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  Umbra et Malleus Log 3
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Gestern, 12:25 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** Malastair 4 / ISS Dark Mirror / Brücke ***

Die Klingonen?! Kein Grund beleidigend zu werden, Vandenberg, antwortete Richard in Gedanken, ohne eine Miene zu verziehen. Die Commissio Fidei (=Kommission für Glaubensfragen) hatte zumindest bis in die jüngste Zeit debattiert, auf welcher Stufe diese Spezies mit ihren animalischen Instinkten und barbarischen Sitten anzusiedeln sei. Schließlich hatte die Kirche sie unter „minderbegabte triebhafte Lebensformen“ verortet. Eine Einschätzung, die Richards Meinung nach insofern fehl am Platz war, als sie die Flotte verleitete, den Gegner nicht wirklich ernst zu nehmen. Was die Romulaner anbelangte – nun die hatten sich ohnehin hinter ihren Abwehrschilden verschanzt, und überdies munkelte man, ihr Prätor liege im Sterben. Und das Ableben von Staatsoberhäuptern pflegte dort wie hier selten ohne unerfreuliche Begleiterscheinungen wie Hinrichtungen, Unruhen und dergleichen vonstatten zu gehen! Das waren also in der Tat keine Alternativen.

„Beta Phönizis? Ich werde Sie begleiten.“ Der Großinquisitor wandte den Blick von den Sandteufeln, die über die nun in dunkles Weinrot getauchte Wüste wirbelten. Wie hieß es doch so schön? Finis medii iustificat. Und sich Vandenbergs zu entledigen, würde zu gegebener Zeit sicher noch Gelegenheit sein! Er lächelte leicht und wusste, dass sein Gegenüber den gleichen Gedanken hegte. Dafür brauchte er keine emphatischen Fähigkeiten!

„Gut. Ich lasse ein Quartier für Sie herrichten. Ich hoffe, Sie können mit den spartanischen Verhältnissen hier an Bord leben.“

„Nun – solange alles zweckdienlich ist, sollte das kein Problem darstellen. Ich muss aber vorher noch mit meinem Begleiter sprechen.“

„Ah ja, der Besitzer dieses Flohzirkus…“ Robert Vandenberg aktivierte einen Bildschirm an der Lehne seines Sessels, und aktivierte das Biotracking. „Der Hund ist im nördlichen Abschnitt der Oase, also nehme ich an, der Mönch wird ebenfalls dort sein.“ Er stand auf, griff ein Nachtsichtgerät und trat an das Panoramafenster. „Ja, dort hinten, neben dem Sperrfeldgenerator. Ich leite einen Ort zu Ort – Transfer ein, Exzellenz.“

„Danke, wie zuvorkommend.“ Damit ich auch ja unterwegs nicht irgendetwas sehe, was ich nicht sehen soll, nicht wahr?



Wenig später stand Richard neben Anselmus und Herodes unter einer der seltsamen Kaktuspflanzen, deren kleine Blüten einen süßlichen Duft verströmten, der mottenähnliches Getier anlockte.

„Wir werden nach Beta Phönizis fliegen? Der Platz hat keinen guten Leumund.“ wiederholte der Mönch und Herodes ließ ein leises Knurren hören.

„Ich werde fliegen, Anselmus. DU wirst dich nach Cephira III begeben und versuchen, Kontakt mit Marco Sardi herzustellen…“ Er berichtete von den Informationen aus der Datenbank der Inquisition, die den zwielichtigen Geschäftsmann (um nicht zu sagen Mafiosi)  Sardi als einen Anhänger des Konzils auswiesen. Noch wichtiger, oder besser, das einzig wichtige war, dass Sardi Zugriff auf eine Transmitterphalanx hatte. „Ich brauche Augen und Ohren dort draußen, von Vandenberg und seinen Leuten unabhängige Augen und Ohren! Die eines verlässlichen Informanten der Inquisition, wie du einer bist, mein lieber Anselmus!“

Das runde Gesicht des Mönchs zeigte deutlich, wie geschmeichelt er sich fühlte. „Oh, Monsignore von Rabenstein! Das ist wirklich… nun… ich habe immer getan, was ich konnte!“

„Ich weiß.“ Und ich hoffe, ich kann dich eines Tages gebührend belohnen.

„Aber wie soll ich Sie erreichen? Wenn ich etwas erfahre?“ fragte Anselmus. „Ich traue Vandenberg nicht…“

„Ich auch nicht. – Ich werde dich kontaktieren, in gewissen Abständen,“ erwiderte Richard und warf einen kurzen Blick hinter sich. Dort meinte er, etwas gehört zu haben. „… bis ich eine andere Möglichkeit gefunden habe. Und weil wir gerade von Vertrauen sprechen. Konntest du etwas über Schwester Agathea heraus bekommen?“

„Sie ist mir auf dem Fuße gefolgt. Da konnte ich nicht viel machen. Aber Herodes, der hätte doch gemerkt, wenn da irgendwas nicht stimmt!“

„Ja…“ Richard senkte nachdenklich den Blick auf Anselmus‘ treuen Begleiter. „Das ist wahr. Aber es ist ebenso wahr ist, dass ich Schwester Agathea vor vier Jahren persönlich die letzten Sakramente erteilt habe. Sie ist quasi vor meinen Augen gestorben. Entweder hat mich damals der ganze Konvent zum Narren gehalten, oder das ist nicht Schwester Agathea.“

„Ich fühl‘ mich unbehaglich, Monsignore!“

„– Aber da sie mit uns reist, werde ich diese spezielle Frage noch beantworten.“




*** Einige Zeit später / Malastair 4 / ISS Dark Mirror ***

Der Großinquisitor hatte das ihm zugedachte Quartier in Augenschein genommen und so gut er es vermochte, nach Abhörgeräten gefahndet. Es war ein mittelgroßer Wohnraum, wahrscheinlich eine Offizierskabine, von der Nüchternheit einer Klosterzelle. Früher hätte er eine derart unangemessene Unterbringung entrüstet abgelehnt – schließlich verlangte sein Amt eine gewisse Ehrerbietung, die sich eben auch in dezentem Luxus niederschlug. Aber nach all dem, was er in den letzten zwei Jahren durchgemacht hatte, WAR das hier Luxus.

Richard beschloss, sich an Bord umzusehen, vor allem empathisch ein wenig zu sondieren. Dass Vandenberg offenbar über seine diesbezüglichen Fähigkeiten Bescheid wusste – oder war die Abschirmung einem anderen „Problem“ geschuldet? – war beunruhigend, gehörte seine genetische Modifizierung doch zu den bestgehütetsten Geheimnissen. Er zweifelte, dass selbst Constantius davon gewusst hatte. Aber FALLS Vandenberg die Wahrheit kannte, hatte er sie dann mit seiner Crew geteilt? Es wurde Zeit, das heraus zu finden!

Die „Dark Mirror“ war eindeutig ein Schiff terranischer Bauart. Sämtliche Statuspanels auf den Gängen waren – selbstverständlich – gesperrt. Ein Kraftfeld mit penetrantem roten Sperrsymbol schützte sie, das sich  nur bei der entsprechenden Eingabe des Sicherheitscodes senken würde. Was Deo Gratias nicht abgeschirmt war, waren die Emotionen der Crewmitglieder! Und vor allem eine Schwingung kehrte immer wieder: Unruhe und Unbehagen.

Da scheinen eine ganze Menge Leute nicht wirklich angetan von dem, was ihr Kommandant vor hat… Und was genau ist das, Robert Vandenberg? Der Großinquisitor war sich sicher, dass es nicht nur um geheime militärische Einsatzkräfte der Inquisition ging. Vandenberg wollte etwas von IHM persönlich. Genau aus diesem Grund hatte er sich die mentale Abschirmung besorgt…

Eine Wolke düsterer, angsterfüllter Emotionen verdichtete sich um ihn und ließ ihn unwillkürlich in seinem Spaziergang innehalten. Woher kam sie? Es fühlte sich seltsam an… Anders als etwa ein oder zwei Gefangene, die verhört wurden… auf jeden Fall musste es sich um eine ganze Gruppe handeln, die dieses kollektive Panikgefühl erzeugte. Waren das die Borg, mit denen Vandenberg experimentieren ließ? Aber die sollten nach seinen Erfahrungen nicht in der Lage sein, individuelle Bewusstseinsmuster abzusondern…
Er ging weiter, an einigen Warnsymbolen vorbei und versuchte den Ursprungsort der unangenehmen Präsenz zu lokalisieren. Unverhofft sah er sich zwei schwer bewaffneten Wachposten gegenüber, hinter denen sich ein Schott mit Sicherheitssperre befand. „Exzellenz! Dieser Bereich fällt unter die Restriktionen!“ schnarrte einer der hünenhaften Männer. „Ich muss Sie bitten, sich zu entfernen!“

Richard tat überrascht. „Ich war wohl zu versunken in meine Gedanken. Selbstverständlich.“ Sagte er und trat den Rückweg an, nicht ohne eine so intensive wie ihm mögliche Sondierung der beiden Wächter. Amüsement war zu spüren und Langeweile. Aha, sie nehmen mich nicht für voll. Umso besser… Er bezwang sein Verlangen, ihnen einen kleinen mentalen Denkzettel zu verpassen. Stattdessen stieg er in den nächsten Lift und ließ sich auf das obere Deck tragen.

Als die Türen zur Seite glitten, fand er sich der Bordkantine gegenüber, aus der gerade drei Besatzungsmitglieder traten. Zwei Frauen und ein Mann mit Unteroffiziersabzeichen. Sie unterhielten sich, verstummten aber, als sie den Inquisitor erblickten. Dann setzte sich eine der beiden Frauen in seine Richtung in Bewegung. Ihr Kamerad kommentierte mit einem gegrummelten. „Was hast du bloß immer mit diesem Religionsgedöns?!“

Sanctissima Trinitas, der Zustand des Imperiums ist wirklich beklagenswert!
Richard bedachte den jungen Offizier mit einem eisigen Blick und merkte erfreut, dass die Augen des Mannes tatsächlich auswichen, während die Frau vor ihm auf die Knie sank und um seinen Segen bat. Ja, er genoß die Situation in der Tat. Und EINE Verbündete schien sich hier schon einmal zu präsentieren! Er zeichnete ihr ein Kreuz auf die Stirn und legte die Hand auf ihren Kopf, während er sich das Namensschild auf ihrer Uniform einprägte. Sergeant Ellen Robinson.

In diesem Moment ertönte das Signal an die Crew, sich zur Startvorbereitung an ihren Posten einzufinden.

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  Umbra et Malleus Log 2 / Joint Log F. Hammerton / R. Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sun-Sep-2020, 12:52 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

 
So many centuries
So many gods
We were the prisoners of our own fantasy
But now we are marching against these gods
I'm the wizard, I will change it all

 
Blind Guardian - Valhalla

---------------------------------------------------------------------------------
 
Alpha Crucis-System / Planet X3417-A / Äquatorialzone
 
Die Schönwetterphase hatte die letzten 2 Monate angehalten. Schönwetterphase auf X3417-A bedeutende einen strömenden Dauerregen, der den ohnehin morastigen Boden dieser öden Tundrawelt in eine sumpfige Schlammhölle verwandelte. Die Außentemperatur betrug exakt 4 Grad Celsius, für diese Welt geradezu ein Hitzerekord.
Hinter einer kleinen Felsengruppe standen geduckt einige durchweichte Zelte, immer im Schatten zweier gigantischer Massebeschleunigerkanonen und zahlreicher Projektilwaffenstellungen, daher niemals trocknend, auch nicht in den hin und wieder kehrenden Pausen des Regens. Energiewaffen waren auf dieser Welt, aufgrund der immer wieder auftretenden Energiestürme unbrauchbar. Ebenso unbrauchbar wie Ausrüstung ohne Atemfilter,
Der an diesem Ort herrschende Geruch, eine Mischung aus dem fauligem Gestank der Sümpfe und des Morasts, dem süßlichen Geruch von Verwesung,  den ozonartigen Ausdünstungen der Massenbeschleuniger, gepaart mit dem Gestank vom Regen überfluteter provisorischer Latrinen, gab dieser Gegend ein Odor von dem, was sie wirklich war. Ein Schlachtfeld. Große Pestilenz behaftete Insekten schwirrten trotz des Regens durch die Luft. Und wenn man nach ihnen schlug und sie mit der Hand traf, prallten sie bisweilen gegen die nassen Felsen, für kurze Zeit einen schleimigen, grün-bräunlichen Fleck hinterlassend.
Doch dies störte den Mann in einem Zelt, gleich neben einem der Massebeschleuniger nicht. Vom Zelt aus hatte man einen direkten Blick auf den gigantischen Berg in etwa 20 km Entfernung. Und selbst aus dieser Entfernung konnte man den Koloss der Festung auf dem Berg erkennen.
Seit 6 Monaten waren Colonel Frank Hammerton und seine Kampfgruppe jetzt hier. Den letzten Auftrag des alten Großinquisitors, vor der Machtübernahme durch den Usurpator LaSalle, erfüllend, hatten sie sich hierher zurückgezogen. Wie etliche Kommandoeinheiten der Inquisition, irgendwo auf gottvergessenen Planeten. Auf neue Aufgaben wartend und dabei eine Sache erledigen, welche die imperiale Flotte wohl einfach übersehen hatte.
Hammerton zündete sich eine Zigarre an und ließ den Geruch des brennenden Tabaks den Gestank der Umgebung aus dem Zelt vertreiben. Er tat dies immer vor entscheidenden Geschehnissen und heute würde es wieder ein solches geben. Der fast 1,90m große Terraner fuhr sich durch das kurzgeschorene Haar und blickte dann auf sein Spiegelbild in einer Pfütze im Zelt, welche sich unter einem Loch im Dach gebildet hatte. Ein Einschussloch? Hammerton wusste es nicht und es war ihm auch gleichgültig.
Der Mann, welcher Hammerton aus der Pfütze entgegensah, wirkte weder besonders massiv, noch ausgeprägt muskulös. Nein, Hammerton verließ sich weniger auf seine körperlichen Kräfte, als auf seine Ausbildung, Wissen, Ausrüstung, Gewandtheit und Erfahrung. Und seine Erfahrung ließ ihn jetzt wieder mit den Zeiten hadern.
So viele Jahre diente er bereits dem Imperium. Unzählige Schlachten hatte geschlagen. Für die Flotte, oder die Inquisition. Und immer war dies anerkannt worden. Doch die Leute, welche jetzt das Sagen hatten, traten die Traditionen des Empires mit den Füßen.  Hammerton schüttelte den Kopf.  Verrottet, diese Leute waren völlig verrottet.
Das Eintreten eines jungen Offiziers unterbrach Hammertons trübe Gedanken. Der Offizier salutierte zackig und stand dann vor Colonel Hammerton stramm.

FH: Ich höre Lt. Tschel?
LT: Wir haben eine Nachricht von Commissioner Vandenberg erhalten. Der Gast ist eingetroffen.
FH: Sehr gut. Teilen Sie Mr. Vandenberg mit, dass wir uns auf Beta Phönizis treffen werden.
LT: Sir, jawohl Sir.
FH: Hoffentlich ist es die Umstände wert. Schließlich habe ich diesem Geschäftspartner von Arminius SR eines unserer beiden Kampfschiffe ausgeliehen. Ein Kampfschiff und ein Truppentransporter als Rest, sind nun wirklich keine schlagkräftige Flotte. Aber wir werden sehen. Bereiten Sie die Schiffe auf einen baldigen Abflug vor.
LT: Sir, Jawohl Sir.
FH:  Sonst noch etwas, Lt?
LT: Sir, wir haben eine Nachricht aus der klingonischen Festung erhalten.
FH: Hat der Kommandant über mein Angebot nachgedacht?
LT: Sir, das hat er.
FH: Und wie lautet seine Antwort?
LT: Nur, Sir, er sagte er werde und ich zitiere, lieber mit tausenden Wunden bedeckt im Kampf sterben, als sich Ihnen zu ergeben, Sir. Er sagte weiterhin und ich zitiere auch hier, dass er sich aus Ihrer Hirnschale einen Trinkbecher machen werde, Sir.
 
Hammerton blickte auf die Glut seine Zigarre.
 
FH: Das diese Klingonen immer so merkwürdige Tischsitten haben müssen? Nun wie auch immer, des Klingonen Willen ist sein Stovokor. Es wird Zeit, dass wir unsere Hintern von dieser stinkenden Kugel heben. Lassen Sie die Massebeschleuniger auf Kernschuss einstellen. Dauerfeuer auf Festung.
LT: Sir, ich gebe zu bedenken, dass wir Befehl haben, die Festung einzunehmen. Deswegen kämpfen wir ja nun schon so lange hier.
FH: In dieser Gegend, am Hintern des Empires, eine Festung zu erobern ist zum jetzigen Zeitpunkt sinnfrei. Die Klingonen werden alle wichtigen Einrichtungen bereits zerstört haben, um sich dann einen ehrenvollen Tod im Nahkampf zu gönnen. Dazu habe ich weder Lust, noch die Veranlassung Männer und Frauen zu opfern. Führen Sie also Ihre Befehle aus und lassen Sie anschließend sammeln. Ich habe die Nässe in diesem Zelt und den gesamten Planeten satt.
 
Lt. Tschel salutierte zackig und eilte aus dem Zelt. Wenige Minuten später erwachten die Massebeschleuniger zu donnerndem Leben. Bei jedem Schuss, welcher einen 15 m langen Wolframstab als glühendes Projektil gegen die Festung schleuderte, erbebte die gesamte Umgebung.
2 Stunden später, nachdem das Lager geräumt und die Schiffe von Hammertons Flotte über die zertrümmerten und glimmenden Reste der Festung abgeflogen waren, hatte auch der Regen aufgehört. Und es herrschte Stille. Totenstille.
 
--------------------------------------------------------------------------------------------
 
Ortswechsel:
 
Malastair 4 / ISS Dark Mirror / Brücke
 

Werden Sie nicht blasphemisch… Und wen haben sie bei dieser Perspektive im Auge? Schwester Agathea vielleicht?
 
Richard von Rabensteins Worte hingen wie eine giftige Wolke zwischen ihm und Vandenberg. Doch dieser grinste nur bösartig.

Va: Oh das werde ich Ihnen erklären. Sehen Sie, LaSalles Vorgänger Constantinus hatte sich eine recht ansehnliche Spezialeinheit zugelegt. Für ein paar höchst geheime Spezialmissionen. Ich habe nur einige bruchstückhafte Informationen, doch so wie es aussieht, waren diese Einheiten auf Claudius selbst und nicht auf die Inquisition oder das Empire vereidigt. Die Ausrüstung dieser Einheiten soll vom Feinsten sein.
 
Richard schüttelte den Kopf.

RR: Und wo soll diese Ausrüstung herkommen? Die Flotte hielt auf ihrem Material immer eifersüchtig den Deckel drauf.
Va: Man sagt, Constantinus habe einen Mittelsmann in der Flotte gehabt und dieser habe eben bei jeder Bestellung dafür gesorgt, dass die Rüstungskonzerne eben etwas mehr geliefert haben. Und natürlich sind diese Mehrlieferungen nicht unbedingt durch die Bücher gelaufen.
RR: Ich kenne alle Abteilungen der Inquisition unter Constantinus. Und von irgendwelchen Sondereinheiten militärischer Struktur habe ich nie etwas gehört, geschweige denn gelesen.
Wie sind Sie denn an diese „Informationen“ gekommen?
Va: Nun, auch ich habe so meine Quellen, glauben Sie mir.
RR: Ich glaube, Sie wurden hier ein wenig hochgenommen, von Ihren sogenannten Quellen.
Va: Meinen Sie? Wo habe ich wohl dieses Schiff her? Ich konnte über Arminius von Schmitt-Rottloff Kontakt zu einer Kommandogruppe dieser Einheit herstellen.
 
Richard lachte verächtlich.
 
RR: Und unter welchem Namen soll diese Truppe registriert sein?
 Va: Nun, Euer Exzellenz, meine Quelle war hier etwas vage. Sie sprach von einem Ordo malleus non nobilis.
 
„ Ordo malleus non nobilis.“ In Richards Geist stieg diese Bezeichnung wie ein dünner, unangenehmer Rauchfaden auf. In der Tat. Irgendwo in seinen Erinnerungen lauerte etwas über einen Ordo malleus. Es war Zeit mehr darüber heraus zu finden. Richard beschloss, in die Offensive zu gehen.
 
RR: Wenn Sie schon Kontakt zu dieser Gruppe haben, was wollen Sie dann von mir? Und da wir schon bei Fragen sind. Hier kommt die Frage alle Fragen. Warum haben Sie mich aus dem Hochsicherheitsgefängnis befreien lassen?
Va: Seit wann sind Sie so begriffsstutzig Euer Exzellenz? Es geht hier um ehemalige Inquisitionseinheiten und wen benötigt man, um mit solchen Fanatikern zu kommunizieren? Einen Inquisitor. Außerdem haben wir ja noch ein gemeinsames Ziel.
RR: Haben wie denn so etwas wie ein gemeinsames Ziel? Haben wie denn überhaupt so etwas wie Gemeinsamkeiten? Ich ein Mann der Kirche und Sie ein Technokrat des Krieges?
 Va: Technokrat des Krieges. Muss ich mir merken. Wunderbar prosaisch. Nun ich glaube, Sie wollen endlich Ihre rechtmäßige Position einnehmen: Großinquisitor. Daraus haben Sie nie einen Hehl gemacht. Nur um diesen Plan zu verwirklichen, benötigen Sie eine schlagkräftige Bodentruppe und eine funktionsfähige Einsatzgruppe als mobile Basis. Nur mit Exerzitien, Beten und Selbstkasteiung werden Sie LaSalle nicht beseitigen. Zumal dieser ja, sich jetzt mit okkulten Dingen beschäftigt, wie man hört.
RR: Und was springt für Sie dabei heraus? Aus selbstloser Liebe zur Inquisition werden Sie diesen ganzen Zauber ja nicht veranstalten. Was sind Ihre Wünsche an mich, sozusagen als Gegenleistung für meine Rettung? Doch nicht etwa Prior eines Klosters werden?
 
Vandenberg lächelte bösartig.
 
Va: Meine wahren Wünsche stehen auf einem anderen Blatt. Was diese Sache betrifft: Ich will meinen Platz in der Flotte und meinen guten Ruf. zurück und das kann ich nur, wenn LaSalle und seine Vasallen in Flotte und Regierung beseitigt sind. Das geht nur mit Gewalt. Von innen heraus.
Und Sie sollen eben diese Inquisitionstruppen als Großinquisitor, sozusagen als Ihre Truppen in den Kampf führen. Ich für meinen Teil übernehme die Leitung der kleinen Raumkampfgruppe.
 
Ein kurzes Signal ertönte. Vandenberg schaute auf ein Info-Holo und brummte dann zufrieden.

Va: Der Kommandant der Sondereinheit wird sich mit uns auf Beta Phönizis treffen.
RR: Weit ab von imperialem Gebiet.
Va: Und ein sicheres Lager für Vorbereitungen.
RR: Was geschieht wohl, wenn ich mich nicht an Ihrem kleinen Privatkrieg beteiligen will?
Va: Nun, dann wird Schwester Agathea Sie zum nächsten Posten der Handelsgilde bringen. Dort können Sie ja Ihr Glück versuchen. Aber ich wäre da vorsichtig. LaSalle ist hinter Ihnen her. Nicht hinter mir. Als Alternative könnten Sie es ja einmal beim klingonischen Widerstand versuchen, oder bei den Romulanern. Ersatzweise könnten Sie sich auch in dieser Oase bleiben und meditieren, ob Ihre Chancen als Einzelkämpfer zu überleben nicht doch etwas geringer sind als, ich zitiere die Worte eines meiner Crewmitglieder, „die eines Schneeballs in einem Hochofen“. Also?
 
 
 
 
 

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  Star Trek Strange New Worlds
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sat-Sep-2020, 05:03 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Keine Antworten

Ob die Serie je kommt, ist fraglich, aber der youtuber hier spricht mir aus der Seele. Solange da dieselben Leute sitzen, hab ich leider auch wenig Hoffnung...



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  Umbra et Malleus (UeM) MISSIONSSTART
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sat-Aug-2020, 03:28 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: ich möchte noch mal drauf hinweisen, dass wir in unserem RPG dieses Ex-Borg-Ausweiden-Zeug hatten, bevor Star Trek Picard damit anfing. Deshalb fühle ich  mich auch nicht als Plagiator^^

RPG:

*** Malastair 4 / ISS Dark Mirror / Brücke ***

Richard von Rabenstein erinnerte sich, dass Vandenbergs Name einige Male in den Dokumenten aufgetaucht war, auf die er im Archiv der Inquisition zugegriffen hatte. Und zwar in unzweideutigen Zusammenhängen. Der ehemalige Flottenkommissar hatte jemandes Pläne durchkreuzt, und dieser jemand war darauf aus, ihn zu eliminieren. LaSalle? Oder dessen Strippenzieher, der Großkanzler? Auf jeden Fall war Vandenberg von seinem Posten entfernt worden, und soweit er wusste, wenig später einem Mordanschlag entgangen. Nun – das geschah heutzutage ja allenthalben, das war höchstens noch eine Fußnote in den Annalen wert!

Dennoch schien Robert Vandenberg noch Zugang zu Ressourcen zu haben. Mehr als ich zumindest derzeit. Der erwählte Großinquisitor richtete den Blick wieder auf den Mann im Captains Chair.
„In der Tat habe ich Fragen. Warum Sie Anselmus nach  mir gesandt haben, wäre eine davon. Warum Sie mich aus dem Hochsicherheitstrakt befreit haben, eine weitere.“ Richard verabscheute es, in jemandes Schuld zu stehen, ganz besonders, wenn er dessen Motive nicht deuten konnte. Und irgendwie hatte sich Vandenberg mental abgeschirmt.

„Ah, ich gebe zu, ich habe auf diese wortreiche Dankesbezeugung gewartet.“ Der ehemalige Flottenkommissar kräuselte die Lippen zu einem angedeuteten Lächeln. „Sie spielen immer noch das alte Spielchen, Exzellenz?“ Er betonte den Titel.

„Ich spiele nicht mehr als Sie. Immerhin blicken wir nicht gerade auf eine langjährige Freundschaft zurück. – Bekommt man Abschirmungstechniken an den selben Orten, an denen solche Schiffe… lagern?“ Richard machte eine Handbewegung über die Brücke. „Wer sagt mir, dass sie nicht von einer der zahllosen Fraktionen, die sich auf dieser Müllhalde des einstigen Imperiums um die Brocken balgen, bezahlt werden, um mich jemandem auszuliefern? Kopfgeldjagd soll derzeit ein einträgliches Geschäft sein.“

„Ja, das kam mir auch zu Ohren. Aber wir sollten unsere Zeit nicht mit Wortgeplänkel verschwenden. Ich denke, wir haben einen gemeinsamen Feind.“

„Haben wir das?“

Vandenberg kam nicht zu einer Antwort, den in diesem Moment glitten die Lifttüren rechter Hand zur Seite und ein jüngerer Offizier trat ein, salutierte und meldete zackig: Sir! Die letzte Testreihe mit den Borgdrohnen war zu 60 Prozent erfolgreich! Die übrigen 40 Prozent wurden terminiert, Sir!“

„Sehr gut, Uljanow. Dr. Ismaili soll fortfahren. Wegtreten!“

Der Offizier salutierte, schlug die Hacken zusammen und entfernte sich.

„Experimente mit Drohnen?“ wiederholte Richard angewidert. „Es sind Wesen ohne Seele, die den Anschein von Leben erwecken und in Wahrheit tot sind. Das ist Häresie.“

„Es sind Hardware-Ressourcen, Exzellenz, in einer Zeit, da diese rar sind.“

Diese ganze Angelegenheit weckte düstere Erinnerungen in ihm – an diesen widerwärtigen, armseligen Planeten im Niemandsland, auf dem er monatelang gestrandet war. Gezwungen, sich  mit Betrügereien über Wasser zu halten, und schließlich auch mit dem Verkauf einer dieser vermaledeiten Drohnen, was ihn selbst in die Hände eines Verbrechersyndikats gebracht hatte. Erinnerungen, die er lieber vergessen hätte, wenn nur irgend möglich! Bisher hatten ihm die Bußübungen dazu aber noch nicht verholfen. „Es sind Werkzeuge des Bösen! Es ist und bleibt Häresie, Vandenberg.“

Der ehemalige Flottenkommissar musterte seinen Gast mit leichter Irritation. Aber schon zeigte Richards Gesicht wieder die gewohnte Unnahbarkeit. Vandenberg seufzte leise. „Häresie? Ich hörte, LaSalle will das Psi-Corps wieder errichten. DAS ist Häresie. Und zwar eine, die dem Widerstand sehr rasch jede Möglichkeiten nehmen könnte.“

Das Psi-Corps?! Sanctissima Trinitas! Deshalb die Expedition nach Panox-B…
Die im Archiv gefundene Prioritätsmeldung war etwas kryptisch gewesen, aber nun wurde sie klarer. Den himmlischen Mächten sei Dank hatten LaSalles ‚Missionare‘ das Zeitliche gesegnet, ehe sie dort ankamen. Und jetzt hatten die Romulaner ein Minenfeld gelegt…

„Geschockt, Exzellenz? Wie ich sagte, wir haben einen gemeinsamen Feind. Und wir sollten zusammen arbeiten, um ihm das Handwerk zu legen, solange wir das noch können.“

Richard trat an das Panoramafenster, das den Blick in die Wüste freigab. Der rötliche Sand glitzerte nun im Licht der beiden Monde, deren Sicheln sich über der Bergkette im Nordwesten erhoben. Die seltsamen kakteenartigen Gewächse der Oase wirkten wie schwarze Schatten aus der Unterwelt. Das Psi-Corps…
Er überlegte, ob er Vandenberg von den Daten erzählen sollte, die im Ring des Großinquisitors codiert waren. Nein, diese Informationen waren zu wertvoll, um sie so einfach preis zu geben. Außerdem hatte er ihre Bedeutung selbst noch nicht ganz extrahieren können. Das Geheimnis von Taminus würde vorerst bei dem verbleiben, für den es offenbar bestimmt war, dem Inquisitor Maximus!

„Ich habe ein Netzwerk loyaler Anhänger, die bereit sind, sich für mich zu opfern, wenn es sein muss,“ sagte er schließlich.

„Für Sie sterben mag ja heroisch sein und den Glücklichen in den Gefilden der Ewigkeit einen bevorzugten Platz einräumen,“ erwiderte Vandenberg, „was Sie aber BRAUCHEN ist jemand, der für Sie kämpft. Ich denke nicht, dass die himmlischen Heerscharen hier eingreifen werden.“

Werden Sie nicht blasphemisch… Richard drehte sich wieder um. „Und wen haben sie bei dieser Perspektive im Auge?“ Schwester Agathea vielleicht?
 

*** Draußen in der Oase ***

Anselmus stromerte mit Herodes durch die Oase. Dass ein Hund nuneinmal „Gassi gehen“ musste, war wirklich immer wieder von Vorteil. So konnte man ungeniert einen Blick auf dieses und jenes werfen und überall ein wenig lauschen!

Seit einigen Minuten hatte er das Gefühl, dass ihnen jemand folgte. Da Herodes nicht anschlug, konnte es eigentlich nur der Großinquisitor oder Schwester Agathea sein. Und da solches Herumschleichen nicht Art seiner Exzellenz war, blieb nur sie! Abrupt drehte Anselmus sich um – und tatsächlich stand sie einige Schritt hinter ihm, diesmal nicht in einer Kampfrüstung, sondern einen einfachen schwarzen Anzug gekleidet.

Er musste zugeben, er mochte das nicht, wenigstens vom geistlichen Standpunkt aus nicht. Er gehörte da mehr zu den Traditionalisten. Und mit dem anderen Standpunkt, der lange Beine in engen schwarzen Hosen interessant finden konnte, hatte er sich nicht zu befassen! „Spionieren Sie mir nach, Schwester?“

„Wenn ich das täte, würden Sie es nicht bemerken, Bruder Anselmus.“ Sie lächelte, und ihm wurde unbehaglich. „Ich will lediglich sicher gehen, dass Ihnen nichts passiert.“

„Ach. Ich kann schon auf mich selbst aufpassen. Und Herodes habe ich ja auch noch.“

„Aber in der Wüste hier fleucht und kreucht allerlei Gezücht. Unter dem Sand lauert es auf Beute. – Übrigens, ich bin keine Schwester mehr.“

„Soso.“ Anselmus fühlte sich  noch unbehaglicher.

„Der Allmächtige hat mich zu einer neuen Aufgabe berufen.“

(PS: ich dachte, sie gehört vielleicht zu dieser geheimen Truppe…)

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  Neues von der Supernova SN1987 A
Geschrieben von: Sareth - Thu-Aug-2020, 08:55 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

Es ist einfach toll, wie Gaßner das rüberbringt! Nicht nur verständlich, sondern auch diese Begeisterung! Ich bin ein großer Fan von "Urknall, Weltall und das Leben" und werde jetzt ab und zu hier was verlinken. Kann man schließlich auch immer Ideen für Plots rausziehen...



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  Cover für Spiegelstaffel
Geschrieben von: Sareth - Sun-Aug-2020, 03:20 PM - Forum: *** Visuelle Kommunikation *** - Keine Antworten

Hab mal wieder mein Photoshop traktiert. Arbeitszeit: 3 Tage, 35 Layer, wobei ich Rabensteins Kopf ja schon fertig hatte.

Hoffe, der Typ, den ich für Hammerton gesucht habe, ist angenehm für den Spieler... ; Wenn ja, mach ich noch das Signaturbild daraus.
Für Vandenberg habe ich nichts passendes entdeckt, daher habe ich es bei meinem smarten Inquisitor und dem Elite-Soldaten belassen. (Achtung, große Datei, geht auf "Graphik anzeigen", um sie in voller Auflösung zu sehen)

[Bild: cover-spiegel5.jpg]

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  Zwischenlog 28 / Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sat-Aug-2020, 10:52 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

Auf dem Frachter Rohangus
 
Der Raum roch nach Metall. Von den weißgekachelten Wänden und dem Boden aus Edelstahl strahlte mitleidlos das grelle Licht der extrem starken Deckenbeleuchtung herab. Dieser Raum hatte die Anmutung eines Schlachthofes und genau das war sein Zweck.
Die beiden Wachen stießen Richard von Rabenstein hart in den Rücken, um seinen Gang zu beschleunigen Als ob dies etwas nutzen wurde. Richards Hände waren mit Handschellen auf den Rücken gefesselt. Seine Fußgelenke waren so eng zusammengekettet, das Richard kaum Laufen konnte.
Am Ende des Raums, auf einem Fundament, aufgebaut vor einer Empore mit einem Richtertisch, stand das stählerne Gerüst einer Guillotine. Die Energieklinge am hochgezogenen Fallschlitten, war bereits aktiviert und leuchtete stechend blau. Ein Anblick von grotesker Schönheit pervertierter Technologie.
Auf dem Empore saß, schwarz gekleidet, ein schlanker Mann, dessen Bewegungen etwas graziles, aber dämonisches an sich hatten. Passend zum Anlass trug er ein blutrotes Halstuch.
Richard konnte noch die, neben dem Richtertisch schwebenden Hologramme der feisten Gesichter jener Kleriker erkennen, welche als Geschworene in seinem Prozess eine Rolle gespielt hatten. Oh ja, es war ein Schauprozess. Und das Urteil hatte von Anfang an festgestanden. Tod in den Katakomben Roms.
Neben dem Gerüst der Guillotine stand ein ebenfalls schwarz gekleideter Mann, dessen Gesicht durch eine Maske verdeckt war: Der Scharfrichter. In der Hand hielt er locker die Kontrollbox der Guillotine
LaSalle lächelte dünn. Dies war zwar ein Tag größten Triumphs für ihn, aber augenscheinlich langweilte sich der Großinquisitor.
 
LS: Richard von Rabenstein. Willkommen zur Ihrer Abschiedsparty. Ich danke Ihnen für die Einladung.
 
Richard lächelte bösartig.
 
Ri: Das Vergnügen ist ganz meinerseits. Wie ich sehe, sind sie zu altmodischen Methoden zurück gekehrt?
LS: Ach wissen Sie, eine Enthauptung hat so etwas archaisch symbolisches. Was glauben Sie, welche Einschaltquoten Ihre Exekution in den diversen Execution-Channels bringen wird? Aber genug geredet. Ich möchte heute noch etwas Golf spielen.
Ri: Ah ja, mit meinen Kopf?
LS: Wer weiß? Eventuell bis zum 1. Cut? Fangen wir also an. Show must go on.
 
Eine leiernde Computerstimme rasselte noch einmal das Todesurteil gegen Richard von Rabenstein, wegen Heräsie, Rebellion und Konspiration gegen die Kirche herunter, dann stießen die beiden Wachen Richard hart auf die stählerne Liege der Guillotine und schnallten ihn fest. Die Liege wurde nach vorne geschoben und Richards Hals mittels dem Oberteil der Lünette direkt unter dem Fallschlitten mit den beiden Plasmaprojektoren der Energieklinge fixiert. Alles war bereit.

LS: Sie werden sehen: Sie werden kaum etwas spüren. Nur einen leichten Luftzug im Nacken. So sagt man jedenfalls.
Ri: Vielleicht sollten Sie es einmal ausprobieren?
LS: Oh, Richard, höre ich da einen Anflug von Bitterkeit? Kommen Sie. Sie hätten das Gleiche mit mir gemacht, wenn Sie die Gelegenheit nicht verpasst hätten. So ist das Spiel.
Ri: Ja, mit größter Wahrscheinlichkeit. Aber ich hätte Ihren Abgang mit wesentlich mehr Stil inszeniert.
LS: Ich bin ein einfacher Mann der Kirche. Ich arbeite mit soliden Mitteln. Aber keine Sorge. Ihren kleinen Freund, den fetten Mönch, werde ich nicht in diese Kammer bringen. Er wird ganz normal am Galgen baumeln. Ist auch viel besser für Moral in der Kirche. So, noch irgendwelche letzte Worte?
Ri: Eines Tages wird Sie jemand beseitigen, LaSalle. Und dann werden Sie im Stovokor verrotten!
LS: Der einzige, der mich noch stoppen könnte, ist evtl. DeRaaf. Und der hat derzeit andere Dinge zu tun. Sie mein Freund spielen hier nicht mehr mit. Dies ist heute Ihre letzte Episode. Viel Spaß auf Ihrer Reise zur Hölle. Die letzte Ölung haben Sie sich ja wohl selbst gegeben. ANFANGEN!
 
LaSalle gab dem Scharfrichter einen Wink, die betätigte den Bereitschaftsknopf auf der Kontrollbox. Wasser schoss aus Düsen rum um das Gerüst. Dann betätigte der Scharfrichter den Auslöseknopf. Man hörte kurz eine Audio-Bestätigung der Guillotinensteuerung <coupe´> und dann ein scharfes Klicken. Das elektrische Mouton gab den Schlitten mit der Klinge frei, diese glitt in ihren Führungsschienen herunter und…..
 
…. Richard erwachte aus diesem unangenehmen Traum. Er öffnete die Augen und starrte in das Halbdunkel seiner Kabine auf dem uralten Frachter. Von Schmidt-Rottloff hat ihn und Bruder Anselmuns, nach der Befreiung aus dem Hochsicherheitsgefängnis auf Epsilon Eridanus, an Bord der Rohangus gebracht. Man würde beide in Sicherheit bringen und dort würde Richard auf Vandenberg treffen. Nur wo dieser sichere Ort sich befand, das hatte von Schmidt-Rottloff Richard nicht verraten. Aus Sicherheitsgründen. Und jetzt flogen sie bereits 2 Monate kreuz und quer durch en imperialen Raum. Wohl um Verfolger abzuschütteln.
Richard starrte an die Decke. Nur das leichte Klappern eines Luftauslasses der Klimaanlage war zu hören. Und die kaum vernehmbare, immerwährende Vibration des Antriebs war zu spüren.
Wären die hin-und wieder kehrenden Alpträume nicht, könnte Richard sich nicht beschweren. Er war am Leben, bekam jeden Tag 3 Mahlzeiten und selbst Bruder Anselmus Hund wurde ausnehmend gut behandelt.
Ja, er war am Leben. Aber war derzeit zur Untätigkeit verdammt. Außerdem war er seines Netzwerkes beraubt, abgeschnitten von den Geschehnissen in der Galaxis. Und was ihm am wenigsten behagte, war die Tatsache, dass er Vandenberg sein Leben verdankte. Warum ausgerechnet Vandenberg? Das Schicksal konnte manchmal ein Dreckskerl sein.
 
Richard mochte kein Navigator sein, aber er hatte, bei seinen vielen Reisen, ein Gespür für die Veränderung von Frequenzen eines Antriebs entwickelt. Und der Antrieb der Rohangus lief jetzt eindeutig im Leerlauf. Das konnte nur zwei Dinge bedeuten.
Das Signal des Wandcoms unterbrach Richards Gedankengänge. Die Stimme von Captain Erskine, dem Kommandanten des Frachters war zu hören.
Er: Euer Exzellenz, kommen Sie bitte auf die Brücke. Wir sind am Ziel.
Richard von Rabenstein legte die schmucklose Bordkleidung, welche man ihm nach der Flucht zur Verfügung gestellt hatte,  an und begab sich auf die Brücke.
 
Auf dem Screen war ein braun-grüner Planet zu erkennen. Nichts Besonderes. Die Positionsangaben zeigten, dass man sich in den Badland, der absoluten Randzone des Imperiums befand. Hier gab es Gravitationsanomalien, schwarze Löcher und eine Unzahl an Gesetzlosen. Und hier hatte sich noch nie ein Schiff der Flotte, geschweige denn der Inquisition blicken lassen. Dazu war dieses Gebiet einfach zu unwichtig. Der Planet auf dem Screen, war so tief in dieser Zone vergraben, das selbst der Generalastronom der Flotte ihn wohl nicht kannte.
Richard sprach Captain Erskine an.
 
Ri: Was sehe ich mir hier an?
Er: Malastair 4. Die Treppe zur Bosheit. Sehr frei aus dem Badlandsjargon übersetzt.
 
Richard horchte auf.
 
Ri: Malastair ist ein Mythos.
Er: Mag sein, aber wir sind jetzt hier.
Ri: Um was zu tun?
Er: Sie treffen sich hier mit Vandenberg. Packen Sie Ihre Sachen. Sie erhalten ein Shuttle und die Koordinaten des Treffpunktes. Und seien Sie bitte so freundlich und nehmen diesen Mönch und seinen Hund mit. Die beiden fressen mir die Haare vom Kopf.
Ri: Ich werde mit dem größten Vergnügen Ihr Schiff verlassen. Was haben Sie dann vor?
Er: Weiterfliegen. Nie lange an einem Ort bleiben. Show a low profile. Das ist die beste Lebensversicherung. Nun Euer Exzellenz, passen Sie auf sich auf.
Ri: Ich danke Ihnen für Ihre Gastfreundschaft.
 
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Ortswechsel:
 
Auf Malastair 4
 
2 Stunden später.
 
Der Wind hatte mindestens Stärke 8 und blies den rötlichen Sand wie ein Sandstrahler vor sich her. Die Luft roch nach Metall. Das lag an den großen Mengen Eisenoxyds, mit welchem der Sand durchsetzt war. Die Koordinaten, welche man Richard gegeben hatte, hatten ihn und Anselmus zu einer Oase mitten in der Wüste geführt. Nach dem monatelangen Raumflug war jedoch selbst diese Wüste ein erhebender Anblick. Und natürlich das Objekt, welches direkt in der Oase stand. Ein futuristisch anmutendes, graues Schiff, nicht größer als die Rohangus. Richard begann entschlossen in Richtung des Schiffes zu marschieren, Anselmus und seinen Hund im Schlepptau
Etwa 50 Meter von Richard und Anselmus entfernt, war jetzt eine Gestalt in Vollpanzerung aufgetaucht. Herodes, Anselmus Hund, knurrte laut und raste dann, wie ein abgeschossener Pfeil, auf die Gestalt zu. Anselmus war entsetzt.

An: Herodes, wirst Du wohl herkommen? Was ist das für ein Benehmen?

Doch Herodes schien nicht zu hören. Er überbrückte die 50 Meter mit wenigen Sprüngen. Doch statt die Gestalt zu attackieren, blieb er abrupt stehen. Die Gestalt kniete sich vor Herodes nieder und begann den Hund zu streicheln. Anselmus war verblüfft.

An: Das, das kann nicht sein!
 
Die Stimme einer Frau ertönte aus dem Helmlautsprecher.
 
< Meine Herren, Sie werden an Bord der Dark  Mirror erwartet. Bitte folgen Sie mir>

Richard nickte langsam mit dem Kopf.

Ri: Ich kenne diese Stimme. Das ist Schwester Agathea, vom Orden der ewigen Büßerinnen
.
An: Ist das jene Frau, welche sich damals um Herodes gekümmert hat?
Ri: Ganz recht.
An: Deswegen hat Herodes sie nicht angegriffen!
Ri: Mhmmm, welch bemerkenswerte Begegnung.
An: Inwiefern?
Ri: Nun, eigentlich ist Schwester Agathea seit 4 Jahren tot. Kommt mit Bruder Anselmus. Das wird eine  interessante Begegnung.
 
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Ortswechsel:
 
Auf Malastair 4 / ISS Dark Mirror / Brücke
 
Wo immer sich Vandenberg die letzten Monate herumgetrieben hatte und woher er auch immer dieses Schiff hatte, sein Geschmack hatte sich um das hundertfache verbessert. Soviel musste Richard zu geben. Das Design vermittelte den Eindruck großen Luxus für den Geist, jedoch weniger für den Körper.
Vandenberg saß in der Mitte der Brücke. Im harten Deckenlicht konnte man den ehem. Flottenkommissar genau erkennen.Seine Gestalt hatte sich verändert. Er wirkte älter, nicht mehr ganz so agil wie bei der letzten Begegnung. Sein Haar war grauer geworden, die Gesichtszüge schärfer und härter. Die gesamte Gestalt atmete so etwas wie Zynismus, wenn so etwas bei einem Körper möglich war. Vandenbergs  Stimme mit der er jetzt Richard von Rabenstein ansprach, hatte etwas Grollendes. Fast so wie ein Gewitter in weiter Ferne.

Va: Willkommen Richard von Rabenstein, willkommen Bruder Anselmus. Es ist schon etwas Zeit vergangen, seit unserem letzten Treffen,
Ri: Das ist zutreffend. Interessantes Schiff, welches Sie da haben.
Va: Ja, manche Dinge findet man eben an den ungewöhnlichsten Orten.
Ri: Es fragt sich eben nur wo.
Va: Wie ich erkenne, haben Sie viele Fragen!
 
Richard lächelte dünn.
 
Ri: In der Tat, die habe ich.

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  Titelmusik fürs Spiegeluniversum
Geschrieben von: Sareth - Sat-Aug-2020, 07:07 PM - Forum: *** Visuelle Kommunikation *** - Keine Antworten

...ich hab das gerade wieder gefunden.... könnte ja geradezu ein Theme für meinen Inquisitor sein. Ich hatte vor, ihn auch noch ein wenig fanatischer zu gestalten. Vielleicht ist er jetzt zu nett.




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  Star Trek "Lower Decks"
Geschrieben von: Sareth - Tue-Aug-2020, 08:24 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (1)

So, erste Folge der neuen Zeichentrickserie Lower Decks gesehen!

Über den Inhalt möchte ich nichts weiter verraten, außer, dass es um eine Reihe mehr oder minder nervöse Ensigns und NEulinge an Bord geht, die in der zweiten Reihe stehen und irgendwie nie die Beachtung bekommen, die sie verdienen... Die Story war auch soweit ok, als es ja eine Kinderserie sein soll.

POSITIV:

Star Trek sieht wie Star Trek aus, also die Klingonen, Trill, Benziten... das Schiff... passt gut in die TNG/VOY/DS9-Era. Dialoge und Star Trek-Feeling - für einen Kindercomic ok, sehr gut fand ich z.B., dass diese Riesenspinne nicht einfach abgeschossen wird, sondern gerettet werden muss.

NEGATIV:

Die Graphik .... Schiffe und Weltraum sah (gewollt ???) aus wie von einem 12-jährigen Fan am Computer gebastelt, die Zeichnung der Leute, naja, eher so Simpsons-mäßig. Gar nicht mein Fall.
Am Schlimmsten fand ich das super-hektische Gequassel. Mal ist ja ok, aber das ging 25 Minuten so, als hätten sämtliche Charas Amphetamine geschluckt. War mir zu viel, ehrlich gesagt.

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  Nasa-Rover „Perseverance“ ist auf dem Weg zum Mars
Geschrieben von: Sareth - Thu-Jul-2020, 03:08 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

...wird aber erst in sieben Monaten ankommen.

Immer noch geht es um die Suche nach Leben. Spezielle Bohrer und Experimente sind an Bord, aber auch ein kleiner Helikopter. Hoffen wir, dass alles gut geht und der Rover weich landet!

Hier gibt es mehr zu der Mission: https://mars.nasa.gov/mars2020/

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