens: „Ich weiß, dass das von uns mit Panox – B bezeichnete System eine gewisse religiöse Bedeutung für die Welt der Tholianer hat.“ ‚Religion‘ kam ihm in diesem Zusammenhang schwer über die Zunge, aber er konnte nicht gut ‚für den abscheulichen Aberglauben‘ sagen!

Von den Tholianern ertönte eine Fülle verschiedener Klicklaute, die der Übersetzer in die Worte fasste: „K’T’K’aT, das die Niederen Panox nennen, ist die Wiege des Lichts.“

„Ein Verbrecher aus dem Terranischen Imperium trachtet danach, sich den Ort anzueignen und zu zerstören.“

„Die Versammlung der Oberen hat die Gerüchte vernommen,“ klackte es.

Wie interessant… „Ich bin im Besitz von mehr als Gerüchten. Genauen Informationen über die Pläne, die die Wiege des Lichts betreffen.“ Richard missfiel der Ausdruck, aber andererseits musste er seine Allianzpartner in Spe dort abholen, wo sie waren, bei ihrem (Aber-)glauben! „Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, den Gegner aufzuhalten.“

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  KI-Ketzerei Log 11
Geschrieben von: Sareth - Mon-Nov-2023, 05:44 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** USS Feynman / Transporterraum ***

Die Matrix unserer Translatoren war mit den neuen Referenzen geupdatet worden, die wir aus den Audio-Visio-Drohnen gewonnen hatten. Bei einem Vergleich mit den Files in der Datenbank zu Spiros Alpha – die ja schon an die hundert Jahre alt waren – hatten wir nämlich festgestellt, dass doch zahlreiche Veränderungen in der Sprache stattgefunden hatten. Trotz aller Vorliebe für Bewahrung der Tradition waren die Bewohner des Planeten nicht so rigoros, wie einige abgeschottete Sektierer, die über Jahrhunderte eine alte Sprachform einzementiert bewahrten: die Ma’Travith auf Vulkan beispielsweise, oder auch die Mennonitenkolonien in Südamerika auf Terra.

Nachdem wir uns passende Kleidung repliziert hatten, fanden wir uns im Transporterraum Eins der Feynman ein. Bisher war es der einzige, in dem die Musterpuffer wieder funktionstüchtig waren.

LaSalle studierte mit düsterer Miene die Details auf seinem Pad. Aber vielleicht lag es auch nur an der unbequemen Halskrause, die sein ‚Kostüm‘ zierte! Laut unserer Informationen entsprach seine Kleidung der eines Regierungsbeamten. Würde war bekanntlich immer unbequem…
Chris Reed neben ihm trug einen Arbeiteroverall, in dessen Taschen eine Reihe Ausrüstungsgegenstände untergekommen waren. Ich selbst hatte ein Klein und einen Umhang mit bestickter Borte gewählt, einigermaßen unauffällig und stadtbürgerlich. Das Ziel war, gegebenenfalls mit so vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen so unauffällig wie möglich interagieren zu können.

Unsere letzten beiden Teammitglieder traten aus dem Lift: Dr. Val’Kara in einem ortstypischen Krankenschwester-Outfit mit einer skurrilen Haube – über die sie sich gerade wieder entrüstete – und Richard in einer weich fallenden, bodenlangen dunklen Robe.

„Ah, wie ich sehe, haben Sie es geschafft, das bequemste Gewand zu ergattern,“ meinte LaSalle in seine Richtung und schob unbewusst wieder die Finger unter die Halskrause.

„Vielleicht ist mein Amt umso unbequemer, Admiral“, erwiderte Richard mit einem leichten Lächeln. „‘Beglaubigter Wahrer der Identität‘ stand auf dem Memento der Person, nach der wir diese Gewandung gestaltet haben. Das hört sich ziemlich anstrengend an.“

„Ja, klingt nach staubigen Büchern und Mottenkugeln,“ grinste Reed, „genau wie bei Ihnen, Rufus! Na, wenigstens habe ich den Funjob, als Dampfbahnmechaniker.“

„Sehen Sie lieber zu, dass Sie kein Verkehrschaos verursachen,“ brummte Val’Kara.

„Ich hoffe, dass wir einen Großteil der Crew bereits in dem Höhlensystem finden, das wir bereits in Verdacht haben aufgrund der Transporterlogs,“ ergriff ich das Wort. „Die Drohnen haben zwar nichts registriert, aber das könnte an den Lagerstätten von Beryllium liegen, die wir dort ausfindig gemacht haben.“

„Und an dem ganzen Dreck in der Atmosphäre,“ fügte Val’Kara hinzu.

Chris Reed justierte den Transporter auf automatischen Transfer zu unseren Zielkoordinaten und wir traten auf die Transferpads.


*** Spiros Alpha / Höhlensystem ***

Unser Team materialisierte wie geplant in der ersten großen Höhle, einige Meter vom Eingang entfernt. Draußen strahlte die Nachmittagssonne und über die Felsen hing ein Vorhang von rötlich-violetten Blattpflanzen. Sie bewegten sich sanft im Wind – und das war das einzige Lebenszeichen, das wir registrieren konnten. Nun, aus der Nähe, stellten unsere Tricorder zweifelsfrei fest, dass sich hier keine Crewmitglieder der Feynman aufhielten.

„Aber sie waren hier, zumindest einige von ihnen,“ sagte Dr. Val’Kara und ließ den Tricordersensor über eine der Höhlenwände schweifen. Ich registriere molekulare Verbindungen aus Atemluftniederschlag, die nur menschlichen und andorianischen Ursprungs sein können. Etwa fünf Tage alt.“

„Wahrscheinlich haben sie die Höhlen wegen des näher rückenden Rodungsareals verlassen, das wir ja schon auf den Drohnenaufnahmen gesehen haben,“ überlegte ich.

„Sie haben den Platz ganz perfekt nach Sternenflottenprotokoll verlassen, jegliche für die Einheimischen wahrnehmbare Spuren beseitigt.“

„Oder doch fast alle….“ Richard bückte sich und fischte etwas aus dem Staub, was sich als abgebrochener Verschluss einer Sternenflottenbox entpuppte. „Aber ich nehme an, anders als in schlechten Romanen haben sie keine verschlüsselte Botschaft an den Wänden hinterlassen, die uns den Weg weist.“

Es gab Methoden, ‚unsichtbare‘ Schrift auf Stein anzubringen, aber die Frage war, ob die Feynman-Crew dafür Zeit und Möglichkeit gehabt hatte. Dennoch, wir sollten nichts unversucht lassen.

„Mr. Reed, starten Sie die den Drohnensensor, der die Wände im ultravioletten Licht abtastet,“ ordnete ich an. “Unterdessen schauen wir uns nach weiteren Spuren um.“ Das Einfachste wäre gewesen, einen Sender oder ein Datenmodul dazulassen, aber das ging natürlich nur auf unbewohnten Planeten…. Und so mussten wir nach anderen Hinweisen suchen.


*** In der nächsten Stadt ***

Einige Stunden darauf war klar geworden, dass es außer kleinen Metallsplittern, Plasteabrieb und anderen kleinen mikroskopischen Spuren keine Hinterlassenschaften in den Höhlensystemen gab. Leider eben auch keine Hinweise, die uns auf der ‚Schnitzeljagd‘ behilflich sein konnten!

Suchprotokollgemäß hatten wir uns in die nächstgelegene Stadt begeben, um dort nach Informationen zu fahnden. Wir erreichten sie kurz vor Sonnenuntergang, und daher war es angeraten, nach einem Nachtquartier Ausschau zu halten. Am nächsten Morgen wollten wir uns dann aufteilen.

Es war eine kleinere Stadt, und selbst Val’Kara fiel – neben der Luftverschmutzung– auf, wie liebevoll die Leute alle Gebäude gestaltet hatte. Selbst Wartehäusschen für die Trambahn und offensichtliche Werkstätten waren mit Zierleisten und Reliefs, kleinen Türmchen und Erkerchen versehen. An öffentlichen Plätzen gab es vielfach Brunnen und Skulpturen.

„Die Akademie für Kunstgeschichte wäre hier im Eldorado,“ murmelte Richard.

„Aber den Ruß muss man erst mal abkratzen.“

„Nun, das musste man ja auch auf der Erde bei zahlreichen Kunstwerken, in der Sixtinischen Kapelle, zum Beispiel.“

Wir waren vor einem besonders prächtig gestalteten Gebäude angekommen. Ich ließ mir vom Tricorder die Inschrift über dem Portal übersetzen. „Die Distriktbibliothek!“

Richard war die ersten Stufen hochgestiegen, um die Mosaikarbeiten links neben dem Portal in Augenschein zu nehmen, als die Tür aufgerissen wurde und zwei mit Büchern bepackte junge Leute heraus stürmten.

„Oh, Euer Spektabilität! Ich grüße Sie!“ rief einer von Ihnen und machte eine Verbeugung vor Richard. „Verzeihung, ich habe Sie nicht gleich gesehen! Sie sind sicher hier für den Literaturwettbewerb morgen?“

Ich sah seinen Kameraden Zeichen machen, die wohl universell in der Galaxis bedeuteten „Quassel das hohe Tier nicht voll“, aber der junge Bücherliebhaber nahm es nicht wahr.


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(PS: Spektabilität war früher Anrede für den Uni-Dekan, dachte, es passt =))

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