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  Orville Comic
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Thu-Apr-2020, 04:23 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Orville Season 1.5  ist eine Zusammenfassung von 4 bisher erschienenen Comics, die uns zwei wirklich umwerfend gute Abenteuer unserer Crew erleben lassen.

Und die Zeichnungen sind ebenfalls so, daß sie die einzelnen Charas wirklich gut wiedergeben.

[Bild: OrvilleComic1.jpg]

[Bild: OrvilleComic2.jpg]

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  Das Athean-Komplott LOG 4 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Mon-Mar-2020, 06:28 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  An Bord der neuen USS Jean-Luc Picard – B  ==========
 
Da saß er nun unter der durchsichtigen Kuppel seines Traums. Um ihn rum all die vertrauten Geräte und auch ein paar neue, für die er extra eine Sonderschulung hatte machen müssen.
Aber es war sein Reich! Das war Alles, was wirklich zählte!
 
Auf zu neuen Abenteuern!
 
Er dachte an die Ereignisse der ersten Tage an Bord, die schon gezeigt hatten, daß hier ein neuer Ton herrschte, als auf der alten Picard, aber er glaubte fest daran, daß sich das schon alles einrenken würde. Vor allem, wenn sich die XO erst einmal ihre Hörner ein wenig abgeschleift haben würde.
 
Aber er war zutiefst glücklich, wieder eine große Aufgabe vor sich zu haben.
 
Er dachte an den gigantischen Ausblick auf die beiden riesigen Galaxien und die winzige Picard mitten drin. Fernab der Heimat. Und auch alle die Abenteuer kamen in Erinnerung.
Das war sein Leben, und so sollte es auch bleiben.
 
 
==========  Ein paar Wochen vorher: Am Deich in Ostfriesland  ==========
 
Es war ja schön und gut, in seinem Dorf als Held gefeiert zu werden und ständig im Dorfkrug sein Bier umsonst zu bekommen, weil jeder es sich als Ehre anrechnete, ihm Einen auszugeben.
Und auch der tägliche Nachmittagstee beim Großmuttchen war zwar ungeheuer gemütlich, aber doch auch irgendwie nicht ausfüllend.
Howy war sich darüber im Klaren, daß es so nicht weitergehen konnte.
Es mußte sich was ändern in seinem derzeitigen Dasein. Und zwar sofort!
Er mußte zurück auf ein Raumschiff. Egal welches, Hauptsache wieder zurück in den Raum zu seiner Profession.
 
Natürlich verfolgte er intensiv die Meldungen aus allen Bereichen der Raumfahrt und der Politik und las auch Stellenangebote, die ihm entsprechen würden.
Da waren zwar Einige darunter, die erheblich bessere Bedingungen aufwiesen, als sein alter Job auf der Picard, aber die versprachen nur sehr wenig Adrenalin, und er mußte sich gestehen, daß er eindeutig zu jung war, um so ein Rentnerdasein durchzustehen.
 
Dann las er die ersten Artikel über die neue Picard-B, und dieses Schiff faszinierte ihn sofort. Nicht nur, daß dieser Kahn den gleichen Namen führte, wie sein letztes Schiff, sondern es entsprach in den Daten und den geplanten Aufgaben seinen Erwartungen für einen aufregenden Job.
Er sah sich schon in der Glaskanzel seiner Navigationsabteilung sitzen. Zuständig dafür, dieses Schiff überall hin und durch alle Gefahren zu navigieren.
 
Es gab allerdings ein kleines Problem: Während die alte Picard ein ziviles Schiff war, auf dem selbstredend auch zivile Crewmitglieder arbeiten konnten, war dieses Schiff ein Teil der Sternenflotte und damit trotz der wissenschaftlichen Hauptaufgabe ein Kriegsschiff, das nur Soldaten als Besatzungsmitglieder haben durfte.
Klar hatte er alle notwendigen Diplome vorzuweisen, aber er war eben kein Soldat und wollte auch keinesfalls einer werden.
Trotzdem mußte er an Bord dieses Schiffes. Das stand für ihn fest.
 
Darum setzte er sich mit seinem Captain Sokar in Verbindung, um ihn zu bitten, sich für ihn einzusetzen.
Es war ein Erlebnis, seinen alten Kommandanten wiederzusehen, und sei es auch nur in einem Holodeck-Treffen.
Und Sokar versprach ihm, ihn für diese Aufgabe zu empfehlen.
Und er hielt Wort.
 
Er schickte an alle involvierten Stellen und Personen Empfehlungsschreiben, um diesen militärischen Holzköpfen zu erklären, daß er, Hohardus Edzardus, in sehr vielen Fällen nachgewiesen habe, daß es derzeit wohl kaum einen besseren Navigator geben würde in diesem Quadranten, als eben ihn.
Er wies auch auf einen Sonderparagrafen hin, der die Einstellung von zivilem Personal bei speziellen Aufgaben durchaus vorsah, wenn es keinen gleichwertigen Ersatz in der Flotte gab.
Gerade dieser Satz machte Howy natürlich sehr stolz. Und Sokar hätte das ganz sicher nicht geschrieben, wenn er nicht dieser Überzeugung gewesen wäre.
Was er nicht wußte war die Tatsache, daß er ein ähnliches Empfehlungsschreiben auch für Mort verfaßt hatte, der sich ebenfalls um einen Job an Bord der neuen Picard beworben hatte, aber zunächst abgelehnt worden war, weil auch er kein Militär war.
 
Jetzt stand Howy vor einem bärbeißig aussehenden Captain des Rekrutierungsbüros der Sternenflotte in San Francisco.
 
„Stehen Sie nicht da wie ein Mehlsack, Mann. Können Sie denn nicht mal ein bißchen Haltung annehmen?
Warum sind bloß Zivilisten nicht in der Lage, mal korrekt zu stehen?
Und Sie denken, daß Sie auf der neuen Picard Dienst tun könnten? Sie haben nie gedient und wissen doch überhaupt nichts von den Strukturen und den Hierarchien innerhalb der Flotte.
Überhaupt sind Leute, die nie gedient haben, eigentlich raumuntauglich, wenn Sie mich fragen. Sie können doch in Notlagen überhaupt nicht disziplinarisch korrekt reagieren, wenn es drauf ankommt.“
 
„Sir, ich….“
 
„Sie reden nur, wenn Sie angesprochen werden. Merken Sie sich das!“
 
„Jawohl, Sir. Aber…“
 
„Wie konnte es nur geschehen, daß ein erfahrener Kommandant wie Captain Sokar, Ihnen ein derartiges Empfehlungsschreiben gab, das dieser auch noch an hochrangige Militärs und einflußreiche Politiker geschickt hat, darunter Admiral T’Khellian, die das Schiff kommandieren wird und an deren Ehemann Charles McGregor, der im wissenschaftlichen Bereich der Sternenflotte großen Einfluß hat.
 
„Na ja, ich….“
 
„Sie reden nur, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
Sie sind nicht der Einzige, der sich für diesen Job beworben hat. Es gibt auch noch vier weitere, die alle Soldaten sind.
Leider hat man mir den Befehl gegeben, mit den Kandidaten, zu denen Sie auch gehören sollen, eine Prüfung zu veranstalten.
Sie werden sich also morgen um 10Hundert im Gebäude 5 im 3. Stock im Simulator melden.“
 
„10Hundert. Jawohl, Sir!“
 
„Informieren Sie sich und seien Sie pünktlich. Etwas zu spät und Sie können nachhause fahren, Mann. Und lernen Sie endlich mal eine ordentliche Haltung, sonst wird das nichts in der Sternenflotte, selbst als Zivilangestellter nicht.“
 
Irgendwie hatte Howy das unruhige Gefühl, in der falschen Hologeschichte zu sitzen.
Er war durchaus der Überzeugung, an Bord der alten Picard seine Eignung als Navigator auch in schwierigen Situationen nachgewiesen zu haben, aber das Alles galt bei der Flotte offensichtlich nicht als ausreichend, solange man nicht gedient hatte.
Trotzdem wollte er unbedingt an Bord des neuen Schiffes. Da würde er sich wohl ein wenig den neuen Gegebenheiten anpassen müssen.
 
 
==========  Am nächsten Tag etwa gegen 15Hundert  ==========
 
Am Ende der Prüfung war Howy schon schweißgebadet, um ehrlich zu sein, aber er hatte auch das Gefühl, man habe ihn ganz speziell auf dem Kieker gehabt,
Vor allem der Flug durch einen Asteroidengürtel und Tarnen hinter einigermaßen großen Brocken war heftig gewesen.
Aber er hatte das Schiff nicht verloren, ja noch nicht einmal beschädigt.
Allerdings wußte er noch nicht, ob er bestanden hatte, denn die Konkurrenz war, bis auf Einen auch durchgekommen.
Man hatte ihm mitgeteilt, das Ergebnis würde er morgen in dem gleichen Büro erfahren, wo er sich schon vorher gemeldet hatte.
 
 
==========  Am nächsten Morgen um Punkt 10 Uhr  ==========
 
Es hatte sich eine kleine Schlange aus Aspiranten für die Picard gebildet, als er vor der Tür ankam, hinter der dieser Bärbeißer saß.
Er hatte das unruhige Gefühl, der Kerl würde ihn angrinsen und feststellen: „Suchen Sie sich einen anderen Job, Mann! Da wird sich schon irgendein kleiner Frachter finden, der Sie einstellt. Ganz sicher.“
 
Die Tür öffnete sich und heraus trat…?  MORT!
 
„Was um Himmels Willen tust du denn hier, Mort?“ rief ihn Howy an.
 
„Was wohl? Ich habe mich um einen Job als Sicherheitschef auf der neuen Picard beworben.“
 
„Und?“
 
„Na ja, es gab eine kleine Prüfung. Wirkliche Kinderkacke.“
 
„Mensch, spann mich nicht so auf die Folter?“
 
„Morgen geht es rauf zur Picard.“
 
„Mann. Glückwunsch! Hoffentlich klappt das bei mir auch?“
 
„Wird schon! Wir sehen uns dann morgen früh im Zubringershuttle.“
 
Irgendwann nach etwa 2 Stunden Wartezeit war er dann endlich dran, nachdem er einen Kandidaten nach dem anderen betreten, teilweise sogar heulend, aus dem Büro hatte kommen sehen.
 
Als er aufgefordert wurde, einzutreten, nahm er sofort hinter der Tür die beste Haltung an, zu der er fähig war und versuchte, stramm zu salutieren.
 
„Machen Sie sich nicht zum Kaspar, Mann! Aus Ihnen wird nie ein ordentlicher Soldat.
Aber ich habe noch etwas Hoffnung bei Ihrer neuen Vorsetzten.“
 
„Sie meinen…?“
 
„Sehen Sie zu, daß Sie morgen früh nicht das Shuttle verpassen.
Ich war allerdings erstaunt, daß Sie tatsächlich mit hervorragenden Leistungen abgeschlossen haben, wie mir das Testkommitee berichtete.
Verschwinden Sie! Ich habe noch zu tun.“
 
 
==========  Am nächsten Morgen etwa gegen 11 Uhr Standardzeit  ==========
 
Howy stand neben Mort und Beide betrachteten das Bild, das sich vor ihnen aufbaute.
Es war schon beeindruckend, wie sie da lag.
 
„Ist sie nicht wunderschön?“ stöhnte unser Navigator.
 
„Wie kann ein Schiff ‚schön‘ sein? Das ist nur eine Sache. Ein Ding. Eine Hülle. Und der Rest ist Technik.“
Von Romantik hatte Mort keinerlei Ahnung, wie Howy mal wieder feststellte.
Für den zählte nur Effektivität im Job. Sonst nichts.
 
Howy fragte sich, ob er noch andere Crewmitglieder der alten Picard treffen würde, und wie es wohl unter dem Kommando von Sareth T’Khellian sein würde.
Ein wenig erschauern tat es ihm bei der Nennung des Namens der XO. Commander Ellini Langtsar.
Die geflüsterten Geschichten über diese Dame hätten ganze Bibliotheken füllen können.
Da würde er vielleicht der Empfehlung dieses Bärbeißers Folge leisten sollen und Haltung üben.
 
 
Das Shuttle dockte an der Picard an und Howy schulterte seinen Seesack, ein uraltes Erbstück, das schon viele Generationen seiner Vorfahren an Bord ihrer Schiffe genutzt hatten.
Sein Großmuttchen, das tränenreich von ihn Abschied genommen hatte, hatte ihn noch mit Tonnen selbstgebackener Kekse gefüllt, und auch das Dorf hatte sich nicht lumpen lassen, ihn mit Schinken, Würsten und Bier zu versorgen, damit er die ersten Tage überleben würde.
Er hatte fast keine persönlichen Sachen mitnehmen können, wobei allerdings das Meiste davon eh in dem neu errichteten ‚Hohardus Edzardus Museum für Raumfahrt‘ gelandet war. Und eine Straße war auch noch nach ihm benannt worden. Da kam er nicht drum herum.
 
Gleich nach der Luftschleuse gab es einen Tisch, an dem eine recht ansehnliche junge Dame saß und nach intensiver Identifizierung eines Jeden, ihnen ihre Quartiere zuwies.
Und so zog er in sein Quatier, das, genau wie auf der alten Picard, ebenfalls direkt neben seiner Abteilung lag. Allerdings war es erheblich größer und komfortabler als das alte, aber er hätte auch mit einem Loch vorlieb genommen, wenn das diesen Job bedeutet hätte.
 
Er war irgendwie tatsächlich zuhause.
Die Zukunft konnte kommen.

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  Das Athean Komplott / Log 3 / LaSalle / NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sun-Mar-2020, 05:38 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: Dann wollen wir einmal etwas "Sozialproblematik-und romantik" einbringen.

RPG:
 
USS Picard-B / Strategielabor
Zeit: Später Abend des ersten Tages.

So wie es ein astrometrisches Labor an Bord der Picard- B gab, so gab es ein „Strategielabor“ offiziell als „Lageraum“ bezeichnet, an Bord des neuen Schiffes. Und dieser Raum war LaSalles Reich. Er analysierte alle verfügbaren Daten, beurteilte die Lage und gab seine Einschätzung dann an Admiral t´Khellian weiter. Zu diesem Zweck waren in dem Raum ein umfangreiches System an Signalanalysatoren, taktischen und strategischen Datenbanken und Zugriffsmöglichkeiten auf die Strategieberichte der Sternenflotte und des diplomatischen Corps bis hinauf zu Level 12 konzentriert. Hinzu kamen noch LaSalles eigene Zugriffe als hoher Offizier der DIA auf die entsprechenden Systeme. Hier konnte LaSalle nun das tun, was er am liebsten tat: Schlüsse ziehen und daraus Strategien entwickeln.
Und dies konnte äußerst interessant sein. Zumal bei einer Person wie Gouverneur Edwin Cairncross.
Auf dem Zentralholo der Analyse-Konsole schwebten die Daten zu Cairncross wie in einer Wolke. LaSalle verschob sie mit der Hand, ordnete sie zueinander, gewichtete sie und bekam dennoch kein klares Bild.
Cairncross war bisher zwar ein kritischer, aber loyaler Politiker. Er war ein fast fanatischer Gegner der SFP, er hatte sich dafür eingesetzt, dass die Sternenflotte wieder zu einem Werkzeug der Forschung werden würde, ja er war sogar ein Unterstützer der neuen Präsidentin gewesen. Warum also jetzt dieser plötzliche Schwenk zu einer Art von Totalopposition? Zumal seine Ziele ja nicht ganz klar waren. Einmal sprach er von einem Anschluss an das romulanische Reich, dann wieder von einem Zusammenschluss mit der VHU und zuletzt von der Bildung einer eigenständigen „Athean-Föderation“. Also ein völliges Wirrwarr. Eine Analyse der wirtschaftlichen Situation des Sektors lieferte auch keine Anhaltspunkte. Von Vernachlässigung durch die Föderation, oder dem Abwandern von Industrien gab es keine Spuren. Gab es etwas im taktischen Bereich?
Der Sektor hatte, wie mittlerweile viele Sektoren eine, von der Sternenflotte teilautonome Sektor-Sicherheitsflotte, die Sector-Security-Force SSF. Und wie bei vielen anderen Sektoren auch, bestand diese Flotte hauptsächlich aus älteren und leichteren Schiffstypen. Die SSFs wurden hauptsächlich gegen Piraten und einige der größeren Verbrecherorganisatoren eingesetzt und entlasteten dadurch die FLEA und die Sternenflotte. Obwohl es nur noch wenige Raumpiraten gab, denn das Geschäft lohnte sich eigentlich nicht mehr. So mancher Gouverneur benutze die SSFs auch, um zu zeigen, wie sicher sein Sektor wäre und wie hart er durchgreifen konnte.
Beim Athean-Sektor war das nicht viel anders. Die SSF des Sektors bestand aus 25 Schiffen der Steam-Runner und Miranda-Klasse. Und bemerkenswerter Weise aus 2 Ferengi-Kreuzern der Marauder-Klasse. Aber sonst gab es keine Besonderheiten. Die Sicherheitslage war äußerst stabil und ruhig. Gab es hier andere Faktoren? Lasalle rief sich die Sektor-Karte auf. Auch hier gab es nichts von Bedeutung.
Wie auch immer, in wenigen Stunden würde die Picard-B das Dock verlassen und Admiral t´Kellian benötigte wenigstens noch einen kleinen Anhaltspunkt vor ihrer „Antrittsrede“ an die Crew. LaSalle beschloss, ein wenig auf der Brücke auf Informationsfang zu gehen.

-------------------------------------------------------------------------
 
 
Ortswechsel / USS Picard-Brücke
 
Auf der Brücke war es ruhig. Die Abendschicht ließ die letzten Simulationsprogramme durchlaufen, Man wollte schließlich vermeiden, dass der Picard-B das gleiche Schicksal zustieß, wie der Original-Picard.
Howy gähnte und beobachtete mäßig interessiert, wie LaSalle scheinbar mit jedem Mitglied auf der Brücke ein kurzes Schwätzchen hielt, ihm eine gute Nacht wünschte und zum nächsten Crewmitglied ging. Nach 20 min. kam LaSalle bei Howy vorbei geschlendert, fragte ihn nach Details seiner derzeitigen Arbeit und wie er sich so fühle. Howy fand das irgendwie merkwürdig aber sehr angenehm, dass sich jemand wie LaSalle, immerhin Interimsleiter der DIA, mit ihm über die Arbeit eines CoN unterhielt. Howy wollte gerade über einige speziell Navigationsprobleme während seiner Reise mit der Picard berichten, als hinter den beiden, wie aus dem Boden gewachsen, plötzlich Commander Langtsar erschien.

CL: Ähem.

LaSalle drehte sich zu der XO herum.

LS: Guten Abend Commander. Ich habe Sie gar nicht kommen hören.
CL: Das war auch der Zweck der Übung. Darf ich fragen Sir, was Sie hier tun?
LS: Sie dürfen fragen, Commander. Im Rahmen meiner Aufgaben als Schwarzseher ähm strategischer Berater an Bord, besorge ich Informationen für die Lageanalyse.
CL: Und ist es zum Gewinnen dieser Informationen notwendig, meine Crewmitglieder bei ihrer Arbeit zu stören?
LS: Commander, wir befinden uns noch immer im Dock.
CL: Das Sir, ist mir nicht entgangen. Es ist jedoch so, dass hier wichtige Vorarbeiten für den Start geleistet werden. Und hierzu benötigen die hier anwesenden Personen ihre volle Konzentration. Ich muss also, bei allem notwendigen Respekt Sir, darauf bestehen Sie, dass Sie in Zukunft ihre Informationen von den Ihnen ohnehin zuständigen Quellen beziehen.
 
Commander Langtsar wies mit dem Kopf auf den Ausgang der Brücke.

LS: Ich verstehe.Nun, es ist Ihr Job, Commander, für die korrekten Abläufe zu sorgen.
CL: In der Tat, das ist es. Guten Tag.
 
LaSalle grinste teuflisch.

LS: Auch Ihnen einen guten Abend.
 
Dann verließ der Commodore die Brücke.
Howy hätte jetzt eigentlich ein Donnerwetter von LaSalle erwartet. Zwar kannte er den Commodore nicht persönlich, aber immerhin war der Mann Commodore und damit weit über einem Commander. Aber LaSalles Grinsen verhieß nichts Gutes.

Ho: Autsch.
 
Der Mann an der Com, ein alter Saipan-Veteran, nickte.

Co: Nicht gut, gar nicht gut. Die 2 werden kein Traumpaar mehr.

Das hatte die XO wohl mit bekommen. Sie kochte innerlich. und fauchte die beiden Offiziere mit einer schon klassischen Frage an:

CL: Haben Sie beide nichts zu tun?
Ho: Doch Mam.
CL: Na los, dann machen Sie!
 
Die XO rauschte von der Brücke.
---------------------------------------------

Ortswechsel: USS Picard-B / Strategielabor
Zeit: 20 min. später.

LaSalle hatte sich die letzten 20 min. mit einem Mitarbeiter der Astrometrie über dem Athean-Sektor unterhalten und schlenderte jetzt zum Strategielabor zurück. Zu seiner Verblüffung fand er die Tür offen vor. Und zu LaSalles noch größerer Verblüffung stand vor seinem Schreibtisch, wie eine Statue, Commander Langtsar.

LS: Commander, was verschafft mir das Vergnügen Ihres Besuches?
CL: Bevor Sie fragen Sir, ich habe meinen Authorisationscode benutzt, um die Tür zu öffnen. Ich habe mich jedoch nicht Ihrem Schreibtisch genähert.
LS: Die offene Tür ist mir nicht entgangen, Commander. Wollen Sie etwas trinken?
CL: Nein Sir.
LS: Dann nehmen Sie bitte Platz.
CL: Ich stehe lieber, Sir.
LS: Auch gut.
 
LaSalle zuckte mit den Schultern und setzte sich in seinen Sessel.
 
LS: Also, ich bin ganz Ohr!?
CL: Darf ich frei sprechen?
LS: Sicher!
CL: Was bei allen dunklen Himmeln treiben Sie auf meiner Brücke?
LS: Erstens ist es nicht Ihre Brücke und zweitens weiß ich nicht, was Sie meinen.
CL: Hören Sie doch auf. Sie fragen meine Offiziere aus, anstatt sich die Daten aus meinen Berichten zu ziehen. Sie scharwenzeln auf der Brücke herum. Sie fragen alles Mögliche ab. Aber Sie fragen nicht mich.
LS: Sie hätte ich auch noch angesprochen, Commander.
CL: Ich habe ganz entschieden das Gefühl, dass Sie gegen mich eingenommen sind.
LS: Warum sollte ich das sein?
CL: Neiden Sie mir meine Position?
LS: Warum sollte ich das?
CL:Nein, Sie sind scharf auf den Sessel in der Mitte. Scharf auf die Position als CO dieses Schiffes. Und Sie sehen mich als Konkurrentin an, weil Sie an Admiral t´Khellian nicht vorbei kommen. Ist es das?
LaSalle grinste.
LS: Sie haben tatsächlich recht, Commander. Ich bin auf eine Position scharf.
CL: Ich wusste es. Sir, das ist schäbig. Sie als Commodore…
LS: Ich werde ungern unterbrochen, Commander. Ja, ich bin auf eine Position scharf. In einem bestimmten Sessel. Nämlich in meinem bequemen Sessel zu Hause auf meiner Veranda. Ich habe alle diese Weltraum-Partys bereits hinter mir.
CL: Schutzbehauptung!
 
LaSalle blickte in seinen Teebecher.

LS: Jetzt bin ich enttäuscht von Ihnen. Ich hätte von Ihnen mehr erwartet.
CL: Pah!
LS: Ja von Ihnen. Von jemandem, der eine solch brilliante, historisch perfekte Analyse des Krieges im Phileila-Sektor geschrieben hat. Eine Analyse, bei der beide Parteien die Prügel bekommen, welche sie verdienen.
 
Im Holo schwebte jetzt der Text eines Aufsatzes:
 
Die Phyleila-Sackgasse.

Eine historische Analyse eines klassischen Mythos von Täter und Opfer

Von:
Ellini Langtsar
 
Commander Langtsar wurde hochrot im Gesicht.
 
CL: Wo haben Sie das her? Wie konnten Sie es wagen, ohne ,meine Erlaubnis…
LS: Sie sollten ein wenig vorsichtiger beim Versenden von Dateien sein, Commander. Das File mit Ihrer Ausarbeitung hing an den Berichten an, welche Sie an mich und Admiral t´Khellian gesandt haben. Und da wir bei Ihren Berichten sind. Der fachliche Teil ist Bestens. Sie verstehen Ihr Fach als XO. Aber die Randbemerkungen und vor allem die Einträge in den Dienstakten. Sie haben bei 15 Personen Einträge durchgeführt. Zum Beispiel: Ist zu dick, sollte abnehmen. Oder: Soll sich Haare schneiden lassen. Mein Favorit ist aber: Plappermaul. Diese Einträge müssten Sie mir einmal erklären.
CL: Wir sind hier beim Militär. Und da gelten nun einmal einheitliche Regeln!
LS: Das ist nun wirklich eine Schutzbehauptung, Commander. Ich habe mir Ihre Personalakte angesehen. Sie waren XO auf der USS Wolf, einem Träger der 3. Flotte. Das ist Militär. Hier sind wir bei der 1. Flotte und hier geht es um Forschung.
CL: Flotte ist Flotte. Aber eventuell verstehen Sie das ja nicht, nach 10 Jahren Schreibtisch.
LS: Ich frage mich gerade, warum Sie so verbittert sind. Ist es, weil Sie in den letzten 5 Jahren 3mal für ein Kommando vorgesehen waren und jedes Mal abgelehnt wurden? Immer mit der fadenscheinigen Begründung, dass Ihr Vater Kommandant eines phyleilanischen Kreuzers war und Ihre Loyalität zu Sternenflotte daher unsicher? Ist es das?
CL: Sie wissen nichts. Gar nichts.
LS: Wollen Sie nicht doch einen Tee?
CL: NEIN!
LS: Nicht? Auch gut
CL: Was können Sie schon wissen über den Krieg?
LS: Schon vergessen, ich war dabei. Und außerdem haben wir den Krieg nicht begonnen.
CL: Siegerplatitüde. Die Föderation hat uns platt gemacht.
LS: Ja und dann wieder aufgebaut.
CL: Pah.Und unserern Stolz endgültig vernichtet. Wir sind nur noch Abziehbilder der Föderation.
LS: Wenn die Föderation so schrecklich ist, warum sind Sie dann zur Sternenflotte gegangen? Die Farbe der Uniform kann ja wohl nicht der Grund gewesen sein.

Commander Langtsar schwieg.

LS: Keine Antwort ist auch eine Antwort. Commander ich will Ihnen eines sagen: Ja, den Platz in der Mitte muss man sich hart verdienen. Und wenn man ihn erst einmal inne hat, dann wünscht man sich allzu oft, man hätte sich nie auf diesen Sessel gesetzt. Aber wenn man ihn sich verdient hat und bekommt ihn ungerechtfertigter Weise immer noch nicht zuerkannt, dann muss man noch härter arbeiten, um den Idioten in der Personalabteilung keine Möglichkeit mehr zu liefern einem links liegen zu lassen. Nur das hilft.
Was aber nicht hilft, ist wie ein trotziges Kind mit dem Fuß aufzustampfen und den harten Hund zu spielen. Das bringt einem nicht weiter.
CL: Spielen Sie jetzt hier Aushilfs-Counselor?
LS: Sie können meinen Rat annehmen Commander, oder es bleiben lassen. Jedoch rate ich Ihnen, durch Ihr Verhalten nicht diese Mission zu gefährden.
CL: ICH werde die Mission NICHT gefährden.
LS: Sehr schön Commander. Dann sind wir uns ja wenigstens in diesem Punkt einig. Ich will Sie dann nicht länger von Ihrer Arbeit abhalten. Ich habe die Ehre, Ihnen einen guten Abend zu wünschen.

Commander Langtsar salutierte zackig, dann wollte sie aus dem Büro eilen.

LS: Noch etwas, Commander. Nur eine Kleinigkeit. Wagen Sie es nicht noch einmal, ohne meine Erlaubnis, dieses Büro zu betreten, wenn ich nicht anwesend bin. Sonst werden Sie es bitter bereuen, Commander.
CL: Ist das eine Retourkutsche für die Szene auf der Brücke, Sir?
LS: Nein, ein guter Rat.

Langtsar musste jetzt doch schlucken, dann drehte sie sich um, stürzte förmlich davon und rannte dabei fast  Sareth um, welche gerade den Gang herunter kam.

Sa: Commander?
 
Die XO salutierte zackig, dann floh sie förmlich den Gang herunter. Sareth betrat mehr als verdutzt, das Strategielabor.
 
Sa: Was bei allen Elementen war das denn?
 
-----------------------------------------------------------------

Ortswechsel:
USS Picard-B / Gang AA38 Richtung Brücke.

Commander Langtsar fluchte innerlich. Das wäre fast schief gegangen. Sie rannte um eine Biegung und wurde plötzlich und unsanft in einen Raum gezerrt. Die XO wirbelte kampfbereit herum, dann erkannte Sie den Angreifer.

CL: Mervin Albras, was bei allen Himmeln soll das?
 
Ein Phyleilaner, in der Uniform eines Lt. des med. Dienstes grinste sie an.

MA: Hast Du Dich erschreckt, Schwesterchen?
CL: Wie oft soll ich es Dir noch sagen: Wir sind nicht verwandt.
MA: Doch, das sind wir. Im Geiste.
CL: Was treibst Du hier? Du hast doch die C- Schicht?
MA: Sozialzeit. Ich musste mal.

Mervin wurde schnell ernst.

MA: Was bei allem Teufeln des Himmels hattest Du bei LaSalle zu suchen?
CL: Ich hatte gehofft, irgendwelche Infos zu finden.
MA: Bist du wahnsinnig geworden? Ausgerechnet bei LaSalle. Der Kerl kommt von der DIA.
CL: Der Kerl nervt.

Langtsar blickte scheinbar geistesabwesend auf die Tür, den Rücken Mervin zu gewandt.

MA: Und mich nervt deine Unvorsichtigkeit. Wenn LaSalle von der Sache Wind kriegt, bist Du fällig. Der nimmt Dich auseinander und baut Dich wieder zusammen, wie es ihm beliebt. Und wenn Admiral t´Khellian davon erfährt. Sie hat Verwandte und Bekannte in der Galae und wohl auch beim Tal Shiar. Und abgeblich hat Sie sogar Kontakte zu DeRaaf. Wenn er von der Sache erfährt, dann können wir nicht nur unseren Plan vergessen. Dann sind wir alle Toast.
CL: Unser Plan, unser Plan. Verabschiede Dich endlich einmal von deinem Hirngespinst, Phyleila wieder auferstehen zu lassen. Es gibt kein mächtiges Reich mehr. Das haben unsere Eltern an die Wand gefahren. Und es wird auch nie wieder ein phyleilanisches Reich geben.
MA: Dann denke wenigstens an unseren Schwur. An unseren Blutschwur. An unsere Rache.
CL: Blutschwur. So ein Blödsinn.Ich habe nichts geschworen Ich will nur dieses Schwein finden. Aber dazu müssen wir erst einmal dort hin gelangen.
MA: Dann übertreibe es nicht. Ich rate Dir, die Sache nicht zu gefährden.
 
Langtsar reagierte unglaublich schnell,wirbelte herum packte Albras am Hals und schmetterte ihn gegen eine Schottwand.

CL: DU IDIOT! Das werde ich mir nicht ein zweites Mal anhören. ICH werde die Mission NICHT gefährden! Wenn DU es aber tust, bist DU Toast, ist das klar, Phasergehirn?

Albras rappelte sich mühsam auf.
 
CL: Heb Deinen verdammten Arsch hier raus, „Brüderchen“ und begib Dich wieder auf deinen Posten. Bevor jemand Dich vermisst.

Albras stolperte aus dem Raum.
Langtsar brauchte eine Weile, um sich zu beruhigen. Nein, so hatte sie sich das Ganze nicht vorgestellt. Sie ordnete ihre Uniform und trat dann wieder auf den Gang hinaus.

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  Das Athean Komplott / Log 2 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Fri-Mar-2020, 07:54 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard-B / Brücke / Kurz vor Sareths Ankunft
 
LaSalle schlenderte gemächlich aus dem Turbolift. Er musste sich eingestehen, dass er die Geräusche, das tieffrequente, fast nur im Unterbewusstsein wahrnehmbare Geräusch der Lüftung und die Gerüche, jene undefinierbare Mischung aus trockenem Staub und frischer Farbe, in den letzten Jahren vermisst hatte. Das leise Stimmengewirr, jenes fast nicht hörbare Knistern, wenn sich Statusholos entfalteten. Jene Subtilität der Geräusche einer in Betrieb befindlichen Brücke eines Raumschiffes, kurz vor einem Missionstart.
Und in diese Subtilität schnitt nun, wie eine Axtklinge in einen Holzscheit, eine scharfe Frauenstimme. Das war etwas, was LaSalle nun ganz und gar nicht vermisst hat. Die Stimme gehörte zu Commander Ellini Langtsar, der neuen XO des Schiffes.Die XO war eine typische Phyleilanerin: Hochgewachsen, schlank, Militär durch und durch und mit einem äußerst cholerischen Charakter ausgestattet. Ihre Uniform saß mit einer geradezu erschreckenden Präzision an ihrem Körper. Ihr Spitzname „Lady Lightning“ passte gut zu ihr, da sie gerade ein Donnerwetter über ein Crewmitglied vom Stapel liess. Das war nicht gut, schon gar nicht auf der Brücke. LaSalle beschloss, sich der Sache anzunehmen.
Commander Langtsar hatte sich ausgerechnet Howardus Edsardus, den CoN des Schiffes als Opfer ausgesucht.

CL: Und wenn ich Ihnen sage, dass diese Einheit funktioniert, dann funktioniert sie.

Howy war empört.
 
Ho: Bei allem notwendigen Respekt Mam, aber diese Holoeinheit muss erst noch einmal auf mich kalibriert werden. Sonst sehe ich alles doppelt.
CL: Bei anderen Crewmitgliedern funktioniert das auch ohne vorhergehende Einmessung. Sie haben wohl die letzten paar Jahre hinterm Mond verbracht?
Ho: Wenn Sie wüssten, Mam.
CL: Hier gibt es keine Extrawürste. Ich werde Sie..
 
LaSalle räusperte sich.
 
LS: Ähem..
CL: Was wollen Sie? Sie sehen doch ich bin…
LS: Diesen Ton bin ich nicht gewohnt, Commander.
CL: Oh Commodore LaSalle, ich habe Sie nicht erkannt, Sir.
LS: Sie haben offensichtlich eine Meinungsverschiedenheit mit unserem Chefnavigator?
CL: In der Tat, die habe ich, Sir.
LS: Und worum geht es?
CL: Mr. Edzardus gibt an, dass seine Enviro- Holoeinheit erst noch einmal auf ihn kalibriert werden müsse, sonst sähe er alles doppelt.
LS: Und wo ist das Problem?
CL: Bei anderen Crewmitgliedern funktioniert das auch ohne vorhergehende Einmessung.
LS: Mr. Edzardus, ist die nicht auf Sie angepasste Einstellung ein großes Problem bei der Navigation, hindert Sie also, an der Erfüllung Ihrer Aufgaben als leitender Navigator an Bord?
Ho: In der Tat Sir, das ist ist ein Problem.
LS: Nun, ich sehe kein Problem darin, diese Problem aus der Welt zu schaffen, Commander. Lassen Sie bitte diese Einheit neu kalibrieren.
CL: Dann verstehe ich nicht Sir, warum bei anderen Crewmitgliedern die Holo-Einheiten ohne Kalibrierung arbeiten.
LS: Das verstehe ich auch nicht, aber hier ist es offensichtlich der Fall, dass das System eben nicht so arbeitet, wie es soll. Also bitte lassen Sie es neu einstellen, damit wir uns um andere Dinge kümmern können. Mr. Edzardus, Sie, ich usw.
CL: Bei allem notwendigen Respekt, Sir. Aber die Crew dieses Schiffes ist eine Enheit, eine verschworene Gemeinschaft. Da gibt es für niemanden Extrawürste. Wir alle müssen funktionieren wie eine Maschine, damit wir Überleben. Was für alle gilt, gilt für alle, da darf niemand aus der Reihe tanzen. Auch nicht beim kleinsten Detail, Sir.
LS: Commander Langtsar, das haben Sie sehr schön ausgedrückt. Und bei einem Kampfeinsatz stimmt dies alles. Aber wir hier sind hier an Bord eines Forschungsschiffes und nicht in einem Schützengraben. Wir kämpfen derzeit nicht ums Überleben, sondern allenfalls mit nicht korrekt eingestellten Systemen. Ihre Einstellung zum Dienst in allen Ehren Commander, aber man sollte bei der Beachtung von Details mit Augenmaß arbeiten, sonst läuft man all zu gerne Gefahr, den Überblick über das Gesamte zu verlierem.
CL: Ist das ein Befehl, Sir?
LS: Nein ein Rat. Ich spreche da aus Erfahrung. Ein Befehl ist es aber, dass Sie Mister Edzardus Holo-Einheit in Ordnung bringen lassen. Danke.
 
LaSalle nickte Howy zu und begab sich Richtung Transporterraum
Commander Langtsar wandte sich, sichtlich erzürnt, an Howy.

CL: Sie haben doch den Commodore gehört! Lassen Sie den Schrott reparieren und kommen Sie mir nicht mehr unter die Augen damit. Sie haben die Brücke.Ich bin im Maschinenraum.
 
Die XO rauschte zum Turbolift. Howy musste grinsen, Sicherlich bedauerte die XO es, dass man die Lifttüren nicht zu schlagen konnte.

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  Das Athean-Komplott MISSIONSSTART
Geschrieben von: Sareth - Thu-Mar-2020, 10:14 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: Charlie wollte nicht mitschreiben, da der Chara und Howie doch sehr ähnlich sind.

RPG:
*** Erde / San Francisco / Apartment von Admiral T'Khellian ***

Ich blickte auf den altmodischen Papierumschlag in meinen Händen, der gerade auf ebenso altmodische Art durch einen Kurier überbracht worden war. Der Absender signalisierte mir das Oberkommando der Sternenflotte. Der Inhalt versetzte mich einen Moment später in Erstaunen...
Nach dem überraschenden Gespräch unter zwei Augen mit der Präsidentin vor drei Tagen hatte ich damit gerechnet, einen diplomatischen Sonderauftrag zu erhalten. In den Athean-Cluster, dessen Gouverneur mit Sezession und einer Angliederung an das Romulanische Reich drohte. Da brauchte man natürlich jemanden wie mich, der für Rihannsu-Freunde ebenso glaubhaft war wie für die Föderation. Das hatte mir eingeleuchtet, und ich hatte mich der Präsidentin und dem Oberkommando zur Verfügung gestellt. Aber das hier...! Das war mehr als unerwartet!

"Was ist es?" rief Charlie von drinnen und ich trat mit dem Brief zurück in unser Apartment.

"Sie haben mir das Kommando übertragen."

"Über den Athean-Sektor?!" Er sah von seinem Arbeitsplatz auf, über dem mehrere Hologramme seines derzeitigen Forschungsprojektes schwebten.

"Nein, über die Picard-B."

"Die Picard-B?" Er sprang auf und trat auf mich zu. "Das ist ja unglaublich!"

"Ich kann es auch kaum fassen! Sie lassen mich fast zwanzig Jahre einen Schreibtisch kommandieren... ich habe mich mit Ressourcenverteilungen, Personalplänen, Anträgen und endlosen Sitzungen herum geschlagen... und jetzt..." Jetzt bekam ich tatsächlich die Möglichkeit, wieder DA DRAUSSEN etwas zu bewegen, unterwegs zu sein, um unbekannte Welten zu erforschen oder die Belange bekannterer zu regeln! Ich musste zugeben, ein wenig fühlte ich mich wie ein Gefangener, dem gerade vorzeitige Entlassung verkündet wurde. Natürlich war das nicht gerecht. Ich hatte einen wichtigen Posten ausgefüllt, ich hatte mehrere Projekte des Exploration Council durchgesetzt. Aber dennoch...! Ein neues Kommando. Und die Picard-B! Aber das bedeutete auch...

"Dann werden wir auf unbestimmte Zeit getrennt sein, Charlie."

"Aber wir sind ja keine Teenager mehr. Wir können eine Beziehung auch über Lichtjahre hinweg aufrecht erhalten. - Nein, denke nicht eine Sekunde darüber nach, dieses Kommando abzulehnen!"

"Oha, du bist froh, wenn deine Frau aus dem Haus ist oder?" rief ich mit gespieltem Zorn.

"Natürlich. Dann kann ich endlich mit meinen Forscherkollegen bis früh hier zusammen sitzen und arbeiten, fluchen und Raktajino trinken! Wir sind gerade kurz vor dem Durchbruch mit dem neuen Projekt. Nein, im Ernst. Ich bin ja nicht umsonst aus der Flotte ausgetreten und in die zivile Forschung gegangen. Außerdem bin ich  allmählich zu alt für explodierende Konsolen und Ereignishorizonte hautnah."

"Na hör' mal!" Ich knuffte ihn in die Seite. Dann standen wir einen Moment lang schweigend und aneinander geschmiegt in unserem Wohnbereich.

"Wann soll es losgehen?" fragte Charlie schließlich.

"In einer Woche."

"Gut, dann haben wir noch einige Tage Zeit für einen kleinen Urlaub! Rasch, lass uns packen!"

....

*** Eine Woche später / USS Picard-B / Transporterraum ***

Der Eindämmungsstrahl gab mich auf der Transporterplattform frei und ich spürte jenes besondere Kribbeln in der Magengegend wie ein Kind bei seinem ersten Schultag. Mein Schiff! Für weitere enthusiastische Gefühle blieb mir keine Zeit. Rufus LaSalle kam mir entgegen und ich trat hinunter auf den blaugrauen Teppichboden des Transporterraumes.

"Willkommen an Bord, Sareth!" Mein ehemaliger CoS und ehemaliger Interimsleiter der D.I.A. war etwas rundlicher um die Taille geworden und der Haaransatz hatte sich weiter nach hinten verschoben. Ansonsten aber war er ganz der Alte. "Sie haben sich kaum verändert!"

"Keine Schmeicheleien - wir sind nicht mehr im Oberkommando!"

"Nun, ich muss es wissen, schließlich habe ich mir vor ein paar Tagen neue Linsen einsetzen lassen." Er lächelte sein unnachahmlich hintergründiges Lächeln. "Damit mir nichts mehr entgeht. Besonders nicht auf dieser Mission."

Ich nickte dem Transporterchief am anderen Ende des geräumigen Areals zu, eine junge dunkelhäutige Frau, dann folgte ich Rufus durch die Tür. "Ist die übrige Crew schon an Bord?"

"Ich habe Ihnen die kompletten Akten auf Ihr Terminal im Büro leiten lassen - aber wahrscheinlich kennen Sie die meisten schon. S'Tok von Vulkan ist unser Chefingenieur. Hervorragende Referenzen. Nach Captain Sodran war er das Beste, was wir bekommen konnten, und Sodran war außerhalb aller Reichweite. Dem CMO sind Sie ja auch schon über den Weg gelaufen, habe ich gehört."

"Ja, ein Zevarroide. Wird interessant werden."

"Solange ich nicht krank werde sicher. - Dann haben wir noch einen alten Bekannten von der ersten Picard, den Sokar uns empfohlen hat: Navigator Hohardus Edzardus."

"Was ist mit dem ersten Offizier? Haben wir Karen Valkovich durchbekommen?"

LaSalle schnaufte. "Leider nein. Das Oberkommando hat uns eine Phyleilanerin aufgedrückt. Im Zeichen von good-will und Inklusion und derlei Sprüchen."

Die Art, wie er das sagte, machte mir klar, dass die beiden schon aneinander geraten sein mussten. Ich war gespannt auf die Akte der Dame!

"...ansonsten haben wir an alten Bekannten noch Mort Caldred als Ihr Sicherheitschef."

Mort Caldred! Nun, dann hatte ich wohl einen ganz persönlichen Leibwächter, denn seit der Sache damals auf der Saipan fühlte er sich mir nach seinem Ehrenkodex besonders verpflichtet. Ich hoffte nur, das würde nicht zu irgendwelchen Gewissenskonflikten führen...

...

*** Büro von Admiral T'Khellian ***

Dies war also nun mein neues Büro. An Bord der Picard-B! Ich sah mich in dem ovalen Raum um, an dessen rechter Seite sich eine kleine Besprechungslounge, geschmückt mit einer Grünpflanze, öffnete. Der Tür gegenüber stand mein Schreibtisch aus transparentem Aluminium. Ich setzte meinen Koffer auf einen der Sessel in der Lounge, entnahm ihm zwei Holofotos von Charlie und mir und von meinem Sohn in Uniform der Galae und platzierte sie auf dem kahlen Schreibtisch.
Dann aktivierte ich den Kommandozugriff und die Sicherheitsclearance des Terminals und schaltete das Licht in eine angenehmere Farbtemperatur. Der erste Tag an Bord konnte beginnen!

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  Sezession! Sezession? Log 1
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Fri-Mar-2020, 12:13 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

Athean Sektor / Athean Prime / Sillian City / Büro des Gouverneurs
 
Es war ein typischer Frühlingsnachmittag auf Athean Prime. Die Sonne schien vom Himmel, die Bevölkerung flanierte in den ausgedehnten Parkanlagen am Strand der Meeresbucht, im Yachthafen lagen einige Solarsegler und keine Wolke am Himmel störte den Blick auf die riesigen, orbitalen Dock-und Hafenanlagen, denen dieser Planet seinen Wohlstand verdanke. Den Hafenanlagen und auch den rohstoffreichen Monden um die 3 Planeten des Athean-Systems.
Der Athean-Sektor war hauptsächlich von Terranern, kurz nach dem Krieg gegen das Dominion, besiedelt worden. Athean  Prime selbst war eine reiche Welt. Sie gehörte zu den wohlhabendsten Planeten innerhalb der Föderation und der gesamte Sektor, mit seinen 38 Systemen und insgesamt 28 Milliarden Bewohnern lag in seinem Einkommen nicht weit hinter solchen „Kraftwerken“ der Föderation wie dem Sol-System oder dem Menkalinan-Cluster.
Doch so hell die Sonne vom Himmel strahlte, so finster waren jene Gedanken, welche die Stimmung im 120. Stockwerk des Sektorregierungs-Gebäudes verfinsterten.
Edwin Cairncross Hand wischte durch das Kontroll-Holo der Ambientergelung seines Büros. Das riesige Panoramafenster, mit Blick auf die Strandpromenade und den Strandpark wurde dunkel. So dunkel wie Cairncross Stimmung.
Gouverneur Edwin Cairncross war ein Vorzeige-Politiker: Mitglied der konservativen Partei FCM, skandalfrei, Förderer von Kunst und Kultur und zweifacher Familienvater. Kurzum ein Mensch, der von seinen Wählern geliebt und von der Presse, speziell von INN, eher gemieden wurde. Er war eben recht uninteressant gewesen. Bis vor ein paar Tagen. Da hatte er die neue Präsidentin der Föderation offen kritisiert und ihre Pläne zur Reform der Föderation als „unausgegorenen Blödsinn“ bezeichnet. Nun war die FCM noch nie ein Freund des Parteiprogramms der Federation Progress Party der Präsidentin gewesen, aber Cairncross Kritik war allgemeiner gewesen. Er bemängelte die Struktur der Föderation als Ganzes. Und gerade hatte ihm sein Sekretär, Ovid Warner neue Munition geliefert.
Cairncross Faust schlug krachend auf die Tischplatte des Schreibtisches.

EC: Das ist eine Ungeheuerlichkeit. Glaubt diese Präsidentin denn, die Föderation wäre ihr Privateigentum?

Warner nickte langsam.

OW: Sie haben ja schon immer gesagt, dass es in der Föderation keine Gerechtigkeit zwischen den Sektoren gibt. dass dem Phileila-Sektor Geld in den Hintern geblasen werde“ während einer der ältesten und bevölkerungsreichsten Sektoren der Föderation einfach vergessen wird. Subventionen bleiben aus, Mittel werden gestrichen und die Infrastruktur zerfällt immer schneller. Dies führt natürlich zur Abwanderung der Industrie, was man auf den Zentralwelten gekonnt ignoriert. Sie pochen auf Gleichbehandlung der Sektoren und sagten, dass es vielen Sektoren eventuell im romulanischen Reich besser gehen würde, als in der Föderation und dass es vor allem für die Randsektoren Zeit sei, ihre Position innerhalb der Föderation zu überdenken.
EC: Ovid, ich weiß was ich gesagt habe. Und dieser neuste Vorschlag der Präsidentin zeigt mir, dass ich nicht zu schwarz gesehen habe. Die Regierung der Föderation, sowie die Flottenleitung nach Bajor zu verlegen, als Zeichen der Solidarität, ist selbst als Idee schon gefährlich. Die Regierung der Föderation von der Welt weg zu verlegen, auf der sie gegründet wurde. Das ist selbst als Diskussionsanstoß, so wie die Präsidentin das ausgedrückt hat, schon Sprengstoff. Wenn die Verlegung wirklich durchgeführt wird, dann wird die Föderation implodieren. Das würde bis zum Bürgerkrieg gehen. Und ich habe kein gesteigertes Bedürfnis, das zu erleben.  Es wird Zeit.
OW: Sir, Sie wissen aber schon, was dies bedeutet?
EC: Allerdings. Hoffen wir, dass es ist nicht notwendig wird, aber treffen Sie bitte alle Vorbereitungen.
OW: Jawohl Sir.
Warner verließ eiligst das Büro. Cairncross warf sich in seinen Schreibtischsessel und aktivierte eine Com-Verbindung  zu seinem Vorzimmer.
 
EC: Miss D´Abo, seien Sie bitte so freundlich und machen mir eine Verbindung zum Oberkommandierenden der unabhängigen Sektorstreitkräfte, General Hackett, sowie zum Konsulat der KMC- Händlergilde unten in der Archer-Street.

Cairncross lief ein Schauer über den Rücken. Es hatte begonnen. War es noch aufzuhalten?

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Ortswechsel:
 
Erde / San Francisco / HQ der Sternenflotte / Büro des OBH

OBH Paul Sandford war jetzt 3 Monate im Amt. Er war der Nachfolger des Interims-OBH Doktor VanDorn, eines Zivilisten. Und jetzt musste Sandford, ehem. 3 Sterne-Admiral der Flotte, diesen Sauhaufen der sich Flotte nannte, wieder auf Kurs bringen. Wieder in Richtung Forschung, weg von dem rein militärischen. Und da waren solche Dinge, wie das Wiederauftauchen der USS Picard und die Nichteinladung t´Khellians zur Willkommensfeier der Picard, nicht gerade hilfreich.
Doch am unangenehmsten war das Erscheinen jenes Mannes, welcher am Fenster des OBH-Büros jetzt stand und intensiv seine antike Nickelbrille putzte: Felix DeRaaf, Verteidigungsminister der Föderation und damit Sandfords Vorgesetzter. Und immer wenn DeRaaf sich die Brille putzte, bedeutete dies Ärger. Und was DeRaaf Sandford soeben mitgeteilt hatte, könnte den OBH evtl. in Bedrängnis bringen.

DR: Das Verschwinden der USS Tscherenkow, einen der letzten noch im Dienst befindlichen Schiffe der Galaxy-Klasse in der Nähe des Athean-Sektors zieht Kreise. Nicht nur, dass das Schiff unter dem Kommando des bekannten und beliebten Captain Jordan Hendricks steht. Sie wissen ja, dass diese Holly Hunter ihn als den fähigsten Kommandanten seit Jean-Luc Picard bezeichnet hat. Nein, unglücklicherweise  befand sich an Bord der Tscherenkow auch noch der Sohn des Außenministers
Eigentlich sollte die Tscherenkow Handelsrouten in die KMC sondieren. Doch was hatte sie dann in  der Nähe des Athean-Sektors zu suchen? Die Regierung verlangt eine Untersuchung vor Ort durch ein hochrangiges Mitglied der Flotte und durch eine äußerst erfahrene Crew.

OBH Sandford räusperte sich.

PS: Nun Sir, Admiral Cunningham könnte das übernehmen
DR: Admiral Cunningham war in die Sache mit James Mabuntu verwickelt.
PS: Ja, der Verdacht war aber unbegründet.
DR: Niemand, der mit den unrühmlichen Vorgängen der letzten Monate in Verbindung gebracht wurde, darf eingesetzt werden. Die Präsidentin war dahin gehend sehr deutlich.
PS: Ähm nun Sir, hat die Präsidentin denn einen Wunschkandidaten?
DR: In der Tat, den hat sie. Admiral Sareth t´Khellian mit samt der ehem. Crew der USS Saipan, sofern diese Offiziere noch im Dienst sind.
PS: Nun Sir, bei allem notwendigen Respekt. Aber das wird unmöglich sein. Viele der Crewmitglieder haben feste Posten, oder die Flotte verlassen.
DR: Mister Sandford, ich habe eine hohe Meinung von Ihren Fähigkeiten. Ich bin mir sicher, dass Sie dieses Problem aus der Welt schaffen werden. Im Übrigen handelt es sich dabei nicht um einen Befehl der Präsidentin an t´Khellian, sondern um eine Bitte.
PS: Ich….verstehe.
DR: Also dann, Rückmeldung innerhalb von 4 Tagen an meinen neuen Stellvertreter.
PS: Ah…wer wäre das?
DR: Oh, Sie kennen ihn gut. Raymond DeValette.
PS: Wie Sie wünschen, Sir.
 
DeRaaf nickte kurz, dann wandte er sich um zum Gehen. An der Tür angelangt, drehte er sich noch einmal zu Sanderson um.
 
DR: Bevor ich es vergesse. Die Sternenflotte hat mich in den letzten Monaten mehrfach enttäuscht. Ich möchte nicht, dass dies noch einmal geschieht. Ich glaube, wir haben uns verstanden.
 
DeRaaf verließ das Büro.

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  Zwischen log 4 Sareth
Geschrieben von: Sokar - Wed-Mar-2020, 05:22 AM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

Dieses Log ist für Sareth, aber die Anmeldung funktionierte für sie nicht.

*** Erde/ Paris / UFP-Treasury / Büro des Leiters für interplanetaren Wirtschaftsverkehr ***

Der ältliche Beamte hatte sich von seinem Schreibtisch erhoben, gähnte trat wie jeden Abend an die kleine Hausbar und griff nach der Flasche echten saurianischen Brandys. In diesem Moment materialisierten vier Personen im Raum, auf deren Anzügen das Abzeichen der Temporal Integrity Agency prangte. 

„Mr.Mabuntu, Sie sind verhaftet wegen Beihilfe zum versuchten Missbrauch temporaler Technologie, Veruntreuung und Gefährdung der interplanetaren Sicherheit.“

Das Brandyglas zerschellte auf dem teuren Teppich. James Mabuntus Bewegung zum Alarmknopf erstarrte.
…..

Das war jetzt zwei Monate her. Ich war froh, dass ich diese Zeit als Aushilfsagentin der Sektion 31 hinter mir gelassen hatte. Es war wenig angenehm gewesen, meine Sicherheitsfreigaben zu nutzen, um Mabuntus Kontakten innerhalb der Flotte nachzuspüren und so den abtrünnigen Agenten zu finden.

Nun konnte ich mich wieder dem jüngsten Projekt des Starfleet Science Council widmen: der USS Picard B. Das Schiff war auf der Grundlage der Erkenntnisse entwickelt worden, die auf dem Flug der ersten Picard gesammelt worden waren. Ging alles nach Plan, so würde sich dieses neue Schmuckstück der Föderationsflotte bald aufmachen, um die neu entdeckten Bereiche am Rand der Galaxis genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Erfreulicherweise hatte sich bei den letzten Sitzungen des Föderationsrates jene Fraktion durchsetzen können, die für eine Ausweitung des Forschungsetats eintrat. Unter dem Eindruck des klingonisch-romulanischen Friedensprozesses schien es auch den düstersten Propagandisten einer gewappneten Föderation angeraten, ebenfalls auf Ausgleich zu setzen. Zudem hatte die Rückkehr der Picard eine solche Fülle an wirtschaftlichen Möglichkeiten eröffnet! Und dann war da noch diese leidige Affäre mit einem gewissen Gouverneur…Kurz gesagt, jene Fraktion, die  die traditionellen Werte der Föderation verkörperte, hatte die Mehrheit gewonnen und die neue Präsidentin, eine Bolianerin, gestellt.
Nun war ich unterwegs, um den Fortgang der Arbeiten an der Picard B zu begutachten.


*** Utopia Planitia /Mars ***

Ich war  in einem der kleinen Inspektionsshuttles unterwegs, die Qualitätskontrolleure zwischen den Orbitalwerften benutzten. Schon von Weitem konnte ich in Dock Drei die Silhouette unseres neuen Schiffes ausmachen : eine schlanke abgerundete Dreiecksform, die fast  nahtlos in einen Deltaflügel überging. Statt der vertrauten Warpgondeln formte sich eine ovale Ringstruktur um das Heck, die eine effizientere Nutzung des Antriebs und den Aufbau eines eigenen Transwarpkanals ermöglichen sollte.  Eine Technikercrew montierte von einer Plattform aus gerade den Deflektor an der Unterseite des Schiffes. Einzelne Arbeiter in Raumanzügen und Drohnen werkelten in anderen Bereichen.

„Sehen Sie sich dieses Ding an!“ brummte mein Pilot. “Wie sieht das bloß aus?! Früher, da haben wir noch schöne Schiffe gebaut!“ Der Mann mit seinem schütteren grauen Haar stand ganz  sicher kurz vor der Rente. „Madame Admiral, denken Sie mal an die Galaxy-Class oder die Sovereign! Ach, sowas sieht man nur noch im Museum!“ Er seufzte nostalgiegeladen.

Ich schmunzelte leicht, wurde jedoch von der Notwendigkeit einer Antwort befreit, weil wir gerade dicht über die Brückensektion flogen. Der Pilot brauchte sein ganzes Können und ich wollte die neue Hüllenstruktur in Augenschein nehmen. Sie bestand aus sich selbst organisieren den Nanopartikeln, die Hüllenfrakturen rascher als bisher versiegeln sollten.

Am Ende der kleinen Rundtour ließ ich mich zurück zum Bodenkomplex 27 c fliegen, wo die technische Leitung des Picard-B-Projekts stationiert war. Der Pilot riet mir zum Abschied, „falls ich in der Teppichetage etwas zu sagen hätte“ mich doch für das klassische Sternenflottendesign einzusetzen. Ich sagte ihm mit einem Augenzwinkern zu, das bei meinem NÄCHSTEN Schiff zu berücksichtigen. 

Nach dem Briefing, in dem ich mit Plandaten überschüttet worden war, gönnte ich mir eine Nachmittagspause im berühmten Kakteengarten der Marsstation. Botaniker hatten hier unter einer der großen Kuppeln Sukkulenten und Kakteenarten der Föderation zusammengetragen. Pflanzenfreunde, Wissenschaftler  und Werktätige in der Mittagspause fanden sich hier gleichermaßen gern ein. Ich setzte mich mit einem Kaffee auf die Bank neben einen violetten vulkanischen Kaktuspatriarchen, dessen fast schwarze Blüten einen satten Honigduft verbreiteten. Durch die Kuppel konnte ich einen Teil des Orbitaldocks sehen, das die Picard-B beherbergte.

Ein häßliches Schiff? Nein, dass fand ich ganz und gar nicht! Sie vereinte terranische und romulanische Eleganz und verfügte über dieses gewisse Flair des Geheimnnisvollen…

Erst als ich den Kopf wieder Richtung Kaffeetasse senkte, merkte ich, dass neben mir ein jüngerer Vulkanier stand, der ebenfalls auf den Orbitalkomplex blickte. „Es erinnert mich an ein Schiff der Surak-Klasse,“sagte er jetzt. “Ein überaus funktionales und kontingentes Design.“
Nun, das tat gut zu hören! „Das war unsere Absicht bei diesem Entwurf,“ erwiderte ich.

Jetzt nahm er mich genauer ins Visier, mit jener Art, die nur Vulkaniern eigen ist. Bei Rihannsu galt dies eher als unhöflich. Aber ich kannte das ja seit Akademiezeiten. „Ah, Admiral TˋKhellian. Ich habe sie nicht sofort erkannt. Ich verfolge die Entwicklung der Picard-B seit dreieinhalb Monaten. Gestatten Sie, SˋTok, Ingenieur.“ Er neigte den Kopf zum Gruß. „Ich habe mich auf den Posten des Chefingenieurs beworben.“

„Und ich mich auf den Posten des CMO!“ quäkte eine Stimme.

Der Vulkanier und ich gewahrten ein gelbhäutiges, vierarmiges Wesen, dessen vier Augen an langen Stielen über dem runden Kopf zu tanzen schienen. Ich hatte diese Spezies noch nie gesehen…
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Admiral Sareth T'Khellian

PS: Grüße aus Roswell, wo wir heute Abend eingetroffen sind.

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  Zwischenlog 3: T'Sok
Geschrieben von: T'Sok - Fri-Feb-2020, 09:07 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

Vulcan / Shikahr / Akademie der Wissenschaften 

"Das ist sehr familiär von ihnen, Captain", sagte T'Sok.

"Danke." 


„Ich suche gerade Arbeit. Hätten Sie Bedarf an einem Ingenieur? Mir ist zu Ohren gekommen, dass der Romulaner, welchen Sie zuvor in Ihrem Dienst hatten, selbigen quittierte.“ 

„Sind sie kein Angestellter der Fakultät? Ich wollte mich gerade für die Übernahme des Lehrstuhls für Xenobiologie bewerben.“ 

„Nicht mehr. Ständige Wiederholung betäubt den Geist und es wurde Zeit, dass ich etwas neues suchte.“ 

„Nun, denn. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.“

„Danke, ich Ihnen auch.“



T'Sok begab sich in sein Wohnquartier und dachte nach. Es war seltsam, wieder einmal woanders zu sein als an seinem angestammten Aufenthaltsort. Er betrachtete eingehend die Wand seines Quartieres. 
Sie war gelb. Ein entsättigtes, blasses gelb, das an die kargen Sandwehen von Sol erinnerte. 
Es war sehr beruhigend. So fand T'Sok sich alsbald in einer tiefen Meditation. T'Sok liebte es, über einheitliche Flächen zu meditieren, die bestenfalls keinerlei Unebenheiten, Unregelmäßigkeiten oder andere Formen von Variation aufwiesen. T'Sok war kein großer Freund von Variation. Solange alles seinen gewohnten Gang lief, war er zufrieden. Ja, Gewohnheiten und Regelmäßigkeiten waren sehr wichtig. Aus diesem Grund nächtigte er ungerne anderswo als zuhause. Das neue Schiff und die Abläufe dort würden sich schnell als neue Gewohnheiten etablieren müssen. All das und mehr ging T'Sok in seiner meditativen Ruhe durch, bis sich ein störendes Insekt auf die Wand setzte und ihre Ebenmäßigkeit mit beinahe verärgernder Variation unterbrach.

Die Unterbrechung behagte ihm nicht. Es wäre unlogisch, dem Tier die Schuld daran zu geben, doch eine Störung war es dennoch. Er erhob sich, um das Insekt von der Wand zu picken und entließ selbiges aus seinem Fenster in die warme Morgenluft. Er setzte sich wieder auf den Boden und begann erneut, die gelbe Wand zu betrachten. Er erfreute sich an der wiederhergestellten Ruhe und Ebenmäßigkeit ebenjener, als er langsam zurück in seinen vorherigen, meditativen Zustand versank.

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  Hier der neue Airbus-Superflieger
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Wed-Feb-2020, 11:27 AM - Forum: *** Science News *** - Antworten (2)

Fotostrecke:

https://www.manager-magazin.de/fotostrec...72293.html

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  Wer macht das Rennen zum Mars ?
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Mon-Feb-2020, 02:28 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

Spannender Artikel in der Zeit.

https://www.zeit.de/wissen/2019-10/beman...ettansicht

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