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  Griff in die Geschichte Log 16 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - Heute, 09:12 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Erde / Südtunesien ***
 
"Ich verstehe Ihr Anliegen," antwortete Sokar auf das eben formulierte Ansinnen der Beduinen, Dr. D'Varo bei sich zu behalten. Er sagte es mit der typisch vulkanischen Emotionslosigkeit. Sein Gesprächspartner wertete es als die zeit-und ortstypische Geringschätzung von Frauen, die sich ganz einfach dem zu fügen hatten, was Mann als notwendig erachtete. "Auch meiner Regierung ist es wichtig, den ... eingeborenen Völkern die Hilfen der modernen Medizin zukommen zu lassen. Und in der Tat hatte sich die Frau Doktor ja für ein entsprechendes Programm gemeldet und es immer bedauert, nicht ausgewählt worden zu sein. Nicht wahr?"
 
Nalae zwinkerte irritiert, nickte aber dann und sagte: "Ja, nun scheinen sich ja die Elemente... ähm... das Schicksal entsprechend gefügt zu haben!" Sie rang sich ein Lächeln ab. "Wie seltsam die Wege doch manchmal sind..."
 
"Unerforschlich sind die Wege Allahs des Allbarmherzigen," sagte der Scheich und machte eine ehrerbietige Geste.
 
"Aber Sie verstehen, dass ich meiner Regierung die Nachricht mitteilen will, ehe wir diese wunderbare Fügung ..."
 
"...gebührend feiern." vollendete die Ärztin jetzt mit einem festeren Lächeln.
 
"Sie haben einen Telegrafen hier?" mischte sich Dubois wieder ein.
 
Sokar sah das verdächtige Glitzern in den Augen des ehemaligen Fremdenlegionärs und fügte hinzu: "Ja, bedauerlicherweise ein sehr altes Gerät. Der Sand hat ihm schon sehr zugesetzt."
 
"Ja, der Sand...der kriegt alles klein! Ich kann Ihnen sagen, damals in Algier--"
 
"Aber ich hoffe, eine Nachricht geht noch durch, bevor es endgültig seine Funktion einstellt. - Ich werde dann gehen." Er wandte sich um, machte einen Schritt und erwartete halb, zurück gehalten zu werden. Doch nichts dergleichen geschah. Ob die Einheimischen ihm glaubten oder nicht  - IHN betrachteten sie auf jeden Fall als minder wichtig, wenn sie nur die Ärztin hatten. Und mit einer kleinen, schlanken Frau würden sie ja allemal fertig werden...
 
So stapfte Sokar ungehindert zu seinem kleinen Lagerplatz an der dunkel aufragenden Felsformation zurück. Marlow wartete bereits auf ihn.
 
"Hier ist alles in Ordnung," rief er von oben, wo er eben die Bohrlöcher kontrolliert hatte. "Wir können die Marker aktivieren und dann kann der Transportvorgang des Urans beginnen."
 
"Gut. Aber wir haben ein weiteres Problem."
 
"Lassen Sie mich raten: die Eingeborenen wollen unseren Doc nicht mehr weglassen. Habe ich fast befürchtet. Für sie sind das die reinsten Wunder, die sie vollbracht hat! - Es tut mir leid, dass ich Sie in diese Situation gebracht habe. Aber der Sturm hatte eines unserer Rationspakete herunter gefegt, und ich wollte es wieder holen, als dieser Dubois auftauchte..."
 
"Mr. Marlow, das hat jetzt keine Relevanz mehr. Fakt ist, wir müssen Dr. D'Varo fort beamen lassen, und um eine kulturelle Kontamination zu vermeiden alle anderen, die den Beamvorgang verfolgen können, ebenfalls. Auf der Krankenstation können wir dann bei allen Personen eine partielle Gedächtnislöschung vornehmen."
 
"Hm... wir können die Leute nicht alle mit Transportermarkern  versehen. Wir müssten einen bestimmten Umkreis zur Erfassung vorgeben. Machbar ist das... aber es darf sich im entscheidenden Moment niemand aus dem Reigen lösen."
 
"Das sicher zu stellen wird unsere Aufgabe sein. - Ich informiere die 'Picard'." Sokar wollte auf den unter seinem altmodischen Khakijackett verborgenen Kommunikator klopfen, aber in diesem Moment erreichte ihn ein Ruf von Vandenberg aus München. Sein Statusbericht war alarmierend. Zwar war es gelungen, das beim Marsch auf die Feldherrnhalle geplante Attentat zu vereiteln, aber Gerschoni war noch immer flüchtig und willens, einen anderen Weg zu finden, um Hitler aus der Geschichte zu tilgen.
 
+Das Problem ist, er scheint damit Erfolg zu haben,+ berichtete der XO. + Dr. Val'Kara hat bei unseren Teammitgliedern eine wachsende Phasenvarianz in der atomaren Struktur entdeckt. Teile unserer Tau-Neutrinos fangen an, sich aufzulösen. Wir verschwinden aus diesem Raum-Zeit-Kontinuum.+
 
Logischerweise würde man dieselben Anomalien bei ihnen hier in Tunesien finden - sie hatten nur für entsprechende Tests bisher keine Gelegenheit gehabt! Und dies wiederum bedeutete... "Hat Dr. Val'Kara berechnen können, wieviel Zeit uns noch bleibt?"
 
+ Maximal 23 Stunden. Mr. Caldred versucht vom Basislager aus Gerschoni wieder anzupeilen. Er ist auf jeden Fall schwer verletzt und kann nicht weit gekommen sein. Wie ist die Situation bei Ihnen?+
 
Der Captain gab eine rasche Zusammenfassung der Geschehnisse und des Plans, die Situation zu bereinigen. "...dafür wird es unerlässlich sein, dass Sie mich innerhalb der nächsten Stunden keinesfalls kontaktieren, Robert. Das würde, wenn wir in der Runde mit den Eingeborenen zusammen sitzen, ein Verdachtsmoment mit unkalkulierbaren Folgen aufwerfen. Ich werde mich bei Ihnen melden, sobald wir zurück auf dem Schiff sind."
 
+ In Ordnung. Vandenberg Ende. +
 
Sokar setzte sich mit der 'Picard' in Verbindung. Wie befürchtet, hatte man auch dort die Phasenvarianz bereits festgestellt. Der Transportertechniker war der Meinung, dass ihnen für reibungslose Beamvorgänge höchstens noch vier Stunden blieben, weil sonst die Heisenbergkompensatoren die Varianz nicht mehr korrigieren konnten. Das bedeutete für sie hier in der tunesischen Wüste, in einer improvisierten kleinen Feier die Leute möglichst dazu zu bringen, sich an den Händen zu halten! "Mr. Marlow, wie sind Ihre Kenntnisse, was alte terranische Fest- und Feierkultur betrifft?"

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  Griff in dir Geschichte / Log 15 / XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Gestern, 11:50 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (2)

1923 / Erde / München / Odeonsplatz / Hausnummer 6 / Keller /8 Uhr Abends 

Gerschoni zitterte vor Schmerzen. Seinen linken Arm würde er bald nicht mehr bewegen können und ohne Medikit konnte er die Phaserwunde an seinem Arm nicht behandeln. Er konnte daran sterben, nein er würde daran sterben. Doch er hatte noch etwas zu tun. Eine Chance hatte er noch.
Er war so nahe dran gewesen. Er hätte den gesamten Wahnsinn mit einem Schuss beenden können. Aber nein, da wie sie wieder gewesen. Seine verdammte Pedanterie. Sie hatte ihm alles vermasselt. Er wollte es perfekt machen. So als ob dieser Größenwahnsinnige, dieser Massenmörder, zufällig getroffen worden wäre. Aber nein, er hatte zu lange gewartet. Und dann waren auch noch der XO und der CSO aufgetaucht. Nur der Masker hatte Gerschoni die Flucht ermöglicht, doch jetzt war die Speicherzelle des Gerätes aufgebraucht. Es gab nur noch eine Möglichkeit. Wenn Gerschoni in die Nähe seines Zieles kam, würde er seinen Phaser überlasten, Die Explosion würde nicht nur Hitler und seine engsten Getreuen töten, sie würde mindestens 2 Häuserblocks dem Erdboden gleich machen und auch Gerschoni töten. Doch das was ein geringer Preis für das Ergebnis.

Ein brennender Schmerz durchlief Gerschoni. Er versuchte sich am Boden abzustützen, doch seine Hand schien einfach im Boden des Kellerraums zu versinken. Ruckartig zog Geschoni die Hand wieder aus dem Beton.
Nein es war keine Einbildung. Der Entkopplungsprozess hatte wohl begonnen. Gerschoni lachte bitter. Er hatte nicht mehr viel Zeit, doch die Zeit selbst würde Ihren wohl größten Wohltäter einfach löschen.
Doch dies war alle gleichgültig. Gerschoni würde jetzt seine finale Mission erfüllen. Und niemand würde in aufhalten. Nicht einmal die Zeit.

——————————————————————


Orts- und Zeitwechsel:

1923 / Erde / München / Odeonsplatz / während des Tumults

Zeit: 4 Stunden früher

Vandenberg war zu Mort geeilt, Dieser machte einen mehr als angeschlagenen Eindruck. Und dies konnte nicht nur am Treffer durch Gerschonis Phaser liegen. Doktor Valkara hatte sich von der anderen Seite genähert und kniete sich neben Mort. Ein kurzer Scan erbrachte jedoch nichts Gutes.

VK: Wir haben ein Problem.

Vandenberg konnte ungenaue Auskünfte jetzt nicht gebrauchen.

Va: Klare Informationen bitte.
VK: Na schön. Mr. Caldreds Zellstruktur beginnt, sich langsam aufzulösen.
Va: Bitte? Doch wohl nicht durch den Phasertreffer?
VK: Nein. Ich kann es noch nicht ganz erklären, aber scheinbar befinden sich unsere Molekularstrukturen nicht, oder nicht vollständig in temporaler Phase. Es ist wie bei einem fehlerhaften Beamen. Wir sind hier und doch nicht vollständig hier. Und das könnte für uns alle tödlich enden, wenn wir nicht schnell auf unser Schiff und zurück in unsere Zeitebene kommen.
Va: Wieviel Zeit haben wir? 
VK: Maximal noch 24 Stunden. Dann werden wir verblassen und verschwinden wie ein Nebel im Herbstwind.
Va: Ich weigere mich, so einfach zu verschwinden. Vorher haben wir noch etwas zu erledigen. Doktor Valkare, bringen Sie Mr. Caldred zurück zur Unterkunft. Mr. tr´Kovath soll sich mit mir treffen. Er konnte wohl den Ursprung des Schusses anpeilen.
Va: Und was tun Sie?  

In diesem Augenblick rannte ein junger Mann auf Vandeberg zu und warf ihn fast um. Der junge Mann wirkte hysterisch und schrie wie von Sinnen:

„Jessas Maria un Josef, hob enn  Woipertinger gesendet. Enn ganz en haarigen Deiwi. Unns Moi hattet voi mit Zähn, dass de meinst, es wär jedza ganz aus“

Va: Wo haben Sie dieses Ding denn gesehen?

Der junge Mann wies zitternd auf auf ein Gebäude schräg gegenüber und rannte dann davon.

VK: Der Masker, natürlich. Gerschonis Masker muss eine Fehlfunktion haben!

Vandenberg nickte langsam.

Va: Doktor, Sie haben mich eben gefragt, was ich tue.

Der XO hob seinen Spazierstock und für einen Augenblick, als der am Stock montierte Masker die Bewegung kompensierte, sah man kurz, dass es sich bei dem Spazierstock um ein Phasegewehr handelte.

Va: Ich schnappe mir Gerschoni.


Vandenberg eilte davon und verschwand in einem Hauseingang.

10 min. später hatten sich Vandenberg und tr´Kovath auf dem Dach des Gebäudes getroffen. Der Tumult auf dem Platz hatte etwas nachgelassen, doch trotzdem hörte man noch immer Schüsse. Irgendwo auf der Dachlandschaft dieser Häuserzeile hatte sich Gerschoni versteckt.
Vandenberg schlich über die linke Dachseite, tr´ Kovath sicherte die rechte Seite. Irgendwo hier oben musste sich Gerschoni befinden, es gab lediglich einen Aufgang auf der rechten Dachseite und diesen bewachte tr´Kovath.

Hier oben gab es unzählige Möglichkeiten, sich zu verstecken. Schornsteine, Dachlüfter und ähnliches, Und hinter jedem dieser Objekte konnte ein zu allem enstchlossener Gerschoni lauern.

Vandenberg kam nur langsam voran. Was umso ärgerlicher war, da ihm buchstäblich die Zeit davon lief. Doch nirgends war Gerschoni zu sehen. Vandenberg wollte gerade die Dachseite wechseln als er einen Luftzug spürte. Die einzige Warnung. 
Der Phaserschuss zischte knapp über Vandenbergs Kopf vorbei, als dieser mit einem Hechtsprung sich hinter einem Schornstein in Sicherheit brachte. 
Gerschonis Stimme war auf dem Dach leise aber deutlich zu vernehmen.

Ge:  Bleiben Sie, wo Sie sind. Sie können und werden mich nicht aufhalten.
Va: Lassen Sie den Blödsinn. Sie wissen selbst, dass Sie das, was geschehen wird, nicht ändern können. Es wird geschehen und Sie können nichts dagegen tun. 
Ge: Das ist durch nichts bewiesen.
Va; Ach kommen Sie. Schon alleine die Tatsache, dass es Sie gibt und das Sie hier sind, zeigt doch schon, dass die Zeitlinie nicht verändert wurde.
Ge: Vielleicht ist aber gerade der Fakt, dass ich hier bin, ein Beweis, dass Mann die Zeit ändern kann.
Va: Gerschoni, die Zeit ist keine Drehtür. Wir können das Geschehene nicht ändern und wir sollten es nicht einmal versuchen!
Ge: Verzeihung, aber das sehe ich anders.  Mr. tr’ Kovath kommen Sie mir nicht näher, ich sehe Sie.
Va: Gerschoni, wenn Sie jetzt aufgeben und mit an Bord zurück kehren, können wir über alles reden.
Ge: Soll ich jetzt lachen oder kotzen?
Va: Gerschoni, denken Sie an Ihren Eid gegenüber der Sternenflotte.
Ge: Hahaha, das ist ein guter Witz. Sternenflotte? Another place, another time. Falls Sie es noch nicht gemerkt haben, ich bin kein Mitglied der Sternenflotte mehr.

Ein metallisches Klimpern ertönte und Gerschonis deaktivierter Notfallkommumnikator landete auf dem Dach.

Va: Gerschoni,,,,

Mit einem lauten Brüllen sprang Gerschoni hinter einem Schornstein hervor und feuerte auf Vandenberg. Dieser feuerte fast im gleichen Augenblick zurück. Der grellblaue Strahl schlug in den Schornstein ein und sprengte ihn förmlich in die Luft. Gerschoni wurde durch die Druckwelle an den Rand des Daches geschleudert. Vandenberg kam vorsichtig hinter seiner Deckung hervor und bewegte sich mit vorgehaltener Waffe auf Gerschoni zu.

Va: Kommen Sie.

Gerschoni rappelte sich plötzlich auf. Er hielt seinen linken Arm fest, eine riesige Brandwunde war am Oberarm zu erkennen.

Ge: Leben Sie wohl, Sir!

Mit einem breiten Grinsen ließ sich Gerschoni rückwärts über die Dachkante fallen. Vandenberg war mit 2 Sätzen an der Kante doch Tr’ Kovath war noch schneller. Beide blickten vorsichtig über die Dachkante, Doch unten, auf dem Hinterhof des Gebäudes,  war nichts zu sehen. Keine zerschmetterte Leiche, keine Spur von Blut. Nichts. Gerschoni war verschwunden.

Noch 23 Stunden und 46 min.








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  Projekt Brieftaube - Log 3
Geschrieben von: Sareth - Thu-Nov-2019, 09:01 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Erde / San Francisco / Apartment von Admiral T'Khellian ***
 
Sareth öffnete die Fenster, um die frische Abendbrise herein zu lassen. Immer aufs Neue im Hochsommer war sie froh, dass sich das Sternenflotten-Oberkommando und demzufolge die Wohnungen der Admiralität zu einem großen Teil hier in dieser Stadt lagen. Das Klima war wirklich angenehm - genau die richtige Mischung zwischen Kühle und Feuchtigkeit und Sonnenwärme.
 
Hinter ihr liefen auf der Holoprojektionsfläche des Wohnzimmers die Abendnachrichten von INN. Hauptthema war natürlich der Friedensvertrag zwischen Klingonen und Rihannsu. In den vergangenen Tagen waren die historischen Worte Kanzler Kvorags und Prätor Tr'Kalehs in zahlreichen Sprachen und Dialekten auf den Telekommunikationsgeräten der verschiedensten Spezies erklungen. Schon jetzt war klar, dass dieser Moment seinen Platz in den Geschichtsbüchern finden würde. Einer dieser Momente, in denen die Geschichte auf Messers Schneide gestanden hatte. Theoretiker wagten sich kaum auszumalen, was geschehen wäre, wenn die Rettung der beiden Staatsoberhäupter nur einen halben Tag später erfolgt wäre. Beide Mächte hatten ihre Flotten in Kampfbereitschaft versetzt und ein verheerender intergalaktischer Krieg, in den die Föderation auf jeden Fall hinein gezogen worden wäre, hätte die Prosperität, wenn nicht gar die Existenz aller Bewohner des Alpha- und Betaquadranten bedroht.
 
Unterdessen war Turan nach Ch'Rihan zurück gekehrt. INN brachte die Zusammenfassung seiner Rede vor dem Senat und dann seine Schlussworte:
+... wissen wir nicht, welche Prüfungen die Elemente in Zukunft für die Völker dieser Galaxis bereit halten. Aber wir wissen, dass wir sie mit vereinten Kräften, gemeinsam, besser werden meistern können. Wir wissen, dass die Kenntnisse, Fähigkeiten und Begabungen der Klingonen wie der Rihannsu zu einem tragfähigen Fundament einer Zukunft werden können. Wir wissen, dass uns eine neue Ära der Prosperität bevorsteht! Ein jedes Mitglied dieses Senates kann und muss seinen Beitrag dazu leisten. Ein jeder Rihannsu und ein jeder Klingone muss seinen Beitrag leisten - ganz persönlich. Dann wird diese Zukunft keine ferne Vision bleiben.+
 
Die Nachrichtensprecherin fuhr fort mit den Reaktionen aus Senat und Öffentlichkeit, die im Allgemeinen positiv waren. Schon deshalb, weil man es sich nun mit der offiziellen Richtung nicht verderben wollte. Eine kleine Gruppe von Gegnern des Friedensvertrages hatte am Kriegerdenkmal demonstriert, während am Nachmittag unter dem Vorsitz des Prätors die Konstruktion des projektierten gemeinsamen Außenpostens bekannt gegeben wurde.
 
"Das dürfte ein interessanter Arbeitsplatz werden," ließ Charlie vom Abendbrottisch verlauten.
 
"Ja, allerdings! Dagegen wird man die Situation auf der Starbase Unity als gemächlich bis langweilig bezeichnen können!" Sareth kehrte mit einer Obstschale und einem Baguette aus der Küche zurück und nahm neben ihm Platz.
 
"Ah! Leckere Boskoops!"
 
"Ja, das geht gerade noch nach dem Dinner heute mit der Admiralität. Meine Güte, acht Gänge! Wenn das zur Regel wird, müssen die Kommandantensessel und Schreibtischsessel demnächst alle eine Nummer breiter ausfallen."
 
Charlie griff einen Apfel. "Wie gut, dass die alten Sorten wieder angepflanzt werden..."
 
Die Nachrichten waren zur Situation auf Quo'nos übergangen, die sich in den letzten Tagen Kvorags Rückkehr sei Dank beruhigt hatte. Es gab zwar noch einzelne Scharmützel mit den Separatisten, besonders in der Ma'mak-Provinz, aber in der Hauptstadt herrschte wieder Ruhe und die Bevölkerung war eifrig mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Kvorag hatte eine Amnestie erlassen für jene, die sich in gebührendem Maße am Aufbau beteiligten - ein schlauer Schachzug.
Die Nachrichten fuhren mit der jüngsten Rede des Föderationspräsidenten fort, der nunmehr auch die Chancen für eine friedliche Zusammenarbeit in rosigsten Tönen beschwor.
 
"Ha, nun hör' dir das an," brummte Charlie kauend. "Nun bleibt ihm auch nichts anderes übrig, wenn er nicht wirklich schlecht auf seinem Posten aussehen und die Wiederwahl vergessen will. - Gibt es denn schon irgendwelche Hinweise, wer hinter dem Anschlag auf Ma'mak steckt?"
 
"Die Arbeit der Ermittlerkommission ist unter Verschluss," antwortete Sareth. "Ich habe lediglich munkeln gehört, dass die Separatisten verwickelt seien. Die Frage ist, ob sie allein tätig waren, oder jemand von außen sie unterstützt hat."
 
"Nun, dafür gibt es eine Menge Kandidaten... Aber nun, da die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung gebannt ist, werden hoffentlich wieder Ressourcen für die Rückführung der 'Picard' frei! Ich habe heute morgen mit einem alten Bekannten von Vegas Taxenzentrale gesprochen. Es gibt Anzeichen, dass die 'Picard' die Ausläufer der Milchstraße erreicht hat."
 
Sareth schaltete die Nachrichtenübertragung aus und ließ sich die Details berichten. "Das entspricht dem wahrscheinlichen Aufenthaltsort, den ich mit meinem Team errechnet hatte," sagte sie dann. "Das Problem ist, dass keine der Transwarpsonden, weder die von uns noch aus dem romulanischen Imperium, eine Spur der 'Picard' aufnehmen konnte. Nicht einmal  ... Trümmer. Das Schiff ist schlicht nicht im errechneten Umkreis zu finden. Wir haben den Sondierungsradius jetzt auf maximale Reichweite erhöht, bisher aber immer noch nichts entdecken können."
 
"Was ist mit der Arxstraße in Subquadrant 24b? Falls sie es bis dahin geschafft hat--"
 
"-- müsste sie schon im Alphaquadranten aufgetaucht sein. Aber keine der Monitoringbojen in und an der Arxstraße hat etwas registriert. Mit Ausnahme einer Art Chronitonwelle."
 
"Eine Chronitonwelle?!"
 
Sareth nickte. "Ich habe die Nachricht vorhin erst bekommen und wollte dir nach dem Essen davon erzählen. So, wie die Parameter aussehen, ist das Phänomen etwas völlig Neues in der Temporalen Physik. Ich treffe mich morgen mit einigen Experten."
 
"Das sieht ja aus, als ob wir die 'Picard' nicht am falschen Ort, sondern in der falschen Zeit suchen! Das würde Einiges erklären..."

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  Grundlage des ChRihan-Forums
Geschrieben von: Turan - Wed-Nov-2019, 03:51 PM - Forum: *** RPG-Hintergrund-Infos *** - Keine Antworten

http://romulan-legacy.de/

...hier steht alles zu in-Game Geschichte, Religion und Struktur des Imperiums, das für uns relevant ist. Die Grundlagen sind im RPG über die Jahre entstanden, stammen aber auch aus Büchern und Serien.

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  Keine Beschleunigung der All-Ausdehnung und keine Dunkle Materie ?
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Fri-Nov-2019, 07:44 PM - Forum: *** Science News *** - Antworten (1)

Ich selber habe schon immer an diesen Dingen so meine Zweifel gehabt, unddamit scheine ich nicht alleine im All zu sein.

https://bigthink.com/surprising-science/...nk+Main%29

https://physicsworld.com/a/dark-energy-d...ovae-data/

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  Griff in die Geschichte Log 14 - Mort
Geschrieben von: Sareth - Thu-Oct-2019, 08:12 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Erde / München / Odeonsplatz und Umgebung 1923 ***
 
Das Chaos war losgebrochen, Schüsse und Schreie von allen Seiten. Panik. Vermutlich nur einer konnte kühl und überlegt reagieren: Mort Caldred, derzeit in der Maske des SA-Mannes Johann Mooseder. Er sah Hitlers Leibwächter getroffen zusammen sinken. In der selben Sekunde gab sein Scanner Alarm. Gerschoni! Im Umkreis von unter zwei Metern!
 
Mort sah sich um, die linke Hand an seinem Phaser, in der rechten einen der altmodischen zeitgenössischen Revolver. Kurz sah er Gerschonis Gesicht unter einem Filzhut, dann drängten sich fliehende Menschen zwischen sie. Noch ein Schuss! Mort fühlte das Prickeln seines Energiepanzers am Rücken. In schneller Folge ein weiteres Projektil. Wäre Mort von dem ersten gefällt worden - und Johann Mooseder wäre sofort tot gewesen - hätte dieser zweite Schuss Hitler in den Kopf getroffen.
 
So taumelte der Sicherheitschef der Picard rückwärts. Der Energieschild hatte auch diesen Angriff abgefangen, aber eine kurzzeitige Überlastung brachte seine Holomaske zum Flimmern. Hatte es in der allgemeinen Aufregung jemand bemerkt? Aber selbst wenn, sie würden es einer Sinnestäuschung in der Panik zuschreiben. Hoffte er zumindest.
 
Der Diktator in spe ging zu Boden, Arme griffen ihn und zogen ihn aus der unmittelbaren Gefahrenzone. Mort sah die helle Lackierung eines Ambulanzfahrzeuges am Straßenrand aufblitzen - ja, soweit er sich erinnerte, entkam Hitler in einem solchen und tauchte zunächst unter. Der Scanner vibrierte. Ein rascher Blick: Gerschoni war fast in Reichweite, hinter einer Straßenlaterne! Mort ging zur Verfolgung über und drängte sich durch die Masse. Das flüchtige Crewmitglied verschwand unter den Arkaden der Feldherrnhalle. Mit einem Satz war der Sicherheitschef auf seinen Fersen.
 
Dr. Val'Kara würde für die historisch korrekte Platzierung der Leiche Mooseders sorgen. Für Mort war es an der Zeit, die Identität zu wechseln. Im Schatten einer Arkade riss er sich das SA-Hemd vom Leib und wechselte den Holofilter wieder auf den Bauleiter mit dem Gesicht des norwegischen Rennfahrers.
 
Gerschoni bewegte sich auf einer Nebenstraße. Mort wollte vorwärts hasten - und kollidierte mit einem Polizisten, der von der Seite heran stürmte.
 
Für sowas habe ich keine Zeit!
 
Plötzlich musterte ihn der Polizist - Mort argwöhnte schon, der Holofilter arbeite nicht korrekt. Vielleicht sollte ich rasch --
 
"Moment mal ... Soan's ned der Dierckson? Der Rennfahrer?!"
 
Warum nicht. "Ja, und ich war gerade auf dem Weg zu meinem Hotel, als hier--"
 
"Aba des is gar koa Problem! Ich bring Sie durch die Absperrung! Geben's mir schnell a Autogramm? Für mein' Sohn? Hier...." Er zog das Foto eines breit grinsenden Siegers vor einem schnittigen Silberpfeil aus der Tasche und Mort machte einen unleserlichen Krakel darunter.
 
Unterdessen hörte der Vibrationsalarm des auf Gerschoni modulierten Tricorders auf. Verflucht! Er musste sich beeilen, durfte aber keinen weiteren Verdacht erregen. In nur wenigen Metern Entfernung führte die Polizei gerade eine größere Gruppe Demonstranten ab. Es kostete Mort einiges an Anstrengung, sich erleichtert und jovial zu verhalten und nicht seinem Instinkt zu folgen und den Polizisten außer Gefecht zu setzen. Endlich.. ENDLICH war er allein und unbeobachtet und konnte sich in einen Hauseingang verdrücken. Eine gestreifte Katze stob an ihm vorbei und von drinnen hörte er lautes Gekeife.
Aber es gelang ihm, Tr'Kovath zu erreichen. Die übrigen Mitglieder des Außenteams konnten im Augenblick wohl nicht auf seinen Ruf antworten. Der Romulaner hatte Gerschoni im Fokus und verfolgte ihn. Aber wegen der vielen anderen Leute konnte er nicht schießen.
 
Morts Annäherungsalarm begann wieder zu vibrieren. "Er bewegt sich in meine Richtung. Ich prüfe die Koordinaten und versuche ihm den Weg abzuschneiden!"
 
+Beeilen Sie sich! Er versucht offenbar, zu einer Station des Öffentlichen Transportsystems zu kommen, dann haben wir keine Chance mehr!+
 
Mort schob ein als Brille getarntes Navi über die Augen, das ihm den Stadtplan anzeigte, und setzte sich in Bewegung. Zwei Straßen weiter hatte er Gerschoni im Blick. Leider war alles voller Leute, die eilig versuchten, sich vor dem Aufruhr in Sicherheit zu bringen. Den Phaser ziehen und den Flüchtigen zu Fall bringen war für Mort ebenso unmöglich wie für Tr'Kovath, der sich gerade einige hundert Meter weiter hinten über eine Hinterhofmauer kletterte. Plötzlich war Gerschonis Signal wieder verschwunden. Irgendetwas musste den Scan beeinträchtigen! Aber weit konnte er nicht--
 
Mort fühlte, wie seine Beine unter ihm nachgaben und er einknickte. Sein Energieschutzschild knisterte bedrohlich. Gerschoni! Dieser Irre schießt hier mit einem Phaser!
 
"Onkel, brauchst du Hilfe?" Ein rotschopfiger kleiner Junge stand vor ihm.
 
Mort schüttelte den Kopf und kämpfte um sein Sprachvermögen, das der Betäubungsschuss beeinträchtigt hatte. "Bin nur... gestolpert." Mühsam rappelte er sich wieder hoch.

[Bild: mort.jpg]

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  Ferengifans aufgepasst
Geschrieben von: Turan - Tue-Oct-2019, 04:46 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Ein amerikanischer Sammler hat Kostüme und andere Requisiten in seinem Privatmuseum. Hier in seinem Blog könnt ihr einige der tollen Stücke sehen.

(Wo gibt es ein Romulanermuseum ????)

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  Raumgleiter landet nach 780 Tagen im All
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Tue-Oct-2019, 01:53 PM - Forum: *** Science News *** - Antworten (1)

https://web.de/magazine/panorama/mysteri...e-34138888

Nach 780 Tagen im All landet der unbemannte Gleiter Boeing X-37 b.

Mehr über dieses Projekt erfährt man hier:

https://www.youtube.com/watch?v=8wblvBOVAq4

Ein Film über die Boeing X-37b und die Zukunft dieses Raumfahrzeug auch als bemannter Raumgleiter.

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  Friedensinitiative II - Abschlusslog
Geschrieben von: Turan - Tue-Oct-2019, 01:35 PM - Forum: *** Ch'Rihan *** - Antworten (1)

*** Auf dem Weg nach Ma'mak***

In ihrem abenteuerlich aussehenden Fluggerät, das mit seinem rostigen, verbeulten Äußeren alle täuschen konnte, die Baru, seinen Schöpfer nicht kannten, waren Maag und Lhoal unterwegs ins Sperrgebiet.

Die Nachrichten, die der Bordempfänger zwischen durch immer einmal bruchstückhaft auffing, verhießen nichts Gutes. Das Reich schien derzeit ohne handlungsfähige Regierung zu sein und Separatisten und Unzufriedene nutzten die Gunst der Stunde. Derzeit hatte ein alter Kriegsveteran das Gebäude des Hohen Rates besetzt und drohte den Romulanern mit Krieg. Eine Spionagesonde sei abgefangen worden, hieß es. Seitens Ch'Rihan war ein Dementi gekommen; es habe sich lediglich um eine Suchsonde gehandelt, die nach Prätor tr'Kaleh fahnden sollte. Die Prokonsulin hatte mit 'ernsten Maßnahmen' gedroht, wenn nicht endlich 'vollumfängliche Aufklärung' über das Attentat erfolgte. Doch die Region von Ma'mak war in der Hand eines Warlords, der sich um nichts als eine eigene glorreiche Fama sorgte...

"Wir sind in zwei Minuten im Sperrgebiet," brummte Maag und studierte die Anzeigen auf seinem altertümlichen Display. "Das bedeutet: in Feuerreichweite. Ich aktiviere die Panzerung und die Tarnung."

Lhoal, der neben ihm im Copilotensitz saß, überwachte Sensoreninput und Waffensysteme. Obwohl er schon nach ein paar Flugminuten die klingonischen Zeichen wieder aus dem Gedächtnis abrufen konnte, machte ihm der unorthodoxe Aufbau des Schiffchens zu schaffen. Schaltpläne, Subroutinen - nichts war, wie man es erwartet hätte. Das mochte bei Hackern seine Vorteile haben, aber in seinem Fall  bedeutete es eine zusätzliche Hürde. Plötzlich heulte ein Alarm auf. Maag trat gegen eines der Panels. Der Ton stoppte, aber das Warnsignal blieb.
"Wir haben ein Kühlflüssigkeitsleck im zweiten Tank," rief Lhoal, während er hastig das Ausmaß des Schadens einzuschätzen versuchte. Das Loch schien minimal. Vielleicht hatte sich eine Schraube gelöst und war gegen den Tank geprallt.

Maag grollte einen Fluch gegen Baru, dessen Handwerk wohl nicht mehr das war, was es früher gewesen war und warf einen Blick auf die Anzeigen. Sie verloren Kühlflüssigkeit. Nicht viel, und es war auch nicht gefährlich - aber fatal für ihre Tarnung! "Verdammt, wir werden wie ein Nordlicht leuchten!" Der Klingone riss das Steuer hoch, aber im selben Moment schrammten die ersten Schüsse über den Bauch ihres Fluggeräts.

Lhoal fühlte sich gegen die Sitzlehne gepresst, und in der nächsten Sekunde gegen die Stahlbügel der Gurte, als Maag das Schiff wieder herumriss. Lhoal versuchte, die Bordkanonen auf die Batterie auszurichten, die sie unter Beschuss genommen hatte. Feuerblitze tanzten über Schneefelder und dunkle Geschützkuppeln.

"Haah! Das macht doch mal wieder Spaß!" brüllte Maag. "Gib ihnen Saures, Spitzohr!"

Aus dem Bordlautsprecher klang die Aufforderung sich zu ergeben und zu landen. Aber das war natürlich keine Option. Das geplagte Schiff geriet arg in Bedrängnis, aber die Panzerung hielt, trotz eines Torpedoeinschlages, der den Unterbau und die Landekufen demolierte.

Endlich waren sie aus der Reichweite der Separatistenstellungen. Die rote Kühlflüssigkeit wie eine Blutspur hinter sich herziehend, setzte das Schiff seinen Flug fort. Nach einer Weile wagten sie sich wieder tiefer und schwebten bald über der Ruine, die einst Ma'mak gewesen war. Wie ein großer hohler Zahl reckten sich die geschwärzten Mauerreste nach oben.

Maag war plötzlich ganz still. „Eines unserer ältesten Heiligtümer… Wer kann soetwas getan haben…“ sagte er dann, während sie tiefer und tiefer gingen.

„Ein Barbar – ganz gleich, wer der Täter war,“ antwortete Lhoal. Das Schiff setzte auf. Eine Fontäne aus Eiskristallen wirbelte gegen die Cockpitfenster. „Es sah nach einer Antimaterieexplosion aus, aber das kann täuschen. Die Spezialisten werden es sicher herausfinden.“

„Ja, wenn es keinen Krieg gibt und es bald überall so aussieht!“

"Ich suche nach Lebenszeichen..." Die Außentemperatur betrug minus 50 Grad und gerade schien sich ein neuer Sturm zusammen zu brauen. Wenn irgendjemand diesen Anschlag überlebt hatte, waren seine Chancen angesichts des Klimas in dieser Region gering. Lhoal erhöhte den Suchradius. Ein schwaches klingonisches Signal war zu erkennen, knappe sechzig Meter tief unter Fels und Trümmern... Beim nächsten Durchgang erfasste er eine Gruppe Klingonen, die sich Richtung Klosterruine bewegten. Vielleicht eine Suchmannschaft. Er richtete die Sensoren neu aus. Eine rihannische Biosignatur müsste doch...

"Ich habe ihn!"

"Was?!"

"Etwa 5,6 km von hier.... ein Rihanha und zwei Klingonen!" Hoffentlich keine Geiselnahme! Er ließ sich das Terrain über die Anzeige schalten. Die drei blinkenden Punkte, ein violetter, zwei blaue, bewegten sich langsam entlang eines Kliffs in RIchtung des Dorfes. "Ich versuche, ihn zu kontaktieren!"
Eigentlich müsste Turan einen Kommunikator tragen, aber nach allem, was geschehen war, könnte er beschädigt oder abhanden gekommen sein. Lhoal fühlte, wie die Anspannung sein Inneres umklammerte, während er das kleine Gerät an seinem Handgelenk aktivierte. Das rihannische Delegationsteam  besaß ein eigenes autarkes Komlink. Er gab seinen Code ein, doch die Anzeige zur Kontaktherstellung mit dem anderen Kommunikator unterblieb. Ein Sperrfeld oder irgendeine Störung? Oder war Turans Komlink tatsächlich beschädigt?
Er versuchte es noch einmal und endlich bekam er Kontakt. "Prätor Tr'Kaleh? Hier spricht Senator tr'Khellian. Können Sie mich hören?"

Es knackte und rauschte, ein paar Lautfetzen waren zu hören, kurz darauf aber deutlich: +...Tr'Khellian, wo sind Sie?+

"Gute sechs Kilometer von Ihrem Standort, in einem Schiff. Sind Sie wohlauf?"

+Ja, dank zweier Mönche des Klosters. Aber Kanzler Kvorag benötigt Hilfe. Haben Sie einen funktionierenden Transporter?+

Lhoal sah zu Maag der nickte. "Sollte der Fall sein."

"Exzellenz? Hören Sie? - Wir haben einen Transporter, aber wir prüfen seine Funktionalität. Ich melde mich wieder. Bitte bleiben Sie, wo Sie sind."

...

Eine gute dreiviertel Stunde später standen Turan, Kvorag und die beiden Mönche sicher im Cockpit des kleinen Schiffes und Maag schaltete den Transmitter ein, um der Öffentlichkeit die rettende Nachricht zu überbringen. Kurz darauf erschien auf zahlreichen öffentlichen Bildschirmen auf Quo'nos und auf den romulanischen und klingonischen Schiffen im Orbit das Bild von Kanzler Kvorag und Prätor Tr'Kaleh. Gezeichnet von den jüngsten Ereignissen wirkten sie wie zwei Waffenbrüder nach der Schlacht:

"Nach langer Arbeit und Verhandlungen, und ALLEN Widrigkeiten zum Trotz, allen Machenschaften der Feinde unserer Völker, der Feinde dieses Friedens, verkünden wir, Kvorag von Quo'nos, Kanzler des Klingonischen Reiches, und Turan, Prätor des rihannischen Imperiums, Frieden zwischen unseren Völkern!"
Kvorag riß Turans Arm in der traditionellen Siegesgeste nach oben.

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  Wir haben einen neuen Zwergplaneten !
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Tue-Oct-2019, 10:30 AM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

https://www.heise.de/newsticker/meldung/...70298.html

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