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  Department of Temporal Investigation
Geschrieben von: Sareth - Fri-Nov-2020, 04:35 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Informationen zu den Temporalen Behörden (CANON-MATERIAL)



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  Umbra et Malleus Log 15 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - Sat-Nov-2020, 11:13 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** Beta Phönizis / Albacore City / Lagerhalle ***

Zwischen Containern, Fässern und Käfigen undefinierbaren Inhalts stehend, versuchten die drei Gangster – zwei Terraner und ein weiblicher Chamäleonid – seit einer halben Stunde, ihr Versagen bei der letzten Operation zu rechtfertigen. Der Überfall auf das Munitionsdepot der Sektorpolizei war so gründlich schief gegangen, wie nur irgendetwas schief gehen konnte. Sie hatten keine der hocheffizienten Energiezellen erbeutet und überdies noch sechs Mann verloren, von denen zwei womöglich noch in der Lage gewesen waren, beim Verhör kompromittierendes Wissen auszuplaudern!

Sokar widerte die ganze Angelegenheit an. Seine Gedanken waren bei jener Information aus dem terranischen Sklavenregister, die er vor nunmehr gut zwei Wochen gefunden hatte: Kurz nach der Strafexpedition in Vulcana Regar, bei der seine Familie ums Leben kam, war auf dem Sklavenmarkt von Ildrusa ein vierjähriger vulkanischer Junge verkauft worden. Überdies: er war von einem Leutnant der Black Ops der Dritten Flotte verkauft worden, der Einheit, die die Strafexpedition durchgeführt hatte! Wäre Sokar in der Disziplin der Logik unterrichtet worden, hätte er vielleicht die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei diesem Kind um seinen Sohn handelte, als zu gering eingestuft, um weitere Maßnahmen zu rechtfertigen. Doch der letzte Meister der Logik war gute 50 Jahre vor Sokars Geburt hingerichtet worden. Und so verließ er sich auf seine Intuition…

„… jedenfalls hatten sie ihren Schichtplan geändert, und damit—„

Ich habe es SATT! Sokar schnellte hoch und stieß die vor ihm stehende Kiste mit dem Fuß zur Seite. „Ich will nichts weiter hören! NICHTS! Verstanden?! Ihr seid ein Haufen unfähiger Idioten! Ich will euch sagen, warum dieser Einsatz schief gegangen ist! Weil ihr keine Disziplin habt und eure Leute noch weniger!“

„He, wir—„

„Maul halten!“ Sokar hatte seinen Disruptor auf die Chamäloidin gerichtet. „DU, Elva, hattest Zeit, dich dem persönlichen Safe des PD-Chiefs zu widmen, etwas, was nicht geplant war!“ Die Waffenmündung schwenkte auf einen der beiden Terraner, einen bulligen, bärtigen Typ. „Und du Stück Dreck hattest Zeit für eine Vergewaltigung! Ich dulde das nicht länger. Wenn ich eine Operation plane, hat sie EXAKT nach meinem Befehl ausgeführt zu werden!“

„Was, Alter, lässt dich sonst Mylady nich mehr—„ Die Rede des Terraners erstarb in einem unzeremoniellem Ächzen, als Sokar feuerte.

„Von nun an werden ihr und eure Leute meine Befehle befolgen. Oder ich liefere euch eigenhändig an die Inquisition aus! Ich will eine Armee! Eine Armee, die in der Lage ist, der imperialen Flotte die Stirn zu bieten! Keinen Haufen gieriger Ferengi, die mich später mit Ausflüchten langweilen! Ist das klar?“

Der verbliebene Terraner starrte an ihm vorbei, die Chamäloidin deutete so etwas wie ein Nicken an.

„Ob das klar ist, habe ich gefragt? Oder habt ihr Lust, euch eurem Partner anzuschließen?“ Er deutete auf die Verbrennungsspuren auf dem Boden der Lagerhalle.

Der Terraner spuckte aus. „Klar. Sir.“

Die Chamäloidin ließ ein kurzes Fauchen hören und drehte ihre Haare zwischen den Fingern. „Wenn’s dich high macht, Darling: klar, SIR.“

Der Vulkanier widerstand dem Impuls, ihr Lebenslicht ebenfalls auszublasen. Aber eine tote Armee war noch schlechter als eine schlechte Armee! „Ich will euch mit allen Leuten morgen früh sechs Uhr in der Holohalle unseres Estates zum Training sehen.“ Damit berührte er den Ort- zu-Ort Transporter an seinem Arm und transferierte sich einige Kilometer weiter südlich in die Stadt.
 

*** Irgendwo in der Stadt ***

Sokar machte sich keine Illusionen darüber, dass Lady Ashinyas Syndikat niemals, beim besten Willen nicht – den sie eben nicht einmal hatten – eine Armee wie seine Rebellengruppe werden würde. Es fehlte ihnen ein ganz entscheidender Faktor: Fanatismus. Seine Leute waren bereit gewesen, für den Untergang des Imperiums nicht nur andere zu opfern, sondern notfalls auch sich selbst. Sie waren bereit gewesen, sich in Selbstmordattentaten in die Luft zu sprengen, wenn er es befahl. Und manchmal auch, ohne dass er es befahl. Die Mitglieder des Syndikats aber waren erbärmliche kleine Würstchen, im Grunde nur auf eines aus: Geld und Vergnügen, und das mit möglichst wenig Aufwand. Wenn er sie auch nur halbwegs dahin bringen wollte, wo er sie haben wollte, würde er selbst eines sehr dringend brauchen: einen verlässlichen Leibwächter!

Während er durch die Bazarstraße lief, drangen immer vernehmlicher die die unverkennbaren Geräusche eines Kampfes an seine Ohren. Keiner der üblichen Streetfights zwischen Gangs oder gelangweilten Jugendlichen, sondern mehr eines sportlichen Ereignisses, wie die Pfiffe und Rufe anzeigten. Dazwischen immer wieder Grunzen, Fauchen und Knurren. Wer oder was trat dort gegeneinander an?

Sokar schritt schneller aus. An der nächsten Ecke hatte er die behelfsmäßige Arena erreicht. Dicht gepackt drängten sich die Zuschauer; einige hingen an den Balkonen der umliegenden Häuser. Der Vulkanier schob einen Andorianer zur Seite, der ihm zornig den Ellenbogen in die Seite rammte. „Was soll das, Spitzohr? Hier steh‘ ich! Such dir einen anderen Ausguck!“
Der Mann drehte sich wieder dem Geschehen in der Arena zu – fühlte noch einen unangenehmen Griff im Genick, und brach zusammen. Niemand der Umstehenden nahm Notiz. Sokar stieg über den Bewusstlosen, und hatte nun endlich die Kontrahenten im Blick. Es waren ein sicher über zwei Meter großer Nausikaaner in Kriegsbemalung und ein Karyaner, unter dessen blaugrüner Schuppenhaut geschmeidige Muskeln spielten.

„Ist sein achter Kampf heute, aber der Kerl ist nicht klein zu kriegen!“ zischte eine Stimme an seiner Seite, und Sokar erkannte einen kleinen dürren Typ irgendeiner vogelartigen Spezies. „Wie sind deine Wetten, Freund?“

„Ich wette nicht und ich bin nicht dein Freund.“

Der Nausikaaner hieb eine enorme Faust gegen den Brustkorb seines Gegners und brachte ihn zu Fall.

„Ahh, wer nicht will, der hat schon!“ Der befiederte Buchmacher quetschte sich durch das Gedränge.

„Mach ihn fertig!“ brüllte es von irgendwo, aber noch ehe der Nausikaaner zum nächsten Schlag ausgeholt hatte, war der Karyaner wieder auf den Beinen. Die andere Seite der Zuschauer johlte. Violettes Blut spritzte auf den Mann neben Sokar, der sich übers Gesicht wischte, ohne die Augen vom Kampf zu nehmen. Seinen zusammen gebissenen Zähnen nach zu urteilen, hatte er auf einen der beiden eine hohe Summe gesetzt.

Jetzt traf den Nausikaaner ein Fußtritt, er verlor das Gleichgewicht, stolperte. Aber noch im Fallen packte er das rechte Bein seines Gegners. Im nächsten Moment rollten die Kämpfer ineinander verkeilt im Sand. Regeln gab es offenbar keine. Es wurde gekratzt und getreten. Die Zuschauer brüllten frenetisch für ihren jeweiligen Favoriten, der Buchmacher sammelte hüpfend die letzten Wetten ein.
Als sich der Staub für einen Augenblick legte, sah Sokar die spitzen giftigen Fangzähne des Karyaners nur millimeterweit vom Hals des Nausikaaners. Jetzt!!! Nein – der Körper des Nausikaaners bäumte sich auf, er schüttelte den Gegner ab, und der Tanz ging weiter. Erst eine halbe Stunde später war es vorbei: letztlich hatte der Karyaner den seinen Widersacher mit dem Schwanz erdrosselt, wie eine Riesenpython. Nun stand er blut- und dreckverkrustet in der Arena, ein triumphierendes Blitzen in den orangefarbenen Reptilaugen. Sokar war überzeugt, seinen Leibwächter gefunden zu haben.

Er bahnte sich den Weg zu dem fetten Pakled, der eben den Sklavenkragen am Hals des Karyaners aktivierte.
„Dein Eigentum? – Ich kaufe ihn.“

„Ohooo, Mort ist nicht zu verkaufen.“ Der Pakled lachte glucksend. „Ich mache ja ein Vermögen mit ihm.“

„Und du zahlst bestimmt keine Dividende an das Syndikat, oder?“

„Das Syndikat, welches Syndikat? Ich bin heute hier und morgen—„

Sokar hatte ihn am Kragen gepackt. „Das Syndikat, das dir das Leben zur Hölle machen wird, wenn du nicht kooperierst! – Her mit der Steuerung für den Kragen! Ich zahle einen fairen Preis!“

 „12.000 imperiale Credits!“ Er überschätzte offensichtlich seine Verhandlungsposition.

„Abzüglich der vergessenen Dividenden – also 5000. – Und jede Minute, die du hier weiter meine Zeit stielst, geht der Preis weiter runter. Und meine Laune wird immer schlechter. Vielleicht erlöse ich dich einfach aus deiner Misere?!“

Fluchend warf ihm der Pakled jetzt die Steuerung vor die Füße.

[b][Bild: Sokar-Spiegel.jpg][/b]

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  Umbra et Malleus Log 14
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sun-Nov-2020, 10:01 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: Kurze Erinnerung, wir haben eine Staatskirche, in der der Imperator Kirchenoberhaupt ist.


RPG:
*** ISS Vespasian / Krankenstation ***
 
„Meine Pläne? – Nun, da Sie so darauf insistieren: Ich habe keine, Colonel.“

Hammerton machte sich keine Mühe, sein Unbehagen zu maskieren.

Richard von Rabenstein sah an ihm vorbei auf den letzten Scan, der in der holographischen Anzeige verblieben war, als Dr. Selick den Raum verlassen hatte. „Wir sollten unsere Unterhaltung nicht hier fortsetzen.“

„Sie trauen meinen Doc nicht? Ich verbürge mich –„

„In diesen Zeiten sollten wir alle vorsichtig sein mit Bürgschaften, meinen Sie nicht?“ Er wies zur Tür der Krankenstation. „Nach Ihnen, Colonel.“

 
*** Quartier Richard von Rabensteins ***
 
„Schalten Sie die Abhörsicherung ein!“

Hammerton streifte den Ärmel zurück, betätigte ein kleines Gerät, das seinen Unterarm umschloss, und ein kurzes, feines Summen war zu hören. Dann nahmen die beiden Männer Platz.

„Ihren Worten entnehme ich immer wieder, dass LaSalle Ihre Hauptsorge ist. Ihre und offenbar auch die von unserem … Geschäftspartner. Lassen Sie mich Ihnen eines sagen: LaSalle ist ein Ärgernis von höchstem Rang, aber das wahre Problem der Kirche ist die Vakanz des Imperatorenthrons. Ohne einen neuen Imperator wird die Kirche zerfallen.“

Hammerton stieß ein kurzes Schnauben aus. „Ich bin verhältnismäßig sicher, dass sich eine ganze Reihe Anwärter schon um den Alabasterthron balgt, einschließlich Van Malnen UND LaSalle!“

Richard lächelte. „Wie ich sehe, haben Sie das inhärente Problem erfasst. Nun… zurück zu meinen ‚Plänen‘: Ich will in den Velconnia-Belt. Und erst, wenn ich weiß, was dort ist, werde ich irgendwelche Pläne formulieren können.“

„Ich  muss Ihnen sagen, als Soldat bin ich kein sonderlicher Freund von solchen… Fahrten ins Blaue.“

„Ich kann Ihnen einen Begriff geben. Taminus. Und ich weiß, dass es etwas mit der alten damalanischen Zivilisation zu tun hat. Mehr nicht. Ich habe bestimmte Initialinformationen, die auf den Velconnia-Belt verweisen, aber das vollständige Arkanum liegt in den Archiven der Inquisition.“

„Hm…“ Hammerton rieb die Finger der rechten Hand an seinem Disruptorholster, wie immer, wenn ihm etwas nicht behagte. „Eminenz, ich tauge schlecht zum Gralsritter.“

„Colonel, was auch IMMER uns dort erwartet, ist von solch immenser Wichtigkeit, dass der selige Valentinian Constantius es allein seinem rechtmäßigen Nachfolger anvertrauen wollte und dass er es mit der höchsten Sicherheitsstufe verschlüsselte. LaSalle ist auf der Jagd nach dem Geheimnis von Taminus. Deshalb lässt er auf Damalan graben. Vandenberg ist ebenfalls auf der Spur. Deshalb lässt er jede erreichbare Borgdrohne sezieren und ihre Kortikalknoten durchforsten. Er WEISS, dass ich etwas weiß, oder er glaubt zumindest zu wissen, dass ich etwas weiß, und das ist der Grund, warum er mich aus dem Gefängnis auf Eridani retten ließ. Und in dieser Sache hat er mich von Anfang an belogen. Sie ebenso, nehme ich an. Soviel zum Thema ‚Vertrauen‘. Aber es scheint, dass Sie ja auch Ihre Bedenken hatten, oder warum ließen Sie sich nach Nanosonden scannen?“

Hammerton seufzte, schien einen Moment zu überlegen und sagte dann geradeheraus: „Träume. Eher unangenehmer Natur.“

„Seit wann?“

„Seit wir unterwegs sind.“

Richard nickte. Das war zu viel des Zufalls… „Aber es wurde festgestellt, dass wir beide nicht mit Nanosonden infiziert sind. – Ich frage Sie nochmals, in wie weit können wir Dr. Selick trauen? Ist er überhaupt der, der er behauptet zu sein?“

„Meine Leute müssen aller zwei Tage durch eine Überprüfung. Da halten wir uns an die alten Formwandler-Regularien von vor 60 Jahren. Selick ist ohne Zweifel der grummelige, unhöfliche Bursche, der seit 12 Jahren zu meiner Truppe gehört, und ja, ich würde für ihn bürgen. Er ist ein Mensch ohne jegliche Hinweise auf irgendeine Fremdbeeinflussung. – Sie müssen zugeben, dass er mit seiner Diagnose vielleicht nicht ganz unrecht hat. Niemand konnte Sie auf das vorbereiten, was Sie die letzten Jahre erlebt haben.“

„Ja, das stimmt, niemand konnte mich darauf vorbereiten.“
Richard sah Bruder Albertus vor sich, der im Morka-Cluster gestorben war, um ihm den Amtsring zu bringen. Und jenen Archivar, der ihm zur Flucht auf Eridani verholfen hatte… „Aber Gott bürdet einem nicht mehr auf, als man in der Lage ist, zu ertragen.“ Er holte tief Atem. „Es mag Fremdbeeinflussungen geben, die so leicht nicht festzustellen sind, Colonel. Ich kenne diese Methoden, und ich weiß, dass es Menschen gibt, die sie zur Anwendung bringen können.“

„Ah ja?“ Frank Hammerton klopfte auf seinen Holster.

„Ich zum Beispiel.“

„Nun, Sie scheiden aus.“

„In der Tat. Aber wenn es hier oder an Bord der Dark Mirror jemanden gibt, der in der Lage ist, uns mental zu manipulieren, und sagen wir, nur in soweit, dass wir bestimmte Fehler zu einer bestimmten Zeit machen, so ist das fatal.“

In diesem Augenblick meldete sich die Brücke. + Wir haben ein Schiff auf direktem Kurs in unsere Richtung, Sir. Sendet keine Identifikation. Den ersten Scandaten zufolge könnte es eine assimilierte romulanische T’Rel sein. +

Hammerton fluchte ohne Rücksicht auf den anwesenden Großinquisitor und schnellte Richtung Tür. „Irgendwelche Hive-Signale?“

+Negativ, Sir. Scheint ein Rogue zu sein.+

„Kontaktieren Sie Vandenberg. Ich bin gleich auf der Brücke! – Sie, Eminenz, bleiben besser hier.“

Richard dachte nicht daran. Sich aus dem Zentrum des Geschehens fernzuhalten, war immer der erste Schritt, sich selbst abzusägen.

--
PS: dachte mir, ihr wollt vielleicht mal bisschen Action. Falls ihr irgendwelche Pläne habt, wer hinter den „Träumen“ steckt, gebt mir irgendwie plotintern Hinweise, damit ich nicht in andere Richtungen wandere.

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  Umbra et Malleus / Log 13 / F. Hammerton
Geschrieben von: FMalleus - Sat-Nov-2020, 05:57 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

ISS Vespasian / Krankenstation
 
Die massige Gestalt des Mediziners schien sich in leichtem Amüsement zu schütteln. Die Frage „Könnten Sie Ihren Wunsch bitte wiederholen?“ hing wie eine unausgesprochene Verhöhnung im Raum. Richard von Rabenstein blickte den Mann mit großer Strenge an.
 
RR: Sind Sie ein MHM oder übersteigt mein Wunsch nach einer Prüfung aus Infektion mit Borg-Nanotechnologie Ihre medizinische Kompetenz?
 
Der Mediziner lächelte böse.
Richard tippte auf das Namensschild, welches an der Uniform des Mannes prangte.
 
RR: Also, Doktor Waldon Selick?
WS: Ich bin beileibe kein Hologramm. Oder haben Sie einmal ein so schlecht aussehendes Hologramm gesehen?
RR: Ich habe vieles gesehen. Und das Aussehen gewisser Personen spiegelt ihre Tätigkeit wieder
WS: Nun Euer Eminenz. Es gibt ein altes Sprichwort: Hübsch ist, wer hübsch Ding tut.
Richard blickte den Arzt für einen kurzen Moment feindselig an, dann lächelte er.
 
RR: Sie sind echt, Doktor. Keine KI könnte so respektlos sein.
 
Selick seufzte und wies auf eine Liege im Raum
 
WS: Also schön, Euer Eminenz. Machen Sie es sich bequem.
 
Der Scan wurde gestartet. Richard verspürte ein Prickeln, nicht unbedingt unangenehm, aber doch spürbar. Ein Zeichen für einen Tiefenscan.
Auf einem Holo, welches neben der Liege schwebte, rasten Scandaten vorbei, wurden Schnittbilder sichtbar und erschienen Kurven, Dann, nach 15 min. klappte Selick den Scanemitter zurück.
 
WS: Leiden Sie in letzter Zeit unter Stress, Euer Eminenz?
RR: Unter Stress leiden nur Personen, welche sich auf ihre Aufgaben nicht richtig vorbereitet haben.
WS: Wenn Sie meine Meinung hören wollen, dann sind ihre Hormone völlig außer Kontrolle. Aber das hat nichts mit Bord-Technologie zu tun.
RR: Dann bin ich sauber?
WS: Zumindest was Ihren Körper betrifft, ja. Und wenn das so weiter geht, werde ich wohl bald einen Nebenjob anfangen können: Borg-Verseuchungsscanner.
RR: Wie meinen Sie das, Doktor?
WS: Sie sind diese Woche schon der Zweite, der gescannt werden wollte.
RR: Und, darf ich fragen, wer Ihr erster Patient war?
 
Eine tiefe Stimme erklang aus dem Dunkel der KS: Es war Hammertons Stimme.
FH: Das war meine Wenigkeit, Euer Eminenz.
 
Richard schwang sich von der Lehne.
 
RR: Ich nehme an, auch Sie waren sauber?
FH: Oh ja. Aber darf ich fragen, aus welchem Grund Sie sich scannen ließen?
RR: Ich hatte da einen gewissen Verdacht.
FH: Lassen Sie mich raten. Sie trauen einer gewissen Person nicht.
RR: Trauen Sie Ihrem Geschäftspartner denn?
FH: Misstrauen gehört zu meinem Geschäft. Aber so sehr Vandenbergs Methoden fragwürdig sind, so sehr ist er ein absoluter Realist. Und er würde nie Resourcen verschwenden, wenn er seine Ziele nicht auch mit weniger Aufwand erreichen könnte.
RR: Mhmmmm nun gut. Derzeit arbeiten Sie mit ihm zusammen. Warum?
FH: Euer Eminenz, meine Ziele sind derzeit die gleichen, wie die Ihren und Vandenbergs. LaSalle los zu werden. Und dann, nun wir werden sehen.
RR: Sie sind erstaunlich offen gegenüber meiner Person. Und meine Authorität scheint Sie in keinster Weise abzuschrecken.
FK: Wissen Sie, Euer Eminenz. Ich war lange Zeit im Feld, auf mich alleine gestellt. Aber ich habe immer Befehle befolgt. Und ich werde auch Ihre Anweisungen befolgen. Aber ich sehe dies als Arbeitsverhältnis an. Nicht als Leibeigenschaft. Um Befehle zu befolgen, sollte man seinen Vorgesetzten respektieren. Aber nicht mögen.
RR: Sie mögen mich also nicht?
FH: Emotionen sind im Krieg fehl am Platz. Und in der Inquisition schon allemal.
RR: Interessante Sicht der Dinge.
FH: Nun denn Euer Eminenz, reden wir vom Geschäft. Was planen Sie als Nächstes?
 
 
 
 
 

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  Umbra et Malleus Log 12
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Tue-Nov-2020, 11:04 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (2)

*** Erde / San Angeles Megapolis / Provinzialat der Inquisition / Büro des örtlichen Hochinquisitors ***


In dem schmucklosen Rund des Büros des Hochinquisitors verschmolzen die dunklen Schemen der bewaffneten Posten mit den harten Schatten der Wandstreben, die sich in der Mitte des Raumes um einen kalten Neonstrahler trafen. Ein Licht, wie es über einem Seziertisch leuchten mochte.

Captain Robert Maximilian von Rabenstein überflog das Dokument in der holographischen Anzeige. "Ich habe in meiner ganzen Laufbahn noch nie von einem solchen Erlass gehört!"

"Nun, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Sie kennen dieses Dictum doch." LaSalle, der hinter dem Schreibtisch saß, legte die Fingerspitzen aneinander und beobachtete wachsam sein Gegenüber. "Sie sind Leiter der Stabsstelle für Rekrutierung, Captain. Sie tragen die Verantwortung, dass die Truppen des terranischen Imperiums auch aus Terranern bestehen."

"Seit wann obliegt das dem Interesse der Inquisition?"

"Aber Captain!" LaSalle spielte den Entrüsteten. "Man darf die Perlen nicht vor die Säue werfen - ergo auch den wahren Glauben nur denen predigen, die ihn verdienen."

Sein unfreiwilliger Gast schnaubte. "Das ist absurd!" Er legte den kleinen Holoemitter auf den Schreibtisch zurück. "Sie können nicht erwarten, dass ich eine genetische Überprüfung der ganzen imperialen Flotte anordne! Und womöglich die --- einen Teil ihrer Mitglieder entlasse, weil ihr Profil nicht dem eines 400 Jahre alten Wischs entspricht! Das ist Wehrkraftzersetzung! Und ich glaube kaum, dass Großkanzler Van Malnen etwas gutheißen würde, was unsere Verteidigungsfähigkeit unterminiert. Oder... irre ich mich da?" Während der letzten Worte hatte sich Robert von Rabenstein auf den Schreibtisch gestützt und starrte drohend auf den Großinquisitor.

"Ja, dem Recht genüge zu leisten bedeutet mancherlei Widrigkeiten in Kauf zu nehmen. Das ist das Los meines Amtes," entgegnete der nur. "Aber die Benefizien der ewigen Seligkeit--"

"Ich bin kein Freund religiöser Plattitüden, Eminenz. Das ist Ihnen sicher geläufig. Sparen Sie sich also solche Worte!"

LaSalle seufzte und blickte wieder auf das Dekret. Dann, als sei ihm just in diesem Augenblick der Gedanke gekommen, sagte er: "Religiöse Plattitüden... dabei fällt mir ein, wie geht es eigentlich Ihrem ... Herrn Sohn?"

"Ich habe keinen Sohn!"

Der Großinquisitor war nun doch leicht überrascht. "Captain, wenn ich mir erlauben darf, der bedauerlicherweise irregeführte Bruder Ricardus ist Ihnen doch wie aus dem Gesicht geschnitten." 'Bruder' war das Maximum, mit dem er Richard von Rabenstein zu titulieren gewillt war.

"Mein Sohn starb vor 24 Jahren," zischte der alte Rabenstein leise. "Als meine geschätzte Gemahlin ihn im Kloster von Santa Maria ad Penitentes abgab und Constantius ihn zu seinem persönlichen Schoßhündchen abrichtete!" Er holte tief Atem. "Sie sehen, ich hege keinerlei Sympathie für Ihre ... Behörde."

"Ah... Ihre Gemahlin sah das offensichtlich anders. Ich nehme an, der Kontakt zu ihr ist ebenso abgerissen?"

"Es sei denn, Sie können mit den Toten kommunizieren? - ICH kann Ihnen bei der Lösung Ihrer kleinen Machtrangeleien jedenfalls nicht helfen, Eminenz."




*** ISS Vespasian / Richards Quartier ***


Die kleine Flotte war seit 4 Tagen unterwegs in den Velconnia-Belt.

Der Alptraum hatte Richard schon mehrfach in immer neuen Nuancen heimgesucht seit seiner Zeit auf Riva Prime: er wanderte allein über eine hügelige, im Halbdunkel liegende Landschaft, einem Lichtschein am Horizont zu. Aber als er den Blick nach unten richtete, erkannte er, dass der Boden unter ihm aus den Körpern Toter bestand. So weit sein Auge reichte, schritt er über ein groteskes Totenfeld. Manche Gesichter glaubte er zu erkennen, doch verschwamm plötzlich alles in einem rötlichen Glühen, dass sich unter den Leibern ausbreitete wie ein an die Oberfläche brechender Magmastrom.

Richard wusste, dass es ein Traum war und er versuchte sich mit aller Anstrengung aus seinen Klauen zu befreien. Das Glühen unter seinen Füßen wurde heller und blendender, es tastete und griff nach ihm und hüllte ihn schließlich ein. Zahlen und Symbole wirbelten um ihn, die wie ein Zerrbild der Informationen aus seinem Ring wirkten, er verlor den Boden unter den Füßen und fiel – das war meist der Moment, an dem er hochfuhr. Diesmal wachte er von seinem eigenen Schrei auf. Nach Atem ringend starrte er in sein mattes Spiegelbild in den metallenen Wänden der kleinen Kabine und tastete unwillkürlich nach seinem Tattoo, das in seinem Traum wie Feuer geglüht hatte.

Der Türmelder summte. „Euer Eminenz? Alles in Ordnung?“ kam die Stimme des Wachpostens, den Hammerton ihm abgeordnet hatte, um eventuellen Attentätern vorzubeugen.

„Alles in Ordnung.“
Ich muss diese Träume unter Kontrolle bekommen! Er stand auf, ging in die kleine Naßzelle und aktivierte die Schalldusche. Es war alles eine Frage der mentalen Disziplin. Das hatte er von Valentinian Constantius sehr früh gelernt. Mentale Disziplin war das Erste und Wichtigste, was ein Inquisitor zu lernen hatte. Denn nur, wer Meister seines eigenen Geistes und damit seines eigenen Körpers war, konnte in der Lage sein, andere zu führen, oder den Feind zu durchleuchten.

Während der Großinquisitor darüber nachdachte, fiel ihm auf, dass die ominösen Zahlen und Symbole erst seit relativ kurzer Zeit zu den düsteren Gefilden seiner Horrorträume über die Ermordeten gehörten. Seit er an Bord der Vespasian war, um es präzise zu sagen… Richard deaktivierte die Schalldusche.
Was, wenn der Feind schon IN mir ist? Der plötzliche Verdacht durchbohrte ihn wie eine eisige Klinge. Vandenberg ließ mit Borgdrohnen experimentieren. Das bedeutete auch: mit Nanosonden!
Er könnte irgendetwas in meinen Kopf gepflanzt haben, um mich auf diese Weise auszuhorchen! Infernus maledictus! Womöglich während des Transportervorgangs hier her?!

Hastig kleidete er sich an. Dafür hätte nur ein entsprechendes Unterprogramm im Transporter abgespeichert sein müssen, das im Falle seines Transfers aktiviert wurde! Er stürmte aus der Tür und kollidierte beinahe mit dem Wachposten.

„Euer Eminenz, gibt es—„

„Bringen Sie mich zur Krankenstation!“


(PS: mir ist noch aufgefallen, dass im letzten Log etwas von externer Flotte der Inquisition steht, Hammerton oder Vandenberg weiter vorne aber sagen, dass die Inquisition keine Schiffe hat, außer dieser Spezialtruppe Malleus.... Das sollten wir vielleicht auch so lassen. Also die Black Ops Fleet des Imperiums ist ja schon heftig genug)

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  Umbra et Malleus / Log 11 / Joint-Log Vandenberg / Hammerton
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sun-Nov-2020, 12:55 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

Erde / San Angeles Megapolis / Administratum der Raumflotte


LaSalle musste zugeben, dass Reisen mit großer Entourage zwar eindrucksvoll aussahen, aber trotzdem sehr umständlich waren. Und dies nicht nur aufgrund der langwierigen Sicherheitschecks seiner Mitreisenden beim Eintritt in das Flottenhauptquartier. Und auch LaSalles Identität selbst, wurde von den holographischen Inspektionssystemen erst einmal festgestellt. Und nur LaSalle allein war es erlaubt, in die interne Operationszentrale einzutreten.
Ein Ordonanzoffizier salutierte knapp. Dieser Mann salutierte tatsächlich. Warum? Wusste er nicht, saß man dem Großinquisitor die Hand küsste, nachdem man vor ihm in die Knie gegangen war? Nein, wusste er natürlich nicht. Flottenhengste war hier noch zu milde ausgedrückt. Nun eigentlich hätte LaSalle dieser Kreatur eine kleine Nachhilfe in Sachen Benehmen geben können. Ein Agonieinduktor war dafür immer zur Hand. Aber LaSalle befand sich hier auf DeRaafs Gebiet, also war hier etwas Vorsicht angeraten. Außerdem gab es wichtigere Dinge, als sich mit subalternem Personal abzugeben. LaSalle wandte sich an die Ordonanz.

LS: Sagen Sie mein Sohn, wo finde ich wohl Captain Robert Maximilian von Rabenstein?

Der Ordonanzoffizier schluckte.

OO: Nun Sir, er gehört...nun er ist....nun...er ist derzeit in einer Sitzung des Ausschusses für Xeno-Angelegenheiten.

LaSalle lächelte innerlich. Solange DeRaaf seinen Blick auf die internen Angelegenheiten der Flotte gerichtet hielt, kam LaSalle nur schwer an Flottenoffiziere heran. Schon gar nicht ohne Haftbefehl. Und umso schwerer war es bei Mitgliedern der Geheimausschüsse der Flotte. Aber jetzt war DeRaaf mit einigen klingonischen Rebellen beschäftigt. Das würde zwar nur ein paar Tage dauern, aber genau diese Zeitspanne genügte LaSalle, um einer gewissen Person habhaft zu werden.

LS: Nun mein Sohn, hätten Sie die Güte in herbei zu holen?
OO: Ähm Sir, ich weiss nicht ob....

LaSalle aktivierte ein Holo und hielt den darin enthaltenen Haftbefehl wegen „Verdacht auf Erschleichen von Amtsbefugnissen in der imperialen Flotte nach § 298a“ dem verblüfften Offizier vor die Nase..

LS: Wie Sie sehen, können Sie. Ich warte.

LaSalle musste lächeln, Die wenig salbungsvolle Sprache der Flotte hatte scheinbar auf ihn abgefärbt. Nun gut. Sei’s drum. 
4 min. später erschien ein Mann in der schwarzen Uniform des Flottengeheimdienstes. Dieser Mann sah wirklich aus, wie eine ergraute Version des Richard von Rabenstein, 
Captain Robert Maximilian von Rabenstein salutierte und schaffte es dabei, gelangweilt und angewidert zu gleich zu wirken.

CR: Euer Eminenz wollten mich sprechen?
LS: In der Tat Captain, das wollte ich. Nun, ich habe etwas Wichtiges mit Ihnen zu besprechen.
CR: Bei allem notwendigen Respekt, aber ich habe viel zu tun.
LS: Das haben wir alle.

LaSalle hielt dem Captain den Haftbefehl vor die Nase. Von Rabenstein las den Text mit ausdruckslosem Gesicht.

CR: Nun Euer Eminenz, das ist lächerlich.
LS: Wir werden sehen, Captain. Ich darf Sie jetzt bitten, sich zum Haupteingang zu begeben. Ohne Aufsehen bitte. Und...nach Ihnen.

Von Rabenstein wandte sich an die Ordonanz. 

CR: Nun, dann bleibt mir nichts anderes übrig. Commander Edwards, Sie wissen was zu tun ist.
OO: Jawohl Sir.

Von Rabenstein verließ den Raum, dicht gefolgt von LaSalle. Von Rabenstein wandte sich an LaSalle. 

CR: Euer Eminenz, ich muss Sie darauf aufmerksam machen, daß dieser Vorgang Folgen haben wird.
LS: Davon gehe ich aus. Nun, wir beide werden jetzt unsere Schritte beschleunigen. Wir haben viel zu tun.

LaSalle privater Kommunikator summte. Mit einem bösartigen Grinsen aktivierte LaSalle das Gerät.

LS: Ja?

DeRaafs Stimme war zu hören. Und an dem tiefen Grollen war deutlich zu erkennen, daß der Großadmiral nicht erbaut war.

DR: Was im Namen der Dreifaltigkeit soll das, LaSalle?
LS: Nun, ich gehe meiner Pflicht nach.
DR: Und gehört es auch zu Ihren Pflichten meine Offiziere zu belästigen?
LS: Ich handelte nach dem Gesetz.
DR: Das glaube ich kaum.

LaSalle grinste gehässig.

LS: Ich folge den Gesetzen. Und wie Sie wissen gehört es auch zu meinen Aufgaben, für die Reinheit und Ehre der Flotte zu sorgen. Etwas was Ihre Behörde in letzter Zeit wohl etwas versäumt hat.
DR: Ehre und Reinheit der Flotte? So ein Blödsinn. Warum haben Sie Captain von Rabenstein festgenommen? 
LS: § 298a. 
DR: Nie gehört.
LS: Ich lasse Ihrem Sekretariat gerne den Haftbefehl, sowie den Gesetzestext zu kommen. Mildtätigkeit und Amtshilfe sind mein Credo.
DH: Mildtätigkeit? Das ist ja wohl...eines sage ich Ihnen LaSalle. Wenn das wieder eines Ihrer Ränkespiele ist, wird das diesmal Folgen für Ihren ganzen Laden haben!

Die Verbindung wurde beendet. LaSalle konnte sich vorstellen, wie DeRaaf jetzt toben würde. Nun, mochte er auch toben, er konnte nur wenig tun. Dafür konnte LaSalle jetzt umso mehr tun. Ja, die Mühe würde sich lohnen. Bald schon..bald....


———————————————————————————————————————


Ortswechsel:

ISS Vespasian / Brücke

Vandenbergs Blick war eine Mischung aus Unglauben und Zorn,
Seine Stimme donnerte aus den Wandlautsprechern.

Va: Sind Sie vom wilden Affen gebissen, von Rabenstein? Was sollen wir im Velconnia-Belt?

Richard von Rabenstein lächelte freudlos.

RR: Was Sie im Velconnia-Belt wollen, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich werde dort Antworten finden.
Va; Ich habe nicht vor, dort irgendwelchen Geschäften nachzugehen.
RR: Was Sie tun, ist mir gleichgültig. Ich benötige Ihre Unterstützung nicht.
Va: So viel also zur Dankbarkeit für Ihre Rettung.
RR: Oh ich bin Ihnen dankbar. Sie haben mir schließlich zu meiner kleinen Flotte verholfen.
Va: Ihre Flotte?
RR: Diese Schiffe sind immerhin Teil der Inquisitionsflotte. Und ich bin Inquisitor.
Va: Ja, aber diese Einheiten sind nicht auf Sie vereidigt.
RR: Nein, aber sie sind auf die Institution vereidigt. Und ich bin der höchste Vertreter dieser Institution. Sie können ja gerne Ihrer Wege gehen, aber ich werde mich zum Velconnia-Belt begeben.

Frank Hammerton räusperte sich.

FH: Ähm, meine Herren, wenn ich auch einmal etwas dazu sagen dürfte?
RR: Natürlich!
FH: Euer Eminenz wollen zum Velconnia-Belt? Das wird schwierig. Man kann nicht in das Gebiet einfliegen, ohne entdeckt zu werden. Dort operiert die 4. Flotte des Empires, die sogenannte Black-Fleet und die Extern-Flotte der sogenannten Inquisition. Man müsste sich schon den Weg frei kämpfen.
RR: Nun Commodore Hammerton, Sie haben ja Kampferfahrung.
FH: Ich bin Soldat. Kein Flottenstratege.

Vandenberg lächelte gehässig.

Va: Da wird sicherlich seine Eminenz, der wahre Großinquisitor, keinerlei Schwierigkeiten haben, eine solche Flottenoperation zu leiten.

Richard musste zugeben, daß er dieses Teil des Problems wohl übersehen hatte. Aber es gab dafür auch eine Lösung.

RR: In der Tat. Ich habe keinerlei Erfahrung in Sachen Flottenoperationen. Aber es gibt jemand, der diese Fähigkeiten hat.
Va: Und der wäre?
RR: Sie!
Va.: Und warum sollte ich Ihnen helfen, nach allem was Sie hier abziehen?
RR: Weil es im Velconnia-Belt Antworten auf gewisse Fragen gibt. Und diese Antworten finden Sie garantiert nicht auf Delmaran, inmitten einer Ausgrabung. Es sei denn, Sie sind Amateuerarchäologe.

Vandenberg grinste bösartig.

Va: Nun gut. Ich schließe mich Ihrer kleinen Reisegruppe an. Und sei es nur um zu sehen, dass Sie sich täuschen.

Richards Gesichtsausdruck verdunkelte sich.

RR: Besser Sie beten, dass ich mich irre. Denn sollte ich mich nicht irren, dann könnte der jüngste Tag bald anbrechen.




 

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  Umbra et Malleus Log 10
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Thu-Oct-2020, 09:47 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: LaSalle, wenn irgendwas nicht passt, bitte melden, habe ja komplett deinen Chara geschrieben.

RPG:

*** Erde/ Rom / Congregatio Universalis / Arresttrakt ***


LaSalle verfolgte teilnahmslos die Performance von Karim Ravienna im Agoniesimulator. Die Angelegenheit begann den Großinquisitor etwas zu langweilen. Leider waren die neuen Mindsifter, die der Tal Shiar freundlicherweise überlassen hatte, für Menschen noch nicht einsatzfähig. Es nützte ja nichts, wenn der Delinquent starb, ohne seine Informationen preisgegeben zu haben.

Ach ja, LaSalle gestattete sich einen Anfall von Nostalgie. Vielleicht wären die altmodischen Folterkammern effizienter gewesen… Auf jeden Fall wollte – oder konnte – Ravienna nichts zur Frage nach Richard von Rabensteins Verbleib sagen. Es mochte tatsächlich sein, dass er nichts wusste. In diesem Fall hatte sein geschätzter Kollege aus dem Archiv schlichtweg gelogen. LaSalle machte eine mentale Notiz, den Herrn als nächstes einzuberufen. Dann fuhr er den Simulator auf Stufe eins herunter, wartete ab, bis sein Opfer etwas Atem geschöpft hatte und sagte dann mit milder Stimme: „Sie wissen nicht, was das Ziel des Verräters war. Gut, ich glaube Ihnen.“

Ravienna starrte ihn an, nicht fähig, irgendetwas zu erwiedern.

„Aber vielleicht erinnern Sie sich, was er im Arkanarchiv gesucht hat? Nach welchem Begriff hat er gefahndet?“

Ravienna schüttelte den Kopf.

„Denken Sie gut nach. Helfen Sie sich selbst. Sie hatten die Suchanfrage auf dem Schirm, bevor sich das Alarmsystem zugeschaltet hatte.“

„Erinnere… mich… nicht…“

LaSalle seufzte und erhöhte die Stufe wieder. Aber nein, er hatte eigentlich keine Zeit. Das begann wirklich unerquicklich zu werden! Er rief einen seiner Adjudanten und instruierte ihn, das Verhör zu übernehmen, und alles, absolut alles aufzunehmen, was dahin deutete, dass Von Rabenstein eventuell mehr als er selbst über Projekt T wusste – denn bisher war ihm nicht gelungen, die auf seinen Amtsvorgänger Valentinian Constantius codierten Files zu öffnen. Hier war ein ganz spezieller Schlüssel notwendig, und den besaß er nicht. Er beschloss, sich einem anderen Projekt zu widmen zu Entspannung. So ein Verhör konnte ganz schön anstrengend werden auf Dauer.

Karim Ravienna, der Bibliothekar, der sein bisheriges Leben zwischen alten Büchern und Speicherbänken zugebracht hatte, bereitete sich auf das Martyrium vor…

 
***Später / Amtszimmer des Großinquisitors***[/b]

Liebevoll streichelte Rufus LaSalle über das antike Papier, das er soeben auf seinem Schreibtisch entfaltet hatte. Ein vergessenes Dekret aus dem frühen 21. Jahrhundert. Es war bei einer Routineprüfung der Archive zufällig aufgetaucht.
Er läutete nach seinem Sekretär.

„Gratian… wie stehen Sie eigentlich zur Frage genetischer Eingriffe bei Menschen?“

Der junge Asiate hüstelte, sichtlich aus dem Konzept gebracht. Man wusste nie, worauf sein Vorgesetzter hinaus wollte! Und er brachte es mit meisterhafter Raffinesse gern so weit, dass man sich eigenhändig das Todesurteil unterzeichnete. „In welcher Beziehung, Eminenz?“ fragte er daher vorsichtig.

„In der Beziehung, dass Eltern ihre ungeborenen Kinder gern maßschneidern.“

„Nun… ja, es gibt… nun… es gibt kein imperiales Dekret dagegen… soweit mir bekannt ist, Eminenz. Besonders die Familien mit militärischer Tradition achten darauf, dass ihre Söhne und Töchter kräftig, wohl koordiniert und ausdauernd sind."

LaSalle drehte den antiken Füllfederhalter, der zur Ausstattung seines Schreibtisches gehörte, spielerisch zwischen den Fingern. „Da hilft man gern auch mal mit Alien-DNA nach, so ist es doch, oder?“

Gratian fühlte seine Hände kalt werden. Hatte der Großinquisitor etwas über ihn herausgefunden, was er selbst nicht wusste?!

„Aber… es gibt kein Gesetz, was definiert, bis wann man Terraner ist, nicht wahr?“

„Ja… nun… Beim Militär ist es Usus, von 95 Prozent auszugehen,“ antwortete der Sekretär nervös. „Soweit mir bekannt ist. Soll ich einen … ähm… Nachforschungsauftrag anstoßen?“

„Nein, nicht nötig.“ LaSalle entließ ihn, wohl wissend, dass er dem jungen Mann zu einem neuen Hobby namens Genealogie verholfen hatte. Er lehnte sich zurück, ließ den Blick über das Historiengemälde mit der Schlacht an der Milvischen Brücke schweifen und schwelgte dabei in Vorfreude.
Gesetz? Oh doch. Es gibt eines, und ich habe es gerade gefunden. 98 Prozent. Wie würde wohl das Verhältnis bei seiner Nemesis Richard von Rabenstein ausfallen? Aber eigentlich war es gleichgültig, denn er könnte an den im Archiv gespeicherten Daten ja die eine oder andere Veränderung vornehmen… Ich sorge dafür, dass du amtsunfähig wirst, mein geschätzter Freund!

Er nahm Zugriff auf die entsprechenden Personalakten seiner heiligen Behörde und musste einen Moment später feststellen, dass die Unterlagen zu seinem Gegenspieler gesperrt waren. Und zwar auf einem Level, das ihm – IHM ! – tatsächlich keinen Einblick erlaubte! Rufus LaSalles Vorfreude wandelte sich in Zorn. Er lenkte seine Schritte wieder in Richtung des Liftes zum Arresttrakt , um sich beim Verhör etwas abzureagieren. Und als nächstes, nahm er sich vor, würde er einen Höflichkeitsbesuch im Oberkommando machen, bei Captain Robert Maximilian von Rabenstein….


(PS: mir ist noch nicht eingefallen, warum LaSalle eigentlich  nicht längst den (vorgeblichen?) Eltern seines Gegners auf die Pelle gerückt ist um sie unter Druck zu setzen. Vielleicht habt ihr eine Idee. Aber ich dachte, dieses Rasse-Gesetz wird für viel Unruhe im Militär und bei DeRaaf sorgen, auch ohnehin).
 

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  Umbra et Malleus Log 9
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sun-Oct-2020, 01:53 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** ISS Dark Mirror ***

 
Der Großinquisitor machte sich auf den Weg ins Offizierskasino, obwohl ihm derzeit der Appetit vergangen war. Aber eine gewisse Kalorienzufuhr war unabdinglich, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten, das hatte der Allmächtige in seiner unendlichen Weisheit nun einmal so festgelegt.
 
Also trat er an die Replikatoren, die hier im Offiziersbereich mit deutlich höheren Auswahlmöglichkeiten bestückt waren, und bestellte einen Imbiss. Auf dem Weg zu einem der Separeetische an den Fenstern erblickte er jene junge Dame, die ihn vor einigen Tagen kurz vor ihrem Abflug um seinen Segen gebeten hatte. Sergeant Ellen Robinson. Gerade blitzte ihr Technikerabzeichen wieder deutlich im Deckenlicht auf. Auch sie saß vor einem vollen Teller - Eile war also in dieser Beziehung nicht geboten. So nahm Richard in einiger Entfernung Platz, aß und behielt sein Zielobjekt im Auge, während er sich die kommende Strategie überlegte. Er musste schnellstens wissen, wieviel Vandenberg wusste!
 
...
 
Beim Verlassen des Kasinos kreuzte er wie zufällig den Weg von Sergeant Robinson. Sie grüßte ehrerbietig und er ließ sich den Ring küssen. Ach, das tat gut ab und an...
"Wahrscheinlich haben Sie hier an Bord nicht wirklich Gelegenheit zur Beichte, Sergeant. Ich könnte etwas Zeit erübrigen."
 
"Oh, ja, da haben Sie Recht, aber... ich möchte Ihnen nicht die Zeit stehlen."
 
"Keineswegs. Es ist schließlich meine Pflicht, nein, mein Bedürfnis, Gläubigen in seelischer Not beizustehen. Und ich kann sehen, dass Sie Ihr Gewissen gern etwas erleichtern möchten."
In einiger Nähe schlenderte ein Crewman vorbei und Richard bedachte ihn mit einem eisigen Blick, der ihm bedeutete, so schnell wie möglich weiter zu kommen und sich nicht umzudrehen. Gut dass die Inquisition ihre Aura auch in dieser beklagenswerten Zeit nicht völlig eingebüßt hat...
"Kommen Sie, Ellen, machen Sie sich keine Sorgen um meine Zeit. Ich bin für Sie da, wie für alle anderen, die meiner Hilfe bedürfen."
 
 
*** Richards Quartier ***
 
Der Großinquisitor und sein Beichtkind hatten die notwendigen Vorbereitungsgebete gesprochen, und nun lauschte er zurück gelehnt in seinen Sessel, was die zu seinen Füßen kniende Frau sich gern von der Seele reden wollte. Bisher war es nichs Verwertbares, aber er konnte sie nicht zu rasch 'verhören', ohne Argwohn zu erwecken. Alles musste ganz natürlich vor sich gehen. Wenn sie sich nur nicht so unendlich ermüdend lange bei ihren Beziehungsquerelen zu diesem oder jenem Crewmitglied aufhalten würde, Infernus maledictus! Er gab ihr einen kleinen  mentalen Anstoß, um sie in jene andere Richtung zu lenken, bevor er offen fragte:
"Und Ihr Dienst an Bord? Das scheint auch etwas zu sein, was sie belastet. Ihr Stress hier ist vermutlich sogar der Grund Ihrer Verfehlungen in Sachen Ihrer Beziehungen."
 
"Ja? Ja, kann sein, ist manchmal unerträglich, und dann lasse ich es aus an Amir. Letzte Woche, da habe ich ihn---"
 
Nein, ich will es nicht wissen!"Sehen Sie. Ellen. Es ist immens wichtig, dass Sie Ihre Seele von allem befreien, was Ihnen Schmerz und Unfrieden verursacht." Nun komm schon!!!
 
"Die Sache mit den Borg... aber ich darf nicht darüber sprechen. Exzellenz, wenn jemand erfährt--"
 
"Keine Sorge, mein Kind. Alles, was hier zwischen uns gesprochen wird, wird hier in diesen vier Wänden verbleiben. Vertrauen Sie mir. Vertrauen Sie der Gnade des Allmächtigen und erzählen Sie mir alles!"
 
"Ja, ich weiß. Es ist ja nur... Ensign Rudnikov hat eine Andeutung fallen lassen in einer Bar, und einer von Agatheas Leuten hat ihn exekutiert."
 
Interessant.
 
"Ich meine, ich hab nichts gesehen, aber man sagt, die haben ihn beiseite geräumt, weil er geredet hat. Deshalb sind sie doch an Bord. Die haben ihre Augen ja überall, und wenn man nicht aufpasst..." Ihre zitternde Stimme erstarb und ihre Angst war plötzlich so groß, dass Richards mentale Fühler keinen Kontakt mehr herstellen konnten.
 
Er überwand sich und ließ die rechte Hand auf ihren Kopf sinken. "Keine Angst. Hier sind Sie in Sicherheit. Denken Sie nur an Ihr Seelenheil. Sie wissen doch, dass Experimente mit den Borg eine schwere Blasphemie darstellen."
 
"Ja." schluchzte sie. "Es ist schrecklich! Aber was soll ich machen, ich bin in der Kommandostruktur! Was soll ich machen?!" Sie streckte die Arme aus und klammerte sich an ihm fest.
 
Ahh, Sanctissima Trinitas! "Ellen. Beruhigen Sie sich. Ich verstehe Sie. Aber ich kann Sie erst absolvieren, wenn Sie mir alles sagen, was vorgefallen ist. Warum gibt sich Ihr Kommandant mit solchen gotteslästerlichen Taten ab?"
 
"Damals im Krieg gegen die Borg, hab ich gehört, hat er Zugriff auf einen Kortikalknoten bekommen, in dem irgendwelche Sachen gespeichert waren... ein Mythos, ein Borg-Mythos.... das Licht wird zur Nacht und das Ende zum Anfang oder  so, es war so eine Art... Gedicht... Ist irgendwie im Subsystem von den Dingern verankert."
 
Seit wann pflegen die Borg Poesie? Und seit wann interessiert sich Vandenberg dafür?! Ein Gedicht ... wohl eher ein Code...
 
"... und seither sind wir hinter jedem Borg her, den wir irgendwo erwischen können. Die Offiziere sagen, wegen der Hardware, aber ich bin bei der Tech-Crew, ich programmiere die Searchbots. Wir sind auf der Suche nach dem Taminus!"
 
Das war die letzte Bestätigung die Richard brauchte. Vandenberg war auf offensichtlich mit ziemlicher Besessenheit auf der Suche, und er war überzeugt davon, am Ziel seiner Sehnsüchte etwas immens Wichtiges zu finden - aber er wusste nicht, wo er suchen sollte! Nun, ganz sicher nicht auf Delmaran...! 
 
"...Jemand hat gehört... er glaubt... dass Imperium fällt ihm wie eine reife Pflaume in die Hände! Und er soll gesagt haben, dafür verkaufe er seine Seele dem Teufel!"
 
Das hat  Vandenberg schon vor Jahren getan. Richard absolvierte eine immer noch schluchzende Sergeant Robinson und expedierte sie dann mit der Versicherung göttlichen Wohlwollens nach draußen. Es gab keine Zeit mehr zu verlieren!
 
 
*** ISS Dark Mirror / Transporterraum ***
 
Richard war an dem jungen Mann an den Transporterkontrollen vorbei marschiert und hatte auf dem Transferfeld Platz genommen. "Auf die ISS Vespasian, Brücke (= der Kommandokreuzer von Hammerton)!"
 
"Sir, ähm... Exzellenz, der Konvoi geht in zwei Minuten auf Warp. Ich muss Rücksprache--"
 
"Sie werden mich AUGENBLICKLICH auf die Vespasian beamen! Oder ich belege Sie mit dem großen Anathema!"
 
Die schweißfeuchten Hände des Crewman flogen über die Transporterkontrollen.
 
 
*** ISS Vespasian / Brücke ***
 
Richard materialisierte kurz bevor Warp initiiert wurde. Hammerton  fuhr aus dem Captains Chair hoch und besann sich in letzter Sekunde auf die Grundregeln der Höflichkeit. "Exzellenz," brachte er heraus, "solche plötzlichen Erscheinungen auf meiner Brücke pflege ich ... nicht zu schätzen. Außerdem sind meine Sicherheitsleute stets feuerbereit!"
 
"Befehlen Sie sofortigen Stop!" rief Richard unbeeindruckt. "Schilde hoch und Gefechtsbereitschaft!"
 
Hammerton konnte ein irritiertes Husten nicht völlig unterdrücken. Die übrige Brückencrew ließ die Blicke unsicher von einem zum anderen wandern.
 
"Sie sind auf das Amt des Großinquisitors verpflichtet! Und in dieser Eigenschaft BEFEHLE ich Ihnen sofortigen Stop!"
 
Hammerton machte eine Handbewegung Richtung technischer Station, und der dortige Offizier leitete die Order an den Maschinenraum weiter, während die Kom entsprechende Befehle an die übrigen Schiffe absetzte. Eine Minute später schwebte die kleine Taskforce gemächlich auf Impulsantrieb im Raum. Im Holoemitter entfaltete sich Vandenbergs Gestalt.
 
"Hammerton, Von Rabenstein - was soll diese Scharade?!"
 
"Ich habe eine kleine Kursänderung bekannt zu geben," ergriff Richard das Wort. "Wir fliegen in den Velconnia-Belt,  nicht nach Delmaran."

(PS: wie gesagt, hab da noch eine Idee, warte aber auf Antwort. S. oben im Verwaltungsbereich)

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  Umbra et Malleus / Log 8 / Vandenberg / NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sat-Oct-2020, 09:52 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

ISS Dark Mirror / Tür von Richard von Rabensteins Quartier
 
"- Sagen Sie… wie ist eigentlich Schwester Agathea zu Ihnen gestoßen?“
 
Richard von Rabensteins Frage hin wie schwerer Zigarrenrauch in der Luft. Vandenberg grinste gehässig.
 
Va: Nun, eigentlich könnten Sie sie ja selbst fragen, aber wenn Sie es wirklich wissen wollen: Sie war Teil einer Gruppe von Dissidenten, welche versucht hatten, dieses Schiff zu stehlen.

Richard lächelte freudlos.
 
RR: Nein so etwas. Wer wäre so tollkühn, Ihnen etwas zu entwenden?
Va: Ihre Fähigkeit zur Ironie hat in letzter Zeit etwas nachgelassen, Euer Exzellenz.
RR: Und was wurde aus den Dissidenten?
Va: Sie sind Teil dieser Crew.
RR: Vandenberg, dein väterlicher Freund und Helfer.
Va: Wo wir bei  gerade Helfern sind: Wir setzen gerade Kurs auf Damalan. Eventuell verhilft dies Ihnen ja zur gewissen inneren Ruhe.
RR: Zu gütig. Mir würde derzeit jedoch etwas für meinen Magen zur inneren Ruhe gereichen.
Va: Die Offiziersmesse steht Ihnen zur Verfügung. Ich empfehle Menü 4.
RR: Ich danke Ihnen für Ihre Empfehlung.

Vandenberg nickte und enteilte. Am Gangkreuz blieb er stehen und wandte sich zu Richard um.
 
Va: Ach ja, Euer Exzellenz. Noch eine Kleinigkeit. Eine Petitesse der Geschichte. Ist Ihnen bekannt, dass Damalan einen Nachbarplaneten hatte? Das Gerücht geht um, dieser Planet habe sich auf Wanderschaft begben. Und einige Leute behaupten, dieser Planet hätte den Namen Taminan  getragen. Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit.

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Ortswechel: Erde/ Rom / Congregatio Universalis / Büro des Großinquisitors
 
LaSalle war nicht erbaut. Die transzendente Stimmung, welche er so liebte, hatte sich bisher nicht eingestellt. Vor einer Stunde war von einem Treffen des Hochkonzils zurückgekehrt. Wie immer hatte dieses Konzil in einem Streit zwischen ihm und DeRaaf geendet. DeRaaf mochte ein hervorragender Stratege sein, aber er war auch ein Technokrat und stur wie ein Stück Duralstahl. Und daher dummerweise brandgefährlich. Derzeit kam LaSalle an DeRaaf nicht vorbei. Und ob dies überhaupt möglich war, lag in den Nebeln der Zukunft verborgen.
Und VanMalnen? Nun, dieser selbsternannte Großkanzler war nichts anderes als ein leicht zu manipulierender Idiot. Ein selbstgefälliger und zu selbstsicherer Narr. Nichts anderes als ein Werkzeug, ein Instrument, welches in den Händen eines erfahrenen Spielers eine herrliche Melodie von sich zu vergeben vermochte. Und während DeRaaf auf VanMalnen eher Basstöne spielte, so war nur LaSalle in der Lage, wahre Meisterwerke zu spielen. Und dies sollte auch so bleiben. Kein anderer Spieler durfte sich zu LaSalle gesellen. Schon gar nicht solche atonalen Figuren, wie Richard von Rabenstein.
Doch derzeit gab es wichtigere Dinge zu bedenken. Das was man auf Panox-B gefunden hatte, war nicht unbedingt ein Grund zur Freude gewesen. Doch wenn Lasalles Pläne reifen würden, wäre auch dies nur eine Notiz am Rande. Doch der Schlüssel zu allem war jene merkwürdige Notiz „Projekt T“ in den Archiven der Inquisition. LaSalles Schergen waren ausgeschwärmt um mehr darüber zu erfahren, jedoch gab es bisher nur wenig Substanzielles. Nun, auch hier musste man warten.
Ein Signal ertönte.
 
LS: Herein!

Die Tür öffnete sich und eskortiert von 4 Wachen und einem Offizier der Inquisitionsgarde ,wurde ein Mann in zerfetzter Kleidung in den Raum geführt. Karim Ravienna, jener Mann, welcher auf Epsilon Eridani Richard von Rabenstein zur Flucht aus dem Archiv der Inquisition verholfen hatte.

LS: Ah..Bruder Ravienna, Ich bedauere, dass man Sie solange in einem nicht angemessenen Quartier untergebracht hat. Wie ich bemerke wäre auch ein reinigendes und desinfizierendes Bad angebracht. Aber keine Sorge, ich werde für Ihr Wohlbefinden sorgen.
 
Ravienna schwieg, drehte den Kopf nur zu einem Wandschrank.
 
LS: Ah ich sehe. Die alte Mär. Nun entgegen landläufiger Behauptungen lagere ich nicht die Köpfe meiner Gegner in Schränken ein. Nur ein paar Schädel von Personen, welche sich unfreundlicher Weise der Befragung durch Suizid entzogen haben. Aber wir beide werden uns jetzt wie gesittete Menschen unterhalten. Wir werden eine Reise unternehmen. In die Welten in welche Richard von Rabenstein wohl hin entfleucht ist. Wenn Sie kooperieren. Wenn nicht, nun dann wird es eine Reise in neue, nie gekannte Welten des Schmerzes und der Agonie werden: Für mich als Beobachter, für Sie als Reisenden. Es liegt ganz bei Ihnen.
 
 
 
 
 
 

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  Umbra et Malleus Log 7
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sun-Oct-2020, 08:33 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** ISS Dark Mirror / Quartier Richard von Rabensteins ***


Richard glich noch einmal die Daten, die auf seinem Ring gespeichert waren, mit denen ab, die er damals auf Eridani aus dem Arkanarchiv der Inquisition extrahiert hatte. Während der letzten Wochen hatte er viel Zeit gehabt, alle Eventualitäten durchzurechnen und die unvollständigen Informationen mit allerlei plausiblen oder auch weniger plausiblen Details zu ergänzen. Es war klar, dass die komplexen Codes im Amtsring des Großinquisitors nur einen Schlüssel darstellten, nicht das Geheimnis selbst.
Es schien sich um Koordinaten zu handeln, die auf einen Ort hinter dem Velconnia-Belt hinwiesen, am Rande des Betaquadranten. Aber was war dort? Weder ein System, noch eine Basis waren dort verzeichnet, schon gar nichts mit dem Namen Taminus. Nicht nur nicht in den offiziellen imperialen Quellen, sondern eben AUCH nicht in den Inquisitionsarchiven!
 
Er deaktivierte die Holomatrix. Selbstverständlich würde er nicht die bordeigene Hardware benutzen, die ganz sicher von irgendwelchen neugierigen Augen angezapft wurde! Entweder aus Eigeninteresse oder im Auftrag irgendwelcher Leute, die mit den Informationen dann hausieren gingen - nein, die Inquisition selbst beschaffte sich viel zu oft Daten auf ebendiese Weise, als dass sich Richard von Rabenstein irgendwelchen Illusionen hingegeben hätte! Er konnte das Wissen nur auf eine Weise schützen: es an oder in sich tragen. Vorsichtig schob er die modifizierten Kontaktlinsen wieder an ihren Platz und den Ring unter sein Gewand. Alles andere war belanglose Allerweltshardware.
 
Was ist auf Taminus? Oder vielmehr: was ist Taminus?! Er stand auf und starrte aus dem Fenster. Hinter seinem eigenen schemenhaften Spiegelbild waren in der Ferne die Positionslampen von Hammertons Taskforce zu erkennen. Valentinian Constantius, was im Namen der Heiligsten Dreifaltigkeit war so bedeutsam, dass du es auf diesem Ring codiert hast für deinen Nachfolger?! Und wie konntest du wissen, dass das Konzil mich wählt?!
Natürlich wäre es nicht das erste Mal gewesen, dass eine Wahl im Vornherein arrangiert war - aber der letzte Großinquisitor war ermordet worden, ehe er sich um Dinge wie seine Nachfolge hatte bemühen können! 
Richard ballte die rechte Hand zur Faust und schlug gegen das transparente Duranium des Fensters. Er kam einfach seit Monaten keinen Schritt weiter! Dabei war er sicher, dass Taminus der Schlüssel war: zur Rettung der Kirche und zur Rettung des Imperiums!
 
Und dank Frank Hammerton besaß er jetzt die militärischen Mittel, sich notfalls den Weg in den Velconnia-Belt zu bahnen! Und nach Malcoria, wo sich die Spur eines der letzten überlebenden Konzilsteilnehmer verloren hat... überlegte Richard weiter, während er seine Kleidung ausgehfertig machte, um Hammerton eine Visitatio abzustatten. Soweit den Gerüchten zu trauen war, hatten unterdessen zehn jener Wahlberechtigten, die den Krieg überlebt hatten, als 'Kopfreliquie' in LaSalles persönlichem Raritätenkabinett Platz gefunden… Und ich plane nicht, der nächste zu sein.
 
Er versiegelte sein Quartier und machte sich auf den Weg zum Lift, als ihn etwas traf, das nur mit einer emotionalen Böe vergleichbar war. Für einen Moment verlor er die Orientierung - dann war das seltsame Phänomen vorrüber. Stattdessen hörte er jetzt eine sich öffnende Tür und dann zwei Stimmen.
"Wenn Sie den Suppressor weiter ... nutzen, garantiere ich ... nichts mehr!"
"... kann mir nicht leisten...! Gerade jetzt!"
Vandenberg und Schwester Agathea (oder wer/was sie auch immer war!)
Hastig wich Richard zurück zu seiner Tür, bewegte die Finger über den Entriegeler.
"... die Borg das Anagramm in der Programmierung hatten! Ich muss wissen, was er über Tam--"
 
Mit einem sanften und dennoch viel zu laut scheinenden Geräusch hatte sich die Tür hinter Richard geschlossen. Der Inquisitor hielt unwillkürlich den Atem an. Tam? Taminus? Vandenberg ist auf der Jagd nach Taminus??? In der nächsten Sekunde erklang der Türmelder.
Richard wartete ein weiteres Läuten ab, Zeit, die er nutzte, seinen Geist zu fokussieren und die Kontrolle zurück zu gewinnen. Dann rief er "Herein!"und hoffte, dass es einem Mann entsprechend klang, der eben in tiefschürfenden Gedankengängen gestört worden war.
 
Robert Vandenberg trat ein; Agathea verblieb wie ein Wachhund draußen vor der Tür.
"Guten Abend Exzellenz. Sie planen noch einen Ausgang, wie ich sehe?"
 
"Ich lege immer Wert auf korrekte Kleidung."
 
"Außer wenn Sie mit einer romulanischen Nutte Jagd auf Borgdrohnen machen, nicht wahr?"
 
"Haben Sie mir etwas mitzuteilen?" fragte Richard emotionslos. "Für Ihre Eckkneipenspäße fehlt mir derzeit die Muße."
 
"Schade, ich dachte, wir hätten etwas in alten Erinnerungen schwelgen können. Nun, kommen wir zum Geschäftlichen! Auf Damalan führen Archäologen im Auftrag der Inquisition großangelegte Grabungen durch. Haben Sie eine Ahnung warum?"
 
Damalan? Richard war elektrisiert - aber nichts davon drang nach außen. "Wahrscheinlich ein alter Konvent aus der Frühzeit der imperialen Expansion.“ Der Platz war mehrfach in den Verweisen des Arkanarchivs aufgetaucht… „Großkanzler Van Malnen ist ja erpicht auf historische Kontinuität. Wenn er auch nur ein Stäubchen findet, was seinen Anspruch untermauern kann... Ich wusste gar nicht, dass SIE sich für archäologische Artefakte interessieren?"
 
Der ehemalige Flottenkommissar erwiderte nichts, sondern wechselte stattdessen das Thema. "Ich nehme an, das Treffen mit Captain Hammerton endete in beiderseitigem Einvernehmen?"
 
"Ad maiorem Dei gloriam."
 
Vandenberg rang sich ein höfliches Lächeln ab. „Nun denn… Sie werden die Güte haben, mich an Ihren Plänen teilhaben zu lassen? Ich möchte nicht auf Eingebung von Oben warten.“
 
„Sie werden wissen, was zu wissen ist." Wenn ICH weiß, was zu wissen ist. "- Sagen Sie… wie ist eigentlich Schwester Agathea zu Ihnen gestoßen?“
 

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